Derrière l’image du bonheur, la rhétorique de l’exclusion

L’affiche est plutôt belle. Une jeune femme épanouie et souriante, un bambin dans ses bras, et qui regarde droit dans l’objectif. L’image même du bonheur familial en quadrichromie, et une certaine idée de l’épanouissement féminin. Oui, elle est mère, et heureuse de l’être! Placardée en grand au-dessus du trottoir, elle me prend à témoin de sa félicité.

Son discours, pourtant, n’a rien d’une ode à la maternité. Il respire le mépris, l’exclusion. «Je ne veux tout de même pas cofinancer les avortements», me dit la jeune femme. Et pour- quoi donc? Parce que cela risquerait de ternir un peu l’éclat de son bonheur? Parce qu’elle se sentirait moins mère, moins heureuse si elle devait prendre sa part – financièrement – à la détresse d’une autre femme qui ne conduirait pas sa grossesse jusqu’au terme? Visiblement, sa nouvelle maternité ne lui donne pas plus d’humanité, mais lui retire une part de sa compassion pour autrui.

Une belle image, un discours qui respire l’exclusion: l’affiche résume à elle seule la triste campagne des partisans de l’initiative anti-avortement, réfugiés derrière le bonheur de la maternité pour mieux occulter la réalité des interruptions de grossesse.

L’avortement n’est pas une question d’argent. C’est une décision toujours difficile

Image d'illustration: Keystone

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Car, pour les initiants, l’avortement n’est qu’un mot, un concept, une affaire d’argent. Sur leur site internet, l’argumentaire est d’ailleurs très largement financier. En supprimant le remboursement de l’avortement dans l’assurance de base, le comité d’initiative promet de faire baisser les coûts de la santé, de 8 à 20 millions de francs. Il évoque aussi, sans le chiffrer, l’important potentiel d’économies sur les coûts indirects que sont les troubles psychiques, l’alcoolisme, la toxicomanie et les dépressions induits par les interruptions de grossesse.

En somme, l’initiative serait une bonne affaire à la fois en termes de santé publique et de contrôle des coûts de l’assurance-maladie. Quant aux malheureuses qui voudraient s’adonner au loisir de l’avortement, l’initiative les incite à conclure une assurance complémentaire privée, pour 2 à 3 francs par mois.

Peanuts pour les unes, et soulagement moral pour les autres: à se de mander vraiment pourquoi personne n’y avait pensé lorsque le parlement a mis sous toit la solution du délai, ratifiée à plus de 70% par la population!

Pourquoi? Parce que tout simplement l’avortement n’est pas une question d’argent. Mais c’est une décision – difficile – prise par une femme ou un couple. Une décision encadrée par la loi, qui ne laisse le libre choix de poursuivre ou d’interrompre une grossesse que durant une courte période.

Présenter l’avortement comme une contraception à moindre coût ou une prestation sociale dont certaines voudraient abuser, tout cela n’est que suppositions gratuites. Une manière abjecte de stigmatiser les femmes confrontées à un choix dont elles se passeraient bien.

378 commentaires sur «Derrière l’image du bonheur, la rhétorique de l’exclusion»

  • Meier Pirmin dit :

    Diese Diskussion wird nicht weit führen. Das Menschen- und Frauenrecht auf Abtreibung gehört zu den Fundamentals des Feminismus, so dass Andersdenkende aus dieser Sicht genau so « niederträchtig » sind wie Abtreibende zur Zeit, da dies noch als Verbrechen galt. In der heutigen geistigen Situation, wo der von Frauen wie Judith Mayencourt beherrschte Mainstream völlig anders läuft und auch CVP-Kantonalparteien im Aargau und Thurgau mit überwältigender Mehrheit die Initiative ablehnen, wäre es besser gewesen, diesen Religionskrieg bleiben zu lassen. Ungeborene sind trotzdem kein blosser Zellhaufen.

    • Frank Baum dit :

      Der Feminismus hat die Ungeborenen zu einem blossen Zellhaufen reduziert. Den soll man nach belieben eliminieren können und das auch noch ganz bequem auf Kosten der Allgemeinheit. Das ist die Werteordnung des Feminismus. Da wird das Bild einer Mutter mit Kind schon als « Maske der Glückseligkeit » verunglimpft.

      • Sibylle Weiss dit :

        Hier pflichte ich Ihnen bei; man kann diese ewige Mitleidmasche bald nicht mehr hören bzw. lesen. Das Ganze « Drama » wäre schlicht und einfach durch Verhütung zu verhindern, zumal die Jungen heutzutage nicht früh genug mit der Pille beginnen können. Sehe tatsächlich auch nicht ein, wieso andere unbeteiligte Versicherte fremdfinanzieren sollen, selbst aber wenig bis gar nichts davon haben. Könnte mir auch vorstellen, dass nicht jeder an ständig steigenden KK-Prämien interessiert ist, sodass man eines Tages für eine schlichte 3.Klassversicherung OHNE Zusatz CHF 1000.-/Monat zahlen muss.

        • Markus Bollinger dit :

          Rauchen Sie? Trinken Sie Alkohol? Ich hoffe nicht. Sonst frage ich mich auch, warum ich die Behandlungskosten der daraus entstehenden Krankheiten mitfinanzieren soll? Fahren Sie Ski? Spielen Sie Fussball? Usw. usf. Entweder wir haben eine KV oder nicht.

          • Eveline Müller dit :

            Es geht bei der Initiative nicht darum, ein Ungeborenes als « blossen Zellhaufen » zu definieren. Es geht einzig und allein um die Kostenfrage, denn dass Abtreibungen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt legal sind, wurde bereits vor einigen Jahren durch das Volk bestimmt.
            Und was die Kosten angeht, stimme ich mit Herrn Bolilnger überein, ungewollte Schwangerschaften sind in einer Krankenkasse nicht der einzige Kostenpunkt, der selbstverschuldet ist. Ganz im Sinne von « Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein »

          • Ruth Buchli dit :

            Danke, Markus Bollinger. Ich bin ganz Ihrer Meinung.

        • Schmid dit :

          Frau Weiss, Sie vergessen, dass die Kirche eines grosser Teil der Initianten auch gegen Verhütung ist. Von einer Fremdfinanzierung bei Ihrer schlichten 3. Klassversicherung ist da auch nicht viel. Im Durchschnitt kostet diese heute pro Jahr um 2800.- Fr. Die Abtreibungskosten betragen 8 Mio. Fr./J. das macht bei 8 Mio. Versicherten gerade mal 1 Fr.
          In Worten EINEN FRANKEN PRO VERSICHERTEN! Von Sparen ist da wenig, aber viel von schlechter Ausrede und pseudo Frömmlerei. Den Initianten geht’s ja nicht um’s Sparen, sondern um die Abschaffung der Fristenlösung in Rosstäuschermanier!

    • Hans Christian Müller dit :

      Es geht doch hier nicht um die Frage von Menschenrechten, Herr Meier, sondern um die Frage, ob die Krankenkasse einfach so leistungspflichtig wird, wenn eine gesunde Frau von ihrem Recht auf ordentlichem Weg Gebrauch msacht. Und darüber kann man tatsächlich in allen möglichen Varianten streiten. Ebenso kann und darf man darüber streiten, ob ein Mann – auch wenn er sich damit schwer tut – seinen Anspruch auf Viagra nicht aus dem eigenen Geldbeutel zu berappen hat. Man kann dies – wie es kürzlich ein Leser dargelegt hat – über Zusatzversicherungen regeln, wenn es denn sein muss.

  • Peter Meier dit :

    Man muss es nennen was es ist: eine durch und durch widerwärtige Initiative! Deshalb ein wuchtiges NEIN für die ewiggestrigen Fundamentalisten! Diese würden am liebsten gleich eine christlichr Scharia einrichten, so tadikalisiert sind diese Leute!

    • John Basler dit :

      Herr Meier ich denke ich bin das Gegenteil von einem Fundamentalisten und eine Scharia möchte ich erst Recht nicht !! Trotzdem habe ich Mühe damit, wenn sich 2 Hirnlose Menschen ihrer Lust hingeben und sich KEINE Gedanken über Verhütung machen und ich dann einer von denen bin, die eine solche Abtreibung finanzieren MUSS !!
      Mir ist es mehr als Egal wer mit wem und was daraus wird , aber ich denke es gibt schlicht und einfach die falschen Signale , verhüten für was, die anderen bezahlen ja !Zur heutigen Zeit sollte es wirklich nicht mehr nötig zu sein, einen Schwangerschaftsabbruch vorzunehmen!

      • Nadia Silbereisen dit :

        @Basler: Ich habe es satt, ständig zu lesen, dass Frauen oder Paare mit Absicht nicht verhüten und deshalb eine Frau ungewollt schwanger wird. Das ist wirklich absoluter Blödsinn!!! Eine Abtreibung ist nämlich alles andere als angenehm, man kann daran verbluten, leidet Schmerzen! Da ist die Spirale doch noch erträglicher, sorry! Ungewollte Schwangerschaften entstehen durch VerhütungsPANNEN und die haben nur bedingt was mit dem IQ der Betroffenen zu tun!

      • Tina dit :

        und genau mit den gleichen Argumenten schaffen wir Leistungen für kranke Menschen ab, welche aufgrund von Alkohol, Zigaretten oder anderen Drogen eine Erkrankung erleiden… sorry so einfach ist es nicht!!!

      • Maria Halder dit :

        Ja, Herr Basler, als ob es zig Tausende solcher Fälle gibt, die Sie jeden Tag mitfinanzieren müssen. Sie finanzieren ja auch ohne zu motzen Viagra.

      • Susanne Hofmeier dit :

        Herr Basler, leider ist noch kein Kraut gegen Selbstgerechtigkeit gewachsen, ich würde Ihnen gerne ein gerütteltes Mass davon schenken. Alternativ dazu kann ich Ihnen nur raten, Ihre Lebensführung in jeder Hinsicht mustergültig zu gestalten, damit Sie nie die Solidarität anderer beanspruchen werden müssen.

    • Brunner dit :

      Kein einziges sachliches Argument, nur Beleidigungen. Andere runter machen und persönlich angreifen muss man nur, wenn man mit sachlicher Argumentation nicht durchkommt.
      Somit spricht Ihr Beitrag für die Initiative, deren Argumente durchaus nachvollziehbar sind.

    • Zurbrügg dit :

      Widerwärtig sind vor allem die Befürworter der Abtreibung. Die Niederträchtigen Anschuldigungen der Mordbefürworter gegenüber den Menschen, welche noch Ethik und Moral besitzen zeigen, dass ihnen die Argumente und die Menschllichkeit fehlen.

      • Hannes Müller dit :

        « Gibt Gott ein Häschen, gibt er auch ein Gräschen. » Diese Haltung war für mich schon immer zynisch gegenüber diesen Frauen.

    • Carolina dit :

      Weder Ihr Beitrag, Hr Meier, noch Ihrer, Zurbrügg, sind der Sache dienlich. Man kann tatsächlich für die Fristenlösung sein, aber Abtreibungsfinanzierung zur Privatsache erklären. Eine Abtreibung hat mMn erst einmal nichts mit dem Anspruch auf Solidarleistungen zu tun (Notfälle immer ausgenommen), denn sie ist definitiv etwas anderes als eine Knie-OP. Auch wenn die Pille/der Gummi versagt haben, bleibt eine mehrtägige Frist, um rezeptfrei die Pille danach einzunehmen – eine gewisse Selbstverantwortung bei diesem heiklen Thema darf man vom einzelnen erwarten.

  • B. Folda dit :

    Dem kann jch nur zustimmen! Die Kampagne der Initianten ist erbärmlich, ihre Menschenverachtung offensichtlich.

    • R.Gafner dit :

      Mal ehrlich, wo wird Menschenverachtung sichtbar: Bei der Befürwortung dieser Initiative, oder beim Festhalten am RECHT der Abtreibung auf KOSTEN ALLER? Urteilt selbst!

      • Sisa dit :

        Die Krankenkasse beruht auf dem Solidaritätsprinzip. Sonst könnte ich auch argumentieren, ich wolle nicht für die Kosten verursacht durch Übergewicht und Rauchen aufkommen. Ich bin aber bereit, mehr zu zahlen, als ich vermutlich brauchen werde – eben aus Solidarität gegenüber jenen, die (aus welchen Gründen auch immer) diese Krankenkassenleistungen brauchen.

      • Hans Christian Müller dit :

        Richtig, Herr Gafner, wer das Recht auf Abtreibung und Viagra beansprucht, soll die Finanzierung über Zusatzversicherungen regeln, wenn es denn sein muss.

      • Peter Meier dit :

        Naja Herr Gafner, ich habe – um ganz ehrlich zu sein – auch meine Mühe damit, dass ich für idiologisch verblendete Leute die Krampfaderbehandlung oder ein neues Hüftgelenk mit bezahlen muss. Aber das gehört nunmal zu einer solidarischen Gesellschaft dazu. Es ist eine Tatsache, dass es bei Schwangerschaften Härtefälle gibt. Deshalb wurde die Fristenregelung geschaffen und vom Volk mit überwältigender Mehrheit angenommen. Jetzt kommen die christlichen Fundis aus dem Loch gekrochen und wollen – wieder mal – die Gesellschaft spalten. Das nervt nur und wird zum Glück am 9. entsprechend beantwortet!

        • R.Gafner dit :

          Solidarität hat einfach bei der KRANKENkasse dort ein Ende wo es genau genommen nicht um Krankheit geht, sondern um die Tötung eines Lebewesens.Wir alle können zu einer Kultur des Lebens in unserem Land beitragen, wenn wir nicht diese Verzweiflungstaten finanzieren sondern jeder Frau in so einer Situation helfen eine tragbare Lösung zu finden.Oft möchten diese Frauen gar nicht abtreiben, sondern werden von ihrem Umfeld gezwungen. Wenn sie dann Hilfe und Unterstützung erhalten, ändert sich dann auch oft die Verzweiflung in Mut und Freude. Helfen wir doch alle mit!

      • Carolina dit :

        Ich bin keine Abtreibungsgegnerin, aber trotzdem dafür, dass die Finanzierung Privatsache sein muss. Und ich sehe einen ganz fundamentalen Unterschied darin, ob die Solidargemeinschaft ein künstliches Hüftgelenk finanziert oder Unterstützung dabei leistet, (potentielles) Leben abzutreiben. Mal ganz davon abgesehen, dass in der Schweiz rezeptfrei die Pille danach zur Verfügung steht, muss man sich fragen, ob es die Selbstverantwortung unterstützt, wenn wir die A von der KK bezahlen lassen. Im in punkto A seit langem liberalsten Land Europas, England, muss eine A seit jeher privat bezahlt werden

        • Susann dit :

          und Sie möchten, dass Leute, die unfähig sind zu verhüten pronto Eltern werden? Und glauben Sie, dass der Gemeinschaft dadurch weniger Kosten entstehen als der läppische Betrag, den die Abtreibung kostet? Und sind Sie, da das Ende von Schwangerschaften ins Hoheitsgebiet der Selbstverantwortung fallen, gegen die KK-Übernahme von Geburtskosten?

        • U. Knecht dit :

          +1

        • Carolina dit :

          Susann, natürlich müssen Geburtskosten von der KK getragen werden. Der Staat/die Solidargemeinschaft müssen in erster Linie daran interessiert sein, dass wir Nachwuchs zeugen, das Staatswesen ist nicht für das Abtöten, sondern für die Erhaltung/Förderung/Gesundwerdung von Leben zuständig. Für Fälle, in denen Frauen eine Schwangerschaft, aus welchen Gründen auch immer, nicht vollenden können/wollen, haben wir eine Fristenlösung (die ich übrigens für absolut richtig halte). Aber für die finanziellen Folgen hat, ausser in definierten Notfällen, nicht die Solidargemeinschaft aufzukommen.

  • Werner Graf dit :

    Den Initianten geht es nicht ums Geld.
    In Dokumenten, welche nicht für die Grosse Kampagne gedacht sind, geben sie zu, dass es ausschliesslich um die Bekämpfung der Abtreibung geht. Somit ist diese Initiative eine verlogene Sache.

    • Hans Christian Müller dit :

      Worum es den Initianten geht, kann doch wohl egal sein. Sie Verlangen, dass die Abtreibung nicht über die Krankenkassen-Grundversicherung finanziert wird. Was im allenfalls im Bereich von Zusatzversicherungen läuft, die von deren Versicherten finanziert werden, wird von der Initiative nicht erfasst. Und auch hier: mit Menschenrechten hat das Ganze nichts zu tun.

  • ursula rey dit :

    bald soll das ahv-alter der frauen heraufgesetzt -, die wittwenrenten gestrichen werden und nun sollen sie auch noch den schwangerschaftsabbruch aus der eigenen tasche bezahlen. wird da auf dem rücken der frauen gespart?

    • Moser Lars dit :

      Bravo! Sie haben es doch wunderbar wieder bestätigt: Die Frau ist und bleibt das ewige Opfer! Warum auch das AHV-Alter erhöhen, auf das gleiche Alter wie der Mann – Frechheit! Witwenrenten streichen – Frechheit! Zum Glück kann dies der Mann gar nicht. Ohhh, der Bauch gehört doch mir, oder? Warum bitte schön, soll ich den der selbstbewussten, emanzipierten Frau von heute die Abtreibung bezahlen? Meine Vasektomie wird auch nicht aus der Grundversicherung bezahlt.

      • Meier Markus dit :

        Sie sollen nicht der selbstbewussten, emanzipierten Frau die Abtreibung bezahlen sondern für diejenigen Frauen einen Beitrag leisten, die finanziell und oft auch gesellschaftlich nicht ins schweizerische gutbürgerliche Mittelstandsglück geboren wurden.
        Wenn sie dafür nichts übrig haben, dann suchen sie sich bitte eine libertäre Nation als Wohnsitz aus, unsere ist auf Solidarität gebaut. Ich würde ja die USA empfehlen aber sogar die haben es was Krankenkassen betrifft mittlerweile ins 20 Jahrhundert geschafft.

        • Hans Christian Müller dit :

          Sie haben wohl nicht vollständig gelesen, Herr Meier. Herrn Mosers Vasektomie wurde auch nicht über die Grundversicherung berappt. Meine auch nicht, obwohl dadurch meine Gattin von der für sie äusserst problematischen Pille befreit wurde. Es gibt nun mall einfach Dinge und Vorgänge, die nicht durch die Allgemeinheit zu finanzieren sind.

          • Daniel Wyss dit :

            Herr Müller: Sie dürfen nicht Aepfel mit Kartoffeln vergleichen! Die Vasektomie (wie auch die Tubenligatur der Frau) wird nicht von der Grundversicherung bezahlt, genausowenig wie die Pille die sie Ihrer Frau in verdankenswerter Weise durch Ihre Vasektomie erspart haben. Aber ich kann Sie beruhigen: Den Betrag, den Sie für die Vasektomie bezahlen mussten hätte Ihre Frau bereits mit 2 Jahren Pilleneinnahme ausgegeben. Also ohne es zu wollen haben Sie auch aus ökonomischer Sicht sozusagen ein Schnäppchen gemacht. Vom Ideellen her sowieso. Eine Win-Win Entscheidung sozusagen.

    • Kaspar Tanner dit :

      Nein.
      Die Erhöhung des Rentenalters und die Abschaffung der Witwenrenten ist eine Anpassung an die heutige Realität.
      Die Initiative steht hingegen quer zum heutigen Ideal der Gleichstellung.
      Wer die Initiative und das damit zusammenhängende Rollenmodell unterstützt, müsste konsequent für die Beibehaltung unterschiedlicher Rentenalter, für eine Witwenrente und beispielsweise für die Diskriminierung des Mannes bei der Scheidung (da dieser dem Rollenverhalten gemäss IMMER Hauptverdiener wäre) sein.

  • C.R. dit :

    Es ist höchst bedenklich, wie in diesem Beitrag einmal mehr fehlende Eigenverantwortung schöngeredet wird. Denn das ist schwergewichtig, worum es geht: Eigen-verantwortung, resp. deren Fehlen. Und das kann/darf nicht durch Krankenkassengelder kompensiert werden.
    Ih spreche hierbei nicht von medizinisch indizierten Abbrüchen. Diese sollen/müssen unbedingt durch die KK beglichen werden.

    • --- dit :

      Dann soll aber auch ein Raser die Krankenhausrechmung selbst bezahlen oder ein Raucher, der Lungenkrebs hat—> zu dumm um vorauszudenken. Ich finde wir sollten das Amerikanische System einführen, in dem jeder seine Kosten selbst zahlen muss.
      Ah nein doch nicht. Die Amis haben auch gemerkt, dass es eine obligatorische KK braucht.

    • Adrian Humboldt dit :

      Und wieso muss ich dann die Geburt bezahlen von all den Frauen die Kinder kriegen? Das sollte doch auch in jedem seiner Selbstverantwortung liegen …

      • R.Gafner dit :

        Ja, Herr Humboldt, wer bezahlt in späteren Jahren mal die AHV- Beiträge ein, die SIE dann als AHV -Geld beziehen werden ?
        Die abgetriebenen oder die lebenden Babys von heute?

        • Adrian Humboldt dit :

          Aha! Also lassen wir doch möglichst viele junge Ausländer rein, die bringen uns dann AHV, ohne die Kinderkosten. Oder hat sich da doch ein Denkfehler eingeschlichen ….

        • D. Gürtler dit :

          Gafner: Was reden sie hier von AHV-Beiträgen? Kann doch jeder « vorausschauende » und Bürger, bzw. Bürgerin, sich seine Altersvorsorge selbst organisieren und ersparen. Und wenn wir schon dabei sind, wieso nicht ganz zurück zu den Wurzeln: In Sippen wohnen und sich selbst versorgen… Oh wait, sogar innerhalb von Sippen und Familien gibt es sowas wie ein Sozialbewusstsein. Bleibt also nur noch die Mogli-Variante: Ab in den Wald und auf Wiedersehen Zivilisation.

      • Roland K. Moser dit :

        :-D!

  • Oliver Steiner dit :

    Man spricht nur von der Frau – bei einem Kind gibt es aber auch noch immer einen Mann. Wenn die beiden zu dumm zum verhüten waren, kann doch verlangt werden, dass sie eine Abtreibung auch selber finanzieren. Wo ist denn das Problem? Es kann doch nicht angehen, dass Menschen immer mehr Verantwortung einfach abschieden können und Konsequenzen ihrer Entscheidungen nicht mehr selber tragen müssen! Und jetzt kommen sie mir nicht mit « Vergewaltigung » – für solche Fälle kann man immer noch eine Ausnahmeregelung zulassn. Und dann den Vergewaltiger belangen, wenn man ihn erwischt hat.

    • Daniel Wyss dit :

      Als einer der in seiner Karriere ein paar hundert solcher Eingriffe durchgeführt respektive betreut hat muss ich Ihnen sagen: so einfach ist es eben nicht! Es genügt, dass einer von beiden « zu dumm » zum Verhüten war. Die Last der Verhütung liegt zu 90% auf den Schultern der Frauen. Wenige Maenner sind bereit konsequent (jedesmal) und von Anfang an einen Gummi zu benützen – aber selbst dann gaebe es auf 100 Frauenjahre mind. 5 ungeplante SS. Auch Pille & Spirale sind nicht 100% sicher und werden nicht von allen vertragen. Zudem gibt es auch Konflikte, die erst zu Tage treten wenn die SS da ist

    • Daniel dit :

      Bitte beachten Sie doch das aktuelle Vorgehen: Eine KK muss bei jeder Abtreibung prüfen, ob diese berechtig ist, bevor diese Finanziert wird. Zudem würde die KK bei dem von Ihnen geschilderten Beispiel von ausbleibender Verhütung die Schwangerschaft, voll und ganz, von der KK finanziert werden, was VIEL teurer ist als eine Abtreibung! Ausserdem kosten ungewollte Kinder den Staat im Durchschnitt massiv mehr nachdem sie geboren wurden. Und welche Bevölkerungsschicht würde die selbst finanzierte Abtreibung nicht bezahlen können? Genau die « unterste », genau die, die Unterstützung nötig hätten…

    • Adrian Humboldt dit :

      Um das geht es bei der Initiative nicht, das ist nur ein Deckmäntelchen. Die Einsparungen stehen viel grösseren Mehrkosten gegenüber.

    • Hanna dit :

      Herr steiner; haben Sie auch schon einmal daran gedacht, wie viele Männer es heute immer noch gibt,die eine Frau als eine Art Spielzeug ansehen, das man weider wegwirft, wenn es nicht mehr passt. Viele Männer schwindeln immer noch « ich pass’ schon auf »; oder « ich benutze immer einen Gummi » und tun es nicht, so dass jemand perfid und hinterrucks geschwängert wird. Frau ist kein Spielzeug und auch kein Sexobjekt. Das, liebe Männer, dürft ihr euch auch mal merken: jede Frau hat auch eine Menschenwürde, die es zu beachten gilt.

      • Zähmer dit :

         » Viele Männer schwindeln immer noch “ich pass’ schon auf”; oder “ich benutze immer einen Gummi” und tun es nicht, so dass jemand perfid und hinterrücks geschwängert wird » – Nun ja, wenn eine Frau so vermindert intelligent ist, nicht zu merken, dass ein Mann kein Kondom trägt, oder naiv den Spruch « ich passe schon auf » glaubt (was bitte schön soll das denn praktisch überhaupt bedeuten?), dann soll sie sich nachher nicht beschweren, wenn das schiefgeht. « Frau ist kein Spielzeug und auch kein Sexobjekt. Das, liebe Männer usw. » – Sorry, aber sind diese Parolen direkt aus der « Emma » abgeschrieben?

      • Sportpapi dit :

        @Hanna: Sie glauben also, es gibt viele Männer, die absichtlich eine Frau schwängern? Aus Böswilligkeit? Oder weil sie unbedingt ein Kind wollen? Meinen Sie nicht, die haben da vielleicht das Geschlecht verwechselt, wenn schon?

        • Daniel Wyss dit :

          Lieber Sportpappi: Schon viel eher aus Rücksichtslosigkeit, Egoismus und weil viele schlicht von « Tuten und Blasen keine Ahnung » haben! Dünkt Sie das besser?

          • Sportpapi dit :

            @Daniel Wyss: Halten Sie denn Männer für doof? Welchen Vorteil soll ein Mann haben, « perfid und hinterrücks » die Verhütung zu sabotieren? Und das Risiko einzugehen, Zahlvater für ein Kind zu werden, das sie mit grosser Wahrscheinlichkeit kaum je zu sehen bekommen?

  • Karl Müller dit :

    11’000 Notfälle Jahr für Jahr? Und dabei sind diese Zahlen wohl nur die Spitze des Eisberges? Nein, dummerweise haben die Kampagnen der Befürworter in der Öffentlichkeit zutage geführt, dass auch Zeitmangel, Selbstverwirklichung und andere Gründe für eine Abtreibung herhalten müssen. Dafür ist die Solidarität nicht gedacht, im Gegenteil ist das ein Missbrauch der Solidarität. Darum JA zur Initiative für ein wenig mehr Fairness.

    • Meier Markus dit :

      « zutage geführt »? Wie das? Eine Whistleblower-Hebamme? Investigativjournalismus von engagierten Gebetszirkeln?
      Mal ehrlich, auf das Offensichtliche hinzuweisen und so zu tun, als wäre das eine grosse Leistung… hat einen etwas billigen Beigeschmack, finden sie nicht?
      Ja, die Leute wird es geben. Und weiter? Einige Leute missbrauchen die IV, sollen wir die deshalb auch abschaffen? Führt auch zu ein bisschen mehr Fairness und im gleichen Zug zu einer gewaltigen Unfairness gegenüber allen anderen Versicherten, genau wie diese fundamentalistische Initiative.

      • Frank Baum dit :

        @Meier: Sollte man die IV abschaffen, weil sie missbraucht wird? Nein, hat auch nie einer verlangt. Man muss sie aber refomieren, damit der Missbrauch möglichst unterbunden wird. Gegen zähen Widerstand der Linken hat man genau das gemacht und siehe da: die Kosten sind wieder tragbar und die IV bleibt für ihren ursprünglichen, solidaren Zweck erhalten. Genauso fordert die Initiative nicht die Abschaffung der Krankenkasse. Sie fordert aber eine Reform, damit Missbrauch ein Riegel geschoben wird und das ist richtig. Wir müssen mit unseren Sozialwerken sorgfältig umgehen, wenn sie uns lieb sind.

      • Carolina dit :

        Herr Meier, nochmal: Sie sind hier der Ideologe! Ich bin unbedingte Anhängerin der Fristenlösung, aber ich sehe wirklich keinen Grund dafür, dass eine Abtreibung (Notfälle selbstverständlich ausgenommen) nicht privat bezahlt werden sollte. Deswegen bin ich nicht fundamentalistisch oder gegen Abtreibung. Die Tatsache, dass man nicht mal mehr laut sagen darf, dass eine Abtreibung ein anderes Thema ist als eine Sportverletzung, ohne von Ihnen als unfair, fundamentalistisch etc bezeichnet zu werden, zeigt ja nur, wie bitter nötig diese Debatte ist.

    • Roland Strasser dit :

      @Müller: genau!

  • Roland K. Moser dit :

    Anstatt Abtreibungen verbieten zu wollen, wäre es richtig, endlich der Religionstümelei ein Ende zu machen: Religionen sind sind zu verbieten. Wer trotzdem daran leidet (Religion ist eine Krankheit!), wird in die Heimat seiner Heimat repatriiert.
    Die Religionskrankheit hat in einem Verfassungsstaat des 21. Jahrhunderts nichts verloren.

    • Thomas Meier dit :

      Sehe ich ähnlich – verbieten ist mir zwar zu radikal und wahrscheinlich nicht zielführend, aber Religion gehört reguliert und der Staat sollte Prävention dagegen betreiben. Nüchtern betrachtet ist Religion ähnlich wie Fettleibigkeit, man kann es den Leuten zwar nicht verbieten, aber es ist schädlich und verursacht der Gesellschaft Kosten / negative Effekte. z.B. sollte Staat / Kirche getrennt werden und sämtliche Prister eine Lizenz haben müssen. Wer z.B. demokratiefeindlich oder gegen Minderheiten (wie Schwule) hetzt, sollte die Lizenz entzogen werden. Keine Toleranz für Intoleranz!

      • Fiona Berger dit :

        Alle Männer, die jetzt so schön über die Frauen herziehen und die Abtreibung so vehement ablehnen, sind sicher gerne bereit, für jedes Kind, dass zusätzlich geboren wird. 18-25 Jahre lang Allimente zu Zahlen. Das wäre dann nur konsequent. Ich bin mir aber sicher, dass bei vielen dieser Kinderliebhaber beim eigenen Geld die Kinderliebe dann aufhört.
        Es ist halt leicht als Mann zu urteilen wenn Mann weiss, dass man selbst nie betroffen sein wird.

      • F. Müller dit :

        Und was sagen Sie zu Ihrer Intoleranz gegenüber von den jährlich 11’000 abgetriebenen Kindern?
        Diese versuchen wohl auch zu viele negative Effekte und Kosten?

    • Peter Pfrunger dit :

      Ich gebe Ihnen Recht in der Aussage zu Religion.
      Es überrascht aber, dass die gleichzeitig mit religiösem Eifer ihr Repatriierungsmantra herunterbeten. Sie sind doktrinär im Glauben alles Unheil komme von den Ausländern und könne mit der Ausweisung derselben gelöst werden.
      Ihr beiseite Schieben aller Fakten – nichts kann sie vom Gegenteil ihrer Lehre überzeugen – ist im höchstem Mass religiös.
       » wird in die Heimat seiner Heimat repatriiert. » soll wohl heissen  » wird in die Heimat seiner Religion repatriiert. » Das heisst nichts anderes, als dass sie religiös begründete Gesetze wollen, wie oben

      • Roland K. Moser dit :

        Sie drehen durch, weil Sie mit der Einfachheit und der Wirksamkeit meiner Lösung überfordert sind.

    • Nicholas Fliess dit :

      Was ist denn die Heimat seiner Heimat? Glauben Sie, Christen sollten nach Israel repatriiert werden, etc.? Denn von dort stammt ja das Christentum…

      • Roland K. Moser dit :

        Sollte heissen in die Heimat seiner Religion.

        • Nicholas Fliess dit :

          Also gehören Christen in den Nahen Osten, Herr Moser, ebenso Juden und Moslems. Das wird aber einsam werden für Sie, da bleiben ja nur noch die Anhänger keltischer und germanischer Gottheiten in der Schweiz…

    • Paul Müller dit :

      und wie viel Naivetät, verehrungswürdige, kindliche und unbegrenzt tölpelhafte Naivetät liegt in diesem Überlegenheitsglauben des Gelehrten, im guten Gewissen seiner Toleranz, in der ahnungslosen schlichten Sicherheit, mit der sein Instinkt den religiösen Menschen als einen minderwerthigen und niedrigeren Typus behandelt, über den er selbst hinaus, hinweg, hinauf gewachsen ist, – er, der kleine anmaassliche Zwerg und Pöbelmann, der fleissig-flinke Kopf- und Handarbeiter der « Ideen », der « modernen Ideen »!

      Nietzsche, Jenseits von Gut und Boese 58

      • Meier Markus dit :

        Und weil Nietzsche es gesagt hat, muss es wahr sein? Ich könnte ihnen sagen, was ich von Nietzsche halte, würde hier aber wohl (zurecht) zensiert.
        Am Ende des Tages sind Zitate wertlos und nur Fakten ermöglichen sinnvolle Veränderung, wie ca. 5000 Jahre Menschheitsgeschichte klar zeigen. In dem Sinne warte ich auf einen Gottesbeweis, danach einen Beweis, dass die Bibel von Gott kommt und dann möchte ich mit ihm noch ein langes Gespräch über Ethik haben. Bitte arrangieren sie das doch, ja? Bis dahin stimme ich mit NEIN.

        • Paul Müller dit :

          Wahr oder nicht wahr ist ziemlich egal, da es meiner Meinung entspricht, die nicht zwingend wahr oder unwahr sein muss. Nietzsche verpackt das ganze auch viel schoener.

          Weder bin ich Christ, noch habe ich Ja gestimmt, noch moechte ich mit Ihnen eine Diskussion ueber Ethik fuehren. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass die Aussage dass Menschen unter der Krankheit der Religion leiden von Naivetaet nur so strotzt.

      • Roland K. Moser dit :

        Beinahe 2000 Jahre Blut, Tränen und Elend in Europa wegen den Christen. Genügt das, damit Sie meine Forderung akzeptieren?
        In gewissen Ländern Europas ist die Abtreibung aus christlichen Gründen immer noch verboten. Als nächstes kommt der Zwang zum Glauben an Jesus und den Herrn und ein paar Jahre später lodern wieder die Scheiterhaufen.
        Nein Danke.

        • Hans Christian Müller dit :

          Jetzt müssen Sie nur noch fordern, die Krankenkasse hätte Ihre Befreiung von Ihrem Gedankengut zu finanzieren!!!!

        • Räber dit :

          Ich leide mit Ihnen Herr Moser, ich hoffe dass diese Trendforschungen richtig sind, die voraussagen, dass sich der Atheismus durchsetzen wird. Die Aufklärung wirkt langsam, aber sie wirkt…

    • Frank Baum dit :

      Wenn wir die Religionsfreiheit abschaffen, hat sich der Pluralismus überlebt. Es war aber von Anfang an klar, dass mit den Linken kein pluralistisches Gemeinwesen betrieben werden kann. Das würde auf gegenseitigem Respekt und EIgenverantwortung beruhen. Für Linke und Feministen geht weder das eine noch das andere.

    • Zurbrügg dit :

      Ihr Begehren haben doch schon viele Diktatoren und Ihresgleichen versucht, zum Beispiel Stalin, Mao, welche Millionen von Menschen umgebracht haben! Aber Ihre Sicht passt natürlich genau zu der Diskussion um die Abtreibung. Eine Verachtung des Menschen ohnegleichen, wie gehabt. Da sind all die Religionskriege direkt vernachlässigbar.

    • Zähmer dit :

      Der Feminismus und Liberalismus kann auch als eine Art Religion betrachtet werden. Vom Verbot von Abtreibungen ist übrigens bei der Initiative nicht die Rede.

    • Räber dit :

      Lieber Herr Moser, Sie meinen das im Sinne einer geistigen Behinderung, ja? Das werden die Betroffenen aber nicht gerne hören. Ich wäre schon zufrieden, wenn die Kirchenanhänger sich in Eigenverantwortung finanzieren und nicht unseren Staat als Inkassobüro missbrauchen würden. Wenn sich dann ein Unternehmer im Staate Bern dann noch von der Kirchensteuer abmelden könnte weil er das dürfte, wären wir der Religionsfreiheit schon wieder ein Stück näher.

  • Paul M. dit :

    Seit wann ist das Kinder kriegen eine Krankheit?

    • Paul Levi dit :

      Die Geburt und alle damit zusammenhängenden Leistungen werden ja auch bezahlt und das ist ja auch keine Krankheit. Warum muss ich eigentlich als Kinderloser den Nachwuchswunsch von anderen Menschen finanzieren? Das ist gleiche falsche Argumentation wenn man sie umgekehrt anwendet.

    • Roland K. Moser dit :

      Schwangerschaft gilt als Krankheit, weil sonst die Krankenversicherung nicht bezahlen würde, weil es eben eine Versicherung für Krankheiten ist. Man hat sich dann daüfr entschieden, Schwangerschaft als Krankheit zu bezeichnen und dafür wird die Sache von der KK bezahlt.

  • Alex Steiner dit :

    Die Frau die eine Abtreibung in Erwägung zieht hat schon genug Probleme und sollte sich nicht noch um das Finanzielle gedanken machen.

    • Andrea Hug dit :

      Entscheiden heisst Verantwortung tragen (von A-Z). Wenn ich kein Geld für neue Kleider habe, kaufe ich mir sie nicht…habe ich das Geld für die Abtreibung nicht, dann leiste ich mir sie demzufoge nicht.

      • Barbara dit :

        Nur dass man vielleicht die Entscheidung übers Kinderkriegen nicht so einfach und absolut fällen kann wie Kleider einkaufen..

  • Dan dit :

    Judith Mayencourt argumentiert genau wie religiöse Fundamentalisten oder radikale Feministinnen. Also auch mit moralischer Diffamierung und Beschimpfung der Gegner. Und immer wieder der Klassiker: Die arme Frau, das Opfer. Ich sehe es ganz nüchtern, da ich « nur » Zahler bin. Im Gegensatz zu Krankheit kann Mann/Frau « normale » ungewollte Schwangerschaften selber beeinflussen, alsoauch selber bezahlen. Für die anderen Fälle kann/soll die Allgemeinheit aus Solidarität aufkommen. Selbstverantwortung gehört übrigends zur Emanzipation,das müsst ihr lernen, liebe Frauen und Sozialisten.

    • Adrian Humboldt dit :

      Ich sehe das auch als Zahler: Wenn die Frauen nicht abtreiben entstehen viel höhere Kosten. Und wenn wir schon sparen wollen, dann sollten wir den ganzen Krankenkasenkatalog ausmisten und nciht selektiv einen Kleinen (0.02% der kosten) herauspicken.

  • Monique Stähli dit :

    Eine Abtreibung ist ein kaum überwindbares, traumatisches Erlebnis. Es ist ein tagelanges, zermürbendes, schlafraubendes Ringen von Argumenten dafür und dagegen. Wenn nun noch mittellose Frauen aus finanziellen Gründen eine Abtreibung nicht vollziehen, nur weil sie sich das nicht leisten können, wer sorgt dann für das ungewollte Kind. Die Folgekosten eines nichtgewollten Kindes (sozial abhängig oder gar von der Familie ausgegrenzt und unerwünscht) sind für unsere Gesellschaft unendlich viel teurer als der einmalige Beitrag an eine Operation.

    • Beat Stocker dit :

      Hallo? Schon mal was von Adoption gehört? Soll ganz gut klappen können.

      • Nando Widmer dit :

        Hallo Herr Stocker, schon mal was davon gehört, dass Adoptionen nur in den seltensten Fällen gut verlaufen? Reden sie doch einmal mit spezialisierten Psychologen und Sozialarbeitern darüber. Würde Ihnen gut tun. Dann gibt es ja nicht nur diejenigen Frauen, die das Kind einfach so nicht wollen, sondern darunter befinden sich viele sehr junge Frauen, die noch zur Schule gehen, die selber noch Kinder sind und es gibt auch noch viele junge Frauen, die wegen ihrer Religion oder ethnischen Zugehörigkeit nicht schwanger sein dürfen und in grosser Gefahr leben würden, wenn die Familie davon erfährt…

      • Daniel Wyss dit :

        Guter Mann! Ist nicht so einfach wie Sie denken und daher in den seltesten Fällen wirklich eine Alternative, aber es kommt durchaus vor (aber ziemlich selten). Zudem: würden die Frauen die jetzt abtreiben die unerwünschten Kinder austragen und zur Adoption geben käme dies die Krankenkasse um ein vielfaches teurer.

    • Frank Baum dit :

      Hört sich so an, als sei eine nichtgewollte Schwangerschaft ein Schicksalsschlag, den man unmöglich abwenden könnte. Wenn man denkt, dass man ein besonders hohes Risiko eingeht, ungewollt schwanger zu werden, könnte man sich ja auch mit einer Zusatzversicehrung die eingehandelten Abtreibungen finanzieren lassen. Man würde dann einfach Eigenverantwortung übernehmen, anstatt alles auf die Allgemeinheit abzuschieben.

  • Leonie Schwarz dit :

    Dem ist nichts mehr beizufügen! « Niederträchtig », das bringt es auf den Punkt!

  • Martin Frey dit :

    Der Artikel darf nicht unwidesprochen bleiben, denn so einfach und plakativ, wie Befürworter der Vorlage, aber auch Gegner wie Fr. Mayencourt dies darstellen, ist es nicht. Selber tue ich mich schwer mit der Vorlage. Denn einerseits werden eine geradezu unglaubliche Anzahl von Föten/Embryonen im fünfstelligen Bereich jedes Jahr abgetrieben, und darunter ist ein hoher Anteil Wahlabtreibungen. Es ist aber mitnichten so, dass all diese Frauen unvorstellbar unter diesem Entscheid leiden. Für viele, die dies zum 2., 3. Mal tun, passt es grad nicht, oder sie hat halt mal wieder die Pille vergessen.

    • Nina Calume dit :

      Wie zynisch ist das denn? zum 2. oder 3. Mal die Pille vergessen. Und Sie, Herr Frey, zum 2. oder 3. Mal den Gummi vergessen? Aber selbstverständlich ist die Frau für Verhütung zuständig! Zu einer Schwangerschaft – ob gewollt oder ungewollt – gehören immer zwei! Und woher nehmen Sie sich das Recht zu wissen, ob eine Frau unter diesem Entscheid leidet? Da kann ich nur sagen: So einfach und plakativ, wie Sie das hier darstellen, ist es nicht!

    • Daniel Wyss dit :

      Herr Frei, mal ganz ehrlich, wieviele Frauen kennen Sie, die 2 – 3 mal hintereinander abgetrieben haben, einfach so, oder weil sie die Pille vergessen haben? Ich bin sozusagen ein « alter Affe den man das Klettern nicht mehr lehren muss ». Ich habe im Laufe meiner Laufbahn bestimmt über 2000 Eingriffe dieser Art gemacht (ich sag dies nicht um zu bluffen – nur dass Sie mir glauben: ich weiss von was ich rede! Es leiden gewiss nicht alle gleich stark unter einer Abtreibung aber ein Spaziergang ists für niemand! (ausser für den Grossteil der « Herren der Schöpfung » die ja auch beteiligt wären)

      • Monique Stähli dit :

        Danke, Daniel Wyss, meine Worte! Kaum zu glauben, dass es Menschen gibt, die denken, dass man zum Spass abtreibt…..

        • Pro-Initiant dit :

          Da irren Sie, Frau Stähli! Und wenn gerade nicht der geeignete Zeitpunkt für ein Baby ist und frau treibt es ab; was ist das anderes als « zum Spass » ?!?!

          • Susann dit :

            Wenn es nun so wäre, dass eine Frau aus Spass abtreibt, sollten wir dann nicht alle froh sein, dass besagte Frau auf’s Mutterwerden verzichtet? Und das Kostenargument zieht auch nicht: Abtreibung ist billiger als Geburt.

    • Martin Frey dit :

      Bei anerkannten medizinischen Krankheiten wird die Zeugung neuen Lebens nicht durch die Grundversicherung ūbernommen, die Vernichtung neuen Lebens bei jungen, völlig gesunden Frauen soll aber kassenpflichtig sein? Wie zynisch ist das denn, Frau Calume?
      Herr Wyss, ich bin in einem vgl Gebiet tätig, auch wenn ich das Privileg habe, nicht solche Eingriffe vornehmen zu müssen. Nicht dass Sie mich falsch verstehen, aber ich bin nicht gg die Fristenlösung. Ob Wahlabtreibungen bei Gesunden in die Grundversicherung gehören finde ich eine berechtigte Frage, es handelt sich ja nicht um eine Krankheit.

  • Ernst Dittmar dit :

    Diese religiösen Fanatiker wollen ihre Meinung unseren Frauen aufzwingen und wieder mittelalterliche Verhältnisse herstellen. Das sind religiöse Auswüchse vom übelsten. Diese kleingeistigen Männer wollen so in einer der persönlichsten Fragen überhaupt den Frauen ihre fundamentalistische Meinung aufzwingen. Wie kommen diese Männer überhaupt auf die Idee, derart in fremde Leben hereinzupfuschen? Es ist klar, diese Initiative muss abgelehnt werden.

    • Norbert Neuweg dit :

      Was heisst « hereinpfuschen »? Es geht darum, dass offenbar über Jahre in der Grundversicherung für nicht medizinisch notwendige Leistungen bezahlt wurde (was ein Skandal ist!). Betreffende Frauen (und ihre Partner) sollen für ihre Entscheidung Verantwortung übernehmen und selber dafür bezahlen.

      • Sofia dit :

        Es ist sicherlich kein Skandal, denn die schweizer Stimmbürger haben vor 12 Jahren darüber bestummen, dass dieser Eingriff von der KK finanziert wird. Nämlich an diesem Tag, an dem auch die Stimmbürger sich für das Recht zur Abtreibung eingesetzt haben.
        Also wo bitte ist der Skandal versteckt? Und ich vermute mal, dass Sie zum Zeitpunkt dieses Beschluss bereits auf der Welt waren und das mitbekommen hätten, wenn es sie interessiert hätte.

      • Nadia Silbereisen dit :

        Nur dumm, dass bloss die Frauen die finanzielle Verantwortung übernehmen müssten, da sie dummerweise die sind, die den Embryo im Bauch haben … Wie soll so eine GEMEINSAME Verantwortung entstehen Herr Neuweg?

        • Sportpapi dit :

          @Nadia: Da ist ein Mann, der die Wahl hat, sich an den Kosten einer Abtreibung zu beteiligen oder 20 Jahre lang für ein Kind aufzukommen. Wie wird wohl seine Entscheidung sein, wenn er das Kind nicht will?
          Dumm nur, dass man dann den Partner ja frühzeitig informieren muss. Und vielleicht sogar hört, dass er sich über so ein Kind sehr freuen würde (und es allenfalls auch zu sich nähme). In die Verantwortung nehmen ist eben nicht nur einseitig.

    • Paul Müller dit :

      Und wie viel Naivetät, verehrungswürdige, kindliche und unbegrenzt tölpelhafte Naivetät liegt in diesem Überlegenheitsglauben des Gelehrten, im guten Gewissen seiner Toleranz, in der ahnungslosen schlichten Sicherheit, mit der sein Instinkt den religiösen Menschen als einen minderwerthigen und niedrigeren Typus behandelt, über den er selbst hinaus, hinweg, hinauf gewachsen ist, – er, der kleine anmaassliche Zwerg und Pöbelmann, der fleissig-flinke Kopf- und Handarbeiter der “Ideen”, der “modernen Ideen”!

      Nietzsche, Jenseits von Gut und Boese 58

      • Nando Widmer dit :

        Nietzsche? Wer ist Nietzsche? Friedrich Nietzsche ist tot!

        • Zähmer dit :

          « Friedrich Nietzsche ist tot! » – Ein hochintelligentes Argument. Übrigens sind auch Simone de Beauvoir, Andrea Dworkin, Shulamith Firestone und ein paar weitere Feministinnen bereits tot, und alle anderen werden ihnen naturgegeben irgendwann folgen.

      • Meier Markus dit :

        Ach, sind wir am zufällig zitieren? Fein!

        « all evil, to crazy Ahab, were visibly personified, and made practically assailable in Moby Dick. He piled upon the whale’s white hump the sum of all the general rage and hate felt by his whole race from Adam down […] »

        Herman Melville, Moby-Dick, Kapitel 41

  • Martin Frey dit :

    In einem Land, in dem alle Möglichkeiten der Empfängnisverhütung inkl. Pille danach uneingeschränkt zur Verfügung gestellt werden, darf es einfach nicht soviele teils legere Wahlabtreibungen geben. Andererseits ist es bigott, hier von grossen Einsparungen zu reden. Zudem soll einmal dargelegt werden, wie dann Abrechnungen funktionieren sollen. Über eine Zusatzversicherung wäre es wenigstens ein gangbarer Weg. Am fairsten würde mich dünken, dass alle Frauen eine Wahlabtreibung zugute haben, weitere jedoch nicht übernommen würden.

    • Benno Stechlich dit :

      Und wie viele Wahlabtreibungen soll der Mann haben? Aber für Machos wie sie spielt das keine Rolle. Frei nach dem Motto: wer das Kind bekommt darf’s behalten. Übrigens, die Pille danach gilt auch als Abtreibung, nicht als Empfängnisverhütung.

  • Philipp M. Rittermann dit :

    Auch in der heutigen Zeit der Selbstverwirklichung und der fehlenden Eigenverantwortung erwarte ich, dass man sich gut überlegt, ob man Kinder haben möchte oder nicht; bzw. ob man sich diese auch leisten und für sie adäquat sorgen kann. Und wenn man das nicht tut bzw. wenn dem nicht so ist, sind die Folgekosten durch die Verursacher selber zu berappen. Und das gilt für Mann und Frau.

    • Roland K. Moser dit :

      Die Frau hat das « Geschenk », der Mann nicht. Die Sache mit der Abtreibung ist übrigens keine neue Idee.

      Spätestens seit dem gewalttätigen Auftauchen der gewalttätigen Krankheit Christentum in Europa hatten ledige Mütter ein Problem. Das sollten wissen.

      Ich bezahle lieber Abtreibungen mit meiner Krankenkassenprämie als Alkoholentzüge und deren Nachbehandlungen. Das kostet nämlich gut und gerne mal 100’000.– pro Fall. Und die KK zahlt es, anstelle der Alkoholindustrie. Bei 250’000 Alkoholikern in der Schweiz werden wohl 5’000 pro Jahr einen Entzug machen.

  • Sportpapi dit :

    Fakt ist aber, dass einige Leute eine Abtreibung nicht einfach als Beseitigung eines Zellhaufens sehen. Dass diese aus der Pflicht entlassen würden, die Abtreibungen anderer Leute mitzufinanzieren (auch wenn es nicht um viel Geld geht), finde ich eigentlich nicht wirklich schlimm. Wie wir ja auch Leute vom « Dienst mit der Waffe » befreien, die sich aus ethischen Gründen dagegen wehren. Es gibt einfach ein paar wenige Gebiete, in denen der Aufruf zu (verordneter) Solidarität fehl am Platz ist.

    • houdini dit :

      Wie wir ja auch Leute vom “Dienst mit der Waffe” befreien, die sich aus ethischen Gründen dagegen wehren.

      ja genau, einfach so – schon mal was von wehrpflichersatz gehört?

      • Paul Müller dit :

        Dienst ohne Waffe ist eine normale RS, da musst du keinen Wehrpflichtersatz bezahlen.

      • Sportpapi dit :

        Ja, Houdini. Habe ich jahrelang bezahlt… Und was tut das zur Sache?

        • houdini dit :

          was tut das zur sache? das argument « ich will doch keine militärmaschinerie mitfinanzieren müssen » zieht auch nicht…

          • Sportpapi dit :

            @Houdini: Nein. Ausser es gäbe ein Zwang zur Abtreibung. Ansonsten ist das nicht vergleichbar.

          • houdini dit :

            Ansonsten ist das nicht vergleichbar.

            ähm, sie erinnern sich daran, dass der vergleich mit dem militärdienst von ihnen kam, nicht..? 😀

    • Daniel Wyss dit :

      Gemäss KVG ist es schlicht obligatorisch krankenversichert zu sein (ials gutverdienender Arzt bräuchte eigentlich keine) Obligatorisch heisst, alle sind dabei.Punkt! ! Der Leistungskatalog wird in einem demokratischen Land wie unserem von den dafür in der Pflicht stehenden Behörde zusammengestellt. Wo kämen wir da hin, wenn die Schlanken die Adipostherapie, die Abstinenzler die Alkoholentzüge, alle Nichtraucher die Lungenkrebs-therapien und die Frömmeler die Behandlung sexuell übertragbarer Krankheiten « nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren » könnten. Das sind doch alles Ausreden und Ausflüchte!

      • Roland K. Moser dit :

        Betreffen Alkoholiker und Raucher bin ich der Überzeugung, dass das nichts in der Grundversicherung zu suchen hat. Wer damit Geld verdient, hat die Kosten zu übernehmen.

  • Baumann Jakob dit :

    Es geht nicht um ein Abtreibungsverbot, sondern um die Finanzierung von Abtreibungen.

    • Meier Markus dit :

      Ja. Und um die Prinzipien der Solidariät in unserem Land und wie sie zugunsten des angeblichen Willens einer angeblichen, magischen Entität ausgehölt werden soll. Wähle NEIN, sie können ihren Gott behalten.

    • Benno Stechlich dit :

      Genau, gefühlt die 20. Initiative in dieser Richtung, immer mit Scheinargumenten. Wer da noch was glaubt ist selbst Schuld.

    • Daniel Wyss dit :

      Aha? Nur glaubt das scheinbar (fast) niemand

  • Sani Berger dit :

    Vergessen werden auch die Sozialen Kosten. Wer bezahlt die Sozialhilfe, wenn eine finanzschwache Familie ein zusätzliches Kind hat? Wer bezahlt die Schulkosten? Dazu kommen unter Umständen auch noch die seelischen Leiden, welche durch das Bewusstsein der Armut entstehen können.

  • Paul Stettler dit :

    Die Abtreibungsbefürworter versuchen das Blut das an ihren Händen klebt an den Gegnern abzustreifen!

    • Adrian Humboldt dit :

      Ich hoffe mit all dem Blut bleibt auch noch etwas Hirn kleben …

    • Meier Markus dit :

      Wundervoll! Ich liebe es! Kein Inhalt, nur Form, evokativ, emotional und ohne jeden Zusammenhang! Das ist ganz hohe Stammtischkunst! Sie, mein guter Mann, sind ein Künstler!

      P.S.: OP-Handschuhe und fliessend Wasser hilft!

      • Daniel Wyss dit :

        Herr Stettler: Habe ich das richtig verstanden? Gemäss Ihrer Meinung sind also die Hände der 70% der Bevölkerung die der Fristenlösung zugestimmt hatten mit Blut verklebt? Ich finde Ihre Sicht der Dinge zutiefst besorgnisserregend!

  • Freiburghaus dit :

    Viele Gegner der Abtreibungsinitiative stellen die Frauen so dar,als würden sie nie leichtfertig abtreiben. Ich habe es aus nächster Nähe erlebt, wie meine Kollegin einfach ihr Baby abgetrieben hat, weil eben gerade nicht der geeignete Zeitpunk für ein Baby war.
    Wie kann ein Land nur so tief sinken?! Weil die Menschheit nicht mehr nach Gottes Wort und Willen fragt und lebt!

    • Sophia dit :

      Gottes Wort und Wille tut hier nichts zur Sache!!!

    • Sofia dit :

      Was hat hier Gott und sein Wille verloren? Bezahlt Gott für die Abtreibung? Bezahlt Gott für ein Kind, dass durch einen Unfall auf die Welt gekommen ist, aber keine Unterstützung von der biologischen Eltern bekommnt, weil sie die finanziellen Mittel nicht haben? Kann Gottes Wille diesen Kindern die Schulen, Pflegefamilien, Ausbildungen, Essen, etc. zur Verfügung stellen?
      Ich denke nicht.
      Gott hilft sowiso nirgens, ausser in ihrer Fantasie.

      • Nando Widmer dit :

        Was für ein Gott ist das, der, da Gott allmächtig ist, kranke Kinder zur Welt bringt oder den Frauen schwere gesundheitliche Schäden durch die Schwangerschaft zufügt? Ein toller grosser Gott. Und wenn denn alles nach Gottes Willen geschieht, dann sind es wohl auch Abtreibungen. Denn Alles beinhaltet von jeher Alles! Und wenn niemand ausser Gott über Tod oder Leben entscheiden darf, dann darf sich auch kein christlich gesinnter Mensch anmassen, über das Leben einer jungen schwangeren Frau zu entscheiden, wenn sie aus welchen Gründen auch immer abtreiben will.

      • Freiburghaus dit :

        Gott ist der Schöpfer von allen Menschen – auch von denen,die abgetrieben werden! Einen sogenannten Unfall auf dieser Ebene gibt es nicht! Wenn Sie Geschlechtsverkehr haben können,können Sie bitteschön auch die Folgen davon tragen! Und Gott hilft ganz bestimmt -aber nur denen, die an Sein Wort und an Jesus Christus glauben und danach leben!

        • Meier Markus dit :

          Und noch was: « Und Gott hilft ganz bestimmt -aber nur denen, die an Sein Wort und an Jesus Christus glauben und danach leben! »
          Unter diesem Gesichtspunkt: Gott ist also ein Asozialer.

      • Benno Stechlich dit :

        Früher gab man so ein Kind in Gottes Namen einem Bauer als billige Arbeitskraft, welche den Kindern dann ein GANZ tolles Leben ermöglichte. Den Fundamentalisten hinter der Initiative schwebt vermutlich so eine Lösung vor.

    • Meier Markus dit :

      Um das mal klar zu stellen: damit ich einen Deut auf Gottes Willen gebe, muss man mir dessen Existenz erst mal nachweisen. Sie machen die Behauptung, dass es ihn gibt, die Beweislast liegt also bei ihnen. Danach möchte ich Beweise, dass die Bibel sein Wille ist. Und selbst dann möchte ich noch hören, wieso ich ihn als moralische Autorität anzuerkennen habe. Bis das eingetreten ist, betrachte ich alles, was sie als Gottes Wille verkaufen als ihren eigenen, dem sie mit unbelegten Geschichten Autorität zu verleihen suchen. Und auf ihren Willen gebe ich nichts.

    • Walter dit :

      Ihre Kollegin hat ihr ungewollt gezeugtes Kind abgetrieben. War das nicht ihr gutes Recht? Wozu gibt es die Fristenregelung?

    • Daniel Wyss dit :

      Herr Freiburghaus: Ihre Kollegin (nicht Ihre Partnerin nehme ich an – wohl eher eine Arbeitskollegin oder so) habe « einfach so ihr Baby abgetrieben » . In was für einer Beziehung stehen Sie denn mit Ihrer Kollegin, dass sie glauben, diese habe Ihnen gegenüber Ihre wahren Beweggründe offengelegt? Als Kollege, dürften Sie streng genommen gar nicht vom SS-Abbruch ihrer Kollegin wissen, geschweige denn, sich wertend darüber öffentlich äussern. NB gewiss hat Ihre Kollegin kein « Baby » (lebensfähiges Neugeborenes) « abgetrieben » der Fachausdruck heisst Schwangerschaftsabbruch (steht so auch im StGB)

    • Susann dit :

      Gottes Wille hat mir 5 Fehlgeburten gebracht. Die jeweiligen Ausschabungen wurden notabene von der KK übernommen. Kurz: Ihr Gott verursacht mit Krankheit und Tod den disproportional grossen Teil der KK-Prämien. Nehmen Sie die Diskussion bitte direkt mit ihm auf und lassen Sie uns mit Ihrer Frömmelei in Ruhe.

  • Roland Strasser dit :

    Mehr als 10’000 «Notsituationen» pro Jahr in der Schweiz – wer’s glaubt wird selig! Es ist eine Lifestyleentscheidung, die jeder eigenverantwortlich zu tragen hat. Wir decken ja Schönheitsoperationen auch nicht mit der Grundversicherung. Wo führt die Argumentation denn hin? Wenn man «ungewollt» mit einer krummen Nase geboren wird muss man die Begradigung selber finanzieren, wenn man «ungewollt» schwanger wird, müssen gefälligst alle mitzahlen, um «es wegzumachen»? Mein Bauch gehört mir – ja, aber wenn wir bei deiner Entscheidung nicht mitreden können, dann wollen wir auch nicht bezahlen.

    • Daniel Wyss dit :

      Herr Strasser: Sie würden sich noch wundern, was Sie alles ungewollt mitfinanzieren wo Sie nicht gefragt wurden! Die Grundversicherung ist halt obligatorisch (Volksentscheid – wir leben in einer Demokratie). Der Leistungskatalog wurde von den von uns demokratisch gewählten Behördenmitglieder festgelegt. Aber so weit geht nun unsere Demokratie auch wieder nicht, dass wir über jede einzelne Leistung eine Abstimmung durchführen können. Aber selbst wenn, würde der Mehrheitsentscheid für alle verbindlich sein, auch für die die dagegen waren. PS: Krumme Nase die Beschwerden verursacht, wird bezahlt!

  • Marlis Steiner dit :

    Was will das Bild in diesem Artikel vermitteln? Ich bin der letzte Mensch, der Richter über eine Abtreibung sein möchte. Der Satz: «Eine Entscheidung, der gesetzliche Leitplanken gesetzt sind», ist zynisch. Hier geht es um Leben und Tod jedes einzelnen Kindes und nicht lediglich um Finanzierung oder Nichtfinanzierung eines Unrechts. Und jedes einzelne diser Kinder, ist eine Anklage an unsere reiche Gesellschaft. Eine Gesellschaft, die immer weniger von Solidarität hält, sondern zunehmend in Egozentrik und Schönreden versinkt.

    • Meier Markus dit :

      Wenn sie nicht Richter über eine Abtreibung sein wollen, wieso verurteilen sie dann? « Tod [eines] Kindes », « Unrecht », « zynisch », « Egozentrik », jaddajadda…
      Ein Tisch ist ein Tisch, ein Kind ist ein Kind und ein Fötus ist ein Fötus.

      • Marlis Steiner dit :

        Sorry! Wen verurteile ich, wenn ich den Tod eines Kindes bedaure, das für mich weder Ware, noch ein Kollateralschaden ist. Lesen Sie in einschlägiger Literatur nach, wer da alles Föten als Kinder bezeichnet. So einfach kann man sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Wenn sie « diesen Tisch » so einfach als Tisch bezeichnen, beängstigt mich das. Das wäre dann mehr als schöngeredet. Nach wie vor bin ich der Meinung, dass wir nicht einfach Abtreibungen finanzieren sollten, sondern endlich politisch dafür sorgen, dass es gar nicht so weit kommt.

        • Susann dit :

          …und darum nennt man die Frucht in den ersten 12 Wochen auch Embryo (was Ihnen nach Lektüre der « einschlägigen Literatur » eigentlich hätte auffallen müssen)

  • markus müller dit :

    In einer solidarischen Gesellschaft, zahlt jeder für den anderen mit. So funktioniert das System. Ich bezahle auch Kirchen und Militär, auch wenn ich beides abschaffen möchte. Man kann nicht ständig solche komischen Rechnungen aus einer Gesamtgleichung herauslösen, wie es hier wieder mal versucht wird. Ich bezahle auch die Krankheiten all dieser Abtreibungsgegner, also sollen auch die mich bezahlen. Und wenn einer von denen ein Bein verliert, weil er einen selbstverschuldeten Unfall hat, dann komm ich auch nicht und sage: Das ist deine eigene Schuld, bezahl das gefälligst selbst.

    • Thomas Iten dit :

      Danke Herr Müller… genau so sehe ich es auch!

      Ich würde am liebsten auf alle Plakate schreiben; « ich will doch nicht eure Religion bezahlen »! Auch indirekt über die Firma bei der ich arbeite! Und trotzdem tue ich es, weil ich der Meinung bin, dass es der Gesellschaft gut tut… Aber leider ist Verständnis, Respekt und Nächstenliebe auch bei religiösen Leuten nicht immer gross geschrieben!

      • markus müller dit :

        im gegenteil sind verständnis, respekt und nächstenliebe bei religiösen leuten dem religiösen eifer entgegenläufige prinzipien. je höher der religiöse eifer, desto kleiner der respekt und die achtung vor allem was dem eigenen weltbild widerspricht. dieses phänomen ist bei christen wie bei moslems im gleichen masse auszumachen.

  • Helen Kaufmann dit :

    Mit dem Artikel von Judith Mayencourt bin ich 100%ig einverstanden. Sie spricht die wichtigen Punkte an: Abtreibung ist nicht eine Frage des Geldes sondern der Entscheidung. Diese Entscheidung ist massgebend für das Leben der Frau und das ihres Umfeldes und damit ein wichtiger Bestandteil der weiteren gesunden Entwicklung.

    • Andrea Hug dit :

      Genau! Du hast begriffen! Selbstbestimmung als höchstes Gut…die Sache verdrehen ebenfalls, aber zur Kasse müssen dann alle erscheinen!…und bei der EIGENVERANTWORTUNG landen wir plötzlich im Mittelalter?..Willkommen im Zirkus!

  • Werner Ruckstuhl dit :

    Danke für diese scharfsinnige Analyse, Frau Mayencourt! Ihre Analyse und Beurteilung könnten nicht präziser sein. Ein journalistisch wichtiger Beitrag zur Debatte.

  • Hans Nauser dit :

    Also wenn ich ein Problem mit meinen Zähnen habe, bezahlt mir die Krankenkasse nichts – aber eine Abtreibung schon…. verkehrte Welt.

    • Martin Frey dit :

      Die Behandlung von medizinisch anerkannten Fertilitätsstörungen werden auch nicht bezahlt… noch verkehrtere Welt meine ich. Zudem müsste man konsequenterweise auch die Verhütungsmittel kassenpflichtig machen, die schützen ja auch vor ungewollten Schwangerschaften. Bedeutend schonender zudem und ethisch vertretbarer, meines Erachtens.

      • Nando Widmer dit :

        ethisch vertretbarer…nur nicht für die CVP und EVP, denn die würden auch Verhütungsmittel verfassungsrechtlich verbieten lassen.

      • Lilo Schmid dit :

        Genau, vielfach wird einfach viel zu oberflächlich miteinander geschlafen, z.B. nach Partys etc. Mehr Eigenverantwortung ist gefragt. Bei Vergewaltigungen oder medizinischer Indikation soll eine Abtreibung bezahlt werden, sonst aber nicht. Und so viele « arme » Frauen gibt es gar nicht, die eine Abtreibung nicht selber bezahlen könnten. Dann gibt es halt für einmal keine Ferien im Ausland und weniger Ausgang. Ich selber habe bereits mit 19 Jahren ein Kind bekommen und ich musste mich jahrelang einschränken, aber ich hätte nie einer Abtreibung zugestimmt.

    • Meier Markus dit :

      Kosmetische Eingriffe bezahlt die Krankenkasse nicht. Bei zwingend notwendigen Dentalbehandlungen (wenn die gesamte Gesundheit gefährdet werden könnte) schon. Ausserdem wird bei Sozialfällen der Zahnarzt vom zuständigen Sozialamt des Patienten bezahlt. Die Solidarität ist auch da vorhanden, wenn auch in einer etwas anderen Form.
      Nichts grundlegend verkehrtes daran, nur die spezifischen Regelungen sind bisweilen etwas sinnfrei.

      • Susann dit :

        Verkehrte Welt: Schwangerschaft ist Privatsache wenn sie in Abtreibung endet, die viel teurere Geburt soll dann aber von der KK getragen werden?

  • Toni dit :

    Was ist mit den Kosten, die die Gesellschaft tragen muss, wenn das Kind zur Welt kommt? Gehen die dann zu Lasten der Abtreibungsgegner?

  • klaus margrit dit :

    Nicht nur das – diejenigen, die «das hier nicht mitbezahlen wollen», werden dafür die Geburt (und nicht nur das, sondern damit alles, was mit der Entscheidung, das Kind doch austragen zu müssen, zusammenhängt!) mitbezahlen, was einiges teurer kommt, als die Abtreibung. Am Geld kann es nicht liegen. Ich wünsch zudem all jenen, dass sie nie in die Situation kommen, abtreiben zu müssen. und falls doch, wünsch ich denjenigen ein verständnisvolles Ohr.

  • oliver dit :

    Sehr guter Artikel. Danke. Diese Kampagne macht mich wütend.

  • Bea Habegger dit :

    Abtreiben soll dürfen, wer dies mit seinem Gewissen vereinbaren kann, aber nicht jede Eigenverantwortung der Allgemeinheit übertragen. In heutigen Zeiten (steigende Zahl an Quotenfrauen, Emanzen) kommt unweigerlich der Gedanke auf, dass künftig vermehrt Frauen abtreiben lassen werden, wenn ihnen die Karriere in den Weg kommt. Deshalb Ja zur Initiative.

    • Walter dit :

      Sind Paare, die gewollt keine Kinder wollen, wirklich so schlimme Menschen?

      • Walter dit :

        Sorry! Ich wollte sagen: Sind Paare, die gewollt keine Kinder in diese nicht immer heile Welt setzen, wirklich so schlimme Menschen?

        • Bea Habegger dit :

          Wo schreibe ich das bitte, Walter? Es liegt in der Eigenverantwortung wie ich klar ausführe. Und es geht in dieser Ini darum ob Abtreibungen weiterhin über KK’s finanziert werden sollen. Da meine ich nein, aus den aufgeführten und erklärten Gründen.

          • Nadia Silbereisen dit :

            @Habegger: Jaja, wir bösen bööösen Frauen, nur weil wir uns jetzt herausholen, was Männer schon IMMER hatten, so viel zu den Emanzen. Und die Männer? Welche Verantwortung tragen sie? Sind sie etwa bei der Zeugung nicht mit dabei? Ich sage ihnen jetzt etwas: Doch das sind sie. Aber wissen sie, wo sie bei einem ja dieser stupiden Initiative nicht mehr dabei wären? Beim Bezahlen, wenns um die Abtreibung geht. Aber eben, bei Ihnen ists klar, die Frau ist schuld daran, dass sie Karriere macht, dass sie schwanger wird, ja, dass sie gar eine Frau ist. Zum Glück sind Sie keine.

          • Walter dit :

            Sie sagen es zwischen den Zeilen, indem Sie Frauen, die Karriere machen wollen und allenfalls deswegen vermehrt Kinder abtreiben, als Emanzen bezeichnen.

        • Pro-Initiant dit :

          Wenn Sie fähig sind, Geschlechtsverkehr zu haben, können sie auch die Folgen davon selber tragen! Abtreibung ist nicht DIE Lösung dafür – es geht bitteschön um ein Menschenleben!!! Und Kinder sind in allem eine Bereicherung der Gesellschaft!

          • Meier Markus dit :

            Nein, DIE Lösung dafür ist Verhütung. Abtreibung ist nur eine Notlösung. Eine ziemlich invasive. Falls sie und andere hier das naive Bild haben (und so kommen ihre Kommentare rüber), das sei etwas, was Frau schnell-schnell mal machen lässt und gerne auch ein paar mal im Jahr dann haben sie keine Ahnung von der Materie.

    • Helga Klee dit :

      Frau Habegger Ihre Argumentation schreit zum Himmel. Die Stimmbürgerschaft hat im Jahre 2002 ja gesagt zur Fristenregelung und zur Finanzierung durch die Krankenkasse. Das aus gutem Grund, denn ein Schwangerschaftsabbruch ist ein medizinischer Eingriff, und dieser hat unter guten Bedingungen zu erfolgen; für ihn müssen die gleichen Qualitätsstandards gelten wie für andere medizinischen Behandlungen. Gerademal einen Franken pro Jahr kostet es die Versicherten. Das muss uns die gute Betreuung der Frauen in Notsituationen wert sein. Darum Nein zur unsäglichen Initiative.

    • Stefan Gisler dit :

      Dir Realität ist eine andere. Die Schweiz hat europaweit die tiefsten Abbruchquoten und seit der Einführung der versicherten Fristenregelung durch das Volk im 2002 geht die Zahl der Abbrüche bei den unter 19-Jährigen gar zurück. Ein Ja würde zu mehr Abtreibungen wie in Österreich führen, denn alleine gelassen und ohne Beratung würden gerade junge Frauen eher abtreiben. Nur mit einem Nein retten sie mehr ungeborenes Leben. Und in ihrer Logik müssten dann auch die Geburten eigenverantwortlich durch die Verursacher übernommen werden.

  • Markus Schneider dit :

    Die Befürworter von Abtreibungen sollen selber dafür bezahlen. Warum denn die Gegner von Abtreibungen? Und warum überhaupt einfach gleich die Allgemeinheit?

    • Harri Hirsch dit :

      Bezugnehmend auf den Mammablog bezüglich Kaiserschnitte: Ich möchte mich auch nicht an Kaiserschnitten beteiligen müssen die vorgenommen werden weil Papa kein Blut sehen kann…

      Merken sie etwas? Die Logik ist so verquer wenn man mit den Kosten argumentiert. Jeder hier muss im Rahmen der Solidargemeinschaft für Sachen bezahlen die ihm und seiner Gesinnung zuwider laufen.

      • houdini dit :

        ich möchte nicht für den krebs von rauchern bezahlen. ich möchte nicht für den herzinfarkt von übergewichtigen bezahlen. ich möchte nicht für die leberzirrhose von alkoholikern bezahlen.

        • U. Knecht dit :

          Ist ein unerwünschtes Kind denn eine Krankheit? Oder vielleicht ein Unfall? Denken – Sprechen – Handeln… oder wie war das?

  • Hermine Kleefeld dit :

    Eine Abtreibung ist keine Verhütungsmethode zu reduzierten Kosten! Diese Sozialleistung, die ein paar Frauen missbräuchlich in Anspruch nehmen, ist eine niederträchtige Art und Weise, die Allgemeinheit für Bequem-Entscheide in Lifestyle-Fragen zahlen zu lassen.Ich selber will nicht für die Abreibungskosten Dritter aufkommen müssen! Notfälle werden weiterhin über die allgemeine KK abgedeckt. Wer sonst noch abtreiben will, der kann das in der Schweiz ganz legal auch weiterhin tun und sich dafür privatversichern. Die linke Art von asozialen Mehrheitsentscheiden höhlt unsere Demokratie aus;

    • Michi dit :

      Ich will auch nicht für die Folgen von Fressen, Saufen, Rauchen und Faulenzen anderer Leute mitzahlen und muss es trotzdem tun. So funzt das ganze System.
      Dass die (viel höheren) Geburtskosten von der KK bezahlt werden ist dann aber wieder in Ordnung? Wieso denn das, wenn doch Kinderkriegen keine Krankheit ist?

    • chocolate dit :

      Wie bitte? Mehrheitsentscheide höhlen die Demokratie aus? Was soll das….
      Aha, Mehrheitsentscheide sind nur demokratiekonform, wenn sie nicht links (oder asozial) sind, das heisst, wenn die Rechte gewinnt. Ein schönes Beispiel des Demokratieverständnisses der Rechten, aber leider nicht mehr als Bestätigung. Und kommen Sie nicht damit, Sie hätten das nicht geschrieben, genau so steht das in ihrem letzten Satz.
      Dass der Solidaritätsgedanke keine Rolle spielt bei den Rechten (ausser mit den Reichen) ist leider ohnehin schon so klar, dass jeder Kommentar überflüssig ist….

    • Meier Markus dit :

      « Die linke Art von asozialen Mehrheitsentscheiden » – Man nennt es Demokratie. Leben sie damit.

    • Edmond Brunner-Bronfmann dit :

      Mehrheitsentscheide sind nur dann demokratisch, wenn sie sich innerhalb der Grundsätze der Demokratie bewegen. Grundpfeiler der Demokratie sind das persönliche Freiheitsrecht, das Recht auf persönliches Eigentum und der Schutz von persönlichem Eigentum. Man darf mit Mehrheitsentscheid niemanden versklaven oder umbringen oder bestehlen und enteignen. Heute werden durch Mehrheitsentscheide Leute bevorzugt, die nicht arbeiten wollen, und dies auf Kosten von Arbeitenden, die verpflichtet werden, alles zu zahlen. Das ist dann « solidarisch » und « gerecht ». Oder Pervertierung der Demokratie!

      • Räber dit :

        Wenn Mehrheiten ihre Moral zum Gesetz erheben und damit Minderheiten unterdrücken oder Grundrechte einschränken, höhlt das durchaus die Demokratie aus, und zwar auf demokratische Weise. Demokratie führt nicht ausweglos zu einer freien Gesellschaft. Die Initiative wird abgelehnt werden, weil sie die Solidarität mit genau einer Gruppe von Betroffenen in Frage stellt. Das ist für unsere christlich-abendländisch geprägte Nation doch wohl eine Selbstverständlichkeit!

  • Natali Kuster dit :

    Nein, Abtreibungen sind wirklich keine Frage des Geldes. Es ist eine Frage der Moral. Wir leben in einem Land, wo Kinderschänder sich in hotelartigen Gefängnissen gemütlich aufenthalten, unschuldige Kinder (über 10’000 allein im 2012) aber skrupellos im Mutterleib ermordet werden. Das passt doch nicht zusammen!

    • p.m. dit :

      Ihre Argumentation ist mehr als lückenhaft. Und was hat das Ganze bitte mit Pädophilie zu tun? (Nur nicht falsch verstehen; meinetwegen können die alle verrotten. Aber diieses Thema ist hier fehl am Platz.)
      Der Initiative geht es nur vordergründig um Geld. Es ist ein Umweg, um möglichst viele Abtreibungen zu verhindern (zu Lasten von Frauen, die finanziell schlecht gestellt sind und dann tendenziell gezwungen sind, das Kind zu bekommen).
      Ausserdem werden keine « Kinder » « ermordet ». Es sind noch Zellhaufen (Achtung: Unwort!). Warum fühlt ihr euch von diesem Begriff so angegriffen?

    • Meier Markus dit :

      Ach, die Pädophilen haben auch damit zu tun? Jetzt sollten sie nur noch die Nazis irgendwie mit reinquetschen. Und vielleicht noch Kutteln, niemand mag Kutteln! Dann ist es das perfekte Schocker-Argument für jeden Simpel. Emotional und sinnfrei zugleich.

  • Liz Meier dit :

    Abslut korrekt. Mit der gleichen Logik könnte sonst eine Frau, die keine KInder bekommen kann, argumentieren: «Ich will doch keine Schwangerschaften und Geburten mitfinanzieren müssen!»

    • Roland Strasser dit :

      Da wird aber nicht die Schwangerschaft « mitfinanziert » sondern das werdende Leben. Schwangerschaft ist keine Krankheit. Nicht die Mutter, sondern das werdende Baby bedarf des Gesundheitsschutzes, DAS ist es, was wir finanzieren.

      • Adrian Humboldt dit :

        Ist die Geburt nun eine Krankheit? Weil sonst ist Ihr Kommentar bar jeder Logik.

        • Roland Strasser dit :

          Es ist, werter Herr, sogar eine lebensrettende Massnahme – für das Kind. Selbstverständlich gehört sowas in die Grundversicherung!

  • Martin dit :

    Wenn das Nicht-Bezahlen von Abtreibungen niederträchtig sein kann, was ist dann das Töten von ungeborenen Kindern?

    • Michi dit :

      DAS ist KEIN Kind. Weder biologisch, noch rechtlich. Aber die Differenzen über diese Frage werden Befürworter und Gegner nie überwinden, weshalb die ganze Diskussion fruchtlos bleiben muss. Aber man sollte wenigstens ehrlich sein und nicht die Finanzen vorschieben.

      • Meier Markus dit :

        Aber der magische Mann im Himmel sagt das doch im magischen Buch, dass der Zauberer in der grossen Zauberhalle im Dorf mir gegeben hat? Es muss stimmen!

    • Adrian Humboldt dit :

      « Töten von ungeborenen Kindern »? Sagt man das heute noch so? Ich dachte die verblendeten seien ausgestorben. Die Kinder bringt übrigens nicht der Storch.

    • Pro-Initiant dit :

      Genau das bringt es auf den Punkt. Danke!

    • Räber dit :

      Ich halte es nicht für niederträchtig, wenn jemand nicht mitzahlen will. Aber ich halte es für unsolidarisch. Die Betroffenen sollen selber entscheiden können, ohne dabei noch eine Offerte für den Eingriff einholen zu müssen. Ich bezweifle zudem stark, dass es viele Frauen geben soll, die « einfach so » abtreiben und sich dabei keine Gedanken machen. Und wenn zu einer Abtreibung kommt, dann unbedingt in einem ordentlichen Spital, sonst wird es richtig gefährlich und teuer. Ich bin nicht bereit, wegen meiner persönlichen Moralvorstellungen das Leben anderer Menschen zu riskieren.

  • tststs dit :

    Und die Initiative verschweigt die massiven Mehrkosten, die auf uns zukommen. So ist es selbstverständlich so, dass die Hälfte der Abtreibung von der Mutter, die andere Hälfte aber vom Vater übernommen werden müssten. Man stelle sich die flächendeckenden DNA-Tests vor – aus Staatskosten notabene – um den Erzeuger eines ONS-Kindes zu finden…

    • Sportpapi dit :

      @tststs: Sie meinen, wie es heute bei Geburten gemacht wird, wenn die Mutter den Erzeuger nicht angibt? Oder was meinen Sie mit flächendeckend? Weshalb sollte man so etwas tun?

    • tststs hoch zwei dit :

      Und wer Bezahlt die Kosten von Psychiatern, welche oft nach einer Abtreibung die Frauen Jahrelang begleiten? Genau, Die Krankenkasse? Und von wo nimmt die Krankenkasse ihr Geld? Genau von uns allen! Ob wir nun DNA Tests bezahlen (Ist das wirklich so?) oder Psychaiter, was ist wohl Billiger?
      Sehr Schade muss man bei einem solchen Thema über Geld sprechen. Geht es immer nur ums Geld oder nicht auch um das Wohl der Frauen?
      Mann und Frau können sich ja vor dem Beischlaf überlegen ob sie 2 Franken für ein Kondom, einige Franken für die Pille oder eine Abtreibung bezahlen wollen.

      • Meier Markus dit :

        Dieselbe Krankenkasse, die den Psychiater für die überforderte Teenager-Mutter bezahlt. Für die und ihre Kinder zusätzlich noch das Sozialamt aufkommen muss, was wiederum von den Steuern bezahlt wird, der sein Geld nimmt, von…?
        Genau 🙂

      • Daniel Wyss dit :

        tststs hoch zwei: Viele Leute geben hier zum Besten, was sie vom Hörensagen kennen. Woher wissen Sie, dass Frauen nach Abtreibungen « oft » (wieviel Prozent sind es genau?) « jahrelang » zu Psychiatern gehen? Allerdings haben Sie Recht: 2Fr für ein Präservativ (im 12 er Pack sind sie billiger)sind gut investiert. Dumm nur, dass sich mindestens 2/3 der Herren zu fein sind, um ein solches konsequent überzuziehen – lieber « passen sie schon auf » (!) oder gehen davon aus « Du nimmst doch die Pille, oder? » Aber selbst wenn eines Tages alle vernünftig wären: 100 Frauen 1 Jahr mit Praeservativ: mind.5 SS

        • Carolina dit :

          Und dann machen wir es dieser Laissez-Faire-Haltung noch ein wenig einfacher, indem wir die Konsequenzen dieses Leichtsinns finanzieren? Merkwürdige Argumentation. Vielleicht könnten wir ja ein paar Abtreibungen pro Jahr weniger haben, wenn irgendwann mal durchsickert, dass man für die Folgen seines Tuns selber aufkommen muss?

  • Gabriella Signer dit :

    Wenn die Initianten wirklich ehrlich wären, hätten sie eine Initiative gegen die Abtreibung lanciert. Aber sie wussten genau, dass sie damit keine Chancen hätten, so schieben sie die finanziellen Kosteneinsparungen vor. Für die Moralisten, die meist auch noch «ethische» Gründe anführen, sehr unehrlich und unmoralisch.

  • Matt dit :

    Klasse! Eine wunderschöne Entlarvung dieser Initiative. Und könnte es sein, dass ein Kind – bis es erwachsen ist – teurer kommt, wenn es vom Staat via Sozialhilfe unterstützt werden muss?

    • Räber dit :

      Ist schon richtig, ich zahle auch nicht gerne Steuern. Aber wenn Kinder in armen Verhältnissen Preisschilder angehängt kriegen, beginne ich mich massiv unwohl zu fühlen. Die Finanzierung über die Krankenversicherung muss bleiben, damit die Wahlfreiheit der schwangeren Frau auch wirklich gewährleistet bleibt. Wenn sie das Kind behalten möchte und sie nachher auf Unterstützung angewiesen ist, ist das ganz sicher nicht das am schlechtesten investierte Steuergeld.

  • Walter dit :

    Diese Initiative ist nur ein Testlauf, würde sie wuchtig angenommen, wetten, die Initiative für ein totales Abtreibungs-Verbot wäre nicht mehr weit….

    • Pro-Initiant dit :

      Wetten,dass genau das (ein Abtreibungsverbot) das Beste für unser Land wäre?!

      • chocolate dit :

        @Pro-Initiant: Wäre es zuviel verlangt, dieses Statement mal zu begründen?
        Arbeite in der Psychiatrie und kann berichten, dass das Elend, das nicht gewollte und/oder schlechtbehandelte Kinder noch jahrzehntelang später begleitet, ist herzzerreissend. (Von den Kosten für der Allgemeinheit will ich nicht sprechen, weil ich mich nicht auf das Niveau der Initiative herablassen will.) In den vielen Jahren meiner Tätigkeit gab es nur eine Handvoll Frauen, die eine Abtreibung bereuten und keine von ihnen war deswegen in der Psychiatrie in Behandlung. Alles andere ist nicht belegbare Propagand!

    • Hans Meier dit :

      Ja, und diese wuerde dann wuchtig abgelehnt. Ist es so schwer zu verstehen, dass man *fuer* ein Recht auf Abtreibung, aber *gegen* eine Kostenuebernahme durch die Krankenkasse sein kann?

  • Ernst Hafner dit :

    Abtreiben – selber bezahlen – und fertig

  • John Basler dit :

    Heute darf eine ungewollte Schwangerschaft einfach nicht mehr passieren , für mich ist eine ungewollte Schwangerschaft einfach Fahrlässig und verantwortungslos ! Wie die Kanickel ab in die Haia und die anderen sollen die Kosten dafür tragen , für mich ein No Go !! Bei Vergewaltigungen sieht die Sache natürlich ganz anders aus, da bin ich 100% dafür das ein Schwangerschaftsabbruch von der KK finanziert wird ! Besonders die jungen haben Geld für endlose Partys ,jeder hat ein iPhone im Sack und für schöne Ferien reicht es auch noch aber eine Abtreibung sollen dann die anderen zahlen ???

    • Adrian Humboldt dit :

      … einfach Fressen und die Andern dürfen die Kosten tragen. Einfach Saufen und die Anderen dürfen die Kosten tragen. Einfach Rauchen und die Andern dürfen die Kosten tragen. Soll ich weiteraufzählen?

      • Katja Winkler dit :

        Stimme Ihnen völlig zu und möchte noch ergänzen, dass die Kosten von Skiunfällen exorbitant sind (bitte selber zahlen), sowie auch Unfälle mit dem Töff (Bus nehmen oder selber zahlen) … Etc. Etc. Entweder man hat ein Solidarsystem oder man hat keins. Zum Glück haben wir eines und das soll für mich auch so bleiben (auch wenn ich nicht rauche, gesund esse und kein Töff besitze ….)

    • Meier Markus dit :

      Darf nicht, tut aber. Also muss man sich darum kümmern. Wir leben in der Realität, nicht im ‘was wäre wenn’-Land.
      Übrigens: schon mal was von Selbstbehalt gehört?

  • Tamara dit :

    Danke für den Artikel!
    Herrlich dieses Foto, nur weiss jeder, dass Kinder kriegen und Kinder haben nicht bedeutet, nur in weisser Bettwäsche zu liegen mit einem strahlenden, zufriedenen Kind!
    Jede Frau, die eine Abtreibung über sich ergehen lassen muss, macht dies nicht leichtfertig und es hinterlässt Spuren, ein Leben lang – egal ob sie 15 oder 40ig ist.
    Es ist nur richtig, dass man in dieser Situation nicht auch noch an Geld denken muss.
    Aber nur weiter so, seid gegen die Finanzierung der Abtreibungen durch die Grundversicherung und unterstützt nebenbei noch Elvira Bader, die ebenfalls gegen die Finanzierung ist, aber im März 2009 für den Export von Kriegsmaterial stimmte! Im Krieg sind bis heute ja noch keine Menschen gestorben!

    • Norbert Neuweg dit :

      Sind Abtreibungen etwa medizinisch notwendig? Wenn nicht, was hat das überhaupt jemals in der Grundversorgung zu suchen gehabt? Der Skandal ist, dass da alle möglichen « Lifestyle-Luxus-Themen » drinn sind. Darum sind die Prämien auch so hoch.

      • Adrian Humboldt dit :

        Richtig. Aber nur die « Abtreibung » herzupicken ist ein relativ peinlich udn einfach zu durchschauenedes Manöver …

      • Michi dit :

        sag ich ja. Raucher raus, Säufer raus, Fette raus, Sportmuffel raus, die Leistungssportler (teure Gelenkschäden) auch gleich, und, und, und…

      • Meier Markus dit :

        Ein Psychiater ist demnach auch nicht notwendig, Psoriasis juckt halt etwas, die sollen mal nicht so tun, einen Beinbruch kann die faule Lifestyle-Generation ja auch selbst schienen und überhaupt ist alles was über Magensonde und Respirator hinausgeht reiner Luxus.
        Es ist die SCHWEIZ! Wir haben und leben hier SOLIDARITÄT! Passt ihnen das nicht, gehen sie in die USA in den Bibelgürtel!

  • Markus Burri dit :

    Wir haben eines der liberalsten Abtreibungsgesetze: bis zur 12. Woche ohne Angabe von Gründen danach bei Geltendmachung einer Notlage bis zum Geburtstermin. Wer sich schon mal intensiv mit der Embryonalentwicklung und der Abtreibungspraxis auseinandergesetzt hat, muss schon hardcore sein um Abtreibungen überhaupt noch gutzuheissen.
    Ein kleines Muster:
    http://der-kritiker.de.tl/Die-Zellklumpen_L.ue.ge.htm

    • Walter dit :

      Schon früher wurde abgetrieben und wie: Mit Stricknadeln wurde der Embryo getötet oder wie unlängst im Film « Der Verdingbub » gezeigt, mit fragwürdigen Substanzen.
      Oft starb dabei die Frau, das darf im 21-igsten Jahrhundert nicht mehr passieren. Darum ein wuchtiges Nein zu dieser Initiative. Alle Frauen sollen Zugang zu einer fachgerecht durchgeführten Abtreibung haben!

    • Adrian Humboldt dit :

      Also sind wir doch gegen die Abtreibung`? Und stellen uns quer das 72% das auch so sehen? Das nennt man dann « Stämpfele » ..

    • markus müller dit :

      bei allem nötigen respekt, für mich gilt ein ungeborenes noch nicht als leben. egal wie weit der embryo entwickelt ist. ein verbrechen hat mit schaden zu tun. ein ungeborenes abzutreiben ist kein verbrechen, da kein wesen zu schaden kommt welches diesen schaden wahrnehmen würde. das gehirn eines embryos ist nicht mit der form des selbstbestimmten lebens, unserer wahrnehmung der umwelt oder unserer selbstbestimmung zu vergleichen.

      • markus müller dit :

        das ist ein körper der zwar irgendwann mal leben könnte. leider schaffen das nun mal nicht alle. bei den spermien ist die auslese noch brutaler. warum geht da kein schrei durch die reihen? wenn abermilliarden von möglichen leben zerstört werden? jede frau verliert monatlich einmal eine chance auf leben. so ist die natur. jeder tötet jeden, damit er weiterleben kann. der mensch, die tiere, die bakterien, die viren. ein grosser kreislauf. da kommt es auf ein paar abtreibungen nicht mehr an, glauben sie mir.

        • Michi dit :

          Das ist der zentrale Punkt in der ganzen Abtreibungsdiskussion. Das werden aber die religiösen Eiferer, die dem Embryo mehr Rechte geben, als der Mutter, nie so sehen. Einigung nicht in Sicht.

        • Markus Burri dit :

          Eine Eizelle oder ein Spermium beinhalten nur potentielles Leben, sind nicht mehr als spezialisterte Zellen. Der Embryo hingegen lebt. Er hat einen eigenen Blutkreislauf (das Herz schlägt schon ab der 3. Woche), Hirnfunktionen sind nach der 5. Woche messbar.

          • markus müller dit :

            auch wenn das herz schlägt und hirnfunktionen messbar sind, so kann man dem noch nicht leben sagen. leben heisst für mich bewusstsein und das ist beim embryo noch lange nicht vorhanden. ein embryo ist ein stück fleisch das beginnt körperlich zu funktionieren. eine kleine bio-maschine. für mich ist ein embryo knapp mehr als ein spermium und eine eizelle. aber noch kein mensch den man gesetzlich schützen müsste. da ist das seelische und körperliche wohl der potentiellen mutter höher zu bewerten

        • Meier Markus dit :

          Nur, damit es mal jemand gesagt hat: http://www.youtube.com/watch?v=fUspLVStPbk

    • linus stamm dit :

      Burri: Man muss auch ziemlich hardcore sein, um als « überzeugter Abtreibungsgegner aus ethischen Gründen », finanzielle Gründe für die Initiative vorzuschieben.

      • Michi dit :

        touché

        • Roland Strasser dit :

          @Markus Müller: « das gehirn (eines embryos) ist nicht mit der form des selbstbestimmten lebens, unserer wahrnehmung der umwelt oder unserer selbstbestimmung zu vergleichen. »

          Dann darf man also geistig Behinderte töten? Deren Gehirn ist auch nicht mit unserer « Form des selbstbestimmten Lebens » zu vergleichen…

          • markus müller dit :

            sie können das ganze nicht einfach auf geistig behinderte übersetzen. das sind zwei paar schuhe.

  • maja dit :

    Das Ziel dieser religiösen Fundis ist, dass die Abreibung wieder verboten wird. Siehe Spanien wo sich sogar der Papst einmischt. In der Schweiz ist es der Bischof von Chur.
    Wehret den Anfängen. In Deutschland dürfen die katholischen Beratungsstellen keine Beratungen mehr anbieten wenn die Frau abtreiben möchte. Weltweit verhungern geborene Kinder weil der Papst gegen Kondome ist. Geborene verhungernde Kinder sind eine Anklage an die Weltgesellschaft.

  • Xavier Zurbuchen dit :

    Ich bin weder SVP-Wähler, noch irgendwie christlich orientiert und trotzdem stimme ich ja zu dieser Initiative. Ich respektiere das Recht der Frau, über ihren Körper zu entscheiden, gleichzeitig lehne ich Abtreibungen entschieden ab (und habe auch deshalb heute 3 Kinder), über die ich nicht glücklicher sein könnte. Für mich ist Abtreibung moralisch und ethisch nicht vertretbar, ungeborenes Leben zu beenden ist grauenhaft, ich muss dabei jedes mal an meine Kinder denken, der Gedanke, diese abgetrieben und damit getötet zu haben, ist unerträglich. Am Ende geht es um Selbstverantwortung der Frau.

    • markus müller dit :

      wieviele tiere haben sie in ihrem leben schon gegessen?

    • sarah spiller dit :

      Selbstverantwortung der Frau? soviel ich weiss gehört auch ein Mann zur Zeugung eines Kindes…

      • Xavier Zurbuchen dit :

        Für besteht zwischen Menschen und Tieren ein Unterschied – und zwar ein wesentlicher. Und ja, der Mann gehört dazu und sollte die Kosten mittragen oder übernehmen müssen. Am besten eine solidarische Haftung beider.

        • markus müller dit :

          sie haben recht, tierisches leben ist nicht so lebenswert wie das unsere. entschuldigen sie, mein fehler. also die geldfrage: wenn sie sich ein bein brechen, dann muss ich das über die versicherungsbeiträge mitzahlen. was wenn ich das eines tages nicht mehr will? wenn ich finde, dass sie besser zu hause hocken bleiben als sich dem risiko eines beinbruches auszusetzen der letztlich alle anderen etwas kostet?

          • Xavier Zurbuche dit :

            Herr Müller, aus meiner Sicht könnte das möglich sein. Es würde ja einfach dem Versicherungsprinzip auf freiwilliger Basis entsprechen. Ein gebrochenes Bein zu heilen ist abgsehen davon nicht mit einer Abtreibung zu vergleichen. Ich habe keine ethischen Probleme mit der modernen Medizin, im Gegenteil. Ich habe persönlich auf Basis meines Gewissens ein Problem mit dem Beenden von ungeborenem Leben. Das kann ich nicht vertreten. Und wer medizinische Eingriffe ethisch nicht akzeptieren kann (gibts ja), der sollte sich aus meiner Sicht auch nicht versichern müssen, solange er mündig ist.

          • markus müller dit :

            für mich ist ungeboren eben noch nicht leben. ‘ungeborenes leben’ ist für mich ein widerspruch. sich einen anstrich moralischer grösse zu geben, wenn man sich zum richter über fremde frauen macht deren schicksal man nicht im geringsten kennt oder teilt, finde ich feige. mit moral und ethik hat das nichts zu tun. das nenne ich ‘dem eigenen ego schmeicheln’, sonst nichts.

        • Nadia Silbereisen dit :

          Solidarische Haftung beider? Noch nie davon gehört? Ich zahle meine Prämien alleine… Wie soll das gehen? Sieht die Initiative das vor? Wohl kaum!

    • chocolate dit :

      Wenn ich Sie richtig verstehe, haben Sie Ihre Kinder nur, weil Sie Abtreibungen entschieden ablehnen? Eigentlich traurig. Bin aber froh, dass Sie über die Kinder glücklich sind. Können Sie sich vorstellen, dass das nicht alle Eltern sind? Und es auch nicht schaffen, dieses Glück und Liebe an die Kinder weiterzugeben? Und können Sie sich vorstellen, wie es diesen ungewollten und ungeliebten Kindern später mal geht? Es ist leider nicht so, dass die Liebe von alleine kommt, wenn die Kinder mal da sind. Dafür büssen die Kinder dann mit unzähligen seelischen Wunden, die sie ein Leben lang begleiten

      • Xavier Zurbuchen dit :

        Meinen Sie, es gäbe einen kausalen Zusammenhang zwischen gewollten Kindern und Glücklichsein im Leben? Da liegen sie total daneben, absolute Kaffeesatzleserei. Es gibt Wunschkinder aus den behütetsten Familien, die als Junkies enden und es gibt Kinder aus den schlimmsten Umständen, die glücklich sind und Grosses leisten. Wissen Sie zum Beispiel, dass Beethoven heute kurzerhand abgetrieben würde? Das Leben ist wesentlich komplexer als ihre simplifizierten Aussagen. Kein Mensch kann dies bewerten und es ist extrem anmassend, das zu tun.

    • Meier Markus dit :

      Ich bin weder… noch… jaja, kenne ich. Glauben sie ernsthaft, dass man ihnen das abkauft?
      « Ich bin stolzes SVP-Mitglied aber der Meinung, dass die Masseinwanderungsinitiative Müll ist und Blocher ein peinlicher alternder Trotzkopf. Ich bin für die EU und für ein Mindesteinkommen. Aber ich bin SVPler. »
      Klingt überzeugend? Ihres auch nicht…

      • Xavier Zurbuchen dit :

        Chocolate, natürlich bin ich nicht nur deswegen Vater. Für andere Männer in einer vergleichbaren Situation hätte es jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit anders ausgesehen. Und nachdem das erste Kind da, war sowieso klar, dass Abtreibungen für mich nicht in Frage kommen. Und in der Tat, ich habe noch nie SVP gewählt und würde das auch nie, ist mir absolut zuwider. Ich wähle Grünliberal oder SP.

      • Katja Winkler dit :

        :-))

      • Xavier Zurbuchen dit :

        Herr Meier, Leute, die nicht in ihre parteipolitischen Schubladen passen, kommen in ihrer Welt nicht vor, oder? Ich bin für das Grundeinkommen, für die Vollgeldinitiative, für Mindestlohn, gegen die EU, für starke Sozialwerke und gegen die Hetze der SVP zum Thema Sozialleistungen, gegen das Ausbluten der IV durch die SVP. Zudem bin ich gegen Atomkraftwerke, für die Erhaltung und den Schutz der Umwelt, so immer möglich mit sinnvollen Anreizsystemen und Marktmechanismen. Im weiteren bin ich gegen die Politik der Banken- und Pharmalobby. In welche Schublade wollen Sie mich nun packen?

  • Andreas Müller dit :

    Mit dem wachsenden Einfluss evangelikaler Gruppierungen kommen auch die entsprechenden Probleme. Dieses Mal sind es Abtreibungen, beim nächsten Mal soll die Schöpfungsgeschichte gleichwertig zur Evolutionslehre im Fach Biologie gelehrt werden. Schaut man sich die Statistiken an, so sind es explizit die streng evangelikal (Biblebelt) oder katholischen Regionen, wo die meisten (oft heimlichen) Abtreibungen vorgenommen werden. Keine Aufklärung, Verhütung verpönt – wer nach bronzezeitlichen Moralvorstellungen lebt, hat auch bronzezeitliche Probleme.

  • Maya Süss dit :

    Abtreibungen sind etwas schreckliches. Keine Frau treibt leichtfertig ab. Indem die Krankenkasse die Kosten übernimmt, geht man sicher, dass die Abtreibung in einem Spital passiert und nicht durch eine Bekannte mit einem Kleiderbügel oder Schlimmeres, wie Abtreibungen noch in den 50er Jahren versteckt praktiziert wurden. Die Folge dessen: grausame Behinderungen bei « halb » abgetriebenen Kindern, Infantizide, da das Baby einfach nach der Geburt getötet wurde und massenhaft augesetzte und oft auch zu spät gefundene und deshalb tote Babies. Die Abtreibungsgegner sind in ihrem Eifer kurzsichtig.

    • Maya Süss dit :

      Es gibt eine Korrelation zwischen niedrigem Bildungsniveau und der Anzahl der Abtreibungen. Ungebildete Menschen treiben also öfter ab, als gut gebildete Menschen. Ungebildete Menschen verdienen oft auch weniger und würden eine Abtreibung kaum selbst zahlen wollen/können. Dort ist die Gefahr grösser, dass man auf « Hausmittelchen » setzt, welche grausame Nebenwirkungen haben können. Die Folge wäre, dass es mehr arme, behinderte und verwahrloste Kinder gäbe, mehr Misshandlungen und mehr Gewalt gegen (ungewollte) Kinder. Ich hoffe, die Abtreibungsgegner sind sich dessen bewusst und bereit…

  • Luca dit :

    Die Initiative betreibt eine Abstrahierung des Begriffs der Abtreibung, welcher dadurch wie eine unnötige Schönheits-OP dargestelt wird. Gut ist auch dieser Artikel zum Thema: http://unterdemradar.ch/artikel/das_kann_ich_nicht_mit_meinem_gewissen_vereinbaren/das_kann_ich_nicht_mit_meinem_gewissen_vereinbaren.php

  • Maya Süss dit :

    … die Kosten hierfür zu tragen. Abtreibungen sind grausam, schrecklich und unvorstellbar. Deshalb gibt es die Fristenlösung bis zur 12. Woche. Was aber auch nötig wäre ist eine Entstigmatisierung der Adoptionsfreigabe. Es sollte gesellschaftlich okay sein, ein Kind auszutragen und wegzugeben. Ich weiss von einer Amerikanerin, die als 12. (ungewolltes katholisches) Kind an die Nachbarn « verschenkt » wurde. Soweit sollte es dann doch nicht kommen, oder?

  • Amos dit :

    Wer sich wirklich mal mit Embryologie beschäftigt hat, kann das Thema Abtreibung nicht mehr rein aus feministischer Sicht betrachen. Das ist richtiges Leben, und das hat sofort Rechte, nicht erst nach 3 Monaten.

    • Adrian Humboldt dit :

      … sprach der Papst. Hat das Leben nicht auch schon ein Recht vor der Zeugung? Kondome verbieten? Übrigens spricht man erst ab er 5 Woche vom Embryo.

  • Norbert Neuweg dit :

    Abtreibungen sind medizinisch in den meisten Fällen nicht notwendig. Ergo haben die in der Grundversicherung nichts verloren. Wenn jemand das tun will (im Rahmen der Gesetze liegt es mir fern, da irgendjemandem etwas vorzuschreiben) soll er selber bezahlen. Wo ist das Problem daran?

    • Nadia Silbereisen dit :

      @Neuweg: Liegt Ihr Problem im Bezahlen? Sie bezahlen aber auch Steuern (hoffe ich) und damit bezahlen Sie ein Sozialsystem, welches künftig, bei einem ja zur Initiative vermutlich in die Bresche springen wird, wenn das Geld für eine Abtreibung fehlt. Also: Sie werden Abtreibungen weiterhin mitfinanzieren.

  • Thomas Rilke dit :

    Die Initianten sind unehrlich. Sie verstecken sich hinter einem fadenscheinigen Finanzargument anstatt zuzugeben, dass sie Abtreibung ganz generell ablehnen. Da dass Stimmvolk dies mehrmals abgeleht hat, versucht man es mit dieser Schlaumeierei. Ich glaube nicht, dass eine Frau leichtherzig abtreibt – man stellt hier alle unter Generalverdacht. Das erinnert mich an Irland, wo man bis vor kurzem auf sog. Abtreibungsboote gehen musste, welche ausserhalb der 6-Meilen Zonen ankerten, um dort straffrei abtreiben zu können. Da schaudert es mich – bei aller Liebe zu Irland. Wehret den Anfängen

    • Sportpapi dit :

      Meinen Sie, der Generalverdacht sei bei 11 000 Fällen pro Jahr nicht gerechtfertigt?

      • Meier Markus dit :

        Kann nicht für Rilke sprechen aber ja, das meine ich: Generalverdacht ist nicht gerechtfertigt.
        Ob es 11 Fälle, 110 Fälle, 11’000 Fälle oder 1’100’000 Fälle sind, inwiefern spielt das eine Rolle, ob ein Generalverdacht angebracht ist? Sie bräuchten eine Prozentangabe an ‘leichtfertigen’ Abtreibungen, um ein Argument zu haben. Und die müsste aus zuverlässiger Quelle kommen und nachprüfbar sein.
        Sie liefern nichts davon.

        • Sportpapi dit :

          Klar. Zunächst bräuchte es eine Definition, was denn leichtfertig ist. Und da würden wir uns kaum einigen. Das ändert aber nichts an meiner Haltung dazu.

  • Yogi dit :

    Eigenverantwortung: Ein Konzept, das schön klingt, in der Praxis jedoch oft völlig menschenverachtend ist. Beispiel: Jedes Jahr verunfallen Tausende beim Wandern oder Skifahren in den Bergen. Die Kosten für deren Rettung und Spitalpflege sind WESENTLICH grösser als die abgebrochener Abtreibungen. Sollen wir nun also alle Leute, die in den Bergen verunfallen, einfach dort krepieren lassen? Immerhin war es ja deren Entscheidung, dort hinzugehen und Spass zu haben!

    • Brunner dit :

      Einen Unfall beim Wandern oder Skifahren mit einer Abtreibung zu vergleichen—sorry, ein solches « Argument » ist nicht ernst zu nehmen.

      • Benno Stechlich dit :

        Es ist ernst zu nehmen! Es muss niemand Skifahren. Wenn jemand Skifährt macht er das freiwillig. Weshalb muss ich dann bezahlen! Bitte etwas Eigenverantwortung!

  • Anton Jäger dit :

    Im Tagesanzeigers vom Dezember wurde Gabriella Stocker, Stv. Chefärztin der Geburtshilfe des Triemlispitals zitiert mit der Aussage das es viele Frauen gäbe, die mehrmals für einen Abort kämen, zum Teil bis zu 10 mal. Somit ist es wohl keine haltslose Unterstellung das Abtreibungen als Ersatz für Verhütung missbraucht werden, von Frauen und Männern. Wie wär’s den mit einem automatischen Regress der KK’s auf den Erzeuger des abzutreibenden Kindes und einer regressiven Kostenübernahme der KK’s bei Abtreibungen? Je mehr Abtreibungen eine Frau vornimmt, desto weniger bezahlt die KK.

    • Adrian Humboldt dit :

      Es geht nicht um die Kosten bei dieser Initiative, noch nicht verstanden?

      • Anton Jäger dit :

        Für mich aber schon, ich bezahle jetzt bereits einen Monatslohn für die KK-Prämien pro Jahr für meine ganze Familie. Wer kein Geld hat um eine Abtreibung selber zu bezahlen, soll den Kindesvater zur Kasse bitten oder beim Sozialamt um Hilfe bitten. Die Krankenkasse dient dem Risikoausgleich aber darf nicht als zweites Sozialhilfenetz missbraucht werden. Beim Sozialamt gibt es eine gründliche Abklärung der Bedürftigkeit, was vom Stimmbürger auch so gewünscht wird, bei der KK wird einfach pauschal Geld an alle ausgeschüttet auch an
        ungewollt schwangere Frauen die dies gar nicht benötigen.

    • maja dit :

      warum glauben sie der Aussage dieser Ärztin?

      • Anton Jäger dit :

        Weil ich annehme das diese Frau in ihrer Position nicht absichtlich in einem veröffentlichten Interview falsche Tatsachen behauptet, und der Tagesanzeiger ein seriöse Zeitung ist, die solche Aussagen nicht einfach abdrucken würde ohne diese Fakten vorher zu überprüfen. Halten sie die Aussagen dieser Ärztin für unglaubwürdig weil sie nicht in ihr Weltbild passen, oder weil sie Belege haben, dass es keine Frauen gibt, die mehrfach abtreiben anstatt Verhütung zu betreiben?

    • Meier Markus dit :

      Und wenn sie im Ausland bestohlen werden, dann schlussfolgern sie, dass alle Ausländer Diebe sind, oder?
      Was sie da rauslassen, ist ein induktiver Fehlschluss. Googeln sie’s!
      Die Gegner behaupten nicht, dass es absolut keinen einzigen Fall von Missbrauch gäbe, sondern dass es kaum Missbrauch gibt und somit der Nutzen überwiegt. Möchten sie etwa auch die ganze IV streichen, weil mal jemand illegal Leistungen bezogen hat?

  • Elisabeth Eugster dit :

    Wie recht Sie doch haben, Frau Mayencourt, danke für Ihre Courage! Wenn ich das verlogene Plakat anschaue, kommen mir automatisch die bekannten und die hohen Dunkelziffern an Kindsmisshandlungen in der Schweiz in den Sinn, die in den besten (auch religiösen) Stuben passieren.

  • Peter Pfrunger dit :

    Man kann über die Finanzierung der Abtreibung und über Abtreibung generell geteilter Meinung sein.
    Das niederträchtige an der Initiative ist, dass die Christlichen! Initianten über ihre Motivation, die zur Initiative geführt hat lügen.
    Die Kosten werden als Grund angegeben aber es geht darum anderen ihre religiöse Überzeugung aufzudrücken.
    Welches religiöses Gebot wird als nächstes in eine Initiative verpackt? Dass es verboten wird Krustentiere zu essen? Am Sabbath Schalter, Knöpfe und Maschinen zu bedienen? Dass Männer und Frauen im gleichen Raum Essen?

  • Verena dit :

    Wie wäre es wohl, wenn sich alle Leute die sich jetzt so über diejenigen die gegen Abtreibung sind einmal Gedanken machen wo wir den leben. Wir leben nicht in einem Drittweltland wo es keine Möglichkeit gäbe eine Schwangerschaft zu verhindern! Wir leben in der Schweiz, wo es möglich ist! Und alle Frauenrechtlerinnen hier, die dauernd nur über ihr Leben reden, sollten mal mehr von sich weg schauen! Wir reden hier nicht von den Abtreibungen durch Vergewaltigungen oder aus medizinisch notwendigen Gründen. Sondern von Abtreibungen, die nicht nötig wären! Aussagen wie, dass dieses Kind mehr kosten verursachen würde, wenn es geboren ist, ist abscheulich herzlos! Ihr könntet solche Kostenverursacher sein! Hätte man Euch auch besser abtreiben sollen? Niemand kann ausschliessen mal vom Staat Geld beziehen zu müssen! Schon mal nachgedacht, welchen blödsinn hier rausgelassen wird?

    • Meier Markus dit :

      Ich denke viel darüber nach, was für ein Blödsinn hier herausgelassen wird. Und sie haben Recht: wir leben nicht in einem Drittweltland. Keine Scharia, keine Hinterhofabtreibungen, keine Gebote vom magischen Mann; der Unsinn hat in unserem Staat nichts zu suchen.
      Deswegen ein stolzes NEIN als Demokrat, vernunftbegabter Mensch und solidarischer schweizer Bürger 🙂

      • Carolina dit :

        Ich denke auch viel darüber nach, wie unglaublich arrogant Sie hier eine Unterstellung nach der anderen posten. Sie unterstellen jedem hier, der anderer Meinung ist, Dummheit, Nicht-Solidarität und undemokratische Denke und das immer und immer wieder. Dabei beruht Ihre ‘Argumentation’ auf Ihrer persönlichen Meinung, dass A in genau dieselbe Kategorie gehört wie ein Beinbruch, Viagra oder die Grippe. Bei dieser Inititative (deren Exponenten auch nicht gerade meine Vorbilder sind) geht es aber um etwas anderes: es geht darum, dass das Element Selbstverantwortung ins Spiel gebracht wird,

        • Carolina dit :

          /2 dass, wenn etwas passiert, die Pille danach in Anspruch genommen wird – und wenn das nur 100 Abtreibungen im Jahr weniger sind, ist das für mich ein Erfolg. Gleichzeitig müssen die Frauen, die in einer wirklichen Notlage sind (Abtreibung, Behinderung etc) die Möglichkeit haben, auf die Solidargemeinschaft zählen zu können. Aber die, die ein ‘wird-schon-nichts-passieren’ vor sich hertragen, müssen lernen, die Konsequenzen zu tragen. Es geht nicht um Erhalt, sondern um Zerstörung von (potentiellem) Leben – wie kann das Aufgabe der KK sein?

  • markus müller dit :

    was die befürworter auch gerne vergessen: es gibt frauen die durch vergewaltigung schwanger werden. hier könnte die abtreibung sogar als eine besondere form der opferhilfe angesehen werden und von der allgemeinheit übernommen werden.

    • Sportpapi dit :

      Wie viele der 11 000 Fälle im Jahr sind wohl durch Vergewaltigung entstanden?

      • linus stamm dit :

        sportpapi: ist Leben, entstanden durch Vergewaltigung, weniger wert?

        • Sportpapi dit :

          Wie kommen Sie darauf? Ich bin ja auch kein absoluter Abtreibungsgegner. Ich sehe den Begriff Notfall nur deutlich enger, als er in diesem Zusammenhang üblicherweise gebraucht wird.

      • markus müller dit :

        würde einer genügen?

        • Sportpapi dit :

          Wofür? Um eine Rechtfertigung für die Abtreibung in 10 999 weiteren Fällen zu liefern? Nein.

          • markus müller dit :

            also sollen frauen die aufgrund vergewaltigung schwanger werden nicht abtreiben dürfen, nur weil es halt nicht gar so viele sind? ein ganz seltsame einstellung legen sie hier an den tag.

  • René Edward Knupfer-Müller dit :

    Die Abstimmungskampagne zum Volksbegehren «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» ist ebenso verlogen wie die Initiative selber. Man erinnere sich an die Parlamentsdebatte am 17.April, als die SVP-Nationalräte Bortoluzzi, Estermann und Freysinger klar und deutlich erklärten, dass es letztlich um die Abschaffung der geltenden Fristenregelung geht. Das Argument « Finanzierung » ist vorgeschoben und dient lediglich dazu, die wahre Stossrichtung der Initiative zu verschleiern. Die Initiative ist heuchlerisch und frauenfeindlich, schlicht unanständig. Sie verdient eine zünftige Abfuhr am 9.Februar!

  • Andi dit :

    Schwangerschaft ist in meinen Augen keine Krankheit. Im Sommer den A… am Mittelmeer bräunen, Fotos mit iPhone nach Hause senden und dann die Allgemeinheit für die dortigen Eskapaden zahlen lassen. Die paar Abtreibungen machen wohl gar nicht soviel aus in den Gesundheitskosten – Hauptkostenfaktor Nummer 1 sind die Gelder welche die KK benötigen um Neukunden anzuwerben und für den gesamten Verwaltungsapparat!

    • Michi dit :

      a dann sollten die KK ja auch für Geburt und Geburtskontrolle nicht zahlen.
      b das mit dem Hauptkostenfaktor stimmt sicher nicht

  • D. Meier dit :

    Für die betroffenen Frauen ist die Entscheidung schon schwer genug.
    Wenn man sie noch zusätzlich beschimpft und auch noch in den Alleinerzieher Status drängt, ist das einfach unmenschlich.
    Man könnte Abtreibngen nur verbieten falls alle Abtreibungsgegner die entsprechenden Kinder aufnehmen und Adoptieren würden. Dann, aber nur dann würde ich der Initiative VIELLEICHT zustimmen.

  • Georg Stamm dit :

    Der Artikel hier im Tagi ist wieder plumpste Abstimmungspropaganda. Es geht bei der Abtreibungsinitiative nur um 2 Punkte: 1. Abtreibung ist keine Krankheit, gehört also nicht in den Krankenkassenkatalog und 2. Eine Abtreibung ist eine sehr moralisch-ethische Frage, die jede(r) für sich individuell entscheiden soll. Es ist also nicht gut, wenn jeder daran zahlen soll entgegen seinen Moralvorstellungen. Schliesslich zwingt man ja auch nicht jeden, Kirchensteuer zu zahlen. Damit sollen sich die Initiativgegner argumentativ auseinandersetzen und sich der Dämagogie wie oben enthalten, bitte.

    • chocolate dit :

      Stimmt nicht: Juristische Personen im Kanton Zürich werden gezwungen, Kirchensteuern zu bezahlen, auch wenn sie (z.B. Einzelfirma) kirchenlos sind!
      Genauso wird jeder zu allen möglichen Zahlungen verknurrt, die ihn oder sie nicht betreffen oder die er oder sie sogar ablehnen: Armee (Krieg=organisiertes Töten), Strassenbau (Umweltzerstörung) etc. etc., die Liste ist endlos. Merken Sie was? Es geht hier um Solidarität, das heisst, man steht als Gemeinschaft hin und organisiert sich, wie man es für gut befindet. Das macht man via Abstimmungen etc. (Demokratie), und da muss jeder mal einstecken.

    • Stefan Gisler dit :

      Ich bin als überzeugter Pazifist gegen Waffen und Armee, zahle aber diese mit meinen Steuern mit. Auch zahle ich Geburten mit. Und ich zahle als Nichtraucher Behandlungen von Rauchern. Das ist so. Nicht die Moral religiöser Sektierer bestimmt den Leistungskatalog der Krankenkasse, sondern das Volk in einer demokratischen Ausmarchung. Sonst könnte jeder aufgrund seiner Willkürmoral entscheiden, für welche öffentliche Aufgabe er zahlt und für welche nicht.

    • D. Gürtler dit :

      Georg Stamm: Da haben Sie nicht zu Ende gedacht. Ich übernehm das aber gerne für Sie: « 1. Abtreibung ist keine Krankheit … ». Auch Schwangerschaft ist keine Krankheit, gehört also konsequenterweise ebenfalls nicht in den Krankenkassenkatalog.  » 2. Eine Abtreibung ist eine sehr moralisch-ethische Frage … » Richtig. Genau so verhält es sich aber auch beim (übermässigen) Fleischkonsum, der nachweislich für diverse Krankheiten verantwortlich ist. Ihre Logik zufolge müssen also Herzinfarkte ebenfalls selbst bezahlt werden, um zu verhindern, dass Vegetarier in einen moralischen Konflikt geraten.

    • Meier Markus dit :

      Eine Appendektomie (googeln sie’s) ist auch keine Krankheit, Antibiotika auch nicht und gehört gemäss ihrer ‘Argumentation’ somit auch nicht in den Katalog.
      « Eine Abtreibung ist eine sehr moralisch-ethische Frage » Ist sie das? Oder machen sie sie dazu, durch Verurteilung und Bevormundung und Beanspruchung der Deutungshoheit?

  • Adrian Humboldt dit :

    .. aber jeder zwingt mich KK zu bezahlen für die, die Kinder kriegen. Ist das eine Krankheit?

    • Roland K. Moser dit :

      Christliche Logik. Oder besser Unlogik.

    • Georg Stamm dit :

      Nein, das Kinderkriegen ist natürlich keine Krankheit. Es liegt aber im grössten Interesse der Gesellschaft. Man denke nur an das AHV-Unlageverfahren. Wo wäre die Menschheit in 50 Jahren, wenn jedes Paar sich nur noch auf Karriere und Doppelverdienst beschränken würde ? Das Kinderkriegen ist also geradezu eine gesellschaftliche Pflicht (die natürlich nicht zwingend ist, die Sache bleibt freiwillig). Ich denke, da lässt sich die Kostenübernahme rechtfertigen, die übrigens gerade von den Linken vehement eingefordert wurde inkl. « Mutterschaftsversicherung ».

  • peter müller dit :

    Meiner Meinung nach ist jeder selber für seinen Körper verantwortlich und hat das alleinige Bestimmungsrecht darüber! Aber genauso, will ich darüber entscheiden, was mit meinem von mir und meinem Körper erarbeiteten Geld gemacht wird und was nicht! Und ich will keine Abtreibungen, Gummi-Brüste, Penisverlängerungen, Abstehenden Ohren, usw. mitfinanzieren! Unsere Krnakenkassen sind zu Selbstbedienungsläden für Ärzte und Psychiater verkommen, die komplexbeladenen oder verantwortungslosen Menschen alle « Wünsche » per Rezept ermöglichen! Das muss aufhören!

    • Claude dit :

      Da haben sie nicht mal so Unrecht. Ich möchte all das auch nicht finanzieren. Selbstverschuldete Schwangerschaft, Rauchen, Übergewicht, Leute, die sich trotz des Risikos einer Ansteckung im ÖV aussetzen, Leute die älter werden und sich wissentlich dem Alterungsprozess mit allen negativen und teuren Folgen hingeben oder solche die krankmachende Gene von ihren Eltern übernehmen – sollen doch deren Eltern zahlen. Das muss sicher nicht die Allgemeinheit übernehmen. Am besten wir schaffen die Krankenkassen ab, das ist dann am Gerechtesten, wodurch jeder für sein Glück verantwortlich wird.

    • Nadia Silbereisen dit :

      Wissen Sie was Herr Müller? Sie zahlen doch auch Steuern, Sie zahlen AHV/IV Beiträge und wissen Sie noch was? Ich auch und ich bezahle, wenn Sie mal einen schlimmen Unfall haben und lebenslang im Rollstuhl sitzen für Sie mit, ja, genau so läuft das. Dafür bezahlen Sie meine zukünftigen Schwangerschaften mit. Man nennt das Solidarität. Wenn Sie dies nicht einsehen wollen, gehen Sie bitte ganz einsam wohnen irgendwo, denn SIe haben die Gemeinschaft nicht verdient.

    • Stefan Gisler dit :

      Genau – und somit enthüllen sie die wahren Absichten der Befürworter aufgrund ihrer Sparideologie (nicht die fundemental-christlichen Ideologen). Ein Ja wäre für sie der erste Schritt den Leistungskatalog für die Krankenkasse und SUVA auszudünnen. Keine Krebsbehandlungen für Raucher, keine Leberbehandlung für Alkholiker, keine Herzbehandlung für Übergewichtige, keine Burn-out Behandlung für Manager, keine Beinbruchbehandlung für Grümpelturnierfussballer, etc. Wer angeblich « riskant » handelt, soll selber zahlen – die Solidarität bleibt auf der Strecke. Medizin nur für die Reichen!

  • Ivanhoe dit :

    Abtreibung ist Mord, da gibt es nichts zu rütteln, alles andere ist Verlogenheit. Für die Beteiligten ist eine Abtreibung geglückt, wenn der Embryo stirbt, in Stücke zerfetzt ist, das Gehirn abgesaugt oder durch eine giftige Pille ausgeschieden wird. Wie kann eine Gesellschaft mit Zuversicht in die Zukunft blicken, wenn abertausende Menschen, die leben wollen, nach Gerechtigkeit schreien? In der Menschheitsgeschichte sind alle Kulturen, die Menschenopfer und Eugenik praktiziert haben, untergegangen. Recherchieren Sie selbst! Abtreibung darf in keiner Form legal sein, weder für arm noch reich.

    • Meier Markus dit :

      « Abtreibung ist Mord, da gibt es nichts zu rütteln, alles andere ist Verlogenheit. » – Die Worte hör ich wohl, allein am Glauben mangelt’s mir. Wieso gibt es daran nichts zu rütteln? Wirklich, wieso ist alles andere Verlogenheit? Wenn es so offensichtlich ist, dann wird es ihnen ja sicher nicht schwer fallen, es wasserdicht zu begründen. Also?
      « wenn abertausende Menschen, die leben wollen, nach Gerechtigkeit schreien » – wen meinen sie? Die verhungernden katholischen Kinder in Afrika oder die vergewaltigten Ministranten in der ganzen Welt?

    • D. Gürtler dit :

      Wissen Sie, nicht die Eugenik oder Menschenopfer haben die verschiedenen Kulturen untergehen lassen. Vielmehr waren es Wahrheitsansprüche, die zum Untergang führten. Wenn bspw. spanische Christen im Namen Gottes und der Wahrheit in Amerika ganze Völker auslöschten, hatten deren Menschenopfer wenig mit dem Untergang zu tun. Viel mehr war der europäische Fanatismus schuld an der Sache. Wer aber schreiben kann « Abtreibung ist Mord, da gibt es nicht zu rütteln », der zeugt genau von diesem destruktiven, fanatischen Wahrheitsanspruch.

      • Meier Pirmin dit :

        Als nicht fundamentalistischer Abtreibungskritiker der nicht indizierten Abtreibung bin ich nie der Meinung Abtreibung sei Mord, obwohl mir das in meiner kath. Jugend eingetrichtert wurde. Abtreibung ist Beseitigung eines menschlichen Wesens, welches aber noch nicht als Person im juristischen Sinn gelten kann, wiewohl z.B. die Erbberechtigung eines Embryos, so er ausgetragen wird, trotzdem Vater gestorben, bereits existiert, so dass eine Abtreibungsprämie, um Erben zu verhindern, « vernünftige » Überlegung wäre. Eine Abtreibung, weil es ein Mädchen ist, ist heute ein nicht strafbares Verbrechen.

    • Stefan Gisler dit :

      Sie enthüllen die wahren Absichten der fundamentalistischen Initianten. Nach der Aufhebung des Versicherungsschutzes, wird dann die Fristenregelung angegriffen, so dass selbst bei Inzest, Vergewaltigung und Todesrisiken für die Mutter (« Abtreibung darf in keiner Form legal sein ») keine Abtreibung erlaubt ist. Danach folgt die Schöpfungsgeschichte sowie die Bibel als obligatorischer Schulstoff – statt Urknall und Evolutionsbiologie. Und das Übel der Selbstbestimmung der Frau ist auch noch abzuschaffen. Ihr Pseudonom Kreuzritter Ivanhoe weist schön auf ihr mittelalterliches Denken hin.

  • Walter dit :

    Zwischendurch zur Auflockerung der hitzigen Diskussion ein Vorschlag mit durchbrechender Erfolgsgarantie: Wir alle verzichten auf Sex und kein Mensch muss sich mehr darueber ärgern, dass ungewollte Kinder abgetrieben werden. Wer macht den Anfang?

    • Benno Stechlich dit :

      Das funktioniert nicht, die katholische Kirche ist der beste Beweis. Heimliche Kinder, homosexuelle Beziehungen und Kindesmisbrauch ist das Resultat! OK, Kinder gibt es dann keine mehr.

  • René Edward Knupfer-Müller dit :

    Da die Initiative klar auf die Fristenregelung zielt, wäre es vielleicht wieder einmal an der Zeit, daran zu erinnern, dass allein die schwangere Frau über ihren Bauch verfügen darf. Weder ein Richter (zumal männlichen Geschlechts) – noch irgendein Pfarrer, Priester, Prediger, Sektenvater oder Guru (ebenfalls zumeist männlichen Geschlechts) ist auch nur im Entferntesten befugt, hier zu richten oder irgendwelche Anweisungen zu erteilen. Justiz und Religion haben da aussen vor zu bleiben. Wehret den Anfängen! Deshalb: NEIN zu diesem schwindelhaften Volksbegehren!

    • Sportpapi dit :

      Weshalb haben wir denn überhaupt eine Frist festgelegt, wenn das so einfach ist? Die Fristenregelung ist doch ein Kompromiss zwischen « Mord » und « Zellhaufen ». Mein Bauch gehört mir greift da viel zu kurz. Ausserdem geht es hier nicht um das Recht auf Abtreibung, sondern die solidarische Finanzierung.

  • Hannes Meister dit :

    Eine bekannte hat ihr Kind verloren. Kosten dafür (auskratzen etc.) musste sie selber bezahlen. Hätte sie abgetrieben, dann hätte die KK die Kosten für das auskratzen etc getragen.
    Sowas müsste von der KK bezahlt werden bevor wir überhaupt darüber diskutieren, ob gewollte Abtreibungen bezahlt werden!

    • Nadia Silbereisen dit :

      Herr Meister, DAS kann ich allerdings auch gar nicht nachvollziehen. Scheint eine ganz schlimme Lücke im Katalog der Grundversicherung zu sein. Anstatt also auf denen rumzuhacken, die abtreiben, sollten Sie diesen Fall weiter verbreiten und schauen, dass der Kassenkatalog um diesen Punkt erweitert wird. Schreckliche Vorstellung, tut mir sehr leid für sie!

  • chocolate dit :

    Das Schlimme am Ganzen ist, dass ‘christiliche’ Kreise hier darauf hinwirken, dass es salonfähig wird, den Solidaritätsgedanken, der nicht nur bei der KK wichtig ist, sondern in der Gesellschaft allgemein, zu sabotieren. Eine Gesellschaft ist nur dann stark, wenn sie Rücksicht auf die Schwachen und Benachteiligten nimmt. In der CH verläuft die Entsolidarisierung in allen Bereichen in schwindelerregendem Tempo und wenn man sich dagegen engagiert, wird man gleich als Schmarotzer oder Sozialist beschimpft. Das Einschlagen auf Randgruppen hingegen ist ok. Quo vadis, CH?

    • Frank Baum dit :

      Eine Gesellschaft ist nur dann stark, wenn die Menschen in der Lage sind, für ihre Handlungen die Verantwortung zu tragen. Das ist in der Schweiz immer weniger der Fall. Egal, was die Leute tun, der Staat subventioniert jedes Fehlverhalten.

      • D. Gürtler dit :

        Baum: Rauchen Sie? Fahren Sie Auto? Trinken sie zuckerhaltige Getränke? Haben Sie in der Badewanne eine rutschfeste Duschmatte? Ganz ehrlich: Kennen Sie für sämtliche Ihrer täglichen Handlungen ALLE möglichen Konsequenzen und wären Sie tatsächlich in der Lage, für alle diese Konsequenzen selbst und ohne die geringste Hilfe von Dritten gerade stehen zu können? Nein? Dann hören Sie bitte auf, dasselbe von anderen zu erwarten. Ich kenne Sie nicht und mag Sie wahrscheinlich auch nicht. Aber mein Solidaritätsbewusstsein als soziales Wesen sagt mir: Sie sind in der Not, ich helfe Ihnen. Punkt.

      • chocolate dit :

        Herr Baum, es ist eine Illusion zu glauben, dass jeder Mensch in der Lage ist, die Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Es wird immer Schwache geben, es hat immer schon welche gegeben.
        Aber Ihre Einstellung – die neoliberale Ideologie – führt dazu, dass Solidarität nicht mehr ein hohes Ideal ist.
        Sind Sie der Meinung, dass Demente, Schwerstbehinderte, psychisch Kranke, Unfallopfer etc. etc….. keine Solidarität verdienen? Dass Sie, egal was ihr Hintergrund ist, Verantwortung zu übernehmen haben? Nur damit Ihresgleichen ja nicht zwei Fünfer zuviel zahlen müssen?
        Kaltherzig.

      • Nadia Silbereisen dit :

        Eine Gesellschaft ist nur dann stark, wenn sie ihre Minderheiten schützt und die Schere zwischen arm und reich möglichst klein hält. Eine Gesellschaft ist ausserdem nur dann stark, wenn Bildung jeden Menschen dazu bringt, Solidarität als höchste Errungenschaft einer Gemeinschaft zu sehen. So Herr Baum, Sie sehen, meine Definition einer starken Gesellschaft entspricht nicht ihrer. Und wir beide können nicht beweisen, wer recht hat. Aber: der Staat, das sind WIR, wir zahlen GEMEINSAM für Fehlverhalten verschiedenster Natur.

    • joyparent dit :

      Wait a minute: wer ist das schwächste Lebewesen bei der Abtreibung? Wer kann sich am wenigsten artikulieren?
      Willst Du tatsächlich für die schwächste Partei eintreten?

  • Roland K. Moser dit :

    Diesen Kommentar finde ich gut:
    http://www.politblog.bazonline.ch/blog/index.php/23129/hinter-der-maske-der-gl-ckseligkeit-lauert-die-rhetorik-der-ausgrenzung/?lang=de#comment-76328
    Wieso muss ich mit meiner Krankenkassenprämie Geburten anderer finanzieren, aber Abtreibungen nicht?

  • sarah spiller dit :

    Verlogen ist auch, dass genau jene konservativen Kreise die Initiative unterstützen, die vor einem Jahr mit wehenden Fahnen gegen den Familienartikel ins Feld gezogen sind. Könnte es denn sein, dass sich Frauen auch gegen ein Kind entscheiden, weil sie in dieser Gesellschaft keine Möglichkeit sehen, dieses unter würdigen Bedingungen grosszuziehen, weil sie, aus welchen Gründen auch immer, arbeiten müssen, um über die Runden kommen, ein (weiterer) Krippenplatz das Budget aber sprengen würde?

  • Lennart Kirill dit :

    Die Initative stellt die Gretchenfrage wer Abtreibungen finanzieren soll, die 2 Verursacher oder der Rest der Bevölkerung anstelle der beiden? Die Sozialhilfe ist da armen Menschen zu helfen und die KK ist da um kranken Menschen zu helfen. Beide Systeme haben ihre spezifischen Kontrollmechanismen. Nicht jeder der krank ist, ist arm, nicht jeder der Arm ist auch krank.
    Indem wir vermeidbare Behandlungen wie Abtreibungen für alle kostenlos machen, missbrauchen wir die KK’s als Sozialhilfsystems etwas wofür sie nie gedacht war. Wollen wiir das wirklich? Genau darum geht es bei der Abstimmung!

    • Nadia Silbereisen dit :

      Aber der Rest der Bevölkerung bezahlt letztlich auch die Sozialhilfe. Wo liegt der Unterschied?

      • Roland K. Moser dit :

        Dass der Pfarrer und seine Gläubigen ein Problem mit den Abtreibungen haben, dort liegt das Problem.

  • Bettina Ramseier dit :

    Hinter der Maske der Betroffenheit lauert die Rhetorik der Ausgrenzung und Sozialschnorrer! Die Initiative « Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache » ist ein erster Schritt Richtung Selbstverantwortung: Ich will als Nichtbetroffener nicht über meine KK-Prämien und meine Steuern (über 30% KK-Subventionierten in der Schweiz) für deren Lifestyle-Probleme aufkommen müssen! Das kann über Privatversicherung gemacht werden. Unsere Solidargemeinschaft läuft sonderbarerweise nur in die Richtung: Ein immer kleiner werdender Teil der Bevölkerung zahlt immer mehr für die Solidarischen&Sozialen!

    • D. Gürtler dit :

      Falsch Frau Ramseier: Nicht « Life-Style-Probleme » rütteln am Fundament der Solidaritätsgemeinschaft sondern viel eher Leute wie Sie. Solidarität ist kein Wunschkonzert sondern ein Kompromiss: Ich solidarisiere mich mit Dingen aus Ihrem Leben, selbst wenn sie konträr zu meinem Weltbild stehen, und umgekehrt solidarisieren sie sich dafür mit mir. Ich bezahle mit meinen Krankenkasse Ihre Dummheiten mit (vielleicht rauchen Sie ja, essen Fleisch oder sonst wie ungesund, sind beim Überqueren der Strasse mal unachtsam, usw usf) und umgekehrt. Willkommen in diesem Ding genannt Gesellschaft.

    • Daniel Mühlauer dit :

      Gut beschrieben. Schildert unsere Gesellschaft, wie sie ist und zunehmen wird.

  • Frank Baum dit :

    In der Schweiz werden über 10’00 Kinder pro Jahr abgetrieben. Keiner kann glauben, dass es sich hier wirklich um « Notfälle » handelt. Ist die Gesundheit in Gefahr? Bei 10’000 Fällen? Nie. Man will halt keine Verantwortung übernehmen und einfach so in den Tag hinein leben. Wenn dabei ungeborene Kinder umgebracht werden müssen, dann soll es halt so sein. Wer das so ausleben will, soll es tun. Es ist geltendes Gesetz. Es ist aber ein Frechheit, dass die Allgemeinheit dieses Verhalten subventioniert. Das ist ein Schiefstand.

    • D. Gürtler dit :

      Man will halt keine Verantwortung übernehmen. Aha. So ist das. So wie Raucher ihre medizinischen Behandlungen selbst bezahlen. Ein Schiefstand ist es, wenn eine gewisse Gruppe von Menschen sich das Recht herausnehmen will, andere Menschen für ein Verhalten anzuprangern, das die Gruppe in der einen oder anderen Form selbst genau so an den Tag legt. Weder Sie noch ich können hier mit Steinen werfen.

  • Anna Meier dit :

    Meine Pille kostet 12.-/Monat!! Glauben die Initianten wirklich irgend eine halbwegs zurechnungsfähige Frau würde sich, wenn sie die Wahl hat zwischen der Pille für 12.- und einer gratis Abtreibung, für die Abtreibung entscheiden??? Und benötigen wir dann nicht ein nationales DNA-Register für Männer – oder wie soll die Forderung für die Hälfte der Kosten rechtlich geltend gemacht werden wenn nicht anhand eines DNA-Tests? Mutter ist ja klar – aber Hand aufs Herz, wisst ihr wirklich von allen (und ich meine von JEDEN EINZELNEN) eurer bisherigen Sexpartner den vollen Namen inkl. AHV-Nummer? 🙂

  • Alexa dit :

    Es schockiert mich, dass man überhaupt darüber diskutieren muss! Schön, dass Frau Mayencourt die richtigen Worte für diese verlogene, menschenverachtende Initiative gefunden hat. Wer meint, dass Frauen die eine Abtreibung in Erwägung ziehen dies als alternative Verhütungsmethode betrachten, lebt hinter dem Mond! Wahrscheinlich leben die Menschen dort auf rosaroten Wolken und geben sich einen flüchtigen Kuss auf den Mund wenn sie ein Kind zeugen möchten- das Kind bringt dann der Storch! Zack, zack geht das. Keine ungewollten Schwangerschaften und kein Grund sich in die Lage anderer zu versetzen

    • Rolf Gysling dit :

      Tja Alexa, dann wenden Sie sich mal an einen Arzt Ihres Vertrauens, der in einem grösseren Spital in einer Stadt arbeitet. Es ist sehr schockierend, wie immer die gleichen Frauen alle paar Monate wieder mal ins Spital kommen um eine Abtreibung machen zu lassen.
      Ich bin nicht dagegen Frauen in Not oder anderen stichhaltigen Gründen eine Abtreibung zu finanzieren. Aber die, welche zu faul zur Verhütung sind, oder es sich nicht leisten wollen, warum sollte ich denen eine Abtreibung mitfinanzieren? Meine Frau und ich haben auch Jahrelang verhütet bis wir Kinder wollten, selbst bezahlt nota bene!

      • Nadia Silbereisen dit :

        Herr Gysling: Not oder andere stichhaltige Gründe?? Was soll das sein? Wer definiert, was Not und stichhaltig ist? Etwa ihr Männer? Wenn sie bei der Vergewaltigung gar nicht richtig verletzt wurde, war sie auch nicht in Not z.B.?
        Und: Wie viele Frauen kennen Sie, die das machen? Eine Abtreibung kann nämlich tödlich enden, man kann verbluten, leidet Schmerzen, ganz anders als beim Gebrauch von Verhütungsmethoden. Ausserdem, schon mal was von Selbstbehalt gehört? Gratis ist eine Abtreibung sicher nie und sicher IMMER teurer als eine Packung Kondome.

  • Andrea dit :

    Interessant, wie viele männliche Kommentatoren diese Initiative befürworten. Ich frage mich, wie es dazu kommt.

    Aussagen im Stil von « zu blöd um richtig zu verhüten », « keine(r) will die Eigenverantwortung wahrnehmen » und  » wer Sex haben kann, muss mit den Konsequenzen leben », kann ich nur bedingt teilen.

    1. Für Sex braucht es immer zwei. Stimmt. Für die Verhütung aber auch (Obwohl es viel öfters Aufgabe der Frau ist. Oder wie viele Männer nehmen die Pille oder verhüten immer mit Kondom – auch in Langzeitbeziehungen?)

    2. Ein Verhütungsmittel konsequent und über lange Zeit ohne Einnahmefehler anzuwenden, erfordert ein grosses Mass an Selbstdisziplin (weiss ich aus eigener Erfahrung – ich nehm’ seit über 10 Jahren die Pille – teilweise mit Fehler aber ohne Konsequenzen, zum Glück!). Dass da auch bei der pflichtbewusstesten Person einmal etwas schief gehen kann, ist menschlich. Wer mir das Gegenteil beweisen will, darf gerne heute mit einem Feldversuch beginnen. (Z.B. Jeden Abend zur gleichen Zeit ein Tic Tac schlucken – während 1 Monat… für den Anfang).

    3. Es ist leider Tatsache, dass öfter die Frau mit den Konsequenzen leben muss – oder diese zumindest stärker zu spüren bekommt (zB. Abbruch der Schule / Ausbildung bei sehr jungen Frauen durch die SS, die dann später unter erschwerten Bedingungen nachgeholt werden muss.) Der Kindsvater muss zahlen, oder ist vielleicht komplett abgetaucht.

    Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund, weshalb diese Initiative angenommen werden sollte. Wie schon oft erwähnt, das KK-System beruht auf dem Solidaritätsprinzip. Und dafür braucht es eben auch zwei! Deshalb ein NEIN am 9.2. von mir.

  • Simon dit :

    Ich glaube ich starte eine Initiative, welche verlangt das Schmerzmittel von der Krankenversicherung ausgeschlossen werden. Ich möcht doch nicht bezahlen, nur weil viele dermassen verweichlicht sind…

  • Mario Cello dit :

    Ich bin kein Fundi oder so und es ist mir egal, was die Motivation der Initianten ist. Das Geld ist mir im Prinzip auch egal. Aber ich will nicht das Töten von Ungeborenen mitfanzieren und so unterstützen.

  • Martin Uhr dit :

    Es braucht zwei Klicks um auf Youtube den Herzschlag eines Embrios im achten Monates zu betrachten. Es braucht nochmals zwei Klicks um zu sehen, wie ein solcher Embrio versucht der Abtreibung zu entgehen. Für mich ist Abtreibung Mord und ich möchte mich daran nicht beteiligen. Sollen sich andere schuldig machen.

    • Nadia Silbereisen dit :

      Tja Herr Uhr, Sie werden sich aber IMMER dran beteiligen, so wie ich mich leider immer an der Finanzierung von Religion beteiligen muss. Und wissen Sie warum Sie sich immer beteiligen werden? Weil es Abtreibungen so oder so geben wird, und bei armen Frauen die Sozialhilfe zahlen wird und die wird finanziert duuuurch … Überlegen Sie mal.

  • Andrea Hug dit :

    Wieso muss die KRANKENkasse einen Schwangerschaftsabbruch bezahlen, wenn eine Schwangerschaft keine Krankheit ist? Wenn ich meine Brüste vergrössern möchte bezahlt die Krankenkasse auch nicht, weil es sich nicht um eine Krankheit handelt. Es zwingt mich niemand dazu! Keine Frau will aus Mitleid für meine kleinen Brüste mitbezahlen. Für die absolut FREIWILLIGE ENTSCHEIDUNG einer Frau, IHR selbstgezeugtes Kind abzutreiben, will ich demzufolge nicht mitbezahlen. Jede Entscheidung bringt Folgen mit sich!

    • Nadia Silbereisen dit :

      Ach, ihr selbstgezeugtes Kind, ganz alleine hat die Frau also ihr Kind gezeugt? Wenn ich die Kommentare einiger Männer hier lese, muss ich sagen: Schön wärs.

  • Daniel Mühlauer dit :

    Ich war bereits sehr erstaunt, als ich hörte, dass die Schwangerschaft und der nachfolgende Abbruch als Krankheit gelten sollen… Dass zudem noch die Allgemeinheit aufkommen soll, ist nur noch pervers. Was hat es mit Solidarität zu tun, wenn eine Schwangerschaft durch ungeschützten Sex entsteht, von dem alle wissen sollten, dass ein Kind die Folge sein kann. Dumm.

    Um die 20 hat mir eine Sexpartnerin mitgeteilt, dass sie mein Kind habe abtreiben lassen. Hätte ich die Kosten direkt übernehmen müssen, hätte ich mit ihr noch einmal über die Abtreibung diskutieren können. So konnte ich es nicht.

  • Daniel Mühlauer dit :

    Es geht bei dieser Initiative hier stückweise auch um Erziehung, und die ist bitter nötig. Wer nachlässig ist und ein Kind zeugt, soll für die Entscheidung zur Abtreibung samt Folgen einstehen müssen – dazu gehören in der Regel zwei. Gleich sollte es all denen ergehen, die sich Jahre lang die Lunge zuqualmen, täglich im MCDonalds vorbeischauen oder das Gefühl haben, ungesichert Bergsteigen zu müssen. Bei letzterer Klasse gibt es meines Wissens spezielle Versicherung. Bei den vorgenannten Gruppen nicht. Das sollte sich ändern, denn wir wissen heute, wie es um unsere Gesundheit steht.

  • Walter dit :

    Meine Freundin und ich wollen keine Kinder in diese Welt setzen. Um dieses Ziel zu erreichen, setzen wir effizient wirkende Verhütungsmittel ein, ganz im Wissen, dass keines eine 100%-ige Wirkung garantieren kann. Sollte wegen eine Verhütungspanne eine Schwangerschaft eintreten, werden wir das Kind ohne Wenn und Aber fachgerecht abtreiben
    Dazu ist die Fristenregelung ja da..

    • Sportpapi dit :

      Ah. Und ich dachte, sie wäre für Notfälle gedacht.

      • Walter dit :

        Wer verhütet, will ungewollte Kinder verhindern, eine Verhütungspanne ist aus meiner Sicht ein Notfall, wenn auch nicht aus medizinischer Sicht. Aber keine Panik, bis jetzt haben die von meiner Freundin und mir eingesetzten Verhütungsmittel ihre Wirkung nicht verfehlt und wir hoffen, dass sie es auch weiterhin tun werden, so dass wir ohne Abtreibung über die Runden kommen.

  • peter dit :

    Die Befürworter der Abtreibung scheinen direkt Lust und Freude zu empfinden, ihren Nachwuchs zu töten. Wer sich daran ergötzen will, soll das bitte auch selber finanzieren, schliesslich muss ich die Ferien auch selber bezahlen.

    • Nadia Silbereisen dit :

      Ja genau, und jetzt noch den Link der vor Freude jubelnden Frauen während Abtreibungen zu tollem Beach-Sound und die Stimmung ist perfekt. Absurd Ferien mit Abtreibung zu vergleichen … so ala, hmm, heute hab ich gerade nichts zu tun, lass uns mal abtreiben gehen.

  • Martin Cesna dit :

    Wie wäre es, wenn man die Zusatzkosten für die Abtreibung bei den Männerprämien der Krankenkasse dazulegen würde?
    Bis auf eventuell eine ist meines Wissens noch keine Frau ohne Mann schwanger geworden. Da eine Abtreibung durchaus auch einen lebensgefährlichen Aspekt für die betroffene Frau hat, wäre hier Solidarität der Geschlechter angezeigt.
    Solidarität mit ungeborenem Leben? Solange alleinerziehende Mütter durch hiesige Behörden schon im ersten Lebensjahr von ihrem Baby getrennt werden durch Zwang zur Arbeit, gilt hier immer noch das Prinzip « Geld vor Moral ».

  • Jürg Meier dit :

    Liebe BlogteilnehmerInnen
    Wir leben im 21. Jahrhundert und wissen, dass es sich bei den Föten im Bauche ihrer Mutter um werdendes Leben handelt, um Kinder im Kleinstformat, welche nach 9 Monaten geboren werden. Nun kann ich einfach nicht verstehen, dass moderne Menschen der Schweiz weiterhin für Abtreibungen einstehen und erst noch wollen dass dies von der Allgemeinheit zu 100% bezahlt wird. Unverständlich und absurd. In welchem Land und in welchen Zeiten leben wir denn ??? Und wie ich sehe, wird es in unserem Land immer schwieriger sich für das Leben und nicht für den Tod zu engagieren.

    • chocolate dit :

      Ihr moraltriefender Kommentar wäre sehr viel besser verdaulich, wenn Sie und die Kreise, die diese Initiative lostraten, sich auch sonst so fürs (geborene!) Leben einsetzten. Aber gegen Kriegsmaterialexport schreiben und schreien Sie nicht an, oder? Das ist dann wieder legitim. Und sobald das Leben gerettet und geboren ist, ist es dann wieder völlig klar, dass die Mütter (und sie sind es, die es trifft) in der (Selbst)Verantwortung stehen. Sollen ja nicht daher kommen und noch um Sozialhilfe oder Erziehungsgeld bitten, hat sie ja niemand gezwungen, Kinder zu haben…
      Unerträgliche Heuchelei!

      • Jürg Meier dit :

        Guten Tag Chocolate
        Danke für Ihren Kommentar – Ja ich setzte mich auch sonst für das Leben ein: Ich habe drei Kinder und ich arbeite dafür, das Flüchtlingen aus Syrien im Libanon ganz konkret geholfen wird – sehr viele Familien mit Kindern. Meine Organisation verteilt dort Heizkörper, Decken, Nahrungsmittel und vieles mehr. Aber nicht nur dort: Auch im Yemen bieten wir FRAUEN Kurse an, damit diese Lesen lernen. Was Erziehungsgeld betrifft, wäre ich sehr dafür: Ursula von der Leynen hat dies ja in Deutschland auch eingeführt, obwohl sie aus der falschen Partei kam… Leider fehlt nun der Platz

    • Walter dit :

      Meine ich auch, wir leben im 21. Jahrhundert. Dass Paare und Frauen ungewollt gezeugte Kinder zwingend in die Welt setzen sollten, finde ich eine Zumutung, auch für das werdende Kind.

  • Barbara dit :

    Wie es scheint sind Frauen, die abtreiben meistens finanziell schlecht abgesichert oder sehr jung. Wenn Abtreibungen selber finanziert werden müssten, könnte es Frauen, die ohnehin schon Probleme haben, in ernste Notlagen bringen. Umfeld aufwachsen. Studien haben ergeben, dass « ungewollte » Kinder eine höhere Rate an Kriminalität aufweisen als wenn das Kind geplant war und /oder in ein gutes soziales Umfeld geboren wird. Abreibungen sollten auch weiterhin von der Krankenkasse gedeckt werden um junge und/oder mittellose Frauen zu schützen!

    • Sportpapi dit :

      « Wie es scheint sind Frauen, die abtreiben meistens finanziell schlecht abgesichert oder sehr jung. » Ich glaube weder das eine, noch das andere. Die Statistik zeigt, dass viel mehr Frauen im « besten Alter » (20-35jährig) abtreiben als Teenager. Das andere kann ich nicht belegen.

  • Anton Jäger dit :

    Das hehre Ziel mittellosen schwangeren Frauen eine Abtreibung zu ermöglichen sollte wenn schon mittels Sozialamt und nicht KK gelöst erreicht werden. Das SZ prüft nämlich zuerst gründlich ob die Frau wirklich bedürftig ist, während eine KK einfach das bezahlt was in der Police gedeckt ist. Glaubt ihr wirklich das ALLE Frauen die abtreiben auch mittellos sind? Wohl kaum, oder? Oder wärt ihr dafür das die Sozialhilfe einfach allen Geld auszahlt die darum bitten ohne vorgängige Abklärung der Bedürftigkeit? Um armen Schwangeren zu helfen haben wir die Sozialhilfe, nicht die Krankenkassen!

    • Nadia Silbereisen dit :

      Ja, aber im Gegensatz zur Sozialhilfe (die wir übrigens letztendlich auch bezahlen) muss jede Frau einen gewissen Selbstbehalt bezahlen. Und apropos: Interessant, dass Sie in Ihrem Beitrag nur von den Frauen sprechen, während doch eigentlich 2 an der Zeugung beteiligt sind. Denken Sie, ich habe in Zukunft Lust als Frau die ganze Last der Verhütung und der Konsequenzen daraus alleine zu tragen? So lange Männer mit uns Sex wollen, sollen sie sich auch an den Konsequenzen daraus beteiligen, so einfach ist das.

  • Der Messias Roland K. Moser verkündet dit :

    Wer den Frauen das Abtreiben verbieten will, wird unselig für alle Zeiten.
    Wer den Frauen das Abtreiben verbietet, landet im Fegefeuer für alle Zeiten.

  • Peter H.Kuhn dit :

    Man muss absolut nicht religiös sein, um dieser Initiative zuzustimmen! Da jammern alle über die dauernd und unaufhaltsam steigenden Krankenkassen-Kosten und trotzdem nimmt man jeden teuren Mist, jedes Pläsierchen in diese Versicherung auf! Von der alternativen Medizin bis eben zur Bezahlung der Abtreibungskosten. Wenn jemand in der Gegend herumackert und leichtsinnig keine Empfängnis-Verhütung praktiziert, dann gehört das ganz klar in den Bereich Eigenverantwortung! Es ist sogar eine Frechheit, wenn dafür die Allgemeinheit bezahlen muss!

  • Reto Stadelman dit :

    So jetzt würde ich auch noch gerne meinen Senf dazu geben.
    Ich bin eigentlich nicht bereit Abtreibungen mit zu finanzieren, egal ob diese aus einen Verhütungsunfall oder aus reiner Unüberlegtheit bzw. Dummheit entstanden sind. Ausnahme bildet selbstverständlich die Vergewaltigung und der medizinische Notfall.
    ABER wir sind ohnehin zu viele Menschen. Es mag unglaublich zynisch klingen, aber wir können froh sein um jeden ungewollten Menschen der abgetrieben wurde. Und darum werde ich dennoch Nein stimmen.

  • chisomo dit :

    alle reden nur von geld… keiner über leben… ein embryo kein kind… leben definiert von menschen… zwölf wochen sind nur zellen… ab 13 ist es leben… von anfang an volles potential… einzigartig ausgebildet… aus elend abgestossen… aus egoismus abgewürgt… so klein und hilflos… der mensch legt sich die welt zurecht… entscheidung über tod und leben… argument bleibt nur das geld… eine ausflucht… weg von leid… bei mutter oder kind… weg vom tod… der bleibt beim kind.

  • Tanja Steiner dit :

    Hier wird über die Kosten der Abtreibung diskutiert. Ich finde es unfair, dass die KK eine Abtreibung bezahlt, jedoch solche die gerne SS werden würden, müssen die Kosten dafür selber tragen. Ok, diese Kosten sind auch wesentlich höher wie eine Abtreibung. Wieso bezahlt die KK nicht auch etwas an die Verhütung? Denke, hier muss man das ganze spektrum mal anschauen. Und ja ich bin der Meinung, dass man eine Abtreibung selber zahlen soll. Wer Sex haben kann, muss auch Verhüten können. Ausnahme für mich eine Vergewaltigung. Für mich ist das Legale Ermordung. Ich bin nicht Christlich

  • Martin dit :

    Sollen doch die Krankenkassen diese Abtreibungen finanzieren. Es gibt sowieso Selbstbehalt darauf. Ich denke nicht, dass es so viele Abtreibungen gibt in der CH. Die meisten sind wohl von jungen Frauen, die sich das meistens nicht leisten könnten. Die Krankenkassenprämien steigen nicht deswegen jedes Jahr um weiss ich wie viel, sondern aus anderen Gründen. Also soll die KK das übernehmen, wir bezahlen ja auch die Drogen für die Junkies.

  • Walter dit :

    Was raten Sie einem Pärchen, das beim Sex einer Verhütungspanne « zum Opfer gefallen » ist? Müssen jetzt die beiden gegen ihren Willen Eltern werden?

  • Norah dit :

    Wenn wir sämtliche selbstverschuldete Risiken nicht länger gemäss Solidaritätsprinzip finanzieren, wird dies die KK Kosten erheblich senken. Ist doch eine tolle Sache. Alle Raucher, Extrem-Bergsteiger, Snowboarder, Workaholics, Fast Food Fresser, etc. werden ausgeschlossen. Ich will doch nicht die Behandlung eines Rauchers, eines Snowboarders oder auch Reiters bezahlen. Die sind schliesslich erwachsen und wissen auf was sie sich einlassen, und als gemässigte Sportlerin und Nichtraucherin möchte ich die doch nicht finanzieren….
    Mal ehrlich, was für doofe Argumente!

  • Esther dit :

    Gehen wir doch gleich zurück ins Mittelalter, diese Initiative ist so lächerlich, hoffe Sie wird abgeschmettert!!!

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