Umweltsünder werden belohnt

Die Front ist wuchtig: Politiker aus allen Lagern weibeln für den Eisenbahnfonds Fabi, über den die Schweizer Bevölkerung am 9. Februar befinden wird. Doch Fabi ist nicht nur eine Abstimmung über ein milliardenschweres Förderpaket für die Eisenbahn. Dank der Vorlage entspinnt sich eine längst fällige Debatte über einen umweltpolitischen Sündenfall: den staatlich geförderten Pendlerverkehr.

Die Schweizer pendeln immer mehr und immer weiter. Als Folge davon sind die Strassen morgens und abends vielerorts chronisch verstopft und die Züge brechend voll. Ausgerechnet die grössten Umweltverschmutzer fahren mit der aktuellen Regel am besten: Wer mit dem Auto zur Arbeit gelangt, kann in seiner Steuererklärung häufig grosszügige Abzüge tätigen, im Extremfall mehrere zehntausend Franken. ÖV-Pendler hingegen dürfen maximal 5800 Franken geltend machen – die Kosten für ein 1.-Klasse-Generalabonnement. Gänzlich leer geht die Gruppe der ökologisch vorbildlichsten Pendler aus: die Fussgänger.

Der Fehlanreiz ist evident. Und soll nun eine Korrektur erfahren – dank Fabi. Bundesrat und Parlament möchten bei der Bundessteuer die Abzüge für Pendler bei 3000 Franken plafonieren, was der Bahn jährlich rund 200 Millionen Franken einbringen soll – der Tribut der Pendler für den Bahnausbau. Allerdings kommen sie auch so weiterhin zu günstig davon. Der Pendlerabzug gehört ganz abgeschafft, die Pendler müssen ihren Aufwand vollumfänglich selber berappen.

Es gibt kein schlagendes Argument dafür, das Pendeln staatlich zu fördern.

Pendler in Genf, 15. Oktober 2012. (Keystone/Yannick Bally)

Es ist nicht die Aufgabe des Staates, Pendeln zu verbilligen: Pendler in Genf, 15. Oktober 2012. (Keystone/Yannick Bally)

Es gibt kein schlagendes Argument dafür, das Pendeln staatlich zu fördern. Der Staat verschärft so im Gegenteil nur Probleme, die er für teures Geld wieder beseitigen muss, zum Beispiel Engpässe auf Schiene und Strasse. Ganz zu schweigen von den Folgen eines steigenden C02-Ausstosses und der fortschreitenden Zersiedlung. Doch für den grossen Wurf hat den Politikern der Mut gefehlt. Verkehrsministerin Doris Leuthard (CVP) wollte den Abzug zuerst bei immerhin 800 Franken begrenzen, krebste nach Protesten aber wieder zurück.

Auch wenn mit Fabi der Fehlanreiz nur vermindert, nicht aber getilgt wird, ist die Vorlage umweltpolitisch wertvoll: Stimmt das Volk zu, geraten die Kantone unter Zugzwang, weil es keinen Sinn macht, wenn der Pendlerabzug nur bei der Bundessteuer einen Deckel erhält. Nur wenn die Kantone nachziehen, verliert das Pendeln finanziell spürbar an Attraktivität. Der Grund: Die Kantons- und Gemeindesteuern machen den Löwenanteil der Steuerlast aus, Abzüge schenken hier mehr ein als bei der Bundessteuer.

Eine grobe Rechnung zeigt die Wirkungskraft des Fehlanreizes: Ein alleinstehender Stadtzürcher muss heute bei einem Bruttoeinkommen von 100’000 Franken gut 11’000 Franken Kantons- und Gemeindesteuern zahlen. Pendelt er mit dem Tram von Wiedikon ins Seefeld, kann er die Kosten für das ÖV-Jahresabo abziehen, das sind gut 700 Franken. Seine Steuerlast verringert sich dadurch aber praktisch nicht. Viel Geld spart hingegen ein Schwyzer, der gleich viel verdient, ebenfalls alleinstehend ist und per Auto in die Stadt Zürich zur Arbeit pendelt. In Schwyz zahlt er rund 8100 Franken Kantons- und Gemeindesteuern. Die Fahrt nach Zürich und zurück beträgt etwa 120 Kilometer, bei 240 Arbeitstagen und Kosten von 70 Rappen pro Kilometer kann er folglich Fahrkosten von rund 20’000 Franken geltend machen. Seine Steuerlast sinkt um über 2000 Franken auf 5800.

Der Vergleich zeigt auf, welche Perversionen staatliche Förderprojekte hervorbringen kann. Und er legt die Widersprüche der Politik schonungslos offen: Bundesrat und Parlament streben die Energiewende an, also die Umstellung von fossilen auf erneuerbare Energien. Zudem haben sie vom Volk den Auftrag erhalten, die Zersiedlung rigoros zu bekämpfen. Pendeln zu belohnen, bewirkt das Gegenteil.

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268 Kommentare zu «Umweltsünder werden belohnt»

  • Joe Amberg sagt:

    Komplett-Quatsch. Kein Arbeitnehmer pendelt freiwillig. Könnten wir diese absurd blödsinnigen Ideologiediskussionen endlich beenden?

    • Flo sagt:

      Tja nicht alles, das man unfreiwillig macht, ist auch automatisch sinnvoll. Das Pendeln gehört dazu.

      • Mark Keller sagt:

        Es gehört sich aber nicht, dass man einfach den schwächsten in der Pendlerkette dafür bestraft, was die Verursacher der Pendlerei zu verantworten haben!

      • Daniel sagt:

        @ Flo: Was genau wollen Sie uns allen mit dem doch eher kläglichen Beitrag mitteilen? Bin gespannt ob Ihrer Antwort. Los geht’s….

    • Sportpapi sagt:

      Dieses „freiwillig“ wird ja in letzter Zeit immer wieder diskutiert. Doch, natürlich pendeln viele freiwillig. Weil es nach Prüfung aller Fakten für sie so am besten ist. Weil ein paar Kilometer weiter ein besserer Job oder ein grösseres Haus zu kleinerem Preis wartet, etc. Und der Pendlerabzug (bzw. die Pendlerkosten) ist eben auch ein Faktor, der da eingerechnet wird.

      • Marc sagt:

        Genau gleich „freiwillig“ bezahle ich meine Steuern. Genau gleich „freiwillig“ nehme ich einen mir vom RAV mit 2 Stunden Arbeitsweg verbundenen Job an und kann vielleicht nicht so einfach umziehen, weil meine Frau am jetzigen Wohnort arbeitet oder ich eine Familie mit Kindern habe, die ich nicht so einfach nach Belieben aus ihrem Umfeld herausreissen kann. Genau gleich „freiwillig“ pendle ich zb. auch, weil mein Arbeitgeber seinen Sitz verlegt, zb. aus steuerlichen Gründen, wie er das nach Belieben tun kann.

      • Daniel sagt:

        @ Sportpapi: ich befürchte, dass Sie mit dem Intellekt doch irgendwo steckengeblieben sind. Die Realität ist kein Schreibtischgespinnst, sie ist eben real. Und Wir Bürger kämpfen, leider, mit viel zu theoretischen Ideen.

      • Richard Wüst sagt:

        Wer kann denn seine Arbeitsstelle so einfach auslesen? Ich bin mit 60 Jahren arbeitslos geworden und habe nach Vorgabe vom RAV auch einen Arbeitsweg von einer Stunde in Kauf zu nehmen. Das Kernanliegen kann ich durchaus unterstützen, doch mit einem reduzierten Steuerabzug werden unter Umständen genau die Falschen getroffen und die Pendler-ströme bleiben genau gleich. Wer genug verdient, den kratzt diese Kleinigkeit wenig

    • Rudolf Steiner sagt:

      Kann diesen Schwachsinn langsam nicht mehr lesen. Kenne viele Pendler, kein einziger pendelt unfreiwillig. Abgesehen davon ist es immer noch ein riesengrosse Unterschied, ob man innerhalb des Gebiets einer ÖV-Verbundes lebt, wo man kaum 1000.-/Jahr fürs Abo bezahlt, oder aber man täglich durch die halbe Schweiz pendelt.

      • Richi sagt:

        Ja, Klar Herr Steiner und Herr Sportpapi und dann klönen Sie wieder, warum die Mieten in der Stadt so hoch sind…

      • cristiano safado sagt:

        Sportpapi
        Rudolf Steiner

        So ein Blödsinn! Nur schon das RAV kann einen Arbeitslosen zwingen, 4 Stunden Wegstrecke pro Tag in Kauf zu nehmen ( sogenannte Zumutbarkeit, unter Energieministerin Leuthard eingeführt). Nun gut er kann sich weigern und danach wird sein Taggeld eingestellt und er muss auf die Fürsorge. Doch bei der Fürsorge herrschen die weit härteren Kriterien in Bezug auf die Zumutbarkeit für die Annahme einer Arbeitsstelle.

      • Johnny Klark sagt:

        @ Steiner: Sie haben offensichtlich keine Ahnung wovon Sie sprechen. Ein Jahres-Abo im ÖV-Verbund soll „wohl kaum“ mehr als CHF 1,000 kosten? Hier wäre eine kurzer „Desk Research“ hilfreich gewesen. Alleine ein ZVV-Jahresabo für 3 Zonen kostet über CHF 1,000. Mit diesem Abo können sie zwischen der Stadt Zürich und einer Nachbargemeinde „hötterlen“, nicht weiter. Wenn sie zwischen Winterthur und Zürich pendeln kostet sie das (2. Kl.) über CHF 2,000.

        • kobold90 sagt:

          Das U-Abo kostet nicht ganz 1000 Franken. Damit kann man in der ganzen Nordwestschweiz reisen. Ist eben regional verschieden.

    • Blanche Wu sagt:

      Dann muss man doch nicht die Pendler bestrafen, sondern die Unternehmen, welche sich alle in den Ballungszentren ansiedeln. Oder soll man immer zügeln in der CH? Danach ziehe ich nach Bern um und ein Jahr später gibt es Stellenabbau? Dann ziehe ich wieder nach Zürich (ups kann mir die Wohnungen gar nicht leisten…), dann halt nach St. Gallen. So kannst ja auch nicht sein oder? Vielleicht müsste man einfach den Verkehr weniger umweltbelastend entwickeln, anstatt die Menschen die MÜSSEN bestrafen. Verkehrte Welt. Ideologie nützt da wenig wenn ich sonst arbeitslos und beim RAV bin.

      • Ruedi sagt:

        Die Unternehmen müssten einfach Wohnraum zur Verfügung stellen und nicht nur Parkplatz, dann wäre das Problem gelöst. Was ist eigentlich ein Pendler? Gemäss Definition des TA alle diejenigen, die nicht im Gebäude arbeiten in dem sie wohnen. So sind also 90% resp. 3,7 Mio. Menschen Pendler. Das ist etwas gar groszügig. Mein Vorschlag: alle die die Wohngemeinde verlassen sind Pendler.

        • Peter Balsiger sagt:

          Nein, das Problem ist dann eben nicht gelöst. Ich wohne in x, mein Arbeitsweg ist 15km. Dann wird die Firma von einer anderen geschluckt. Nun habe ich einen Arbeitsweg von 36km. Mein Sohn (im gleichen Haushalt) hat jetzt einen Arbeitsweg von 1km, meine Frau von 3km. Soll ich jetzt der neuen Firma hinterherzügeln? Frage: lasse ich mich nun scheiden, damit ich der Firma hinterherzügeln kann oder soll meine Frau und mein Sohn einen längeren Weg in Kauf nehmen? Als weitere mögl8iche Massnahme könnte ich auch auf’s RAV oder Sozialhilfebezüber werden. Was schlagen Sie, Herr Ruedi, nun vor?

          • Jonas Müller sagt:

            Neue Stelle in der Nähe suchen und vorübergehende Pendeln.

          • Kaspar Tanner sagt:

            @ Jonas Müller: Wenn Herr Balsiger einen arbeitstätigen Sohn hat, dürfte er über 45 Jahre alt sein.
            Glauben Sie wirklich, dass einer heutzutage einfach so mit 45 locker vom Hocker seinen Job kündigen kann und dann in seinem Wohnort – wahrscheinlich ein Kaff mit 400 Einwohnern und 6 Bauernbetrieben – eine Stelle findet?

            Stefan Häne und Sie haben sicher am selben Gymnasium Volkswirtschaft studiert…

    • Es sagt niemand, dass die Arbeitnehmer freiwillig pendeln. Sie pendeln, weil sie von ihrem Lohn möglichst viel zum Leben haben wollen. Nun sind einerseits Wohnungen auf dem Land billiger und andererseits kann man die Reise auch noch abziehen. Sie pendeln also, weil sich das zurzeit wirtschaftlich auszahlt! – Daher müssen diese Mechanismen umgekehrt werden: Statt des Pendelns sollte das Wohnen (natürlich nicht für Luxus) abzugsfähig werden. Neu sollen einerseits die Pendlerabzüge und gleichzeitig der Eigenmietwert komplett abgeschaftt und dafür ein Mietzinsabzug eingeführt werden!

      • Mark Keller sagt:

        Durch die Zentralisierung der Arbeitsplätze wurde das Pendeln erst erforderlich. Die Arbeitgeber sind auch kaum an modernen dezentralen Arbeitsplatzstrukturen interessiert. Ohne Pendeln wären die Arbeitsplatzzentren noch dichter besiedelt und die Randregionen vrlören noch mehr Einwohner. Wenn zwei oder drei Personen eines Haushaltes werkstätig sind kann es eine Herausforderung werden nicht zu pendeln. Der Pendlerabzug soll schliesslich das verfügbare Einkommen gegenüber den Nichtpendlern etwas ausgleichen. Steuergerechtigkeit.

        • tigercat sagt:

          Ich bin ebenfalls während fünfer Jahre von Zürich nach Bern gependelt, weil meine Arbeitsstelle dorthin verlagert wurde. Glauben Sie mir, die kleine steuerliche Entlastung durch den Abzug des 1. Kl GA versüsste nicht wirklich den Verlust an Zeit, die ich besser hätte nutzen können. Vielleicht wäre es ein gangbarer Weg, Die Abzugsmöglichkeit fürs Pendeln auf die Höhe des 1. Kl GA zu beschränken (Selbstverständlich nicht für Schichtarbeiter). Aber Wegkosten sind in jedem Fall Gestehungskosten wie Kindertagesstätten etc.

    • André Dünner sagt:

      Stimmt Joe Ambereg

      Diese Diskussionen sind wirklich ziemlicher Quatsch. Auch der Umweltfünliber oder wie das Ding wieder heisst.
      Zufälligerweise gibt es Staaten und Städte auf diesem Globus welche dermassen Dreckschleudern zu Gunsten
      eines „Weltwohlstandes“ sind, uns allen käme das kalte Grauen puncto Umweltschutzgedanke.
      Man spricht davon den Literpreis Benzin auf Fr. 10.- raufsetzen zu beabsichtigen und vergisst im Energiebereich dass die umweltfreundliche Schweiz im Atommüllverschmutzer-Ranking auf weltweit Nummer II steht. Alternativen werden aus Spargründen nicht mehr so gefördert.

  • Abdel Thuma sagt:

    Der Beitrag lässt sich mit wenigen Änderungen zu einem Argument gegen die Masseneinwanderung umschreiben: Die Förderung der PFZ legt die Widersprüche der Politik schonungslos offen: Bundesrat und Parlament streben die Energiewende an, also die Umstellung von fossilen auf erneuerbare Energien. Zudem haben sie vom Volk den Auftrag erhalten, die Zersiedlung rigoros zu bekämpfen. Die Masseneinwanderung zu belohnen, bewirkt das Gegenteil.

    • Flo sagt:

      Täte sie vielleicht, wenn sie denn die Einfluss auf die Arbeitslosigkeit und Wohnungsmangel hätte. Dass das nicht der Fall ist, haben wir aber hier schon genug gelesen.

      • Martin Frey sagt:

        Nur weil man etwas liest heisst es noch lange nicht dass es wahr ist. Selbstverständlich hat die Masseneinwanderung der letzten Jahre einen Einfluss auf die Besiedelung, alles andere ist blauäugig. Dies lässt sich auch belegen, wenn man die ganze CH anschaut und nicht nur die Stadt ZH. Der Einfluss der Einwanderung auf die Arbeitslosigkeit werden wir erst zu sehen bekommen wenn unser Konjunkturmotor zu stottern beginnt.

        • alfons a. sagt:

          Das uns die eingewanderten Arbeitskräfte geholfen haben die letzten Jahre so gut zu überstehen, sollte in Ihren Überlegungen aber auch eine Rolle spielen.

        • Martin Frey sagt:

          100% einverstanden, Alfons, für die Wirtschaft war und ist die PFZ ein Segen. Aber wie Sie selber sagen, man soll das eine anerkennen und trotzdem nicht das andere aus den Augen verlieren. Die negativen Auswirkungen zu negieren hilft niemandem weiter, letztendlich auch nicht der Wirtschaft.

        • André Dünner sagt:

          Ohä … hatte bereits vor Jahren zu wirken begonnen und der Effekt wird in Statistiken nicht aufgeführt.

          Ausgesteuert. Billiglohnunterwanderung durch Pflichtarbeit auf Minimalbasis. Man darf nicht konkurrieren, verstehen Sie? Nach einem halben Jahr ist damit Schluss mit gutem Willen, der Segen beginnt von neuem mit sich zu bewerben. Mindestens 15 x pro Monat.

          In der redlichen Schweiz herrscht Ordnung und jemand sollte mindestens eine Lehre machen um was zu sein. Problem Nummer eins „Sie sind überqualifiziert.“ Problem zwei „, warum suchen Sie immer auf dem selben?“ Man ist ja sonst nichts.

  • Florian Senn sagt:

    Das Argument von Herrn Häne hinkt: Die Kosten für das Pendeln mit dem Auto können nur abgezogen werden, wenn der öffentliche Verkehr keine Alternative darstellt, z.B. bei Schichtarbeit. Arbeiten zu bestrafen, bewirkt genau das Gegenteil, was eine starke Wirtschaft braucht!

    • Lahor Jakrlin sagt:

      Richtig – ein ideologisch schon als fanatisch zu bezeichnender Text von Häne. Er soll wissen: Heute wechseln die Arbeitnehmer ihre Stellen im Leben öfter als früher. Das fördert auch das Pendeln, denn wer will bei jedem Stellenwechsel Wohneigentum verkaufen und neu kaufen? Wer Pendler bestraft, bestraft die besten Steuerzahler – den Mittelstand.

      • iskra sagt:

        Warum braucht man überhaupt Wohneigentum ?

        • Ben Müller sagt:

          Was für eine komische Frage. Zum wohnen natürlich!

          • michael sagt:

            @ben – erst lesen dann antworten. iskra hat nicht gefragt, warum man eine wohnung braucht, sondern warum man wohnEIGENTUM braucht ! eine interessante idee…

          • hansi sagt:

            Vielleicht gibts Leute, die nicht vom Goodwill eines Vermieters abhängig sein wollen? Das kleine Stück Freiheit werden sie ja wohl kaum bestreiten.

        • Kaspar Tanner sagt:

          @ Michael: Wenn es mit der Eurolandentwicklung und der Schweizer Euroanbindung so weitergeht, dürfte Inflation unvermeidlich sein.
          Ich besitze kein Wohneigentum und es entspricht nicht meiner Philosophie. Aber wenn ich damit rechnen muss, dass all mein Erspartes in 5 bis 10 Jahren eh‘ vernichtet ist, bleibt mir nur die Flucht in Wohneigentum.
          Zumal ich keine Lust habe, mit 75 aus der Wohnung geworfen zu werden, weil die Vermieter gewechselt haben und der neue Vermieter die Miete um 350 % anheben will… und das wird kommen.

  • Felix Stucki sagt:

    Warum immer die Autofahrer bezichtigen? Es sind doch viele Bahnpendler die Autoabzüge geltend machen, ohne die entsprechenden Kosten zu haben. Einige können nicht mal ein Fahrzeug oder Ausweis vorweisen.

    • Flo sagt:

      Also bei uns im Kanton Zürich kann man das Auto nur unter 4 Bedungungen (Weg bis zur Haltestelle, Zeitersparnis, Krankheit und Gebrauch des Autos zur Arbeit). So einfach geht das dann auch nicht.

    • Michael Wyss sagt:

      Das BGer hat die Voraussetzungen für den Autoabzug sehr sehr scharf formuliert. Innerhalb von 30 (!) Minuten gar kein ÖV vorhanden und/oder Zeitersparnis von einer Stunde oder aber man ist auf das Auto angewiesen.
      Zudem, wer einen Autoabzug macht, muss in der Steuererklärung auch ein Auto angeben. Wenn nicht und man kommt damit durch, dann hat der Steuerkommissär geschlafen und war nicht aufmerksam.

  • Hans Müller sagt:

    Ich glaube nicht, dass Leute nicht pendeln würden, wenn sie keinen Steuerabzug machen könnten. Das Bsp. des Autofahrers aus Zug zeigt das doch: Die effektiven Kosten des Pendelns (die rund 20’000 CHF) muss er ja auch bezahlen, da spielt es doch keine grosse Rolle mehr ob er noch 2000 CHF Steuern sparen kann. Die einzige Massnahme, welche den Pendlerverkehr wirklich reduziert, ist den Ausbau von Strasse und Schiene zu stoppen, denn je besser das Angebot, desto mehr wird gependelt. Wer das Verkehrswachstum wirklich stoppen will, sagt NEIN zum weiteren Ausbau von Strasse UND Schiene!

    • Frank Meier sagt:

      @Hans Müller – Ich kennen nicht eine Person, der wegen eines Steuerabzugs freiwillig pendelt. Sorry – nichts gegen ihren GLAUBEN. Tatsache ist, dass niemand Lust hat stundenlang in überfüllten Zügen und zugestopften Strassen zu verweilen. Falls es im Kanton Zug Extremfälle zu berichten gibt, sind das kleinste Minderheiten, die offenbar von ihren kantonalen Steuerbehörden mit Samthandschuhen angefasst werden. Die überwältigende Mehrheit der Pendler gehört bestimmt nicht dazu und muss den Finanzämtern genau aufzeigen wieso z.B. ein Auto statt des ÖV nötig ist.

  • Dan sagt:

    Ich wusste gar nicht, dass alle Pendler nur wegen den Steuerabzügen und dem geilen Gefühl im Stau pendeln. Selten so viel unreflektierten Unsinn gelesen wie in diesem Beitrag.

  • Patrizio Bianco sagt:

    Wer den Pendlerverkehr verdammt, hat eines nicht verstanden. Pendlen tut der, der am Arbeitsort keine Wohnung findet. Sprich: Wo sollen die 500’000 Pendler der Stadt Zürich eine Wohnung finden, wenn der Leerwohnungsbestand in Zürich nahe null ist? Soll noch mehr gebaut werden? Staatlicher Zwang, eine Wohnung nicht mehr alleine zu benutzen sondern als WG? Sollen die Firmen in die Agglomeration oder gar in andere Kantone umziehen? Wer soll das bezahlen? Fussgänger verusachen vielleicht keine Kosten am Pendlerverkehr, sie profitieren aber von Steuerstandort ihrer Arbeitgeber.

  • Lukas Lang sagt:

    Wie kann man ein solch breites Thema nur so einseitig betrachten

  • Oliver sagt:

    1. Zu den Stosszeiten sind die Züge genau so verstopft wie die Strassen.
    2. Mit dem ÖV habe ich einen Zeitaufwand von ca. 3 Stunden pro Tag, mit dem Auto nur 50 Minuten, und das bei einem Arbeitsweg von 25km pro Weg.
    3. Ich bin überzeugt, dass das oben aufgeführte plakative Beispiel nicht dem Durchschnitt entspricht, sondern nur polarisieren soll.
    Ich denke, dieses Thema muss differenziert betrachtet werden.

    • Flo sagt:

      Ich denke, ihr Beispiel ist genau so plakativ. Oder soll der Bund allen 4einhalb Millionen erwerbstätigen einen Arbeitsweg von 25km subventionieren? Die Frage ist doch, wieviel Arbeitsweg soll der Bund unterstützen und wieso?
      Was kann der Bund dafür, dass sie nicht näher an der Arbeit wohnen?

    • adlerauge sagt:

      25km? Das würden ein durchschnittlich sportlicher Mensch doch locker mit dem Fahrrad schaffen. In weit unter 3 Stunden und nicht viel länger als 50 Minuten.

      • Alex S. sagt:

        Sie sind nicht der einzige mein Arbeitsweg 45km. Mit dem Auto brauch ich ca. 40 min und mit dem Zug und Bus würde das ca. 1h 40 min dauern (inkl nur jede Stunde eine Verbindung)

  • Anh Toan sagt:

    Wird Erwerbseinkommen am Wohnort besteuert, ist der Pendlerabzug logisch. Fährt ein Walliser aus einem Seitental nach Lausanne um sein (mehr) Geld zu verdienen, sind die Kosten dafür Gewinnungskosten. Eine Verweigerung des Abzuges ist eigentlich eine Sondersteuer für Pendler, widerspricht dem Grundsatz der Besteuerung nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Wir berechnen Einko0mmenssteuern nicht nach ökologischer Korrektheit.

    Wenn, wäre die Besteuerung von unselbständigem Erwerbseinkommen am Arbeitsort einzuführen.

    • Michael Berger sagt:

      Der Abzug von Gewinnungskosten muss relativiert werden, weil alle meine Ausgaben irgendwie mit der Erzielung des Einkommens zusammenhängen, sofern sie Bedingung sind, dass ich Geld verdienen kann: Wohnung/Haus, Kleidung, Urlaub, Ausgaben für Gesundheit, Mobilitätskosten, … Man muss sich daher die Frage stellen, ob und wie freiwillig/notwendig die Gewinnungskosten sind.
      Bei einem Walliser, der in seinem heimatlichen Tal keine Stelle findet, mag der Abzug sinnvoll erscheinen. Bei jemandem, welcher von seinem Arbeitsort wegzieht, um Ausgaben für Wohnung und Steuern zu sparen, ist das anders.

    • P. Jenni sagt:

      Voll einverstanden, eine der seltenen korrekten Antworten auf die ideologische Verblendung. Da bemüht man sich um Arbeit und soll deswegen auch noch bestraft werden? Da kann man sich ja auch direkt in die soziale Hängematte legen.

  • Leonardo sagt:

    Herr Häne. Danke!

    Wenn der Pendlerabzug wegfällt höre ich sofort auf zu pendeln und suche mir einen gut bezahlten Job, den ich mit fünf Minuten Fussweg erreiche. Warum habe ich Dummerchen das nicht schon vorher gemacht? – Oh, die ganze Branche ist in Zürich?

    Na dann suchen wir dort eine 5.5-6.5-Zimmer Wohnung (jaja 3 Kinder) für unter 2500 CHF. Warum habe ich Dummerchen das nicht schon lange gemacht? Ah, gibts nicht?

    Hören Sie doch auf mit Geschichten. Der Staat braucht Geld und hier kann er es holen: seien Sie ehrlich und argumentieren Sie nicht mit kruder Logik. Hier geht es nicht um Anreize; das ist doch nur ein Deckmantel.

    Keiner hört bei einer Abschaffung des Abzugs auf zu Pendeln. Er hat einfach weniger in der Tasche…

    • Martin Frey sagt:

      Sie bringen es auf den Punkt, Leonardo. Eigentlich sollte man dankbar sein über Artikel wie die von Hr. Häne, denn so wird uns allen vor Augen geführt, worum es bei FABI wirklich geht. Persönlich habe ich mich heute entschieden, die FABI-Vorlage kriegt von mir ein NEIN.

    • adlerauge sagt:

      6.5 Zimmer-Whg für Familie mit 3 Kindern… Ich glaube, da liegt der Hund begraben.

      • Blanche Wu sagt:

        und was sagen sie zu Menschen die ALLEINE in einer 4.5 Zi leben? Dort ist noch mehr der Hund begraben….diese lieben Singles nehmen nämlich Familien Wohnungen weg. Noch besser ist ein Paar welches getrennt in Wohnungen lebt. Reine Platzverschwendung aufgrund des voranschreitenden Egoismus…räusper…Indiviudalität nennt man es ja heute.

        • P. Jenni sagt:

          Tia, da weiss ich auch bereits, was ich bei den Einwanderungsinitiativen stimmen muss. Wenn man anfängt zu drohen man belege zu viel Wohnraum und müsste…… Was kommt dann als nächstes? Jeder hat Anrecht auf max. 15 m2? Minimalbelegung einer Wohnung, WG? Nein danke.

        • Reto sagt:

          Egoistisch ist wohl eher derjenige der 3 Kinder hat; die brauchen später mal 3 Wohnungen, 3 Arbeitsplätze und 3 arbeitswege… Ich nenne das Karnickelgesellschaft auf Kosten der anderen

      • Michael Wyss sagt:

        Wieso? 5.5 – 6.5 Zimmer mit 3 Teenager ist doch normal. Oder wollen Sie 3 Teenager mit 2 verschiedenen Geschlechtern in einem einzigen Zimmer unterbringen? Viel Glück und Spass im Leben wünsche ich dann.
        5.5 sind also das Minimum. Bei 6.5 gibt es als „Luxus“ noch ein Arbeitszimmer extra. Also nicht wirklich viel, oder?

    • Flo sagt:

      Danke Leo, mit ihrem Kommentar habe ich begriffen, wieso ich ja stimmen werde. Wieso sollte der Bund den Erwerbstätigen Geld in den A… stopfen, damit sie noch ein bisschen mehr Strassen und Schienen brauchen?
      Vielleicht haben sie recht und es sind keine Anreize. Aber manchmal muss man dumme Dinge, die viel Kosten bringen einfach irgendwie beschränken. Die Subvention der Pendler gehört dazu.
      Wieso kann man die Kosten dafür nicht einfach selsbt tragen?

      • August1 sagt:

        @flo: jeder Pendler trägt die Kosten seines Pendelns selbst, das wird immer wieder (böswillig??) unterschlagen. Im oben genannten Beispiel: der Pendler, der von Schwyz nach Zürich fährt, bezahlt Kosten von 20.000 Franken, zahlt dafür 2000 Franken weniger an Steuern. Er hat also immer noch 18000 Franken mehr aus seinem Netto bezahlt als der Arbeitnehmer, der von Wiedikon aus das Tram nimmt. Capisce?

      • Martin Frey sagt:

        @Flo: Also eigentlich sollte man die Erwerbstätigen belohnen und nicht bestrafen denn sie sind die Stützen unserer Gesellschaft und tragen zu unser aller Wohlstand bei. Von der Erwerbstätigen wird Mobilität und Flexibilität gefordert wofür sie teils einen hohen privaten Preis bezahlen. Niemand pendelt freiwillig 2-3h pro Tag sondern nur weil er muss. Der Umkehrschluss wäre richtig. Wenn man gg. das Pendeln ist sollte man nicht etwas noch ausbauen wo es sowieso nicht mehr viel auszubauen gibt. Die Kapazitäten von Strasse und Schiene nämlich. Bei beidem stösst man an die Decke.

    • Pendolino sagt:

      Voll und ganz einverstanden.
      Weiter ist folgendes anzufügen:
      – Pendelt jemand mit dem Auto, trägt er die effektiven Kosten für die Bewältigung seines Arbeitsweges selber (Anschaffung und Unterhalt von Auto, Versicherung, Strassenverkehrssteuer etc.).
      – Vielleicht würden öV-Pendler anders zu diesem Thema argumentieren, wenn sie nur ansatzweise effektive (und nicht durch Autofahrer subventionierte) Billetpreise bezahlen müssten…
      – so oder so: Kosten des Arbeitsweges sind Gewinnungskosten zur Erbringung der Arbeitsleistung am Arbeitsplatz. Diese Kosten verringern direkt das Erwerbseinkommen.

      • Buddha sagt:

        So, so – er trägt die vollen Kosten? Und diejenigen, die aus Unfällen etc. entstehen?
        Dafür ist der Bahnpendler insbesondere ausserhalb wesentlich länger unterwegs als derjenige mit dem Auto. Er bewegt sich dafür umweltfreundlicher. Diese Haltung ist keinen roten Rappen wert?
        Schlagen Bahnpreise auf, wird lamentiert, gibt es keine Sitzplätze in den Zügen, ebenfalls. Lamentiert und „Nein“ gesagt wird bei Ausbauvorlagen wie bei FABI, kostet es ein paar Franken mehr, wird auch lamentiert. So dreht sich das Problem im Kreis. Also solches ist es nicht gelöst. Darum sage ich zu FABI JA!

  • Erich Meier sagt:

    Das ist doch einfach der Gipfel: Zuerst soll Pendeln verboten werden. Dann müssten nach derselben Logik der Sonntagsausflug und selbstverständlich auch Ferien der Umwelt zuliebe verboten werden. Dann kommt das Essen dran: Nur lokal produziertes darf noch konsumiert werden. Auch aus Wäldern und Gebirgstälern will man uns Menschen mehr und mehr hinausschützen. Dafür mehr Wölfe, Bären und Windrotoren. Wer diesen Kanon nicht mitsingt, wird als „Umweltsünder“ ausgegrenzt: Es wird höchste Zeit, dass die grüne Eremiten-Ideologie zurückgedrängt wird.

  • Jacob sagt:

    pendlerabzug gehört abgeschafft, absolut korrekt. doch das aufgeführte beispiel ist lächerlich. kaum ein steuerbeamter lässt heute noch substanzielle abzüge zu, da der öv ja die allermeisten orte gut erschliesst.

    • Markus sagt:

      Der öV erschliesst die allermeisten Orte gut?! Haben Sie ihren Fuss auch schon einmal vor die Stadtgrenze gesetzt? Die Erschliessungsgüte ist ausserhalb des engeren Agglo-Gürtels (zB Dietikon, Goldküste, Glatttal) in der Regel schlecht bis sehr schlecht (zB nur halbstündliche oder gar stündliche [Dorfbusse, Postautos]) Verbindungen, oder schlicht nicht vorhanden (zB kleinere Weiler wie Alten ZH, Ellikon am Rhein ZH). Hier kommen Sie ohne Auto gar nirgends hin oder aber Sie müssen zumindest bereit sein, täglich 3-4 Stunden mit 2-3 mal umsteigen hin- und her zu fahren, um zu arbeiten.

  • Stefan Büchi sagt:

    Vollkommen einverstanden, aber:
    Es braucht eine Übergangsregelung, indem z. B. der max. Abzug zuerst Fr. 10 000 und dann jedes Jahr Fr. 1000 weniger beträgt, damit die Betroffenen genügend Zeit haben, z. B. mit Zügeln in die Nähe des Arbeitsorts darauf zu reagieren.

    • Dont steal sagt:

      Aber klar doch. Alle im ländlichen Raum mit langen Fahrdistanzen und ohne ÖV verkaufen Ihre Häuser jedes Mal bei einem Arbeitsplatzwechsel, sofern diese Ihre Häuser überhaupt noch verkaufen können, weil sie keine Käufer mehr finden, da sich niemand mehr das Pendeln leisten kann.
      Nur so weiter machen und dann haben wir den wirtschaftlichen Absturz auf sicher. Wegen den in den Städten lebenden Grünen etc. welche glauben, wir Schweizer retten den Planeten im Alleingang (+ natürlich Ihr ÖV-Abo immer noch von den Steuern abziehen können). Einwohner auf dem Land: NEIN ZU FABI!

      • Remo sagt:

        Ich habe keine Lust, den Leuten ihr Einfamilienhaus auf dem Land zu subventionieren. Der Pendlerabzug gehört abgeschafft.

        • Dont steal sagt:

          Und warum sollten Autofahrer Ihren ÖV wie heute mit 50% subventionieren und noch 3.5 Mia. CHF in die allgemeine Bundeskasse zahlen, ohne dass die Strassen ausgebaut werden? Diese Subventionen gehören abgeschafft, dann steht auch genügend Geld für den Strassenbau zur Verfügung, wo sich 70% des Pendlerverkehrs abspielt. Dann sind auch die Züge nicht mehr so voll und alle sind glücklich. Aber ich ziehe gerne wieder in die Stadt und erhöhe damit die Mietkosten in den Städten. Was machen Sie denn, wenn jemand Ihre Stadt-Mietwohnung erhält, weil er mehr bezahlen kann?

        • iskra sagt:

          Da bin ich genau gleicher Meinung, Remo ! Warum soll ich ein Einfamiienhaus mitsubventionieren ? Wenn jemand schon im Grünen, am Waldrand wohnen will, oder einfach unter allen Umständen ein solches Wohneigentum will, soll er alle Vorteile haben, aber auch Nachteile selber tragen.

          • Dont steal sagt:

            Na dann sollen aber bitte auch alle Städter ihren ÖV selber bezahlen, und bitte noch mal: die Autofahrer decken Ihre Kosten zu über 100%, während der ÖV einen Deckungsbetrag von 50% hat (50% subventioniert). In Ihrer Argumentation steckt wenig Konsequenz aber v.a. eines: „der älteste Eidgenosse“: Neid.

        • Fiona Berger sagt:

          Und ich habe keine Lust, den Stadtbewohnern ihren Luxus-ÖV zu Zahlen, wenn ich auf dem Land weiterhin nur alle Stunde einemal ein Postauto habe. Es gibt immer zwei Seiten! Mein Auto kostet mich schon heute ca. Dreimal mehr als ein GA, da subventioniere ich den ÖV schon genug.
          Vorschlag: je besser der ÖV, desto tiefer die Pendlerabzüge. In ZH also Null, in einem Bergdorf unbeschränkt. Das wäre fair, passt Ihnen aber sicher nicht. Denn da profitieren sie ja nicht.

        • Reto sagt:

          klingt irgenwie nach neid – Sie subventionieren gar nichts… wer pendelt zahlt diesen beitrag selber, er kann lediglich einen kleine entschädigung dafür geltend machen… wär ja noch schöner wenn die lieben städter auch noch das wohnverhalten auf dem lande diktieren

  • Anh Toan sagt:

    Der Umweltpolitische Sündenfall ist die Subventionierung des Bahnverkehrs, welche nmit Fabi noch ausgebaut werden soll: Wer mit der Bahn pendelt, zahlt 20% der Kosten, den Rest die Allgemeinheit.

    Warum machen wir nicht Steuern nach politischer oder umweltmässiger Korrektheit? Gute Menschen zahlen keine Steuern, schlechte Menschen viel! Wer vom Lieder schreiben lebt, zahlt keine Steuern, wer rumreist, um die Songs vor Publikum zu spielen, zahlt hohe Steuern, letzteres ist umweltmässig verwerflich.

    • Buddha sagt:

      Die Bahn als umweltpolitischer Sündenfall? Das Gegenteil trifft zu. Ein Sündenfall par excellence wären Billettpreise in der Grössenordnung von 130 Franken für die Strecke Zürich – Bern einfach in der 2. Klasse. Damit wäre das Anliegen von Anh Toan erfüllt. Frage ist nur, ob dann die Bahn noch genutzt wird und ob die Strassen den Mehrverkehr verkraften könnten. Die Umwelt lassen wir da mal beiseite.
      Abgesehen davon: Wer will beurteilen, wer gut und böse ist. Da ist das finanzielle Ergebnis des Einkommens und der damit verbundenen Abzüge doch noch korrekter. FABI verdient deshalb ein JA.

      • Anh Toan sagt:

        Das Pendeln, die Zersiedelung werden doch mit Fabi gefördert, viel mehr als mit Steuerabzügen für Autopendler, denen die Benutzung des ÖV nicht zugemutet werden kann, denn nur unter dieser Voraussetzung sind die Autokosten absetzbar.

        Intelligente Individualverkehrskonzepte (z.B „Koppelung der Autos auf Autobahnen wie Züge) entsprechen der Nachfrage der Bevölkerung besser als der ÖV, darum reden wir über Fabi.

  • Heiner sagt:

    Wieso pendeln immer mehr Leute? Natürlich weil das Wohnen in Zürich viel zu teuer ist und das Angebot viel zu knapp ist. Früher, als die Arbeitslosigkeit höher war, wurde von den Politkern mehr fexibilität gefordert jetzt sollen sie dafür bestraft werden. Wir wurden aufgefordert die öv zu benutzen und die Autofahrer sind schikaniert worden jetzt sollen die öv Benutzer wieder zu Kasse gebeten werden. Es geht ja eigentlich nur um die Mehreinnahmen die dann von den Politikern an ihre jeweilige Klientel verteilt werden.

  • Hans - Ulrich Vogt sagt:

    Immer wiederschön die Theorie zum Thema „Wohnen beim Arbeitsplatz“ zu hören. In der Innenstadt Bern sind die Mieten nur für die rot/grünen BoBo`s, die die obengenannte Theorie verbreiten, bezahlbar. Suche ich mir eine bezahlbare Wohnung am Rande von Bern, liegt die immer noch ein paar hundert Franken über meiner jetzigen Miete und mein Arbeitsweg wird nicht wesentlich kürzer. Einen Arbeitsplatz im meiner Wohngemeinde zu finden ist mangels Angebot in der Branche zur Zeit nicht möglich. Er wäre für mich als 50+ mit grösster Wahrscheinlichkeit, PFZ sei Dank, mit einer Lohneinbusse verbunden.

  • Martin sagt:

    Heute schon kann nur derjenige Arbeitnehmer den Arbeitsweg mit dem Auto von den Steueren abziehen der kein ÖV zur Verfügung hat. Im Prinzip können nur die das Auto abziehen, die es zum arbeiten brauchen oder Schicht arbeiten. Es ist höchst diskriminierend, dass diejenigen die normale und bequeme Arbeitszeiten haben ihre vollen Wegkosten abziehen können, während z.B. Mitarbeiter in Tankstellenshops, die ja vom Volk zu Schichtarbeit gezwungen wurden, ihre Kosten nur teilweise abziehen können. Die Wegdistanz vom Wohnort zum Arbeitsplatz wird vom Steueramt mittels Software berechnet Betrug unmögli

  • Hier werden arbeitende am Rand der Machbarkeit lebende Menschen zu Umweltsündern gestempelt. Schlimmer als Umweltsünde – die Sünde der Missgunst. Da wird kritisiert – gedreht – ausgelegt – angeklagt – verurteilt – Schickanen auf Strassen eingebaut – und vieles mehr… . Alles zu unserer und anderer Sicherheit wohlverstanden… . Betroffene – seid getrost – wird sich wieder ändern. Eier gestern ein Flop – heute top…… .

  • Markus sagt:

    Danke. Sie sprechen mir aus dem Herzen.
    Endlich bringts mal jemand auf den Punkt.

  • hans huber sagt:

    Hallo Herr Häne. Ich gehe davon aus, dass Sie selbst zu den Fussgängern gehören und nie Auto, Zug oder Tram zum Pendeln benutzen. Oder können Sie (im Gegensatz zu über 90% der restlichen Arbeitenden) sogar von zuhause aus arbeiten? Unter diesen Gesichtspunkten könnte ich auch so argumentieren. Leider liegt mein Arbeitsplatz aber nicht in Fussdistanz und zuhause arbeiten ist nicht möglich. Daher muss ich pendeln (wie auch immer).

  • Reto sagt:

    dieser Artikel ist leider eine riesenillussion und schönwelt denken.
    statt den pendlerabzug zu kürzen sind die firmen, welche jobs aus den regionen in die zentren verlegen zu sanktionieren.
    Banken, SBB, Swisscom…
    die meisten pendler werden durch diese verlagerungspolitik der firmen zu pendler – wer steht schon freiwillig gerne in überfüllten zügen oder im stau? bitte mal genauer recherchieren warum gependelt wird und nicht wieder das opfer zum sünder deklarieren…

  • Severin Schwan sagt:

    So einfach ist das ganze wohl nicht. Der angeführte Vergleich ZH vs Tiefsteuerkanton blendet unverständlicherweise die Wohnkosten aus. Mit 100k Bruttoeinkommen kann es durchaus passieren, dass die in SZ eingesparten Steuern gleich wieder für eine höhere Miete draufgehen (natürlich je nach Wohnort).

  • imholz sagt:

    Wie steht es mit unseren Pendlern vom Ausland, Grenzgänger!

  • I.Bloch sagt:

    Ich stimme mit der Argumentation des Autors grundsätzlich überein. Das Leben ist aber oft etwas komplizierter. Beispiel: Wenn jemand seinen Job verliert, erwartet das RAV, dass auch Stellen angenommen werden, die bis zu 2 h Fahrzeit entfernt liegen. Wenn jemand Familie hat und der/die PartnerIn in der Nähe erwerbstätig ist, dann hat er ein Problem. Wir lösten das Problem, indem mein Partner unter der Woche nicht mehr zu Hause wohnt. Die Lösung ist nicht familienfreundlich, teuer und vermutlich ist unsere CO2-Bilanz auch schlechter, weil wir zusätzlichen Wohnraum beanspruchen.

  • Kurt Schmid sagt:

    Die Aussage, Pendler pendeln freiwillig, dafür sollen sie bestraft werden. Deutlich über 200 000 pendeln täglich nach Zürich, die sollen doch in Zürich wohnen – die Frage ist wo? Jahrelang wurde geworben, die Arbeitnehmer müssen flexibel sein, sie müssen Pendeln in Kauf nehmen. Die selben Politiker gewähren Steuererleichterung für ausländische Unternehmungen. Wo siedeln sich dies an? In den Wirtschaftszentren. Nur, wo bleiben die Wohnungen, für die Menschen die in diesen Unternehmungen arbeiten? Ich habe selten einen solchen Unsinn gelesen wie in diesem Blog.

  • Charly Fässler sagt:

    Die Pendeln ist abzugsberechtigt, weil es sich um Kosten handelt, die der Arbeitnehmer hat um zu arbeiten. Man kann sagen das solche nicht abziehbar seien, aber dann konsequent bitte: Kein Abzug für Weiterbildung/Ausbildung, Kein allgemeiner Abzug und auch keiner fürs Tram! Dann wird die Steuerrechnung einfacher.
    Zum Zahlenbeispiel, in Unkenntnis des Schwyzer Steuerrechts, aber in den meisten Fällen erlaubt der Kanton für lange Pendeldistanzen deutlich weniger als 70 Rappen. Für mich selber zum Beispiel nur 35 Rp/km.
    Zum Fehlanreiz Ihr Pendler gibt 20000 mehr aus und spart 2000 Steuern!

  • Ruedi sagt:

    Heute muss man dort wohnen, wo es Raum hat und man es sich leisten kann und dort arbeiten, wo es Arbeit gibt. Niemand pendelt freiwillig um von Steuerabzügen profitieren zu können. Es geht nun einfach einmal nicht anders. Auf der einen Seite versucht der Staat das Pendeln einzuschränken und auf der anderen Seite wird es wieder gefördert indem von Arbeitslosen verlangt wird, auch weiter weg Arbeit zu suchen. Einfach so umziehen kann man deswegen heute nicht mehr. Die Katze beisst sich in den Schwanz, Herr Häne, oder wohnen Sie im Tagi-Gebäude? Was ist ein Pendler überhaupt?

  • Hans Gerber sagt:

    Zuerst verlangt man Flexibilität und die Bereitschaft einen Arbeitsplatz weiter entfernt anzunehmen, was Mehrkosten durchs Pendeln und einen Verlust an Zeit verursacht. Proftieren davon tut die Wohngemeinde und der Wohnkanton, wo man weiterhin Steuern bezahlt. Scheinbar sind die Gemeinden und Kantone nicht mehr darauf angewiesen – was mich, im Kanton Bern wohnend nur erstaunen kann, da ich davon ausgehe, dass der Kanton Bern nicht schlecht an den Pendlern in andere Kantone profitiert.

  • „…und die Züge brechend voll“ – ist doch gut und viel besser, als wenn sie leer in der Gegend herumführen und nichts verdienten. Dann würden wieder andere oder am Ende die gleichen Leute jammern.

  • Velo-Pendler sagt:

    Allerdings müsste dann der zumutbare Arbeitsweg gemäss Arbeitslosenversicherungsgesetz – momentan je 2h für Hin- und Rückweg – auch massiv reduziert werden

  • Peter Schibli sagt:

    Sie wechseln vielleicht alle 4 Jahre den Job und müssten demzufolge auch alle 4 Jahre umziehen. Allein der Wohnungsmarkt gibt das wohl nicht in genügendem Masse her… Ach so, Sie leben in einer Zweierbeziehung und Ihre Freundin arbeitet auch. Dummerweise arbeiten Sie in Zürich und sie in Bern. Also könnten Sie/sie nun entweder 2 Wohnungen beanspruchen (in BE und ZH) oder Sie/sie wohnen zusammen z.B. in Zürich. Dann müsste Ihre Freundin aber neben der Fahrzeit auch die Fahrtkosten als quasi Berufsauslagen investieren. Was macht jemand in einer Randregion, der mit OeV tägl. 5h pendeln müsste?

    • bernhard moser sagt:

      Man kann auch in den Aargau ziehen dann können beide die halbe Strecke pendeln, denn ^geteiltes Leid ist halbes Leid! 😉

  • Kaspar Tanner sagt:

    Ich bin Stadtbewohner und Radfahrer. Ich habe kein Auto und die Abschaffung des Pendelabzugs kann mir egal sein.
    Was mir zu denken gibt, ist die ganze Entwicklung, die politisch chancenlos ist.
    60 Jahre lang hat man das Pendeln mit Steuerabzügen und massiven Infrastrukturbauten gefördert. Die Flucht aus der Stadt und die Entdichtung waren quasi Staatsziel.
    Nun haben 100’000e von Schweizern Milliarden investiert, um sich ihr EFH im Grünen – fernab der Zivilisation – zu bauen.
    Und jetzt will man dies rückgängig machen? Dies läuft auf Enteignung aus.
    Damit hätte man 1970 beginnen sollen…

    • adlerauge sagt:

      Lieber spät als nie.

    • Johnny Klark sagt:

      Enteignung ist ein hartes Wort. Prinzipiell würde der Wegzug (die Verdichtung) einen neuen Markt eröffnen, da viele (jetzt rein hypothetisch) in die Stadt zögen, würde dort der Preis noch weiter hoch gehen und der Preis „auf dem Lande“ noch weiter sinken. Ergo, wäre das Leben auf dem Lande wieder billiger, auch wenn man keine lächerlichen CHF 2,000 mehr von den Steuern abziehen kann. Aber dass sollen sich doch die hohen Damen und Herren der Hochschulen anschauen und nicht die Mänägärs der Gesellschaft (Politiker).

  • cristiano safado sagt:

    Umweltpolitik gegen Familienpolitik? Niemand pendelt gerne. Bei der heutigen Unsicherheit der Arbeitsplätze ist Mobilität verlangt. Es kann deshalb nicht verlangt werden, dass Familien auseinandergerissen werden, weil der Ehemann vielleicht in Zürich eine Stelle hat, die Ehefrau in Basel einer Erwerbstätigkeit nachgeht und vielleicht Kinder in Basel zur Schule gehen. Und gerade Energieministerin Leuthard hatte doch dazumal eingeführt, dass Arbeitslose einen täglichen Arbeitsweg von bis zu 4 Std. auf sich nehmen müssen. Der vollständige Pendlerabzug (Aufwand) ist gerechtfertigt.

  • Suter sagt:

    Einfach nur einfältig und unüberlegt, was Politiker und Journalisten von sich geben. Wer wenig verdient, zahlt keine oder wenig Steuern. Dort bringt kein Abzug Vorteile, ein mathematisches Naturgesetz. Pendlerkosten sind Gewinnungskosten, nichts perverses. Heute muss arbeitende Bevölkerung flexibel und mobil sein. Mann arbeitet dort, Frau woanders und die Kinder haben nochmals einen anderen Plan. Soll man dann immer an den Arbeitsort ziehen? Wie soll das funktionieren? Dürfen Arbeitgeber nur noch Stellen besetzen, wenn sie eine Wohnung vor Ort zur Verfügung stellen?

  • Keller sagt:

    Der Staat sollte sich vielmehr bemühen, dass nicht alle Firmen in die Stadt zeihen, sondern sich auch auf dem Lande niederlassen, so wie früher, als es noch Geschäfte und Industrie in den Dörfern gab. Wer glaubt dass die Pendler freiwillig pendeln, weil sie Spass daran haben, der irrt sich.

    • iskra sagt:

      sorry, soll natürlich heissen: nur ………………….bei den meisten Leuten soll sich aber der Staat ( leider) nicht bemühen, schon gar nicht, wenn es um Interessen der Wirtschaft geht.

  • Julian Gerber sagt:

    Pendeln ist böse, da schlecht für die Umwelt und soll deshalb nicht „belohnt“ werden. 2 Fehler:
    1.) Die Mehrheit hat keinen Spass am Pendeln, sondern kann sich die Wohnung oder gar das Haus in Zürich nicht leisten. Zeigen Sie mir eine erschwingliche Immobilie und ich ziehe nach ZH!
    2.) Pendeln wird nicht „belohnt“, sondern es werden einem Ausgaben rückerstattet. Die meisten Pendler wohnen nicht in SZ, sondern in AG, TG, SH usw., wo die Steuern höher sind als in ZH!
    Frage zum Schluss: FABI will Pendeln bestrafen und gleichzeitig die Bahn ausbauen? Das ist zynisch + bringt nur leere SBB-Züge.

    • Buddha sagt:

      Bei rund 80 % der Steuerpflichtigen wird diese Begrenzung keine Folgen haben. Es trifft zu, dass diejenigen, die weitere Distanzen zurücklegen, mehr zur Kasse gebeten werden. Das Ausmass hält sich aber in Grenzen und Auswüchse mit Abzügen von 20’000 Franken sollen doch nicht sanktioniert werden.
      Dank FABI werden Angebotsausbauten eher möglich sein. Soll dies nun mit einem „Nein“ verunmöglicht werden. Da sage ich lieber JA.

  • Claudia Egger sagt:

    Wo leben Sie eigentlich? Es sind die von Ihnen als Umweltsünder gebrandmarkten Arbeitnehmer, die mit den Steuern auf ihren Einkommen grosse Teile des öffentlichen Bedarfs finanzieren. Also etwas mehr Respekt vor den Leuten und weniger diktatorisches Aufteilen der Gesellschaftliche in Gute und Böse. Ihre Sicht ist urbanistisch

  • Hansueli Kaufmann sagt:

    Ich bin grundsätzlich auch der Meinung, dass die Pendlerabzüge eine Wettbewerbsverzerrung darstellen. Allerdings fehlt mir bisher in der angelaufenen, wichtigen Diskussion das Argument, dass zu Zeiten höherer Arbeitslosigkeit von allen Seiten höhere Mobilität seitens des Arbeitnehmers gefordert wurde und, z.B. auch seitens der RAV’s längere Arbeitswege als durchaus zumutbar erachtet wurden. Man darf gespannt sein, wie die Diskussion verläuft, wenn die Zahl der Arbeitslosen bei der nächsten Wirtschaftsflaute wieder ansteigt…

  • U. Kaspar sagt:

    Dieser Artikel unterstützt zwar die Denkweise gewisser Bundesräte, ist jedoch sehr einseitig. Für eine allein stehende Person mag es ja noch möglich sein, seinen Wohnort dem Arbeitsort anzupassen.

    Eine Familie mit Kindern, welche in einem sozialen Umfeld lebt, kann nicht einfach so umziehen. Davon abgesehen ist es oft unmöglich eine ensprechend grosse und zahlbare Wohnung in der nähe des Arbeitsortes zu finden (Beispiel Zürich). Da aber der Arbeitsweg zur Arbeit gehört, und dessen Kosten das Budget empfindlich schmälern, sollten sie auch abgezogen werden können.

  • Anton Keller sagt:

    Ich wäre für einen Pauschalabzug von 4% des Bruttolohns, maximal 4000 Fr. Dann kann jeder selbst entscheiden, ob und wie er pendelt, oder lieber in der Nähe wohnt und mehr Miete bezahlt.

    • Dont steal sagt:

      ? Und dann auch noch gerade 10’000 CHF Steuerabzug pro Kind, egal ob man Kinder hat oder nicht … Pendlerabzüge sind tatsächlich anfallende Fahrkosten, welche nur in Ausnahmefällen fürs Auto bezahlt werden, und dabei soll es bleiben, darum Nein zur Fabi-Mogelpackung.

      • Anton Keller sagt:

        Die Besteuerungsbasis ist der real existierende Bruttolohn, dies im Unterschied zu ihrem nicht existierenden Kind. Beim Kinderabzug müssen sie auch nicht beweisen, dass die Kinderkosten effektiv angefallen sind.

        Immerhin sind sie für gegen die Fabi-Mogelpackung. Sind wohl Häuschenbesitzer und Pfründenverteidiger.

  • Stefan Meister sagt:

    Danke für diesen ausgezeichneten Kommentar.

  • Pascal Meister sagt:

    Es fehlt eine Gesamtschau zum Thema! Man will doch Doppelverdiener-Familien, und die finden selten tolle Jobs an einem Ort. Und wer arbeitslos ist, wird gezwungen, eine Stelle bis zu 2 Stunden pro Weg entfernt anzunehmen. Und werden nun die Pendlerabzüge reduziert, wird das Wohnen in zentralen Gegenden mit kurzen Strecken noch viel teurer, das Land dagegen wird wirtschaftlich wieder schwächer im Vergleich zu den Städten. Wollen wir das?

  • Fässler Daniel sagt:

    „Umweltpolitischen Sündenfall“ Was soll diese bilige Propaganda? Fakt ist, dass der Mensch essen muss. Ergo muss er einen Arbeitsplatz haben und der ist nicht vor der Türe und dorthin ziehen funktioniert auch nur, wenn das Umfeld (Miete etc…) stimmt. Nicht zuletzt die soziale Heimat. Aber ein Schreiberling kann ja grosse Töne spucken. So einen Schmierentext kann man ja auch vom Strand per Internet in die Welt kotzen und bei einem Cocktail die arbeitende Masse düppieren. Der Pöbel soll halt sehen, wo er bleibt. Oder?

  • Rolando sagt:

    Wenn Firmen aus Steuerfluchtgründen ihren Sitz nicht verlegen würden oder Anreize da wären, auch in ländlichen Gebieten entsprechende Wirtschaft anzusiedeln, dann wäre das Pendelproblem und somit auch die starke Beanspruchung der Infrastruktur des Landes auch kein Problem mehr. Aber der Schweizer ist halt ein Nörgler und liebt es, dem anderen seine Vorteile zu missgönnen! Das tut der Mob dermassen effiziert, dass die wirklichen Probleme gar nicht gesehen werden.

  • Joachim Müller sagt:

    Damit trifft man einmal mehr den Mittelstand…das ist Ihnen schon bewusst? Den Grossverdienern spielt er eine marginale Rolle, die Kleinverdiener benötigen ihn nicht, da sie überall arbeiten können,…aber Akademiker finden nicht überall Arbeit, sie müssen pendeln oder bezahlen horrende Preise für eine halbwegs ansehnliche 4.5 Zimmerwohnung in Zürich,…

  • Markus sagt:

    Die Menschen pendeln dorthin, wo die Arbeit angeboten wird. Dies ist nun mal in den Ballungszentren, und nicht auf dem Land. Die Krux ist, dass nicht alle Menschen in der Stadt wohnen können und dort zu Fuss oder mit dem Velo zur Arbeit fahren können. Der Blog ist leider nicht zu Ende gedacht. Letztlich geht es dem Bund, Kantonen und Gemeinden durch die Idee der Streichung der Pendlerabzüge nur darum, die Steuern indirekt zu erhöhen.

  • Peter Vogler sagt:

    Zuerst soll man mit dem Schwachsinn aufhören,dass man Arbeitslosen zur europäisch längsten Arbeitszeit zumutet,dazu noch täglich vier Stunden herumpendeln zu müssen.Welcher Arbeitgeber hat von übermüdeten Arbeitnehmern etwas?Anreize,was ist das denn für eine Denke.Jeder muss bis zur AHV irgendwo wohnen,aber irgendwo arbeiten.Dass die Arpbeitsplätze sich immer mehr in einigen Zentern verdichtet,ist nicht die Schuld der „bösen“ Arbeitnehmer,denn niemand opfert freiwillig täglich viele Stunden Zeit die er besser für Weiterbildung,Fitness,kulturelle Aktivitäten,Erholung,Vereine nutzen könnte.

  • B. Folda sagt:

    Wenn man sich auf die Pendler fokussiert, die die Möglichkeit nutzen in einem bes. steuergünstigen Kanton zu wohnen und einer Stadt wie Zürich zu arbeiten, sind die gemachten Überlegungen vollumfänglich zutreffend. Es sind aber nicht nur Personen mit hohem Einkommen als Pendler unterwegs, sondern auch solche, die das gewzungenermassen machen, weil der Arbeitsmarkt zunehmend „flexible“ Arbeitskräfte verlangt – die Menschen aber in ihrer Heimat verwurzelt bleiben und zwar zu Recht!
    Einverstanden bin ich, wenn Pendlerabzüge bei hohen Einkommen nicht mehr statthaft sind.

  • Andy Meyer sagt:

    Je weiter das wir das Eisenbahnnetz ausbauen, desto teurer wird der jährliche Unterhalt was sich einerseits an den immer höheren Ticketpreisen zeigt, andererseits werden damit aber nur gerade 29% Prozent der Kosten abgedeckt. Die anderen 71 % muss der private Verkehr und der Steuerzahler einschiessen. Das Bahnnetz ist im heutigen Zustand genug ausgebaut, viel wichtiger wäre es die Zuwanderung endlich zu beschränken ! FABI ist auch wieder ein Musterbeispiel dafür dass die Zuwanderung für jeden einzelnen Bürger entgegen aller Behauptungen eben doch mehr Abgaben anstatt mehr Wohlstand bringt!

  • Philipp Bürgler sagt:

    Danke für diesen Beitrag Herr Häne, Sie vertreten genau meinen Standpunkt. Jahrzehnte lang hat man das Pendeln aktiv gefördert und nun kommt die Quittung. Wie Sie am Ende noch kurz darauf eingehen, kommen noch viele andere Faktoren hinzu, wie zum Beispiel die Siedlungsproblematik. Das lukrative Pendelangebot führt zu einer vermehrten Zentralisierung des Gewerbes, Randgemeinden gehen dabei leer aus und das Klumpenrisiko Wächst etc etc.
    Diese Entwicklung zu stoppen oder sogar umzukehren wird sehr schmerzhaft, auch für mich persönlich, da ich ebenfalls zu den Pendlern gehöre.

  • Mühle sagt:

    So was kann nur ein Städter schreiben, der zu geregelten Zeiten im Büro arbeitet. Was ist mit den Leuten, die Arbeitsbeginn morgen um 5.00h oder Arbeitsende gegen Mitternacht haben, wo es nicht mehr möglich ist, mit dem öffentlichen Verkehr zur Arbeit zu gelangen? Wo es in der Schweiz nur zwei oder drei Arbeitsorte gibt, wo der Beruf ausgeübt werden kann. Wo die Familie mit den Kindern aber anderswo verwurzelt ist, vielleicht sogar ein Haus besitzt. Dies ist vielleicht nicht die Mehrheit aller betroffener Pendler, aber dieser eben beschrieben Pendler, der morgens um vier Uhr oder um Mitternacht auf der Autobahn unterwegs ist, verstopft keine Autobahn. Leider sind für diese Ausnahmefälle aber keine Ausnahmeregeln vorgesehen…

  • Werner Bruderer sagt:

    Wenn es nicht die Aufgabe des Staates ist das Pendeln zu verbilligen, muss erklärt werden wieso der Staat mit Milliarden Franken S-Bahnen baut, und deren Betrieb zu 60 % subventioniert!

  • Franz Weber sagt:

    Und wie wäre es, wenn der Lösungsansatz von anderer Seite versucht würde? Nämlich den ständigen Ausbau der SBB zu stoppen und so den Angebot zu reduzieren (auf sehr hohem Niveau notabene). Es braucht keine flächendeckenden Viertelstundetakte, es reichen auch die Züge, die alle 30 Minuten fahren. Es ist äusserst unanständig, dass die zuständige BR das Pendeln eindämmen will (eigentlich will sie das nicht, sie will einfach mehr Geld sammeln), in ihrem alten Departement hat diese Dame den Stellensuchenden das Pendeln von zwei Stunden (eine Richtung notabene) für zumutbar erklärt.

  • Daniel sagt:

    Ach Stefan Häne. Immer die gleichen Ideen, Überlegungen, Leier. Man kann es nicht mehr hören. Das Verkehrsproblem, und um das geht es ja schlussendlich, kann doch nicht mit dem Streichen des Pendlerabzuges gelöst werden. Und, Stefan Häne, falls Sie es noch nicht bemerkt haben, die Pendler pendeln nicht freiwillig, sie müssen meistens pendeln. Schaffen wir doch generell alle Vergünstigungen ab, auch die des ÖV’s, die der Politiker, insbesondere des BR. Mit gutem Beispiel vorangehen, meine ich.

  • Schnyder Benedict sagt:

    Ich wohne, wo ich arbeite. Somit könnte mir das Thema eigentlich egal sein. Aber: in der Stadt wird Wohnraum bald unbezahlbar. Die nächste Unternehmenssteuerreform wird irgendwo refinanziert werden müssen, also soll man die Abzüge der Arbeitnehmer beschränken? Dazu die steigenden Krankenkassenkosten und öV-Preise bei stagnierenden Löhnen – es scheint, gewisse Kreise möchten eine Schweiz aus 1% Superreichen und 99% working poors. Wir sind auf dem besten Weg dorthin. Naja, Hauptsache, es können weiter zehntausende einwandern – hoffentlich campieren die vor dem Arbeitsplatz…

    • iskra sagt:

      Richtig, in der Stadt wird Wohnraum bald unbezahlbar ! Die Quittung für eine seit Jahrzehnten falsche Bodenpolitik !

  • Roger Bieri sagt:

    Tja das ist die eine Sicht der Linksgrünen. Tatsache ist, dass das wohl die wenigstens freiwillig tun. Und Dank der Politik dieser Leute und der Gschäftlimacher der so genannten „bürgerlichen Mitte“ sind Stadtwohnungen kaum noch bezahlbar. Denn zu den horrenden Mieten kommen noch die unverschämten Steuerrechnungen!

  • Schwegler Anton sagt:

    Der Titel dieses Artikels ist sehr gut, jedoch nur zutreffend auf Pendler mit dem Auto, hingegen keineswegs für Pendler mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.Auch fehlen mir die nötigen und guten Lösungsansätze dafür, wie das Pendeln generell vermieden werden kann.Das mit der Zersiedlung trifft wohl völlig zu.Doch müssten nun alle Arbeitnehmer aus ländlichen Gegend in die Städte,wo die Arbeitsplätze vorhanden sind, „umgesiedelt“ werden oder wie könnten die Arbeitsplätze der Stadt auf das Land,wo die Arbeitenden heute schon leben, verlegt werden? Gewisse Abzüge für Pendler sind daher richtig!

  • Beat Stocker sagt:

    Die Plafonierung des Penderlabzuges bringt der Bahn also rund 200 Mio; ergo werden die zusätzlichen Steuern voll der Bahn gutgeschrieben. Hallo! Fehlanreize???
    Der Staat soll das Pendeln nicht fördern, aber er behindert meine Mobilität (als Eigenheimbesitzer und Pensionskassenmitglied) auf’s massifste. Statt über den Geldbeutel könnte hier durchaus auch über ein gesundes Gleichgewicht im lokalen Angebot von Wohn- und Arbeitsraum Gegensteuer zum Pendeln gegeben werden. Aber das ist halt komplex, langwierig und bedeutet Arbeit. Davor sollte niemand für eine Notlösung bestraft werden.

  • Martin Frey sagt:

    Pendlerabzüge sind nur ein Beispiel der vielen Fehlanreize in unserem Steuersystem. Pendeln gehört aber zum Leben, und die meisten Leute können sich nicht eine Wohnung leisten wo sie auch arbeiten, z.b. in der Zürcher City. Zudem ist die Umweltbilanz des OeV auch nicht so gut wie sie im Text dargestellt wird, lediglich bei der isolierten CO2-Bilanz ist dem beizupflichten. Das Grundproblem bei der FABI ist ein anderes, nämlich dass die Bahn auf Teufel komm raus immer mehr Geld in den Ausbau des Angebotes stecken will, anstatt in die Konsolidierung der Qualität und Sicherheit zu investieren.

  • Hans sagt:

    Herr Häne hat etwas Wesentliches nicht begriffen: Der Abzug für den Arbeitsweg folgt dem Grundsatz, dass Auslagen die zur Erzielung eines Erwerbseinkommens notwendig sind, von diesem abgezogen werden können. Dies ist die gleiche Logik wie bei den Unternehmen. Diese versteuern schliesslich auch nicht den Umsatz sondern den Gewinn.
    Eine Beschneidung dieser Abzüge ist ein steuersystematischer Sündenfall und Verrat an der erwerbstätigen Bevölkerung, indem einmal mehr Steuerlast von den Unternehmen zu den Privatpersonen verlagert wird!
    Es geht nicht um Anreize, sondern um eine faire Besteuerung.

  • Andreas Spinner sagt:

    Herr Häne
    Nicht alle Personen pendeln freiwillig. Meine Stelle wurde auf Grund einer Reorganisation von Bern nach Basel verschoben. Somit hatte ich pro Tag über 3 Stunden Reisezeit. Diese Zeit verringerte meine Lebensqualität, da ich in dieser Zeit sehr gerne etwas anderes gemacht hätte. Ein Umzug nach Basel hätte ebenfalls meine Lebensqualität vermindert, da sich mein Umfeld in Bern befindet.
    Weiter wird (z.B. von den RAV’s) ein Arbeitsweg von 2 Stunden (PRO WEG!) als zumutbar empfunden. Und wenn jeder dort wohnen wollte wo er arbeitet, wie denken Sie über die Wohnungs-Situation?

    Mfg

  • Franz Weber sagt:

    Es scheint, dass der Autor dieses Artikels entweder genug verdient und auf einen Abzug als Steuerzahler verzichten kann, oder aber hat das Glück, am Wohnort arbeiten zu können. Die Einsicht, dass viele das nicht können und nicht aus Spass pendeln und lieber die verwendete Zeit lieber mit ihren Familien als im Zug verwenden würden, dringt zu ihm nicht. Oder bietet der Autor an, mir eine Stelle an meinem Wohnort zu suchen und zu finden? Zudem ist zu erwähnen, dass die Schweiz diese ökologische Mobilität Jahrzehntenlang gewollt und gefördert hat und jetzt sollen die Pendler geschröpft werden.

  • Patrick sagt:

    Herr Häne scheint zu vergessen, dass nicht alle nahe an ihrem Arbeitsort wohnen können. Die Mieten sind z.T. sehr Hoch, siehe Zürich & Genf. Je nachdem wo man wohnt, sind die öff. Verkehrsmittel ungünstig. Und wer das Glück einer eigenen Wohnung oder Haus hat, kann bei einem Arbeitsstellenwechsel auch nicht einfach wegziehen.

  • Pascal Luca sagt:

    Herr Häne wohnt wahrscheinlich in Zürich und hat das Glück per Fahrrad in 5 Minuten beim Tagi zu sein, so dass es sich leicht schreiben lässt, dass Pendlerkosten nicht mehr steuerlich abgesetzt werden dürfen. Dieses Glück nicht pendeln zu müssen ist nicht allen beschieden.

    Sie schreiben :“Nur wenn die Kantone nachziehen, verliert das Pendeln finanziell spürbar an Attraktivität. “

    Meinen Sie ich pendle freiwillig jeden Tag 2,5 h im Auto ???

  • Martin Frey sagt:

    Bezüglich der diversen Fehlanreize unseres komplexen Steuersystems gab es ja Anstrengungen seitens der FDP, mit der easy swiss tax-Reform alle Abzüge abzuschaffen, das Steuersystem dadurch zu vereinheitlichen und zu vereinfachen. Diese Idee hätte eine deutliche Steuerentlastung gebracht, zudem den bürokratischen Aufwand massiv minimiert. Da aber diverse Pfründe dadurch bedroht gewesen wären wurde die FDP von allen anderen Parteien im Regen stehen gelassen.
    Isoliert die Pendler zur Kasse zu bitten riecht nun nach Umverteilung durch eine einseitige Steigerung des Steuersubstrats anstatt Reform.

  • Claudia Rohrer sagt:

    Der Steuerabzug dient dazu, Kosten, welche für die Ausübung des Berufes notwendig sind auszugleichen, wie Ausbildung, Hilfsmittel und Transport. Und da man heute den Arbeitgeber öfters wechselt ist es nicht immer möglich Berufs- und Wohnort am selben Ort zu haben, zum beispiel weil man ein Haus hat oder Kinder, oder beide Parter an unterschiedlichen Orten arbeiten.
    Es kann nun nicht sein, dass jene bestraft werden, die nicht in einer Stadt wohnen und die ÖV vor der Nase haben, und es geht nicht darum, die „Energiewnde“ oder andere Politische Anliegen über Steuern zu finanzieren.

  • Christoph Rebholz sagt:

    Welche eingeschränkte Sichtweise braucht es, um einen solchen Blog zu verfassen?!
    „Staatliche Förderung des Pendelns“ – wie es nur annähernd genügend bezahlbaren Wohnraum in der Umgebung der Zentren der Arbeit gäbe! Das ist das Problem für eine beträchliche Anzahl der Pendler.

  • Roger Oberli sagt:

    Gerne würde ich zu Fuss Pendeln. Leider sind die 45km jedoch etwas gar weit und eine Wohnung in der Stadt kann ich mir leider nicht leisten. – Der Staat gibt vor, dass bis zu 2 Stunden Pendeln pro Tag zumutbar sei. – Ehrlich gesagt: Ich würde auch lieber an meinem Wohnort arbeiten. Leider gibt’s da jedoch keine Stellen zu besetzen. – Was in diesem Artikel geschrieben ist, ist m.E. pervers…

  • Tim Weser sagt:

    Mal der Blick über den Tellerrand: In Deutschland können für jedes (!) „Verkehrsmittel“ 30 Cent pro Kilometer (einfacher Weg, also nur eine Strecke) geltend gemacht werden. So profitieren – theoretisch – auch Fussgänger und Velofahrer, da auch sie 30 Cent pro km Arbeitsstrecke geltend machen können. Warum nur theoretisch? Weil es eh einen pauschalen Abzug (ohne Nachweis) in Höhe von 1000 Euro dieser sogenannten Werbungskosten gibt. Wer dort sonst nichts anderes in genügender Höhe nachweisen kann, der profitiert also nicht davon dass er beispielsweise mit dem Velo ins Geschäft fährt.

  • Josef Marti sagt:

    Solange es kein einklagbares Recht auf Arbeit am Wohnort gibt muss der Pendlerabzug im Gegenteil mindestens verdoppelt werden. Den Pendlerabzug abschaffen wollen genau jene Kreise die selber gar keine Kosten haben, weil sie nämlich ein Firmenfahrzeug gratis zur privaten Verfügung haben. Damit ist eindeutig bewiesen dass es sich hier um einen weiteren neoliberalen Raubzug gegen den zwangsflexibilisierten Renditesklaven handelt, der per Gesetz zu 4 Stunden täglich Pendeln gezwungen wird. Ich hoffe die Leute merken endlich das wahre Gesicht solcher grünliberalen Schreiberlinge.

    • Jacques Zimmer sagt:

      @ Marti: Schon etwas an den Haaren herbei gezogen, Ihr Argument von den bösen Kreisen mit eigenem Firmenfahrzeug. Schon mal davon gehört, dass für die private Nutzung eines Firmenfahrzeugs ein fiktives Einkommen aufgerechnet wird? Steht sogar auf dem Lohnausweis.

      • Josef Marti sagt:

        Was hat das mit dem Arbeitsweg zu tun? Selbstverständlich ist Naturallohn steuerbar, das wäre ja noch schöner. Der Privatanteil deckt die private Nutzung ab, nicht den Arbeitsweg, deshalb können Sie keine Fahrkosten abziehen, weil Sie keine Kosten haben. Ärgerlich, nicht? Sie bestätigen meine Aussage beispielhaft.

        • Jacques Zimmer sagt:

          @Marti: Wenn das Steueramt tatsächlich den Fahrkostenabzug streichen würde, dann würde das Steueramt natürlich neu auch den Arbeitsweg als Privatanteil aufgerechnen. Die sind ja auch nicht blöd. Womit Ihre Aussage eben doch falsch ist, dass Kreise mit einem Dienstwagen hinter der Abschaffung des Pendlerabzuges stecken!

  • clemens battaglia sagt:

    Herr Häne blendet völlig aus, dass dieser Abzug die Folge einer politisch/wirtschaftlichen Forderung nach mobilen Arbeitnehmern ist. Unzählige ‚Würdenträger‘ haben ultimativ solches Verhalten gefordert, um damit die notwendige Flexibilität der Wirtschaft zu gewährleisten. Und siehe da: es funktioniert! Nur hat sich das Umfeld (Wohnsituation, Zuwanderung usw.) dementsprechend weiter entwickelt, ein Rückbau ist nicht mehr möglich. Die Abschaffung des Pendlerabzugs wird der Umwelt rein gar nichts bringen, dafür aber die Steuerkassen füllen. Das ist auch der eigentliche Zweck von FABI!

  • Kurt Blaser sagt:

    Es gibt auch kein schlagendes Argument dafür das Reiche und Superreiche staatlich gefördert werden und trotzdem wird es gemacht. Der grösste Teill der Schweizer pendeln weil sie MÜSSEN nicht weil sie wollen, da sie Wohnraum in der Nähe des Arbeitsplatzes nicht mehr bezahlen können und Unternehmungen durch Steuererleichterung von den Ballungszentren angelockt werden. Wenn man Arbeitsplätze auf Stadtzentren komptimiert bleibt nichts anderes übrig al zu pendeln und dann wird der der gezwungen wird bestraft und der der dies verursacht belohnt, wo ist da sie Vernunft?

  • Anh Toan sagt:

    Wer vom Lieder schreiben lebt, zahlt keine Steuern, wer rumreist, um die Songs vor Publikum zu spielen, zahlt hohe Steuern, letzteres ist umweltmässig verwerflich.

  • Markus sagt:

    Herr Häne scheint den Sinn und Zweck des „Pendler“- Abzugs nicht zu kennen. Es hat nähmlich nichts mit Pendeln zu tun (dieses Wort gab es bei der Einfühung noch gar nicht) sondern entspricht der Steuerlogik, dass die Besteuerung des realen Netto- Erwerbseinkommens zum Ziel hat. Diese Logik verlangt, dass der Erwerbstätige seine Auslagen zur Erbringung des Erwerbseinkommens abziehen kann. Genau gleich wie eine Firma ihre Auslagen zur Erreichung des Umsatzes abziehen kann und nur den Gewinn versteuert.

  • Kuno Wyss sagt:

    Einmal mehr soll die Steuerbelastung von den Unternehmen zur arbeitstätigen Bevölkerung verschoben werden. Die Befürworter hoffen offensichtlich, dass die Schafe gar nicht merken wie sie geschoren werden sollen, weil die Vorlage im populären Umwelt- und ÖV-Mäntelchen daherkommt.
    Eine Beschränkung des Pendlerabzugs wäre nur dann akzeptabel, wenn im Gegenzug die Unternehmen die Kosten für Motorfahrzeuge nicht mehr voll abziehen dürften. Alles andere ist eine krasse Benachteiligung der Arbeitnehmer.

    • Mühlbacher Markus sagt:

      Gemäss Bundesamt für Statistik verursacht der private Autoverkehr CHF 9 Mia. externe Kosten p.a., die er auf die Allgemeinheit (sprich: Steuerzahler) abwälzt. Man könnte auch von indirekter Subvention sprechen. Diesselben externen Kosten belaufen sich bei der Bahn auf CHF 0.5 Mia. p.a. Es gibt nur eine korrekte Rechnung, und das ist eine Vollkostenrechnung mit Internalisierung der externen Kosten. D.h. der Auto-km müssten wesentlich teurer werden als heute, und der Bahn-km ein wenig teurer. Ich pendle auch (Zug 50km und Velo 5km), bin aber für die Abschaffung aller Abzüge.

      • Kuno Wyss sagt:

        Herr Mühlbacher, Ihre Rechnung stimmt hinten und vorne nicht. Beim ÖV müssen zu den von Ihnen genannten externen Kosten auch noch die ganzen Subventionen hinzugerechnet werden, denn diese werden auch nicht von den Benutzern getragen. Für einen kostendeckenden ÖV müssten daher die Tarife in etwa verdoppelt(!) werden.

  • Martin Schneider sagt:

    Rechnung für ÖV-Pendler:

    Einkommen: 100’000
    Kosten für Abo: 700
    Steuern: 11000
    ——–
    „Verfügbares“ Einkommen: 88’300
    Abgaben an Staat: 10’750 (+11’000 Steuern, +50 MwSt, -300 ÖV-Subventionen)

    Rechnung für Autopendler:

    Bruttoeinkommen: 100000
    Benzinkosten: ca. 5’000
    Sonstige Kosten fürs Auto: ca. 10’000
    Steuern: 5’800
    —–
    „Verfügbares“ Einkommen: 79’200
    Abgaben an Staat: 9’150 (+5’800 Steuern, +2’150 Mineralölsteuern, +1’200 MwSt)

    Der ÖV-Pendler zahlt zwar etwas mehr Abgaben, hat aber mehr verfügbares Einkommen. Der von Ihnen beschriebene Anreiz ist so nicht vorhanden.

    • Jacques Zimmer sagt:

      Die geringeren Wohnkosten des Pendlers und die Kosten von Zersiedelung und Umweltbelastung haben Sie leider vergessen.

      • Martin Schneider sagt:

        Die Sachlage wird vom Autor so dargestellt, dass der Pendlerabzug insofern für eine falsche Anreizstruktur sorge, dass der Autofahrer fürs Autofahren belohnt und das Autofahren so gefördert werde. Ich wollte mit der Rechnung lediglich klarstellen, dass der Autofahrer nicht fürs Autofahren belohnt, sondern lediglich für die erhöhten Kosten teilweise entschädigt wird. Und dass die Steuerlast bei beiden in Etwa gleich hoch ist – und nicht etwa der Autofahrer nur halb so viel berappt.

        Ich selbst besitze übrigens kein Auto.

        • Anh Toan sagt:

          Martin Schneider:“..dass der Autofahrer fürs Autofahren belohnt…“

          1. Ist die Benutzung des ÖV’s zumutbar (Zeitverlust zu Auto 2-2.5 Std / Tag ist zumutbar), können ohnehin nur die Kosten des ÖV’s abgezogen werden. Steuerlich gibt es kein Wahlrecht, wie man pendelt.

          2. Einen „Profit“ haben Autopendler, die mit einem billigem Auto weit pendeln: Die meisten Kantone verwenden einheitliche Kilometeransätze (70Rp/Km). Bei 50’000Km Arbeitsweg im Jahr betragen die effektiven Kosten bei einem einfachen Fahrzeug deutlich weniger, Dies liesse sich wohl bereits in der Veranlagungspraxis ändern.

    • Johnny Klark sagt:

      @ Schneider: Woher haben Leute wie Sie immer diese utopisch tiefen Abo-Preise!? Für CHF 700 können Sie sich nicht mal ein Abo für die Stadt Zürich leisten, sprich müssen die viel höheren Wohnkosten tragen. Ihr Rechnung ist fehlerhaft.

  • Jacques Zimmer sagt:

    Der Autor hat völlig recht, Warum zahlt jemand, der die Umwelt täglich belastet massiv weniger Steuern? Kommt dazu, dass auch die Wohnungen ausserhalb normalerweise massiv billiger sind. Um beim Beispiel vom Autor zu bleiben zahlt der pendelnde Schwyzer jährlich Fr. 6’000.– weniger Steuern (inkl. Bund) als der Stadtzürcher UND wahrscheinlich auch noch 6’000.– weniger für die Wohnung.

  • Ferdinand sagt:

    Leider gibt es in der Schweiz nicht nur Stadtzürcher und steuerbegünstigte Schwyzer. Ich lebe z.B. 2km neben der nächsten Postautohaltestelle. Von dort gibts pro Stunde ein PA. Dann mit dem Zug in die Stadt ca.30min, wo ich dann noch einen Bus nehmen müsste. 7.00 ist Arbeitsbeginn, die absolut nächste Arbeitsstelle für meine Qualifikation. Mit dem Auto bin ich in 25min. bei der Arbeit. Finanzieller Aufwand: hoch, Alternativen: keine
    Ich verstehe ihre Meinung, erkären sie sie aber bitte aus der Sicht der schweizer Bergbevölkerung.
    PS: die z.B. die Skigebiete bewirtschaften: Einkommen <100'000.-

  • Hans Müller sagt:

    An alle Pendel-Jammeris: Es stimmt schlicht und einfach nicht, dass jeder der pendelt keine Alternative hat. Die Zunahme der Pendler und vor allem der PendlerDISTANZEN ist schlicht und ergreifend auf den massiven Ausbau der Verkehrsinfrastruktur zurückzuführen. Vor Bahn 2000 pendelte kaum jemand zwischen ZH und BE. Heute ist das möglich, also wird es auch gemacht! Sicher gibt es Leute, die (fast) keine Alternative zum pendeln haben. Aber es geht ja nicht darum, das Pendeln zu VERBIETEN, sondern zu REDUZIEREN, dann müssen auch nicht ständig weitere Mia. für Strasse und Schiene verlocht werden.

  • Erich Meier sagt:

    Der Umweltreligion muss alles geopfert werden: Heute werden die Pendler zu Sündenböcken gemacht. Morgen wird die Mobilität ganz allgemein zur Sünde erklärt. Dann kommen Bade- und Skiferien an die Reihe. Fussball, Golf, Städtereisen, Konzerte und Festivals müssen gestrichen werden. TV, Computer, Handys: Aus Umweltsicht alles Teufelswerk. Die Grünen wollen in Salamitaktik alle Errungenschaften des modernen Lebens verbieten, bis wir wieder im Mittelalter angelangt sind. Immer nur Stück für Stück, damit der Widerstand gering bleibt.

  • Bruno Ott sagt:

    Die Arbeitslosenkasse zwingt uns, immer weitere Arbeitswege in Kauf zu nehmen. Plötzlich werden wir Pendler aber dämonisiert und als Umweltsünder hingestellt. Dabei wird verkannt, dass ein Mensch Wurzeln hat. Er ist in einem Verein, hat Nachbarn, die Kinder gehen irgendwo zur Schule. Doch plötzlich müssen wir alle sehr flexibel sein und uns am besten alle 5 Jahre verpflanzen lassen. Die Politik sollte sich endlich einig sein, was sie will!

  • Herbert Kägi sagt:

    Wenn das Pendeln unterbunden werden soll, braucht es auch keine milliardenschwere Förderung des öffentlichen Verkehrs. Fazit: FABI NEIN!

    • Hans Müller sagt:

      Sie verwechseln da Ursache und Wirkung: Wenn es keine milliardenschwere Förderung des öffentlichen (und privaten) Verkehrs mehr gibt, hört auch das Pendeln auf. Mit dem Fazit bin ich dann allerdings wieder einverstanden.

  • Markus Sennheiser sagt:

    Kann mich noch gut erinnern als damals der Bunderat das Volk zum Pendeln motiviert hat um die Arbeitlosigkeit regional zu bekämpfen. Meiner ansicht nach war dies einen Schlüsselpunkt dass wir heute so eine Pendlerkultur haben. Übrigens das selbe bei der Frühpensionierung, auch da kamen die Anreizen zur Frühpensionierung vom Bundesrat um die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen. Nun eine 180 Grad wende und zugleich eine Bestrafung. Dass man solche damals gross angelegte Kampagnen so schnell vergisst verblüfft mich.

  • sandro gasser sagt:

    umweltpolitischer sündenfall, ein erheiterndes statement. diesen „sündenfall“ um diesen, (nach meinung des TAGI redaktor’s) nun zu neutralisieren sollten die kosten, die beim arbeitnehmer entstehen nicht mehr steuerlich abzugsfähig sein? damit dem staat mehr steuergelder zufliessen? die sp logische konsequenz: mindestlohn für alle! dann nämlich bleiben die arbeitnehmer zuhause und es gibt keinen „sündenfall“ mehr. allerdings bleibt die frage: woher nimmt der staat dann das geld? ach wie blöd von mir, das kann er ja selber drucken. einfach ist die welt, man muss sie nur dem leser erklären.

  • Wolfgang Göller sagt:

    Wer von den Arbeitnehmern Flexibilität fordert, fordert auch Mobilität. Wer sich der Mobilität verweigert, riskiert Abzüge beim Arbeitslosengeld. Jetzt will man mit „Strafsteuern“ die leeren Kassen füllen.
    Statt mit Umweltgetue sich rauszureden, sollte man ehrlich sagen: Wir wollen Geld – her damit. Vielleicht könnte man dann gemeinsam über andere Geldquellen nachdenken.

  • Frank Meier sagt:

    Es ist einfach nicht zu glauben; wie wenn die Arbeitnehmer gerne im Stau stehen oder im Zug; ganz freiwillig – die Firmen wollen flexibel sein; die Mitarbeiter sollen mitziehen. Das RAV selbst verordnet bis zu 4 Std. Fahrzeiten; auch für temporäre Anstellungen. Damit also die Firmen weiter gut verdienen, soll der Buezer flexibel sein und auch noch die Reisewege (wie früher die Kohle zum heizen) voll selbst bezahlen. Also Gewinn bei der Firma – die Unkosten rein beim Arbeitnehmer.
    Und dazu soll er auch noch schlechtes Gewissen haben wg. der Umwelt ? So ein Wirtschaftssystem könnt ihr behalten

    • Roland K. Moser sagt:

      Ich bin für einen Umbau unseres Wirtschaftssystems. Es basiert auf dem Grundsatz von Treu und Glauben. Und genau dort liegt der Fehler, weil die Wirtschaft nämlich nach Untreu und Unglauben denkt und handelt => Nur zum eigenen Vorteil und zwecks Abzocke der Arbeitnehmer, der Gesellschaft und des Staates.
      Braucht es tatsächlich die Verstaatlichung der Produktionsmittel, um diesem schweizfeindlichen und widermenschlichem Treiben der Wirtschaft ein Ende zu machen?

  • Volant sagt:

    An alle Pendler (bin auch einer, mit dem Tram) wir schalten nun Walti Wobmann ein, der wird für uns eine Initiative starten, doppelter Pendlerabzug für den Mittelstand oder so könnte sie heissen, dann verlumpen endlich diese geldgierigen Gemeinden und Kantone und wir können unsere Strassen selber planen,asphaltieren, planieren und Instandsetzen etc,etc.

  • Cavegn Reto sagt:

    Wenn Sie die Autofahrenden pauschal als grösste Umweltverschmutzer und als Schummler bezeichnen kann ich Ihrem ideologisch verbrämten und einseitigen Weltbild wenig abgewinnen. Ihre offen ausgelebte Autofeindlichkeit wird FABI und der jetzt schon schwierig zu führenden Diskussion nicht nützen.

  • Roland K. Moser sagt:

    Unter dem rot-grünen Giftkessel wird wieder kräftig eingeheizt.

    Wie wäre es, das Überbevölkerungs-Problem der Schweiz endlich zu akzeptieren und zu lösen?

  • Marcel sagt:

    Alles schön und gut: Wann verlegen die Firmen die Arbeitsplätze aufs Land? DA liegt der Hund begraben!

    • Kaspar Tanner sagt:

      Der Ansatz ist falsch.
      Seit dem Spätmittelalter ist es so, dass „Land“ gleichbedeutend mit „Armut“ ist. Die Städte sind Handelszentren und Motoren des Fortschritts, das Land bedeutet Stagnation.
      Dessenungeachtet hat man hier 60 Jahre mit Infrastrukturbauten die Landschaft am Leben erhalten, statt die Städte zu verdichten und die Peripherie sich selbst zu überlassen.
      Man hat eine Heidiland-Schweiz erhalten wollen und hat das Gegenteil erreicht: Das Mittelland gleicht Los Angeles, die CH ist massivst erdölabhängigl, die Infrastrukturkosten werden die Landkantone ruinieren.
      Arme Schweiz!

      • Marcel Zufferey sagt:

        Ich habe eine Verwandte, die lebt in New York. Und da wird täglich gependelt. Setzt man die Argumentation des schreibenden Redaktors hier fort, dann müsste jeder Bürger vom US-Bundesstaat New York ein Anrecht auf eine Wohnung in Manhattan haben- oder in der Upper East Side. Bevor wir hier in der kleinen Schweiz alles durcheinander mischen, Alltag, verschiedene Lebenswirklickeiten, makroökonomische Entwicklungen und die soziale Gesamtsituation, sollten wir mal andere, urbane Zentren analysieren und in unsere Politik als zukünftiger Stadt-Staat mit einfliessen lassen- sonst kommt’s nicht gut!

        • Kaspar Tanner sagt:

          Herr Zufferey,
          Die USA mit ihrer Zersiedelung/Urban sprawl ist ja das Modell der Schweiz gewesen für 60 Jahre.
          Hätte man verdichtet statt zersiedelt, wäre New York evtl. grösser, evtl. günstiger (leider zieht der politisch aktive Mittelstand in die Suburbs und überlässt die Stadt der Unterschicht u. den Spekulanten und es gibt keine Front gegen Entwertung oder Gentrifizierung) und der ÖV auch günstiger.
          Zersiedelung ist extrem teuer. Jede Wasserleitung, jede Bushaltestelle, jede Strasse ist 5-10 mal teurer als in einer Stadt. Da kommt was auf die Landkantone zu. Das wird bitter.

          • Marcel Zufferey sagt:

            Rent control ist ein staatliches Programm, dass in gew. Zonen New Yorks Wohnraum unter Preisschutz stellt und den Eigentümern verbietet, die Mieten zu erhöhen. Gegen die Gentrifizierung ist kein Kraut gewachsen, sie ist ein weltweites Phänomen, von Istanbul über München und Berlin bis nach Hong Kong oder Manila. Man kann Menschen nicht bestrafen, die sich den Wohnraum in den Zentren nicht mehr leisten können. Der Herr Redaktor fordert diese Menschen indirekt dazu auf, zentraler zu wohnen. Und im nächsten Artikel beschwert er sich dann über explodierende Mietzinsen in Zürich: Herrlich!

          • Alex Romero sagt:

            Zwischen USA und CH gibts zwar viele Parellelen was aber Grösse und Autofreundlichkeit aber auch bauliche Dichte der Städte betrifft liegen Welten. US.Städte sind richtige Städte während CH-Städte Ballenbergdörfer sind. Das Gemeinsame ist die Bildung zu A-Städten mit Stadtflucht und Landfrass seit den 60gern. Der Unterschied die USA hat reichlich Land, während die Schweiz für Zersiedelung zu klein ist. Der Freiheitsdrang und Wohnraumansprüche sind die Gleichen. In Zukunft sollte man in der Schweiz die Bevölkerung in 3 Grossstädte konzentrieren und diese Zentren zu Milionenmetropolen verdichten. Das Umland soll unter Baustopp gesetzt werden. Das grosse Hindernis ist der Föderalismus.

  • Markus Breisinger sagt:

    Wohl zu viel Gegenwind bei der dreiminütigen Velofahrt zum Arbeitsplatz abbekommen. Sehr einseitig beleuchtet, dieser Blog. Fehlender Tiefgang. Wenn solche Schreiberlinge unsere Meinungsmacher sein wollen, dann gute Nacht. Schwach von A-Z.

  • Thomas Baer sagt:

    Hier wird mal wieder die hart arbeitende Bevölkerung als Umweltsünder beleidigt. Jene die morgens um 06:00 schon auf dem Weg zur Arbeit sind und abends spät heimkommen. Die mit Ihrem Einkommen Familie versorgen und den Steuerertrag erwirtschaften den andere ausgeben. Vielleicht sollten alle Pendler die aufs Auto angewiesen sind, mal einen Tag streiken und zu Hause auf der faulen Haut liegen bleiben. Mal sehen was dann noch läuft in diesem Land!

  • Harry Sass sagt:

    Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die ersten Käfigwohnungen in den Grossstädten entstehen werden. Alle arbeitenden Familienmitglieder werden sich nur als Wochenendheimfahrer in einem Ort in der Mitte treffen, In einer wertlosen Wohnung, die man unter der Woche an Touristen vermieten muss um die Hypothek bezahlen zu können. Manch einer würde das auch jetzt schon tun, weil kaum jemand gern täglich pendelt, aber die Käfigwohnungen sind noch nicht da.

    • Harry Sass sagt:

      Trost wird die Familie am Wochenende beim Umweltgott finden in der neuen Umweltkirche der Klimareligion, natürlich im Freien.

  • May sagt:

    Damit kann man wohl davon ausgehen, dass der Grossteil der Bevölkerung ein Bruttoeinkommen von 100000 CHF hat?! Die sollten man einen Büezer fragen, ich denke der Grossteil setzt sich aus solchen Leuten zusammen. Bevor sie solche Artikel verfassen.

  • Dani Wanner sagt:

    Eine rein hetzerischer, unausgewogener Artikel des Inlandredaktors Häne.
    Eindeutig Propaganda und zuwenig deutlich als SEINE eigene Meinung definiert!
    Niemand pendelt freiwillig. Dies ist nichts anderes, als eine Steuererhöhung für den normalen Arbeitnehmenden.
    Denke: USt Reform III ist unterwegs. Nochmehr Steuererleichterungen für Firmen und Holdings. Umverteilung von Unten nach Oben geht fleissig weiter!
    Irgendwoher muss das Geld ja wieder reinkommen….

    • Reto Hauser sagt:

      Herr Wanner, sie haben eines nicht berücksichtigt, aber das ist enorm wichtig: Vor allem reiche profitieren vom Penderabzug. Die Umverteilung von unten nach oben passiert eben auch durch den Abzug. Denn ein reicher spart viel mehr steuern ein wie ein nicht so reicher. Heisst, wenn wir den Abzug streichen würden und die Steuern für alle um die Mehreinnahmen kürzen würden, bliebe den unteren mehr, den oberen weniger. Ich frage mich nur, weshalb das die breite Bevölkerung nicht begreift. Können wir reicheren das wirklich so gut verkaufen?

      • Dani Wanner sagt:

        Herr Hauser
        Wenn sie als „Reiche“ in Ihrem Beitrag den Mittelstand meinen, die vom Pendlerabzug netto in der Steuerrechnung ein bisschen mehr profitieren als Lohnempfänger mit weniger als 50KCHF Einkommen, dann gebe ich Ihnen recht. Dass nennt sich Steuerprogression und ist gewollt.
        Die „Reichen“ die ich aber meine, kümmern sich kaum um den Pendlerabzug. Ihre Steuererleichterungen laufen über ihre Firmen resp. die Anteile davon (z. B. UStRII). Bei denen geht es um Millionen die es zu sparen gillt.
        Und der Trend bzgl. der Firmengewinnbesteuerung kennt in CH seit eh nur eine Richtung: Nach unten

        • Reto Hauser sagt:

          Absolut Herr Wanner, da stimme ich Ihnen zu. Diesem Trend müssen wir entgegen halten.
          Als „Reiche“ meine ich den oberen Mittelstand und ja, die Progression ist so gewollt, das ist in Ordnung. Die wirklich „reichen“ die kümmern sich nicht um solche Abzüge, das ist klar.

  • Peter Frick sagt:

    Absolut schiefe Argumentation des Verfassers. Zur Gewinnung von Einkommen gehört der Unkostenabzug. Er könnte begrenzt werden, weil je mehr Km gefahren umso geringer sind die Fr./km. Fahrzeugsteuer- Versicherung sind konstant. Wenn gekürzt wird muss auch die RAV-Bestimmung geändert werden. Arbeitgeber die ihre Büros im Wasserkopf Zürich zentralisieren müssten ebenfalls zur Kasse gebeten werden.

  • Bachmann sagt:

    Jede Gemeind muss dafür sorgen das für jeden Arbeitnehmer auch ein Arbeitsplatz zur verfüngung steht. Damit braucht es
    keine Pendler mehr. So Gewinnen Alle: Gemeinde mit höherem Steuerertrag,weil mehr Wirtschaft vor Ort aber keine Pendlerabzüge, und die Arbeitnehmer mit Lebensqualität bedingt durch mehr Freizeit.
    Jetzt werden wieder einige aufschreien „das ist Komunismus“, aber wenn die Gesellscheft funktionieren soll braucht es einige Regeln.
    P.S. Herr Häne, rechnen sie das Ganze mal mit einem Familienvater mit einem Einkommen von 65000 durch. Was bleibt ihm zum Leben?

  • C.S. sagt:

    Nicht alle Pendler können sich teure Wohnungen in der Stadt leisten. „Zuerst besinn’s und dann schreiben!“

  • Bernhard Piller sagt:

    Nach der Logik des Autors ist auch die Anerkennung als Aufwand von Reisetätigkeiten von Firmen eine „Verbilligung“ von diesen. Und dasselbe bei Strom, Miete, Heizung etc. Jede Anerkennung eines Geschäftsaufwands wird zum Gnadenakt des Fiskus. Absurd!

  • Jesse sagt:

    für die umwelt wäre es besser so wenige menschen wie möglich auf der welt zu haben. solange man nichtmal dieses problem in den griff bekommt, kann sich die kleine schweiz drehen und wenden: wir werden die welt nicht retten können! so lasst die menschen in ruhe und alle sollen in massen machen können was sie wollen, öv hat eh nicht die kapazität alle aufzunehmen, gell?

  • Berni Sutter sagt:

    Das heutige System begünstigt jene die die Verkehrs-Infrastruktur intensiv benützen, nebst erwähnten Steuerabzügen u.a. auch durch hohe fixe Kosten (SBB-Abos, Autosteuern, Versicherungen) und so auch wesentlich dafür verantwortlich sind, dass Verkehrssystem an Grenzen gerät und mit hohen Kosten ausgebaut werden muss. Ich finde dies ein ökonomischer Unsinn, obwohl ich selbst einer der Profiteure bin. Ich kann 10’000 abziehen und spare damit rund 3000.- Steuern, der Mehraufwand Pendeln ist unter 5000.- da ich auch privat Auto brauche, und spare auf Land erst noch mind. 6000.- Wohnkosten

  • Daniel R. sagt:

    Soso. Wer sich also keine teure Stadtwohnung leisten kann und deshalb aufs Land ziehen oder dort wohnen muss, soll auch noch mit der Reduktion des Pendlerabzugs bestraft werden – sehr sozial, muss schon sagen.
    Die hohen Häuser überall machen den Weitblick halt manchmal schwierig…

  • Carlo Müller sagt:

    Einerseits soll das Pendeln verteuert und damit unattraktiver gemacht werden und andererseits will man die zusätzlichen Einnahmen für Ausbauten verwenden, die das Pendeln wiederum attraktiver machen. Da beisst sich die Katze doch in den Schwanz!
    Offensichtlich geht es gar nicht um die Umwelt, sondern einzig und allein darum, noch mehr Geld aus der Arbeitnehmerschaft herauszuquetschen. Wenn man die Pendlerei wirklich reduzieren will, dann müsste man das heutige Angebot bestehen lassen, das regelt sich dann schon, wenn es denn Leuten zu blöd wird.

  • paul rohner sagt:

    Reden wir einmal Klartext mit den Politikern,angeführt durch CVP BR Doris Leuthardt.Diejenigen,denen wir Steuerbürger ihre Fahrten zur Arbeit, mit 1. Klass Generalabo,Privatchauffeure und Flugzeugreisen zahlen,wollen dem kleinen Bürger ans Portemonaie.Frau BR Leuthardt sorgte im vorhrerigen Departement,dass Bezüger der Arbeitslosengelder Stellen antreten müssen,bis zu einem Arbeitsweg von 4 Stunden pro Tag.Jetzt sollten sich Diese auch noch Kosten und Abzüge ans Bein streichen.Ab sofort erhalten alle Politiker den gleichen Abzug und zahlen alle Fahrten selbst.Vor dem Gesetz sind alle gleich.

  • Sabina sagt:

    Es gibt aber ein Argument, den öffentlichen Verkehr in allen Regionen so auszubauen das man ihn auch nutzen kann! Mit Schichtarbeit ist es nicht immer und überall möglich den ÖV zu nutzen….oder soll man sich umschulen lassen, damit alle Bürozeiten haben? Wer arbeitet dann noch im Gesundheitswesen oder im Dienstleistungssektor??

  • B. Habegger sagt:

    Am besten wir gehen nicht mehr arbeiten, dann bleibt die Pendlerei aus und die Beamten welche nichts tun ausser die Bevölkerung melken, merken bald, wovon sie lebten.

  • Peter S. sagt:

    Ein solcher Artikel kann nur sarkastisch gemeint sein. Unter diesem Aspekt hätte auch ich einen Vorschlag zur Reduktion des Pendlerverkehrs: Nehmt die „Masseneinwanderungs-Initiative“ an!

    Dies bringt zwischen Eglisau und Zürich mindestens 30% weniger Verkehr. Tatsache!

  • Markus Bollinger sagt:

    Also, wenn ich es richtig verstanden habe, besteuern wir Einkommen, und zwar abzüglich der Kosten, die es brauchte, es zu generieren. Prinzipiell bin ich deshalb gegen FABI.

  • Ben Zibble sagt:

    OK; Schaffen wir die Abzüge ab und führen dafür eine Gesellschaftsfähige Standortplitik ein… Wir sagen den Unternehmen wo diese ihren Standort haben dürfen und nicht mehr Steuerbefreite Investoren die ein Land nach dem anderen auf Profite Abgrasen

  • Mama sagt:

    Ich glaube auch der Artikel war sarkastisch gemeint. Nur mal so…..Umweltbewusstsein….. Ich schreibe als Mutter von 2 kleinen Schulkindern, die ich, da es immer noch keine Ganztagsschule gibt!, jedes zum Mittagessen abholen, nach Hause fahren und wieder in die Schule bringen muss! Ich verfahre so nur zur Mittagszeit 19km, jeden Mittag! Wenn das mal durchdacht ist….. Lasst die Kinder gemeinsam in der Schule Mittagessen wo sie sich untereinander austauschen können, miteinander spielen oder ausruhen können. GANZTAGSSCHULE!

    • I.Bloch sagt:

      Nur so aus Gwunder: Wieso müssen Sie die Kinder in die Schule fahren? Meine Kinder durften eine Schule besuchen, obschon sie über Mittag nach Hause kamen und ich sie nicht transportieren konnte (a) kein Auto, b) Teilzeiterwerbstätigkeit)

      • Mama sagt:

        Ja richtig Teilzeiterwerbstätigkeit. Ich bin zu Hause und in dem Ort in dem wir wohnen gibt es keine Schule, außerdem haben die Schulen meiner Kinder verschiedene Schulzeiten / Mittagszeiten.

        • I.Bloch sagt:

          Dann haben Sie aber mit Ihrem Wohnort sehr viel Pech. Blockzeiten und Schulbusangebote, wenn der Schulweg für die Kinder nicht zumutbar ist bzw. öffentliche Verkehrsmittel fehlen, sind doch heute selbst in der Schweiz Standard!?

  • Sybille sagt:

    Im Kanton Schwyz ist der steuerfähige Pendlerabzug auf CHF 10’00.-/Jahr begrenzt. Also ist die obige Aussage falsch und verzerrt das Bild. War aber bestimmt nicht so gemeint vom Autor.
    Das heisst also, dass der Schwyzer-Pendler im Beispiel oben auf min. CHF 10’000.- sitzen bleibt und das nicht abziehen kann. Also doch nicht ganz so unfair, wie es jetzt ist. Mann oder Frau rechne…

  • Ben Müller sagt:

    Ideologischer gehts wohl nicht mehr. Und dass dann diejenigen, die sowieso bereits privilegiert sind und zu Fuss zur Arbeit gehen können noch zusätzlich belohnt werden sollen, schlägt dem Fass den Boden aus! Wir können meinetwegen über eine Plafonierung der Abzüge diskutieren, einverstanden. Aber ein Abschaffen des Pendlerabzuges (eigentlich heisst es ja Gewinnungskosten Arbeitsweg, aber egal) ist ein absoluter Käse. Und Fabi lehne ich übrigens ab. So lange unsere Verwaltung es sich leisten kann 500 neue Stellen pro Monat zu schaffen scheinen wir ja genügend Mittel zu haben.

  • Reto Hauser sagt:

    Abzüge in der Steuererklärung sind generell zu hinterfragen. Das öffnet Tür und Tor für Missbräuche. Oft sind Abzüge vor allem für die reichere Bevölkerungsschicht vorteilhaft. Diejenigen, welche unter 70’000 CHF Einkommen versteuern dürfen, merken kaum einen Unterschied in der Besteuerung. Bitte nachrechnen z.B. mit dem Abzug der Säule 3a für ein niederes und hohes Einkommen (unter Einbezug ob das tiefe Einkommen überhaupt eine Zahlung an 3a möglich macht!). Gruss von einem der höheres Einkommen hat und bei dem die Abzüge wirklich einschränken…

    • Peter S. sagt:

      Es ist schlicht nicht wahr das ein Besserverdiener sich an den Abzügen bereichern kann!

      Beispiel: Single, Zürich Stadt, Keine Kinder, reformiert:

      Einkommen: 70’000 – Steuern gesamt (Bundes-, Kantons- und Gemeindesteuern): Fr. 9’435.00
      Einkommen: 120’000 – Steuern gesamt: Fr. 23’835.00

      Nun kurz zu der Steuerersparnis durch eine Einzahlung in die Säule 3a:

      Einkommen 70 kFr.: Ersparnis Fr. 1’302.00
      EInkommen 120 kFr.: Ersparnis Fr. 1’919.00

      Ganze 617 Fr. „Vorteil“ würden rausschauen wenn da nicht das Problem wäre, dass der/die BesserverdienerIn dennoch ca. 14’400 Fr. mehr Steuern bezahlt.

  • Alain Michael Gafner sagt:

    Vielleicht sollten hier die Arbeitgeber in die Pflicht genommen werden. Es muss ein Anreiz/Forderung geben eher Leute anzustellen, die (schon) in der Nähe des Arbeitsplatzes wohnen. Dies würde vielfach Kosten und Unruhe für die Betroffenen dämpfen helfen.

  • Christian sagt:

    Der Pendlerabzug ist kein Umverteilungs- bzw. Steuerungsinstrument für umweltbewusstes Verhalten. Es geht einzig und allein darum, dass der Arbeitnehmer lediglich seinen Gewinn (= Ertrag – Aufwand) versteuern muss, so wie das jede Firma oder selbständig Erwerbende auch tut. Als nächstes kommt Herr Häne sicher auf die Idee, dass der Essensabzug bei der Steuer für Leute, die bei McDonalds essen, gestrichen werden soll.

    • Reto Hauser sagt:

      Auch der Essensabzug ist zu streichen. Denn wenn jemand z.B. nur 80% arbeitet, kann er ja auch nur 80% Essensabzug geltend machen, essen wird er aber trotzdem 100%. Macht doch einfach keinen Sinn. Lieber alle Abzüge streichen dafür die Steuern um das eingesparte senken. Wie schon zuvor beschrieben, die Abzüge bringen vor allem den gut verdienenden etwas.

  • Rita sagt:

    Auch wenn man in der Stadt wohnt und arbeitet sind die Arbeitswege zum Teil lang. Eine Bekannte wohnt in Zürich Witikon und arbeitet an der ETH Hönggerberg. Sie fährt mit dem ÖV und hat so ca 1 Stunde für einen Weg. Ich wohne ausserhalb von Zürich und habe mit dem Auto eine 1/2 Stunde, mit dem ÖV auch ca. 1 Stunde. WAS IST DER UNTERSCHIED?

  • Andreas Notter sagt:

    Gehts noch? Staatlich gefördert wird hier überhaupt nichts! Es geht darum, dass Leute aus ländliche Regionen, die nicht wie Leute, die in Zürich aufwachsen einen riesigen Arbeitsmarkt vor der Tür haben nicht gezwungen sind auszuwandern. Ich stehe zu meinem (Berg)kanton und nehme viele Mühen auf mich damiit ich und meine Familie bleiben können. Wenn der Pendlerabzug fällt werde ich mir das wohl nicht mehr leisten können und werde auch nach Zürich ziehen müssen wo ich und die vielen anderen Bergler die Wohnsituation noch weiter anheizen werden!

  • Hannes Müller sagt:

    Leute die arbeiten, sind also Umweltsünder? Danke für die Blumen.

  • Dani Pendler sagt:

    Das sind dann vier Prozent von 0,038 Prozent, also
    • 0,00152 Prozent. Der Anteil Deutschlands hieran ist 3,1 Prozent. Damit beeinflußt Deutschland
    • 0,00004712 Prozent des CO2 in der Luft. Damit wollen wir die Führungsrolle in der Welt übernehmen, was uns jährlich an Steuern und Belastungen etwa 50 Milliarden Euro kostet.

  • Hannes Müller sagt:

    Das Ideal sieht also so aus:

    IT – Fachkleute wohnen dort, wo die IT – Firma ist.
    Schreiner wohnen in der Schreinerei
    Bäcker wohnen in der Bäckerei.

    Und wo beide arbeiten, und nicht im gleichen Betrieb, da führt der Staat eine Zwangsscheidung durch.

    Na, dann viel Vergnügen.

  • Markus NIessen sagt:

    Wie wär’s mit einer Steuer auf O2 (Sauerstoff) den man nicht produziert? Statt nur auf CO2 (Kohlendioxid) das man produziert. Eigentlich käme es ja auf das Verhältnis an. Wie wäre dann die Bilanz für die Städter?

  • Alex sagt:

    Ich musste nicht lange überlegen, als ich ein Vorbezugsrecht auf eine Stadtwohnung offeriert bekam. Meine Monatsrechnung war schnell gemacht: 150.- mehr Miete, dafür 20 Stunden mehr Freizeit. Pendeln, nein danke. Aber ist klar, Familien sind nicht so flexibel, zudem sind die meisten so autobesessen, nochmals 250.- für einen Garagenplatz liegt halt nicht auch noch drin.

  • Ralph Sommerer sagt:

    Die ganze Debatte um den Pendler-Abzug gründet m.E. darin, weil „man“ offenbar nichts einfach „normal“ machen kann, sondern immer alles in idiotische Dimensionen treiben muss. Es mag sein, dass man das Pendeln einmal gefördert hat, um Büezern auf dem Land Zugang zum gutbezahlten städtischen Werkplatz zu verschaffen oder umgekehrt Vororte als geeignete Wohnlagen für den städischen Werkplatz zu verkaufen. Niemand hat etwas gegen das Vorort-nach-Stadt-Pendeln, aber es muss doch Grenzen geben. Können wir uns darauf einigen, dass, wer mehr als 3000.- verpendelt, für den Rest selber bezahlen soll?

  • Martin sagt:

    Ich kenne auch einige Pendler. Vor allem ältere. Wenn bspw. ein Mann arbeitet und dann befördert wird und die neue Stelle dann anstelle von Zürich bspw. in Bern ist, kann er doch nicht seine ganze Familie zügeln, sein Haus verkaufen, die Kinder neu einschulen und sie aus ihrem Umfeld reissen. Pendeln ergibt durchaus Sinn und sollte weiterhin mit einem „Pendlerabzug“ verbunden sein. Pendeln alleine ist schon anstrengend genug und teilweise auch sehr mühsam.

  • Tom Wetterwald sagt:

    Ball flach halten. Es wird nicht der Pendlerabzug abgeschafft sondern auf CHF 3000.- limitiert. Die meisten per ÖV reisenden Pendler dürften also nur sehr am Rande betroffen sein und auch viele Autopendler nicht.

    In diesem Sinne wird ein vermutlich etwas starker Anreiz zum Pendeln nur reduziert. Ich bin selbst betroffen und stimme doch ja.

  • Joseph Bucheli sagt:

    Ich finde diese ein guter Vorschlag, obwohl ich von dieser Aenderung stark betroffen wäre (höhere Steuern).
    Dies würde sicher zu einem erhöhten Bewusstsein bezüglich Mobilität führen.
    Allerdings wird diese Aenderung längerfristig zu einer Entvölkerung der Randgebiete führen. Das aber einmal mehr Leute in der Stadt und einmal mehr auf dem Land wohnen ist ein normaler Zyklus.

  • peter sagt:

    3000 Franken Bahnpendlerabzug beinhalten bei einem 30% Kostendeckungrad der Bahn zusätzliche 7000.- an Subventionen welche durch den Steuerzahler zu berappen sind (es ist nicht „Bundesgeld“, es sind Steuergelder die ausgeschüttet werden)

    Um soviel Subvention über Steuern zu generieren, könnte der aequilvalente Pendlerabzug locker bei 24`000.- Franken liegen, was bei einem durchschnittlichen Steuersatz von 30% auf den verbleibenden 21000.- eine Steuereinsparung von 7000.- ergibt,

    sodass der Automobilist finanziell gleichwertig wie der Bahnfahrer behandelt wird

  • Christian Duerig sagt:

    Welcher Pendler pendelt mit Vergnügen ? Wissen Sie, worum es geht ? Sie werden lange warten müssen, bis der Monteur vor Ihrer Haustüre steht. Das Werkzeug wird Cargo liefern. Unterdessen können Sie Kekse backen und den Monteur verwöhnen. Die Rechnung wird Ihnen später zugestellt.

  • hazet sagt:

    Wenn schon dann aber konsequent für alle! Auch selbständig Erwerbende dürf(t)en Wegkosten zum Arbeitsplatz nicht mehr als „Gewinnungskosten“ angerechnet werden. Ob dies durchgesetzt werden kann bezweifle ich!

    • peter sagt:

      NEIN, gar nichts am Steuerabzug verändern, die mehrfache Umverteilung immer zu Lasten des MIV muss ein ENDE haben

  • Hannes Müller sagt:

    Es ist de facto einfach eine Steuererhöhung.

  • Freddy sagt:

    Das ist eine Verdrehung der Tatsachen. Der Staat will sicher nicht das Pendeln fördern. Er soll jedoch das „Nettoeinkommen“ fair ermittlen und somit eine gewisse Steuergerechtigkeit herbeiführen. Es ist eine Tatsache, dass einem Pendler bei gleichem Lohn am Monatsende weniger bleibt als jemandem, der zu Fuss arbeiten gehen kann. Der Pendler hat zudem kaum eine Wahl und kann die Kosten wenig beeinflussen. Ihm Absicht oder Umweltverschmutzung zu unterstellen ist gewagt und zielt an der Realität vorbei. Die Abschaffung des Abzugs führt nur zu neuer Steuerungerechtigkeit, bringt also nichts.

  • Naseweis sagt:

    Die Schweizer pendeln immer mehr und immer weiter!
    Klar, das stimmt aber ich kenne niemanden der das freiwillig oder gar gerne tut! Alle tun dies weil sie dazu gezwungen werden. 1. durch ihre Arbeitgeber und/oder 2. weil sie gezwungen sind ihrne Wohnort immer in entferntere Galaxien, nein sorry entferntere Orte zu verlegen um die Wohnungsmiten bezahlen zu können. Auch wenn sich mittlerweile die meisten ihre Zeit beim Pendeln im öv an Smartphon o.ä vertreiben feststeht das ist sinnlos vergeudete Lebenszeit. Zeit die den Familien verloren geht und oft sehr unangenehm ist. speziell im öv

  • Philippe sagt:

    die Pendlerkosten gehören bisher zu den Gestehungskosten für ein Monatseinkommen. Man kann das System korrigieren, wenn man eine Umlenkung erreichen will, aber bitte, ohne die Rechtssicherheit der Arbeitnehmer zu gefährden, welche ihre Rechnung basierend auf der aktuellen Steuerabzugsfähigkeit gemacht haben. Aus Anstand müsste deshalb eine minimale Uebergangsfrist von 5-10 Jahren gewährt werden, da ein seriöser Arbeitsplatzwechsel nur langfristig ins Auge gefasst werden kann. Wenn nun einseitig die ‚flexiblen‘ Arbeitnehmer durch zu kurze Fristen bestraft werden, ist das politisch unfair.

  • Michel Thomet sagt:

    Leider wurde mit diesem billigen Trick den Pendlerabzug zu begrenzen, um auch die letzten wahren Eidgenossen, die noch Bundessteuern bezahlen zusätzlich an die Melkmaschine anzuschliessen ein unnötiger Stolperstein eingebaut. Die dilettantische Begründung damit auf der Nachfrageseite etwas Mobilität zu steuern und die Umweltbelastung zu reduzieren, wird wirkungslos verpuffen. Und die damit erzielbaren Steuererträge von 200 Mio. sind auf die Gesamteinnahmen des BIF von ca. 5 Mia gesehen ja auch eher peinlich. Schade, die FABI-Vorlage weist einige gute Punkte auf.

  • glatzi sagt:

    Liebe Mitbürger, Ihr müsstet so viel wie Ihr hier schreibt an die Parlamentarier nach Bern und an den Bundesrat schreiben. Nur dann bewegt sich was. Seit den 80ern wurde vom Bundesrat den Leuten gesagt: Wer arbeit will muss bereit sein, zu pendeln. Der Staat hat gut an den Pendlern verdient Nun will man noch mehr und Pendeln ist sozusagen eine Umweltsünde, laut den Regierenden. Das kann doch nicht sein. Schreibt per e-mail an die Bundesräte und die Parlamentarier. Sonst machen die was SIE wollen!

  • Mike Müller sagt:

    Klar: Pendeln hat teilweise auch mit Opportunismus zu tun. Kenne viele, die im Kanton Aargau leben, ein Einfamilienhaus haben, tiefere Abgaben (Krankenkassenprämien) bezahlen, aber in der Stadt Zürich arbeiten und dort den höheren Lohn als in ihrem Heimatkanton beziehen. Nur: Solche Auswüchse hat der Bund selbst gefördert, indem er in jedem Kaff S-Bahnhof und Bushaltestellen bauen liess. Und die meisten Jobs sind nun mal in den Städten und nicht auf dem Land. Zudem pendeln die Bundesräte ja auch – und müssen ihr 1.-Klasse-Billett nicht mal bezahlen, trotz ihres hohen Lohns.

  • Monica sagt:

    …und wo genau wohnt dieser Schwyzer, der 120 Kilometer am Tag zurücklegt? Wäre alles doch nur viel einfacher. Bezahlbarer Wohnraum direkt neben dem Büro. Firmen, die alle neben dem Bahnhof liegen. Ich bin jahrelang gependelt. Ein grosser psychologischer Stress und viel Freizeit, die „verloren“ geht. Jetzt bin ich selbständig und arbeite von zuhause aus.

  • Hans Kohler sagt:

    Eine florierende Wirtschaft bedingt eine gut funktionierende Logistik.
    Wieso können Politiker und Führungseliten nicht zugeben, dass Staat und Wirtschaft die Leute aus wirtschaftlichen oder anderen Gründen zwangsweise dazu bringen, zu pendeln? Und dass sie daran gut verdienen?
    Ich nehme Politiker, die solche Forderungen stellen, erst dann ernst, wenn Sie auf ihr „Gratis“-GA verzichten, nur ein benzinsparendes, vollbesetztes Vehikel benutzen, oder ihre gesamte Logistik per Velo oder zu Fuss durchführen. …und es schaffen, eine entsprechende, sozialgerechte Gesetzgebung auf die Beine stellen.

  • Martin sagt:

    Immer diese Linke Hetze gegen die arbeitende Bevölkerung, einfach unerträglich diese Pendlerphobie

  • Paul sagt:

    Nur schon in 10 Jahren werden wir uns solche Probleme zurückwünschen.

  • Herzog sagt:

    Diese Vorlage ist einfach der falsche Lösungsansatz für das Problem
    Die Vorlage wird anangenommen:
    Einen haufen Penlder wechseln zum Auto -> das Strassennetz wird noch mehr belastet und kollabiert. Das selbe würde mit dem Schinennetz geschehen, wenn ein haufen Autofahrer zum Pendler werden würden.
    Ich sage, es macht keinen Sinn, beides auszubauen. Und wenn man das tut, wird man sich früher oder später entscheiden müssen, ob man das Strassennetz zu Gunsten der Schine aufgibt oder umgekehrt. Das ist sicherlich überspitzt, aber darauf wird es irgendwann hinauslaufen.

  • Peter Steiner sagt:

    Solange mir der Staat über die ALV vorschreibt, dass ich bis zu vier Stunden Pendelweg in Kauf zu nehmen habe, solange sehe ich nicht ein, dass ich die Pendelkosten nicht von den Steuern abziehen kann.

  • Christian Schmidlin sagt:

    Ich benutze für den Arbeitsweg keine Autobahnen und arbeite auch nicht in einem Ballungszentrum. Der Arbeitsweg ist 50 km, Dauer ca 45 Minuten, mit der Bahn 2 Stunden. Näher hat es in meinem Arbeitsgebiet keine Stellen. Ein Wechsel des Arbeitsgebiets kommt mit 58 nicht mehr in Frage, das bezahlt niemand.
    Zu meinem Wohnsitz bin ich eher zufällig gekommen, er ist jetzt aber Heimat für uns.
    Heimat, ein Begriff der den Bewohnern der Ballungszentren nicht bekannt zu sein scheint.
    Diese Heimat hat meinen Kindern die ideale Voraussetzung fürs Leben gegeben, alle drei studieren erfolgreich.

  • Enno sagt:

    Im Endeffekt nur wieder der Versuch das Selbstbestimmungsrecht der Bürger zu beschneiden und neue Steuern und Abgaben einzuführen. Wer das nicht sieht hat einen Mangel an Intelligenz. In der Schweiz ist Wohnraum ausserdem knapp und teuer – da bleibt vielen doch gar nichts anderes übrig als zu pendeln! Aber macht nur weiter so – zerfleischt euch selber über Kleinigkeiten und verliert die wahre Absicht ruhig aus den Augen. Es ist ja nicht mein Land das den Bach runtergeht.

  • Burkhard sagt:

    Ich habe einen Arbeitsweg von 2 Stunden im Tag, Ich hätte auch lieber meinen Arbeitsplatz dort wo der Wohnort ist. Freizeit ist mir wertvoller als der Steuerabzug, wer fährt denn pro Tag schon gerne 2 Stunden, wenn er nicht muss. Es ist wohl ein Schwachsinn, zu behaupten, es gebe dann weniger Verkehr und mehr Platz im Zug. Die Züge im Raum Zürich sind so stark ausgelastet und es ist ja fast nicht mehr möglich, noch mehr Züge via Stadelhofen fahren zu lassen. Wer auch glaubt, dass nach der Annahme der Initiative Autofahrer umsteigen glaubt auch noch ans Christkind.

  • Ich kann das nicht mehr lesen, glauben Sie ich pendle freiwillig ? Ich habe alles unternommen nach meinem Auslandeinsatz wieder eine Stelle zu finden. Ich bim der Bundeskanzlei heute noch dankbar, dass Sie mir diese Chance gab. Hätte ich nur in meiner Umgebung gesucht hätte ich die RAV am Hals gehabt.

  • Dani sagt:

    Na logisch, die Fussgänger haben einen Nachteil. Woher mag dieser Vorstoss wieder kommen? Ich bin selbstständig und beschäftige rund 20 Personen. In der Branche der wir tätig sind, ist es extrem schwer Personal zu finden, da wenige den Job so ausüben können, dass ihre Hirnzellen auch arbeiten. Also hole ich das Personal von überall aus der Schweiz. Da der Preisdruck extrem hoch ist, kann man natürlich nicht weiss Gott was für Bombengehälter zahlen. Auch kommt dafür, dass wir nicht beim Bahnhof stationiert sind. Stellt euch vor, die Arbeitnehmer dürfen für das Pendeln nichts mehr abziehen…. Nein meine Damen und Herren, so nicht. Denn auch der liebe Fussgänger kann plötzlich das Pech haben 100km pro Tag fahren zu müssen. Nimmt mich wunder ob der Fussgänger dann Fussgänger bleibt? Nimmt mich wunder wenn er dann 500-1000 weniger in der Hosentasche hat, ob er dann noch so Aussagen macht? Ohne die Zeit zu rechnen die ein Arbeitnehmer in Kauf nehmen muss.

    Überlegt euch auch diese Aspekte, nicht nur immer egoistisch die „Ist-Situation“.

  • Peter Wirz sagt:

    Umweltbelastend sind nicht die Pendler Zuege sondern die Immigranten

  • Peter Wirz sagt:

    Was soll dieser Unsinn, Fr. Leuthardt hat ja mal zum pendeln aufgerufen. Ihr pendelt zum Fussball, zum Eishockey zum Skifahren,etc.Wohne in Tokyo, 90% der Bevoelkerung pendelt pro Tag 90 min in die Stadt und dann 90 min nach Hause.
    Keine Diskussion. Ansonsten kein Job. Ihr habt noch Probleme in der Schweiz.

  • Monika Hunkeler sagt:

    Umweltsuender? Soll das ein Witz sein ? Ich waere noch so gerne kein Pendler gewesen, aber wen die Jobsituation staendig aendert und man nicht staendig umziehen moechte, weil man versucht ein soziales Umfeld mit Freunden zu erhalten, bleibt einem ja gar nichts anderes uebrig.

  • Roland Steiner sagt:

    Das Problem wird wieder einmal mehr von der falschen Seite her betrachtet. Mit dem Ausbau der Verkehrsinfrastrukturen wurde die Zentralisierung der Wirtschaft gefördert. Dadurch wurden immer mehr Arbeitnehmer gezwungen, in dies Arbeitszentren zu pendeln. Früher wurden die Firmen mehr über die Schweiz verteilt angesiedelt. Grosse Firmen bauten sogar ganze Arbeitersiedlungen für ihre Belegschaft, damit diese nahe der Fabrik wohnen konnten. Die Verkehrsinfrastruktur darf auf keinen Fall weiter ausgebaut werden. Die Firmen müssen dazu gebracht werden sich besser über die Schweiz zu verteilen.

  • Ajay Mathur sagt:

    Ja. Pendlen sollte nicht durch Steuerabzüge subventioniert werden – weder Bahn- noch Auto-Pendler. Viel mehr sollte das Arbeiten zuhause mit Steuerabzügen, sowohl für Unternehmen als auch für die Arbeitenden gefördert werden. Besonders in Dienstleistungsbranchen, wo die „Bürobewohner“ sich über Wochen kaum Treffen und ausschliesslich über Emails und Messagingtechnologien untereinander kommunizieren, gibt es kein Grund dafür ins Büro zu fahren. Wir stecken in ein „Fliessbandarbeitsplatz-Bewusstsein“ des 20. Jahrhundert. Home-Working und Ride-Sharing ist die Antwort.

    • Herzog sagt:

      Das ist Utopie!! Zurück zur Realität: die allerwenigsten können Home-Office machen! Kaderpersonen in aller Regel! Alle anderen meist nicht – und das wird auch so bleiben! Pendler müssen pendeln, um zu arbeiten! Wenn sie dabei noch die Umwelt schonen, kann es nicht angehen, dass ein GA ein Vermögen kostet! Es muss auch für kleinere Einkommen finanzierbar sein!! Sonst gehen dann alle mit einem Auto zur Arbeit, was verheerende Auswirkungen auf die Umwelt, enormes Verkehrsaufkommen, Parkplatznot…!!

  • Damals in Winterthur: Ich wohnte am Stadtrand und hatte besonders im Winter Mühe mit dem Bus bis zum Hauptbahnhof zu kommen. Dort wieder auf den Zug warten. Mit dem Auto ging das damals viel schneller. Als die S-Bahn zu mir kam direkt nach Zürich, wurden einfach die Mieten teurer und ich musst wieder aus der Stadt ziehen. Wollen diese dummen Politiker ein Volk von Fahrenden die der Arbeit nachreisen müssen? Wenn politisch schon nichts gegen die hohen Mieten in den Städten unternommen wird, sollen die Politiker wenigstens den Mund halten oder sinnvolle Lösungsvorschläge bringen.

  • Hans P. Grimm sagt:

    Wenn wir nicht mehr pendeln, arbeiten wir nicht mehr.

    Wenn wir nicht mehr arbeiten gibts keine Steuern mehr und kosten fürs Sozialamt.

    Aber vielleicht will man das so?!!

  • Stadtvelofahrer sagt:

    ich wohne und arbeite in der stadt und fahre täglich mit dem velo zur arbeit. im winter benutze ich einige tage/wochen das tram. diese paar hundert franken die so steuerlich in abzug bringen kann ist im gegensatz zum höheren mietzins nichts. warum werde ich also als „umweltschützer“, ich provoziere hier absichtlich ein wenig, steuerlich einem pendler nicht gleichgestellt.
    ich will meine mietmehrkosten, gegenüber einer vergleichbaren wohnung auf dem land, auch von der steuer absetzen dürfen.

  • DELAY sagt:

    Votre analyse est tout simplement pitoyable … il n’y a pas d’autre mot.
    C’est indigne de la part d’un journaliste, votre vision du problème est tellement simpliste.

    Vous êtes vous demandé combien votre Schwytzois devait débourser par mois pour sa voiture ??

    C’est sciemment que vous omettez cet aspect, vous n’êtes pas factuel.
    Je le redis c’est pitoyable …

  • daniela wyss sagt:

    ich habe mich noch selten vor einer abstimmung derart über lügen einiger politker und wirtschaftsvertreter geärgert.
    sowohl was die einwanderungsinitiative als auch fabi betrifft. das muss bei den nächsten wahlen konsequenzen haben, sonst sehe ich schwarz für ein weiterbestehen der CH- als eigenständiges land mit eigenem charakter und kultur. vielleicht sollte man unsern politiker mal klarmachen, dass einheitsbrei auch nicht das goldene vom ei ist- im gegenteil. mischt man alle farben kommts nur grau heraus! sogar in der bildung gehen wir richtung grau- was tun wir den jungen an?.

  • Dieter Sprenger sagt:

    Dieser ideologische Beitrag ist nicht relevant und bestraft jene welche auf das Pendeln angewiesen sind . Zudem trägt jeder Pendler mit seiner Arbeit und deren Verdienst auch an unseren Wohlstand bei . Kaum je ein Arbeitnehmer pendelt Tagtäglich freiwillig , mit dem Hintergedanken die Umwelt absichtlich zu belasten !

  • Stefan Gisler sagt:

    Auch ohne Abzug werden die meisten weiterhin pendeln. Entweder ist am Arbeitsort das Wohnen unbezahlbar wie z.B. in Zug oder Zürich Stadt. Oder es hat mehrere Personen im Haushalt und die Arbeitsplätze sind an verschiedenen Orten. Oder am Wohnort, wo die Kinder zur Schule gehen und alle Freunde und Verwandte wohnen, hats keine geeigneten Arbeitsplätze. Nach Zug pendeln täglich 36’000 Menschen (nur 16’000 weg) . Sollen die und ihre Familien über Nacht bei uns eine Wohnung finden bei Mietpreisen von über 3000 Fr. für 3- od. 4-Z-Wohnungen? Das hiesse rund 50’000 Zuwanderer über Nacht.

  • André Dünner sagt:

    „Nein! Nicht schon wieder ich mit einem Kommentar!“

    Wenn ich mich so durch die Medien durchblättere fällt mir etwas auf. Es wird immer mehr von „wir produzieren zuviel …“ oder „wir machen zuviel“ … „wir sollten nicht mehr“ … „es wird zu dicht/kompakt/komprimiert“ .

    Einmal ganz anders gefragt; „welches Verhältnis gibt es mit einer klaren Aussage darüber: welches ist das natürliche Verhältnis Fläche und Dichte von menschlichem Vorkommen?“

    Und haben wir die Antwort darauf, dann haben wir die Aufgabe. Nun können wir diskutieren wie die Sache anzugehen ist als über Preise zu debatieren.

  • A. Meier sagt:

    FABI und die Abschaffung des Pendlerabzugs passen genau ins Schema „Gewinne den Privaten, Kosten dem Steuerzahler“.
    Und zwar nicht allen Steuerzahlern, sondern nur den Arbeitnehmern.
    Ich werde die Pendlerkosten auch nach Annahme von FABI in voller Höhe abziehen können – und zwar im Jahresabschluss meiner Firma.
    Pendelnde Arbeitnehmer sollten einfach wissen, dass sie durch FABI einseitig benachteiligt werden.

  • Daniel Stanislaus Martel sagt:

    Pendeln IST sinnlos… nur haben die Meisten keine Wahl wegen der Wohnungspreise… aber das ist kein Problem. Man bestraft einmal mehr die tiefen Einkommen!

  • Herzog sagt:

    Umweltschutz Nr. 1:
    Die ÖV’s sind eh schon viel zu teuer in der Schweiz!! Die Menschen (Pendler) müssen arbeiten gehen und sie tun gleichzeitig etwas für die Umwelt, wenn sie Zug fahren – das dient allen!!

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