Der «Integrations-Vertrag» – und die Fussnoten dazu

Jeder nimmt am Schweizer Alltag teil, das ist laut «Blick» Pflicht: Fahnenschwinger am Appenzeller Schwingfest 2016. Foto: Benjamin Manser (Keystone)

Der «Blick» hat den Ausländern in der Schweiz den Tarif durchgegeben – mit einem «Integrationsvertrag», den doch alle Migrantinnen und Migranten unterschreiben mögen. Wir finden: Es gibt da noch ein paar Unklarheiten. Gerne helfen wir mit einigen Präzisierungen (kursiv) nach.

INTEGRATIONS-VERTRAG

DIE RECHTE

  1. Das Schweizer Recht gilt in der Schweiz für alle.
    Stimmt schon. Nur: Manche sind vor dem Gesetze gleicher als andere. Als Ausländer ist es darum hilfreich, Sie haben ein paar Millionen auf der hohen Kante. Dann erhalten Sie eine Niederlassungsbewilligung auch ohne lästige Deutschkurse.
  2. Das Recht steht über der Religion.
    Hier kennen wir tatsächlich kein Pardon. Deshalb verbieten wir den Bau von Minaretten.
  3. Mann und Frau sind gleichberechtigt.
    Nun gut, das mit dem Stimmrecht dauerte ein wenig länger. Und ja, mit dem gleichen Lohn für gleiche Arbeit hapert es auch noch. Aber es geht ums Prinzip!
  4. Jede und jeder geniesst hohe persönliche Freiheit.
    Aber wir halten es da ganz mit Kant: Auch bei uns endet die Freiheit dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt. Das heisst: Das mit dem Rasenmähen lassen Sie am Samstag schön bleiben. Nach 22 Uhr wird nicht mehr geduscht. Und Ihr Glas entsorgen Sie nicht am Sonntag.
  5. Alle dürfen über alles reden.
    Sie fragen nach meinem Lohn? Gehts noch? Ich sage Ihnen aber gerne jenen meines Kollegen.

DIE PFLICHTEN

  1. Jeder beherrscht oder lernt eine Landessprache.
    Finden Sie sich damit ab. Oder ziehen Sie ins Wallis.
  2. Jedes Kind besucht die Schule – und respektiert die Regeln.
    Das Kind darf man gerne auch mit dem Offroader dorthin fahren. Falls es sich als schwacher Schüler entpuppt: Schicken Sie es in den Nachhilfeunterricht. Oder auf eine Privatschule.
  3. Jeder nimmt am Schweizer Alltag teil.
    Sie beginnen den Tag auf dem Melkschemel und lassen ihn am Alphorn ausklingen. Dazwischen erscheinen Sie pünktlich zur Arbeit. Oder so ähnlich.
  4. Jeder verteidigt die Freiheit.
    Als anständiger Schweizer tragen Sie deshalb ein Sackmesser auf sich – unser Verteidigungsminister hat es dieser Tage im «Migros-Magazin» vorgemacht.
  5. Jeder sorgt für sich selbst.
    Die Anbauschlacht aus dem Weltkrieg steckt uns noch in den Genen: Pachten Sie einen Schrebergarten. Und lassen Sie Ihre ebenfalls frisch zugezogenen Nachbarn auf der Parzelle nebenan gleich den «Blick»-Integrationsvertrag unterschreiben. Die Portugiesen-Fahne bei Familie Oliveira können Sie dabei gleich abhängen.

DIE NORMEN

Hier gibts den Integrations-Vertrag zum Download.

  1. Man zeigt sein Gesicht.
    Ausser, Sie gehen an die Fasnacht. Oder fahren Töff. Oder treffen sich am Rande des Fussballmatchs zur gepflegten Prügelei mit Gleichgesinnten.
  2. Man reicht einander bei der Begrüssung und zum Abschied die Hand.
    Ausnahmen sind möglich in der Grippesaison – oder wenn Ihr Gegenüber einer von denen ist, der nach dem Toilettengang die Hände nicht wäscht.
  3. Man behandelt Amtspersonen, ob Frau oder Mann, korrekt und mit Respekt.
    Ausser, es handelt es sich um einen Vertreter der Kesb. Da wird ziviler Ungehorsam patriotische Pflicht!
  4. Man hält Ordnung, Ehrlichkeit und Anstand hoch.
    Nicht zu verwechseln mit Steuerehrlichkeit. Das leben wir auch an der Spitze des Landes vor. Wie sagte doch schon Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann? «Steuern optimieren ist sehr schweizerisch.»
  5. Man trägt Konflikte aus anderen Ländern und Kulturen nicht in die Schweiz.
    Es sei denn, damit lassen sich am hiesigen Kiosk ein paar Zeitungen verkaufen. Mit einer Boulevardkampagne rund um das Referendum in der Türkei zum Beispiel.

70 Kommentare zu «Der «Integrations-Vertrag» – und die Fussnoten dazu»

  • Daniel Beyeler sagt:

    Schwacher Beitrag, Herr Cassidy! Ihr Artikel ist weder komisch noch interessant.

    • Eliza sagt:

      Herr Beyeler, habe das auch gedacht: Er wollte lustig sein, was jedoch in die Hose ging. Der Artikel ist sackschwach bzw. einfach nur doof.

      • Cornelius Zurrer sagt:

        Kaufe ich ihnen beiden nicht ab, dass sie den Artikel nur nicht lustig finden. Zu viel Aufwand, da noch einen Kommentar zu schreiben.
        Kann es sein, dass ihr piquiert seid? Aber eure politisch motivierte Empörung hinter angeblicher Satire-Kritik verbergt?
        Nur so ein Gedanke 😉

        • Yosh Eden sagt:

          Stellen sie sich vor: ich bin nicht pikiert, sondern finde es nicht nur einfach nicht lustig, sondern finde die Art von Zynismus oder Sarkasmus völlig deplatziert. Wenn es inhaltlich wenigstens wirklich wunde Punkte unserer Kultur aufzeigen würde. Aber diese Beispiele sind richtig gesucht oder aber schlicht ganz normales, wertvolles, achtsames Zusammenleben in unserer Kultur. Ich finde es beachtenswert und schützenswert wie wir uns als Gesellschaft positioniert haben. Zynisch Kritisieren ist einfach und teils billig.

      • samuel scherrer sagt:

        Ich fand die paar saloppen Fussnoten zu diesem komischen Dokument ganz amüsant. Mehr muss ein Blog auch gar nicht leisten.

    • Dario Brenner sagt:

      Rechte, Punkt 6:
      Als aufrechter Eidgenosse darf man selbstverständlich sich über alles lustig machen, inklusive andere Kulturen und mit Hilfe von Mohammed-Karikaturen.
      Pflichten, Punkt 6:
      Als Ausländer oder Halb-Ausländer (auch Romand genannt) hat man die lebenslange Pflicht, alles Deutschschweizerische bitterernst zu nehmen und lieber einmal zu wenig als einmal zu viel zu lachen, sonst kratzt man aus Versehen noch am kleinen Ego der beleidigten Ultrapatrioten.

      • Rudolf Wildberger sagt:

        Rechte, Punkt 6:
        Sich über Mohamed mit Karikaturen lustig machen ist eines, aber die Reaktiond der Beleidigten mit Mord und Totschlag ist dann eben nicht mehr lustig und ist auch nicht mit Multikulti zu verharmlosen. Die sog. aufrechten Eidgenossen reagieren auf Spott verbal und diese Umgangsformen muss man hier beibehalten und durchsetzen, nicht ängstlich kuschen.

    • Cybot sagt:

      Nicht komisch? Warum muss ich mich dann halb totlachen beim Lesen? Und beim Lesen dieser Kommentare erst recht?

  • H.W. Bachmann sagt:

    Lächerlicher Beitrag
    Befassen Sie sich lieber mit dem Thema. Dieses ist ernst genug Hr. Cassidy

    • Matthias Meier sagt:

      Kein Humor, wenn es um dieses Thema geht? Aber humorlosigkeit ist ja auch eine Eigenachaft der Schweizer… Btw, selbst als geborener Schweizer könnte ich so etwas nicht unterschreiben. Am Schweizer Alltag teilnehmen? Was soll das überhaupt sein? Wer bestimmt, was das ist? Erinnert an die 30er des letzten Jahrhunderts… Gesicht zeigen? Nicht ohne meine Sonnenbrille. Hände schütteln von Leuten die ich nicht mag? Vergesst das…

    • Rabe sagt:

      Am lächerlichsten sind jedoch die selbsternannten aufrechten Schwiizer wie Sie, denen jeglicher Sinn für Selbstironie abgeht. Ich bin sicher, Herr Cassidy befürwortet die vom Blick eingeforderten Werte, trotzdem tut es gut, wenn dem Blick und allen, die diesen Vertrag nur von ‚den anderen‘ einfordern, der Spiegel vorgehalten wird. Also, Humor ist, wenn man auch dann lacht, wenn es einen selbst betrifft.

    • Cornelius Zurrer sagt:

      Ja, Gott bewahre, dass jemand über die Drohkulisse der Rechten lacht. Geht ja wohl gar nicht!
      Tierischer ernst ist erste Bürgerpflicht!
      Ich finde euch putzig, wenn ihr euch empört 🙂

  • Scholl Richard sagt:

    Ja, gerade die Haltung der in der Schweiz Türkeistimmberechtigten zeigt, dass dies nicht funktionieren kann. Rund 30 000 Türken in der Schweiz stimmten für die Beendigung der von Kemal Atatürk vor rund 90 Jahren eingeführten Demokratie. Diese Leute leben aber In der demokratischen, menschenrechtsbefolgenden Schweiz. Eigenartig.

    • Cornelius Zurrer sagt:

      Macht den Schrieb des Blicks aber auch nicht weniger lächerlich.

    • Christoph Bögli sagt:

      Auch hier gilt es in den Spiegel zu schauen: wäre das in unserem Fall wirklich soviel anders? Was wenn z.B. der Herrliberger Patriarch seine absolute Volchs-Herrschaft per Abstimmung einführen möchte? Ich würde wetten, dass dafür auch mindestens 30% der Schweizer stimmen würden.

  • Guido Achermann sagt:

    Ich finde die Ergänzungen stimmen zu 99%! Seit doch bitte ehrlich.
    Frage was gibt es zum Beispiel gegen
    DIE RECHTE
    Punkt 1 und 2 als Gegenargument?
    DIE PFLICHTEN
    Auch 1 und 2?
    DIE NORMEN
    3,4 und 5?
    @Bachmann und Scholl. Schale Kritik ohne Inhalt und Konstruktivität!
    @Scholl Mit Ihnen gehe ich einig. Das begreife ich auch nicht. Man lebt hier, nimmt am Gesellschaftlichen leben teil und dann findet man Diktatur gut. Aber wir diskutieren hier natürlich mit den falschen Leuten! Oder haben sie in irgendeinem Blog oder Beitrag eine Türkische oder ganz allgemein gesagt Muslimische Meinungsäusserung gefunden? Ich nicht.

  • Maya Hächler sagt:

    Unglaublich! Diesen Vertrag würde ich nicht unterschreiben als Schweizerin.

  • Victor Brunner sagt:

    Der Integrationsvertrag vom BLICK ist echter Schwachsinn und purer Populismus. Wir haben in der Schweiz eine Verfassung und Gesetze, da ist alles enthalten! Fakt ist, dass nicht einmal alles von Schweizer/innen beachtet wird. Zum Beispiel. gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Warum den „Integrationsvertrag“ nicht von Schweizer Firmen unterzeichnen lassen?

  • Othmar Riesen sagt:

    Ich finde den Artikel hervorragend – und auch ziemlich lustig. Wobei ich verstehen kann, dass (Deutsch-)Schweizer ihn nicht so lustig finden: sicher auch, weil sie keinen Humor haben, doch vor allem weil sie sich auf den Schlipps getreten fühlen.
    Vielen Dank Herr Cassidy! Weiter so! Halten Sie uns Deutschschweizern den Siegel vor.

  • Matthias sagt:

    Ich glaube, die Leute, die sich ob des Artikels nicht köstlich amüsieren, sind entweder der lokalen Sitten unkundige Ausländer (und verstehen deshalb die Anspielungen nicht), oder aber es sind eher griesgrämige Menschen, die niemals über sich selbst lachen würden. Ersteres ist ja nicht weiter tragisch (ich verstehe im Ausland auch nicht immer alle Witze), aber letzteres wäre doch sehr bedauernswert – wenn auch für uns Schweizer leider nicht untypisch. Dabei ist Lachen doch äusserst gesund und wäre in Zeiten steigender Gesundheitskosten deshalb geradezu Bürgerpflicht! Dank Alan Cassidy könnte ich dieser heute Abend mühelos nachkommen. Vielen Dank! 🙂

  • Widler sagt:

    Über Humor kann man ja bekanntlich verschiedener Meinung sein aber dann bitte beim „Angeben“ mit Zitaten Hausaufgaben machen: das mit den Grenzen der eigenen Freiheit liest man in Rousseau (contract social) und nicht in Kant nach ….

  • Cornelius Zurrer sagt:

    Trifft die Inkonsequenz und Selbstgerechtigkeit des Blicks (und einiger anderer) sehr gut.
    Ich fand den Artikel lustig und dass sich die Empörten darüber empören, macht die Sache noch amüsanter 🙂

  • Peter Grassi sagt:

    Ich mag den Kommentar zum „Integrationsvertrag“, finde aber denjenigen auf der Facebook Seite der „Piratenpartei Zürich“ auch empfehlenswert. Falls man es verlinken darf, wäre es cool: https://www.facebook.com/Piratenpartei.Zuerich/?hc_ref=PAGES_TIMELINE&fref=nf

  • Chriastoph Immoos, Basel sagt:

    Das ist wie ein Aufruf an alle, keine Abfälle mehr fortzuwerfen. Ohne scharfe Konsequenzen nur Ausgaben und völlig nutzlos. Ausser für die dann zusätzlich benötigen Hundertschaften „Fachleute, Sozialexperten“, und nicht zu vergessen die Übersetzer. Da richtigerweise die meisten Asylgesuche unbegründet sind und sowieso abgelehnt werden, ist es völlig sinnlos ein weiterer Papiertiger zu kreieren. Mit so etwas machen wir uns noch mehr zur Lachnummer und am Ende steigen nur die Kosten weiter, weiter und weiter. Die Lösung ist Internierung bis zur Abreise in Armee oder Zivilschutzanlagen zu minimalsten Kosen ohne „de luxe Betreuung. Die wirklich an Leib und Leben Bedrohten integrieren sich von selbst. Die meisten Anderen werden es nicht lernen. Wetten?

    • Ronnie König sagt:

      Sollte man mit ihnen als Testperson durchführen um zu sehen was es wirklich bringt! Ich sehe da kein Sinn. Nur eine Verzögerung bis es einen voll trifft. Wir sind dummerweise keine Insel mit sehr viel Meer zwischen Krisenherd und uns. Ein ganz wichtiger Punkt. Haben schon viele antike Völker auch nicht begriffen und Unsummen verlocht für nichts.

      • Christoph Immoos sagt:

        Lieber Herr König, ich verstehe nicht ganz was Sie meinen. Würde ich mich den USA oder Kanada ohne Berechtigung auch nur nähern, ich wäre sofort und auf unbestimmte Zeit eingebuchtet. Unsere völlig naive Integrationsvereinbarung zeichnet sich dadurch aus, dass sollte der undenkbare Fall eines Verstosses eintreten, dies für den/die Beteffenden keine scharfen Sanktionen nach sich zieht. Wie ein Strafgesetzbuch ohne Strafen. Ich bezweifle den Wert dieses Dokuments. Die Einzigen denen es was bringt sind die Vertreter der Asylindustrie.

    • Max Appenzeller sagt:

      Ein klassisch billiges links-grün angehauchtes oberflächliches Stück Tagijournalismus.

      Die Idee eines Integrationsvertrages wird lieber lächerlich gemacht, statt dass man sich damit seriös auseinandersetzt.

      Letzteres ist wohl wesentlich schwieriger und anspruchsvoller….deshalb dümmliche Witzchen a la Melkstuhl und Alphorn.

  • Christoph Immoos, Basel sagt:

    Das ist wie ein Aufruf an alle, keine Abfälle mehr fortzuwerfen. Ohne scharfe Konsequenzen nur Ausgaben und völlig nutzlos. Ausser für die dann zusätzlich benötigen Hundertschaften „Fachleute, Sozialexperten“, und nicht zu vergessen die Übersetzer. Da richtigerweise die meisten Asylgesuche unbegründet sind und sowieso abgelehnt werden, ist es völlig sinnlos ein weiterer Papiertiger zu kreieren. Mit so etwas machen wir uns noch mehr zur Lachnummer und am Ende steigen nur die Kosten weiter, weiter und weiter. Die Lösung ist Internierung bis zur Abreise in Armee oder Zivilschutzanlagen zu minimalsten Kosen ohne „de luxe Betreuung. Die wirklich an Leib und Leben Bedrohten integrieren sich von selbst. Die meisten Anderen werden es nicht lernen. Wetten?

  • Michael Wettstein sagt:

    Sehr guter und auf den Punkt gebrachter Artikel. Habe mich amüsiert.

  • Martin sagt:

    Daß viele Schweizer in aller Regel nichts mit satirischen Texten anfangen können, weil sie unfähig sind, über sich selbst zu lachen oder gar selbstkritisch zu sein, war bekannt. Aber für mich wirklich neu war, welchen Schrott der Blick fabriziert – gerade jetzt, wo doch endlich die blöden Deutschen aus der Redaktion verschwunden waren und endlich wieder Einheimische das Sagen haben, die die Schweizer Seelen doch so viel besser kennen. Ja, man merkt es…

  • Lukas Zimmermann sagt:

    Freiheit à la Blick:

    „Jede und jeder geniesst hohe persönliche Freiheit.“ und „Alle dürfen über alles reden.“ Aber wehe, sie haben Erdogan gewählt und stehen dazu. Dann wird sofort ausgeschafft. So weit kommt’s noch, dass Demokratie auch für Andersdenkende gelten würde!

  • Heinz sagt:

    Da hat wohl einer den Beruf verfehlt. Nicht einmal zum Lachen ist es.

  • Daniel Keller sagt:

    Eine Norm fehlt noch: „Wir Schweizer verstehen keinen Spass, im Fall!!“. (ich fand ja auch viele der Bemerkungen von Herrn Cassidy eher mässig lustig … aber eben …)

  • Hans Hegetschweiler sagt:

    Es gibt einige Punkte im Integrationsvertrag, die schlichtwegs falsch sind. So haben Männer und Frauen nicht die gleichen Rechte und Pflichten (AHV-Alter, Militärdienstpflicht). Dass wir Vereinigungen nicht dulden, die über andere höhnen, ist sicher auch nicht ganz richtig, wenn man die Kommentare der SVP zum Bundesrat (Landesverräter) sieht. Wir geben uns nicht jedes Mal zur Begrüssung und zum Abschied die Hand (vielleicht ist das im hintersten Emmenthal so, als Student an der Uni Zürich würde man sich damit schlichtwegs lächerlich machen).. Fazit: Einerseits stellt der Integrationsvertrag die tatsächliche Situation in der Schweiz viel zu ideal dar, andererseits will er die Einhaltung von Normen einfordern, die gar nicht zum Kerngehalt unseres Gesellschaftsvertrages gehören.

  • Kurt Portmann sagt:

    Da im Text oben nirgends steht, dass der Autor Anspruch auf Witzigkeit erhebt, bin ich beruhigt. Die Kommentare sind zwar scharfsinnig, aber nicht speziell amüsant, sondern eher griesgrämig-verbiestert. Doch was MICH immer wieder köstlich amüsiert, sind Leute, die sich (unbeabsichtigt) „köstlich“ über Nicht-witzig-Gemeintes amüsieren, und dabei glauben Humor zu besitzen. Das ist so herzig-tapsig.

  • Hans Knecht sagt:

    Ähnliche Gedanken wie von Cassidy sind mir auch durch den Kopf gegangen als ich den Vertrag las.
    Da aber der Wille zählt ist der Vorschlag vom Blick ein guter erster Schritt.

  • Hugo sagt:

    Ich finde den Beitrag sehr gelungen! Bravo!
    Besonders der letzte Punkt hat es mir angetan. Aber wen wundert es, dass sich der Blick immer selber widerspricht.

  • Christoph sagt:

    Da fallen aber dann auch viele waschechte Eidgenossen durchs Raster. Aber der Blick läuft halt gerne der rechten Stimmungsmache hinterher.

  • groeg sagt:

    Der wichtigste Artikel fehlt.Das ist geradezu typisch für die Autoren und die
    Zeitung.Er könnte etwa so lauten:

    Nachdem Sie die arbeitende und steuerzahlende Schweizer Bevölkerung ausgebeutet haben (mit oder ohne Lügen) und dass dank Asylzuzug und Masseneinwanderung aus mittelalterlichen Ländern die Bevölkerung immer mehr Steuern zahlen muss, sollten Sie den Anstand haben, raschmöglichst wieder auszuwandern.Es gibt mindestens 9 Länder, die nun sicherer sind als die Schweiz.

  • Viola Pfeiffer sagt:

    Super! Habe mich prächtig amüsiert!

    • Kurt Portmann sagt:

      Und was MICH immer wieder „köstlich“ amüsiert, sind Leute, die sich (unbeabsichtigt) „prächtig“ über Nicht-witzig-Gemeintes amüsieren, und dabei ganz feste glauben, ach so viel Humor zu besitzen. Das ist so herzig-tapsig – zum fremd schämen.

  • Merten sagt:

    Dass der linke Journalist Cassidy all die Massnahmen gegen eine Ueberflutung der CH durch Wirtschaftsmigranten und der Integrationsunwilligkeit vielen solcher Leute anschreibt, verwundert mich nicht. Die Ueberwinder des Kapitalismus wollen einfach nicht einsehen, dass die weit verbreiteten Missbräuche stetig zunehmen und Integrationsunwilligkeit in jeder Form folgenlos bleiben und soziale Unruhen nach sich ziehen. Die Sozis begrüssen ja immer noch eine ungezügelte Einwanderung – ob darüber unsere Sozialwerke vor die Hunde gehen ist denen egal. Die Asylmissbräuche müssen jetzt endlich tatkräftiger angegangen werden und Ausweisungen von kriminellen Ausländern konsequent durchgezogen werden – egal was sie im Heimatland erwartet !

    • Christoph sagt:

      Der grösste Erfolg der Rechtsnationalen ist, dass sie einen Teil der Mehrheit haben glauben machen, dass Migranten ein grosses Problem seien – dabei sind sie weit mehrheitlich ein grosser Erfolg. Und der gedankenlose Teil der Bevölkerung nimmt dieses Sündenbock-Argument gerne auf. Da muss man nämlich nicht über wirklich grosse Probleme nachdenken oder eventuell sogar vor der eigenen Haustüre kehren.

      • Merten sagt:

        Es ist mir schon klar, dass Sozis wie Christoph gar keine Ahnung haben, was im Asyl- und Sozialwesen alles negativ abläuft. Missbräuche noch und noch und die werden von den Ueberwindern des Kapitalismus noch beklatscht. Für anständige und arbeitsame Bürger in der CH ist es ein Affront, dass sich Integrationsunwillige und kriminelle Ausländer auf die Hilfe von Linken, Hilfswerken und linken Anwaltskollektiven zählen können und sie diese noch verteidigen. Die explodierenden Kosten sollen dann gefälligst die bürgerlichen Steuerzahler berappen. Ein miese und unwürdige Einstellung gegenüber der eigenen Bevölkerung. Eine Ablösung von BR Sommaruga und den Cüplisozialisten täte dringend not !

        • Regina Bischof sagt:

          Danke Herr Merten. – Wenigstens einer, welcher den Durchblick hat.

        • Josef Marti sagt:

          Genau, dann wird in diesem Departement der/die Cüplisozialist abgelöst von einem FDP Cüplisnob, der/die dafür sorgen dass die bürgerliche Mehrheit nicht einmal im Stande ist, eine Kürzung der Entwicklungshilfe zu bewerkstelligen; unsere bürgerlichen Mehrheitsversager in Parlament und Regierung sind an Unfähigkeit nicht zu überbieten.

          • Merten sagt:

            mir genügen schon die FDP Ständeräte Caroni und Müller, die hoch und heilig versprochen haben, eine pfefferscharfe Umsetzung von Ausschschaffungen gegenüber kriminellen Ausländern. Bis heute habe ich noch nichts davon gesehen. Erst vor einigen Tagen wieder ein gigantischer IV-Missbrauch im TV SRF gesehen – 900000 CHF von einer Familie im Ostblock hier in der CH !

    • Patrik Peter sagt:

      Ach Frau Merten wieder. Als der heilige Christoph am Werk war, hat sich da iiiiiirgendetwas verbessert? Nobis. Die Kantone hatten danach 400 Mio mehr an Kosten zu tragen. Landauf Landab wurden danach die Steuern erhört.

      Wo SVP draufsteht sind höre Kosten drin.

    • Hans Gmür sagt:

      Merten, Sie verwenden regelmässig „Sozi“ als Beschimpfung für alle, die nicht ganz so ultrarechts sind wie Sie. Sie haben also sicher keinen Einwand, wenn ich Sie im Gegenzug einen Nazi heisse, nicht wahr? Oder wollen Sie den „Sozi“ nicht einfach sein lassen – zumindest so lang, bis Sie endlich wissen, was das Wort eigentlich bedeutet?
      Es ist leider eine der Bedingungen der Demokratie, dass man auch ausgemachte Antidemokraten wie Sie und hasserfüllte Ignoranten aushalten muss. Leute, die sich in ihrem Hass, ihrer Angst, ihrer Selbstgerechtigkeit, ihrer strikten ideologischen Verblendung und ihrer Demokratiefeindlichkeit in nichts von den Islamisten unterscheiden.

  • Markus Bättiger sagt:

    Typischer Tagi-„Humor“. Ideologisch bis zum bittersten Ende. Und wenn gar nichts mehr hilft, dann kommt man mit völlig diffusen Feindbilder wie „Offroader“ – die haben zwar mit dem entsprechenden Punkt nichts zu tun – aber aus ideologischer Sicht passt vieles ja zu fast jeder Frage. Am dümmsten (wenn das denn möglich ist bei so viel ideologischem Unsinn) der „Einwand“ zur Forderung, dass Mann und Frau gleichberechtigt sind. Da ist Ihnen tatsächlich nichts besseres Eingefallen als der Lohn. Nun: das Gesetz schreibt gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit vor. Und sollte die Frau weniger verdienen, dann kann sie ihr Recht einklagen. Die Lohngleichheit ist also gesetzlich geschützt. Leider kann man das bei allen Ungleichbehandlungen des Mannes nicht sagen (AHV-Alter, Militärdienst etc.).

  • 1-800-CallGary sagt:

    I pledge allegiance to the Flag of the United States of America and to the Republic for which it stands, one nation, under God, indivisible, with liberty and justice for all.“
    Das wird in öffentlichen Schulen jedesmal bei Schulbeginn aufgesagt.
    Stehend. Rechte Hand auf linke Brustseite.
    Vorne rechts die Flagge, links der aktuelle Präsident.
    Statt Sprüche zu klopfen, sollten vieleicht anfangen etwas mehr Flagge zu zeigen.

    • Ellie Plancherel sagt:

      Du befürwortest also forcierten „fake patriotism“ à la Nordkorea, mhm… Be careful what you wish for:
      Meine Kinder und viele ihrer Schulkollegen haben jahrelang entweder geschwiegen oder sich mit subversiven, alternativen Versionen über diesen Versuch des „Brainwashing“ lustig gemacht. Weisst du, Kinder haben einen guten Riecher für „jingoism“ und Heuchlerei in Erwachsenen…

  • Matthias Meier sagt:

    Haha, sehr schön (stellenweise etwas gesucht, aber hej, es sähe ja komisch aus wenn dem Verfasser zu jener Zeile einfach nichts einfallen würde).

    Ich hätte nichts gegen einen richtigen Integrationsvertrag, im Austausch gegen ein liberaleres Einwanderungs- und Niederlassungsrecht. Aber der gilt dann bitte für alle. Auch für Schweizer – und wer sich nicht daran hält, wird ausgebürgert.

  • Dave Beck sagt:

    Jeder kann diesen Vertrag unterzeichnen auch die „Einzelfälle“. Nützt also gar nix ein solches Schreiben.

  • Ana Xi sagt:

    Ist doch toll, der Blick schreibt jetzt den Politikern ganz offen vor, was sie zu tun. Noch vor ein paar Monaten tat er das auch, aber heimlich, im Verborgenen, so dass nicht jeder merkte, was da geschah.
    Da es den Blick nicht mehr als ein müdes Wimpernzucken kostet, die Probleme der Bevölkerung zu lösen, frage ich mich, wie lange wir es uns noch leisten können, Milliarden teure Parlamentarier nach Bern zu schicken, die dort kaum etwas Gescheites zustande bringen. Vielleicht wäre es gescheiter – auf jeden Fall wäre es viel billiger – das Regieren dem Blick und einem Supercomputer zu überlassen, statt Parteipolitiker durchzufüttern.

  • Ernst Wuest sagt:

    Dies ist wieder so ei typischer TA Redaktor Beitrag. Anstatt etwas konstruktiv zu verbessern wird polemisiert. Typisch Schweizerisch ,die Faust im Sack machen alles kritisieren. Dieser Herr sollte mal so viel Energie aufbringen gegen ungerechtigkeiten die existieren Lösungen aufzuzeigen und kämpfen um diese zu eliminieren. Das wäre doch ein Ansatz in der Zeitung. Polemik kann ich alleine.

  • Hans Gmür sagt:

    „Jede und jeder geniesst hohe persönliche Freiheit“ – jedoch ist Handschlag Pflicht? Wääk! Ich bin Urschweizer, unser Stammbaum lässt sich bis in die Gründerzeit zurückverfolgen – aber ich benütze auch öffentliche Toiletten und sehe, wie schlecht es um die Hygiene meiner Geschlechtsgenossen bestellt ist: Weit mehr als die Hälfte waschen sich die Hände nicht. Handschlagpflicht (die sich gesetzlich ebenfalls nicht begründen lässt) würde meine persönliche Freiheit ganz massiv einschränken.
    Den mit der Landessprache finde ich hingegen gut: Also, liebe Rechtsaussen, besucht endlich Sprachkurse. Eure Kommentare in den sozialen Medien strotzen nur so vor Fehlern. Und denkt dran: Landessprache hier ist Schriftdeutsch! Also: Lernt die Sprache endlich!

  • Elias Truttmann sagt:

    Punkt 3 ist schlicht Fake News – sowohl im Original wie in der hier vorliegenden Annotation. „Gleichberechtigung“ hat mit Lohngleichheit nichts zu tun. Oder ist irgendwo gesetzlich festgehalten, dass Männer mehr verdienen? Wehrpflicht nur für Männer, höheres AHV-Pensionsalter, etc. hingegen sind eindeutig Punkte, die gegen die Gleichberechtigung in eklatanter Weise verstossen.

    • Renate Stiefel sagt:

      welches Recht wäre das, dass für gleiche Leistung weniger Lohn vorsieht, weil der Arbeitnehmer weiblich ist? Geht’s noch?!

  • Hannes Müller sagt:

    Es braucht keinen Integrstionsvertrag, sondern klare Kante. Wer mitmachen will als Bürger ist sehr schnell klar, egal woher er kommt. Wer nicht mitmachen will, soll gehen.

    • Martin Cesna sagt:

      Da könnte man in Gstaad und an der Goldküste völlig anderer Meinung sein.
      So ab 5-7 Millionen gelten garantiert andere Bräuche!

  • Mark sagt:

    Klare Regeln sorgen für klare verhäldnisse. Mag für die einen etwas bünzlig sein, doch das sind dieselben die auf gerechtigkeit pochen. Für die anderen sind es regeln welche das zusammenleben einfacher machen.
    Mein wunsch wäre eine gegenseitigkeit: wenn sich der migrant integrieren möchte, soll ihn der einheimische auch aufnehmen. Und das heisst für den schweizer, dass er seinen bekanntenkreis öffnet und neue freundschaften zulässt.
    Sogar als auslandschweizer (CH-pass, CH-Eltern und mundartsprechend) war es ein langer und steiniger weg bis ich in Zürich einen bekanntenkreis aufbauen konnte. Denn auch die so urbanen und weltoffenen züricher begrenzen den freundeskreis sehr eng im vergleich zu den kanadier, amerikaner, holländer oder deutsche.
    It takes two to tango.

  • Fredi sagt:

    Zum Integrationsvertrag gehört noch ein vom Bundesrat persönlich gewidtmeter Gartenzwerg. Schlichtweg und hier wird’s ernst: ein faschistoides Gebaren unserer Gesellschaft mit Zwang zur Kontrolle von Menschen, die nicht möglich ist. Migranten stossen täglich an alle möglichen gesellschaftlichen Grenzen und müssen sich anpassen. Dort geschieht Integration, nicht auf einem Wisch von besorgten, neurotischen Journalisten und Besserschweizern. Wir sind bereits normativ durch unseren Lebenstil und wir können nur profitieren, indem wir andere Kulturen an uns heranlassen. Die Schweiz wurde und wird ebenso von Einwanderern geprägt und im positiven Sinn verändert. Empfehlenswert: Ausstellung Landesmuseum zum Thema Migration. Ich finde diese gutbürgerliche Integrationswut einfach verwerflich.

  • groeg sagt:

    Die wichtigte Rubrik wurde – natürlich – ausgeklammert.Sie muss heissen: Wann gedenken Sie die Schweiz zu verlassen, damit andern echten Flüchtlingen Platz zu machen und last but not least. alles zurück zu zahlen, was Sie von den Schweizer Steruerzahlern erhalten haben?

    • Fredi sagt:

      Verträge sind für beide Seiten bindend. Sie liefern frei Haus das Argument, dass auch die Schweizer und Schweizerinnen einen Integrationsvertrag mit den Flüchtlingen unterzeichnen müssten. INTEGRIERTE zahlen am Ende Steuern und tragen den Staat mit. Ihr Kommentar würde sich dann erübrigen.

  • Roger Zamofing sagt:

    Es braucht Ansätze über die Geister- und Geisteswissenschaften hinaus, die uns 6’000 Jahre Terror, Neid, Hass und Zerstörung beschert haben, wo doch unser Planet ein Lebensraum für ALLE sein könnte. Das Problem ist, unsere sogenannten Hochschulen seit ihrem Gründer Plato waren nie in der Lage mit ihren Bezeichnungen dem Bezeichneten eine individuelle, reelle Bedeutung – ein Funktionskonzept – zu geben, das diesen Namen auch verdient hätte. Mit den Halbwahrheiten haben wir aber überall beschissene Gesellschaften geschaffen, die eigentlich KEINEM LEBEN wirklich gerecht werden. Deshalb braucht es überall und immer mehr GEWALT, MORD und TOTSCHLAG unter Menschen – Tiere töten nicht aus Spass und Machtgier, nur Menschen. Es braucht also EINSICHT http://mediation.think-systems.ch/integration

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