Klimapolitik muss die Marktwirtschaft steuern

Wer Klimawandel als Wetterschwankung versteht, verleugnet die Realität: Hochwasser in Weesen SG (1999). Foto: Walter Bieri (Keystone)

Nebst der Beschwörung von Mutter Erde, dem rituellen Bäumepflanzen und dem Erhalten von raren Tierarten geht es beim diesjährigen Earth Day am 22. April um die grüne Informationstechnologie. Ob man den Tag der Erde mag oder ihn schulterzuckend über sich ergehen lässt, eines ist sicher: Der Anlass hat in 50 Jahren weder in der US-Bevölkerung noch im Kongress eine Mehrheit für eine energische Bekämpfung der Klimaerwärmung geschaffen. Im Gegenteil: Abgestützt durch die Rhetorik des neuen Präsidenten, dem Stimmen von 75’000 Arbeitern der Kohleindustrie wichtiger sind als die Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs, werden entsprechende Ausflüchte auch im Rest der Welt wieder salonfähig. Die Fahrlässigste davon: «Das Klima hat sich schon immer verändert, man muss sich eben anpassen.»

Natürlich, das Klima auf der Erde hat sich aus Gründen der Himmelsmechanik, Schwankungen der Sonnenaktivität und anderer Einflüsse tatsächlich schon immer verändert. Der moderne Mensch hat Kaltzeiten und Wärmeperioden überstanden. Vor 125’000 Jahren lag der Meeresspiegel 4 Meter höher als heute. Nur gingen die vorgeschichtlichen Veränderungen sehr viel langsamer vor sich. Und über die Opfer der Anpassung wissen wir wenig. Landesgrenzen gab es keine, die nomadisierenden Jäger und Sammler waren unabhängig von bebauten Feldern, Arbeitsplätzen, Wasserleitungen und Steckdosen.

Bis vor 10’000 Jahren lebten nur einige Millionen Menschen auf der Erde. Im 18. Jahrhundert, der Zeit des Ökonomen Adam Smith, weniger als eine Milliarde. Aus der Vergangenheit kann man auch das Falsche lernen. Heute besteht die Menschheit aus über 7 Milliarden Sesshaften. Wir haben uns in Landesgrenzen und in Nationen mit Grundbuchämtern eingezäunt. Die Hälfte wohnt in Städten am Meer, die andere lebt abseits der Küsten von regenabhängiger Landwirtschaft, die fast alles fruchtbare Land bebaut. Wandel mag im individuellen Leben etwas Spannendes sein. Betrifft er das Klima, ist rascher Wandel an sich hochgradig riskant.

100 Hafenstädte brauchen Dämme

Zwar ist es möglich, dass die Prognosen der Wissenschaftler nicht genau so eintreffen werden. Selbst eine temporäre Abkühlung des Klimas während der kommenden Jahrzehnte wäre denkbar. Darauf zu spekulieren – also anzunehmen, eine Milliarde Tonnen fossilen Kohlendioxids pro Jahr würde die globalen Luft- und Wasserströme nicht verändern – ist aber eine Verleugnung der Realität.

Wahrscheinlicher ist, dass noch zur Lebenszeit unserer Kinder mehr als 100 Hafenstädte, etwa Shanghai, Bangkok, Dhaka, mit Deichen geschützt oder teilweise ins Inland verschoben werden müssen. Dutzende von Millionen Reisbauern im flachen Küstenstreifen am Golf von Bengalen können nur mit einem Grossaufwand an Dämmen vor der Vertreibung ins Inland verschont werden.

Eine geografische Verschiebung der Monsunregen hätte in ganz Südasien katastrophale Auswirkungen. Die gegenwärtige Dürre im Süd-Sudan und in Somalia zeigt, wie fragil die Sahelzone mit ihrer rasch wachsenden Bevölkerung auf Wetterveränderung ist. Damit verglichen sind Schweizer Klimawandel-Probleme unbedeutend. Im Vergleich dazu würden zwei Jahre ohne Regen im Kanton Tessin «nur» die Tourismus-Industrie zerstören.

Energiewende erfordert unpopuläre Massnahmen

Schreckensszenarien reissen heute niemanden mehr aus dem Sessel. Emotional gefeierte «Tage der Erde» zur Änderung des Konsumverhaltens offensichtlich auch nicht. Die bisher 20 von der Wissenschaft gesteuerten Klimakonferenzen scheiterten am mangelnden politischen Gesamtwillen. Und nun – nach dem wahrscheinlichen Ausstieg der USA aus dem Klimaabkommen – auch die 21. Das Verbrennen von fossiliertem Kohlenstoff wird also weitergehen. Bis es nichts mehr davon gibt?

Weshalb haben UNO-Klimakonferenzen so wenig erreicht? Eine wirksame Energiewende erfordert unpopuläre Massnahmen: für die Konsumenten eine massive Besteuerung von Treibstoffen, Heizöl und Elektrizität aus fossilen Quellen. Und für die Ölindustrie nichts weniger als die Aufgabe ihres Geschäftsmodells. Damit verliert man Wahlen. Der Klimawandel entblösst die Grenzen der liberalen Demokratie. Nach dem absehbaren Scheitern des zu früh gefeierten Abkommens von Paris müssten sich selbst Wirtschaftsliberale fragen, ob die unsichtbare Hand des Adam Smith in der Lage sein wird, dieses Problem in den Griff zu bekommen. Höchstwahrscheinlich nicht.

Auch von der Aufklärung kann man das Falsche lernen. Dass der Mensch das Wetter verändern könnte, war im 18. Jahrhundert unvorstellbar. Bei der Handhabung des Klimawandels braucht die Marktwirtschaft ein Element der Steuerung. Vielleicht müssten Entscheidungen zur Begrenzung des Klimawandels der Demokratie entzogen werden, so wie die unverlierbaren Menschenrechte seit 1948 durch die UNO der Demokratie entzogen sind. Die am wenigsten ungerechte Lösung wäre, die Ablagerung von fossilem CO2 in einem ersten Schritt auf 5 Tonnen pro Kopf zu rationieren und die Erschliessung neuer Erdölvorräte zu verbieten. Dafür wäre eine globale Klimabehörde notwendig, die gegenwärtig niemand will.

Wie lange noch?

 

72 Kommentare zu «Klimapolitik muss die Marktwirtschaft steuern»

  • Roland K. Moser sagt:

    Der Energieverbrauch pro Kopf soll um 13 % Strom und 30 % sonstige Energie gesenkt werden, wenn ich es richtig im Kopf habe.
    Meine Schlussfolgerung für die 13 % Strom: Es soll sich mal jeder überlegen, wo er 13 % einsparen kann 🙂 Bei mir geht es nicht.
    Meine Schlussfolgerung für die 30 % sonstige Energie, die es einzusparen gilt: Autofahrten um 30 % senken oder die Heizung im Winter auf ca. 17 Grad stellen. Und für die Allgemeinheit: Der ganze ÖV muss um 30 % runtergefahren werden.
    Und nun meine Lösung:
    Sämtliche Einwanderer und ihre Nachfahren inkl. aller Eingebürgerten werden repatriiert. Sie sollen dort leben, wo ihre Lebensmittel wachsen. Dann leben in der Schweiz noch 5 Mio. Menschen, welche alle mit erneuerbaren Energien versorgt werden können.

    • Ulrich Konrad Schweizer sagt:

      Ihre Schlussfolgerungen sind richtig nur ihre Zahlen nicht ! Die müssen höher sein. Einerseits sind mindestens gewisse Industrien vom Sparen dispensiert. Dadurch werden die Zahlen für die andern höher. Die Massen Zuwanderer welche noch kommen werden brauchen alle auch Energie. Das müssen alle zusätzlich einsparen. Wenn Gaskraftwerke nötig werden haben die Verbrauch und Ausstoss welcher auch von allen eingespart werden muss. Meine Aufstellung ist sicher unvollständig.

    • Christoph Bögli sagt:

      Also ob die Deutschen erfreut sein werden, wenn man ihnen die Blochers zurückschicken will, möchte ich doch bezweifeln..

    • Matthias sagt:

      „Es soll sich mal jeder überlegen, wo er 13 % einsparen kann. Bei mir geht es nicht.“ Wer sowas sagt, hat einfach keine Ahnung. Ich habe kürzlich einen 8-jährigen LED-TV ersetzt. Das neue Modell hat ein etwas grösseres Display, eine deutlich höhere Auflösung und viel neuen Smart-TV-Schnickschnack, braucht aber laut meinem Messgerät im Normalbetrieb noch 48 Watt während das alte noch auf knapp 150 Watt kam. Ersparnis (bei gleichzeitiger Komfort-Steigerung!): ca. 66%. Weiter Beispiele: Das Licht, das früher eine Glühlampe mit 60 Watt erzeugte erzeugt heute eine LED-Lampe mit 10 Watt (Ersparnis >80%), mein neuer Netzwerkswitch (mit mehr Ports!) braucht noch 10 Watt statt zuvor 25 Watt etc. etc. Achten Sie beim Kauf neuer Geräte auf Energiesparsamkeit, dann sind die 13% kein Problem.

    • Rolf Bombach sagt:

      Im Gegenzug werden alle Auswanderer inklusive Ausgebürgerte und deren Nachfahren repatriiert. Und dann natürlich noch alle Auslandsschweizer. Netto passiert dann gar nichts.
      Zwei drittel des pro-Kopf-Stromverbrauchs findet ausser Haus statt. Die Heizung müssen sie nicht tiefer stellen, es geht auch mit besserer Isolierung, Solarnutzung, modernen Heizsystemen und vielem mehr.
      Ich hoffe aber, sie hatten einen lustigen Stammtisch gestern Abend.

      • Roland K. Moser sagt:

        Die schweizer Landwirtschaft kann 5 Millionen Menschen ernähren. Mehr ist aus den Böden nicht rauszuholen. Rein zufällig hat es in der Schweiz 5 Millionen Schweizer und 4 Millionen Einwanderer und Eingebürgerte.
        Die Schweiz ist um 40 % überbevölkert. Deswegen will ich die Einwanderer und Eingebürgerten repatriieren. Wenn eine Volkswirtschaft nicht übebevölkert ist, muss sie ihre Einwanderer auch nicht repatriieren.
        Das Überbevölkerungs-Problem der Schweiz auf den Planeten angewandt bedeutet nichts anderes, als dass auf der Erde 40 % mehr Leute leben, als wir mit vernünftig betriebener Landwirtschaft ernähren können.
        Macht es klick?

        • Hans Berner sagt:

          Nun dürfen Sie gerne dieselbe Argumentation auf alle übrigen Ressourcen und die Entwicklung der Weltwirtschaft und deren Verbrauch von Ressourcen anwenden. Macht es klick?

        • Orlando Pezzani sagt:

          Un wie hat es klick gemacht! Sie wollen die Eingebürgerten repatriieren? Erstens geht das rechtlich nicht zweitens sind das diktatorische Methoden wie im Dritten Reich, die einer Schweiz völlig unwürdig sind! Zweitens sind die Einwanderer keine Touristen, sie leisten ihre Arbeit hier, tragen unserem wirtschaftlichen Wohlstand bei und sind meistens unterbezahlt. So kann man das Energieproblem wirklich nicht lösen (pfui!). Energie lässt sich alleweil einsparen, da liegt noch ein grosses Potential, nicht bei denen, die es ohnehin schon tun, aber bei den übrigen und zwar ohne Einbusse der Lebensqualität. Ich rate Ihnen, wenn Sie ein Viertelstündchen Zeit haben, den Artikel von Prof. Rolf Wüstenhagen im heutigen Blick zu lesen.

    • Emil Eugster sagt:

      „Meine Schlussfolgerung für die 13 % Strom: Es soll sich mal jeder überlegen, wo er 13 % einsparen kann Bei mir geht es nicht“ Wenn ihr Energieverbrauch schon optimiert ist, dann bravo. Ihr Denkansatz ist aber falsch. Nicht die, die mit dem kleinsten Energieverbrauch müssen sich anpassen, sondern, die mit dem grossen. Deshalb wird der Energieverbrauch der durchschnittlichen Person zu senken als Ziel angegeben und nicht der den Energieverbrauch jeder Person zu senken.
      Der Rest ihres Statements besprechen sie besser mit ihrem Arzt.

    • Felix Rothenbühler sagt:

      Herr Moser, Ihnen kann ich nur eine Antwort geben: Gehen Sie doch bitte – gerne sofort – dort hin, wo Ihre Lebensmittel wachsen und Ihre Ressourcen abgebaut werden. Das wird – definitiv! – nicht in der Schweiz sein. Danke und gute Reise.

    • Eric Dürrenberger sagt:

      Und wir essen nur noch die Lebensmittel welche bei uns wachsen? Dies ist eine der Konsequenzen wenn wir den Vorschlag von Herrn Moser weiterdenken. Aber wollen wir das?

      • Roland K. Moser sagt:

        Das ist nicht so, wie sie schreiben 🙂
        Wir würden nach wie vor Lebensmittel für die 5 Millionen importieren,
        Aber nicht mehr jeden Tag sämtliche Lebensmittel für die Überzähligen 4 Millionen Einwanderer und Eingebürgerte.
        Wieso fliesst eigentlich der Energieverbrauch und CO2-Austoss für die Lebensmittel-Importe nirgends in eine Rechnung ein?

      • Emil Eugster sagt:

        Weil der CO2-Ausstoss schon im Herkunftsland auf der Rechnung steht.
        Ich weiss die Frage ist für sie wie ein blinder Fleck, da sie schon sehr viele male an sie gerichtet wurde aber sie bisher immer darauf verzichtet haben sie zu beantworten.
        Wieso beziehen sie sich bei der Anzahl Menschen, die sie als richtig für die Schweiz ansehen auf die mögliche Produktion von Nahrungsmitteln + nicht zum Beispiel auf die Möglichkeit der Versorgung mit Treibstoffen aus heimischer Produktion?
        Ausserdem: Nicht nur die Anbaufläche bestimmt die Menge an Nahrungsmittel, die produziert werden können.
        Es sind auch die Energieversorgung, die technischen Hilfsmittel, das Saatgut, die Verteilung, die Anzahl der Beschäftigten. Bei all dem sind wir viel höher Auslandsabhängig. Warum ist das nicht massgebend?

        • Roland K. Moser sagt:

          Überbevölkerung wird an der Lebensmittelproduktion gemessen.
          Und der Transport der Lebensmittel (jeden Tag für 3,5 Millionen Menschen sämtliche Lebensmittel in die Schweiz aus der ganzen Welt) ist in keiner CO2-Rechnung enthalten.
          In den Ländern, aus welchen wir aktuell die Lebensmittel stehlen und somit den Armen wegfressen, wächst die Bevölkerung auch. Über kurz oder lang wird also die Frage auftauchen, wo die Leute verhungern müssen: Hier oder in den Herkunftsländern der Lebensmittel für die in der Schweiz überzähligen 3,5 Millionen.
          Was meinen Sie zu der Tatsache, dass das Überbevölkerungs-Modell Schweiz auf den Planeten angewandt nicht funktioniert.

          • Emil Eugster sagt:

            So ein Durcheinander im Kopf.
            Nochmals: Ihnen geht es gegen „die Fremden“.
            Sie messen etwas die Möglichkeit Lebensmittelversorgung an willkürlich (politisch) gezogenen Linien.
            Warum sollen zB. Aargauer keine Badischen Spargeln essen und dafür Walliser Tomaten und Tessiner Pfirsiche? Weil irgend jemand eine Linie auf ein Papier gezeichnet hat?
            Es gibt Bauern im grenznahen Gebiet, die ihre Felder auch im fremden Land haben. Zu welchem Land soll dessen Produktion zählen? Weshalb wollen sie die Schweiz als Fläche nehmen, die bestimmt ab wann nicht mehr genügend Nahrungsmittel erzeugt werden können? Weshalb nicht die Kantonsgrenzen, die Gemeindegrenzen, die Europas oder gar keine Grenzen? Die Welt kann viel mehr Menschen ernähren als heute existieren. Nahrungsvers. ist kein Argument

    • Armin Müller sagt:

      @Moser: Ich weiss nicht, welches Problem Sie mit Ihrer Lösung angehen wollen, für das im Blog beschriebene Problem des CO2-verursachten Klimawandels funktioniert sie jedenfalls nicht.
      Die „repatriierten“ Einwanderer würden auch an ihrem neuen Aufenthaltsort weiterhin CO2-Ausstoss verursachen.

      Was die “ Nachfahren inkl. aller Eingebürgerten“ angeht:
      Bis wie weit zurück müsste ich in meinem Stammbaum nachweisen, dass meine Vorfahren geborene Schweizer waren, um nicht ausgeschafft zu werden?

      • Roland K. Moser sagt:

        Jeden Tag müssen für 4 Millionen Einwanderer und Eingebürgerte die Lebensmittel importiert werden. Dieser CO2-Ausstoss fällt für uns weg.
        Zudem kann die schweizer Landwirtschaft nur 5 Millionen Menschen ernähren, und überall auf der Welt wächst die Bevölkerung auch. Über kurz oder lang werden wir keine Lebensmittel mehr importieren können.

        • Luzia Keller sagt:

          Wie viele Einwanderer kennen Sie persönlich, Herr Moser, um solchen Unsinn hier unermüdlich posten zu können? Die kochen mehrheitlich selber für mehrere Personen, sind sparsam und betreiben urban gardening/Schrebergärten etc. Kennen Sie den Begriff food waste? Es wird nirgends so viel an Nahrungsmitteln weggeschmissen wie in der reichen Schweiz. Das Ablaufdatum überschritten? Weg damit in die Mülltonne. Das Gemüse etwas welk in den Regalen? Weg damit. Das Ei/Rüebli/Kartoffel nicht Normgrösse? Abfall und weg damit.
          Gehen Sie zu den Grossverteilern, in die
          Restaurant-/Hotelküchen und informieren Sie sich selber. Hier grosse Sprüche klopfen, aber keine Ahnung, was Sache ist!

          • Roland K. Moser sagt:

            Food Waste existiert nicht. bzw. nicht in dem Ausmass, dass es relevant wäre.
            Frage:
            Was passiert, wenn jede Volkswirtschaft dieses Planeten um 40 % überbevölkert ist?

    • Peter Sieber sagt:

      Die 13% Strom könnten problemlos erreicht werden wenn man leere Büros und Werkhallen nicht mehr beleuchten würde und aufhören würde, überall Leuchtreklamen die ganze Nacht lang brennen liesse. Wieso sind bewegungsmeldergesteuerte Beleuchtungen noch immer nicht Standard? Und weshalb muss man mitten in der Nacht lesen können, dass dieses Gebäude von der Firma xyz belegt ist? Weshalb müssen Reklametafeln überhaupt beleuchtet sein?

    • Hannes Müller sagt:

      Wenn man noch die 10TWh Wärmepumpen und 25TWh eMobile in diese 52TWh von 2050 einbinden soll, dann bleibt für Menschen wie Sie und mich 17TWh.

      Aber irgendwie wird uns das schon schaffen..

  • Guenter Monkowski sagt:

    Es wird eine neue wundervolle Welt geschaffen – Amerika und GB werden unbekuemmert die Umwelt verschmutzen und die Welt mit bewaffneten Auseinandersetzungen begluecken. Europa bekommt dafuer die Armut durch Fluechtlinge die aus diesen Konflikten herauswachsen. Was solls – Im Westen nix Neues.

  • Martin rohner sagt:

    Entschuldigung, aber beim Thema Klimawandel steuert doch klar die Politik, ein politisches Programm die Wissenschaft und nicht umgekehrt! Sonst würden sich nicht so massiv viele unhaltbar Fehler in die ipcc Berichte schleichen! Ausserdem ist noch keine ihrer Prognosen seit 1996 eingetroffen. Nicht einmal annähernd! Wer es nicht glaubt, Spiegel Titelcover 1996. Da behauptet eben dieser „Wissenschftszweig“, dass bis 2016 der Kölner Dom 1-2m unter Wasser stehen wird!
    Es ist panikmache um die Transformation der liberalen, von BÜRGERtum gestärkt gesellschaft in eine neofeudale zu ermöglichen. Das nennt man Faschismus und erklärt auch die Wahl der Worte und Mittel…

    • Luzia Keller sagt:

      Wieso der Kölner Dom noch nicht unter Wasser steht? Es ist unglaublich, wie tollkühn hier herum spekuliert wird, was zum Glück noch nicht eingetroffen ist. Haben Sie schon etwas von der Luftverschmutzung gehört, welche groteskerweise durch ihren Feinstaub die Ultraviolettstrahlung der Sonne abfängt und filtert, sodass Berechnungen aus den 1990er-Jahren sich verzögern konnten? Unglaublich, nicht wahr? Das wäre die positive Seite. Die negative ist der Wärmeeffekt, welcher dadurch entsteht und alles Leben wie unter einer Glasglocke aufheizt > es wird wärmer, die Gletscher schmelzen schneller als berechnet. Es kommt zu Überschwemmungen, heftigen Niederschlägen in kürzeren Abständen, Erdrutschen, Steinschlägen – das ganze Programm läuft bereits ab. Panikmache?
      Es ist Zeit, zu handeln!

    • Oreg Meyer sagt:

      Der Spiegel-Titel war nicht von 1996 sondern von 1986. Und die Wissenschaft hat natürlich nicht vorhergesagt, dass das auf jeden Fall eintreten würde, sondern hat davor gewarnt, FALLS keine Gegenmassnahmen ergriffen würden.
      .
      Zum Glück gab es in den dazwischenliegenden 30 Jahren umweltpolitische Massnahmen, die die Katastrophe zumindest hinausgezögert haben. Die Warnungen haben also ein Problembewusstsein erreicht — aber ein paar Realitätsverweigerer bleiben natürlich immer…

  • Josef Marti sagt:

    Soso, scheinbar gibt’s den Klimawandel erst seit ein paar Jahrzehnten, vorher war das Klima jahrhunderte und jahrtausende lang immer stationär oder was? Diese links grünen Weltregierungsfanatiker fabulieren in ihrem Delirium von einer Weltklimabehörde. Ich rate denen mal, sich effizient zu organisieren und sich so stark wie möglich militärisch aufzurüsten, damit sie China, USA, Ru und die Saudis in die Knie zwingen können, vielleicht wäre dazu eine Zusammenarbeit mit Nordkorea zu empfehlen.

    • Roland K. Moser sagt:

      Genau!
      Es hat nie einen Klimawandel gegeben, die Warm- und Eiszeiten sind rechte Verschwörungs-Theorien und der Sozialismus ist die Lösung, wie wir in Venezuela und Nordkorea erleben.

    • Matthias sagt:

      @Marti: Haben Sie den Artikel nicht gelesen oder nicht verstanden?

  • Walter Roth sagt:

    Falsch.

    Wir haben einen Klimawandel, den hat die Erde seit 4 Milliarden Jahren immer und ununterbrochen.
    Wir sind heute nur einfach derart übervölkert das wir auf jede Klimaänderung sehr empfindlich reagieren ….weil wir nicht mehr ausweichen können.
    Aber die vielbeschworene Klimaerwärmung findet seit 17 Jahren nicht mehr Staat, wird aber von den Klimahysterikern mittels Manipulation der Daten herbeigerechnet.

    CO2 ist zudem Pflanzennahrung, die gerade die Sahelzone neu ergrünen lässt, wir reden da von zehntausenden Quadratkilometern.

    Die Erde hat heute ca. 260 Milligramm Co2, bei unter 130 sterben alle Pflanzen, jedoch hatten wir auf der Erde viele Phasen mit über 400 mgr. Co2 .
    Nobelpreisträger „Ivar Giaever“ ist auf You-Tube zu finden, es lohnt sich das mal anzusehen.

  • Sacha Maier sagt:

    Man muss Herrn Stadler schlicht Naivität attestieren. Genau so, wie im modernen, real existierenden Neofeudalismus die steueroptimierten Multis die Nationalstaaten vor sich hertreiben (in der EU gar institutionalisiert), treibt auch die Konzern-Marktwirtschaft die Klimapolitik vor sich her. Was immer an Klimakonferenzen für Ziele gesetzt werden, ist letztlich den ölfördernden Staaten und Konzernen, wie auch den Raffinierien, Autobesitzern und auch Mietern egal: Die nächste Tankfüllung kommt bestimmt. Als ehem. forschendem Ingenieur, der einen beträchtlichen Teil seines Lebens mit dem Irrglauben vergeudet hat, die Menschheit brauche saubere, sichere und billige Energie, hat das die wissenschaftliche Karriere gekostet. Wo die Mineralölsteuer beginnt, hört der Klimaschutz auch bei uns auf.

  • Bernhard Piller sagt:

    Bei jeder Klimaveränderung gibt es Gewinner und Verlierer. Bei einer Erwärmung würde z.B. Sibirien zu einer Kornkammer.
    Allerdings kann gegen die Freisetzung von CO2 nicht mit Einsparungen gekämpft werden, so lange die Bevölkerung exponentiell wächst. Und wenn die Gesellschaft keine Restrisiken wie die Kernkraft bereit ist zu tragen, führt dies halt wieder zu Mio von Tonnen Kohlendioxid. Hier muss man den Hebel ansetzen.

  • werner boss sagt:

    Der menschliche Grössenwahn, gepaart mit einer schier unersättlichen Sucht nach Selbstdarstellung und purem Egoismus ist die Differenz zwischen dem was uns die natürlichen Ressourcen anbieten und dem was wir in zerstörerischem Gleichmut verursachen und jeden Tag den Katastrophen näher bringt.

  • Benjamin Wilkomirsky sagt:

    Klimapolitik muss die Marktwirtschaft steuern – das ist nichts anderes als die fundamentalistische Forderung nach dem Primat der Politik, so wie sie von Kommunisten und linken Ideologen immer wieder gefordert wurde. Die Forderung ist ebenso falsch wie dumm, und sie lässt sich nur mit den klassischen Mitteln linker Politik verwirklichen: mit Diktatur und Gewalt.
    Toni Stadler fordert ganz offen, dass bestimmte Entscheide der Demokratie entzogen werden müssten. So fängt jede Diktatur an. So fingen auch die Nazis an. Ein hypermoralisiertes Rechtfertigungsnarrativ stellt Linke von den Gewerkschaften über Greenpeace bis zum Schwarzen Block und den Berner Reitschülern über das Gesetz. Tobler glaubt, dass sich das Klima politisch beeinflussen lässt. Das ist naiv und postfaktisch. Typisch rotgrün.

  • Rudolf Wildberger sagt:

    „Vielleicht müssten Entscheidungen zur Begrenzung des Klimawandels der Demokratie entzogen werden“ – Stadler befürwortet also die Umweltdiktatur. Aus diesem Grunde sind für mich „Klimaschützer“ brandgefährlich. Warum?
    Wer meint, ein Problem erkannt zu haben und sich zu diktatorischen Lösungen hinreissen lässt, hat am Schluss nur die Diktatur nund nicht die Lösung, denn jede Macht neigt zum Machterhalt als Selbstzewck, da ändern die besten Absichten nichts daran. Die einzige Sicherung dagegen ist Demokratie. Die funktioniert je grösser desto schlechteer. Abschreckende Beispiel sind:
    – EU: Friedensrojekt, Wertegemeinschaft wurde zur Lobbykratur der Konzerne.
    – Sowjetunion: Von der Diktatur des Proletariats blieb die Diktatur und ein armes Land übrig mit Rechtsunsicherheit und Willkür.

  • Molnar sagt:

    Globale Klimabehörde, na klar dass funktioniert ja schon im kleinen nicht.

  • Matthias sagt:

    Auch bei anderen Energien blenden Sie alle technischen Fortschritte völlig aus. Wenn alte Häuser renoviert werden und man dabei gleich eine moderne Wärmedämmung etc. anbringt, dann liegen die Energieeinsparungen meist deutlich über 30% ganz ohne Reduktion der Innentemperatur. Von Ersatz von Ölheizungen durch Wärmepumpen und/oder Ausbau auf Minergie mit Heizwärmerückgewinnung gar nicht zu reden, welche nochmals massive Mehreinsparungen bringen. Und beim Auto bringt ihnen der Umstieg von fossilen Brennstoffen auf Elektro einen soviel grösseren Wirkungsgrad, dass, selbst wenn der Strom dafür in (modernen) Kohle- oder Gaskraftwerken produziert wird, bei gleichem Gebrauch ein geringerer CO2-Ausstoss und Energieverbrauch resultiert. Warum also immer dieser pessimistische Fatalismus!?

  • Markus Häring sagt:

    Der Verbrauch fossiler Ressourcen hat zu einem rapiden Anstieg der CO2-Konzentration geführt. CO2 hat die Eigenschaft die infrarote Rückstrahlung der Erde zu absorbieren und trägt so zum Treibhauseffekt bei. Der dominierende Faktor bleibt trotzdem der Wasserdampf. Eine Abkehr von den Fossilen ist aufgrund direkter Umweltverschmutzung (Boden, Wasser, Luft) und aufgrund deren Endlichkeit selbstverständlich erstrebenswert. Es ist aber illusorisch zu meinen mit einer Reduktion der CO2-Emissionen einen Steuereffekt erzielen zu können. Wir brauchen ein besseres Narrativ als die Klimadrohung und auf gar keinen Fall eine klimapolitisch gesteuerte Wirtschaft. Wie wärs mit einem liberalen Wirtschaftsumfeld in welchem freier Erfindergeist gedeihen und Lösungen liefern kann?

  • Thomas Warner sagt:

    Diese Initiative ist wieder mal eine komplette Mogelpackung! Es wird absolut nichts passieren, ausser dass der Buerger noch mehr ausgequetscht wird und sich Grosskonzerne im pseudo-gruenen Maentelchen berreichern. ‚Einschraenkungen‘ fuer uns, Cueplis und Lacher fuer die. NEIN!

  • Petra Müller sagt:

    „Vielleicht müssten Entscheidungen zur Begrenzung des Klimawandels der Demokratie entzogen werden“
    Versteh ich das richtig, Sie möchten also eine Öko-Diktatur wo der Bürger nicht mehr selbst entscheiden darf, was er isst, wie er heizt und wie er sich fortbewegt? Das wird sich niemand gefallen lassen und entsprechend bei Wahlen reagieren, das sollte Ihnen doch eigentlich klar sein oder halten Sie die Leute für dermassen blöd?

  • Anita Hofer sagt:

    Die etwas einfacheren, ev. auch engstirnigeren Mitmenschen wollen oder können nicht wahrhaben, dass massive Effizienzsteigerungen möglich und nötig sind.
    Wer nur schon in unsere Berge schaut, wo noch vor wenigen Jahren Permafrost den Untergrund der Seilbahnbergstationen stabil machte, sieht heute massive Bauarbeiten, die die Stationen vor dem Abrutschen sichern müssen. Gletscher, die sich massiv verkürzten sind sichtbate Zeichen.
    Wer nicht handelt, ist verantwortungslos, wie etwa die Gegner der Energiestrategie, die massiver ausgestaltet sein müsste, um zu wirken. Wir haben, umweltmässig massiv über unsere Verhältnisse gelebt. Ohne rasches Handeln gefährden wir weiterhin die Lebensgrundlage von Millionen von Menschen. Weiter Migrationsströme werden die Folge sein!

  • Claudia Rohrer sagt:

    Allein schon durch den Ersatz von Benzin- mit Elektroautos, aber auch durch den Einsatz von Wärmepumpen und durch die Digitalisierung wird es zwar eine Abnahme von Fossilen Energien geben (Benzin, Heizöl), aber eben auch einen Anstieg des elektrischen Energiebedarfs.
    Realistischerweise werden wir trotz Subvention von Windturbinen und Photovoltaik, sowie einigen Sparmassnahmen, den Wegfall des Atomstroms nicht kompensieren können. Sofern wir nicht Stom importieren wollen, müssten wir Strom mit Gas herstellen, was die CO2-Bilanz wieder belastet.
    Passen wir also auf, was wir mit „Energiewende“ genau meinen.

  • Torsten Haeffner sagt:

    Toni Stadler glaubt, die Menschheit könnte das globale, höchst komplexe und von der Wissenschaft längst nicht zur Gänze verstandene Phänomen des „Klimawandels“ managen. Stadler und andere „Klimaretter“ leiden unter einem Machbarkeitswahn, der an Selbstherrlichkeit kaum zu überbieten ist: „Vielleicht müssten Entscheidungen zur Begrenzung des Klimawandels der Demokratie entzogen werden …“, schreibt Stadler in seinem letzten Absatz und zeigt damit, wes Geistes Kind er ist. Er predigt die Rettung des Weltklimas und legt die Axt an die demokratischen Freiheits- und Selbstbestimmungsrechte. Es ist nicht das erste Mal, dass vermeintliche Weltenretter die Demokratie zu demontieren versuchen, um ihre individuellen Machtinteressen durchzusetzen. Man sollte diese Leute im Auge behalten.

  • René Gross sagt:

    „Klimapolitik muss die Marktwirtschaft steuern“
    Die Aussage ist schon per se Schwachsinn. Was hat das denn noch mit „Marktwirtschaft“ zu tun, wenn diese gesteuert ist?
    Klimapolitik ist für mich ein Euphemismus für Ökoterror.
    Das Weltklima wird seriös betrachtet von keinem verstanden. Mit Laborsimulationen ermittelte und zurechtgebogene „Erkenntnisse“ sind keine Grundlage für politische Umwälzungen in eine Diktatur der Klimaschonung, wenn niemanden nachweisen kann, welcher Ursache die mit früheren Zeiten vergleichsweise minimalen Klimaveränderungen der letzten Jahrzehnte sind.
    Ein Weltklima ist kein stabiler Zustand; Hannibal überquerte eisfreie Alpen, während das Europa des 16. Jhdt. erst gerade aus einer Kälteperiode erwachte.
    Wenn es Euch zuviel CO2 hat, pflanzt Bäume.

  • Emch sagt:

    Danke Herr Stadler für den Mut der romantisierten freien Demokratie Ansätze mit Regulativen zur Seite zu stellen – oder mindesten zu wollen. Regulative, welche der entfesselten Freiheitsmanie eine gewisse Limitierung beibringen möchte – aber Sie haben recht, damit gewinnen sie keine Wahlen – darum wird diese Demokratie, welche von Individualisten lebt bzw. auf diesen fusst, diese Regulative bestimmt ablehnen. Denn wir sind ja reich – aus meiner Sicht sind wir grundsätzlich überversorgt – das ist vielleicht individuell Reichtum – gesellschaftlich aber hat diese Überversorgung enorme Konsequenzen. Erst wenn die individuelle Überversorgung in Gefahr ist, wird man ev. beginnen, an Lösungen zu denken – mit dem Ziel diese Überversorgung mit allem sicherzustellen.

  • Hans U. Schoch sagt:

    Keinen Millimeter, ja nicht einmal die Hälfte davon, wird sich der globale Meeresspiegel senken, wenn wir den vorgeschlagenen Oeko-Firlefanz mitmachen. Wir werden nicht nur frierend höher Abgaben entrichten…wir werden von den Protagonisten auf Jahrzehnte hinaus kujonniert indem jeglicher behördlicher Schwachsinn unter dem neuen Energiegesetz als alternativlos dargestellt wird.
    Es ist zwar keine Schande, dem Energiegesetz zuzustimmen – aber eine unverzeihliche Dummheit, sich derart leichtfertig aufzugeben.

  • Monique Schweizer sagt:

    Wir sind im Klimawandel immer noch ziemlich am Anfang. Die wirklich grossen CO2 Mengen wurden erst ab den 80er Jahren ausgestossen und manifestieren sich in den CO2 ppmV Werten von mittlerweile konstant über 400.
    In der Schweiz ist der Klimawandel noch viel deutlicher zu spüren. Seit 1850 stieg die Jahresdurchschnittstemperatur hierzulande um 1,8 Grad Celsius – rund doppelt so viel wie im globalen Mittel (etwa 0,85 Grad) und wie das in Zukunft aussehen wird, wissen wir noch nicht, konnen aber unangenehmes erahnen, sollte diese klimatische Abkoppelung der Schweiz vom Rest der Welt weiterhin anhalten oder sich ev. sogar noch akzelerieren.
    Vielleicht wird das Szenario von „Heimatland“ (Film 2015) irgendwann noch Realität bei dem sich eine gigantische schwarze Wolke über der CH festsetzt

  • Ana Xi sagt:

    Aha, eine massive Besteuerung von Treibstoffen, Heizöl und Elektrizität soll Mutter Erde wieder auf die Beine helfen. Das wird aber nicht der Fall sein. Das Geld verschwindet in den Staatssäckeln einer blühenden Bürokratie. Die Industrie verlässt die Schweiz, die Denkfabriken gehen auch, die Dienstleister werden digitalisiert und durch Roboter ersetzt, Sich ausbreiten und bleiben wird nur die Bürokratie.

  • A Luethi sagt:

    Ich möchte hier das liberale Weltbild etwas präzisieren. Die liberalen Denker (zB Smith, von Mises, von Hayek) haben durchaus erkannt, dass der Markt nicht alles regelt. Der Rechtsstaat ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer liberalen Ordnung. Der Staat muss Gesetze erlassen und durchsetzen, um die Menschen vor anderen Menschen zu schützen, z.B. auch durch Gesetze zur Arbeitssicherheit oder zum Umweltschutz, indem z.B. schädliche Stoffe im Produktionsprozess verboten oder eingeschränkt werden. Solange die Gesellschaft bereit ist, die Kosten zu tragen / auf den Nutzen zu verzichten. Es ist eine Güterabwägung. Ich glaube, der Autor hat die liberalen Denker nicht ganz verstanden.

  • Rolf Rothacher sagt:

    In den 1970er-Jahren haben die Klima-Forscher eine neue, kleine Eiszeit vorausgesagt und dies aufgrund ihrer Messungen seit 1900. Denn sie stellten fest, dass die durchschnittliche Erdtemperatur von 1929 bis Ende der 1960er Jahre um durchschnittlich 1,5 Grad gesunken ist.
    Und heute vergleichen die Klima-Forscher die neuen Daten exakt mit dieser Kälteperiode, die ja ebenfalls in nur 30 Jahren eine sehr starke Schwankung gezeigt hat.
    So lange die Klima-Forscher keine Erklärung für kurzzeitige Erderwärmungen/Abkühlung in der Vergangenheit (vor 2000, vor 1000, vor 500 Jahren) gegen können, glaube ich ihrer Panikmache nicht.
    Ausserdem: wenn der Erdöl-Preis fällt, sind die Finanzmärkte in Panik-Stimmung. Viele Staaten sind ohne Öl/Gas pleite. Keine Nation wird auf Öl/Gas verzichten.

  • Reis Araujo sagt:

    Ich denke wir müssten unser wirtschaften prinzipiell überdenken. Extrem lange Arbeits- und Transportwege, sehr günstige Mobilität etc. sind nicht sehr umweltförderlich. Ein Kollege von mir arbeitet zum Beispiel auf der Elektrokontrolle. Durch die Marktliberalisierung lege er für die selbe Arbeit heute rund dreimal mehr Fahrkilometer zurück. Glsuve das sagt sehr vieles über die heiss geliebte Markliberalisierung.

  • Hannes Müller sagt:

    Vielleicht sollte man das Phlogiston besteuern.

  • hase sagt:

    Ein ausgezeichneter und sehr wichtiger Beitrag. An die Medien: Wieder an den Auftrag besinnen => viel mehr solche Beiträge, mehr wichtige Aufklärung. Weg mit dem Infotainmentschrott, raus aus der Komfortzone.

  • Dani Keller sagt:

    Lösung heisst E-Autos (Beispiel Hyundai Ioniq electric):
    Verbrauch Praxis 15 kwh/100 km (offiziell 11.6 kwh/100 km)
    Verbrauch eines Verbrenners 7 Liter (Benziner, Praxis) x 9.7 kwh (=Brennwert 1 Liter) = 67.9 kwh. Ein E-Auto verbraucht also ca. 4.5x weniger Energie (top Wirkungsgrad E-Motor).
    1 Liter Benzin = 2.34 kg CO2 -> 7 Liter/100 km = 16.38 kg CO2
    1 kwh Strom = 24 g (Wasser), 12 g (Atom), 490 g (Erdgas), 820 g (Kohle), Quelle IPCC
    Schweiz Strommix Produktion CH (60% Wasser, 40% Atom) ca. 20 g CO2/kwh.

  • Dani Keller sagt:

    Fortsetzung:
    Verbrauch Ioniq electric 100 km = 15 kwh x 20 g CO2 = 300 g
    Verbrauch Benziner (7 Liter) 100 km = 7 x 2340 g CO2 = 16’380 g
    54.6 x mehr CO2! 98% gespart!
    Nehmen wir worst case Gasstrom (realistisch CH):
    Verbrauch Ioniq electric 100 km = 15 kwh x 490 g CO2 = 7’350 g
    55% CO gespart!

    Fazit: statt Energiegesetz Selbstkasteiung (Beschränkungen, neue Steuern, Verbote usw.) kann die Schweiz relativ easy die ES2050 umsetzen, indem sie E-Autos forciert. Die Einsaprung an Energie und CO2 sind enorm!
    Mit einem Nein zu ES2050 werden Solar&Gebäudeprogramm wie bisher subventioniert. Statt Windrädlifantasien sollte der Bund jetzt (markenneutrales) Ladenetz für E-Autos an Autbahnen koordinieren und techn. Vorgaben festlegen. Den Rest werden die E-Autos erledigen.

    • Martin rohner sagt:

      @Keller
      Das mag alles richtig sein, doch so lange die Reichweite infolge ladezeit stark begrenzt ist und ziemlich viele sehr unschöne Stoffe verwendet werden müssen (nicht recyklierbare verbundwerkstoffe, Akku Motoren etc.) ist es noch keine wirkliche Alternative. Es ist energetisch sogar effizienter, ein altes Auto bis zum Schluss tot zu fahren. Wenn Sie ein 5 jähriges Auto durch einen Prius ersetzen, müssen sie erst ca. 120000km fahren, bevor sie damit Energie sparen. Deshalb reparieren und weniger konsumieren! 🙂

      • Dani Keller sagt:

        Prius? Das war vor langer Zeit mal ein Hybrid Pionier, hat aber mit aktueller Technik von E-Auto nicht mehr viel zu tun.
        Verhältnis Ladezeit:Fahrzeit ca. 1:3, Tendenz zu 1:4 und mehr stark steigend. Standar ist/wird wohl 80% laden in 20 min. Ist aber auch nur bei Langstrecken relevant, da Sie im Alltag (Arbeitsweg, Freizeit) das Auto zuhause über Nacht laden in aller Ruhe.
        Reichweite? Teslas Praxis ca. 350-400 km. Opel Ampera-e auch ca. 350-400 km. Hyundai Ionic mit kleinem 30 kwh Akku Praxis 150-200 km (ein Nutzer in D ist Überland sogar auf 298 km gekommen=10 kwh/100 km!). Beim Ioniq gibs 2018 übrigens einen neuen Akku mit 60% mehr Reichweite (vermutlich ein 50 kwh, Preis wohl etwas höher), somit Praxis 240-320 km. Fehlt nur noch ein Kombi mit Allradoption für die CH.

      • Dani Keller sagt:

        Ein Auto tot fahren? Dieser Meinung bin ich auch (werde meinen Benziner noch totfahren), egal ob Verbrenner oder E-Auto.
        Verbundstoffe haben Sie auch bei Tetraverpackung. Verzichten Sie deshalb darauf? Ein E-Motor besteht aus Kupfer und Magnet (kleinen Elektromotor bastelt ein 12-jähriger zuhause in 15 min), keine problematischen Wunderstoffe.
        Akku: haben Sie sich schon mal einen Tesla Akku angeschaut? Im Prinzip eine handelsübliche AA Batterie:
        https://www.youtube.com/watch?v=CxS7XeIh_i4
        Kupferfolie, Lithiumfolie und Trennfolie (Kunststoff), nur gewickelt, nicht irgendwie verbunden. Erste Bastler kaufen übrigens aus Teslaumfallwagen die Akkus und bauen daraus im DIY Solarstromspeicher.
        Wie auch immer: Hyundai trau ich im E-Auto Massenmarkt viel zu. Opel Ampera e ist auch interessant.

        • martin rohner sagt:

          @ Keller
          Ehrlich,in meinen Tetrapack stecken Glas-und kohlefaserverbundwerkstoffe, die nicht recykliert oder verbrannt werden können, sonern in Sondermülldeponien verschwinden?Ich dachte immer, der Tretrapak sei Zellstoff, PE-Folie und etwas Aluminium. Danke,ich weiss wie ein Elektromotor im Prinzip aufgebaut ist – ich reviediere unter anderem Servos mit um die 80KW. 🙂
          Elektroautos machen Sinn, das ist keine Frage! Aber es sind keine Wunderdinger, brauchen Energie, die Erzeugt werdem muss und nutzen Rohstoffe, die endlich und nicht unproblematisch sind. In 5 – 10 Jahren dürften die meisten Probleme gelöst sein. Bis dahin „recykliere“ ich noch ein paar „alte“ Autos. Nicht nur aus Konsumverzicht, sondern auch, weil es Spass macht, solchen Kisten wieder Leben einzuhauchen! 🙂

          • Dani Keller sagt:

            Na also, in 5-10 Jahren sind die meisten Probleme gelöst (Verbrenner haben schon 100 Jahre ungelöste Probleme).
            Also können wir uns die die ES2050 Verzichtsstrategie locker ersparen (33 Jahre versus 5-10 Jahre) und einfach die E-Autos kommen lassen.

      • Dani Keller sagt:

        Möchte ja keine Werbung für Hyudai machen, aber in Sachen Massenmarkt und Preis/Leistung ist der Ionic EV momentan ungeschlagen. Und das Fahrzeug ist bestellbar/lieferbar. So richtig interessant wird dieses E-Auto 2018 mit besserem Akku (=60% mehr Reichweite). Und für die Schweiz müsste wohl auch mal ein Kombi mit 4×4 Option irgendwann kommen. Könnte mir in Zukunft aber auch einen E-Tucson mit ähnlicher Technik ud 4×4 Option vorstellen.
        Hier ein paar Videos von privaten Ionic Nutzern in Sachen Verbrauch usw.:

        295 km rausgequetscht: https://www.youtube.com/watch?v=6aaQijthpMc

        Ionic Verbrauch Schwerpunkt Autobahn (Österreich):
        https://www.youtube.com/watch?v=VZBnydpqiGE&t=627s

        Verbrauchstest versch. Geschwindikkeiten:
        https://www.youtube.com/watch?v=UM19sG-pIE0&t=3104s

      • Dani Keller sagt:

        Und last but not least:
        Fahrpraxis in Norwegen mit Tesla Model X (SUV!) inkl. Anhänger. Bjorn Nyland fährt jedes WE durch halb Norwegen, welches klimatisch anspruchsvoller als die Schweiz ist. Auch schön zu sehen in seinen Videos, wie wann und wo er auflädt.

        https://www.youtube.com/user/bjornnyland/videos

  • Markus Brokhof sagt:

    Wer den Klimawandel leugnet handelt unverantwortlich! Jeder einzelne kann mit seinem Handeln dazu beitragen – und am besten fangen wir damit heute bereits an! Wer auf die Politik wartet ist verloren.

  • Adrian sagt:

    Wenn die ganze Schweiz alle CO2 Produktion morgen einstellt, reduziert das die Emissionen global um rund 1 Promille! Reist doch mal alle nach Asien, dann wird euch schnell klar, dass das alles nur CH Träumli sind…..

  • Marianne Wissarjonova sagt:

    Vor zehn Jahren noch hat man von der menschengemachten globalen Erwärmung geredet. Diese ist statistisch wiederlegt. Die Erde wurde seit 15 Jahren nicht mehr wärmer. Also sind die Klimaalarmiker auf den „Klimawandel“ umgestiegen.
    Diese Ökofaschisten brauchen einen Vorwand, um die Menschen herumkommandieren zu können, um Massenpanik zu erzeugen und eine manipulierbare revolutionäre Masse zu schaffen, die sie vor sich hertreiben können.

    Klimawandel ist eine absolute Trivialität. Das Klima hat sich immer wieder gewandelt, seit die Erde vor 4.5 Milliarden Jahren entstanden ist. Neu ist einzig die infantile Allmachtsphantasie, man könne am Klimawandel etwas ändern, indem man AKW abschaltet, Autofahrer schikaniert und mit Windredli die Landschaft verschandelt.

    • Matthias sagt:

      So ein ausgemachter Blödsinn. Ca. 2010 bis 2015 ist die Durchschnittstemperatur stagniert, wie sie es alle paar Jahre macht (z.B. Anfang der 80er oder Ende 80er/Anfang 90er). Dafür sind v.a. zyklische Wetterphänomene wie El-Nino/La-Nina verantwortlich. Der längerfristige Trend zu höheren Temperaturen ist ungebrochen und beschleunigt sich! 2016 war das bei weitem wärmste Jahr seit Messbeginn. Warum negieren Sie glasklare wissenschaftliche Erkenntnisse? Haben Sie Angst, der Wahrheit ins Auge zu sehen?

  • werner boss sagt:

    Schon lustig! Manchmal kommen einem uralte Gleichnisse in den Sinn, welche in der digitalen Welt von heute sonst ganz verloren wirken. Aber wenn mann diese Kommentare alle gelesen hat , fühlt man sich in den verstaubten Turm zu Babel zurück versetzt, wo alle irgend etwas daher reden und keiner versteht den anderen und will ihn auch nicht verstehen. Das kann ja nicht gut kommen.

  • Jan Svoboda sagt:

    Langfristig ist die Korrelation zwischen Teperaturanstieg und Zunahme der CO2 überhaupt nicht bewiesen. Vor Millionen Jahren war es genau umgekehrt, in Precambrium gab es trotzt starken Zunahmen vom CO2 rapide Tepmeraturseknkungen und Ende Paleozoic sind die Teperaturen stark gestiegen obwohl der CO2 Ausstos stark abgenommen hat. Alles nur Geldabzocke.

    • Orlando Pezzani sagt:

      CO2 ist das zweitwirksamste Treibhausgas und trägt wie massgeblich der Erwärmung der Atmosphäre bei. Der phys. Effekt ist unbestritten. Natürlich sind auch Schwankungen der Sonnenaktivität massgebend. Diese können wir nicht beeinflussen (zum Glück), aber den CO2-Ausstoss sehr wohl. Die Durchschnittstemperatur ist, seit dem sie gemessen wird, markant gestiegen und man möchte sie mit den Klimazielen auf 2°C beschränken. Wenn das gelingt hat das schon spürbare Klimaveränderungen zufolge. Die Eiskalotte am Nordpol schmilzt jetzt schon rasant dahin, der Weltmeeresspiegel steigt, mit den Folgen, die im Artikel von Herrn Stadler angedeutet wurden. Was das für den Golfstrom, der das Klima von ganz Europa und Nordamerika beeinflusst, bedeutet? Also ist es höchste Zeit die Erneuerbaren zu fördern!

  • Orlando Pezzani sagt:

    Endlich, Herr Stadler nimmt einen globalen Blickwinkel ein, um das Thema Energiewende und zu beleuchten. Wir, damit meine ich die so genannt industrialisierten Länder (G20), können doch nicht meinen den Energiebedarf und damit den Bedarf an fossiler Energie unbedacht weiter zu steigern, wie in den letzten 50 Jahren. Wir verbrennen in wenigen Jahrhunderten seit der Industrialisierung die gesamten fossilen Energieträger, die sinnvoller genutzt werden könnten, jagen eine Unmenge CO2 in die Atmosphäre und am Ende bekämpfen wir uns um die letzten fossilen Restbestände. Die beiden Irak-Kriege seien eine Warnung.. Den Drittweltländern bleibt der Hunger übrig. Es wurde schon einmal der Fehler gemacht, dass Afrikas uns Asiens Ressourcen geplündert wurden, die Flüchtlingsströme sind der Bumerang!

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