Eine Angst löst die nächste ab

Ausnahmslos jede politische Partei, die noch ein Mindestmass an Ambitionen hat, verfügt in ihrem Argumentationsarsenal über eine Angst. Denn wenn eine Gruppierung nicht fähig ist, auf die eine oder andere Art die Aufmerksamkeit ihrer Wähler zu sichern, indem sie Angst schürt, dann sind ihre Chancen auf Wachstum beschränkt.

Das ist es, was uns die Zürcher Wahlen einmal mehr auf spektakuläre Weise gezeigt haben – Wahlen, die man generell als die Hauptprobe vor dem grossen eidgenössischen Herbsttreffen betrachtet. Sieg der Grünliberalen, Konsolidierung der alternativen Grünen und Schrumpfen der Mitte: der Fukushima-Effekt, wie man hört. Das gleiche Verdikt wie in Baden-Württemberg, nur in abgeschwächter Form.

Aber was versteht man denn eigentlich unter Fukushima-Effekt? Ganz grob gesagt: die bisher letzte Angst auf der politischen Agenda. Eine Welle der Furcht, die manchmal an Panik grenzt und die Parteien plötzlich dazu gebracht hat, zu stammeln, zu nuscheln, sich zu entschuldigen und zu widersprechen. Ein verzweifelter Versuch der Parteien, die Wähler mit ihren Emotionen zu erreichen. Dabei gibt es allerdings absolut kein Anzeichen der Empathie für die Opfer des Tsunamis. In der Tat bilden die 27’000 Toten oder Vermissten nur die Kulisse für den Fukushima-Effekt. Im Vordergrund ist eine pure Angst, die auf einen Schlag die ganze Szene der politischen Debatte einnimmt.

Selbst bei den Grünen hat die Atom-Phobie alle anderen Anliegen verdrängt. Erinnert Euch: Vor nicht allzu langer Zeit wurden wir mit dem Alptraum der globalen Erderwärmung unterhalten.

Plötzlich ist die Klimaerwärmung kein Thema mehr: Mit dem Geiger-Zähler in Fukushima unterwegs.

Plötzlich ist die Klimaerwärmung kein Thema mehr: Messung der Radioaktivität in Fukushima.

Dass die manchmal arrogant vertretenen Gewissheiten der Atom-Lobby in Frage gestellt werden, ist sicherlich keine schlechte Sache. Dass wir uns Gedanken in Bezug auf unsere Energie-Strategie machen, ist genauso begrüssenswert. Aber dass unser politisches Leben ständig von der grössten Angst diktiert wird, ist ungesund. Denn seit einigen Jahren kennen wir nur noch die Reaktion auf eine Gefahr – sei sie echt oder erfunden –, als ob wir keine andere Art der Debatte kennen würden.

Bisher hatte sich besonders die SVP darin hervorgetan, die Ängste und die Frustration der Wähler in Szene zu setzen. Abwechslunsgweise haben der Einwanderer, der Muslim oder der Bettler auf den Plakaten die Strohmänner gespielt. Für den Fall, dass die Ängste ausgingen, hat man diese sogar frei erfunden, wie es die Kampagne gegen den Bau von Minaretten zeigt.

Dabei ist es so, dass die eine Angst die andere ablöst. So kommt es, dass die Atomangst auf einen Schlag alle bisherigen Ängste überschattet. Als ob das Risiko mit der Atomenergie nun das einzige oder zumindest das grösste für unser Land wäre. Selbst bei den Grünen hat die Atom-Phobie alle anderen Anliegen verdrängt. Erinnert Euch: Vor nicht allzu langer Zeit wurden wir mit dem Alptraum der globalen Erderwärmung unterhalten. Es schien nichts Dringlicheres zu geben, als der Kampf gegen Treibhausgase und die Einhaltung der in Kyoto festgesetzten Ziele. Wenige Tage später hat Fukushima Kyoto in den Hintergrund gedrängt. Die Grünen haben die Seiten gewechselt, empfehlen nun urplötzlich den Bau von für die Atmosphäre schädlichen Gaskraftwerken und verteidigen den Bau von Windkraftwerken en masse.

Sind wir denn zu einer Politik verdammt, deren Hauptargument die Angst ist? Und soll sich ab jetzt jede Wahl mit einem Referendum gegen eine neue Gefahr zusammenfassen lassen? Ist unsere alternde Gesellschaft im Herzen eines Europas nur noch dazu fähig, Angst und Verkrampfung zu erzeugen? Wo sind eigentlich all die Projekte, das Vertrauen in unsere Fähigkeiten und unser Talent? Man träumt von Wahlen, die von Optimismus, dem Glauben in unsere Zukunft und der Grosszügigkeit geprägt sind.

173 Kommentare zu «Eine Angst löst die nächste ab»

  • Thomas Oberholzer sagt:

    Dann nennen Sie es eben Sorge, wenn Ihnen das Wort Angst Angst macht. Dass die Hurra-Wachstums-Euphorie der sechziger und achtziger Jahre vorbei ist, ist nicht schlimm. Wenn wir wieder zu einem gesellschaftlichen Grundkonsens gefunden haben, der die Sorge um die nachfolgenden Generationen einschliesst, wird auch die Angst weichen. Jeder, der Kinder hat, weiss, wovon ich rede…

    • marius christen sagt:

      Ich habe zwar keine Kinder – aber Sorgen habe ich auch! Dass unsere Politik die Vorsorge etwas verkümmern lässt, zeigt sich nun halt dadurch, dass man mit den Ängsten der Bevölkerung wunderbar spielen kann. Angst ist nun mal ein hervorragender Motivator.

    • Edith Schuler sagt:

      Toll, lieber Thomas, bin derselben Meinung wie du! – Michael Schmidt-Salomon vermag seinem Artikel „Keine Macht den Doofen!“ in kurzen und präzisen Worten zu vermitteln, was uns Menschen bewegt und uns nichtsdestotrotz am Allerwertesten vorbei geht!

      Ich pflege die Vision, dass wir Menschen unseren Kindern ein Erbe hinterlassen, auf das wir stolz sein können! Amen

  • Thomas1 sagt:

    Das Spiel mit der Angst beginnt schon viel früher und subtiler: wollt Ihr den Anschluss im internationalen Wettbewerb verpassen? Nicht? Na dann müssen wir in Gentechnologie investieren. Wollt Ihr, dass wir Energie-Versorgungsengpässe haben? Nicht? Dann brauchen wir Kernenergie. Wollt Ihr, dass Seuchen wieder ausbrechen? Nicht? Dann brauchen wir eine Zwangsimpfung. Wollt Ihr Arbeitsplätze vernichten? Nicht? Na, dann müssen wir die Banken retten. Willst du alt werden? Nicht? Dann muttu Botox spritzen. etc.etc.etc.

  • Pascal Bauer sagt:

    Wir müssen uns in der öffentlichen Debatte davor hüten, so zu tun, wie wenn Risiko und Angst zwei komplementäre Größen sind. Die Angst wird erst verschwinden, wenn wir einen ehrlichen Umgang mit den Begriffen „Risiko“ und „Restrisiko“ finden. Ein vernachlässigbares Restrisiko heißt eben nicht, Risikofrei. Je mehr Maßnahmen getroffen werden müssen, um das „Restrisiko“ zu vermindern, desto härter wird es uns treffen, wenn trotzdem ein solches Ereignis eintrifft. Und die empirischen Erfahrungen lehren uns, dass es genau diese Ereignisse sind, volkswirtschaftlich (zu) große Auswirkungen haben.

    • maurus candrian sagt:

      finde ihren post grundsätzlich gut. möchte allerdings noch ergänzen:

      risiko definiert sich bekanntlich als wahrscheinlichkeit x ausmass. mit dem restrisiko ist es nun so eine sache: wenn das restrisiko „nur“ mittelgross, weil wahrscheinlichkeit klein, aber worstcase-ausmass gross, dann ist das restrisiko eben doch nicht vernachlässigbar. paradebeispiel dafür die atomkraftwerke. zwar technisch immer sicherer, wahrscheinlichkeit eines gau’s immer kleiner, dennoch, der gau k a n n eintreten, und wenn er eintritt, dann verheerende folgen. wenn ein staudamm bricht, können sie dort am nächsten

    • maurus candrian sagt:

      tag wieder spazieren gehen. bei einem austritt strahlender partikel mit halbwertszeiten von mehreren hundert bis tausend jahren hingegen, ja, dann bleiben diese gebiete – bei einem gau in einem ch-akw könnte es beispielsweise die gesamte alpennordseite der ch sein – nicht nur auf jahrzehnte, sondern auf jahrhunderte unbewohnbar.

      darum: keine neuen akw’s und die bestehenden mit von sämtlichen wirtschaftlichen und politischen lobbies völlig unabhängigen experten aufs strengste und dauernd überprüfen und so rasch wie möglich, in sinnvoller priorisierung, stilllegen.

  • Hans Müller sagt:

    Würden wir unsere Fähigkeiten dazu einsetzen, das langsfristige Überleben unseres Planeten (und damit auch unser eigenes) zu sichern und nicht um kurzfristig möglichst viel Gewinn anzuhäufen, so würden viele Probleme, welche uns Angst machen gar nicht existieren. Noch was Herr Hoesli: Dass die Grünen neuerdings den Bau von Gaskraftwerken unterstützen ist mir neu. Bleiben Sie doch bei den Tatsachen und erzählen Sie die Märchen anderswo.

  • steve walker sagt:

    Politik ist das Geschäft mit der Angst. Das ist vielleicht der kleinste gemeinsame Nenner aller Parteien von links bis rechts. Kritisch wird das erst, wenn zuviele Leute nicht mehr fähig sind, die vielfältigen Gefahren im Leben richtig einzuordnen und unüberlegte Hauruck-Aktionen an die Stelle von ausgewogenen Lösungen treten.

  • Urs Luescher sagt:

    Wäre ja auch die Aufgaben der Medien in Hintergrundartikeln auf die gemeinsamen Nenner der Aengste hinzuweisen – die Welt ist ja vernetzt, anstatt jedes Risiko einzeln hochzupushen – und damit ihre eigene Auflage. Der Bote ist nicht immer unschuldig!

    • peter eberhard sagt:

      Richtig, Herr Lüscher. Das gegenseitige Hochschaukeln zwischen Politik und Medien ist zum Davonlaufen, hat aber leider seine Wirkung auf die Stimm- und Wahlbürger. In jedem Artikel – auch auf TA Online – wird der Notstand ausgerufen (und dann von gewissen Parteien systematisch bewirtschaftet), anstatt eine Information ruhig und nüchtern in den Gesamzusammenhang zu stellen. Aber das ist im Zeitalter des Kurzfutters offenbar nicht mehr gefragt.

  • Plüss Heinz sagt:

    Warum sehen wir, wenn wir zurückblicken, nichts ausser Fortschritt und Verbesserungen, erwarten aber von der Zukunft immer nur den Niedergang? Thomas B. Macaulay

    Dieser Satz soll über 100 Jahre alt sein.

  • Raphaël Mahaim sagt:

    L’argumentation serait crédible si elle ne venait pas de quelqu’un qui a visiblement en horreur les idées vertes. Deux remarques. 1) Les cercles xénophobes attisent la peur de l’étranger pour le désigner coupable de tous les maux. Le coupable, c’est l’autre. Les Verts demandent une prise de conscience de chacun. La responsabilité collective, c’est soi-même, c’est tout le monde; la logique est tout autre. 2) La „phobie nucléaire“ n’a pas occulté les autres enjeux écologistes. Les Verts souhaitent se débarasser de la dépendance à toutes les énergies fossiles. Seul le renouvelable a de l’avenir.

  • Peter Fricker sagt:

    Ich habe auch eine Angst: Wenn Zeitungen, wie die BaZ, von Politinvestoren aufgekauft werden um ihre Polemiken zu verbreiten.

    • Mark sagt:

      Der Unterschiede zwischen der BaZ und den meisten anderen CH-Zeitungen besteht höchstens darin, dass die Polemiken eher rechts- statt linkslastig sind. Die Methoden und die Angstmacherei sind dieselben.

    • Peter Müller sagt:

      Genau! Die Angst vor Minaretten ist natürlich etwas ganz ernsthaftes aber, wenn mann Angst vor der rasanten Klimaveränderung oder Angst vor einem Supergau hat, das muss dann in der neuausgerichteten BaZ ins Lächerliche gezogen werden.

  • Nicolas sagt:

    Angst ist ungesund. Es hat noch nie ein Leben ohne Risiko gegeben und es wird es auch nie geben. Jeden Tag kann einem das Tram überfahren, deshalb schaffen wir es ja auch nicht ab. z.B. lebe ich sehr gerne mit dem Risiko weniger Wirtschaftswachstum zu haben, aber dafür nicht der EU beizutreten.

  • Urs sagt:

    Leider war es schon immer so das man Zivilgesellschaften und die dort partizipierenden Menschen am einfachsten manipulieren konnte indem man subtil, nicht all zu offensichtlich, Angst verbreitete. Angst ist natürlich und betrifft wohl jeden der von anderen abhängig ist und das sind die meisten. Das daraus eine umsichtige Politik, welche alle Gesellschaftsteilnehmer einbezieht, herauskommt bezweifle ich. Höchstens die üblichen Partikularinteressen werden damit erfolgreich bedient. Erfolg bedeutet in den meisten Fällen das bedienen der Bilanzen, Aktionäre und Finanzmärkte. Und der Rest von uns?

  • Mark sagt:

    Es würde schon viel helfen, wenn die Medien nicht derart sensationalistisch berichten würde. Jeder Furz wird zu einem Riesenskandal und gigantischen Problem aufgebauscht. Wenn dann eine wirkliche und grosse Gefahr auftritt, dann kann diese kaum noch angemessen thematisiert werden, weil alle Superlative schon für vergleichsweise Lappalien „aufgebraucht“ wurden. Als Laie kann man kaum noch zwischen tatsächlichen und aufgebauschen bzw. herbeigeredeten Gefahren unterscheiden ohne dass man sich zuerst stundenlang in die Materie einliest.

  • Martin Rüedi sagt:

    Die Angst vor Ausländern war eine Randnotix im Vergleich zu der Angst vor AKW’s. Diejenigen, die das Schweizer Volk zuletzt gescholten haben wegen den Ergebnissen der SVP Initiativen (Grüne, Linke und ausländische Grüne und Linke), demonstrieren uns jetzt, wie man wirklich in der Politik Angst zelebriert. Und sie sind kein bisschen besser. So summasumarum…

    • Mark sagt:

      Sicher, die Angstmacher hocken links und rechts, aber der Vergleich hinkt doch etwas. Auch wenn ich der gegenwärtigen überbordenden Einwanderung äusserst ablehnend gegenüberstehe, so hat diese doch schlimmstenfalls eine sinkende Lebensqualität und eine schleichende Veränderung der Kultur zur Folge. Im Vergleich zu jahrhundertelang verstrahlten und dadurch nicht mehr bewohnbaren Gebieten sind das Peanuts, erst recht in einem kleinen Land wie der Schweiz.

  • Alfred Schuster sagt:

    Am Ende all dieser Ängste steht die Angst vor dem Tod. Diese werden wir so schnell nicht überwinden. Früher waren Frömmigkeit und Kirchenbesuche die Therapie, heute das Wahl- und Abstimmungsverhalten.

  • Björn sagt:

    Danke für diesen Artikel! Manchmal muss man Klartext reden. Die Menschen vergessen einfach zu schnell. Nachrichten scheinen nur einen Tag aktuell zu sein, obwohl das Thema in den betroffenen Gebieten bei weitem nicht vorbei ist! Umweltschutz als ganzes muss jeden Tag aktuell bleiben – Atomphobie hin oder her! Die Politik und die Medien dürfen nicht leichtgläubig hingenommen werden. Man muss stets hinterfragen und selbst überlegen! So find ichs schön, dass es noch Journalisten gibt die nachdenken und hinterfragen, statt nur Skandale zu schüren

  • Werner Brupbacher sagt:

    Die ganze grüne Bewegung ist doch nur ein Religionsersatz. Die armen Leute glauben an das Waldsterben, die Klimakatastrophe und die unmittelbare Gefahr von AKW,s. Aber die primäre Lehre aus der Katastrophe in Japan ist doch bei undoktrinärer Betrachtung eine sofortige Ueberprüfung der Erdbebensicherheit der Gebäude und Staumauern in der Schweiz.

    • Girafo Gondolfsky sagt:

      Wow, selten so viel Ignoranz auf einen Haufen gesehen. Beispiel Waldsterben: Nur dank schnellem Handeln (Abgasvorschriften, Kat, Rauchgasreinigung in der Industrie) konnte Schlimmeres verhindert werden, dennoch sind über ein Drittel unserer Bäume erheblich kronenverlichtet. Immer noch. Beispiel Klima: Während Sie tatsächlich GLAUBEN, WISSEN wir. Und zwar im Einklang mit über 98% aller Spezialisten. Wie können Sie z.B. der NuklearWISSENschaft das Wort reden, Klimaforscher aber nicht als WISSENschaftler ansehen? Furchtbar paradox.
      Und wohin genau mit dem Atommüll? Zu Ihnen als GLÄUBIGEM?

      • Mark Keller sagt:

        99.99% aller Spezialisten haben auch ein Mal behauptet die Erde sei eine Scheibe oder die Sonne drehe sich um die Erde. Wer wagte das Gegenteil zu sagen wurde auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Mit dem Wissen ist es so eine Sache. Wir glauben zu wissen, aber wissen tun wir eigentlich gar nichts. Sie und ich leben nicht lange genug um zu wissen wer recht hat. Nicht mal die Menschheit wird lange genug leben. Der Homo Sapiens wird die nächsten 160’000 Jahre nicht überleben. Was kümmerts die Erde, die noch 4.5 Milliarden Jahre Zukunft vor sich hat! Wir nehmen uns viel zu wichtig.

        • Girafo Gondolfsky sagt:

          Wieder diese Verwechslung. Wissenschaft gilt nur dann als solche, wenn ihre Thesen falsifizierbar sind. Eine Behauptung, und mehr als das ist die Sache mit der Scheibe nicht, gilt nicht als wissenschaftliche These. Im Übrigen hinkt der Vergleich nicht nur, er ist sogar falsch: Den Griechen war die Kugelform bereits bekannt, und auch im Abendland ab dem 3. Jh. glaubte kein Gebildeter mehr an die Scheibe. Das hätte eine einfache Webrecherche ergeben. Aber eben, Sie glauben ja lieber, als zu wissen, und vertreten dabei gern auch laut eine Irrmeinung.
          Ich ziehe wissenschaftl. Methodik immer vor.

          • Mark Keller sagt:

            Sie haben’s nicht verstanden. Bei der Klimapolitik geht es um handfeste wirtschaftliche Interessen. Wie wollen wir die äusserst komplexen, klimatischen Vorgänge verstehen, wenn wir noch nicht einmal den Einfluss der Sahara auf das globale Klima verstehen (was nur ein ganz kleiner Mosaikstein der globalen klimatischen Vorgänge ist)? Wissenschaft muss wissenschaftlicher Überprüfung standhalten können. Tut das die Klimaforschung?

          • Girafo Gondolfsky sagt:

            Ja, es geht um handfeste wirtschaftliche Interessen – die der AKW- und der Öl- und Kohleindustrie.
            Und wiederum ja: Es sind Zehntausende ForscherInnen am Werk, die mit stetig ausgefeilterer Methodik ungeheure Mengen an Daten verarbeiten. Und gerade weil sie sich strikt der wissenschaftlichen Vorgehensweise, also der Falsifizierbarkeit unterwerfen, werden die Modelle fortlaufend modifiziert oder gar über Bord geworfen. Am Grundtenor aber ändert sich nichts: Die anthropogenen rUsachen eines grossen Teils der unzweifelhaft festzustellenden Klimaveränderung sind unbestritten.
            WISSENschaft eben.

          • Bünzli sagt:

            Richtig Girafo Gondolfsky, es sind die Forscher welche die Menschheit zu Grunde richtet. Danke Einstein!-

          • Mark sagt:

            @Mark Keller: Genau das tut die Klimaforschung eben nicht. Wenn man sich mal etwas abseits der Massenmedien und IPCC-Propaganda umsieht und einliest, dann stellt man rasch fest, wie erschreckend wenig die Wissenschaft über das Klima weiss. Auf dieser Grundlage politische Entscheide zu fällen ist grobfahrlässig, wenn nicht gar kriminell. Entlarvend ist dabei auch, dass Wirtschaft und Politik erst auf den CO2-Zug aufgesprungen sind, als man gemerkt hat, dass CO2 eine ausgezeichnete Gelegenheit ist, um Konsumenten und Steuerzahlern das Geld ohne jegliche Gegenleistung aus der Tasche zu ziehen.

          • Karl Benger sagt:

            Herr Gondolfsky. Ihre Behauptungen über was bezüglich der globalen Erwärmung wissenschaftlich erwiesen ist stimmen einfach nicht. Es ist nicht mal erwiesen, dass CO2 die Temperatur der Erde treibt. Eisbohrkernen zeigen ganz klar, dass das Umgekehrte der Falle ist. Die Temperaturerhöhungen erhöhten das athmospehrische CO2, vermutlich wegen der Aufwärmung der Ozeanen. Die Theorie mit dem CO2 ist übrigens nur durch ein einmaliges Experiment falsifizierbar, das überdies noch Jahrhunderte dauern wird. Mehr liegt wissenschaftlich nicht drin.

    • Mark sagt:

      Die Klimakatastrophe ist ein gigantischer Schwindel, aber die Gefahr durch AKWs ist höchste real wie wir dieser Tage sehen.

      • Gerald sagt:

        Mit diesem Argument kann man natürlich alles relativieren. Daraus liesse sich dann weiter folgern, dass wir genauso weitermachen können wie bis anhin mit Gottvertrauen auf unbegrenztes Wachstum. Alle widersprechenden Aussagen dazu könnten ja auch nur Teil der aktuell gültigen Paradigmen sein und werden wahrscheinlich eines Tages über den Haufen geworfen.

        Ansonsten pflichte ich Ihren Ansichten schon zu.

      • Werner Brupbacher sagt:

        Ich bin auch der Ansicht, dass die Sicherheit der AKW,s überprüft werden muss. Das is für alle Einrichtungen eine Daueraufgabe. Die Erdbeben(un)sicherheit ist jedoch gravierender. Unsere Gebäude entsprechen bei weitem nicht dem japanischen Standard. Warum niemand auf die Erbebensicherheit regagiert, ist angesichts der möglicherweise tausende von Toten in der Schweiz bei einem schweren Erdbeben unverständlich.

        • Girafo Gondolfsky sagt:

          Mark: Sie sind sicher ausgewiesener Klimatologe und wissen eine grosse Zahl Ihrer Fachgenossen hinter sich? Weil sonst hören Sie auf, solchen unreflektierten Mumpitz zu verbreiten. Ich beschäftige mich nunmehr seit 25 Jahren mit dem Thema – wie gross ist IHRE Fachbibliothek?
          Brupcher: Warum beantworten Sie die Fragen nicht? Wie gedenken Sie, als kompetente Fachperson, das Müllproblem zu lösen? Wie können Sie im gleichen Atemzug schreiben, es herrsche hier erhebliche Erdbebengefahr und gleichzeitig behaupten, es gebe keine unmittelbare Bedrohung durch AKW?
          Reichlich verquer – und recht dumm.

          • cristiano safado sagt:

            Immerhin ist festzuhalten, dass sich auch Fachleuten über die Ursachen und Folgen des Klimawandels nicht einig sind. Dies führte in den vergangenen Jahren immer wieder zu kontroversen Veröffentlichungen, selbst durch weltweit anerkannte Klimatologen. Von Klimaschwindel würde ich deswegen allerdings trotzdem nicht sprechen.

      • maurus candrian sagt:

        sie sind aber ein ganz schlauer. ein kleiner pausenplauderi.

        es gibt jahrzehntelange messreihen der temperaturen, an x stellen auf dem globus erhoben. und der trend der temperatur-erwärmung ist absolut glasklar.

        man kann, wie sie und noch ein paar weitere, natürlich sämtliche fakten abstreiten. dummheit ist offenbar auch ein menschenrecht 😉

        • Mark sagt:

          @candrian: Der Knackpunkt ist nicht die Erwärmung. Die kann man relativ einfach messen, wobei es schon da interessanterweise zu Mauscheleien kam, z.B. in Zusammenhang mit dem UHI-Effekt (Urban Heat Island). Entscheidend ist vielmehr die URSACHE für die Erwärmung und da weiss die Wissenschaft erschreckend wenig darüber. Erst recht angesichts der massiven Staatseingriffe die auf dieses Halbwissen abgestützt werden. So haben sich z.B. in den letzten Jahrzehnten auch andere Planeten unseres Sonnensystems erwärmt – wohl kaum wegen dem CO2-Ausstoss der dortigen Bevölkerung…

          • maurus candrian sagt:

            fakt ist, dass co2 und andere treibhausgase seit beginn des industrie-zeitalters kontinuierlich zugenommen haben, und in „schöner“ korrelation dazu die erderwärmung. natürlich gibt es auch noch x andere faktoren. aber die korrelation zwischen zunahme der treibhausgase und der erdtemperatur wird nun von keinem ernstzunehmenden wissenschafter in frage gestellt.

            selbstverständlich versuchen die profiteure des wachstumswahns und der umweltzerstörung, allen voran amerikanische kreise und insbesondere die erdöl-lobby, mit lügengeschichten und abstrusen theorien gegenzuhalten.

          • Mark sagt:

            Richtig, Herr Candrian: Korrelation. Korrelation heisst aber nicht Kausalität! Ausserdem ist die von Ihnen erwähnte Korrelation auch schon im vorindustriellen Zeitalter nachgewiesen. Die Erde wurde wärmer und die CO2-Konzentration stieg an, aber darüber sprechen die Alarmisten nicht so gern.

            Natürlich werden die Klimaskeptiker u.a. auch von Kreisen unterstützt, denen es nur um die eigenen finanziellen Interessen geht, aber genau dasselbe gilt für die Alarmistengemeinde, welche beispielsweise massiv von der Atomlobby unterstützt wird.

          • Peter Müller sagt:

            @Mark
            1. Dass die CO2 Konzentration auch der Erwärmung folgen ist eine Art Rückkopplung, da mit dem Auftauen der Böden im gefrorenen Boden gebundene Klimagase freiwerden. Es wird noch wärmer und noch mehr Klimagase treten in die Atmosphäre aus. Durch die vermehrte Vegetation wird das ganz oder eben nur Teilweise wieder wett gemacht. Da ist die Geschwindigkeit der Veränderung eben wichtig.
            2. Wenn alle anderen Gründe (erhöhte Sonnenaktivität etc.) ausgeschlossen werden können wie jetzt bleibt nur noch der Mensch übrig – oder das fliegende Spaghettimonster.

          • Mark sagt:

            @Peter Müller: Ja, wenn es denn so simpel wäre. Gerade die Sonne kann eben nicht ausgeschlossen werden, haben sich doch auch andere Planeten unseres Sonnensystems in den letzten Jahrzehnten erwärmt – und dies garantiert ohne CO2-produzierende Menschen.

          • @ Mark
            Doch die Sonne kann man ausschliessen. Ihre Aktivität ist seit langen unglaublich niedrig. das Elfjahreshoch der Sonnenflecken, die für hohe Aktivität stehen, sind grauenhaft verspätet und sehr zögerlich … da haben wir nochmals Glück gehabt.
            http://sohowww.nascom.nasa.gov/data/data.html
            http://www.welt.de/wissenschaft/weltraum/article5620203/Erste-Sonnenflecken-nach-langer-Ruhephase.html

          • maurus candrian sagt:

            @ mark 7. april 9.53: selbstverständlich ist eine korrelation alleine noch nicht der beweis. aber:

            „treibhausgase“ reflektieren wärmestrahlung von der erdoberfläche richtung all wieder zurück zur erdoberfläche (eben „treibhaus-effekt“). mehr treibhausgase reflektieren auch mehr wärmestrahlung retour zu muttern erde, ergo grösserer treibhauseffekt. dies ist nun zu absolut 100% wissenschaftlich bewiesen.

            wer solche glasklaren wissenschaftlichen beweise / fakten nicht anerkennt, ist ignorant, oder noch prägnanter ausgedrückt, fakten-lügner

        • Karl Benger sagt:

          Die von Ihnen referenzierten Messreihen sind schlicht falsch. Die Anzahl Messtationen wurde systematisch zugunsten von wärmeren Standorten reduziert. Wegen der urbanen Aufheizung werden systematisch zu hohen Werten angezeigt. Darüber ist bereits viel publiziert worden. Wer sich weg von der Mainstream Propaganda informieren möchte empfehle ich die Berichte von Christopher Monckton z.B. über den sogenannten aber real nicht existierenden wissenschaftlichen Konsens: http://scienceandpublicpolicy.org/monckton/consensuswhatconsensusamongclimatescientiststhedebateisnotover.html

      • Peter Müller sagt:

        Dieses Wissen habe sie garantiert anhand eine Youtube Filmes generiert.

    • Der Glaubensersatz ist der Wachstumsglaube und der grössenwahnsinnige Glaube an absolute Sicherheit, der nun definitiv widerlegt ist. Menschen sind fehlbar, auch hoch gebildete Fachleute. Die Natur ist unberechenbar! Darum gibt es nichts zu überprüfen, sondern nur eine Strategie zu erarbeiten, wie wir so schnell wie möglich aus diesem Irrsinn aussteigen. Fukushima stellt alle anderen Ängste weit in den Schatten. Fukushi bedeutet Wohlfahrt. Wir müssen uns vom sinnentleerten Überfluss verabschieden. Es dürfen keine Häuser mehr gebaut werden, die nicht mehr Energie produzieren, als sie brauchen.

  • Christian Schumann sagt:

    Es ist auch ein Anzeichen einer angstgesteuerter Diskussion, dass Andersdenkende diffamiert werden. Beispiel: Wer es wagt, die Welterwärmung kritisch zu hinterfragen ist ein KlimaLEUGNER. Im Moment ist es auch kaum möglich, irgendetwas zugunsten der Atomenergie zu sagen, nein, man wird hyterisch niedergeschrien. Ausgerechnet diejenigen Parteien, die den Rechten Populismus und das Verhetzen des Volkes vorgeworfen haben tun nun alles, um die Ängste der Bevölkerung zu schüren, siehe Ueli Leuenberter, Parteiprogramm der Grünen.

    • Es gibt in der Schweiz eine Notstandsverordnung, die im Falle eines Supergaus den Behörden das Recht gibt, jeden halbwegs gesunden Schweizer zu zwingen, sein Leben zu opfern, für die Bewältigung einer Kernschmelze wie in Fukushima. In Tschernobil waren dafür 750’000 Menschen nötig, mehr als 10% davon sind tot, der Rest bleibt mehr oder weniger krank, lebenslang geschädigt. Wer für Atomkraft ist, kommt auf die Liste jener, die als Erste in die verseuchten Schächte geschickt werden, um das „Restrisiko“ zu beseitigen. Sie sind registriert!

  • Knubel-Schürch Kurt sagt:

    Liebe Leserinnen und Leser
    Meine Devise und mein Rat heisst schlicht und einfach: Positiv Leben; das Positive betonen. Bei täglich so viel Negativem vergessen wir oft, dass es im Leben auch positive Dinge zu erleben gibt. Auch hier gilt: Das Positive schreit nicht; es will erahnt werden. Aber dann gibt es Dir unendlich viel für Deine Geduld!
    Viel Erfolg beim Lauschen: Kurt

  • Stephan Schwan sagt:

    Der Tonfall im Artikel ist im Tonfall stellenweise das, was der Autor der Atomlobby vorhält, nämlich arrogant. Wir wurden nicht vom Alptraum der Klimaerwärmung „unterhalten“, sondern diese findet real statt. Es gibt genügend Belege dafür. Gestern war in den deutschen Nachrichten zu hören, dass die Ozonschicht über dem Nordpol letztes Jahr um 40% abgenommen hat und es deshalb in Europa ratsam wäre, stärkere Sonnencreme zu benutzen. Die Bürgerlichen wollen sich bereichern und gehen dafür mit AKW’s und der Atomstrahlengefahr über Leichen. Angst und Vorsicht werden als „Fukushima-Effekt“ abgetan.

    • Mark sagt:

      Was hat die Klimaerwärmung (höchstwahrscheinlich durch die Aktivität der Sonne bedingt) mit der Ozonschicht zu tun?

      • Beat sagt:

        Ich bin kein Wissenschaftler, aber wenn ich mich recht erinnere wurde uns gesagt dass die Ozon – schädigenden Gase, die für die Abnahme des Ozons in grosser Höhe verantwortlich sind, gleichzeitig starke sogenannte Treibhausgase sind. Das sind Gase die in grossen Höhen die natürliche Abstrahlung von Wärme ins All reduzieren. Deshalb tragen sie auch zur Erwärmung bei. Viele solche Stoffe sind heute verboten, aber man wusste bereits im letzten Jahrhundert dass sie noch mehrere Jahrzente nachwirken würden. Sie sind als sehr stabil bekannt. (FCKW; FKW) F steht für Fluor.

  • Hans Hansel sagt:

    „Atomangst“ ist eigentlich die Angst der Nuklearfans vor Neuem! Aber woher rührt diese Angst vor der Entwicklung neuer, weniger menschenverachtender Techniken? Haben wir in der Vergangenheit nicht gezeigt, dass wir zu Innovation fähig sind? Ist der Glaube an diese Fähigkeit „in einer alternden Gesellschaft“ schon so schwach dass wir uns wider besseres Wissen an die Kernenergie klammern müssen, aus reiner Angst vor dem Neuen?
    „Yes we can!“ ist kein „Versprechen“ (wie man jetzt überall BO unterstellt!), sondern Aufforderung zum Vertrauen in eigene Fähigkeiten! Das bräuchten wir halt…

  • lucius mayer sagt:

    Spätestens seit etwa 1972 (erster Bericht des «Club of Rome») wissen wir eindeutig, dass dem Wuchern der Pandemie Menschheit Grenzen gesetzt sind. Was haben wir gemacht? Was machen wir heute? Den Kopf in den Sand stecken und weiter wuchern. Die Implosion der Weltbevölkerung wird also deren Explosion entsprechen. Wunschdenken bringt nichts.

  • Mark Keller sagt:

    Angst ist nichts verwerfliches. Sie gehört zu unserem Leben und ermöglicht uns, sich vor Gefahren zu schützen. Wenn die Angst aber zum alles beherrschenden Gefühl wird, haben wir in userem Leben ein Problem. Scheinbar leben wir zurzeit in einem Zeialter der Zukunftsangst. Angst vor der Klimaerwärmung, Angst vor der Übervölkerung, Angst vor der Atomkatastrophe, etc. Die Ängste lähmen uns. Und das ist nicht gut. Lähmende Ängste sind destruktiv und hindern uns am konstruktiven Vorwärtskommen. 40 Jahre leben wir nun mit dem Risiko der Kernkraft. Nur wenige haben sich gegen das Restrisiko gewehrt.

    • maja sagt:

      hat ja nichts genutzt die machen was sie wollen.
      Angst ist wirklich nichts verwerfliches, Angstmacherei aber schon.

  • Mark Keller sagt:

    Nicht einmal bei Tschernobyl entwickelten wir solche Hektik wie wir das jetzt bei Fukushima tun. Tschernobyl war der viel schlimmere Unfall, nach derzeitigem Wissensstand. Vor allem hatte Tschernobyl gewisse Auswirkungen in der Schweiz. Allerdings waren wir bei Tschernobyl nicht „live“ dabei! Die Medien tragen viel zum Entstehen dieser lähmenden Angst bei. Fundierte Information ist ncht gefragt. Man hat ja auch keine Zeit für seriöse Recherchen. 20min und Onlinemedien bringen Nachrichten im Minutentakt. Ob es Enten sind interessiert keinen. Da kann man nicht hinten anstehen, macht munter mit.

  • Markus sagt:

    Angesichts der Atomkatastrophe in Japan, die ein riesiges Gebiet auf Jahrzehnte hinaus unbewohnbar macht und künftig (und das ist so sicher wie das Amen in der Kirche) für missgebildete Kinder und zahlreiche Krebstote verantwortlich sein wird, von Atom-Phobie zu sprechen, zeugt von schier grenzenloser Ignoranz und Dummheit!

  • cristiano safado sagt:

    Zumindest können jetzt die Grünen der SVP nicht mehr vorwerfen, diese würde die Angst der Bevölkerung schüren, um ihre politischen Ziele durchzusetzen.

  • baer48 sagt:

    Sowohl viele Medienschaffende als auch Politiker leben ja vom Angsmachen ganz gut.
    Wer dagegenhält wird nicht berücksichtigt.
    Wie ist das mit der Angst vor radioaktiven Strahlen usw.
    Hier dazu etwas seltenes aus dem SPIEGEL: Die wahre Gefahr – Schädlicher als die Strahlung selbst ist die Angst vor ihr (SPIEGEL online): http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,754931,00.html

  • Das alles auf die Karte materieller Wohlstand und Wachstum setzen, macht uns extrem abhängig und verletzbar. Im Grund wissen wir, dass in diesen Bereichen Steigerungen keinen Sinn ergeben, aber alles wird darauf ausgerichtet. Kein Wunder wenn wir Angst haben. Eine Befreiung von dieser Abhängigkeit und dem bewussten in Kauf nehmen, dass drei Viertel von uns auch mit weniger gut leben könnten, würde uns von der Angst befreien und gäbe Kraft und Raum für die Suche nach anderen Lebensformen.

  • Die Globalisierung, vor einiger Zeit vorwiegend als wirtschaftliche Herausforderung definiert, betrifft uns heute weit darüber hinaus auch im Alltag. Diese Veränderungen zu erkennen, erzeugt bei vielen subtile Ängste. Der Mensch, noch vor wenigen Generationen meist kaum weiter als einige Kilometer um seinen Geburtsort herumgekommen, sieht sich heute global eingebunden. Die Medien lassen uns unmittelbar verfolgen, wenn irgendwo ein Flugzeug in einen Wolkenkratzer stürzt, wenn ein Atomreaktor explodiert … das beschäftigt uns, auch wenn die Auswirkungen auf uns selbst meist eher gering sind.

  • Nur so am Rande bemerkt: Albert Camus hat schon in den Fünfzigerjahren des 20. Jahrhunderts vom Zeitalter der Angst gesprochen. Wir leben genau zwischen zwei Epochen, die Alte ist noch nicht so richtig vergangen und die Neue nirgendwo richtig auszumachen. Zwischen Vergangenheit und Zukunft eingeklemmt macht sich bei vielen Menschen Angst vor der Ungewissheit breit. Das sollte man ernst nehmen. Von Wutbürgern zu sprechen ist der blanke Hohn- und dürfte sich politisch rächen. Das wachsende Unbehagen in der Kultur ist eine ernstzunehmendes Gefahr!

  • sebastian sagt:

    angst, die ultimative methode den selbständiger werdenden denkenden pöbel unter kontrolle zu halten

  • Da wird lobbiiert. Billige psychologische Tricks: einen als ängstlichen Feigling darstellen, wenn man etwas gegen seine Pläne hat. So geht’s aber nicht, lieber Tagi, wir haben’s nun gesehen, dass sich da welche Superhirnis überschätzen, in Tschernobyl und Fukushima nun auch. Mit Wegschauen, Nichterwähnen und Wegschwatzen kommen vielleicht all die Politiker immer ungeschoren davon, aber Risse in Mühleberg und überall sonst, die bleiben. Die Risiken sind real, das haben wir zur Genüge gesehen, die Psychologie hat hier nichts zu suchen. Bei Verkaterung nicht gleich wieder zur Flasche greifen!!!

  • Louis Cypher sagt:

    Lieber Mark, also wirklich. Du behauptest, dass die Klimaerwärmung ein Schwindel ist, HAHAHAHA. Wie ignorant kann man sein, oder bist du einfach ein Fan vom vielseits belächelten Herr Nörgeli, äh Sörgeli, äh nein wie heisst dieser Teufel in Person? Dieser hat das nämlich tatsächlich auch noch im Jahr 2011 behauptet, hahahaha, unglaublich. Sie und ihr Vorbild halten wohl nichts Wissenschaft, die Wissen schafft?

    • Mark Keller sagt:

      Vor einigen tausend Jahren war die Sahara eine schöne grüne Savanne voller Leben. Hervorgebracht durch eine Klimaänderung. Vor knapp 200 Jahren flog in Indonesien ein relativ kleiner Vulkan in die Luft. Im Folgejahr schneite es im Hochsommer andauernd in Europa und Nordamerika. In der Schweiz brach eine Hungersnot aus. Die Sterberate verdoppelte sich. Was glauben Sie, welche Auswirkungen es auf’s globale Klima haben wird, wenn einer der Supervulkane in die Luft fliegen wird, z.B. der Yellowstone? Wir werden nichts am Verlauf der Erdgeschichte ändern. Wir nehmen uns viel zu wichtig.

      • maurus candrian sagt:

        was sie schreiben, stimmt. dennoch liegen sie in ihrer hauptaussage völlig falsch. seit anfangs des industrie-zeitalters belegen messreihen den korrelierenden anstieg der mittleren erdtemperaturen und der treibhausgase. ihre ereignisse kommen hinzu. der haupttrend ist jedoch die menschgemachte klima-erwärmung.

        übrigens: die erdtemperaturen waren im laufe der erdgeschichte schon bedeutend höher. die klimaerwärmung wird die menschheit nicht auslöschen. aber vor x millionen jahren gab es noch keine 7 milliarden menschen, die zu ernähren sind, noch keine dutzende millionenstädte an meeresküsten

        • Mark Keller sagt:

          Vor x Millionen Jahren gab es noch gar KEINE Menschen! In x Millionen Jahren wird es AUCH keine Menschen mehr geben. Das Problem ist nicht die vermeintliche oder reale Klimaerwärmung. Das Problem ist die Anzahl der Menschen. Die Evolution zeigt, dass Spezien ausstarben, die sich einseitig entwickelten. Beim Menschen hat sich das Gehirn einseitig entwickelt. Es folgt daraus, dass, wenn die von vielen durch Menschen bedingte Klimaerwärmung wirklich stattfindet, die Evolution dabei ist, den Homo Sapiens aussterben zu lassen. Die Ursachen für den Anstieg sind aber alles andere als schlüssig.

          • maurus candrian sagt:

            vor ca. 4 mio jahren gab es die ersten menschenähnlichen wesen in ostafrika (stichwort „lucy“).

            neben der menschgemachten klimaerwärmung gibt es selbstverständlich noch weitere das klima beeinflussende faktoren. sonnenflecken oder vulkanausbrüche kann der mensch nicht beeinflussen, die menge der infolge menschlicher aktivitäten generierter treibhausgase aber sehr wohl.

            die evolution lässt den menschen nicht aussterben (die natur hat keinen „willen“). der mensch kann nur selber sich umbringen, direkt oder indirekt z.b. via selbstverschuldeter verschlechterung seiner lebensgrundlagen

          • Mark Keller sagt:

            Wenn ich mich nicht irre ist Lucy eine Angehörige der Art Australopithecus Afarensis, oder nicht? Die Art Australopithecus Afarensis gehört aber nicht zur Gattung Homo. Im Zusammenhang mit einer möglichen, durch den Menschen verursachten Klimaerwärmung, ist aber nur die Art Homo Sapiens von Interesse.
            Zur Klimaerwärmung: kann ein Anstieg von 0.01% des Kohlendioxidanteils in der Atmosphäre (gegenüber der vorindustrialisierten Zeit) wirklich die gemessene und extrapolierte Erhöhung der Durchschnittstemperatur mit verursachen?

          • maurus candrian sagt:

            @ mark keller 8. april 8.08 I:

            homo = mensch, nach gängiger wissenschaftlicher systematik zählen homo australopithecus, homo afarensis, homo erectus und wie sie alle benannt werden zu den (früh-) menschen. homo „sapiens“ (leider häufig nicht sapiens = weise) wird als der moderne mensch bezeichnet.

            co2-gehalt in der erdatmosphäre seit beginn der industrialisierung von rund 320 ppm auf rund 390 ppm gestiegen, also zunahme um 20%. im übrigen ist der grösste teil des treibhauseffektes natürlich, nicht anthropogen. ohne natürlichen treibhauseffekt wären die temperaturen auf der erdoberfläche

          • maurus candrian sagt:

            @ mark keller 8. april 8.08 II:

            ….. effektiv viel zu tief für menschliches leben. die zustände in der biosphäre sind sehr häufig ein sehr fragiles gleichgewicht. gemessen am gesamten gasgehalt der atmosphäre kann tatsächlich eine änderung im promille-bereich ganz enorme auswirkungen haben.

            by the way: sie kennen ja sicher die aussage, dass, bei entsprechenden konstellationen, der flügelschlag eines schmetterlings einen orkan auslösen kann …..

  • ja, sicher es geht um viel Geld, das ist der empfindliche Nerv eines jeden, es geht ja ums „Läbige“ eines jeden, der daran verdient. Aber man muss auch mal für das Wohl des Ganzen über seinen Schatten springen können (wie auch andere abgefahrene Wissenschafter das sollten…), und wenn das nicht geht, muss von aussen der Zwang kommen, damit solches nicht geht. Wir haben ja gesehen, dass wir die Atomkraft nicht beherrschen, es bleiben ja immer noch all die anderen ungelösten Probleme, wie die Endlagerung etc.

  • cristiano safado sagt:

    @Marcel Zufferey
    Wutbürger hat m.E. damit nichts, oder zumindest nicht viel zu tun. Wutbürger entstehen m.E. nach dann, wenn die Regierung durch Pönalisierung Gruppen von Minderheiten schafft und insbesondere über diese Gruppen Unwahrheiten verbreitet. Gute Beispiele hierfür sind die Behinderten, wo das BSV mit einem verklauslierten Communique den Anschein erweckte, dass jeder fünfte Behinderte ein Betrüger sei (tatsächlich waren es aber 0,2%) oder, wo man aus Raucherstatistiken die über 64jährigen (grösste Rauchergruppe) aussondert. So wird heutzutage versucht, politische Ziele zu erreichen.

  • Hans Maag sagt:

    Genau so wie die Lybienkrise von den Erdölgesellschaften und die an der Elfenbeinküste von der Schokolade- und Kaffeeindustrie ausgelöst wurde, glaube ich langsam, dass das Erdbeben und der Tsunami in Japan das Werk der vereinigten deutschen und schweizerischen Sozialisten und Grünen ist, um die auf der Erde lauernden Kernkraftwerke, sprich latenten Atombomben zu bekämpfen. Die kollektive Hysterie wird dazu führen, dass wir unsere AKWs abstellen. Die damit ausgelöste Krise wird den Wunsch der Linken nach längeren Ferien in Form von Arbeitslosigkeit erfüllen. Kollateralprofit.

  • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

    solange man mit angst geld verdienen oder wählerstimmen ergaunern kann, solange wird uns die angst verkauft. es liegt also eher an uns konsumenten, ob wir zugreifen oder doch lieber den mut aus dem regal nebenan nehmen. und man muss eines ganz klar sehen: die meiste angst wird nicht von der politik verkauft, sondern von den medien. beispiel: nur allzuoft liest man einen artikel und wenn man den selben inhalt vom betroffenen politiker selber hört, ists kaum mehr halb so schlimm und oft sogar noch anders gemeint. es ist also in erster linie an die verantwortung der journalisten zu appellieren!

  • Werner Brupbacher sagt:

    Vielleicht ist das Ihnen noch nicht aufgefallen (man sieht mchmal vor lauter Wald die Bäume nciht) aber es gibt ausser AKW,s noch hundtausende andere Gebäude in der Schweiz. Und dort droht die wirklich Gefahr.

    • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

      lassen sie mich raten: das problem sind eigentlich eher die ausländer? 😀

  • AntonKeller sagt:

    Gut, dass es Parteien gibt, welche vor Gefahren warnen. Sie zwingen nähmlich, dass sich die Leute mit den Gefahren beschäftigen. Weniger gut ist das Spiel der Medien, welche Objektivität vorspielen. Gut sieht man dies an der Informationen zum AKW Gau in Japan.

  • Bernd Rickert sagt:

    Angst ist in einer Wohlstandsgesellschaft das beste Mittel sich politisch zu legitimieren. Der Autor hat übrigens dasAlKaida-Phänomen unterschlagen, dass aus der Klimakatastrophe den Klimawandel hervorbrachte.

  • Markus Schneider sagt:

    Ein reines Geschisse, das einzig veranstaltet wird, um die Schisser bei Laune zu haltehn, damit sie ihren täglichen Tagesanzeiger kaufen gehen. Was ist denn mit der Atomphobie? Bisher kein einziger Toter. Dass es gleichzeitig 10’000 Tote wegen des Erdbebens gab, wird einfach unterschlagen. Oder gar noch so getan, als wären diese 10’000 Opfer schadhafter Reaktoren. Einfach bloss hanebüchener Unsinn für Schwachköpfe.

    • Werner Brupbacher sagt:

      Etwas drastisch, aber sehr gute Abrechnung mit den grünen Sekten-Brüdern und de¨n Jounalisten

    • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

      @ markus schneider
      sie wissen schon wie strahlung wirkt oder? informieren sie sich mal ein wenig über die folgeschäden von chernobyl. einfach mal etwas nach chernobyl-googeln. ist leicht und vertreibt die leere aus dem kopf. dass es (übrigens weit mehr als) 10000 tsunami-opfer gibt wurde kaum unterschlagen, sonst würden sies ja nicht wissen 😉

    • Fränzi sagt:

      Ich hoffe doch, dass dir nicht ein Atommülllager in die Nachbarschaft schneit . . .

  • Reto Wanner sagt:

    Bei den Amerikanern regt man sich auf, dass es dortz Kreationisten gibt, welche die Evolution leugnen. Diese Geisteshaltung gibt es genauso bei uns – nur beschwören sie bei uns anstelle der göttlichen Schöpfung seit Jahr und Tag die Apokalypse, alles muss dafür herhalten um das so sehr herbeigesehnte Ende endlich wahrwerden zu lassen, um es dann „abwenden“ zu können. Arme religiöse Tölpel, die auf ihren eigenen selbtsausgedachten Unsinn hereinfallen und aus jeder mittelgrossen Maus einen Elefanten machen. Nächstes Jahr wird Fukushima so interessant sein wie dieses Jahr der Golf von Mexiko.

  • R. Rodmann sagt:

    @E.Hoesli: Es gibt auch e. medialen Missbrauch s. berechtigter menschl. Ängste u. deren politische Auswirkungen. Ihr Beitrag ist e. deutl. Zeugnis dafür. Doch bleiben wir „unemotional sachlich“, wofür Sie ja plädieren. Dann frage ich Sie schlicht: Ist das, was sich nun in Japan ereignet, für uns eigentl. belanglos? Sind die Infos, die wir dazu (v.a. aus den Medien) erhalten, reine Panikmache o. doch Grund zu echter Sorge angesichts s. realer Gefahren? Sollten wir sie I.E. ignorieren o. entspr. darauf reagieren? Sie werfen anderen Manipulation vor. Hinterfragen Sie sich selbst! RR (Jg. 58)

  • Beatrice Ito sagt:

    Endlich gibt es so langsam Berichte und Kommentare die von Leuten mit gesundem Menschenverstand verfasst werden. Die Medien sind das Problem, aber das noch groessere sind die Menschen die drauf reinfallen. Ich lebe uebrigens inTokyo… und fuehle mich pudelwohl!

    • Fränzi sagt:

      Mal sehen, wie lange du dich dort noch pudelwohl fühlst. Die Medien mögen übertreiben, aber die Strahlung bleibt . . .auch in der Nahrungskette. En Guete!

  • Auguste sagt:

    hmm…, ein wahlvolk aus wut- und angstbürgern, das bei bauern frühstückt und auf delegierten-versammlungen „zottel, den geissbock“ lauthals begrüsst, lässt mich schon ein wenig bange in den herbst blicken. zum glück fliegt grad das akw-fukushima in die luft und verschafft liberaleren geistern mit holzschnitzelheizung im minergie-wohnsitz etwas auftrieb. wenn jetzt, selbst für freikirchliche edu-anhänger, völlig unerwartet noch der erlöser erscheint in den nächsten monaten, dann wäre die neue konkordanz gleichzeitig auch die heiligste, unheilige allianz, die das land je gesehen hätte.

    • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

      schön wärs. ich schätze die weltuntergängler werden spätestens gegen ende jahr ihren termin wieder nach vorne schieben und dann geht die endzeithysterie wieder weiter… keine ahnung wieviel tausend jahre noch vergehen müssen bis dies endlich kapieren: ER KOMMT NICHT MEHR! 🙂

      • Auguste sagt:

        hmm…, uns werden die nicht glauben, pal, weil wir nicht so frei sind, ihnen 10% ihres einkommens abzuknöpfen, um bevorzugterweise im ländlichen mitteland oder im voralpenraum eine architektonische monströsität in die landschaft zu setzen, damit das hoffen und bangen auch unter dach und fach ist.

        • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

          ja in dem fall kostet das lesen meiner beiträge für endzeitler in zukunft 50 rappen/wort. einzuzahlen auf mein postkonto: 66-666 666-66. btw: was für eine monströsität im voralpenraum? davon weis ich gar nix. ich kenne nur das kornkreisler-gebäude in bern. die botschaft um die ausserirdischen zu begrüssen.

      • Beat sagt:

        @ Auguste & v.b.: hmmmm…… 2 die sich vom Thema abgewendet haben und ganz etwas anders Diskutieren. Dazu noch über etwas, wovon sie zu offnsichtlich nichts verstehen. Sonst würde z.B. die EDU weder mit unheiliger Allianz noch mit Weltuntergang in Verbindung gebracht. Sehr seltsam dass es oft genau die Leute sind die wegen tatsächlichem oder vermutetem Unwissen auf andere zeigen sich nur wenig später selbst als solche outen die ohne sich zu informieren etwas in die Welt setzen.

        • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

          edu kann aber ohne mit der wimper zu zucken mit freikirchlern in verbindung gebracht werden und letztere sind meistens endzeitpropheten erster güte! klar, dass einer wie sie auftauchen muss um hier gleich wieder den teufel im detail zu suchen 😉

          • Beat sagt:

            naja, fast verständlich die Versuchung, wenns einen erwischt hat, DIffamierung und ähniches schnell als Detail abzutun. Auch Freikirchler = Endzeitprophet ist wieder enie solche und eine happige dazu. Hoffentlich nur aus Unkenntnis.

          • maurus candrian sagt:

            @ beat:

            die sache mit dem fliegenden spaghetti-monster alias gott:

            der grösste selbstbetrug in der menschheitsgeschichte.

            bei jedem menschlein kommt irgendwann der tag z. und nachher ist aus und fertig. es gibt keinen beweis, aber nicht einmal das geringste indiz, welches auf einen gott oder ein weiterleben nach dem tage z hindeuten würden.

            das leben ist ganz einfach: was man gehabt hat, das hat man gehabt, und was man nicht gehabt hat, das hat man nicht gehabt.

            und jene, die neben einer egoistischen seite auch noch eine ethische haben, setzen sich auch für die allgemeinheit ein

          • Beat sagt:

            Das ist ja das interessante an der Menschheit, dass es durchaus auch ganz andere Ansichten geben kann. Heute bin ich z.B. draussen gewesen und sozusagen bei jedem Schritt einem Indiz auf die Existenz eines liebenden Gottes begegnet. Wers nicht sieht hat Pech gehabt,. Jedenfalls bin ich der Meinung dass wir Menschen weniger von Ängsten getrieben (oder genarrt?) würden, wenn wir in der Hinsicht auf einem festen Grund stehen würden. Dies um sozusagen zum Thema zurückzukommen.

          • maurus candrian sagt:

            @ beat: ich lasse ihnen gerne ihren glauben. aber indizien, welche im wissenschaftlichen sinne auf einen „gott“ hinweisen sollen, sind sie mit bestimmtheit nicht begegnet.

            ist hier nicht unbedingt das thema, aber wenn sie wollen, schreiben sie, welches denn solche indizien sein sollen. wenn nicht, so lass ich ihnen einfach ihren glauben.

          • Beat sagt:

            @ m.c.: Indizien im wissenschaftlichen SInn ist vielleicht eine Überforderung, da im wissenschaftlichen Sinn vielleicht mehr von Beweisen oder Fakten gesprochen würde. Aber Indizien sind ja auf Deutsch Hinweise (so interpretiere ich das Wort zumindest) und in der Form ist alles was Leben beinhaltet und alles was in strengem SInn für uns Menschen „unnötige Schönheit“ besitzt ein Hinweis auf einen liebenden Gott. Deshalb: Zuhauf vorhanden.

          • maurus candrian sagt:

            @ beat 13. april 21.19: hmm …..

            für mich gilt der naturwissenschaftliche ansatz: das universum inkl. unser sonnensystem inkl. unsere erde inkl. des lebens auf unserer erde existiert /entwickelt sich weiter alleine mit den naturgesetzen (astrophysik, physik, chemie, davon abgeleitet die biologischen gesetzmässigkeiten).

            leben kann heute im prinzip im labor mit im internet bestellbaren komponenten hergestellt werden (leben: sich selber reproduzierende eiweissstrukturen; daraus weiterentwickelt einzeller, mehrzeller, pflanzen, tiere, bis zum menschen und all den anderen aktuellen arten).

          • Beat sagt:

            „Eiweissstrukturen“ reproduzieren sich allein nicht. Dazu benötigen sie zusätzlich eine funktionierende Zelle mit allem was zum Leben sonst notwendig ist, z.B. einem Stoffwechselsystem. (Energieversorgung)
            Viren, die selber keine solche besitzen, befallen Wirtszellen und konnten deshalb vor Existenz derselben nicht vorkommen.
            Ich bin nicht Wissenschaftler, aber ich weiss dass sich alleine mit den Naturgesetzen, die ich als Ingenieur auch teilweise kenne, nichts entwickelt. Im Gegenteil, was man sich selbst und den Naturgesetzen überlässt, zerfällt. Ihr Ansatz ist nur ein andrer Glaubenssatz.

          • maurus candrian sagt:

            @ beat: dann gehören wir beide zur ingenieurskaste (dem ingeniör ist nichts zu schwör 🙂 )

            bin selber nicht fachspezialist in sache zellbiologie. dennoch auch nicht völlig ahnungslos.

            nach meinem verständnis sind sich selber reproduzierende eiweissstrukturen der anfang des lebens, noch in einem stadium vor der entwicklung von zellen.

            viren: ja, brauchen wirtszellen zur vermehrung. aber es gibt auch x andere formen „primitivster“ eiweissstrukturen.

            einzeller und mehrzeller (inkl. mensch), die können sich nun wirklich ohne einen „gott“ fortpflanzen (ich betreibe sex ohne „gott“;-))

          • Beat sagt:

            Also: Wenn Sie ein Beispiel von einer Eiweissstruktur kennen, das sich reproduzieren kann ohne eine Zelle, an dieser wissenschaftlichen Neuigkeit wäre ich sehr interessiert. Die künstliche Vermehrung von DNA in der Forensik etc. Würde ich aber nciht akzeptieren, da alle DNA- Proben die für diese Zwecke gesammelt werden von lebenden Organismen stammen. Es dürfte Ihnen auch bekannt sein dass das sog. Millersche Experiment, wo in einer gedachten „Ursuppe“ durch elektrische Entladungen Aminosäuren u.ä. erzeugt wurden bei kritischer Betrachtung durchfällt weil diese nicht optisch rein anfallen.

          • maurus candrian sagt:

            @ beat 11:26: ehrlich gesagt, um da stringent antworten zu können, müsste ich mich (wieder) in die materie relativ intensiv einarbeiten.

            bin abonnent von „spektrum der wissenschaft“, ist im prinzip die deutschausgabe von scientific american, m.e. die führende wissenschaftszeitschrift weltweit. müsste z.b. dort mich „geistig aufrüsten“.

            aber es ist sicher so, dass schon strukturen entwicklungsgeschichtlich vor der zelle sich eigenständig reproduzieren können. „eiweiss-strukturen“ sicher nicht die passgenaueste terminologie. aber grundsätzlich dürfte die aussage schon stimmen.

          • maurus candrian sagt:

            @ beat 11:26 II: zum thema „gott / religionen“ noch allgemein:

            nehmen wir die existenz eines „gottes“ oder den „zauberstab eines gottes zur begründung des lebens“ von mir aus als hypothese. eine hypothese kann nicht einfach im raume stehen gelassen werden, ohne dass sie bewiesen oder zumindest starke, stringente indizien für ihren wahrheitsgehalt erbracht werden.

            im übrigen denke ich, dass gegen 100% der bevölkerung atheistisch wären, wenn sie bis ins alter von 20 jahren in keinerlei form mit religion in kontakt gekommen wären.

          • Beat sagt:

            @ m.c. 17.April: Also, diese Aussage zu den „vorzelligen reproduktionsfähigen Strukturen“ finde ich in höchstem Grade unwissenschaftlich. Es sollte gezeigt werden können, welche Art von Strukturen das sind, und wie sie sich wiederholt reproduzieren. Dies ist bis jetzt m.e. nicht der Fall. Im Gegensatz dazu ist die Beobachtung wie sich lebende Zellen Reproduzieren jeden Tag nachvollziehbar, auch die Art wie Pflanzen aus ihren Samen erneut wachsen ist wissenschaftlich recht gut beschreibbar, weil beobachtbar. Ich wehre mch nicht gegen die Bezeichnung Hypothese für die Gedanken an einen Gott.

          • Beat sagt:

            Bin auch OK mit der Frage nach starken Indizien. Nur dass ich das von anderen Ideen auch fordere. Bis jetzt ist mir die Wissenschaft die Starken Indizien schuldig geblieben, die zeigen würden dass sich Leben spontan entwickelt. Im Gegenteil, die Thermodynamik, die Wahrscheinlichkeitsrechnung und einige weitere allgemein anerkannte Ansätze sprechen stark dagegen. A.E.WIlder Smith, ein sehr anerkannter Wissenschaftler hat daraus den Satz „we denkt muss glauben“ gebildet. Bin ganz anderer Meinung, ein Kind das ganz ohne Religion aufwächst hat Fragen an seine Herkunft und Zukunft. Wer antwortet?

  • Topten sagt:

    Le nucléaire est bon marché parce que l’économie est faite sur le dos du tiers monde pour les frais d’extraction du minerai et de recyclage des déchets, et que l’on ne chiffre pas les drames humains qu’il provoque.

    La SEULE solution à long terme que l’on se doit de réserver à nos descendants, est la biomasse qui permet de:
    – produire jusqu’à 10’000 litre de méthanol par hectare
    – contribuer à réduire le CO2 dont on sature l’atmosphère
    – brûler sans dégager de souffre
    – sauver le secteur primaire
    Ceci accompagné par le renouvelable existant (hydraulique) et en mettant un peu plus l’accent sur

  • Karl Meier sagt:

    Ziemlich einfältiger Artikel… Der Unfall in Fukushima ist ein Zeichen für uns alle sich von der AKW Strategie definitiv zu verabschieden. Mit dem Ausdruck: „Angsthasen“…. zieht der Autor berechtigte Bedenken schon etwas stark ins lächerliche. Schon dreist wie man noch während der Katastrophe versucht mit solchen Artikeln alles so zu verharmlosen… Im Moment sitzen an die 100000 Japaner irgendwo ausser Haus und können nicht (und vielleicht auch nie mehr) nach Hause ziehen. Ein Radius von 30 Km um eines unserer AKWs…. Jede Menge Angsthasen die dann nicht mehr nach Hause könnten…

  • maurus candrian sagt:

    die menschheit hatte in der menschheitsgeschichte noch nie soviele chancen wie heute, aber sie hat sich auch noch nie soviele gefahren wie sie heute bestehen selber geschaffen.

    es besteht ja nach wie vor ein x-facher overkill an atombomben, und die grosse anzahl an über weite teile des globus verstreuten atommeilern könnte ebenfalls den gesamten globus atomar verseuchen. und damit schluss und ende für den homo „sapiens“.

    wir sollten weltweit die abzocker-kaste entmachten, denn letztendlich ist die unermessliche gier dieser scheusale hauptgrund für sämtliche probleme auf dem globus

    • Beat sagt:

      @maurus c: Und wieder einmal sind genau die andern an allem schuld. Was genau ist jetzt besser, nachdem wir dies festgehalten haben? Die Leute um Lenin und seine Getreuen haben früh im vorigen Jahrhundert in ihrem gesamten EInflussgebiet die „Abzocker Kaste“ entmachtet. Nicht böswillig, aber weil sie überzeugt waren dass diese Leute einschliesslich des Zaren für „sämtliche Probleme im EInflussgebiet“ verantwortlich waren. Bei Alexander Solschenizyn und in der Weltgeschichte des 20. Jhdts. ist nachzulesen was danach im EInflussgebiet dieser Leute genau besser geworden ist.

      • maurus candrian sagt:

        die scheusale der abzockerkaste sind die hauptschuldigen. russische revolution wie auch französische revolution: beide meines erachtens grundsätzlich eine gute sache. das problem: der breiten bevölkerung wurden viel zu viele freiheitsgrade weggenommen, und es kam eine andere kaste an die macht, die partei-bonzen.

        die heutige welt bräuchte eine revolution des breiten mittelstandes. in faktischen diktaturen wie russland und china hat die bevölkerung, ohne riesige opfer, kaum möglichkeiten, sich zu wehren. aber bei uns im „westen“ lässt sich der mittelstand freiwillig über den tisch ziehen

        • Beat sagt:

          @ maurus c.: Bei Leuten die nicht begriffen haben dass die „russische revolution“ mit Todesfolgen für X Millionen unschuldigen Menschen nie und nimmer als „an und für sich eine gute Sache“ bezeichnet werden kann, läuft einem eine Gänsehaut über den Rücken. Oops: Ist das jetzt eine rationale oder eine irrationale Angst? Meine Meinung: Wenn der „breite Mittelstand“ WO GIBT ES DAS NOCH? eine Revolution durchführen würde, erwüchsen daraus neue Abzocker oder Parteibonzen. Die Idee dass dies „an und für sich eine gute Sache“ sein könnte verstehe ich wie den Glauben an das Perpetuum Mobile. Geyt nit!

          • maurus candrian sagt:

            die russische revolution war insofern gut, dass die adlige ausbeuter-kaste weggefegt wurde. aber die russische revolution wurde in der folge pervertiert. selbstverständlich sehr schlimm, die millionen später ermordeter, insbesondere dann auch unter stalin.

            wobei die schlimmsten verbrecher in der menschheitsgeschichte weder hitler noch stalin, sondern die amerikaner sind. die usa beruhen auf 500-fachem völkermord. die amerikaner haben insgesamt rund 50 mio menschen ermordet. hitler gelang es (zum glück) nicht, die juden (ganz) auszurotten, den amerikanern hingegen 500-facher genozid

          • maurus candrian sagt:

            im übrigen: wenn sie nicht für den breiten mittelstand sind, bleibt eigentlich nur noch die abzockerkaste. wie sie’s da halten, ist ihre sache. ich jedenfalls verachte diese charakter-lumpe aufs tiefste. mit ihrer verbrecherischen gier lassen sie den planeten vor die hunde gehen. wenn mal alle menschen ihre grundbedürfnisse einigermassen befriedigen könnten und auch die umwelt zumindest einigermassen intakt wäre, könnte es von mir aus tausende von milliardären geben. aber solange täglich zehntausende infolge unterernährung sterben, sind vielfachmillionäre und milliardäre charakter-lumpe. punkt

          • Freiherr sagt:

            Die Amis waren schon immer Massenmoerder und Auspluenderer. Zuerst im „Mutter“land, dann in ihrem lateinamerikanischen Hinterhof, und jetzt versuchens sies (hoffentlich vergeblich) weltweit.

            Die franzoesische Revolution die – im Nichtmonopolbereich – den Kapitalschmarotz nur mir Risikokapital speckulieren liess, aber angemessen besteuerte, war bis jetzt das am wenigsten ueble aller Systeme. In der Schweiz wurde nur der Landadel fiskalisch gekeult. Der Kapitalschmarotz rettete sich ins Bankgeheimnis. Heute sind die Politgaengster vom Kapitalschmarotz wieder so marionettiert wie weiland die S

          • Beat sagt:

            Ich bin nicht gegen den Mittelstand, nehme an dass ich selber dazugehöre. Aber ich vermisse dessen Breite und ich vermisse ihn in vielen Ländern. Wurde und wird systematisch ausgedünnt.

          • Beat sagt:

            Übrigens, Bei dem Preis, den nachher das Volk bezahlen musste, kann ich die R.R. trotzdem nicht gutheissen. Zudem glaube ich nicht dass sie „nachher pervertiert wurde“. Ich gehe eher davon aus dass die Art der nachherigen Machtausübung von Anfang an ein mögliches Szenario war, z.B. für den Fall dass nicht alle Leute die Ideologie ohne zu mucksen übernehmen. So wurde es jedenfalls von Solschenizyn erklärt, mit sorgfältigen Hinweisen auf diverse Quellen.

          • maurus candrian sagt:

            @ beat 10. april 22.01: dann hätten sie wohl die adelskaste weiterhin das russische volk weiterhin aufs schlimmste unterdrücken und ausbeuten lassen?

            solschenizyn in ehren, aber die russische revolution fand zu recht statt. allerdings, da stimm ich mit ihnen überein, hätte in diversen bereichen etwas schlaueres daraus werden sollen (sicher keine völkermord-orgien, die waren extrem schlimm, da sind wir uns einig, viel mehr freiheiten für die individuen wie auch die gesellschaft als ganzes zulassen, sukzessive mehr pluralismus).

  • Beat sagt:

    @ Eric H: Auch wenn ein Teil der Ängste irrational ist, v.a. auch nach Lektüre des Artikels v. Dr. med X. im Spiegel: Ich bin der Meinung dass grosse Teile dieser Ängste rational sind. Begründung: Die Tatsache dass hierzulande nach Fukushima grösserer Wirbel entsteht als nach Tschernobyl kommt z.T. davon dass die Ähnlichkeit der Reaktoren in F. mit einigen der hiesigen Typen den Menschen bekannt ist, und sie verstanden haben. Bei Tschernobyl konnte man sagen „dies kann hier nicht passieren weil….“. Jetzt geht dies nicht mehr. Böse Folge: Sparen fossiler Brennstoffe wird vernachlässigt.

  • Christophe Mercier sagt:

    „D’une peur à l’autre“ d’Eric Hoesli est bien écrit. Mais s’il est juste concernant l’UDC, il est faux concernant la progression récente des Verts Libéraux à Zurich. Ils n’ont semé aucune peur. Tout au plus l’ont-ils récoltée. Quant au coup de patte aux partis du centre parce qu’ils se posent des questions sur la sûreté du nucléaire ? Ils seraient plutôt à féliciter de ne pas s’obstiner… devant l’évidence du danger à long terme. On ne parle guère du nucléaire militaire… comme pour le nucléaire civil, la tête dans le sable… jusqu’à ce …

  • l. schäfer sagt:

    Schon viel früher konnte man unschwer feststellen, dass die Schweizer ein Volk von Angstmachern und demzufolge Angsthasen sind. Immer keifen über die Nachbarn, nur profitieren wollen und selber völlig kritikresistent sein, gehört zu den bezeichnenden Attributen der Schweiz mit ihren verlogenen Mythen, ihrer verlogenen Geschichte und ihrer parasitären, paranoiden EU und DE-Feindlichkeit gepaart mit Missgunst und grossem Minderwertigkeitkomplex.

    • maja sagt:

      Also so was. Warum leben sie in einem Land das ihnen nicht gefällt. Sie können auswandern wenn sie möchten. Vielleicht finden sie irgendwo ein schönes Plätzchen, das all ihre Forderungen nach einem perfekten Staate erfüllt.

      • l. schäfer sagt:

        Wer sagt Ihnen denn, dass ich in der Schweiz lebe? Ich hatte 50 Jahre in der CH gelebt, eine Firma erfolgreich aufgebaut, Steuern bez., konsumiert, etc. jetzt habe ich den Kanal endgültig voll und ziehe mich nach dem wirklichen, weltoffenen Europa zurück. Die kleingeistige Schweiz ist für mich kein „europäisches“ Land mit Zukunft!

        • maja sagt:

          ich wünsche ihnen viel Glück, da wo sie jetzt leben. Hoffentlich auch mehr Zufriedenheit und ein wenig Nachsicht mit dem Land das sie doch 50 Jahre ernährt hat.

          • l. schäfer sagt:

            Was für eine einfältig-naive, bzw. lächerliche Aussage, @maja: „das Land dass Sie ernährte“! Im Gegenteil, ernährt habe ich mich selber und ein paar Schwizerlis noch dazu. Lesen Sie bitte meinen Text mal richtig, sofern Sie des Lesens mächtig sind.

      • maja sagt:

        @l. schäfer Hatten sie jetzt nicht bedenken, dass sie angepöbelt werden? Mir scheint alles was sie der Schweiz oder den Schreibenden hier vorwerfen, tirfft eher auf sie selber zu.

    • maurus candrian sagt:

      @ i. schäfer: sie haben nicht völlig unrecht. aber:

      ihr negativ-bild trifft vorallem auf die blocheristen zu. diese imbéciles behaupten zwar immer wieder, sie seien das volk. jedoch sind sie nur ca. 10% der ch-bevölkerung (50% wahlberechtigte x 50% wahlbeteiligung x 30% stimmenanteil). aber trotzdem natürlich schlimm, da gebe ich ihnen recht.

      und: falls sie aus germanien stammen: für mich zeigen auf ch doch fragwürdig. die deutschen unterstützen die amerikanischen verbrecher im krieg gegen afghanistan. zumindest in diesem punkt ist die schweiz sauber.

      • Freiherr sagt:

        Aber nur ganz knapp. Die militaerisch unbedarfte, aber umso kriegsgeilere Aussenclownin und Konsorten wollten das – im letzten Moment abberufene – Schweizer Kontingent mit vielen Fernaufklaerern an“reichern“, die bei 40 Grad Hitze mit 40 Kilogramm Gepaeck auf dem ueberlasteten Ruecken auch haetten im Hindukusch rumkraxeln und sich von Partisanen abknallen lassen muessen….

        • maurus candrian sagt:

          wusste ich nicht, das mit dem ch-„expeditionskorps“. thx für info. vermutlich abenteuer von swiss army im hindukusch auch mit starkem druck der svp abgewürgt. in solchen situationen würde ich, entgegen meiner grundhaltung, sogar mit den blocheristen kooperieren 😉

  • l. schäfer sagt:

    …in erwartung der emörten, beleidigten Antworten, Gruss l.s. 😉

  • baer48 sagt:

    Bangemachen und nicht Information scheint eine Aufgabe der Medien zu sein. Ob Waldsterben, BSE, Klimaerwärmung, Vogelgrippe, zu kleine Hühnerställe u.a.m. Es sind immer wieder „grüne“ Ängste die von den Medien geschürt werden. Derzeit ist die Strahlenangst bzw. die Angstmache nach Fukushima noch der Renner.
    Man muss mit Beda M. Stadler ja nicht einverstanden sein. Seine Überlegungen bzw. seine „Anklage“ sollte man aber kennen. Beda M. Stadlers Kritik ist hier zu lesen: http://www.weltwoche.ch/onlineexklusiv/details/article/4-strahlung-wie-wenig-darfs-denn-sein-5042011.html

    • maurus candrian sagt:

      lieber baer48: fukushima also nur angstmache.

      gehen sie doch eine woche neben die hops gegangenen atommeiler zelten.

      und nachher reden wir weiter, falls ihre körper- / hirnzellen bis dahin noch nicht strahlend verklärten lächelns den geist aufgegeben haben.

      ps: den weltwoche-bubi köppel, von onkel tettamanti (im hintergrund ev. auch noch der christophli) eine zeitung als geschenkli mit der auflage des gefälligen (nach-) plapperns erhalten, als info-quelle, mmh, dann doch noch lieber die nzz, zwar stramm rechtsbürgerlich marschierend, aber immerhin noch qualitätsjournalismus

    • maurus candrian sagt:

      @ tagi:

      besser von der inhaltlichen ausrichtung her als köppel-bubeli-blättli wie auch nzz natürlich der tagi 🙂

  • Freiherr sagt:

    „Die Presse missbraucht ihre Macht dort am schaendlichsten, wo sie schweigt!“ wurde mal traef festgestellt.

    Und eine Batterie ist fuer ein Huhn ebensowenig artgerecht, wie fuer den Menschen eine verdichtete Mietwucherkaserne ohne Laermdaemmung mit Tag und Nacht laermendem Lohndoempernachzug aller (Un)art. Leute, welche die Sicherheit, Grundrechte und Beduerfnisse der Vermoegenslosen saturiert bagtellisieren, residieren meistens in einer Villa in einem ruhigen Quartier, sind von der Apartheid und der babylonischen Schulmisere unberuehrt, und wuerden sich auch nie als AKW-Liquidatoren anwerbe

    • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

      hat ihnen schon mal jemand gesagt, dass ihre wortspielchen gar nicht so gut sind?

      • maurus candrian sagt:

        als (selbsternannter) blaublütiger nimmt er sich eben gewisse privilegien 🙂

        aber seinen ersten satz, den find ich echt sackstark

        • Freiherr sagt:

          Auch; dieses Rad musste ich nicht neu erfinden. Das hatte schon ein Kritiker des Altfeudalismus und geistiger Wegbereiter der franzoesischen Revolution mit „Law by Rule“, statt by man (und heute in Gynokratistan by woman), sowie Freiheit (auch von privater Sklaverei), Gleichheit und Bruederlichkeit (die allerdings erst im heutigen Ueberfluss moeglich waere) erfunden.

          Der marxsche Murks hat leider den Kapitalschmarotz ganz gekeult, statt nur fiskalisch sozial vertraeglich kandariert, und damit die Errungenschaften der franzoesischen Revolution zur Freude der wieder enfesselten Zinswucherer

          • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

            das problem ist nur, dass ich beim lesen ihrer sätze, spätestens nach der hälfte irgendwie aus der bahn fliege und den faden verliere… und dann auch keinen grund sehe, wieder einzusteigen – kreativ wären sie ja herr freiherr, aber sie müssen das noch ein wenig kanalisieren, dann würde ich ihnen sogar noch eine schriftstellerkarriere voraussagen. nur leider würden sie dann ein linker sponti werden, ganz automatisch, ohne es zu merken…

        • Fränzi sagt:

          Schauen wir mal in 20 Jahren. Vielleicht sind die Kinder der Mietkasernen dann ohne Schaden gross geworden. Ich befürchte, dass diese, weil sie sich nicht „artgerecht“ verhalten können, grosse Probleme haben werden . . .

        • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

          ja manchmal da trifft er einen

  • fischer sagt sagt:

    Wir die Menschen geben und weiterhin keine Rechenschaft über unser Handeln. Denke ich an die Tonnage von Plastik in unseren Gewässern und Meeren, dann kann einem dies liebe zur See ganz markant vermasseln. Plastik in allen Formen und Farben haben doch bereits grössten Schaden erzeugt, vor allem die lieben Weichmacheranteile. Unsere Gewässer müssen ja nicht gereinigt werden, denke man nur an das kleine Stück das alljährlich am Zürichsee herausgeholt wird, dies sind einige Tonnage, doch dieses Jahr entfällt die Reinigung aus Kostengründen. Wo ist das Verursacherprinzip, dass doch immer gefordert

  • Hans sagt:

    Man kann es in wenigen Worten ausdrücken, die Welt ist zu einem gigantischen Schweinestall geworden.

    • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

      nö, das sehe ich gar nich so. die welt war schon immer so. weder gut noch schlecht. und meistens viel mehr gut als schlecht. nur dass das schlechte eher ins auge sticht und das gute als normal empfunden wird. insgesamt ist die welt ein hübscher ort nicht?

      • Freiherr sagt:

        Wahrheitsallergiker rechnen einfach den Durchschnitt zwischen einem der nach Minimierung des „Lohn“sklavereitrinkgeldes und der Maximierung der Abzocke immer tiefer unters Existenzminimum fallenden Resteinkommens des fleissigsten der vermoegenslosen Lohnsklaven, und der Vermoegensexpolosion eines Milliardaers ala Groepaz.

        Da kann ja nur das immer weniger Restgute ins Auge stechen, statt der ganze Schrecken der irdischen Hoelle des Neofeudalismus mit Schuldsklaverei und gar Apartheid gegen die vermoegenslosen Erkrampfer und Sicherer eines der hoechsten Prokopfbruttosozialprodukte der Welt!

        • Fränzi sagt:

          Vielleicht glauben alle SVP Anhänger, dass sie einmal begütert sind. Wer sollte sonst eine Partei wählen, die dafür ist die AHV zu privatisieren?

          • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

            da treffen sie den nagel auf den kopf fränzi! genauso läufts. ich kritisiere nicht die reichen, weil ich selber ja auch mal reich sein könnte und dann möchte ich dann also nicht kritisiert werden. das ist einer der uralten tricks der es so leicht macht, die massen auszubeuten.

          • Freiherr sagt:

            Bingo!

            Jeder Hinterhofgaragist, der mit der Anstellung des ersten Lohndoempers schon von Blocherschen Gewinnen treumte, geht den Neobraunen noch heute auf den Leim. Obwohl der Lohndoemper inzwischen einen Familienbetrieb mit Gratismitarbeiten eroeffnet und ihn kaputt konkurrenziert hat!

          • maurus candrian sagt:

            @ freiherr:

            absolut perfekt.

            bei den blocheristen ist es so: da gibt es ein paar ganz wenige intelligente, die riechen die karriere-chancen (exekutiv- und richter-pösteli), der rest ist einfach nur kreuzdumm blökendes und muhendes stimmvieh (wobei dieser satz eigentlich eine beleidigung für schafe und kühe ist 😉 )

  • Tschannen Werner sagt:

    die Politik ist ein Apparat der die verschiedenen ,,Menschenklassen,, eines Staates zusammenhält und als Sündenbock dient, da die ,,VolksMasse,, sich nicht selbst regieren kann weil der industralisierte Mensch sich vor Freiheit, sprich Eigenverantwortung fürchtet. Da die ,,Führer,, eines Landes an diesem Umstand gut verdienen, versuchen jene gar nicht erst ein eigenverant-wortlichen Bürger zu erziehen. Ein Teufelskreis.

  • Werner Heiz sagt:

    Angst ist ein Gefühl. Mit Gefühlen wird operiert, wenn sachliche Argumente ausgehen. Wenn aber Grund zur Angst besteht, wenn sachlich die Uraschen für die Angst belegt sind, ist es pure Demagogie, von Angstmacherei zu sprechen. Billig und machiavellistisch.

  • Anders Erich sagt:

    Das gesamte Schweizerische Mittelland ist abhängig von ein paar Stromgeneratoren und von Kühlwasser. Wenn es morgen ein schweres Erdbeben gibt, was auch in der Schweiz ab und zu vorkommt, dann ist das ganze Mittelland für mehrere Jahrhunderte bis Jahrtausende verseucht bis zur Unbewohnbarkeit. Ich verstehe nicht, weshalb man in unserem kleinen Land dieses Risiko mutwillig eingehen will. Für mich sind Leute wie die SVP die Staatsfeinde Nummer eins, weil sie mit diesem Risikoanteil russisches Roulette spielen, russisches Atom-Roulette. Atom-Technik wird nie ganz sicher sein.

  • Marc nicole sagt:

    Oui, les gens reagissent et votent souvent en fonction d’une peur.
    Nul doute que les mêmes élections avant fukushima n’auraient pas
    Donné le même résultat. Par contre la similarité avec l’UDC s’arrête là:
    Les verts n’ont pas inventé une peur pour les élections: cela fait
    Des années que ce problème potentiel est mis sur la table,
    Et cela fait également. Des années qu’il est nié par le lobby nucléaire.
    Évidement, lors d’un fukushima, ceux qui étaient pris pour des em…. de service deviennent visionnaires, et les bien pensant qui avaient tout prévus et à qui rien ne pouvaient arriver perdent!

  • Crazy Koala sagt:

    Certains journalistes ont la mémoire courte et ne lisent plus les communiqués des partis.
    Les Verts, ou autrefois les écolos, n’ont pas attendu la catastrophe de Tchernobyl pour dénoncer les dangers du nucléaire. Ce n’est pas l’accident de Fukushima qui a changé leur discours. Les Verts se sont toujours opposés au nucléaire et ont toujours recommandé le développement des énergies renouvelables, même après l’accord de Kyoto.
    Ce sont les médias qui ont oublié de parler des dangers du nucléaire et de relayer les avertissements des Verts.
    Fukushima n’a fait que de rappeler la réalité du danger.

  • Crazy Koala sagt:

    Si nous occultons les dangers, nous irons de catastrophe en catastrophe.
    L’optimisme ne naîtra que lorsque nous affronterons les dangers et développerons des solutions.

  • Hans Gross sagt:

    J’aime bien qu’on parle de „nous“. En effet, tout le monde doit participer à la recherche de solutions. Le débat est lancé depuis quelque temps, notamment par des projets comme l’initiative „Cleantech“ ou des propositions similaires. Oeuvrons ensemble pour que de tels projets aboutissent!. Si on se met ensemble pour trouver des solutions communes, on bannit la peur et on peut avancer sereinement. Le dialogue constructif, et concret, ça paie!

  • Bündnerbieter sagt:

    Ich finde in der jetzigen Zeit werden auf der einen Seite mit Hypothesen und Mindergefahren Ängste geschürt die schon an Massenhysterie erinnern. Ich denke da an die Co2 und Klimaphobie, Vogel- Schweine und weiss ich was Grippe, Zeckenbisse, Ozonlöcher, Sonnenstrahlung etc.. Auf der anderen Seite nimmt oder will man die echten Gefahren nicht wahrhaben wenn es um Dinge geht die das nackte Überleben sichern. Da hätten wir Wasser, Nahrung, Luft und Dach über dem Kopf. Vielen aus der „alles im Griff“ Gesellschaft ist nun vielleicht klar geworden, dass es auch grössere Gefahren gibt. Unverhofft!

    • maurus candrian sagt:

      sie sind auch einer der ganz gescheiten.

      lernen sie bitte zu differenzieren.

      wenn sich eine zecke an ihren arsch andockt, hat dies mit grosser wahrscheinlichkeit für sie, abgesehen von einem kurzen juckreiz, keine auswirkungen, geschweige denn auswirkungen auf die menschheit.

      wenn jedoch infolge klimaerwärmung die starkniederschlagsereignisse, die sturmkatastrophen und die dürren stark zunehmen und infolge des anstiegs des meeresspiegels die meisten millionenstädte und z.b. auch praktisch ganz bangladesh versaufen, dann ist dies, im gegensatz zu ihrem arsch, sehr wohl von relevanz.

  • Bündnerbieter sagt:

    @ m.c
    Sie sollten mal mit der Sendung von Joachim Bublath (ZDF) vorlieb nehmen, der äussert sich über das Thema der angeblichen, durch Co2 verursachten Klimaerwärmung viel differenzierter als die pseudo wissenschaftlichen Marktschreier die den Grössenwahn haben der Mensch müsse nun auch doch das Klima selbst regulieren weil „Gott und die dumme Natur“ es nicht selbst können.Welch eine Arroganz! Wir hatten Eiszeiten, wärmere Zeiten, Wien war mal Mittelmeer, alt Bundeskanzler Helmut Schmidt schrieb auch was dazu. Wie konnte nur alles überleben mit allen Klimaveränderungen, Bakterien, Viren, ?

  • Ein Auzug:
    Zu allen Zeiten war die Erzeugung von Angst das wichtigste Mittel zur Beherrschung von Menschen, denn Angst lähmt das Denken. Heute versprechen medienorientierte Wissenschaftspropheten der Menschheit ein nahes Ende durch die „Klimakatastrophe“, um sie für die Umsetzung politischer Ziele gefügig zu machen. Wie immer in der Geschichte verbirgt sich dahinter das Streben nach Macht und Geld. Altkanzler Helmut Schmidt: „Dieser Weltklimarat hat sich selbst erfunden, den hat niemand eingesetzt. Die Bezeichnung Weltklimarat ist eine schwere Übertreibung. Diese ganze…

    • maurus candrian sagt:

      bla bla bla. ich vermisse in ihren posts substanz und qualität.

      nur noch dies: der anstieg der co2-konzentration in der erdatmosphäre wie auch damit korrelierend der mittleren erdtemperaturen seit beginn des industrie-zeitalters sind fakt.

      wer dies nicht akzeptiert, ist ein fakten-leugner.

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