Die Städte sind am Zug

Elefantenherden bewegen sich so schnell vorwärts wie das langsamste ihrer Mitglieder. So bleiben sie zusammen, so sichern sie ihr Überleben.

Es lohnt sich, das Beispiel zu vertiefen. Besonders nach der Abstimmung vom 9. Februar, bei der sich eine doch deutliche Diskrepanz zwischen der städtischen, selbstsicheren Schweiz und einer ängstlicheren, vielleicht auch zerbrechlichen Schweiz auftat. Das Beispiel liefert einen Hinweis, welche Rolle jene Regionen übernehmen sollten, die die treibenden Kräfte unseres Landes sind.

Solidarität muss sich vor allem in einem ehrlichen Dialog äussern.

Gebäude in der Agglomeration von Zürich. (Keystone)

Die urbanen Regionen müssen mit gutem Beispiel vorangehen: Agglomeration von Zürich. (Keystone)

Die städtische Schweiz, die ich gerne die temporeiche Schweiz nennen möchte, hat wesentlich zum Wirtschaftswachstum des Landes beigetragen. Eine Schweiz, die die Masseneinwanderungsinitiative abgelehnt hat, weil sie volles Vertrauen in sich hat. Ich denke dabei an die Mehrzahl der Städte und an ihre Universitäten. Vielleicht hat es diese temporeiche Schweiz es versäumt, den Kontakt zu den übrigen Regionen der Schweiz zu halten. Solidarität kann sich nicht darin erschöpfen, Beiträge an den kantonalen Finanzausgleich zu leisten – und seien diese noch so grosszügig. Solidarität muss sich vor allem in einem ehrlichen Dialog äussern. Diejenigen, die die Initiative angenommen haben, sind wirtschaftlich gesehen nicht gerade Stiefkinder: Die betreffenden Kantone weisen in der Regel Arbeitslosen- und Sozialhilferaten auf, die erheblich tiefer liegen als unsere. Probleme wie eine voll ausgelastete Infrastruktur, Wohnungsknappheit oder Kriminalität, wie sie für unsere Städte typisch sind, stellen sich ihnen nicht.

Was jetzt? Jene andere Schweiz, fern vom Gewusel der Agglomerationen, hat natürlich auch Angst, angesichts eines Tempos, dem sie nicht folgen kann, ihre Identität zu verlieren. Geblendet von unseren Erfolgen, von jenen unserer Navigatoren, die auf sämtlichen Weltmeeren triumphieren, und von unseren in vielen Farben schillernden Universitäten haben wir es versäumt, dieser Schweiz einen Besuch abzustatten. Wir haben es versäumt, ihr zu zeigen, dass wir Schweizer geblieben sind. Und dass unsere Betriebsamkeit, und unsere Öffnung dem ganzen Land nützten.

Auf den Punkt gebracht: Wir haben unsere Führungsrolle nicht wahrgenommen. Ähnlich wie in einer Elefantenherde sind es auch in einem Bundesstaat die kräftigsten Mitglieder, die die Führungsrolle wahrnehmen, und zwar indem sie zu den Langsamsten schauen, indem sie dafür sorgen, dass diese Schritt halten können. Nehmen wir ein Beispiel: Wenn Studentenorganisationen, akademische Kreise – insbesondere die führenden ETH Lausanne und die ETH Zürich –, die jetzt die negativen Konsequenzen der Abstimmung vom 9. Februar zu spüren bekommen, ihre Führungsrolle wahrgenommen und sich auf dem Land engagiert hätten, hätten wir die läppischen 19’500 Stimmen locker zusammengebracht.

Ja, wir müssen die Führungsrolle, die wir uns im wirtschaftlichen Bereich erobert haben, auch auf politischer und kultureller Ebene wahrnehmen. Auf keinen Fall dürfen wir es zulassen, dass die Raubtiere – jene, die das Banner der Heimat nur schwenken, um es dann umso besser zerreissen zu können – die Herde entzweien. Es ist eine Schande, dass ein ehemaliger Bundesrat behauptet, die Romands seien weniger Schweizer als die Deutschschweizer. Es ist eine Schande, dass sich ein Schreiberling in einer Wochenzeitung, die sich derselbe ehemalige Bundesrat gekauft hat, in derselben Art und Weise zum Thema auslässt.

Wir müssen Gegensteuer geben und das, was den Bundesstaat eint, stärker betonen. Ein erster Schritt dazu ist, dass man der Wirklichkeit ins Auge schaut: Wenn es denn einen Graben gibt, so ist er auf keinen Fall ethnisch. Die Städte Zürich (66%), Bern (72%), Thun (67%) oder Solothurn (65.5%) haben die Initiative deutlicher abgelehnt als etwa Genf. Annähernd dasselbe Bild in St. Gallen, Luzern, Basel, Winterthur. Dieser Schweiz muss wieder die Rolle zukommen, die Führung in diesem Land vollumfänglich zu übernehmen.

91 Kommentare zu «Die Städte sind am Zug»

  • Ben Zibble sagt:

    Jeder Investor, Gewerbler, Immobesitzer, Geschäftsinhaber, Importeur, Händler freuti sich über jeden prospektiven Kunden der daherkommt… von daher ist Einwanderung erstmal eine gute Sache. Aber all die anderen Aspekte wie Preistreiberei, Spekulation, miese Arbeitsplätze besetzt mit Immigranten, gar Familienbetriebe, Verkehr, Bautätigkeit und all die anderen sozialen Faktoren die einem das Leben mies machen können, die werden nicht Bilanziert, gezählt, gemessen und schon gar nicht bewertet. Bewertet wird nur Investitionsklima, Renditen, Profite. Da haben die meisten nichts davon !

    • André Dünner sagt:

      Stimmt.

      Es sollten alle demzufolge Unternehmer ihres eigenen Unternehmens sein und dann ging die Rechnung ebenfalls nicht auf. Denn das „Staatskässeli“ ginge den Bach runter.

      Jedem das seine, denke ich. Auf jeden Fall sollte wie im Text von Hugues Hiltpold geschildert der Zusammenhalt wie auch das Zugehörigkeitsgefühl oder Rassenbewusstsein gelebt werden. In der Tat hat sich eine Spitze zu sehr vom Fundament wegbewegt/abgehoben. Dies sind die Konsequenzen.

      Ist ein weltweites Szenarium und Resultat eines Globalismusgedanken.

      Jede/r ist was sie/er ist und woher sie/er ist. Und dies ist okey.

  • Theo Nötzli sagt:

    „Die führung in diesem land wieder vollumfänglich übernehmen“, so so. Als landei habe ich nicht den eindruck, dass ich – wie ein kleines kind an der hand der eltern – geführt werden müsste. Es kommt uns auf dem land auch nicht in den sinn, die städte zu führen. Monsieur Hiltpold, wir leben hier in einer demokratie, wo freie Menschen ihrer eigenen meinung ausdruck geben können und sollen und keine sogenannten eliten und auch keine städte den lead übernehmen müssen, damit es ‚richtig‘ herauskommt.

    • Bernard Favre sagt:

      Herr Nötzli, ich verstehe Ihre Wut. Doch ich habe den Text auf französisch gelesen und gemerckt, dass der letzte Satz ungenau übersetzt worden war. Es geht für Herrn Hiltpold keineswegs darum, „die Führung vollumfänglich zu übernehmen“, sonder im Gegenteil eher, die Verantwortung zu tragen „assumer pleinement son leadership“. Die „raschen Elefanten“ sollten nicht einfach die Nase vorn laufen, sondern auf die Ängste und Hoffnungen der anderen aufmerksam sein. Elitär ist dieser Text nicht, im Gegenteil: er sagt den „Eliten“, vergessen Sie das Volk nicht, pflegt das eidgenössische Zusammenleben.

      • Markus Bieri sagt:

        Danke Herr Favre für diese Klarstellung. Herr Hiltpold hat in sich seinem Beitrag für Verständnis ausgesprochen aber gleichzeitig auf die Bedeutung der Zentren für die gesamte Schweiz hingewiese.

      • Theo Nötzli sagt:

        Herr Favre, assumer pleinement son leadership bedeutet in diesem zusammenhang wohl schon ‚die führung in vollem umfang wahrnehmen‘. Beispiel aus dem fussball: Perrin assume pleinement son rôle de capitaine (http://asse-talkshow.fr/articles/18856). Wenn es so wäre, wie sie es interpretieren, müsste es eher heissen: …pleinement résponsable du… Oder spielt mir da mein schulfranzösisch einen streich?

  • Roland K. Moser sagt:

    Die Schweiz muss sich der Zuwanderung verschliessen und diese rückgängig machen. Grund ist die massive Überbevölkerung. Anstatt 5 Millionen leben 8 Millionen in der Schweiz. Die Schweiz selbst kann nur 5 Millionen Menschen ernähren.
    Der ökologische Fussabdruck der Schweiz ist wegen der 3 Millionen überzähligen Einwanderer und eingebürgerten Einwanderer überschritten.

    • Luca Bonfanti sagt:

      und dann gibt es Journalisten und Politiker die stur behaupten, dass die Fremdenfeindlichkeit kein Annahmegrund für die MEI war. Sie strafen all diese Gutmenschen Lügen. Jemand der von 3 Millionen überzähligen Einwanderer und Eingebürgerten schreibt, ist ein Rassist, dass schleckt nicht mal der Zottel weg

      • Ernst Hasler sagt:

        Wissen Sie, das ewige Geschrei von Rassismus ist an und für sich schon lächerlich. Wenn es der Kulturerhaltung und dem sozialen Frieden dient, dann lasse ich mich persönlich gerne als Rassist bezichtigen, anders herum wäre ich ja ein Kultur-und Landesverräter. Sie können wählen, als was Sie bezichtigt werden wollen. Auch die Naiveren unter uns, eben die von Ihnen angesprochenen Gutmenschen, werden eines Tages am eigenen Leib erfahren, wohin uns diese unsägliche Zuwanderung, Vermischung von unkompatiblen Kulturen usw., führen wird. Nachhilfeunterricht u.a. Berlin, Oslo, Marseille, Malmo, Bradfo

      • Roland K. Moser sagt:

        Nein!

        Die Schweiz ist überbevölkert. Um 3 Millionen Menschen. Also sind 3 Millionen Menschen überzählig. Nämlich die 3 Millionen Einwanderer und eingebürgerten Einwanderer. Das hat nichts mit Rassismus zu tun.

        Ist in der Schweiz unendliches Wirtschafts- und Bevökerungswachstum möglich?

      • Paul Müller sagt:

        Die Meinung einer einzelnen Person sagt doch ueberhaupt nichts ueber die Meinung all jener, die Ja gestimmt haben, aus.

      • Peter Richter sagt:

        @ Luca Bonfanti
        Ihre Rassismuskeule bringt nichts und ist eine Beleidigung für alle MEI-Befürworter!
        Der Ausländeranteil in der Schweiz ist wie zu viel Dessert essen.
        Der erste Dessert ist sensationell fein, der zweite Dessert immer noch prima, der dritte ist bereits zu viel, beim vierten weigert sich die Natur und gibt den Dessert nicht sehr elegant zurück.

    • H. Kohli sagt:

      @Herr Moser: Dann verzichten wir aber ab sofort auch aufs Autofahren, schliesslich kann die Schweiz gerade mal Öl für NULL Autos liefern.
      Ebenso stellen wir sofort alle AKWs ab, schliesslich kann die Schweiz NULL Gramm Uran selber produzieren.
      Oder ist dass dann etwas anderes? Geht es Ihnen am Ende doch nur einen „Grund“ gefunden zu haben weshalb Sie den Einwanderern die Schuld in die Schuhe schieben können?
      Ganz sackschwacher Beitrag Ihrerseits.

      • Paul Levi sagt:

        @R.K.Moser: Wie kommen Sie bloss auf die Idee, dass die Schweiz 5 Mio Einwohner ernähren könnte?Nicht mal die Fleischproduktion würde soviel ernähren können, denn ein grosser Teil des Futters wird ja importiert.Meinen Sie denn wirklich Ihre abstruse Idee ist praktikabel?Sollen dann tausende von Eingebürgete plötzlich staatenlos werden? Es findet sich kaum ein Schweizer in der Baubranche oder im Putzgewerbe, es gibt auch kaum Schweizer Lehrlinge in solchen Branchen. Woher sollen diese Arbeitskräft plötzlich kommen? Da viele Firmen abwandern würde, würden dann Büroangestellte auf den Bau gehen?

        • Paul Levi sagt:

          @R.K.Moser: Es ist übrigens lächerlich auf den ökologischen Fussabdruck hinzuweisen, denn dieser interessiert ja nur Global. Die 3 Mio Menschen würden ja nicht verschwinden, sondern würden ihren Abdruck irgendwo anders hinterlassen. Oder genügt es Ihnen, wenn die Schweiz ökologisch sauber ist, da der Rest der Welt uns nichts angeht? In London wohnen übrigens auf eine kleineren Fläche mehr Menschen als in der Schweiz, auch z.B. in Singapoor. Es ist also Ansichtssache was wirklich eine Überbevölkerung ist.

          • Roland K. Moser sagt:

            Wenn es global gesehen keine Rolle spielt, müssen wir halt auch noch ein paar AKW in der Schweiz bauen, und Gas- und Kohlekraftwerke.
            Verbrauchsarme Autos ist auch nichts für uns, das es keine Rolle spielt, auf welcher Seite der Grenze diese fahren.

            Es ist keineswegs eine Frage des Standpunkts, was Überbevölkerung ist.

            Wieso glauben Sie an die Theorie des unendlichen Wirtschafts- und unendlichen Bevölkerungswachstums? Haben Sie einen Beweis, dass es funktioniert? Ich habe 1 Beweis, dass es nicht funktioniert: Die endliche Fläche der Schweiz und des Planeten.

        • Roland K. Moser sagt:

          Mit 1 Hektare Landwirtschaftsland lassen sich in unserem Klima 4 bis 5 Menschen ernähren.

      • Roland K. Moser sagt:

        Ich hänge die Sache nun mal an der Überbevölkerung auf. Überbevölkerung existiert dann, wenn eine Volkswirtschaft sich nicht mehr selbst mit Lebensmitteln versorgen kann.

    • Alex Romero sagt:

      Das hättet ihr euch früher überlegen müssen und nicht erst jetzt an Deportationen denken. Ihr hättet Schwarzenbach wählen müssen und eine ausgereifte Ausschaffungs Einbürgerungsdoktrin ausdenken müssen, welche hart und fair sowie nicht mit den Menschenrechten korreliert. Jetzt so grünnationalsozialistisch regressiv tun ist völlig deplatziert. Wer so leben möchte soll in die Berge abgeschieden leben und seine Selbstversorgung frönen.

      • Roland K. Moser sagt:

        Natürlich nicht.

        Wir ziehen das jetzt durch. Zu Gunsten und zum Heil aller Länder dieses Planeten. Denn das Beispiel wird Schule machen und die Theorie des unendlichen Wirtschafts- und Bevölkerungswachstums wird nicht mehr gelehrt werden.

    • Roland K. Moser sagt:

      Durch die Migration entstehen „Löcher“ in den Herkunftsländern der Migranten. Diese Löcher werden in den Herkunfstländern durch Neugeburten gefüllt. Durch die Migration entstehen also neue Menschen.
      Beweis: Z.B. Nord- und Südamerika. Auf beiden Kontinenten leben ca. 900’000’000 Millionen Menschen. Ich schätze davon sind 400 bis 500 Millionen Europäer. Diese 400 Millionen Europäer dürfte es gemäss der Logik der Migrations-Fetischisten gar nicht geben, denn gemäss diesen entstehen durch die Migration keine neuen Menschen. Tun sie aber doch!

  • loulou sagt:

    Lieber Hugues Hiltpold
    die städtische CH erstreckt sich heute bis weit ins Mittelland. Beispiel Zuerich: kurz hinter der Stadtgrenze folgen Städte wie Schlieren, Dietikon, Regensdorf, Kloten, Opfikon, Duebendorf und einige mehr.
    Alle diese Agglo-Städte haben JA zur MEI gesagt. Das Einwohnerpotenzial hätte bei weitem gereicht um das Ergebnis mit läppischen 19000 Stimmen zu drehen.
    Die wirklich bäuerliche Schweiz die sie vermutlich ansprechen, hat gegen diese Uebermacht keine Chance. Darum mein Rat, fahren sie nicht zu weit auf’s Land. Das Problem liegt näher als vermutet.

    • Stefan Schmid sagt:

      @loulou: Danke schön für ihren Beitrag. Genauso ist es. Die Gewinner der Zuwanderung leben in der Stadt. Sie können sich eine überteuerte Wohnung leiten. Die Verlierer der Zuwanderung müssen in die Agglomeration weichen und „belasten“ so die reine Statistik (hohe Nein-Werte zur MEI) nicht.
      Und ein Punkt bei der MEI muss auch noch beachtet werden: Das TESSIN. Wäre die Abstimmung dort einigermassen wie in den anderen Kantonen ausgegangen (mow 50:50) dann wäre die MEI auch abgelehnt werden. Im Ticino ist wirklich Handlungsbedarf.

  • Klaus Schweizer sagt:

    Werter Herr Hiltpold. Die Mär vom Stadt-Land-Graben ist längst widerlegt. Es waren nicht die Sennen und Bäuerinnen in abgelegenen Alptälern, welche zum Ja geführt haben. Diese könnten nie und nimmer eine Mehrheit stellen.
    P.S. Was Sie mit überheblichem Unterton läppische 19500 Stimmen nennen, ist ein gewaltiger Erfolg angesichts der massiven und geballten Propagandawalze von Parteien, Wirtschaft und Medien. Eine Mehrheit im Land hat ganz einfach genug von diesem ungesunden und zerstörerischen Wirtschaftswachstum.

    • R.Stettler sagt:

      Ich kann Ihnen nur zustimmen. Ich hätte es auch einen gewaltigen Erfolg genannt, wenn es 49.9% Ja-Stimmen gewesen wäre.
      Die „dynamischen Regionen“ sind NICHT die Städte aber deren Agglomerationen. Das wird nur zu gerne ignoriert.

  • Enrico Fröhlich sagt:

    Auf den ersten Blick guter Diskussionsanstoss. Ich höre das Wort Führung nicht gerne. Falls Herr Hiltpold mit seinen Ausführungen richtig liegt, würde mir der Aufbau einer Partnerschaft zwischen Stadt und Land viel besser gefallen.

    • Bernard Favre sagt:

      Ich habe den Text auf französisch gelesen und gemerckt, dass der letzte Satz ungenau übersetzt worden war. Es geht für Herrn Hiltpold keineswegs darum, “die Führung vollumfänglich zu übernehmen”, sonder im Gegenteil eher, die Verantwortung zu tragen “assumer pleinement son leadership”. Die “raschen Elefanten” sollten nicht einfach die Nase vorn laufen, sondern auf die Ängste und Hoffnungen der anderen aufmerksam sein. Elitär ist dieser Text nicht, im Gegenteil: er sagt den “Eliten”, vergessen Sie das Volk nicht, pflegt das eidgenössische Zusammenleben. Herr Hiltpold denkt also wie Sie.

  • Katy Ammann sagt:

    Kapiert doch mal endlich, dass wir nicht gegen Ausländer, sondern gegen die grosse Masse von Einwanderung gestimmt haben. Weltoffen sind wir ebenfalls traditionell,

  • Dani Keller sagt:

    Und ich dachte immer, die Zürcher seien die arrogantesten Schweizer. Anscheinend legen die Genfer mit Herrn Hiltpold noch einen drauf. Elitär abgehobenes Gehabe, eines Demokraten nicht würdig, Geschweige denn eines Nationalrates. Die Stadtbewohner sind die Führungselite, währenddem Landbewohner höchstens Neandertaler sind.
    Im übrigen empfehle ich Herrn Hiltpold sich besser zu informieren. Die simple These Stadt ja, Land nein in der Abstimmung wurde jetzt schon mehrmals widerlegt (aktuell Tagesanzeiger, Weltwoche). Er hätte sich somit seinen Politblog uns allen ersparen können.

    • Roland K. Moser sagt:

      Was erwarten Sie von jemandem, der behauptet, ewiges Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum sei möglich? Etwas intelligentes?

    • Dani Keller sagt:

      Korrigendum: es müsste natürlich heissen „Die simple These Stadt nein, Land ja in der Abstimmung“

    • Bernard Favre sagt:

      Herr Keller, ich verstehe Ihre Wut. Doch ich habe den Text auf französisch gelesen und gemerckt, dass der letzte Satz ungenau übersetzt worden war. Es geht für Herrn Hiltpold keineswegs darum, “die Führung vollumfänglich zu übernehmen”, sonder im Gegenteil eher, die Verantwortung zu tragen “assumer pleinement son leadership”. Die “raschen Elefanten” sollten nicht einfach die Nase vorn laufen, sondern auf die Ängste und Hoffnungen der anderen aufmerksam sein. Elitär ist dieser Text nicht, im Gegenteil: er sagt den “Eliten”, vergessen Sie das Volk nicht, pflegt das eidgenössische Zusammenleben.

      • Dani Keller sagt:

        @Favre: auch wenn der letzte Satz unglücklich übersetzt sein sollte, ändert es nichts daran, dass der Text durchsetzt ist mit Beleidigungen gegenüber der Landbevölkerung. Ich komme auf ca. 12 Beleidigungen in diesem kurzen Text. Das hat nichts mit Übersetzungsfehlern zu tun, sondern ist so gemeint wie es geschrieben wurde – leider.

        • Bernard Favre sagt:

          Herr Keller, das ist eben das Faszinierdende an der Sprache: jeder Leser kommt mit seiner eigenen Subjektivität und findet im Text das, was kein anderer finden würde. Vielleicht bin ich völlig daneben, aber ich lese eher eine Autokritik, und ein Bemühen, die Befürworter der Initiative zu verstehen, als sie zu beschimpfen. Ich, als Verlierer des 9. Februars aber als Patriot, freue mich darüber,wenn sich ein Politiker für mehr Dialog einsetzt zwichen den Landesregionen. Dieses Bestreben kann man bei vielen anderen Politiker leider nur vermissen.

          • Dani Keller sagt:

            Aus Platzgründen kann ich nicht alles zitieren, aber kurz zusammengefasst:
            Stadt: starke Elefanten, welche den schwachen das Überleben sichern
            Land: schwache Elefanten

            S: selbstsicher
            L: ängstlich, zerbrechlich

            S: treibende Kraft
            L: ?

            S: temporeich, viel Vertrauen
            L: kann diesem Tempo nicht folgen

            S: erfolgreiche triumphierende Navigatoren auf den Weltmeeren, schillernde Univers.
            L: geistig beschränkte Looser?

            S: nur Nettozahler (Finanzausgleich)
            L: nur Schmarotzer?

            S: Führungsrolle vollumfänglich übernehmen (pol.,kult.,wirt.)
            L: langsame dumme „Schüler“ die geführt werden müssen

  • Anton Schneider sagt:

    Ich empfehle Herrn Hiltpold zuerst den Blog mit der Analyse des Abstimmungsverhaltens zu studieren und die Klassifizierung der Hinterblänkler vom Land und der Elite in der Stadt zu überdenken. Die grösste Anzahl der Sozialhilfeempfänger und 0-CHF-Steuerzahler leben in den Städten. Und Herr Hiltpold – hätten sie 19500 Stimmer erricht, wäre das für Sie die Bestätigung für eine Fortführung der masslosen Einwanderung gewesen? Ist für Sie keine Zahl je zu gross? Ihr Glaube an die Zuwanderung lässt Zweifel aufkommen, auch nur das geringste aus der Abstimmung gelernt zu haben. Ist das FDP?

  • Stocker Pia sagt:

    Etwas peinlich, Solothurn mit 16000 Einwohnern als Masstab zu nehmen. Da fehlen wohl die Argumente.
    Zumal die Ausländer in den Städten zum grössten Teil Secondos sind oder längst integrierte Italiener Deutsche etc.
    Abgesehen von den Kulturbringenden Afrikanern und Ex-Jugoslawen…aber die sind ja dann zumeist auch wieder Klienten………
    Während in Städten die Einwohnerzahl im 1 stelligen Prozent-Bereich zunahm, sind es in Dörfern aber praktisch über Nacht oft Massen von bis 300%
    Also Ihr Guten und linken versucht es mit anderen Märchen!

    • Daniel Weiss sagt:

      ein bisschen peinlich ihr Beitrag, da wird von einem hohen Ausländeranteil geschwafelt und Sie sprechen jetzt von längst integrierten Italiener und Deutschen. Ex-Jugoslawen und Afrikaner sind keine EU-Bürger und fallen nicht unter die PFZ. Vielleicht hat ja ein Bauer sein Land im Dorf verkauft und damit die Zuwanderung ein bisschen angekurbelt. Oder glauben Sie Frau Stocker, dass die Linken die Bodenbesitzer in den Dörfern sind? Aber ihr lenkt immer von den eigenen (schwarzen) Schäfchen ab, Desinformation und negieren der Tatsachen gehört zum Programm der Rechten und Schlechten

      • Stocker Pia sagt:

        ziemlich peinlich schon wieder der lieben Daniel.
        Da behaupten Gute und Linke entgegen den Tatsachen, dass Städter, wegen Ausländern viel netter und weniger „leiden“ als die Landeier. Ist diese Lüge widerlegt, geht’s plötzlich um EU-Bürger Bauern etc.
        Also lieber Dani, in meinem Freundeskreis gibt es massenweise Ausländer, die keinen CH-Pass haben oder wollen…..
        Und à propos Wirtschaftsleistung: Trotz Diplomaten-Kohle in Bern und Genf, Chemie in Basel und pöser Banken/Versicherungskohle in Zürich, dürfen die dummen ZH-Landeiern jährlich 440 Milliönchen Ihrem Urban-Züri überweisen- gell.

        • Daniel Weiss sagt:

          Liebe Frau Stocker ich weiss zwar nicht woher wir uns kennen sollten, dass Sie mich duzen. In meinem Freundeskreis sind keine bekennende Sünneler vorhanden. Als Dank schickt ihr uns eure Kidis, die unsere Stadt verkotzen und unsere Polizei die ganze Nacht auf Trab halten. Aber hier in der Anonymität der Stadt, ohne die elterliche und nachbarschaftliche Aufsicht kann man sich die Birne mit Alkohol und anderen Drogen vollstopfen und das Groststadtfeeling geniessen, damit Mami und Papi über die linken Städter herziehen dürfen in ihrem Agglohüsli

          • Stocker Pia sagt:

            Ach Dani, in Ihrer Naivität und Ihrem Anti-SVP-Wahn glaubten Sie gar, dass ich Sie Duze. Nein nein, Kontakt mit Bübchen mit Ihrer linkisch verdrehten Meinung brauche ich wirklich nicht.
            Nun da der gute Dani erneut eines seiner Märchen (oder ist’s ein Einzelfall) einfach so in die Welt gesetzt hat ist ihm bestimmt wohler.
            Bleiben wir doch bei den Fakten: Züri-Linke wie der gute Dani behaupten immer, nur Persönlichkeiten zu wählen.
            Im Urban-Züri Stadtrat höcken 2 Chaötlein-Sympathisanten, die selber sagen, dass sie lieber bei den Krawallanten mittun würden als ihre Polizeichef-Jobs zu tun.

  • R. Merten sagt:

    Ein etwas schwacher Beitrag eines Politikers. Warum haben denn die linken Städte vermehrt ein Nein eingelegt ? Weil dort vermehrt Sozialhilfebezüger, Sozialfälle, Hilfswerke und deren Klienten etc. sich einfinden. Sie können bei den Sozialisten eine gleiche Gesinnung erwarten und zudem werden reichlich Unterstützungen gewährt. In diesen grossen Multi-Kulti-Ansammlungen sind Kontrollen durch Sozialämter vielfach gar nicht möglich. Deshalb vor allem dort grosse Missbräuche im Asyl- und Sozialwesen. Und von Solidarität der Sozis gegenüber dem Steuerzahler habe ich noch nie etwas gehört !

    • Jean Salquenen sagt:

      ihre sogenannten Multikulti-Ansammler sind nicht stimmberechtigt. Ich lebe in der Stadt Zürich, bin Unternehmer und guter Steuerzahler und überzeugter Antirassist und darum NEIN-Wähler. Alles klar Herr Merten?

      • R. Merten sagt:

        Hab ich auch nicht behauptet, Hr. Salquenen. Schön, dass Sie noch ein guter Steuerzahler sind in diesem sozialen Pulverfass. Haben Sie von den Sozis je ein Dankeschön für die Unterstützung von arbeitsunwilligen Personen mit Steuergelder erhalten ?

        • Jean Salquenen sagt:

          Ja Frau Mauch schreibt schön einen Dankesbrief, kriegen Sie von ihrer Agglo- oder Landgemeinde auch einen Dankesbrief?

  • Ernst Hasler sagt:

    Die Hinterbänkler unter den Politikern schwatzen eigentlich nur die Standardrhetorik ihrer Herren aus Wirtschaft und Politik nach.
    Herr Hiltpold, warum nüẗzen Sie nicht den Ihnen gewährten Freiraum im Tagesanzeiger für einen kreativen Lösungsansatz, wie wir die Probleme der Einwanderung beherrschbar machen. Wenn die Städte auf horrende Mieten, Wohnungsnot, Kriminalität usw nicht reagieren, zeigt dies doch nur auf, wie verblödet man inzwischen durch ewige linke Propaganda geworden ist. In den ländlichen Gebieten, ohne die Auswirkungen, weiss man sich vorbeugend zu schützen, dies ist Intelligen

    • R. Merten sagt:

      Ich muss Ihnen Recht geben. Nur schon der normale Menschenverstand sagt einem, dass ungezügelte Einwanderung, vor allem von bildungsfernen Schichten und Kulturen, schlecht für ein Land ist. Dass bei einer stattlichen Anzahl Asylanten und Asylbewerbern der Slogan gilt : keine Sprache lernen, dann muss du auch nicht arbeiten- ist an sich schon ein Skandal. Oder sich renitent und unkooperativ verhalten (Carlos ist nur einer von vielen Fällen) ist in Sozialhilfeempfänger-Kreisen schon gut bekannt. Die Gutmenschen-Politk bringt nicht nur immer höhere Kosten-sie zieht auch immer mehr Leute an !

      • Daniel Weiss sagt:

        Herr Merten, hätten Sie die CS-Studie gelesen, wäre auch Ihnen bewusst, dass die Einwanderer die neuen, teuren Wohnungen in Zürich mieten. Kann das ein bildungsferner Minderverdiener? Die Unternehmer ziehen immer mehr Zuwanderer an, oder wussten Sie nicht, dass man nur in der Schweiz bleiben kann, wenn man auch einen Arbeitsplatz nachweisen kann? Carlos ist übrigens ein Schweizer. Ihre Aussagen könnten direkt vom „Extrablatt“ stammen

  • 2009 hat das Schweizervolk der Personenfreizügigkeit zugestimmt. Im Vorfeld der Abstimmung hatte der Bundesrat von maximal 10’000 Personen pro Jahr als Zuwanderungsüberschuss gesprochen. Nun haben wir 80’000 Personen Zuwanderungsüberschuss pro Jahr. Angesichts dieser Übertreibung ist es doch nicht erstaunlich, dass die Mehrheit des Schweizervolks nun die Notbremse gezogen hat. Die Verlierer der Abstimmung sollten endlich dieses Resultat akzeptieren und Massnahmen ergreifen, dass der Zuwanderungsüberschuss auf weniger als 10’000 Personen zurückgeht. Dem hatte 2009 das Schweizervolk zugestimmt.

  • Peter Müller sagt:

    Herr Hiltpold hat vollkommen recht. Die Zeit in der man den Stadt-Land Konflikt schönreden oder mit Geld zudecken kann sind vorbei. Man muss sich diesem Konflikt stellen, dass gilt für jeden von uns, egal von welcher Seite. Es leben zwei Weltanschauungen aneinander vorbei und wenn sie nicht mit einander reden geht das weiter so.

  • Olivier Schreier sagt:

    Sehr gut! Meine Fragen: Warum konnte man im Vorfeld nicht auf alle diese Probleme die wir jetzt haben hinweisen? — aber so überzeugend, dass weit mehr als nur 19’500 Ablehende mit Nein stimmten. Warum schafft es niemand die zwar richtigen (negativen) Zahlen zu entzaubern und in den richtigen Kontext zu setzen? Und warum haben wir immer wieder Angst vor Ausländern? Es gäbe noch mehr Fragen, z.B. warum eine ablehnende Mehrheit es nicht schafft an die Urne zu gehen? Hätten wirklich alle Stimmberechtigen gestimmt, wäre das Verdikt eindeutig gegen die Masseneinwanderungs-Initiative ausgefallen.

    • R. Merten sagt:

      es geht nicht um Angst vor Ausländern, Hr. Schreier. Wievielmal muss man das eigentlich noch sagen. Die CH ist weltoffen und gegenüber sich anständig aufführenden Ausländern positiv eingestellt. Mich stört, dass man von den Sozis nicht den Zusammenhang aller Probleme zur Kenntnis nehmen will und einzig daran interessiert ist, seine Klientele im Sozialbereich vollumfänglich zu versorgen und noch die bizzare Idee hat, es gehe unserem Volk besser, wenn jedermann auf der Welt hierherkommen und problemlos von unseren Sozialhilfe profitieren könne. Unglaublich naive Ideen und Bürger !!

      • Hannes Herrmann sagt:

        wieso bezeichnen Sie pauschal alle Gegner als „Sozis“. Ich bin ein liberaler Bürgerlicher und war überzeugter Gegner dieser MEI. Für Sie sind alle Gegner pauschal „Sozis“, genauso wie für die Linken alle SVPler Rassisten sind. Sie sind unglaublich arrogant und überheblich!

        • iskra sagt:

          Hannes Herrmann: das ist nichts Neues ! Für R. Merten sind schon lange alle, die nicht seiner politischen Ueberzeugung sind, einfach Sozis, Linke, Gutmenschen usw. Mein Ratschlag: solche Diskussionteilnehmer ignorieren !

  • Andreas Thommen sagt:

    was für ein überheblicher Kommentar eines von sich selbst überzeugten Schein-Liberalen! Sein Irrtum ist, dass die von ihm mit Elephanten-Bullen verglichenen (!), dynamischen und starken Leistungsträger unserer Gesellschaft eben gerade nicht in den Städten, sondern meist steueroptimiert auf dem Land wohnen. In den Städten wohnen vor allem Leute, welche in irgendeiner Form vom Staat profitieren und darum auch weniger Drang zu Selbstbestimmung und Eigenverantwortung haben.

    • Roland K. Moser sagt:

      Er erklärt auch nicht, wieso unendliches Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum in der Schweiz bzw. auf dem Planeten möglich ist 🙂

  • Stephane Goth sagt:

    Habe noch selten eine so arrogante und selbstgefällige Carte Blanche gelesen. Mit unverholener Deutlichkeit wird hier eine Führungsrolle der wirtschaftenden und auf sich selbst vertrauenden Städter gegenüber der „langsamen“ Landbevökerung (vgl Elefantenbsp.) proklamiert. In völliger Verkenntnis d Tatsach, dass die MEI gerade in Agglomerationen Zuspruch erhielt (vgl. Tagi-Artikel von gestern Sonntag). Wenn der Autor von Solidarität spricht, so ist das nur zynisch zu verstehen.

    • Dani Keller sagt:

      Gut haben unsere Vorfahren im Bundesstaat Ständerat und Ständemehr verankert.
      Mit Politikern wie Herrn Hiltpold hätten wir sonst schon lange eine Städtediktatur. Wo ist bloss das liberale Gedankengut in der FDP geblieben? Auf Herrn Hitlpold scheint es nie abgefärbt zu haben.

      • Bernard Favre sagt:

        Wissen Sie übrigens, wem man es zu verdanken hat, das die Schweiz einen Ständerat hat?

        Einem Genfer – der FDP James Fazy.

        • Dani Keller sagt:

          Wunderbar, dass wir den Ständerat Dank eines Genfers haben. Genau das liebe ich an der Schweiz. Herr Hiltpold täte gut daran, würde er sich eine Scheibe des liberalen föderalistischen Gedankenguts aus der Zeit der Gründung des Bundesstaates abschneiden. James Fazy würde sich wohl im Grabe umdrehen, hätte er den obigen Artikel gelesen.

  • Werner Wunderlich sagt:

    Ein vor Arroganz triefendes Machwerk.
    Damit gewinnt man keine sog. Follower.

    • Ernst Hasler sagt:

      Entspricht dem sehr bescheidenen Lebenslauf des Herrn, Name im Internet eingeben. Ich frage mich schon, was die Voraussetzungen bei der FDP sind, um in höhere politische Sphären vorzustossen.

  • Urs Degen sagt:

    Entwicklung mit links-grüner Politik?

    • R. Merten sagt:

      Nein Hr. Degen- Zerstörung mit links-grüner Politik. Die meisten Länder mit sozialistischer Führung lassen grüssen !

  • B. Habegger sagt:

    Es muss in diversen Kreisen u. a. FDP/Herr Hugues Hiltpold, noch nicht angekommen sein, dass die stimmende Mehrheit am 09.02.2014 Ja gesagt hat zu massvoller Zuwanderung und somit auch nein zu weiterem Verbetonieren der Schweiz.

  • Wyss Hans-Rudolf sagt:

    Seit 2007 wächst die Wohnbevölkerung der Schweiz jedes Jahr um 88‘000 Personen (dies entspricht der Stadt Luzern). Jede Sekunde wird hierzulande ein Quadratmeter Naturfläche zubetoniert.
    Kaum ein anderes Land in Europa nimmt, gemessen an seiner Grösse, mehr Einwanderer auf als die Schweiz. Seit im Mai 2007 die Einwanderungsbeschränkung für EU-Bürger aufgehoben wurde, liegt das jährliche Bevölkerungswachstum in der Schweiz zwischen 1.1% und 1.4%. Rund 80% davon entfallen auf die Zuwanderung. Damit wächst die Einwohnerzahl ca. fünfmal schneller als diejenige Europas! EU-Wanderungssaldo = 0,18%.

  • Müller sagt:

    Keine Gefahr? In welcher Welt lebt Hiltpold? Offenbar steht er nie im Superstau, muss nicht umziehen, weil im Dorf die Wohnungen unerschwinglich werden und ist auch nicht +/-50 und erfolglos auf der Jobsuche.

  • Stefan Schmid sagt:

    Es ist mehr als frech, wenn sich der Autor hier mit den hohen Nein-Anteilen der Städte brüstet. Grund für die hohen Nein-Anteilen in den Städten ist, dass die Verlierer der Zuwanderung einfach in die Vororte outgesourct werden. Schauen sie mal auf Gemeinden wie Zürich-Schwamendingen, Emmen, Wallisellen, Rümlang, Kloten, Dietikon, Zuchwil, Biberist, etc….
    Die Gewinner der Zuwanderung in den Städten sagten nein, die Verlierer in der Agglomeration sagten ja…

  • Markus Bieri sagt:

    Richtig Herr Hiltpold,es sind auch diese Zentren, die für die übrigen Landesteile wichtige Zentralfunktionen übernehmen. Sie sind gleichzeitig Standorte wichtiger Hochschulen und Forschungsinstitutionen an denen der akademische Nachwuchs der ganzen Schweiz ausgebildet wird. Von den dort erarbeiteten Erkenntnissen und Entwicklungen profitiert die gesamte Witschaft inkl. die Landwirtschaft. BS, GE, ZH unterhalten internationale Flughäfen, die heute gut mit unseren Touristikstandorte verbunden sind, etc. Es liegt somit im Interesse der Schweiz, dass diese Orte ihre Anliegen dezidiert einbringen.

  • Hans Käslin sagt:

    Eventuell müssen wir dem Schreiberling HIER mal erklären was Demokratie ist. Demokratie ist die Entscheidung der Mehrheit nicht das Wunschdenken einer Elite oder derer die sich dafür halten. Diese Abstimmung wurde nciht von der SVP gewonnen sondern von der MEHRHEIT. Die Mehrheit der Leute hier wollen keine ungeregelte Zuwanderung und eine Bevölkerung im zweistelligen Millionenbereich. Wenn das Volk deswegen nicht mehr bereit ist der grossen Mehrheit der Parteien und Verbände zu folgen dann ist schon etwas faul im Staat. Dies zuzugeben würde Grösse zeigen, der obige Artikel nicht.

  • Urban Zuercher sagt:

    Ich erwarte nicht von den Städten etwas, sondern von den bürgerlichen Parteien und den Wirtschaftsverbänden. Dass ein Wirtschaftswachstum im Allgemeinen mal gut ist, darüber herrscht wohl Einigkeit. Auch dass offene Grenzen wirtschaftlich sinnvoller sind als Abschottung, ist jedem nach der Lektüre eines Wirtschaftsgrundlagenbuchs klar (ausser den 25-30% Rassisten, aber die können getrost einfach mal ignoriert werden). Wie aber soll der Mehrwert dieses Wachstums verteilt werden? Wie gehen wir mit den negativen Erscheinungen es Wachstums um? Darüber will ich jetzt mal eine Antwort von der FDP.

  • M.V.R. sagt:

    Aha. Die Eliten haben versäumt, die „Dietiker“ zu besuchen, ihnen zu erklären wie erfolgreich wir mit unserem Dampfer unterwegs sind, ihnen zu versichern, dass sie mit auf dem Dampfer sind den wir sicher in die Zukunft navigieren. Die“ Raubtiere“ indessen haben den „Dietikern“ Schweizerfähnchen geschenkt und eine Bauernbratwurst. Etwas so? Falsch? Nein! Bloss abgrundtief verlogen: Die FDP (mit der „bürgerlichen“ Mehrheit) betreibt seit Jahren eine verwantwortungslose, neoliberale Klientelpolitk auf Kosten des unteren Mittelstandes/Kleinbürger. Die FDP ist mit VERANTWORTLICH für die Gräben! tja

  • Urban Zuercher sagt:

    EIn Wirtschaftsminister, der meint, es gebe keine Probleme im Wohnungsmarkt (FDP). Derselbe, des auch sagt, die Zuwanderung würde dann schon abnehmen, wenn die ganze Schweiz zubetoniert und es kein Fortkommen im Verkehr mehr gibt. (Immerhin schafft er ja Stellen, indem er Steuern in Luxembourg hinterz… äh, optimiert). Eine Raumplanungsministerin, die im RPV-Entwurf fürs 2035 eine 10mio plant und in gewissen Gemeinden pro person 700m2 Bauzone zugestehen will (CVP). Und eine Economiesuisse, die sich lieber für Abzocker und gegen einen minimalen Anstand wehrt, anstatt für flank. Massnahmen.

  • Hans Maag sagt:

    Städten erlauben, ihre Ideen einzubringen Ja. Städten mehr politisches Gewicht geben Nein. Eine Initiative, die eine Verfassungsänderung vorschlägt mit dem Ziel, zu den Ständen auch grösseren Städten eine Stimme zu geben hat keine Chance. Man stelle sich vor, Zürich, Baselstadt?, Bern, Waadt und Genf hätten 2 „Standestimmen“. Zählt man Winterthur dazu, so hätte Zürich deren 3. Lachhaft.

  • Hans Moser sagt:

    wenn ich lese, wie dieser FDP-Politiker von den mehrheitlich SVP-lastigen Kommentatoren beleidigt wird, dann frage mich ernsthaft wo der FDP-Präsi Philipp Müller Gemeinsamkeiten für Wahlallianzen mit der SVP sieht. Hier eine bürgerliche Partei, die vorwiegend die Wirtschaftsinteressen ihrer (akademischen gutsituierten) Mitglieder vertritt und in den urbanen Gebieten verwurzelt ist. Auf der anderen Seite eine erzkonservative, fremdenfeindliche Landpartei, stark verwurzelt bei Geringverdiener (ergo auch mindergebildet), Bauern und Gewerbler, geschmückt mit ein paar populistischen Milliardären

  • maja sagt:

    Die Städter nerven sich über die Landbevölkerung wenn diese in die Stadt gehen. Die Stadt Bewohner wollen in Ruhe Velofahren und möglichst keine Parkplätze, da frage ich mich schon wer sich da abkapselt gegen aussen. Es war schon immer so, dass die Städter meinten sie seien was besseres.

  • Chris Hauser sagt:

    die Zuwanderung hat auch viele Arbeitsplätze gerettet. Die Milliardenausgaben der einheimischen Konsumenten „ennet der Grenze“ wurden durch die Zuwanderung kompensiert. Und diese „Fremdgänger“ sind vorallem in der Agglo und den ländlichen Regionen beheimatet. Die Ironie ist ja eigentlich, dass die SVP sich immer gegen jeglich Marktöffnungen erfogreich gewehrt hat und immer noch wehrt. SVP-Initiativen unterstützen aber unsolidarisch im Ausland einkaufen und hier dumpfe Kommentare posten ist das typische Merkmal des Befürworters

  • Anton Jäger sagt:

    Wenn man ohne Schranken alle & jeden einwandern lässt der einen Pseudoarbeitsvertrag für die nächsten 4 Wochen vorweisen kann und sich gleichzeitig noch weigert Leute wieder auszuschaffen die aufgrund ihrer Delikte gerichtlich verurteilt wurden, dann darf man sich nicht wundern das dem normalen Bürger irgendwann mal gewisse Zweifel an dieser tollen Strategie kommen. Die PFZ ist nur zu retten mit einer konsequenten Umsetzung der Ausschaffungsinitiative, die Strategie alle dürfen rein, aber niemand muss wieder nach Hause, egal was er verbrochen hat, ist nicht mehrheitsfähig, begreift das endlich

  • Peter Richter sagt:

    Die urbanen Zentren mit den leeren (warum wohl?) Staatskassen müssen der Landbevölkerung zeigen, dass die Einwanderungsflut keine Gefahr ist?
    Als Musterbeispiele bieten sich Orte an mit enorm hohen Ausländeranteilen: Zürich-Schwamendingen, Schlieren, Dietikon usw.
    Warum haben diese urbanen Orte MEI angenommen?

  • Frank Baum sagt:

    Wenn Hiltpold in der Schweiz eine Führungsrolle wahr nehmen will, dann muss er zuerst von seinem hohen Ross absteigen. Letztlich ist dieser ganze Artikel eine reine Verschmähung der Mehrheit der Schweiz. Blocher hatte eben doch recht: Die Westschweizer sind keine richtigen Schweizer. Es fehlt an Demokratieverständnis. Wie Hiltpold hier eindrücklich zeigt, fehlt es in der Westschweiz selbst bei der FDP an Demokratieverständnis

  • Christoph sagt:

    Die Hälfte der Stimmbürger ist ja gar nicht erst zur Urne gegangen. Hätte man alle mobilisiert, wären es nicht bloss 20’000 Stimmen Unterschied gewesen. Aber egal, in der föderalen, direktdemokratischen Schweiz gibt es keine Sonderstellungen. Nicht für Professoren, nicht für Städte, nicht für Reiche. Das mag einigen nicht in den Kram passen, aber davon rücken wir nicht ab.
    Der Volksentscheid steht und der ist zu respektieren.
    Die neue Weltordnung muss ohne uns stattfinden.

  • Frédéric Lassalle sagt:

    Nehmen wir die beiden grössten Städte, die hier als Leader genannt werden: Zürich hat immer noch kein richtiges Stadion. Das von Genf ist unfertig und bereits sanierungsbedürftig nach 10 Jahre. Arbeitslosigkeit in Genf über 6%. Das sind die Vorbilder dieses Genfers!

  • bernhard moser sagt:

    @Hiltpold Ich bin heute durch die Stadt Bern gelaufen, dort haben wir gerade Wahlkampf, das einzige Plakat an das ich mich heute Abend noch erinnere, ist das beschädigte SVP-Plakat am Bahnhof!
    Ich glaube hätte die Initiative nicht das SVP-Etikett gehabt, wäre das Ding evtl. noch deutlicher ausgegangen! Den keine andere Stadt in der CH wird Linker regiert als BERN!
    Und wenn die Städte die Führung übernehmen wollen, dann wird das die Städte auch was kosten. Da sind die Städte neuerdings aber nicht mehr dabei, weil man selber die Sozialkosten nicht mehr im griff hat.

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Selten überheblicher und dabei dummer Beitrag. Die Städter als Genies, die allerdings trotzdem blind in den Kollaps rennen, die Landeier die dummen Trottel, die nicht begriffen haben, wie grossartig unbegrenztes Wachstum (für was?) gut sein soll. Typischer FDP-Vetreter halt, der blindlings dem Mammon hinterher rennt und dabei langfrisitg eine ökologische und soziale Wüste zurücklässt.

  • Josef Marti sagt:

    Die FDP bestätigt wieder mal dass sie mit der CH nichts zu tun haben will ausser Steuerprivilegien und Profitmaximierung für ihre Klientel. Es ist eine unverfrorene verfassungsfeindliche Arroganz hier die Hillbillys bevormunden zu wollen, das ist nichts anderes als eine offene Aggression gegen den verfassungsmässigen Föderalismus. Die Hillbillys haben klar zum Ausdruck gebracht dass das Tempo der von der FDP geförderten Ausplünderung der Bürger gebremst werden muss. Pech für die urbanen Zugpferde, dass sie den NFA- und Direktzahlungsbezügern den Hahn nicht zudrehen können, ich lach mich krumm.

  • Hans Meister sagt:

    Diskrepanz zwischen der städtischen, selbstsicheren Schweiz und einer ängstlicheren, vielleicht auch zerbrechlichen Schweiz? Mich nähme es Wunder, wo die Ballungszentren gemessen an bezahlter Einkommenssteuer liegen. Dies würde aufzeigen, wo die wertschöpfenden, die schlussendlich staatstragenden (-bezahlenden) Bürger wohnen. Der nachhaltige Part davon verdient sein Geld in der Privatwirtschaft. Meine Prognose behauptet, solches befindet sich nicht in den Städten. Nichts mit Angst oder Zebrechlichkeit, sondern Aufgeklärtheit, rationelles Denken welches sich ausserhalb der Städte befindet .

    • Guido Meier sagt:

      „Meine Prognose behauptet“ das klingt so lustig wie es falsch ist.

      Fakt ist einfach, dass gemäss Finanzausgleich, das Geld in der Schweiz in den Städten verdient wird und dann via Bern aufs Land gespühlt wird (ausser Kt. Schwyz). Die Kanton, die das Geld verdienen, haben dafür hohe Mieten, viele Ausländer und viel Verkehr und trotzdem haben alle Nein gesagt zur Initiative – weil auch sie den Zusammenhang zwischen ausländischen Arbeitskraft und Wertschöpfung erkannt haben. Die fehlende Einsicht auf dem Land muss aus pädagogischer Sicht früher oder später Konsequenzen haben, sonst geht es nicht

      • Hans Meister sagt:

        Die Städte tragen zum Finanzausgleich bei weil – behaupte ich:) – dort die Firmen ansässig sind. Firmen können aber nicht abstimmen. Die Angestellten der steuerbezahlenden Firmen wohnen tendenziell nicht in den Städten. Zudem gibt es manch erfolgreiche KMU in ländlichen Gebieten. Zduem: der Kt ZH ist auch kein Stadtkanton, und Aegeri im Kanton Zug z.B. würde von Ihnen oder Herrn Hiltpold wahrscheinlich auch der ländlichen Kategorie zugeteilt. Ich halte nicht viel vom vielzitierten Land/Stadt Graben, und gar nicht viel davon, dass in den Städten erfolgreichere und intelligentere Leute leben.

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