Eine Abtreibung ist immer die schlechteste «Lösung»

Die Kosten für Zahnbehandlungen werden gegenwärtig von der Krankenkassen-Grundversicherung nicht übernommen. Darüber beklagt sich keiner. Im Gegenteil: Als Eltern versuchen wir, unsere Kinder so früh wie möglich dafür zu sensibilisieren, dass sie auf gesunde Zähne achten und dafür auch ihren Teil der Verantwortung übernehmen. Wieso sollte das bei Abtreibungen anders sein? Die Initiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» möchte einen Fehler im KVG-Konzept korrigieren: Von der Grundversicherung sollen Schwangerschaftsabbrüche künftig nur noch dann übernommen werden, wenn sie medizinisch indiziert sind, weil das Leben der werdenden Mutter in Gefahr ist. Schwangerschaftsabbrüche wären weiterhin erlaubt, mit dem kleinen Unterschied allerdings, dass die Betroffenen die Folgen ihres Entscheids selbst zu tragen und zu finanzieren hätten.

Kann man es überhaupt anders als stossend empfinden, dass ein Paar, das keine Kinder bekommen kann, die finanziellen Mittel für eine In-vitro-Fertilisation selbst aufbringen muss, während das KVG locker die Kosten für die 11’000 Abtreibungen übernimmt, die jedes Jahr in der Schweiz vorgenommen werden? Ist unsere Gesellschaft eigentlich krank? Wo ist der gesunde Menschenverstand geblieben? Die Initiative, über die wir am kommenden 9. Februar befinden, verhilft dem Grundsatz der Krankenkassen, wonach Pflege und Heilung im Vordergrund stehen und die Versicherten nicht zu einer brüchigen Solidarität gezwungen werden sollen, wieder zu seinem Recht.

Teenager fordern das Recht auf Selbstbestimmung, ohne sich der Tragweite ihrer Handlungen wirklich bewusst zu sein.

Schwangerschaftsabbrüche sollen gemäss der Initiative nicht von der Allgemeinheit mitfinanziert werden. Foto: Keystone

Schwangerschaftsabbrüche sollen gemäss der Initiative nicht von der Allgemeinheit mitfinanziert werden. Foto: Keystone

Die Solidarität, auf die die Sozialversicherungen dringend angewiesen sind, kann dann zum Tragen kommen, wenn es um Retten, Heilen und Pflegen geht und wenn der jeweilige Eingriff den hippokratischen Eid respektiert. Eine Abtreibung, die ein werdendes Leben als «nicht lebenswert» abqualifiziert, ohne dem Kind die Chance einzuräumen, geboren zu werden, widerspricht dieser Logik diametral. Es stimmt: Eine Frau, die eine Schwangerschaftskrise durchlebt, ist zerbrechlich, sie ist auf Unterstützung und Begleitung angewiesen. Doch den Schwangerschaftsabbruch als einzig möglichen Ausweg anzubieten, ist gelogen und leichtfertig – die betroffene Frau wird die Folgen ihrer Entscheidung ein Leben lang zu tragen haben. Seien wir also konsequent und setzen wir ein klares Zeichen gegen die Banalisierung, die sich breit gemacht hat: Eine Abtreibung hat in einem KVG-Leistungskatalog nichts zu suchen.

Teenager fordern das Recht auf Selbstbestimmung, ohne sich der Tragweite ihrer Handlungen wirklich bewusst zu sein und ohne die Verantwortung übernehmen zu wollen. Im Erwachsenenalter sind die Entscheidungen überlegt und werden abgewogen. Man ist sich bewusst, dass man für sein Tun und Handeln vollumfänglich die Verantwortung übernehmen muss. Ist das nicht ein Abbild unserer heutigen Gesellschaft? Gestern noch sahen wir uns dem Willen zur Selbstbestimmung ausgesetzt, der verhinderte, dass die tatsächlichen Auswirkungen einer Abtreibung vollumfänglich bedacht werden konnten. Die Zeiten haben sich geändert, heute sind wir der Überzeugung: Wenn jemand vor der Wahl steht, eine Abtreibung vorzunehmen und diese als gangbaren Weg erachtet, so muss die Verantwortung dafür von den Betroffenen selbst übernommen werden. Es ist nicht an der Gesellschaft als Ganzer, die Verantwortung für die Abtreibungen zu übernehmen, die in diesem Land durchgeführt werden. Es ist vielmehr Sache des Paars, die Konsequenzen seiner Wahl zu tragen. Letztlich ist es eine Frage der Reife.

265 Kommentare zu «Eine Abtreibung ist immer die schlechteste «Lösung»»

  • thomas müller sagt:

    Abtreibung ist keine schöne Sache. Sollen die Kosten aber deshalb nicht auf die Allgemeinheit gewälzt werden können?
    Weshalb sollten denn die Nichtraucher die Kosten für Raucherschäden übernehmen? Sportler Kosten für Folgen von Übergewicht, Nichtsportler kosten von Sportverletzungen?
    Ausschluss von Gesundheitskosten aus parteipolitischen Gründen würde einen gefährlichen Präzedenzfall darstellen der den Grundsatz gemeinschaftlicher Gesundheitsversogung verletzt.

    • Sportpapi sagt:

      Wie kann man eine Abtreibung eigentlich unter „Gesundheitskosten“ verbuchen?

      • Becca sagt:

        Weil es Gesundheitskosten sind? Es geht in den meisten Fällen und die physische und psychische Gesundheit der Frau! Oder soll man wie früher einfach dann die Mutter bei der Geburt „verrecken“ lassen, Hauptsache keine Abtreibung?

        Kein Verhütungsmittel ist 100% sicher und die Ärzte weigern sich bei Frauen ohne Kinder und unter 35/40 eine Unterbindung durchzuführen, obwohl genau die Ärzte auch massiv von einer Schwangerschaft abraten, da Kind und v.a. Frau gesundheitlich sehr stark gefährdet wären. Soll so eine Frau also einfach ins Kloster, damit es keine Verhütungspanne geben kann?

        • Sportpapi sagt:

          @Becca: Doppelte Verhütung wäre mal ein Anfang, wenn klar ist, dass eine Schwangerschaft lebensbedrohlich wäre. Ansonsten: Es gibt wohl kaum jemanden, der sich gegen eine Abtreibung ausspricht, wenn diese medizinisch begründet ist. In der Regel ist sie das nicht.

          • Becca sagt:

            Doppelte Verhütung geht leider nicht immer. Ich vertrage zB schlichtweg keine Hormone (schon alle Varianten durchprobiert). Dauermigräne, Übelkeit, starke Dauerblutungen, massive Wassereinlagerungen usw. – es gibt genügend Frauen, die Hormone schlecht oder gar nicht vertragen.
            Es gibt leider Gegner, die auch bei Gefahr für das Leben der Mutter und bei Vergewaltigung gegen Abtreibung sind .

            Sicher ist das nicht die Regel – aber neben physischer ist auch psychische Gesundheit (grösste Not, Suchtkrank, Gewaltbeziehung etc.) ist für mich berechtiger Grund – keine Frau macht das „einfach so

          • Becca sagt:

            und die wenigsten jungen Männer sind bereit, sich einer Vasektomie zu unterziehen (auch wenn sie sagen, sie wollen nie Kinder haben)… weil die Meinung (oder die Partnerin) könnte sich im Laufe des Lebens ja noch weiter ändern.

            Wenn dann also medizinische oder soziale Begründung gerechtfertigt ist, soll eine Frau ohne Angst vor den Kosten abtreiben dürfen – schliesslich trägt sie auch meist die Hauptlast. Zudem.. es heisst in vielen Postings immer „gratis“.. auch diese Frauen zahlen Prämien, Selbstbehalt, Franchise etc… sie zahlen ins System ein und bekommen etwas zurück bei Bedarf!

    • B.Benhamid sagt:

      Ich bin der selben Meinung.

    • Peter Schamberger sagt:

      Herr Müller – im Moment ist es eher so, dass die Raucher Altersvorsorge und Gesundheitskosten der Nichtrauchenden subventionieren. Ein Raucher lebt im Mittel 8 Jahre weniger und seine letzten Lebensjahre kosten das Gesundheitssystem weniger als die letzten Lebensjahre eines durchschnittlichen Nichtrauchers. Ich höre schon Ihr Heulen und Zähneknirschen, wenn zukünfige KK Prämien (immer weniger Raucher…) und Altersvorsorge (immer mehr hochbetagte) noch mehr steigen.

    • Deeva sagt:

      Abtreiben ist eine schwerwiegende Entscheidung…was wenn eine Frau durch Vergewaltigung schwanger wurde?…ich kenne eine Frau die den Krieg im ehemaligen Jugoslawien miterlebte,dort wurden zahlreiche Frauen vergewaltigt,sie sagte, dass man in den Augen dieser Kinder den Hass,die Wut der Vergewaltiger sieht.Wir bezahlen auch die Rehas von abgestossenen transplantierten Organen,Ethik existiert nur auf Papier,gelebt wird sie höchst selten.Und das ganze Polit Palaver hat nichts mit den menschlichen Geschichten zu tun die dahinter stecken! Die Menschen sollten menschlicher werden,

  • Maria Halder sagt:

    Selbst bezahlen is gut, wenn man dann aber im Gegenzug die Bevormundung durch Gesetze abschafft. Ganz in Ihrem Geist. Das gilt allgemein auch für eine ganze Menge an anderen Gesetzen. Ich persönlich will den Staat aus meinem Leben raus, wenn ich selber alles bezahlen muss.

    • markus müller sagt:

      sie müssen längst nicht alles selber bezahlen! es gibt viele dinge die andere menschen bezahlen, die sie alleine gar nicht selber stemmen könnten. zb. autobahnen, züge, schiffe, bergbahnen, elektrizität, wasserversorgung, schulen, militär, polizei, krankenkassen, versicherungen usw. usw. das alles funktioniert nur wenn alle mitmachen und jeder auch das bezahlt was er gar nicht selber braucht. gesetze und regeln braucht es damit eine gesellschaft funktioniert. letzteres ist aber ein völlig anderes thema und hat damit nichts zu tun. glauben sie mir, sie wollen den staat nicht aus ihrem leben.

    • markus müller sagt:

      sie müssen längst nicht alles selber bezahlen! es gibt viele dinge die andere menschen bezahlen, die sie alleine gar nicht selber stemmen könnten. zb. autobahnen, züge, schiffe, bergbahnen, elektrizität, wasserversorgung, schulen, militär, polizei, krankenkassen, versicherungen usw. usw. das alles funktioniert nur wenn alle mitmachen und jeder auch das bezahlt was er gar nicht selber braucht. gesetze und regeln braucht es damit eine gesellschaft funktioniert. letzteres ist aber ein völlig anderes thema und hat damit nichts zu tun. glauben sie mir, sie wollen den staat nicht aus ihrem leben

  • Dr. med. Peter Meier-Schlittler sagt:

    Grenzen der Demokratie! Selbstverständlich soll die KV bei einer „medizinischen Indikation“ die Kosten übernehmen. Aber es darf nicht sein, dass wir via „Mehrheitsentscheid“ Menschen welche aus ethischen/religiösen Gründen einen SS-Abbruch ablehnen, dazu zwingen, diesen unter dem fadenscheinigen Begriff der „Solidarität“, in der KV mitfinanzieren müssen! Warum führt man nicht verschiedene KK-Modelle ein mit unterschiedlichen Leistungskatalogen, so könnte jeder für sich entscheiden, welche Leistungen er versichert haben will und welche nicht! Das würde auch dem Wettbewerbsgedanken entsprechen!

    • Matthias Kirchner sagt:

      Genau, dann bezahlen also die unsolidarischsten und egoistischsten Rosinenpicker die für dies und das nicht zahlen wollen weil sie’s unethisch, unmoralisch und unfromm finden also bei voller Versicherung am wenigsten Prämien? Super Idee und super Demokratieverständniss Herr Doktor, überlassen wir doch alle anderen sich selbst solange es uns gut geht!

      • Peter Meier-Schlittler sagt:

        @Herr Kirchner: damit wir uns recht verstehen, wir sprechen hier von einer „Kranken“versicherung und ein Schwangerschaftsabbruch ist keine Krankheit (ausser die med. Indikation). Ich will nicht andere Menschen, die dies aus ethischen Gründen nicht gutheissen können, unter einem oberflächlichen Solidaritätsdenken, zur Mitfinanzierung verpflichten. Dann müssen wir heute beginnen freiwillig von unserer Vollkaskomentalität abschied zu nehmen, dies ist weniger schmerzhaft, als wenn uns die Realität in Zukunft dazu zwingen wird!

        • Saskia Zellweger sagt:

          Schwangerschaft und Geburt sind auch keine Krankheiten, trotzdem werden diese Kosten getragen, obwohl die ausgetragene Schwangerschaft wohl definitiv als mindestens so selbstverschuldet gelten dürfte wie die ungewollte. Und die Kosten einer ausgetragenen Schwangerschaft sind um ein Vielfaches höher als die eines Abbruches. Hinzu kommt, dass dieser Ausschluss die am härtesten trifft, welche sonst schon am Rande stehen, nämlich junge Frauen. Wie gewährleistet man denn, dass sich beide beteiligten Parteien (die unbefleckte Empfängnis findet nur äusserst selten statt) die Kosten teilen?

      • Deeva sagt:

        Unser Gesundheitssystem ist selbst am kränkeln,weshalb beschäftigt man sich nicht mit den Grundproblemen??!Ständig müssen z.B.psych.Kranke,Sozialfälle,Alte,und nun auch Frauen die aus ipers.Gründen einen Schwangerschaftsabbruch in erwägung ziehen herhalten für die hilflosigkeit der Politik und letztens auch der Gesellschaft als Ganzes.Sind wir doch mal ehrlich, unser System ist nicht menschenfreundlich,und solche Szenarien zeigen mir dies immer wieder auf,wir sollten achtsam sein…etwas mehr Mut und Rückgrat wäre sicherlich heilsamer als diese ständig sich im Kreise drehenden Debatten,für ego

    • Daniel Wyss sagt:

      Lieber Herr Kollege! Nach KVG ist die Grundversicherung obligatorisch (Volksentscheid) Der Leistungskatalog wird von der dafür zuständigen Behörde festgelegt. Im Leistungskatalog sind mehrere hundert Positionen, die nicht einmal wir als Aerzte alle kennen. Es ist unmöglich, dass alle mit allen Positionen einverstanden sind, trotzdem müssen wir „für das ganze Packet“ bezahlen. Wir können ja nicht wirklich über jede Position eine Volksabstimmung durchführen. Selbst wenn, würde dann auch immer die Mehrheit entscheiden und die Minderheit müsste sich fügen – so ist das in einer Demokratie.

      • Peter Meier-Schlittler sagt:

        Lieber Herr Kollege Wyss! Wo sind die Grenzen des Volksentscheides? Kann eine Mehrheit eine Minderheit dazu zwingen etwas mitzufinanzieren (das keine Krankheit darstellt), was sie aus ethischen/religiösen Gründen strikte ablehnt! Zeigt dieses Beispiel nicht die Grenzen der Demokratie? Ich weiss, das KVG wurde einst vom Volk angenommen: denken Sie das würde wieder geschehen, hätte das Volk damals gewusst, dass heute übe 1/3 aller Prämienzahler Zuschüsse erhält, im Kt. Genf sind es inzwischen über 50%, weil sie die Prämien dieser Vollkaskoversicherung nicht selbständig tragen können?

        • sarah spiller sagt:

          „Kann eine Mehrheit eine Minderheit dazu zwingen etwas mitzufinanzieren, was sie aus ethischen/religiösen Gründen strikte ablehnt!“
          Kann sie, das ist eben Demokratie, sonst würden wir schon längst weniger Steuern zahlen, weil wir die Armee / Autobahnen / Eisenbahnen / das Schulsystem / you name it aus ethischen / religiösen Gründen strikte ablehnen…

          • Hans Meierhans sagt:

            Ja kann sie. Demokratie kennt keine Grenzen der Ungerechtigkeit. Die Mehrheit kann eine Minderheit auch ausnutzen, versklaven usw. Es gibt die Todesstrafe in manchen Demokratien auf dieser Welt. Demokratie ist wie ein Zug der unbedingt zu einer bestimmten Zeit ein Ziel erreichen will und auf dem Weg rücksichtslos Minderheiten überfährt.

    • Christian Weber sagt:

      Ein Pazifist muss auch die Armee mitfinanzieren.
      Ein Vegetarier muss auch die Subventionen für Viehbauern mitbezahlen.
      Ein Globalisierungsgegner muss auch die Kosten für’s WEF mittragen.
      Ein Autofahrer muss auch die Bahn mitfinanzieren.
      Ein atheistischer Unternehmer muss (zumindest in gewissen Kantonen) auch Kirchensteuer bezahlen.
      Und schliesslich habe ich keine Kinder, aber ich muss trotzdem das Bildungssystem mitfinanzieren.
      Sie scheinen das Prinzip eines Sozialwesens nicht verstanden zu haben. Alle bezahlen für etwas, das sie eigentlich nicht wollen. Das soll auch für Religiöse gelten.

      • Peter Meier-Schlittler sagt:

        @Herr Weber: gerade Ihre Auflistung Herr Weber ist aufschlussreich. Es gibt doch verschieden „Schweregrade“ in unserem Sozialwesen, verschiedene Ebenen. Ob ich als Autofahrer die Bahn mitfinanzieren muss ist nicht ganz dasselbe, wie wenn ich dazu gezwungen werde – via Mehrheisentscheid – ein noch frisches ungeborenes Menschenleben abzutöten! Hier besteht m.E. eine Grenze der Solidarität!

    • Dann könnte ein Militärdienstverweigerer aus ethisch-religiosen Gewissensgründen verlangen, dass die Armee nicht mehr über die Bundessteuern finanziert wird, sondern durch ein anderes, freiwilliges Finanzierungssystem… Oder Zeugen Jehovas könnten verlangen, dass Bluttransfusionen aus dem Leistungskatalog der Grundversicherung gestrichen werden. und und und. NEIN! Unser Gesundheitssystem basiert auf dem Solidaritätsprinzip, und das soll so bleiben.

      • Peter Meier-Schlittler sagt:

        @Frau Rey: der Grundgedanken unserer Krankenpflegevesicherung ist es bei Krankheiten, Unfall und Mutterschaft Leistungen zu erbringen. Dies Leistungen sollen zur Linderung und Heilung von Krankheiten / Unfallfolgen, sowie einer optimalen Mutterschaft und Geburt verhelfen. Dass sie auch das Abtöten von Leben mitfinanzieren soll – gestatten Sie mir dies – darf man doch hinterfragen? Es ist leider eine seltsame, und konsequentenreiche Strömung, dass heute unter dem Solidaritätsbegriff, mehr und mehr versucht wird, die Folgen von Unannehmlichkeiten im Alltags, der Allgemeinheit zu übetragen.

        • Deeva sagt:

          Was ist wenn die werdende Mutter kein soz.Netz hat?Was wenn die werdende Mutter im Elend lebt?Was wenn sie nicht genügend finanzielle Mittel hat für ein Kind?Eine Frau ist mit diesen Dingen konfrontiert…das Problem wird verlagert und nicht gelöst.

          • Mario Cello sagt:

            Ja klar. In der Schweiz verhungern die Menschen. Viele Gründe kann ich verstehen. Das mit den Finanzen ist ein Witz. Sollen Sie abtreiben aber ich will das finanziell nicht mittragen weil ich damit das Töten von ungeborenen Kindern unterstütze. Nein, ich habe mit Fundis nicht zu tun. Bei anderen Volksentscheiden (Militär, Bahn, Bauernsubventionen, WEF usw.) geht es mir nur ans Geld (Steuern) und kann das akzeptieren.

    • Michael sagt:

      Das hiesse dann also Abschaffung der obligatorischen Grundversicherung….wollen wir wirklich ein System wie in den USA, wo ein grosser Teil der Leute nicht versichert ist? Wo dann alle in die Kategorie wechseln wollen, welche ihnen jetzt gerade passt mit dem ganzen rechtlichen Geplänkel welches damit einhergehen wird, Leute die in der neuen abgelehnt werden und dann wieder keine haben?
      Wenn wir diese „fadenscheinige“ Solidarität abschaffen, gibt es keine Versicherungen mehr. Denn die Solidarität und die Risikoverteilung ist das Grundprinzip einer jeder Versicherung…

      • Peter Meier-Schlittler sagt:

        Offenbar habe ich mit meiner Äusserung in ein Wespennest gestochen! Ich bin nicht gegen eine obl. KV (obwohl seinerzeit 98% der Bevölkerung freiwillig bereits versichert waren). Aber: unser Gesundheitswesen bewegt sich allmählich in Dimensionen, in denen die Frage nach der Finanzierbarkeit gestellt werden muss, dies zeigen ja die alljährlichen Prämiendiskussionen. Dann sollte man auch wieder einmal über den Begriff „Solidarität“ nachdenken: dieser beinhaltet nämlich zu einem grossen Teil die „Freiwilligkeit“, alles andere ist Zwang und hat mit echter Solidarität nichts zu tun!

    • markus müller sagt:

      ich lehne die kirche auch aus ethisch/religiösen gründen ab. trotzdem bezahle ich einen haufen geld und die kirche bestimmt einen teil meines lebens. ich verlange nicht ihre abschaffung deswegen, weil ich weiss dass sie für die einen leute wichtig ist. ich fordere einzig dieses entgegenkommen auch mir gegenüber. nur da beginnt es dann ganz gewaltig zu happern bei all denen die doch so sehr die nächstenliebe predigen. immer wieder erstaunlich wie sehr es da zu happern beginnt!

    • linus stamm sagt:

      Meier-Schlittler: Ja warum steht das nicht in der Initiative? Warum lautet die Initiative nicht „Für eine individuelle Ausschlussmöglichkeit aus ethischen Gründen“? Dafür gäbe es dann Ende Jahr einen Fünliiber Abzug. Ich persönlich hätte dann vielleicht ja gestimmt, aber so..neee

    • Adel Tuncer sagt:

      Und da ich aus religiösen = ideologischen Gründen gegen Organtransplantation bin, finanziere ich die auch micht mit!!! Oder ???

    • Gandhi sagt:

      Haben Sie ihr Argument schon mal zu ende gedacht? Viele Menschen zahlen durch ihre Steuern, Krankenkassen- und Versicherungsprämien für Dinge, die sie aus ethischen/religiösen Gründen ablehnen. Zum Beispiel Militär, Gesundheitsschäden verursacht durch Drogenkonsum usw.
      Wenn jeder nur noch bereit ist solidarisch mit Menschen zu sein, welche genau das gleiche Weltbild haben, kommt die Demokratie wirklich an ihre Grenzen!

    • Michael Bloch sagt:

      Blödsinn! Wenn man dieses Argument weiterdenkt müsste niemand Steuern bezahlen und eine Armee brauchten wir auch keine, denn „du sollst nicht töten“. Autobahnvignette und Benzinsteuer wäre undenkbar weil ich nicht an die Verschandelung der Natur glaube, AHV etc undenkbar „Ora et labora“ wie uns die Benediktiner lehren, Ruhestand ist unserer geistigen, spirituellen und körperlichen Gesundheit nicht zuträglich.
      Wir sind eine Gemeinschaft und müssen tun was die Mehrheit der (abstimmenden) Bevölkerung will- auch wenn uns das gelegentlich nicht passt.

    • Hans Meier sagt:

      Haben wir schon. Nennt sich Zusatzversicherung. Und genau das waere der richtige Weg.

    • Hans Duss sagt:

      Warum soll ich dann als Nichtsportler für Sportunfälle zahlen müssen? Und warum soll ich für Schwangerschaft, Geburt, Schulen, Unis, Jugendarbeit, Gewaltprävention etc. zahlen müssen, wo ich doch gar keine Kinder habe?
      Herr Doktor, Ihr Standpunkt ist alles andere als durchdacht. Und die Bürokratie, die Ihr Vorschlag mit sich brächte, wäre immens. Einmal mehr: Nicht durchdacht.

    • Peter Pfrunger sagt:

      Es gibt Menschen, die aus ethischen/religiösen Gründen gleich sämtliche Behandlungen von Frauen oder Anders- und Nichtgläubigen oder Dunkelhäutigen oder Homosexuellen ablehnen. Also gut, dann nehmen wir diese auch gleich aus dem Leistungskatalog heraus.
      Ihre „Lösung“ ist ein Apartheitsmodell – das sagt ja schon alles zu ihrer Interpretation von Solidarität.

  • Renata Rubina Rolischo sagt:

    „Doch den Schwangerschaftsabbruch als einzig möglichen Ausweg anzubieten, …“
    Das ist etwas zu dick aufgetragen. Die Tatsache, dass etwas bezahlt wird, macht es weder zur bevorzugten, noch zur gewählten, geschweige denn zur einzigen „Lösung“.

    „Letztlich ist es eine Frage der Reife“, das Tragen der Verantwortung und der Kosten unterscheiden zu können. Auch in der heutigen Zeit noch.

  • maurena salzmann sagt:

    Ich habe abgetrieben und stehe dazu. Das Paar, von dem Frau Kasteler schreibt, gab es damals nicht, nur mich und die Schwangerschaft, denn der Erzeuger war total überfordert.
    Und ja, es begleitet einen das Leben lang, wobei ich es als Menschenrecht betrachte, mein Leben unabhängig von meiner Biologie selbst zu bestimmen. Geschlechtergerechtigkeit bedeutet, die gleichen Verwirklichungschancen zu haben. Denn die Kosten für diese bezahlen die Männer bei weitem auch nicht alle selber.

  • Hanspeter sagt:

    Na denn, wälzen wir doch sämtliche durch ungesunden Lebenswandle enstandenen Gebrechen – und das sind dann praktisch alle – auf den Verursacher ab. Kinder sind meiner Meinung auch Privatsache, die Gesellschaft hat aber die Folgen des meist unreflektierten Kinderwunsches – entstanden durch Unreife – ein Leben lang zu tragen. Wäre toll könnte man das verhindern, zum Beispiel mit einem Vorkurs für werdende Eltern. Man solle sich das doch nochmals durch den Kopf gehen lassen. Die Folge: Endlich wieder mal genug Platz auf der Autobahn.

    • Markus Burri sagt:

      Und eine immer älter werdende Gesellschaft. schon heute sind die zahlenmässig grösste Schicht die 45-55 jährigen. Wir brauchen 2,2 Kinder (statt momentan 1,5) pro gebärfähige Frau für eine stabile Gesellschaft.

  • Elissa sagt:

    Ich war bisher unentschieden, wie ich zu der Abstimmung stehe, doch ihr Kommentar hat mir die Augen geöffnet! Der Vergleich mit den Zähnen ist in der Tat ein Guter: Wie steht es um die Zähne von Menschen in beschwerlichen Lebenssituationen (psychischer, oder einfach finanzieller Natur)? Normalerweise extrem schlecht! Weil die KK Zahnarztbesuche nicht bezahlt, haben die meisten Leute mit schwierigen Lebensläufen schwere Zahnprobleme. Die Rechnung für kaputte Zähne zahlt der Betroffene mit Schmerzen – wer bezahlt wohl die Rechnung für all die „kaputten“ Kinder die bei einem „Ja“ zur Welt kommen?

    • Markus Burri sagt:

      Wieviele „kaputte“ Kinder wuchsen in einer „gesunden“ Familie auf und wie viele erfolgreiche Menschen in einer „kaputten“? Der Mensch kann immer noch selbst über seine Zukunft entscheiden.

  • Andreas Müller sagt:

    Eine typisch evangelikale Argumentationslinie. Wer so argumentiert müsste letztlich auch konsequent sein. Wie viele Menschen gelangen in die Fänge einer evangelikalen Gruppierung (allein im Kanton Bern gibt es 86 verschieden Typen von evangelikalen Freikirchen!) und verlieren ihre Freunde, entfremden sich von der Familie, sind am enden Pleite oder landen beim Psychiater? Die Kosten für solche “religiösen Exzesse“ trägt auch die Allgemeinheit. Dabei wäre Religion und ihre Nebenwirkungen doch auch Privatsache…

  • Karl Müller sagt:

    Auf den Punkt gebracht, vielen Dank! Damit wird auch aus Männersicht etwas mehr Gerechtigkeit in dieses männerfeindliche Gesetz des Schwangerschaftsabbruches gebracht. Wo Männer komplett aus dem Entscheidungsfindungsprozess ausgschlossen werden, sollen sie nachher auch nicht für eine Entscheidung anderer verantwortlich gemacht werden. My Body my choice YOUR money darf nicht mehr funktionieren.

    • „Männer komplett aus dem Entscheidungsfindungsprozess ausgschlossen werden“ – FALSCH. Jeder Mann hat das Recht, mit seiner Partnerin du diskutieren, das pro und kontra Schwangerschaftsabbruch zu besprechen. Aber letztlich KANN nur die Frau entscheiden – ein salominisches Urteil gibt es nicht, der Embryo kann weder vom Mann ausgetragen werden, noch kann man den Embryo zerschneiden. Und bei der Zeugung war nun mal der Mann beteiligt, also soll er sich auch an den Konsequenzen beteiligen. Die Hauptkonsequenz liegt eh bei der Frau: sie trägt eine Schwangerschaft aus und bringt das Kind zur Welt.

      • Sportpapi sagt:

        Die Hauptkonsequenz ist das Aufziehen eines Kindes. Und die könnte auch der Vater übernehmen. Und würde es vielleicht sogar gerne.

    • Béatrice Müller sagt:

      Ich freue mich auf all die Väter, die ihre Pflichten ohne gerichtliche Anordnung, hüpfend vor Freude annehmen, ihrer finanziellen Verantwortung nachkommen und ihre persönlichen Hobbies aus Kostengründen zu Gunsten des Nachwuchses, aufgeben!
      Solange die Frauen letztlich auch die „Zeche“ für eine ausgetragene Schwangerschaft bezahlen, die Väter sich recht einfach aus der finanziellen und persönlichen Verantwortung stehlen, so lange heisst es: My Body, my choice, our money!

    • Katja Winkler sagt:

      Sehr geehrter Herr Müller
      DÜRFEN die Männer nicht mitentscheiden, oder WOLLEN sie nicht? Eine Entscheidung zur Abtreibung wird wohl von den wenigsten Frauen alleine getroffen, ausser sie sind alleine, weil der Erzeuger sich bereits im Angesicht des Kindes aus dem Staub gemacht hat. Wie stehen Sie zu den Frauen, die von ihren Männern zur Abtreibung genötigt werden (auch gerade kein Ausnahmefall)? Eben Pech gehabt? Aber jaja, Frau zahle Deine Abtreibung selber – Mann hat damit ja nichts zu tun.

    • Paul Levi sagt:

      Dieser Kommentar ist ein Hohn auf die Gleichberechtigung. Mit einem Ja gibt es mehr Gerechtigkeit für Männer? Der arme Mann der 0.01 Prozent der Kosten mittels Prämien tragen musste. Aber der Mann würde bei den Kosten gar nicht in die Pflicht genommen. Falls die Frau sich für einen Abbruch entscheiden würde, was ja rechtens ist, müsste sie die Kosten ganz alleine übernehmen und der Mann kann sich bequem davon machen. Dabei ist die fehlende Verantwortung des Mannes häufig ein Grund für die Abtreibung.

      • Sportpapi sagt:

        „Dabei ist die fehlende Verantwortung des Mannes häufig ein Grund für die Abtreibung.“ Ach ja? Können Sie das irgendwie belegen? Und was, wenn der Mann gerne seiner Verantwortung nachkommen würde, Sie aber nicht will?

  • peter sagt:

    Jeder, mit einigermassen gesundem Menschenverstand ausgestattete Bürger pflichtet Frau Kasteler bei! Die Gegner haben scheinbar den Initiativ Text nicht gelesen, oder nicht begriffen. Es geht nicht um ein Abtreibungsverbot! Wer abtreiben will, kann das tun, sooft sie will. Sowieso gehörten in die Grundversicherung nur noch die lebenswichtigsten Behandlungen. Dass aber ein Kind abtreiben billiger kommt, als die Pille, oder ein Kondom zu benutzen, grenzt an Idiotie.

    • „abtreiben billiger kommt, als die Pille“ – kommt es nicht. Die Franchise und der Selbstbehalt sind in jedem Fall selbst zu bezahlen. Und ein Schwangerschaftsabbruch ist kein Schleck, den Frau gern 3-mal im Jahr hinter sich bringt, weils „billiger kommt“…

    • Hans Duss sagt:

      Kinder haben zu wollen, ist auch Privatsache. Warum soll ich dafür aufkommen? Streicht doch auch Schwangerschaft und Geburt aus dem Leistungskatalog – es handelt sich schliesslich nicht um Krankheiten.

      • Loris Stalder sagt:

        Sehr geehrter Herr Duss

        Leider werden es Kinder von anderen Leuten sein die später einmal ihre Rente bezahlen werden.
        Kinder sind die Zukunft und ohne Sie hätten wir bald ein Problem. Kinder sind also ein notwendiges „Übel“ und zudem finde ich es sehr bedenklich eine Geburt und eine Abtreibung sich so gegenüberzustellen.

  • Meier Pirmin sagt:

    Ob diese Initiative richtige Lösung ist, um auf partielle ethische Blindheit hinzuweisen, wird der 9. Februar kaum bestätigen. Dabei brauchen wir auch deswegen Einwanderung in dem vom Bundesrat vor 12 Jahren vorgesehenen Ausmass, um die jährlich „nur“ 11 000 Abtreibungen zu kompensieren, von denen einige vertretbar sein könnten. Aber die Abtreibungsphilosophie der Feministinnen beruht auf Lebenslügen: Ein ungeborenes Kind ist kein Zellhaufen, sondern ein menschliches Leben, und z.B., nicht nur in China, bleibt Abtreibung, „weil es ein Mädchen ist“, ein erlaubtes, nicht strafbares Verbrechen.

    • Hans Duss sagt:

      Tja, Herr Meier.Ein ungeborenes Kind – zumal während der Abtreibungsfrist, kann nicht selbstständig bestehen – und ein grosser Teil der Embryonen geht in dieser Zeit gar von selbst ab.
      Woher nehmen Sie die Impertinenz, zu postulieren, es handle sich um Leben? Das ist lediglich Ihre Ansicht. Meine lautet diametral anders – warum sollte ich weniger recht haben als Sie? Das ist schon bodenlos frech!

      • Adrian Krähenbühl sagt:

        Tja Herr Duss Da jede Abtreibung ein schlagendes Herz stoppt, ist es eben doch ein Mensch der getötet wird, deshalb kann ich nicht hinter der Abtreibung stehen. Es ist eine Bodenlose Tragik und diese Schuld möchte ich nicht mein Leben lang zu tragen haben. Denn diese Frauen, die zu einer Abtreibung überredet werden (aus welchen Gründen auch immer) stehen am Schluss ihres Lebensweges alleine da mit dieser menschenverachtenden Verhaltensweise. Wer steht ein, für das ungeborene Leben, das Leben möchte?

        • Hans Meierhans sagt:

          Sie haben recht. Aber der Mensch ist nicht „ungeboren“. Es ist schon hier inkarniert auf dieser Erde. Es ist schon geboren. Die wahre Geburt ist wenn der Samen das Ei befruchtet. Dann wird der Geistmensch auf diese Erde inkarniert. Das ist auch der wahre Geburtstag. Es gibt Völker welche diese Weisheit verstehen und den Zeugungstag als Geburtstag feiern.

  • David Rüschle sagt:

    1. Warum werden hier nur Teenager genannt? Ich denke das Alterspektrum, ist um einiges Grösser. Ich kann mir gut vorstellen je älter die Frau ist, desto seltener wird abgetrieben. Aber hier nur die Teenager zu erwähnen finde ich falsch.

    2. Warum schreibt hier jemand der eh schon zu alt für Kinder ist? Ich weiss nicht ob sich jemand noch wirklich akurat mit dem Thema identifizieren kann, der nicht mehr in eine solche Situation kommen kann? Was sagen die jüngeren Politiker dazu?

    Im Grunde bin ich einverstanden: Warum soll die gesamte Bevölkerung den Fehler 2er Personen bezahlen?

    • Markus Burri sagt:

      Gemäss Statistik ist die Abtreibungsrate bei Teenagern bedeutend kleiner als bei älteren Frauen.

    • Sportpapi sagt:

      Das stimmt nicht. Jugendliche treiben deutlich häufig ab als Frauen zwischen 20 und 35 Jahren. Weil man immer von Notfällen höft, würde man das natürlich anders erwarten.

      • David Rüschle sagt:

        Interessant. Aber ich denke Frauen treiben im höheren Alter deutlich seltener ab, weil sie sowieso schon nen Handstand betreiben müssen, dass sie überhaupt noch ohne Chemie oder Eingriff Schwanger werden können. Von dem her ist Ihre Ansicht sicherlich korrekt. Aber dann wäre es ja umso wichtiger, dass hier sich die jungen Politiker zu Wort melden.

    • Michi sagt:

      sie zahlt sowieso dafür. Wenn die Unfähigen Kinder kriegen, wird es noch teurer.

    • Adel Tuncer sagt:

      Es gilt der Solidargedanke bei jeder Versicherung! Sonst funktioniert die nämlich nicht, wenn jeder nur aus seinem Kässeli sein Krankheitsrisiko berappt!!!

    • Paul Levi sagt:

      Und wieso soll dann nur 1 Person den Fehler dieser 2 Personen bezahlen? Und wieso bezahlen wir den Fehler vieler Personen die zB Rauchen?

  • Roland K. Moser sagt:

    Betreffend die Zähne: Ich bin beinahe 50 und habe nur 3 Löcher, wovon 2 vermutlich eine Erfindung des Zahnarztes sind. Wer die Zähne richtig (!) putzt hat keine Löcher. Die Grundversicherung muss also keineswegs bezahlen und das bleibt hoffentlich auch so. Wer die Zähne richtig putzt, hat keine Löcher.
    Diesen Grundsatz könnte man auch auf die ungewollte Schwangerschaft anwenden. Nun kann aber nur die Frau schwanger werden, und hat dann das ungewollte „Geschenk“, in der heutigen Zeit mit DNA-Analysen der Vater auch.
    Fortsetzung unten

    • Roland K. Moser sagt:

      Zudem reden wir hier über ein ungeborenes Lebewesen, das in seinem Umfeld schon vor seiner Geburt nicht erwünscht ist.

      Gerade die Mitglieder ihrer christlich-fundamentalistischen Partei haben ihre grosse Mühe mit unehelichen Kindern. Ich bin selbst ein uneheliches Kind und habe den Religionsterror noch Mitte der 70er (!) selbst erlebt. Religion ist eine Krankheit.

      Ich propagiere ein Nein zur Initiative und verlange, dass die Frauen leichter abtreiben können.

    • Roland K. Moser sagt:

      Desweiteren bin ich der Meinung, dass die Alkohol-Entzüge, wie auch andere Drogen-Entzüge, nicht mehr von der Krankenkasse bezahlt werden. In der Schweiz hat es ca. 250’000 Alkoholiker von denen ich schätze, dass pro Jahr 5000 einen Entzug machen. Jeder Entzug inkl. Nachbehandlung kostet ca. Fr. 100’000.–. Total also Fr. 500’000’000.–. Komischerweise wird das von der Grundversicherung übernommen, womit ich überhaupt nicht einverstanden bin.

      • Katja Winkler sagt:

        Ich stimme Ihnen völlig zu. Bitte in Zukunft alle „selbst verschuldeten“ Krankheitskosten selbst übernehmen: Behandlung Fettleibigkeit samt sämtlicher Folgebehandlungen, Sportunfälle bitte alle, keiner zwingt einen z.B. zum Skifahren zu gehen, Autounfälle (bitte Zug fahren), Folgen des Rauchens samt Folgekosten, Unfälle von Töff-Fahrern, eigentlich sämtliche Unfälle, die nicht auf dem Weg oder in der Arbeit passieren – warum das Haus verlassen? Einkäufe kann man schliesslich liefern lassen, Yoga zum Ausgleich geht auch im Wohnzimmer …..

    • Daniel Wyss sagt:

      Herr Moser: Genau! Und obwohl Sie ein Lebtag lang Ihre Zähne akribisch und richtig geputzt haben haben Sie trotzdem 3 Löcher. Nobody is pefect! Und das Gleiche können Sie auf die Verhütung anwenden. Wenn Sie verhüten ist es nur sehr viel weniger wahrscheinlich, dass Sie schwanger werden aber nicht unmöglich.

      • Roland K. Moser sagt:

        Wie Sie festgestellt haben, bin ich ein Gegner der Initiative und für einen sehr liberalen Umgang mit der Abtreibung?

    • Bernard Black sagt:

      Herr Moser,
      Ich habe null Löcher und das verdanke ich, wie Sie sagen, dem Zähneputzen.
      Dennoch musste ich auf Zahnarztes Geheiss meine Weisheitszähne ziehen lassen.. und selber bezahlen.
      Als Kind brauchte ich unbedingt eine Zahnspange… das durften meine Eltern bezahlen. Leider hat mich das Zähneputzen vor diesen Kosten nicht bewahrt..

      Mit Ihrem Kommentar zu den Abtreibungen bin ich einverstanden.

  • Arthur Kumet sagt:

    Es wäre aber schlussendlich die Verantwortung der Gesellschaft die Konsequenzen einer wegen fehlenden Mitteln nicht vorgenommenen Abtreibung zu tragen. Konkret heisst dies, ein mehrfaches der Abtreibungskosten müsste schlussendlich ausgegeben werden, um eine Mutter und ein Kind über Jahre von unseren sozialen Institutionen tragen zu lassen…

    • Sportpapi sagt:

      Haben wir nicht genau dafür tatsächlich ein ausgebautes Sozialwesen?

      • Roland K. Moser sagt:

        Probieren Sie mal als Schweizer Sozialhilfe zu erhalten.

        Als ich als 11-jähriges Kind Hilfe auf dem Sozialamt in Ebikon gesucht hatte, wurde ich mit der Begründung verjagt, es müsse auch misshandelte Kinder geben, weil den Sozialämtern sonst die Kunden ausgehen würden. Die Sozialämter lassen also bewusst Kinder und Jugendliche im Stich, damit diese später als Sozialfall enden.

  • Hannes Meister sagt:

    Fehlgeburten sind auch nicht von der KK getragen. Da verliert jemand ein Kind und muss noch tausend Franken bezahlen für das Auskratzen etc. – wenn das gleiche Paar aber entschieden hätte abzutreiben, dann wäre das Auskratzen bezahlt. Für mich nicht nachvollziehbar.

    • Annelies Ricklin sagt:

      Das stimmt doch nicht. Woher haben sie diese Behauptung? Oder hatte die Frau die Krankenkasse nicht bezahlt?

    • FALSCH: natürlich wird eine Fehlgeburt von der Kasse bezahlt, genau gleich wie ein Schwangerschaftsabbruch: Nach Abzug von Franchise und Selbstbehalt.

    • S. Klein sagt:

      finde ich auch… es sollte genau umgekehrt sein. Fehlgeburten sollten bezahlt werden.
      Ungewollt schwanger sein und das Kind einfach nicht haben will, soll nicht bezahlt werden.
      Ich finde aber die KK soll auch nicht zu hart werden. Wenn eine Frau schwanger ist und aus irgendwelchen gesundheitlichen Grund das Baby nicht haben kann, soll die Kosten für Abtreibung auch bezahlt werden.

    • Daniel Wyss sagt:

      Herr Meister: Wo haben Sie diesen Unsinn gehört? (und ohne es zu überprüfen, geben Sie es wieder!) Selbstverständlich zahlt jede Krankenkasse die Kosten für eine Fehlgeburt, inklusivve der Ausschabung (Auskratzen tönt ja furchtbar!) In der Tat handelt es sich um die identische Tarmedposition wie beim chirurgischen Schwangerschaftsabbruch. Wenn Sie jemand kennen der 1000.- nach einer Fehlgeburt zahlen musste, dann handelte es sich gewiss um den Selbstbehalt – den gleichen, den eine Frau bei einem Schwangerschaftsabbruch selber bezahlen muss! Auch deswegen ist diese Initiative völlig unnötig!

    • Michi sagt:

      Das stimmt nicht ganz. Schwangerschaft und Geburt ist im Gegensatz zum Abortus privilegiert und von der Kostenveteiligung ausgenommen.

    • Oreg Meyer sagt:

      Das ist Unsinn. Die KVG deckt sehr wohl die Kosten einer Fehlgeburt, allerdings mit Kostenbeteiligung. Die Höhe der Beteiligung hängt von der persönlichen Franchise ab.

    • Fiona Berger sagt:

      So ein Quatsch. Sie bezahlen nur ihre Franchice und den selbstbehalt, genau wie bei einer Antreibung.
      Zuerst informieren, dann schreiben.

    • chocolate sagt:

      Das stimmt überhaupt nicht: Jede Fehlgeburt wird von der KK bezahlt. Wenn es tatsächlich so wäre, wäre es wirklich nicht nachvollziehbar, nur ist es zum Glück frei erfunden.
      Was Sie hier erzählen, ist ideologisierender Mist. Haben Sie und die Ihren keine besseren Argumente als zu lügen?
      (PS Sollten Sie darauf bestehen, Recht zu haben, geben Sie doch bitte eine überprüfbare Quelle an. Können Sie das nicht, ist wohl für alle klar, dass wieder einmal kein Trick zu dreckig ist, um zu gewinnen!)

    • duda sagt:

      Natürlich werden Fehlgeburten von den Krankenkasse bezahlt. Bei Fehlgeburten werden lediglich als Krankheit abgerechnet und somit muss für Franchise und Selbstbehalt aufgekommen werden, wohingegen Mutterschaft gänzlich von der Kasse getragen wird.

    • Hans Duss sagt:

      Das ist schlicht nicht wahr. Auch Fehlgeburten werden von der KK übernommen, jedoch unter Abzug von Selbstbehalt und Franchise.

  • Marco Beer sagt:

    Ja, genau! Und jeder Raucher bezahlt künftig seine Krebsbehandlung auch selbst, so wie auch das Einsetzen eines Stents in seine Oberschenkelarterie (Kosten: Einige Zehntausend Franken). Und Personen, die zu viel trinken, essen und zu wenig Sport treiben, müssen ebenfalls selbst für die Behandlung des Bluthochdrucks, von Kardioerkrankungen und Typ 2-Diabetes mellitus aufkommen usw. All dieses religiös verbrämte, indoktrinäre und intolerante Geschwafel ärgert mich gewaltig. Mein Nein zu dieser schwachsinnigen Initiative habe ich bereits per Briefpost abgegeben!

    • Nina Keller sagt:

      Danke!

      • Hans Duss sagt:

        Ich gehe mit Ihnen einig, einzig eine Kritik habe ich anzubringen: Raucher belasten aufgrund der freiwillig verkürzten Lebenserwartung die KK um 27% weniger als schlanke Nichtraucher. Wenn nun die Folgen des Rauchens selber berappt werden sollen, dann sollen Raucher auch 27% weniger KK-Prämie und 1/3 weniger AHV/PK bezahlen müssen.

    • Fredi Moser sagt:

      Für mich als herzkranker, übergewichtiger, zuckerkranker Raucher ist die Bezahlung von AHV- und Rentenbeiträgen ethnisch nicht zumutbar. Statistisch erreiche ich das Rentenalter nämlich nicht. Solidarität ade!

      • Marco Beer sagt:

        @Fredi Moser: Wie sie meinem post entnehmen können, befürworte ich die Solidarität in der Krankenversicherung, auch bei Patienten, die selbstverschuldet eine Krankheit erleiden. Sie sprechen von einer anderen Solidarität, jener im Vorsorgebereich, die im Artikel nicht zur Diskussion stand.

  • Alex Steiner sagt:

    „Wo ist der gesunde Menschenverstand geblieben?“ Bei den Christen natürlich.

  • magerius sagt:

    Was für eine Ansicht! Was für eine Kreatur! Eben gerade diese Frommen!

  • Thomas sagt:

    Ich fand es geradezu absurd über einen Bagatellbetrag von ca. CHF 8 Mio pro Jahr eine Volksabstimmung zu lancieren. Davon entfallen auf mich selbst ja sage und schreibe CHF 1 pro Jahr. Haben wir denn nichts wichtigeres zu tun?

    • Franklin Myr sagt:

      Die Abzocker kosteten mich noch weniger als CHF 1 pro Jahr und da gab es auch eine Initiative und die wurde sogar angenommen. Es scheint, dass abzocken moralisch verwerflicher ist als abtreiben.

  • Hans Widmer sagt:

    Ich möchte keine Lungentransplantationen zahlen, die auf das Rauchen zurückzuführen sind.
    Ich möchte keine Behandlucngskosten aurgrund misslungener Suizide zahlen.
    Ich möchte keine Behandlungen von Alkoholikern zahlen.

    Können wir es uns wirklich leisten, auf die Befindlichkeiten von Träumern einzugehen, denen gar nicht bewusst ist, wie viel Leid sie verursachen, in dem sie junge Frauen in ein Leben Armut und Sklaventum zwingen.

    Nein auch dummes verhalten rechtfertigt nicht, dass die Gesellschaft diese Menschen einfach Fallen lässt. Deshalb ein klares und eindeutiges NEIN zu dieser Vorlage

    • Sportpapi sagt:

      Vielleicht sollte man den Frauen, die sich für das Kind entschieden haben, mal erklären, dass sie nun in Armut und Sklaventum leben. Selber kämen sie wohl nicht auf die Idee…

    • Nicole Wyss sagt:

      Danke, haben Sie super auf den Punkt gebracht

    • Franklin Myr sagt:

      Lieber Herr Widmer
      Auch wenn ein Raucher selber schuld ist, die Folge davon ist eine Krankheit. Und die Behandlung von Krankheiten bezahlt eben die Krankenkasse. Sie wollen mir doch aber nicht weismachen, das Schwangerschaft eine Krankheit ist oder? Kennen Sie den Spruch von den Äpfeln und Birnen?

  • Alfred Frei sagt:

    Wie kommen Sie darauf, dass dass sich niemand darüber beklagt, dass die Kosten für eine Zahnbehandlung in der Schweiz nicht von der Grundversicherung übernommen wird ?

  • Christian Weber sagt:

    Sie fragen, wo der gesunde Menschenverstand geblieben ist. Das Frage ich mich bei Ihnen auch, Frau Kasteler-Budde. Glauben Sie denn, dass eine Frau eine Abtreibung einfach so zum Spass vornimmt, weil sie keine Lust auf Verhütung hatte? Sind Sie sich bewusst, welche psychischen und physischen Schmerzen eine Abtreibung verursacht? Ausserdem: Eine Abtreibung kostet zwischen 500 und 3000 Franken. Ein Kind von einer alleinerziehenden Sozialhilfeempfängerin kostet die Gesellschaft ein tausendfaches davon. Mit Ihrer Haltung in der Öffentlichkeit aufzutreten ist ziemlich peinlich.

  • r.ruch sagt:

    Ich finde es ein bisschen weltfremd zu sagen, es sei Sache des Paares. Wie oft wird abgetrieben, weil es eben kein Paar gibt, sondern nur eine Frau.
    Der Vergleich mit den Zahnarztkosten hinkt ebenfalls. Meine kaputten Zähne tun mir weh und ich muss die Kosten selber bezahlen. Ein ungewolltes Kind kostet jedoch die ganze Gesellschaft, da sind die Abtreibungskosten eine Kleinigkeit dagehen. Ich bin sicher, dass sich kaum jemand leichtfertig für eine Abtreibung entscheidet. Die Frauen noch zusätzlich zu stigmatisieren und ihnen Kosten aufzubürden bringt niemandem etwas.

  • Markus Burri sagt:

    Damit die Wahl auch wirklich getroffen werdn kann, sollten die Ärzte einer verzweifelten Frau auch die Alternativen zur Abtreibung aufzeigen. Es gibt einige Organisationen, die in Notlagen sowohl finanziell aus auch beratend zur Seite stehen. Manch eine Frau würde gerne auf eine Abtreibung verzichten, wenn sie von diesen Angeboten wüsste.

    • Der Arzt ist verpflichtet, per Gesetz, der Frau die Alternativen aufzuzeigen und sie auf Hilfsangebote mit einem Merkblatt hinzuweisen ! Aber viele Frauen möchten nicht zu Sozialhilfeempfängerinnen werden wegen einer ungewollten Schwangerschaft.

  • Antonius Meier sagt:

    Wenn es schon um Verantwortungsübernahme gehen soll, dann müssten auch Krebsbehandlungen an Rauchern oder Herzkreislaufmedikamente für Bewegungsmuffel selbst bezahlt werden: Viele behandlungserfordende Zustände weisen eine selbstverursachte Komponente auf. Zudem bieten Verhütungsmittel auch bei richtiger Anwendung keinen 100-prozentigen Schutz. Weiter spielt es nur für die finanziell Schwachen eine Rolle, ob die Krankenkasse eine Abtreibung bezahlt – für die einen ist „Verantwortungsübernahme“ also kein Problem, für die andern fast nicht möglich. Mit „Reife“ hat das nichts zu tun.

  • Sofia sagt:

    Wenn Sie sich so daran stören was die Krankenkasse übernimmt oder nicht, bzw. wenn es Ihnen ums finanzielle gehen würde, dann hätten Sie eine Iniative lanciert, welche sich allgemein damit befasst. Nicht eine sinnlose Initiative, die absolut gegen das Solidaritätsprinzip und nur ein Angriff auf Frauen ist.
    Was würden Sie machen, wenn Sie in ihrem Alter noch schwanger werden würden (was warscheindlich biologisch gesehen nicht mehr möglich ist mit 54/55 Jahren). Aber ich würde hoffen Sie würden dieses Kind nicht auf die Welt bringen. Was hat es von einer „Urgrosi“ als Mutter? herzlich wenig.

  • Andreas sagt:

    „Es ist nicht an der Gesellschaft als Ganzer, die Verantwortung für die Abtreibungen zu übernehmen, die in diesem Land durchgeführt werden“. Doch, ist es. Das Volk hat das bestimmt, mit über 70% Ja.
    Und dann ist immer das Gleiche: Es geht um die Verhinderung von Abtreibung, die Stigmatisierung von Frauen, die abgetrieben haben und grad nur in einem Satz um das liebe Geld.

    „Und den Schwangerschaftsabbruch als einzig gangbaren Weg anzubieten“ – wer tut denn sowas? Ich kenne die Umkehrung aus Kresisen der Initiaten: Den Schwangerschaftsabbruch als einzig nicht gangbaren Weg anzubieten.

  • Jan Zbinden sagt:

    Es gibt auf diesem Planeten einfach zu viele Menschen, die den ersten Stein werfen. Im Zusammenhang mit Abtreibung (-finanzierung) empfiehlt sich die Lektüre von „Cider House Rules“ (John Irving). Etwas mehr Christlichkeit würde auch den Christen gut stehen.

  • Crishuu sagt:

    … Was ist mit all den rauchern? Übergewichtige, extremsportler (z.bsp. Skifahrer) sollen wir die auch alle aus dem leisungskatalig nehmen? Oder 80jährige die noch eine künstliche hüfte kriegen??? …. Wir können ja alles was junge menschen betrifft aus dem leistungskatalog nehmen und bei den Alten ausgeben!!!!

  • Paul Trend sagt:

    Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie ideologisch/religiös gesteuerte Personen alles daran setzen ihre Ansichten den Mitbürgern aufzuzwingen. Dazu müssen dann auch weit hergeholte Begründungskonstrukte herhalten.
    1) Wurde über Fristenlösung bereits entschieden! 2 ) Dem Kosten- bzw. Krankheitsargument folgend, müssten dann ja auch alle Geburten selber bezahlt werden bzw aus der Grundversicherung entfernt werden. Es handelt sich dabei ja um keinen Krankheit sondern ist die ganz natürliche Folge der Fortpflanzung.
    Ich denke die Gesellschaft sollte sich grundsätzlich Gedanken machen, ob wir vom Solidarprinzip abrücken wollen und vollumfänglich das Verursacherprinzip anwenden wollen.

  • Marianne Kohler sagt:

    Sie sagen es ja selber “Teenager sind sich der Tragweite oft nicht bewusst“, das gilt leider gestern, heute und wird auch morgen gelten. Aber ganz abgesehen davon, zielt die ganze Initiative auch darauf ab, die ganze Verantwortung der Frau abzugeben. Sie muss bereits die Schmerzen ertragen und das Kind in ihrem Bauch töten und jetzt soll sie auch noch alleine alles zahlen. Oder was ist Ihre Lösung, wenn der “Vater“ sagt: Ist nicht von mir…?

  • Maja Müller sagt:

    Es ist doch stossend zu behaupten, dass jede ungewollte Schwangerschaft auf Leichtsinn zurückzuführen ist. Es gibt genügend Beispiele von Frauen, welche trotz sorgfältiger Verhütung ungewollt schwanger wurden. Soll denn das Kind in einer Welt leben, wo im schlimmsten Fall weder Vater noch Geld noch eine Mutter mit Zeit und Freude am Kind (weil sie schuften muss um sich und das Kind druchzubringen) vorhanden sind? Ist das besser? Ganz abgesehen davon, dass in der Konsequenz noch ganz andere Sachen aus der Grundversicherung gestrichen werden müssten.

  • Anh Toan sagt:

    „Eine Abtreibung ist immer die schlechteste „Lösung““

    Besser kann sich ein fundamentalischer Denkansatz nicht offenbaren: IMMER und dann noch Lösung in Anführungszeichen!

    Also: Eine Abtreibung ist nie eine Lösung.

    Nichts ist immer das Beste, nichts ist immer das Schlechteste, alles hat Vor- und Nachteile, in einem Fall überwiegen die Vor- im anderen die Nachteile, ausser man äussert religiöse Wahrheiten. Religiöse Wahrheiten sind Dogmen. Dogmen sind derart abstruse Lügen, dass deren Wahrheitsgehalt in Frage zu stellen, verboten werden muss.

    Empfehlung: N. Hagen: unbeschreiblich weibilich

  • Felix Rothenbühler sagt:

    Schon wieder ruft jemand auf, „ein Zeichen zu setzen“, und dieses auch gleich noch in die Verfassung zu schreiben. Es wäre Zeit, endlich wieder konkrete Lösungen zu suchen, praktische Massnahmen zu ergreifen, Kompromisse zu schliessen und Konsens zu suchen, statt Zeichen zu setzen, die sich zwar schön ansehen lassen, aber nichts wirklich bringen. Demokratie bedeutet auch, dass man Dinge mitträgt, mit denen man nicht einverstanden ist. Es gäbe sonst nämlich noch unzählbare Zeichen zu setzen.

  • Sani Berger sagt:

    „die betroffene Frau wird die Folgen ihrer Entscheidung ein Leben lang zu tragen haben“ – nun, wenn man sich eine Abtreibung nicht leisten kann, dann muss sowohl die betroffene Frau, als auch das Kind und die Gesellschaft die Folgen ein Leben lang zu tragen haben….

  • Michi sagt:

    Immer die gleiche Scheinlogik. Mit dem gleichen Recht kann man sagen, es sei die Sache des Paars, die Konsequenzen zu tragen, wenn sie ein Kind zur Welt bringen wollen. Schwangerschaft und Geburt wird aber von der KK gezahlt. Das ist dann aber laut den Initianten scheinbar etwas ganz anderes. Die Unterstützung des werdenden Lebens gewichten sie demnach höher als die Selbsbestimmung einer Frau über ihren eigenen Körper. Das lässt sich aber nur moralisch begründen und es geht den Initianten eben doch nur um das Durchdrücken der eigenen Wertvorstellungen.

    • markus müller sagt:

      es geht nicht um leben oder finanzen. es geht darum dass andere besser wissen, was gut für einem selbst ist. es kommen wieder mal jene die die welt als krank und dumm wahrnehmen und die ganz genau wissen was zu tun ist. für solche figuren hat die geschichte genug beispiele.

    • Adi sagt:

      langsam müssen wir uns fragen, ob wir das ende der praktikablen direkten Demokratie erreicht haben. Am liebsten hätte jede Opferorganisation die Todesstrafe für Delikte (zumindest lebenslange Verwahrung unter Verweigerung jeglicher Rechtsmittel einsperren), evangelikale Kreise wollen uns ihren Willen aufzwingen – im Falle der Abtreibung wirkt sich das finanziell auf die Kassenprämien nicht aus. Es geht also klar um eine Zwängerei. Und das, nachdem wir mehrere Male abgestimmt haben und zur heutigen Lösung gekommen sind. Wie Sie richtig schreiben: das Aufzwingen der eigenen Wertvorstellungen.

      • Sportpapi sagt:

        Wie viele Male haben wir denn abgestimmt, bis wir zur heutigen Lösung gekommen sind? Ganz ohne Zwängerei…?

  • Adrian Humboldt sagt:

    Paare, die sich für Kinder entscheiden, soltlen die Kosten der Geburt fairerweise auch selberr tragen.

  • Adrian Humboldt sagt:

    Paare, die sich für das Rauchen entscheiden, soltlen die Kosten der Krankheit fairerweise auch selberr tragen.

    • markus müller sagt:

      und ich finde, jemand der bewusst nicht von einem raucher davonläuft und bewusst in dessen passivrauch steht, der soll auch gleich von der krankenkasse ausgeschlossen werden 🙂

      • Hans Duss sagt:

        Tja. Wenn nun nur nicht Raucher aufgrund der freiwillig verkürzten Lebenserwartung die KK vom 20. Lebensjahr bis zum Tod um 27% weniger belasten würden als schlanke Nichtraucher. Auch Lungenkrebs (6 bis 8% der Raucher) ist billiger als 15 Jahre Intensivpflege bei Alzheimer. Die Altersgebresten der über 70-Jährigen machen bereits 2/3 des KK-Aufwands aus.
        Wer nicht raucht und gesund lebt, sollte also wesentlich höhere KK-Prämien (sowie AHV/PK-Beiträge) zahlen müssen.
        Wenn schon Logik, dann richtig!

        • markus müller sagt:

          @ hans duss: geben sie sich keine mühe, die allgemeine meinung hat sich nun mal in den kopf gesetzt dass raucher die bösen sind und da helfen keine noch so überzeugenden argumente mehr dagegen. sie haben natürlich völlig recht: der raucher der 70 wird ist gesellschaftlich gesehen die günstigere und bessere variante als der gesunde mensch der 80 und 90 wird.

  • Daniel Mühlauer sagt:

    Angesichts des Umstandes, dass bereits eine Abtreibung an sich (die ohne guten Grund wie Vergewaltigung / Todesgefahr der Mutter etc.) sehr bedenklich ist, stimmt es nachdenklich, dass die heutige Gesellschaft dann auch noch die Kosten einer solchen Prozedur der Allgemeinheit auferlegen will.

    Ich selber durfte von einer Sexualpartnerin mitgeteilt bekommen, dass sie abgetrieben habe. Da die Angelegenheit heute relativ gering abläuft (abgesehen von gewissen Formularen seitens der Ärzte), war alles vorbei, bevor ich überhaupt mitreden durfte. Für sie war das Problem (kostenlos) gelöst.

    • Daniel Wyss sagt:

      Herr Mühlbauer:Haben Sie sich auch schon überlegt, dass sich „ihre Sexualpartnerin“ (!) eventuell beim besten Willen nicht vorstellen wollte mit Ihnen zusammen ein Kind aufzuziehen? Das Problem war für sie damit auch nicht kostenlos gelöst! Zumindest den Selbstbehalt (mindestens 300.- viele haben höhere Franchise) sowie 10% der Arztkosten – also im allerbesten Fall 400.- hat sie selbst zahlen müssen. Von den Schmerzen, der Angst und allem anderen (ich habe als Arzt über 2000 Aborte durchgeführt) ganz zu schweigen! Haben Sie als kühler Rechner wenigstens Ihre 50% (mind 200.-) „Rückvergütet“?

  • Michael sagt:

    Frau Kasteler, geht es ihnen wirklich um die Kosten? Sollen wir ihnen das tatsächlich abkaufen? Diese befinden sich irgendwo im Promill bereich der Gesundheiskosten. Das Sparpotenzial ist also quasi 0, der Abstimmungswahlkampf und das Drucken der Stimmzettel hat vermutlich sogar mehr gekostet, als man in einem Jahr sparen würde. Dies lässt doch eher vermuten, dass sie die Abteibung generell verbieten möchten und dies der erste Schritt ist.
    Was bringen der Gesellschaft Kinder, die niemand wollte und um die sich dann niemand kümmert? Ist das ein Leben, dass sie einem Kind wünschen?

  • Jan Holler sagt:

    Gute Frau, reden Sie doch nicht von Lügen, wenn Sie selber die wesentlichen Gründe für die Bezahlung eines Schwangerschaftsabruches unterschlagen (oder nicht wahrhaben wollen). Sie fangen schon mit einem denkbar unpassenden Vergleich von Zahnheilungskosten mit den Kosten für Aborte an. Hätten Sie beispielsweise Adipositas erwähnt oder Depressionen oder Alkoholsucht, so wäre Ihnen der Unsinn aufgefallen, den sie hier zu Besten geben.
    Hat doch keinen Sinn, so um den heissen Brei zu reden: Es ist ihre religiöse Rigidität, die hinter Ihrer Ablehnung von Schwangerschaftsabrüchen steht.

    • Sportpapi sagt:

      Ich bin nicht religiös. Wie viele andere auch nicht, die trotzdem sich Gedanken über die Abtreibungsquote in der Schweiz machen und diese Initiative unterstützen.
      Es ist billig, Menschen mit einer anderen Meinung einfach in eine Ecke zu stellen, um sich nicht mit den Argumenten auseinandersetzen zu müssen.

      • maja sagt:

        Lieber Sportpapi diese Diskussion ist schon lange geführt worden und zwar sehr sehr lange bevor die Fristenlösung endlich eingeführt wurde.

  • Michael Berger sagt:

    Das Prinzip, das Sie als Argument angeben, nämlich, dass KV selbstverschuldete Eingriffe nicht bezahlen soll (Selbstverantwortung) hat verschiedene Konsequenzen:
    – Viele Behandlungen (gegen Sportverletzungen, diverse Organkrankheiten (inkl. Krebsarten), Krankheiten, bei welchen eine Impfung bestehen würde) würden nicht bezahlt.
    – Jede Behandlung würde Rechtsstreitigkeiten über mögliche Mitverantwortung (und Nichtübernahme der Behandlungskosten) auslösen, welche medizinisch und juristisch selten sinnvoll gelöst werden können.

    –> Das Prinzip wäre höchst problematisch (wenn es denn gälte).

  • chocolate sagt:

    Ein wirrer Text, der vor allem eins offenbart: den offensichtlich religiös motivierten Impetus der Initative, der heuchlerisch die Selbstverantwortung fordert und gleichzeitig nichts anderes als der Entsolidarisierung Vorschub leistet.
    Abtreibungsbefürworter werden in die Nähe von Euthansie-Befürwortern gerückt (‚abqualifizieren von nicht lebenswertem Leben‘) und die Lüge, dass alle Frauen unter psychische Langzeitfolgen wird ad infinitum wiederholt.
    Für die ‚Christen‘ ist die Zerstörung der Solidarität nur ein Kollateralschaden, aber auf Schwache haben sie bisher noch nie Rücksicht genommen.

  • Francesca sagt:

    Ungewollt Kinderlose bezahlen Vorsorgeuntersuchungen, Schwangerschaftsbeschwerden und Geburten, Nichtraucher die Behandlung von Raucherlungen. Es ist das Grundprinzip der Solidarität, das hier greift. Lassen wir die betroffenen Frauen nicht hängen, wenn es schon ihre Männer tun, egal ob Teenager oder alleinerziehende Mütter. Eine Verhütungspanne kann jedem passieren. Unsachgemässe Abtreibungen sind gefährlich, die Konsequenzen für die Krankenkassen teuer. Und ungewollte Kinder aufziehen zu müssen, ist für keinen der Beteiligten, auch das Kind nicht, eine gute Lösung.

  • Oliver sagt:

    die betroffene Frau wird die Folgen ihrer Entscheidung ein Leben lang zu tragen haben, genau Frau Kasteler-Budde. Sie geben sicher zu, dass das auch zutrifft, wenn die Frau gezwungen wird, ein Kind gegen ihren Willen auszutragen. Ueberlassen Sie diese Entscheidung bitte jeder Einzelnen. In diesen Diskussionen bekommt man eh das Gefühl, dass es sich bei Abtreibungen um ein Massenphänomen handelt. Allein um ein Kind grosszuziehen müssen einige Voraussetzungen gegeben sein, wirtschaftliche, soziale etc. Ein Kind um jeden Preis wird jeden Preis bezahlen.

  • gurnemanz sagt:

    Die Bezahlung der In-vitro-Fertilisation mit dem Abort zu vergleichen ist unsinnig, da ersteres um ein mehrfaches teurer ist. Abgesehen davon, dass JEDE Frau, die sich für einen Abort entscheidet, nicht salopp ein „Leben als nicht lebenswert“ abqualifiziert. Dahiner steht gewissenhaftes Abwägen, kann man dem Kind soziale Sicherheit bieten etc. Dass die Kasse den Abbruch bezahlt, führt nicht dazu, dass dieser dadurch „attraktiver“ und als einzig möglicher Weg angesehen wird. Bei Annahme der Initiative wird die persönliche finanzielle Situation den Entscheid bez. Abort beeinflussen. Ist das gut?

  • markus müller sagt:

    bleiben wir ehrlich frau kasteler, es geht ihnen nicht um die finanzielle frage. denn es besteht kein problem mit der finanzierung. und mit ihrer argumentation des unsolidarismus könnte man noch viele andere leistungen der krankenkassen einstellen. ihnen geht es in wahrheit darum abtreibungen gänzlich zu verbieten. sie wollen ihre vorstellung von richtig und falsch transportieren. sie sprechen von einer kranken welt ohne menschenverstand. und das ist ganz typisch für leute die immer ganz genau wissen was gut und was schlecht ist für andere leute, die sie aber eigentlich gar nichts angehen.

  • Helga Klee sagt:

    Zynischer geht es nicht mehr. Das Volk hat die Fristenregelung mit der Finanzierung durch die Grundversicherung vor 12 Jahren mit über 70 Prozent Ja-Stimmen angenommen. Alle wussten damals, über was sie abstimmten. Die Fianzierung basiert auf der Tatsache, dass eine Abtreibung ein medizinischer Eingriff ist, dem ein Gespräch durch eine medizinische Fachperson vorausgeht. Das muss auch so bleiben. Einen Franken pro Jahr kostet diese Solidarität den einzelnen Versicherten. Vor allem einem EVP Miglied sollten Frauen in einer Notlage diesen Franken wert sein. Darum Nein zur unehrlichen Initiative.

    • Sportpapi sagt:

      Also stimmt der Vergleich mit den Zahnbeschwerden doch? Das ist definitiv auch ein medizinischer Eingriff, dem ein Gespräch mit einer medizinischen Fachperson vorausgeht. Und es werden erst noch Schmerzen gelindert und Schäden repariert. Welche medizinische Gründe sollte es für eine Abtreibung geben?

  • Adrian Humboldt sagt:

    Paare, die sich für Fettleibigkeit entscheiden, sollten die Kosten der Krankheit fairerweise auch selberr tragen.

  • Michu Tatin sagt:

    „Im Erwachsenenalter sind die Entscheidungen überlegt und werden abgewogen.“

    DAS möchte ich nur einmal im Strassenverkehr sehen!

    „Man ist sich bewusst, dass man für sein Tun und Handeln vollumfänglich die Verantwortung übernehmen muss.“

    OK, dann werft sofort alle Lungenkranken Raucher und Alkoholiker aus der GV raus! Und die selbstverschuldeten Unfälle können gleich auch noch mit raus.

    Solidarität nur dort, wo es MIR passt!

  • Laura sagt:

    Solange all die nichtrauchenden, sporttreibenden Menschen selbstverständlich die Krankheitskosten der weniger Gesundheitsbewussten mittragen, solange darf Solidarität nicht bei Weltanschauungen haltmachen.

    Was diese Initiative bewirken wird, ist Abtreibungen zum Luxusgut zu machen. Ist es fair, dass sich die sprichwörtliche Zürichberg-Bewohnerin eine Abtreibung leisten kann, die Migroskassiererin hingegen nicht? Wenn man gegen Abtreibungen ist, sollte man dazu stehen und für ein Verbot kämpfen, statt sie weniger Privilegierten zu verunmöglichen.

    • Béatrice Müller sagt:

      Bravo! Ein wichtiger Aspekt!

    • Hans Duss sagt:

      Wir zahlen die Langlebigkeit der sportlichen Nichtraucher. Altergebresten bei über 70-Jährigen machen bereits zwei Drittel der Gesundheitskosten aus, Tendenz steigend. Raucher hingegen belasten die KK aufgrund der verkürzten Lebenserwartung um 27% weniger (Bilthoven-Studie). Rauchewr sind hier kein taugliches Besipiel, denn bereits jetzt kosten sie deutlich weniger – bei AHV/PK macht es sogar ein Drittel aus.

  • Ganz klares JA zur Initiative.
    Abtreibung selber bezahlen ausser Vergewaltigung. Denken oder Verhindern vor dem Sexakt . Die Steuerzahler intressiert das nicht und der Steuerzahler ist nicht verantwortlich für gedankenloses Sextreiben mit Folgen!
    Alexandra weber

    • houdini sagt:

      man kann’s nur immer und immer wieder wiederholen:

      der steuerzahler ist auch nicht verantwortlich für gedankenloses rauchen / saufen / fressen / freizeitsport-treiben / etc. mit folgen.

      denken vor dem schreiben, frau weber.

    • Helga Klee sagt:

      Der Steuerzahler finanziert das auch nicht, denn Krankenkassenleistungen sind bekanntlich keine Steuern. Es ist eine gemeine Unterstellung, dass ungewollte Schwangerschaften die Folge von gedankenlosem Sextreiben sind. Haben Sie auch schon gehört, dass ein Verhütungsmittel versagte. Wie arm sind doch die Befürworter der Initiative, dass sie nicht bereit sind für eine Frau in einer Notlage einen Franken auszugeben. Genau soviel kostet uns nämlich pro Jahr die Finanzierung der Abtreibungen, welche durch einen Arzt nach vorheriger Beratung ausgeführt werden. Nein stimmen ist wichtig und richtig.

    • Daniel Wyss sagt:

      Frau Weber: Ihre Devise ist also „nur gedankenvolles Treiben“ (mit dem Hintergedanken Kinder zu zeugen? Sie tun mir leid.

    • Michi sagt:

      Da freuen sie sich aber, die Steuerzahler, auf die neue Familie mit sozialen und finanziellen Problemen. Denken vor dem Schreibakt!

    • Nina sagt:

      Buuuuhhuuu – Sextreiben!!

  • Sophia sagt:

    Dann müssen aber auch alle, die rauchen die Kosten für Lungenkrebs selber tragen müssen – der Alkoholiker muss für seine kaputte Leber selber aufkommen, etc. Wo wird dann die Grenze sein?

    • markus müller sagt:

      sehen sie, es geht nicht um das geld. das ist nur ein vorgeschobener grund um hintenrum ein christlich-reaktionäres weltbild zu transportieren. ‚wer abtreibt soll auch die finanziellen folgen selber tragen‘ – mit diesem grundsatz könnte man das gesamte krankenkassensystem einstampfen. weil letztlich jeder auf irgendeine art und weise für krankheiten oder unfälle selbst verantwortlich gemacht werden könnte. in einer solidarischen gemeinschaft bezahlt jeder für den anderen mit. und jeder bezahlt damit auch dinge die ihm persönlich vielleicht widersprechen. das geht dann allen so.

      • Carolina sagt:

        Ich kann es wirklich nicht mehr hören! Ich falle also einem christlich-reaktionären Weltbild auf den Leim, weil ich der Meinung bin, dass eine Abtreibung nichts mit Krankheit oder Unfall zu tun hat? Wir haben eine funktionierende Fristenlösung, die auch unangetastet bleibt/bleiben muss! Aber es muss doch gestattet sein, ohne von Leuten wie Ihnen dumm angegangen zu werden, die Folgen eines Eingriffs, die ein (potentielles) Leben beseitigen, für nicht der Solidargemeinschaft zugehörig zu bezeichnen. Die KK ist zur Erhaltung bzw Wiederherstellung von Gesundheit verpflichtet!

  • Nick Burgin sagt:

    Wenn die Initianten ein z.b. schwangeres vergewaltigungsopfer einen Abbruch selbst bezahlen lassen, dann fordere ich, dass Raucher ihre suchtbedingten Erkrankungen auch selbst bezahlen.

  • Lilo Schmid sagt:

    Ich bin sehr damit einverstanden, was Frau Kasteler sagt. Ich selber wurde mit knapp 19 Jahren ungewollt schwanger. Obwohl mein späterer Schwiegervater mir die Kosten für eine Abtreibung bezahlen wollte, habe ich das Kind ausgetragen. Ich habe diesen Entscheid nie bereut, musste halt viele Jahre in bescheidenen Verhältnissen leben, konnte mir keine Ferien oder sonst Vergnügungen leisten. Dafür habe ich heute kein schlechtes Gewissen.

    • Adrian Humboldt sagt:

      … dafür versprühen Sie hier nun selbstgerechtes Moralin. Das Kind wäre auch glücklich 5 Jahre später zur velt gekommen.

      • Markus Burri sagt:

        Das Kind wäre ermordet worden, ein anderes Kind 5 Jahre später zur Welt gekommen.

      • maja sagt:

        sie wissen aber schon, dass es dann ein ganz anderer Mensch wäre. Jeder Mensch ist einmalig. Im Grunde entscheiden wir uns immer gegen einen Menschen wenn wir verhüten oder keinen Sex haben sobald wir geschlechtsreif sind.
        Ich werde natürlich gegen diese Initiative sein.

    • Fabian sagt:

      Aber Ihnen wäre die Abtreibung ja gezahlt worden. Dies wiederspricht vollkommen Frau Kastelers These, dass sich Leute wegen den wegbleibenden Kosten eher für eine Abtreibung entscheiden.
      Wenn man hier Nein stimmt, sagt man nicht, ich will so viele Abtreibungen wie möglich. Man sagt bloss, dass Menschen, welche aus persönlichen Gründen überzeugt für eine Abtreibung sind, nicht wegen einer knappen finanziellen Situation trotzdem ein Kind haben müssen, was diese ohnehin schwierige finanzielle Lage noch verschärft. Mit der momentanen Situation geben sie diesen die Chance, zuerst ihr Studium abzuschliessen und sich mit einem guten Job ein gutes Umfeld aufzubauen, in welchem das Kind einen Ausblick auf eine viel schönere Kindheit hat!

    • Daniel Wyss sagt:

      Frau Schmid: Sie haben sich ganz offensichtlich richtig entschieden (obwohl es für Sie gratis gewesen wäre, weil ja jemand anders die Abtreibung bezahlt hätte) Das zeigt ja, dass es eben NICHT eine Frage des Geldes ist respektive nicht sein sollte sondern eine Entscheidung mit Kopf und Herz welche Lösung für jede einzelne Frau in der konkreten Lage die weniger schlechte ist (von „besser“ kann man ja nicht reden). Es geht darum, dass eine Frau die sich anders entscheiden muss und ohne Sponsor im Rücken lege artis behandelt wird und nicht von einem Kurpfuscher mit Velospeichen malträtiert wird.

      • Carolina sagt:

        Diese Angstmacherei ist wirklich unredlich! Die Fristenlösung und das Recht auf Abtreibung stehen hier nicht zur Debatte, keine Frau hier in der Schweiz wird zu einem Kurpfuscher gehen müssen! Was ist eigentlich so schlimm daran, dass ein finanzielles Einstehen für die Folgen des eigenen Tuns (ausser natürlich in Notfällen) gefordert wird? Und nein, ich bin weder gegen Abtreibung noch christlich-fundamentalistisch noch moralinsauer!

    • Michu Tatin sagt:

      Dann müssen also alle, welche abgetrieben haben ein schlechtes Gewissen haben?
      Und nur weil sie sich für ein Kind entschieden haben, sollen das andere auch?
      Es wird niemand gezwungen ein Kind abzutreiben, wenn sie ungewollt schwanger wird.
      Man sollte aber die Möglichkeit dazu haben. Und diese sollte nicht finanziell beeinflusst werden.

      Hören sie auf, anderen ihr (moralisches) Leben vorzuschreiben!

      • Carolina sagt:

        Warum sollte diese nicht finanziell beeinflusst werden? Das sind doch alle Fragen im Leben, oder? Auch, wenn jemand sein Kind austrägt (eine Variante) stellt sich natürlich diese Frage. Wie man sie letztlich beantwortet, ist jedem selber überlassen, aber für die Folgen des eigenen Tuns, vor allem wenn es nicht um ein lädiertes Knie, sondern um ein (potentielles) Kind geht, muss man doch wohl selber aufkommen.

      • Michi sagt:

        „Es wird niemand gezwungen ein Kind abzutreiben, wenn sie ungewollt schwanger wird.“
        touché.

    • Francesca sagt:

      Es geht doch nicht um Frauen, die ihr Kind behalten wollen, sondern verzweifelte Frauen, die es sich nicht vorstellen können, ein Kind aufzuziehen, die überfordert sind, am Anschlag, nicht in der Lage. Genau dies gilt es zu akzeptieren. Manche haben schon Kinder und kommen schon mit denen nicht zurecht, und nun noch eins… . Bitte schaut doch über den eigenen Tellerrand, Ihr Moralisten hier. Gerade der Kirchenbund lehnt die Initiative als unchristlich ab, siehe http://www.kirchenbund.ch/de/communiques-de/2014/abtreibung-ist-keine-privatsache. Da sind manche hier päpstlicher als der Papst.

      • Becca sagt:

        Geanu das ist es…. meine Mutter bekam mich ungewollt (meine Schwester später dann gewollt) und ich durfte mein Leben lang spüren, was für eine Belastung ich doch sei, auf was meinetwegen alles verzichtet werden musste, dass die frühe Schwangerschaft schuld am Scheitern der Ehe war… usw… die ganzen Therapiekosten um dies einigermassen zu überwinden haben das Volk sicher deutlich mehr gekostet… und ein Kind spürt auch schon im Mutterleib, wenn es unwillkommen ist… Bindungsstörungen, Krankheiten etc. sind nur ein Teil der Folgen… also NEIN stimmen um Kinder zu schützen!

      • Sportpapi sagt:

        @Francesca: Was vor allem zeigt, dass es sich nicht um eine religiöse Geschichte handelt. Man muss nicht religiös sein, um moralisch und verantwortungsbewusst zu denken und zu handeln.
        Auf der anderen Seite haben Sie recht: Wenn es um die verzweifelten Frauen ginge, die Sie beschreiben, würde ich die Initiative auch nicht unterstützen. Für sie ist die Fristenregelung ja gemacht. Nur: die in öffentlichen „Beichten“ beschrieben Gründe für eine Abtreibung zeigen ein ganz anderes Bild.

      • Carolina sagt:

        Für mich ist weder der Papst noch der SEK meinungsbildend, es ist kurzsichtig zu meinen, dass man über das Thema Abtreibung nur im Rahmen von Religion diskutieren kann oder soll. Aber es muss erlaubt sein, nur darum geht es mir, Eigenverantwortlichkeit einzufordern (ausser selbstverständlich in Notfällen), wenn es um so etwas Wichtiges geht wie das Thema Schwangerschaft und Abtreibung, ohne als Moralist oder als fundamentalistischer Spinner (nicht Sie) abgetan zu werden. Eine wirklich humane Gesellschaft muss mMn zum Ziel haben, Abtreibungszahlen so klein wie möglich zu

        • Carolina sagt:

          /2 halten – eine funktionierende Fristenlösung, wie bei uns, trägt schon mal dazu bei. Aber dann muss man sich doch fragen dürfen, ob man dadurch, dass man in den Fällen, in denen ein gewisser Leichtsinn oder Laissez-Faire zur SS geführt haben, die Kostenübernahme ohne Frage gewährt, diesem Verhalten nicht noch Vorschub leistet? Dabei geht es gar nicht darum, die wirklichen Notfälle zu bewerten, die sollen völlig unbestritten bleiben.

  • Paul Mircher sagt:

    EVP und CVP sind Parteien die mit der Kirche zutun haben, Kirche und Abtreibungen passen nicht zusammen, fertig. Es gibt so wenige Abtreibungen in der Schweiz, weniger als 1%, das es gar keinen Grund gibt die Praxis zu ändern. Der Punkt das die Gegner von Abteribungen diese Finanzieren ist schon richtig, aber die „unerwünschten“ Kinder finanziern die Geger dann auch und das kostet viel mehr. Also macht die Initiative keinen Sinn, ausser für die religiösen Parteien, weil Abtreibungen mit ihren denken nicht zusammenpassen.

  • Peter Gerber sagt:

    Dem muss ich nur widersprechen. Gerade in der heutigen Zeit, kann es die verantwortungsbewusstere Entscheidung sein, sich gegen ein Kind zu entscheiden, wenn man ihm nicht einen wenigstens einigermassen vernünftigen Rahmen bieten kann, der für gute Voraussetzungen sorgt. Ist dies nicht gegeben, darf dann das Kind dies später ausbaden und wird unter Umständen sehr lange leiden. Diese Einstellung welche religiöse Parteien propagieren, ist in Wahrheit eine sehr egoistische. Aber was soll man erwarten von Leuten welche im Jahr 2014 an Gott im biblischem Sinne glauben.

    • Abtreibungsfall (?) sagt:

      Meine Mutter war bei der ungewollten Schwangerschaft 20,allein,Medizinstudentin,hatte wenig Geld, wollte mich zuerst abtreiben,durfte aber nicht. So wie sie mich aufziehen konnte,wäre es gemäss Ihnen besser gewesen,wenn sie abgetrieben hätte,damit sie ihr Studium ohne Verzögerung abschliessen konnte. Aber:Hier bin ich trotzdem, ich lebe;und ihr Argument ist ein persönlicher Angriff mir gegenüber.Ich bin glücklich, beruflich erfolgreich, in einer Beziehung etc. Ich habe das Recht, zu leben. Anscheinend bilden Sie sich ein, dass sie wissen, wann ein Leben lebenswert ist. Das nenne ich egoistisch

      • Abtreibungsfall (?) sagt:

        PS: auch die Mutter ist glücklich, konnte das Studium dann doch noch verspätet beenden, hat beruflichen Erfolg, ist seit langem mit jemandem neuen verheiratet; und bereut die Entscheidung nicht.
        Ich will das nicht in die Diskussion um die Finanzierung reinnehmen, weil es eigentlich nichts damit zu tun hat. Aber dass viele dies als Argument nehmen, greift die Leben derer an, welche „hätten abgetrieben werden sollen“. Bei dieser Initiative ist die Abgrenzung von der Kostenfrage und der Ideologie halt ziemlich schwierig.

  • Maria Sah sagt:

    Mein nein zu dieser Vorlage ist sicher. Es geht gerade nicht darum, eine einzige Lösung zu erzwingen, sondern im Gegenteil, eine freie Wahl zu ermöglichen.
    Würden Verkehrssünder nach diesem Prinzip behandelt, so gäbe es für Unvallverursacher keine Versicherungsleistung.

  • Fabian sagt:

    Ein Schwangerschaftsabbruch ist nie etwas, für das man sich leichtfertig entscheidet. Niemand wird sich bloss weil es gratis ist dafür entscheiden. Aber es würde viele geben die sich eine Abtreibung nicht mehr leisten können, würde die Initiative angenommen. Dann kann nicht mehr von Selbstbestimmung gesprochen werden. Bei über 60% der Abtreibungen wurde verhütet. Niemand, der nicht vollkommen enthaltsam lebt, kann eine Schwangerschaft zu 100% verhindern.
    Besonders wenn es im Studium passiert kann das verheerend sein. Dann ist die ganze Ausbildung – meistens für beide – zu Ende. Und wenn ein Paar sowieso mal zwei Kinder wollte, wird es kaum plötzlich drei wollen, nur weil das erste zu früh kam!
    Ausserdem braucht es für eine Schwangerschaft immer auch einen Mann. Dieser zahlt momentan mit seinem Krankenkassenbeitrag ebenfalls seinen Teil an die Abtreibung. Würde die Initiative angenommen, wäre plötzlich 50% der Bevölkerung fein raus, den 100% von ihnen wird nie schwanger.

  • Yannick sagt:

    „Im Erwachsenenalter sind die Entscheidungen überlegt und werden abgewogen.“

    Glauben Sie Abtreibungen würden nur Jugendliche bis junge Erwachsende vornehmen? Und ab 25 Jahren ist damit Schluss?

  • M.D sagt:

    und was ist mit Vergewaltigungsopfern? müssen sie auch die Abtreibung selber zahlen?
    Ich finde diese Initiative ist nicht ganz durchgedacht.

    • Daniel sagt:

      Die Initiative ist wohl durchdacht: Die Abtreibung nach Vergewaltigung gehört zu jenen durch die Initiative vorgesehenen Ausnahmen, die weiterhin durch die Grundversicherung bezahlt werden. Nur ist zu bedenken, dass eine Frau, die nach einer Vergewaltigung abtreibt, u. U. doppelt traumatisiert wird. Kurzfristig mag die Abtreibung eine Erleichterung sein. Auf lange Sicht belastet sie dennoch.

  • Christa sagt:

    Es ist nicht an der Gesellschaft als Ganzer, die Verantwortung für die Abtreibungen zu übernehmen sagt Valérie Kasteler-Budde. Gerade dies ist ein Argument FÜR die bisherige Praxis. Denn wenn ein Kind nur deswegen auf die Welt kommt, weil sich die Mutter die Abreibung nicht leisten konnte, wird mit Sicherheit die Allgemeinheit finanziell x-fach mehr belastet.

  • E. Widmer sagt:

    Schreckhaft, wie wenig weit diese Carte blanche gedacht ist. Quintessenz des Beitrages ist demzufolge, dass, wer sexuelle Handlungen vornehmen kann, sich auch der Tragweite der Konsequenzen bewusst sein soll. In gegenseitigem Einvernehmen mag dies zu treffen. Mit keinem Wort erwähnt, was mit Opfern sexueller Gewalt geschieht. Was allerdings noch bedenklicher ist: auch im Initiativtext wird diesbezüglich nur von „speziellen Situationen“ gesprochen. Der Opferschutz scheint wieder einmal auf der Strecke zu bleiben.

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Wie die Argumentation im Artikel zeigt, wird hier versucht über die Hintertür Abtreibungen zu verhindern. Ich bin auch der Meinung, dass eine Abtreibung mehr als wohlüberlegt sein muss, aber nicht aufgrund der Kosten, sondern der psychischen Folgen. Übrignes, Ihre Aussage „Im Erwachsenenalter sind die Entscheidungen überlegt und werden abgewogen.“ ist wohl der Witz des Jahres, meinen Sie das wirklich ernst? @Fabian: „Bei über 60% der Abtreibungen wurde verhütet.“, träumen Sie weiter. Sollte die Versagerquote bei korrekter Verhütung wirklich so gross sein, können Sie es gleich lassen.

    • Paul Mircher sagt:

      Das mit den 60% kann schon stimmen. 6.7 Frauen von 1000 machen eine Abtreibung laut BFS. 60% von 6.7 sind ~4. Also ca. 4 von 6.7 haben verhütet und sind trozdem schwanger geworden. Das sind total geshen nicht mal 0.5%, sehen sie das Problem? Wenn also ein Condom 99,5+% sicher ist, dann sollte man nicht verzichten.

      • Felix Rothenbühler sagt:

        @Mircher: 6.7 Frauen von 1000 machen eine Abtreibung etc. -> Ihre Rechnung geht nur auf, wenn alle 1000 Frauen sexuell aktiv und fruchtbar sind. Das ist aber nicht der Fall. Ich halte die 60% auch für falsch.

      • Joerg Hanspeter sagt:

        @Paul Mircher: Diese Rechnung habe ich schon auch gemacht, nur wären dann diejenigen, die abtreiben nur ein Teil der trotzdem schwanger gewordenen. Also müsste die „Versager-Quote“ wesentlich höher sein. Ich will damit nur sagen, dass kaum ein Frau die abtreiben lässt, auch noch zugibt, dass sie nicht, oder nicht korrekt verhütet hat. Die Versagerquote bei der Pille muss auch wesentlich höher liegen, schon in meinem Bekanntenkreis gibt es viele die trotz korrekter Einnahme der Pille schwanger geworden sind (ein Schelm der Böses dabei denkt).

    • Daniel Wyss sagt:

      Herr Joerg: Wenn Sie wirklich glauben dass Sie mit irgendeiner Verhütungsmethode 100% Sicherheit haben dann lassen Sie es lieber sofort sein! Beim Praeservativ zum Beispiel ist von 5 Schwangerschaften auf 100 Frauenjahre auszugehen. Bei der Pille unsd Spirale ist 1 auf 200 Frauen (nach einem Jahr) schwanger, aber bei ein paar Millionen Einwohnern läppert sich das zusammen! Und dann ist da auch noch das Murphy-Gesetz „shit happens“ wir sind keine unfehlbaren Roboter, wir machen jeden Tag dutzende kleine Fehler – diese können bisweilen überproporzional riesige Auswirkungen (z.B eine SS) haben.

  • Daniel Wyss sagt:

    Vergleiche hinken: Ich weiss auch nicht, warum Zahnbehandlungen nicht im KVG sind – vielleicht macht die EVP ja eine Volksinitiative dafür? Auch der Vergleich mit der assistierten Fortpflanzung hinkt. Erstens: gibt es „ein Recht auf erfolgreiche Fortpflanzung“? Zudem sind diese Behandlungen sehr teuer und die Initianten argumentieren ja gerade mit den Kosten, die man der Allgemeinheit nicht aufbürden dürfe. Selbstverantwortung gillt auch hier, wenn wir unsere Kinder erst mit 35-40 wollen…Die Kosten einer Abtreibung um die 1000.- bezahlen die Frauen sowieso zum grossen Teil selber (Franchise)

  • Daniel sagt:

    Endlich sagt jemand etwas über die künstliche Befruchtung. Ich kenne ein Paar, das seit Jahren versucht ein Kind zu bekommen. Befolgen genau die Anweisungen und Anleitungen. Zahlten tausende von Franken. Und dann kommen die Abtreiber, die keine Anweisungen und Anleitungen befolgen müssen und dazu noch alles bezahlt bekommen. Ist das gerecht?

    • Daniel Wyss sagt:

      Daniel: Um Gerechtigkeit gehts in den seltensten Fällen, oder haben Sie den Eindruck, dass unsere Welt „gerecht“ ist? Immerhin kann sich Ihr befreundetes Paar die Behandlungen offenbar leisten und in Folge dessen könnten sie sich wohl auch ein Kind leisten. Ich möchte ja nicht hören wie die gleichen Kreise, die jetzt diese Initiative starten aufheulen würden, wenn wir Sozialhilfebezügern oder Asylsuchenden in vitro Fertilisazionen über die KK bezahlen würden und die Kinder danach auch über die öffentliche Hand weiter finanzieren würden. Mich persönlich würde dies ja nicht stören aber….

  • A.A. sagt:

    Ich habe bei «EVP» aufgehört zu lesen …

  • Luzia Osterwalder sagt:

    – bei einer Schwangerschaft entsteht mehr als ein „klumpen Fleisch“ und ein Abbruch hat Folgen, über die sich die Wengsten im Klaren sind. Was macht einen Menschen eigentlich zum Menschen? Sicher nicht Egoismus. Ganz egal, wie wir diese Probleme lösen – in dieser Gesellschaft gilt Leben v.a., dann als wertvoll – wenn es seinen Beitrag zur Wirtschaft leistet. Und hier liegen die Haken. Jeder Mensch, insbesondere jede schwangere Frau sollte solche Entscheidungen treffen können ohne in finanzielle Nöte zu geraten – hier wäre der Sozialstaat gefordert. Denn wir brauchen die nächsten Generationen.

    • André Dünner sagt:

      Gebe Ihnen vollumfassend Recht, Frau Osterwalder.

      Hier ist die Gesellschaft gefordert. Eine Gesellschaft mit Herz und nicht nur mit Buchhaltung.

  • Michael sagt:

    „Ist unsere Gesellschaft eigentlich krank? Wo ist der gesunde Menschenverstand geblieben?“ Also ich finde vor allem diese Aussagen der guten Frau Kasteler doch sehr grenzwertig…
    Ich könnte hier jetzt argumentieren, dass sie als EVP-Mitglied an etwas glaubt, das nie bewiesen wurde, in dessen Name schon abertausende verhaftet, geschändet und ermordet wurden. Diese Liste könnte ich fast endlos fortsetzten. Daher frage ich sie, wo ist ihr Gesunder MenschenVERSTAND?

    • Markus Burri sagt:

      Und Sie glauben an etwas, das wissenschaftlich widerlegt ist (Evolutionslehre) und aufgrund dessen Doktrin „Überleben des Stärkeren“ Millionen getötet wurden (Holocaust, Stalinismus, Mao, Pol Pot, ACN u.a.)?

  • Annelies Ricklin sagt:

    Wenn Kosten für 11 000 Abtreibungen im Jahr durch die Krankenkassen versichert werden müssen, dann doch nur über eine Zusatzversicherung. Ich muss ja auch eine Zusatzversicherung für komplementärmedizinische Behandlungen abschliessen, wenn ich diese nicht selbst bezahlen will. Das finde ich richtig so, weil nicht alle von der Komplementärmedizin überzeugt sind. Aber ich möchte auch mein Recht wahrnehmen können, aus Gewissensgründen Abtreibungen nicht zu bezahlen.

    • Felix Rothenbühler sagt:

      2012 wurden grosse Teile der Komplementärmedizin wieder in die Grundversicherung aufgenommen. Ich möchte aus Gewissensgründen auch viele Dinge nicht bezahlen, insbesondere z.B. Kriegsmaterial. Dennoch tue ich es als Mitglied einer Demokratie und akzeptiere es. Dort gehts dann übrigens um ganz andere Beträge…

    • Daniel Wyss sagt:

      Frau Ricklin: Wenn Ihnen dabei wohler ist, sehen Sie es doch so: Sie direkt bezahlen ja keine Abtreibungen, sie bezahlen Ihrer Krankenkasse regelmässig eine Praemie, damit diese finanziell liquid ist und somit in der Lage, Ihnen Ihre Behandlung zu bezahlen sollten Sie einmal ein Problem haben und medizinische Dienstleistungen in Anspruch nehmen müssen. Ich sage Ihnen als Insider (Arzt) eigentlich wollen Sie gar nicht so genau wissen wofür Ihre Krankenkasse unsere Praemiengelder ausgibt, das würde Sie überfordern. Das Beste an jeder Versicherung ist übrigens immer wenn man sie nie braucht!

    • Michael sagt:

      Das stimmt so nicht. Es gibt Komplementärmedizin, welche wissenschaflich keine Wirkung hat, aber von der Grundversicherung gedeckt wird (zumindest noch bis 2015, danach ist es abhängig davon ob eine Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit festzustellen ist).

    • André Dünner sagt:

      Liebe Frau Ricklin

      Sie können sicher sein, dass ich ihren Standpunkt bezüglich Gewissensgründen verstehe. Dann sollte eben geregelt werden, unter welchen Bedingungen dieser Akt der Abtreibung auch mit der Grundversicherung gedeckt wird und wann nicht.

      Die ganze Sache riecht mir zu sehr wie die Geschichte mit den „Verdingkindern“. Die Einsicht kommt immer sehr viel später.

  • Mumi sagt:

    „Wieso sollte das bei Abtreibungen/ Erkältung/ Grippe/ Knochen-Bruch/ Kopfweh/ Sinusitis/ Entzündung/ Verletzung/ Allergie/ Krebsbehandlung … … anders sein?“
    „Von der Grundversicherung sollen alle diese Behandlungen künftig nur noch dann übernommen werden, wenn sie medizinisch indiziert sind, weil das Leben des Menschen in Gefahr ist … … die Betroffenen die Folgen ihres Entscheids selbst zu tragen und zu finanzieren hätten.“
    Ihres Entscheids, wie: Bus/Zugfahren, Treppensteigen, mit PC arbeiten, keine Mütze tragen, locker angezogen sein, Sporttreiben, Strasseüberqueren, draussen sein

    • Sportpapi sagt:

      Schwangerschaft ist also eine Krankheit? Und die Abtreibung medizinisch indiziert?
      Und ja, manchmal wünschte man sich auch bei anderen Themen etwas weniger verordnete „Solidarität“ und etwas mehr Eigenverantwortung.

    • Mumi, eine Schwangerschaft, Abtreibung sind keine Krankheit und haben definitiv nichts mit der KK zu tun. Es ist eine persönliche Angelegenheit abzutreiben oder nicht. Die einen sind zu religiös, die anderen haben keine Finanzmitteln. Es steht jedem frei zu entscheiden !

  • Christian Meyer sagt:

    Ich finde es sehr mutig von Frau Kasteler-Budde, sich so stark für das Leben des ungeborenen Kindes einzusetzen. Dass Interessenkonflikte eine Realität sind, lässt sich nicht verschweigen. Dass aber so wenige Kommentatoren sich für den Wert des Lebens an und für sich äussern, stimmt mich nachdenklich. Sind wir derart vom Leben enttäuscht, dass Abtreibung immer die bessere Lösung zu sein scheint. Meine zwei Adoptiv-Töchter jedenfalls sind überglücklich, dass sie leben dürfen. Es lebe das Leben!

  • Duccini sagt:

    Bonjour,

    Si tous ceux qui sont contre l’initiative pour ne plus financer l’avortement croient que ça va va empêcher des femmes d’aller se faire avorter . Alors pourquoi ne pas créer des associations qui viennent en aide à ses personnes en détresses et subventionner les IVG par leurs dons .C’est facile de parler mais ses femmes ont besoins d’actes.

    C’est ce que nous faisons actuellement en soutenant des oeuvres comme aide à la mère et l’enfant qui soutiennent des futures maman en détresses. L’assurance maladie ne verse actuellement rien pour soutenir une mère qui choisi de garder son bébé

    • Sylvie R G sagt:

      BRAVO : QUI PEUT AIDER ? la famille ? le boyfriend ?la famille du boyfriend ?Payer en plusieurs étapes ? Faire une assurance privée ?

  • Werner Sugi sagt:

    Anscheinend kommt eine Abtreibung billiger als Verhütungsmittel…

  • Na gut, reden wir über die Kosten. Dazu ein Vergleich: Mit dem Geld, das alleine die Landeskirchen im Kanton Zürich in einem einzigen Jahr vom Staat erhalten, könnten CH-weit die Kosten sämtlicher Abtreibungen fünf Jahre lang finanziert werden.

  • CJ sagt:

    Je trouve désolant que la notion de „liberté“ de la femme soit considérée comme plus importante que la „liberté“ de „se débarrasser“ ou non d’un tout petit être vivant dans son ventre! Je ne vois pas en quoi le fait de se poser cette question ou d’en prendre (à nouveau) conscience serait à juger comme un retour en arrière! Ce qui est déplorable, c’est surtout la banalisation de cet acte, dans une indifférence des plus totales. Les conséquences de ces actes sont légions et semblent totalement ignorés..Pourtant, elles auront des conséquences directes sur les „libertés“ de ces mêmes femmes… ABE

  • Sylvie R G sagt:

    Il y a aussi d’autres choix que d’avorter : l’adoption, familles d’accueil et pensionnant (c’est mon mari) ou simplement la solidarité familiale (c’est mon cousin) et je peux vous dire que dans ma famille il n’y a aucun regret !
    Cette initiative est bien parce que ceux qui sont d’accord avec l’avortement prendront une assurance privée et les autres ne rembourse pas les avortements des autres ! Mais il faut prévoir (comme le moyen contraceptif aussi !) On fait comme en Autriche, Texas et autres états…BRAVO POUR CETTE INITIATIVE

  • Petter sagt:

    Religiöser Fundamentalismus, der sich hinter Zahlen versteckt. So siehts doch aus. Wenn die Kosten tatsächlich ein Problem sind, dann fangen Sie doch bei den Extremsportlern an. Die kosten einiges mehr und sind sich der Risiken vollauf bewusst…

  • Daniel Caduff sagt:

    Die Frau macht einen fundamentalen Denkfehler. Natürlich ist Abtreibung eine schlechte Sache und immer die Folge von Dummheit (ungeschützter Sex, Pille danach dann auch noch „vergessen“, etc.). Aber darauf basiert das System der Krankenkasse. Ich bezahle für Deine Dummheit, Du für meine. Der eine begeht die Dummheit, zu fettig zu essen, der andere macht keinen Sport, der dritte trinkt, der vierte macht Extremsport, der fünfte raucht, der sechste fährt zu schnell Auto, etc. Aber im christlichen Märchen heisst es ja „wer ohne Sünde ist werfe den ersten Stein“. Sind Sie ohne Sünde, Frau Kasteler?

  • Hannes Müller sagt:

    Wollen Sie die Abtreibung mitbezahlen oder die Sozialhilfe? Das Geld-Argument spricht für die Abtreibung.

  • Gomez sagt:

    Nach den Argumenten, die unter den Kommentaren hier so aufgeführt werden, müsste man eigentlich denken, die Krankenkassen könnten gleich schliessen. Jeder bezahlt, was er selbst verschuldet hat, für einen Anderen wird keinen Cent ausgegeben. Denn der trägt schliesslich die Schuld daran, dass er jetzt einen zu hohen Blutdruck hat, wegen des ungesunden Lebensstils.

    Das Krankenkassensystem ist unverzichtbar und basiert (u.a.) auf Solidarität. Keine Frau wird unüberlegt abtreiben „weil es ja bezahlt wird“. Eine SS zur falschen Zeit kann nun mal ein bestehendes Leben zerstören.

  • phil sagt:

    Mein Vorschlag: Führt einen Katalog ein, auf welchem man ankreuzen will, mit wem man solidarisch sein will und mit wem nicht. Wenn dann das ganze System zusammenstürzt erkennen die Religionskrieger, dass sie auf dem falschen Weg sind.

  • Kat E. Kälin sagt:

    Warum muss eine Frau die Pille zur Verhütung selber bezahlen und warum kann ein Mann Viagra verschrieben bekommen?

  • Peter Frick sagt:

    Auch wir haben unsere Kinder zum Zähneputzen angehalten. Wir haben aber auf sexuelle Aufklärung geachtet und begrüsst, dass die Schule dazu einen Beitrag leistet. Aber dagegen stemmen sich ja die religiösen Kreise mit Vehemenz.

  • RUFFIEUX sagt:

    Pour les femmes qui n’aurait pas les moyens de payé 600 à1000frs il y a toujours la possibilité de faire un emprunt, ou demander de l’aide de la famille, ou d’amis. Mais mieux encore de vouloir garder l’enfant en fraisent jouer l’aide sociale de ces mêmes personnes, ou demander un parrainage ou aide familiale ,l’état devrait être solidaire des enfants à naitre en mettent plus d’argent pour sauver des vies, mais fasse a cette initiative certains partis et pire les dirigeants d’églises se comportes en lâche et préfèrent laisser payer la LAMal. Ruffieux J-l UDF Genève.

  • Fredi Moser sagt:

    Ich bin gegen die Initiative.
    Das Argument der Selbstverantwortung greift nicht. Dieses Argument konsequent zu Ende gedacht bedeutet auch, auf eine Fristenlösung zu verzichten. Dann muss es in der Selbstverantwortung der Schwangeren liegen, ein Kind auch nach der 12. Schangerschaftswoche abzutreiben.

  • Koller Hans sagt:

    Habe noch nie solch kluge Aussagen aus der Hand einer EVPlerin gehört. Dachte immer ihr seid Links der SP.

  • sugus sagt:

    Ich lese: …Eine Abtreibung ist immer die schlechteste «Lösung»…“

    Fragt sich nur für wen?? Eventuell könnte es die beste sein….!

  • Martin Cesna sagt:

    Das Schreckliche an der Initiative ist, dass die weiteren Folgen nicht bedacht werden und auch die gesellschaftlichen Bedingungen völlig übersehen werden.
    Mieter wie Vermieter reagieren heute schlecht und ablehnend auf Familien mit Kindern, besonders auf eine alleinerziehende Mutter, die dann noch weniger Geld hat. Bei den Sozialämtern heisst es, dass die Frau arbeiten gehen möge und das Kind in eine Krippe geben soll, obwohl man darum weiss, wie nötig Mutterliebe für kleine Kinder sind.
    Die Initiative ist so eine Katastrophe auch für das Kind!

    • Sportpapi sagt:

      Klar. Abtreiben, weil der Vermieter nicht gerne Kinder hat. Klar – lieber abtreiben, als das Kind in die Krippe geben.

  • Maud Joliat sagt:

    Je trouve que Valérie Kasteler-Budde propose une question honnête et mature à propos d’une question difficile et délicate. Je ne pense pas qu’on puisse comparer la proposition suisse à la proposition d’autres pays, quand bien même les agendas se recoupent sur cette question au point de vue légal. En Suisse il ne s’agit pas de retour en arrière et de pénalisation, mais d’avancée, car c’est un sujet qui ne peut pas se satisfaire de rester immobile. Il doit évoluer, à mesure de la prise de conscience de notre société suisse et démocratique, incluant les divers avis qui la composent.

  • René Edward Knupfer-Müller sagt:

    Bei jedem Volksbegehren ist ein Blick auf die hinter der Initiative stehenden Gruppierungen und Personen aufschlussreich. Wie seinerzeit 2002 bei der Abstimmung über die Fristenregelung sind es auch heute bei „Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache“ wieder die gleichen Kreise, die sich dafür starkmachen: SVP, EDU und EVP, die äusserste reaktionäre Rechte und Religiöse, christliche Fundamentalisten, protestantische wie katholische, die ein weiteres Mal versuchen, einer kirchen- und glaubensfernen Mehrheit ihre antiquierten Überzeugungen aufzudrängen. Also: NEIN zur dieser verlogenen Initiative

    • peter sagt:

      Und wieso setzen sich eigentlich nur Rechtsbürgerliche für ein Recht auf Leben für alle ein? Warum sind alle Linken bestrebt, in ihren Augen unwertes Leben auszulöschen? Als nächstes wird wohl aus der linken Ecke der Ruf laut, dass Eltern welche behinderte Kinder auf die Welt stellen, die Kosten selber übernehmen sollen, da sie ja hätten abtreiben können! Die Geschichte mit den Säuberungen unter den Nationalsozialisten wiederholt sich.

  • heinrich müler sagt:

    Ich wäre ja in der Sache unentschieden. Aber die Frau ist so dumm, dass sie tatsächlich über wertes und unwertes Leben lamentiert. Gleichzeitig wird behauptet, darum gehe es nicht und darum ist die Initiative so formuliert, wie sie formuliert ist. Mit einem Statement zuzugeben, dass man falsch spielt, den Sack schlägt und den Esel meint, weil man sich nicht getraut, den Esel zu schlagen, ist dumm, falsch und verlogen.

  • Paul Schöchlin sagt:

    „Es ist vielmehr Sache des Paars, die Konsequenzen seiner Wahl zu tragen.“
    Dann müsste man aber auch konsequenterweise alle Folgen des Kinder auf die Welt stellens vollumfänglich den Eltern anlasten. Also keine Sozialhilfen für Alleinerziehende, kein Kindergeld, keine Krippensubventionen, etc. Wenn man nicht bereit ist, die Wahl der einen mitzutragen, warum sollte man dann die Wahl der anderen mittragen?
    Gerade in der heiklen Frage der Abtreibung muss es jeder Frau ermöglicht werden, frei von finanziellen Zwängen und frei von irgendwelchen religiösen Dogmatikern, selbst zu entscheiden.

  • Markus Schneider sagt:

    Bezahlen soll, wer verantwortlich ist: Zuerst die Schwangere, dann der Schwängerer (falls sie ihn kennt). Wenn sie nicht bezahlen kann, so soll sie auf’s Sozialamt gehen. Mit Krankheit hat das alles nichts zu tun.

    • Martin Weibel sagt:

      Warum kommt diese Initiative eigentlich genau aus jenen Kreisen welche nicht möchten, dass man die Kids gründlich und früh genug aufklärt ? Soviel zur Verantwortung !

  • Tomy sagt:

    Wir leben in einem demokratischen land und solidaritaet ist das fundament unserer gesellschaft! Egal ob jemand raucht, trinkt, abtreibt, krank, gesund, links, rechts, dick, duenn, sportlich, musikalisch, taub, alt oder jung ist…. 11000 abtreibungen bedeutet 11000 einzelschicksale! Mit einem undifferenzierten gesetzt ist dies nicht einfach zu loesen! Genau deswegen braucht es eine diskussion und eine differenzierte ausarbeitung! Dies ist mit einer solchen initiative nicht zu loesen!!! Die ethik dahinter steckt im detail und nicht in polarisierenden interessensvertretungen! Es braucht eine loesung die ueber das geld und wer bezahlt was hinausgeht!!!

  • Walter sagt:

    Die Jungen in sogenannt christlichen Kreisen feiern offensichtlich keine berauschenden Partys mit anschließenden wilden Liebesnaechten und die Erwachsenen sind auch immer ganz brav, sie gebrauchen ihre Geschlechtsteile nur zur Fortpflanzung und nicht auch zur Lustbefriedigung. Kein Wunder, ärgern sie sich dermaßen über die paar Abtreibungen und zum Teil sogar über die Verhütungsmethoden der anderen „ganz bösen“.

  • Franz Ebnöther sagt:

    ja ja… diese evangelikalen und ihre kruden ansichten. wenn die beitragsschreiberin selber an gott oder sonst ein hirngespinnst glaubt, dann ist das ihre sache. aber bitte hören sie auf ihre dogmatisch-menschenfeindliche weltanschauung in unser leben zu tragen! was glauben sie eigentlich? möchten sie junge frauen die kein geld haben dazu zwingen ein kind auf die welt zu bringen? wissen sie was das für eine frau bedeuten kann? denken sie, so ein kind das niemand will hat eine schöne perspektive? behalten sie ihre komischen religiösen ansichten für sich. wir leben in einer aufgeklärten gesells.

  • Joanne sagt:

    La vocation première de notre assurance-maladie obligatoire est de prendre en charge de façon sociale et solidaire les traitements liés à une atteinte à la santé. La position de la FMH (Fédération des médecins suisses) soutient que : « De nombreuses études montrent que les grossesses non désirées mettent en danger et affectent la santé des femmes concernées. Pourquoi dans ce cas, les moyens de contraception ne sont ils pas pris en charge par l’assurance de base? Pourquoi ne pas parler de toutes les atteintes à la santé que produisent chez les femmes l’IVG?

  • M. Pfisterer sagt:

    Was soll diese Diskussion ? Um Kosten kann es nicht gehen, denn da würde marginal etwas eingespart. Um was geht es dann bei dieser Initiative ? Wohl eher darum, dass gewisse christlich-fundamentalistische Kreise versuchen ihre Vorstellung, dass Abtreibung eine grosse Sünde sei, durchzusetzen. Und wen würden sie damit treffen ? Frauen, die ganz wenig Mittel haben, die eh schon grosse Probleme haben, ihr Leben zu meistern. Es würde hier ganz bestimmt eine zwei-Klassen-Medizin geschaffen – Reiche treiben ab – Arme nicht !

  • Ben Müller sagt:

    Was für eine Auflistung von Platitüden, polemischen Schlagwörtern etc. Natürlich ist Abtreibung keine leichte Sache! Natürlich wissen nicht alle Teenager vernünftig mit dem Thema Sex umzugehen (aber pauschal alle zu titulieren finde ich ein starkes Stück)! Aber weshalb dies Argumente dafür sein sollen, dass die Allgemeinheit Abtreibungen nicht mehr finanzieren soll ist mir einfach schleierhaft. Diese EVP ist einfach nur noch eine mühsame, moralinsauer Bevormunderpartei ohne wirkliche Lösungensansätze für die wirklichen Probleme der Menschen in diesem Land.

    • Sportpapi sagt:

      Eigentlich ist es ja eher so, dass kein Grund ersichtlich ist, weshalb flächendeckend und ohne Einzelfallprüfung jede Abtreibung von der Gesellschaft bezahlt werden soll. Und dann noch über die Krankenkasse, die eigentlich einen anderen Zweck hat!

  • maja sagt:

    Religiöse Gruppierungen, die die Menschen nicht annehmen wie sie geboren werden Homosexuelle etc. sollten nicht solche Forderungen stellen.

  • Hans Duss sagt:

    Um es ganz grundsätzlich festzuhalen: Die Raucher taugen nicht als Beispiel. Gemäss mehreren internationalen Studien (die grösste davon Bilthoven 2006) belasten sie aufgrund der freiwillig verkürzten Lebenserwartung die KK um 27% weniger als schlanke Nichtraucher. Deren Altersgebresten machen bereits zwei Drittel des Gesamtaufwands aus. Wenn schon, sollten also gesund Lebende deutlich höhere Prämien zu bezahlen haben, bislang werden sie nämlich durch die Raucher subventioniert.

  • André Dünner sagt:

    Ganz persönlich gedacht „, ein werdendes Leben abzutreiben ist (nicht zwingend doch denkbar) ein Entschluss, welcher einer werdenden Mutter nicht leicht fallen wird. Irgend jemand hat dabei versagt die Verantwortung für ein neues Leben zu übernehmen. Verantwortung obliegt jemandem der weiss was er/sie tut. Wusste er/sie es zuvor nicht, dann versagte jemand im Vermitteln von Wissen, oder der/die Lernende war nicht aufnahmebereit.

    Ist dies der Fall, dann ist dies ein gesellschaftliches Problem und die Gesellschaft übernimmt die Verantwortung. Entweder für die Mutter, oder fürs Kind.

    • maja sagt:

      Leider wird bei der Aufklärung vergessen, dass die Frau immer alleine ist wenn sie abtreibt aus welchem Grund auch immer.
      Da nützt es auch nichts wenn der Partner oder andere ihr zur Seite stehen. Es passiert alles in ihrem Leib und diese Leere, die dann auftritt fühlt nur sie.

      • Hans Meierhans sagt:

        Ach und das Kind fühlt nichts? Die frisch inkarnierte Seele, die wieder weggejagt wird, leidet nicht?…
        Der armen, armen Frau die gerade FREIWILLIG einen Menschen ermordet hat (ermorden liess von einem Doktor) sollte man doch soooo viel Mitleid entgegenbringen, für diese Leere die sie GESCHAFFEN hat und nun fühlen muss….

        Es gibt sensible Frauen die leiden grausam noch nach Jahrzehnten, weil sie gemerkt haben, was sie wirklich angerichtet haben. Leider zu spät. Niemand entkommt seinem Karma…

  • René Edward Knupfer-Müller sagt:

    Seien sie doch ehrlich, Frau Kasteler-Budde: es geht ihnen doch gar nicht um die Kosten, sondern einzig und allein darum, das Rad zurückzudrehen und die Fristenregelung längerfristig wieder abzuschaffen. Die Debatte im Parlament war entlarvend. Die Nationalräte Bortoluzzi, Freysinger und Estermann haben klar in diesem Sinne votiert. „Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache“ sollte nichts anderes als ein erster Schritt zu diesem Ziel sein; Heinz Hürzelers ebenso verlogene „Grüezi-Lebensschutzinitiative“ (stopft Milliardenloch!) ist bereits auf dem Weg. 2 x Volksbetrug – deshalb NEIN am 9.2.!

  • Nicole Lauener sagt:

    Die Ausführungen von Valérie Kasteler-Budde zeigen es einmal mehr: Hier gehts nicht um Einsparungen im Gesundheitswesen – die ja sowieso im Promillebereich wären – sondern einmal mehr darum, uns allen eine Gesinnung aufzudrücken, die einer liberale Gesellschaft unwürdig ist und die bereits klar entschieden wurde. Und: Keine Frau trifft einen solchen Entscheid leichtfertig, für die Entstehung neuen Lebens ist der Mann mitverantwortlich. Diese Vorlage ritzt am Solidaritätsgedanken unseres Gesundheitssystems und trifft im Endeffekt einmal mehr die Schwächsten.

    • Schmid sagt:

      Richtig, das ist nur eine billige Ausrede um nicht den wahren Grund, die Abschaffung der Fristenlösung verlangen zu müssen. Gemäss BAG betragen die Kosten ca. 8Mio/J, bei 8Mio Versicherten macht ihr, so störende Beitrag grad einmal 1Fr/J od. 100 Rp. aus!
      Aber auch die Heuchler müssen mal sterben und wenn man bedenkt was da weltweit im Namen des Glaubens alles verbrochen wird, ist das Geleier nur noch ärgerlich!

  • Leila sagt:

    Avec toutes les études faites jusqu’aujourd’hui sur l’impact de la vie intra-utérine dans la vie des individus, et ce dès la conception (j’ai encore lu hier un article sur les troubles du sommeil du bébé qui étaient résolus après que la mère eu expliqué à son enfant certains stress ou souffrances vécus à certains moments de la grossesse), comment peut-on encore affirmer qu’un embryon ou un foetus n’est qu’un amas de cellules sans grande valeur? C’est ahurissant, que s’est-il passé pour que notre conscience soit à ce point annihilée? A 11 semaines un foetus n’est pas un être dont la vie vaut la

  • Leila sagt:

    vaut la peine d’être défendue et à 13 semaines il en est autrement? Comment pouvons-nous nous octroyer le droit de vie ou de mort sur un être humain qui a été conçu et qui se prépare à naître? L’avortement est tellement banalisé, tellement défendu…Je trouve cela monstrueux. Si cette loi peut dissuader même une seule femme à renoncer de donner la mort au bébé qu’elle porte mais ne désire pas (sentiment qui peut tout à fait changer en cours de grossesse puisque dans les cas d’une grossesse inattendue l’attachement au bébé peut se faire très progressivement jusqu’à être complet après 9 mois,

  • Leila sagt:

    , je l’ai vécu) alors ce changement dans le remboursement de l’avortement en vaut la peine. Et je suis persuadée que plus d’une femme prendra la contraception plus au sérieux qu’elle ne le faisait et que plus d’une femme choisira de mener à terme sa grossesse non désirée. Plus d’efforts et plus de financements devraient être octroyés aux mères en difficulté. Les couples qui souhaitent adopter un bébé né dans notre pays sont nombreux, j’ai entendu qu’il y a 2 ans d’attente! Freinons ce génocide des bébés à naître en votant OUI le 9 février!

  • Walter sagt:

    Wer sich sexuell betätigt, tut seiner Gesundheit etwas Gutes und trägt damit dazu bei, dass die Gesundheitskosten weniger stark explodieren. Es ist ein zig-faches von CHF 1.00, welches ein/e Prämienzahler/in pro Jahr an die 11’000 Abtreibungen, sprich Verhütungspannen, mitbezahlen muss. Deshalb ein wuchtiges Nein zu dieser ungerechten Initiative!!!

  • Claudio sagt:

    Eine christlich orientierte Partei, die die Abtreibung erschweren möchte rein aus wirtschaftlichen Gründe ist genau so logisch, wie die GSoA die nur die Abschaffung der Wehrpflicht wollte, aber später sicher nicht die totale Abschaffung. Wenn die EVP ehrlich politisieren will, soll sie ein Abtreibungsverbot fordern und nur ein heimliches Vorgehen zu diesem Ziel! Der einzige Grund wieso sie dies nicht tut, ist weil sie keine besseren Argumente finden als die Republikaner in den USA, und diese haben in einer säkularisierten Schweiz nun einmal kein Platz mehr!

  • Sylvie R G sagt:

    OUI A L’INITIATIVE MAIS il y a aussi d’autres choix que d’avorter : l’adoption, familles d’accueil et pensionnat (c’est mon mari) ou simplement la solidarité familiale (c’est mon cousin) et je peux vous dire que dans ma famille il n’y a aucun regret ! Cette initiative est bien parce que ceux qui sont d’accord avec l’avortement prendront une assurance privée et les autres ne remboursent pas les avortements des autres ! Mais il faut prévoir (comme le moyen contraceptif aussi !) On fait comme en Autriche, Texas et autres états…BRAVO

  • Hans Heiri sagt:

    „Abtreibung“ gehört nicht in den Bereich von Gesundheitskosten, sondern in den Bereich Militärausgaben, da es ja Mord ist. Eigentlich illegal nach Schweizer Verfassung. Die Schweiz hat sich ja verpflichtet niemanden anzugreifen, nur sich zu verteidigen. Abtreibung ist klipp und klar Angriff, Mord eines Menschen der sich nicht wehren kann. Nicht nur eine Sünde, schweres Verbrechen nach geistigem Gesetz sondern auch illegal nach Staatsgesetz.

  • Dolores sagt:

    Die Kosten für Schwangerschaftsabbrüche Werden übernommen; aber Familien welche unbedingt Kinder wollen, die müssen auch die künstliche Befruchtung selber bezahlen ! Leben nehmen wird unterstützt und Leben helfen nicht!!

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