Endlich Einstieg in eine neue Energiepolitik

Dem Bundesrat – insbesondere den Frauen – ist  ein für die Schweiz entscheidender Schritt gelungen. Nach langem Ringen entschieden sie den schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie, setzen konsequent auf erneuerbare Energien, Energieeffizienz und dafür notwendige Lenkungsmassnahmen.

Endlich – lässt sich da aus grünliberaler Sicht nur feststellen und gleichzeitig gilt es nun, alle ökologisch-politischen Kräfte zu bündeln, damit dieser geplante Weg auch erfolgreich beschritten werden kann. Da lohnt es sich auch nicht, sich gegenseitig die Lorbeeren abspenstig zu machen, wer wo all diese Forderungen zuerst gestellt hat. Solche Eitelkeiten verhindern nur ein realistisch-pragmatisches Vorgehen, um dem Bundesrat die notwendige Unterstützung geben zu können. Und vergessen wir nicht: Mit Strom lässt sich ansehnlich Geld verdienen. Auch mit AKWs mit den heutigen Rahmenbedingungen. Dass dem Bundesrat schon nach wenigen Augenblicken nach seinem Entscheid vom Economie Suisse und der Stromlobby mit harten Worten entgegengetreten wurde, lässt erahnen, mit welcher Heftigkeit die Umsetzung der bundesrätlichen Energiewende wohl noch bekämpft wird.

Ökologische Forderungen stehen nicht in Konkurrenz zur Ökonomie sondern stärken unsere Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit. Eine wachsende Gruppe von Unternehmen erkennen das heute.

Der Atomaustieg wird Raum für Innovation schaffen: Das AKW Gösgen wird im Rahmen einer Kunstaktion beleuchtet.

Der Atomausstieg wird Raum für Innovation schaffen: Das AKW Gösgen wird im Rahmen einer Kunstaktion beleuchtet.

Erfolg wird dieser neuen Energiepolitik nur beschieden sein, wenn Bundesrat, Parlament und Bevölkerung von der Notwendigkeit dieser Schritte überzeugt werden können. Da werden einerseits den National- und Ständeratswahlen im Herbst eine wichtige Rolle zukommen. Die ökologischen Kräfte müssen dringend gestärkt werden, damit den Worten auch Taten folgen können. Und andererseits muss von Wirtschaft und  Gewerbe noch stärker erkannt werden, welche volkswirtschaftlichen Chancen für sie in der neuen Energiepolitik stecken. Alte Denkmuster sind da endlich abzulegen. Ökologische Forderungen stehen nicht in Konkurrenz zur Ökonomie sondern stärken unsere Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit. Eine wachsende Gruppe von Unternehmen erkennen das heute.

Um eine gute Lenkung hin zur neuen Energiepolitik zu ermöglich, wird eine Energiebesteuerung unumgänglich sein. Die Volksinitiative «Energie- statt Mehrwertsteuer», die von den Grünliberalen lanciert wurde, gibt hier Denk- und Diskussionsanstoss. Ist eine Besteuerung von Innovation und generiertem Mehrwert, wie das heute mit der Mehrwertsteuer besteht, wirklich sinnvoll? Was wollen wir wirklich lenken mit einer Steuerabschöpfung? Ich freue mich auf diese Diskussionen.

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137 Kommentare zu «Endlich Einstieg in eine neue Energiepolitik»

  • Thomas Stäubli sagt:

    Dem sog. „Cleantech“-Verband und den sog. „grünen“ Parteien geht es nur um eines: Möglichst viel Wasser auf die eigene Mühle (Geld ins eigene Portemonaie / Wählersimmen im Herbst). Es gibt keine Alternativen, die mit 100%iger Sicherheit wirtschaftlich tragbar 40% (im Winter 60%) unserer Stromversorgung ersetzen können. Wind oder Photovoltaik können in der Schweiz nur eine marginale Rolle übernehmen, Gebäudesanierungen mit Wärmepumpen sowie Elektroautos sparen zwar Öl, steigern dafür aber die Nachfrage nach Elektrizität. Und Geothermie müsste erst mal funktionieren (Basel/Triemli gescheitert).

    • Rima sagt:

      Das können Sie noch lange sagen und vielleicht stimmt es sogar. Trotzdem ist Atomenergie das Blödeste was die Menschheit erfunden hat. Niergend auf der Welt ist der Abfall sicher, denn die Welt/Erde bewegt sich weil sie (noch) lebt. Wieso geht das nicht in eure Köpfe?

      • Thomas Stäubli sagt:

        Naja, vor ein paar Monaten war noch der sog. „Klimawandel“ das schlimmste, was der Mensch je verursacht hat. Mal sehen, woran die Welt in 5 Jahrennach „Expertenmeinung“ unterzugehen droht. Vielleicht an einer drohenden Eiszeit?!

      • Jürg Wehrlin sagt:

        Und warum liegt soviel Abfall herum der noch 98 % Energie enthält? Weil grüne Holzköpfe seit 40 Jahren verhindern, dass die weiterentwickelte Technologie auch eingesetzt werden kann.

        • F. Bringer sagt:

          Nein weil ein Brüter viel zu teuer ist. Beim Superphénix hat die kWh ganze 500 Rappen gekostet.
          Das ist etwa 50 mal so viel wie Windstrom, welcher auf keinen Treibstoff angewiesen ist.

    • Betschart Peter sagt:

      Solange der Chef von SwissRe in die laufendenn TV-Kameras sagt, sie würden keine offenen Risikos der AKW’s versichern, weil das Risiko nicht kalkulierbar sei, ist die Frage der Wirtschaftlichkeit der Atomenergie wohl kurz und bündig beantwortet. Jeder hier kann kurz auf eine Karte umschalten und dort einen 30Km-Kreis um unsere AKW’s ziehen. Das wären dann die Betroffenen die entschädigungslos auswändern würden. Und steigen sie in einen Zug oder ein Auto das durch diese Zonen in den Rest der Schweiz fährt? „La swiss nexiste plus“ hiesse dies wohl. Wer schaut nun wirklich nur für sich Herr Stäub

      • Thomas Maeder sagt:

        Herr Betschart: Fragen Sie bitte dem Chef von SwissRe, ob er die Grande Dixence gegen Dammbruch versichern will.
        (Ohne Staudämme gehören PV + Windkraft im Eimer…)

        • F. Bringer sagt:

          Natürlich versichert er den, weil sich dort der maximale Schaden gut kalkulieren lässt und keine ewig-andauernde Evakuierungszone mit einem Radius von 30 km benötigt wird.

          Apropos: Mit der obigen Fläche kann bei lediglich 15% PV-Wirkungsgrad und nur 11% Ausnutzungsgrad bereits fast 7mal so viel Strom mit der Sonne produziert werden, als was die ganze Schweiz überhaupt an Strom benötigt.

          Lieber Schweizer Arbeitsplätze statt Restrisiken.

    • Erika Diem sagt:

      Natürlich kann die Schweiz ihren Energiebedarf zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen decken, wenn man das geschickt einfädelt. Einfach mit der Sonnenenergie aus Spanien und dem Windstrom aus Norddeutschland unsere Pumpspeicherkraftwerke füllen, und den Strom in der Nacht und bei Windstille verkaufen.

      Dass die glp nun aber auf den Antiatom-Zug aufspringen ist scheinheilig: Noch vor kurzem hatten sie keine klare Position in dieser Frage. Erst seit Fukushima versucht die Partei Kapital aus dem Thema zu schlagen. Da wähl ich doch lieber das Original…

      • Casimir von Arx sagt:

        Wovon sprechen Sie, Frau Diem? Die Grünliberalen gehören zu den wenigen Parteien, die nach Fukushima ihre Position nicht plötzlich ändern mussten. Dass keine neuen AKW gebaut werden sollen, steht bereits in den Parteileitlinien aus dem Jahr 2007.

    • Widmer Patrick sagt:

      Wichtig scheint mir, dass wir mal was Neues ausprobieren und versuchen innovativ zu sein, es geht hier nicht um Grün oder Rot, es geht um unsere gemeinsame Natur, zu der wir achten sollten, sie ist unsere Lebensgrundlage für Sauerstoff und Nahrung. Es ist beängstigend mit welcher Selbstverständlichkeit wir uns dem Konsum hingeben und die Folgend aus dieses Ressourcenhunger komplett verdrängen und nicht sehen wollen. Ich gehöre keine Partei an und ich bin alles andere als Grün, aber ich habe ein bisschen Menschenverstand und bin froh, dass es Kräfte gibt, die endlich eine neue Zeit einleuten.

    • F. Bringer sagt:

      Wir haben bereits eine 100% Uran-, eine 100% Öl-, eine 100% Gas-, eine 43% Nahrungs-, eine 100% Auto-, eine 100% Mikroelektroniklücke etc.

      Es ist immer noch besser, wenn wir im Winter überschüssigen Windstrom aus der EU importieren als umweltverschmutzendes Uran aus Majak. Wir importieren bereits heute gewaltige Mengen Strom aus D, F und A und exportieren ihn nach Italien.
      Mit Europäischem Offshore Wind alleine kann bis 2030 7mal mehr Strom produziert werden, als was ganz Europa überhaupt an Strom benötigt: http://slidesha.re/5cJ2n9

      CH-Dächer können über 40% des CH-Strombedarfes decken.

  • Andreas Suter sagt:

    Der Ansatz „Energie- statt Mehrwertssteuer“ ist ein sehr interessanter Ansatz. Ihm ist dann zu folgen, wenn er wirklich staatsquotenneutral und im Bezug zum Inland ohne Ausnahmen umgesetzt wird. Jede kWh Energie – egal in welcher Form und Quelle – würde dann mit dem gleichen Wert besteuert. Und an der Grenze wird der graue Energiegehalt der importierten Güter besteuert. Gleichzeitig ist aber auch mit allen energiepolitischen Subventionen (Anschubfinanzierungen, Baubeiträge, Einspeisevergütungen, Ausnahmeregelungen) aufzuräumen. Marktverzehrungen brauchen wir nicht mehr!

    • Helveticus sagt:

      Herr Suter, ich weiss nicht, ob ein Umstieg ohne „marktverzerrende“ Massnahmen wie etwa Einspeisevergütungen machbar ist. Aber eigentlich ist mir Ihre Forderung nach Konsequenz und gesetzlicher Reinheit sympatisch. Ich kann mir jedoch schlecht vorstellen, dass es nach einer Energiebesteuerung ohne Ausnahmen in der Schweiz noch eine Papierindustrie oder Stahlwerke geben wird.

  • Ein Atomausstieg wird die Strompreise weiter ansteigen lassen und die Schweiz abhängiger vom Ausland machen. Genau das wollen die Grünen und die Grünliberalen. Sie wollen, dass wir Schweizer weniger Strom verbrauchen und abhängiger vom Ausland werden, so dass wir in die EU müssen.

    • Hans Hasler sagt:

      Entschuldigung Herr Müller, aber diese Aussage ist völliger Blödsinn. Ich glaube ja persönlich nicht, dass ein Atomaustieg ohne massiven Aussbau von Gaskraft möglich ist und halte die Aussagen von den Grünen als reine Traumtänzereien.
      Es ist aber nicht so, dass es sich bei allem in der Welt im eine Verschwörung zum EU-Beitritt der Schweiz handelt. Grüne und besonders auch Grünliberale glauben halt an die Durchführbarkeit eines Atomausstiegs ohne Schanden an der Schweizer Wirtschaft. Stimmt dies, gibt es keine EU Abhängigkeit!

      • Thomas Flückiger sagt:

        Was für eine sachliche und scheuklappenlose Beurteilung. Respekt! Das liest man mittlerweile leider sehr selten.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Das nennt man dann wohl „voll ausgebrochener Verfolgungswahn“. Ich kann Sie beruhigen: die bösen Grünen wollen eine lebenswerte Zukunft für uns und unsere Nachkommen sichern. Ist das so schwer zu begreifen? „Weniger Strom verbrauchen und abhängiger vom Ausland werden“ finde ich auch eine erstaunliche Logik von Ihnen. Das Uran haben wir ja immer in den Schweizer Alpen abgebaut, gell.

    • Jürg Wehrlin sagt:

      Hans Hasler: Sie liefern selbst das Stichwort „glauben“. Glauben heisst nicht wissen und deshalb ist die Aussage von Herrn Müller überhaupt kein Blödsinn. Die Leute sollen glauben, dass es nicht so ist. Wenn mann aber die verstreuten Indizien zusammenträgt, ist man bereits sehr nahe am Wissen, dass es um nichts anderes geht. Wir sollen gemeinsam mit dem Michel den Bach hinunter. Erst wenn die Menschen frieren und hungern, sind sie reif für die Dikdatur.

      • Hans Hasler sagt:

        Jürg Wehrlin: Einverstanden, Glauben und Realität kann schon recht weit voneinander abweichen. Aber bitte etwas differenzierter: die Grünen und Grünliberalen GLAUBEN, dass ein Atomausstieg nicht nur machbar, sondern zudem Wirtschaftsfördernd ist und zudem die Unabhängigkeit der CH-Stromversorgung fördert. Daher ist es Blödsinn zu behaupten, dass die Grünen die Wirtschaft schwächen WOLLEN oder eine EU-Abhängigkeit fördern WOLLEN. die Grünen glauben ja nicht mal dran, also können sie dies gar nicht wollen. Verstanden?!?

  • Mein „Grün“ sieht anders aus als Ihr „Grün“, Frau Diener. Seit Jahren kämpfe ich für Ökologie und Weitsicht in der Energiepolitik. Der Ausstoss von klimaschädlichen Treibhausgasen ist 2010 bedenklich gestiegen. Gemäss IEA stieg der Kohlendioxid-Ausstoss weltweit um insgesamt 1,6 auf 30,6 Gigatonnen. „Das sind die schlimmsten Nachrichten zum Thema Klima“, sagte IEA-Chefökonom Faith Bristol. Glauben Sie mir, Frau Diener, für eine schrittweise Ablösung der fossilen Brennstoffe braucht es alle drei: Energieeffizienz, erneuerbare Energie und Kernenergie. Grafik: http://www.bernerschach.ch/IEA.pdf

    • Unser CO2-Ausstoss in die Atmosphäre wächst proportional zu unserem Verbrauch von fossiler Energie. Andere Energiequellen tragen nur in dem Mass bei, wie für ihre Gewinnung und Verarbeitung heute noch fossile Energie verwendet wird. Die nicht fossilen Energiequellen gegeneinander auszuspielen, ist Unsinn. Sie haben auch gemeinsam sehr Mühe, Erdöl und Erdgas in den kommenden Jahrzehnten abzulösen. Grafik: http://www.bernerschach.ch/CO2.pdf

    • Dass wir die Türe für Neuentwicklungen offen lassen müssen, sieht offenbar auch Frau BR Leuthard. Zur Zeit forscht man in verschiedenen Ländern an völlig neuen Konzepten. Es sollen Brennstoffe verwendet werden, welche noch viele tausend Jahre zur Verfügung stehen, der Atommüll soll nur noch überblickbar kurze Zeit strahlen und eine Überhitzung mit Kernschmelze sei von der Auslegung her unmöglich. In Cadarache wird zudem im Moment der erste Energie produzierende Kernfusionsreaktor gebaut. http://www.bernerschach.ch/Kernfusion.pdf

      • Helveticus sagt:

        Wenn die Technologie ausgereift und massentauglich wäre, verstehe ich nicht, warum man in der Schweiz nicht schon längst und vor Fukushima den Ersatz der bestehenden Bastelreaktoren durch Kernfusionskraftwerke geplant hat. Weil wir so am Museumstück von Beznau hängen? Oder weil der Nervenkitzel mit den Rissen und dem katastrophenuntauglichen Kühlsystem in Mühleberg so spannend ist?

      • … und wieder einmal ihr Werbespot für die Kernfusion.
        Es ist schöne Theorie dies auf der Erde zu bauen. Deshalb wird schon seit Jahrzehnten daran geforscht. Es wurden auch schon dutzende Milliarden staatliche Forschungsgelder investiert. Man kann mit den Abfallprodukten aus Kerfusion auch sehr schön Atomwaffen pimpen.
        Nur etwas will einfach nicht gelingen; nutzbare Energie zu gewinnen.
        Warum nur habe sie sich auf etwas versteift, dass erst in ferner Zukunft mal funktioniert.Wir haben einen Fusionsreaktor, der ein Vielfaches an Energie abgibt, wir müssen ihn nur aufsammeln. Er heisst Sonne!

      • @Peter Müller: Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Aus meiner Sicht ist die Kernfusion ein langfristiges Projekt. Auch wenn gemäss den Experten noch vor der Jahrhundertmitte ein Strom produzierender Prototyp in Betrieb kommt, wird der Nutzen für unsere Energieversorgung erst in der zweiten Jahrhunderthälfte spürbar. Erst im kommenden Jahrhundert wird die Kernfusion schrittweise eine grosse Bedeutung erhalten. Hier meine zur Zeit noch sehr gewagten Voraussagen zur Energiezukunft: http://www.bernerschach.ch/Gesamtenergie.pdf http://www.bernerschach.ch/Erneuerbare.pdf http://www.bernerschach.ch/Kernenergie.pdf

      • @Peter Müller: Ich bin nach wie vor für eine starke Förderung der erneuerbaren Energien, so auch der Photovoltaik und der Solarthermie. Menschen wie Sie, Herr Müller, sollen die Gelegenheit haben zu beweisen, dass unsere Energieversorgung mit Solarenergie langfristig weitgehend abgedeckt werden kann. Es würde mich sehr freuen, wenn die fossilen Energiequellen schrittweise durch Solarenergie abgelöst werden könnten. Doch heute sind wir noch derart weit davon entfernt, dass es unverantwortlich wäre, auf irgend eine der nicht fossilen Energien bereits zu verzichten.

        • Beat sagt:

          Ich sehe diesen Weg (BR) als sehr Risikoarm. Angenommen er wird weiterverfolgt ist zuerst lediglich die Leistung eines Reaktors vom Typ Beznau oder Mühleberg zu ersetzen. Bereits für diesen Schritt sind einige Jahre geplant, wenn auch einige Jahre weniger als der Ersatz durch ein neues AKW. Wenn es nun in dieser Zeit nicht vollständig klappt, kann die Abschaltung des betreffenden Werkes noch 2-3 Jahre verzögert werden. Dasselbe gilt dann für die letzten 2 Werke deren Ersatz dann schon schwieriger ist, wegen der Grösse. Diese könnten aber auch etwas besser gestaffelt weden. Z.B 5 Jahre dazu.

  • Rolf Raess sagt:

    Wehklagen bei den Bürgerlichen, welche die Schweiz noch 100 Jahre gefährden wollten. Die Blocher-Partei will den Ausstieg sabotieren…Dabei rufe ich in Erinnerung: Wer hat die Alternativen Energien in den letzten 30 Jahren bekämpft, sabotiert und verlacht (AXPO im +TV mit bezahltem exFussballer): das Atomlobby und die SVP, FDP, CVP. Die sind für die Misere verantwortlich, sie haben sogar das passive Energiesparen Jahrzehnte verschleppt (Häuser-Isolationen),wo 60% der importierten Energie „verheizt“ wird, mit entsprechendem CO2 Ausstoss. Die SVP war auch gegen die Katalysatoren…vergessen?

  • M. Bättiger sagt:

    Zuerst hiess es, man müsse weg vom Öl kommen und verteuerte dieses, um den Umstieg voranzutreiben. Dann habe ich eine Wärmepumpe in meinem Gebäude eingebaut (für zehntausende von Franken). Nun also findet der Bund, nein, wir müssen Strom sparen und man rechnet mit einer massiven Verteuerung desselben. Eine kohärente Politik sehe ich da nicht. Leider kann man nicht alles haben: weniger Öl, weniger CO2, keinen Atomstrom, mehr Biodiversität, verringerter Lärm. Alles geht halt in Gottes Namen nicht.

    • D. Wismer sagt:

      Das ist sehr gut, dass Sie eine Wärmepumpe installiert haben.
      Nun machen Sie den nächsten Schritt: Rechnen Sie aus, wie viel Strom Ihre Wärmepumpe benötigt und installieren Sie die dafür nötigen m2 Photovoltaik-Zellen auf Ihr Dach.
      Dabei haben Sie noch ein wenig Zeit, denn die AKWs werden nicht heute Abend abgestellt, aber die Sonnenzellen werden jedes Jahr über 10% billiger.

      • M. Bättiger sagt:

        Dazu fehlt mir schlicht und einfach das Geld. Es ist ja schön, wenn man auf dem Reispapier ausrechnet, was man alles haben sollte (Wärmepumpe, Solaranlage, immer die energieärmsten Elektorgeräte, Elektroauto etc.) – nur bezahlen muss man es dann auch. Die Wärmepumpe kostete mich übrigens fast 55’000 Franken. Einen weiteren Kraftakt (Solaranlaoge für 35’000-45’000 Franken) ist für mich schlicht und einfach nicht mehr finanzierbar (PS: die Beiträge des Bundes sind minimalst). Und vielel Leute können sich wohl nicht einmal eine Wärmepumpe leisten wie ich.

        • F. Bringer sagt:

          In Deutschland werden mittlerweile komplette Photovoltaik-Anlagen mit über 30 Jahre Lebensdauer für gut €10’000 angeboten:
          http://bit.ly/ldwdFc

          Das Parlament soll endlich die KEV entdeckeln, statt das Strommonopol schützen.
          Deutschland hat keinen Deckel und Bayern produziert bereits 8% seines Strombedarfes mit den Dächern.

          • Beat sagt:

            Naja, bei dem Ansturm wäre eine vollständige Entdeckelung wohl ruinös. Wenn ich recht verstanden habe hat Italien z.B. gerade wieder eine Begrenzung eingeführt aus genau dem Grund. Aber bereits bei einer Erweiterung der KEV um schätzungsweise Faktor 20 gegenüber heute könnte vermutlich der grösste Teil der Investitionswilligen in den Genuss dieser Vergünstigung kommen. Und die Ausgaben bleiben budgteierbar. Wir würden dann ca. 100MWp/J zubauen, korrekt? Dabei würde mich interessieren wieviel diese Leistung pro Jahr kosten würde.

          • F. Bringer sagt:

            Wenn man den Deckel weg lässt kann man den Zubau über die Vergütung regeln.

            In D ist die Vergütung für grosse Photovoltaik inzwischen tiefer als der Haushaltsstrompreis. Das reduziert nicht nur die Kosten sondern auch den Zubau, weil sich die Rendite für den Betreiber der Photovoltaik-Anlage reduziert.

            Angenommen man vergütet PV-Anlagen für 30 Rappen / kWh und es werden 100 MWp pro Jahr verbaut, dann sind das nur 0.03 Milliarden.

            Die CH kann sich wesentlich mehr leisten. Man vergleiche 0.03 Milliarden mit Schweizer Arbeitsplätzen mit den 40 Milliarden für ausländische Ramschpapiere.

  • Sugi sagt:

    Frau Diener: Für die „Schweiz“ ein Riesen-Gewinn!
    Von wem sprechen Sie denn hier? Sind die Gewinner
    die Hochfinanz und die untersten Einkommen, denen
    gegeben wird? Die grössten Verlierer ist der Mittel-
    stand. Ich habe 70 000.- Fr in die Hand genommen und
    auf mein Dach eine Fotovoltaikanlage gesetzt und bin auf
    einer Warteliste. Bevor diesbezüglich nicht etwas in Rollen
    kommt, bin ich 200% für Atomstrom!
    Was wird da nicht alles gelafert für nicht einmal 1% erneuer-
    baren Energien! Ich mag nichts mehr hören von pragmatischem
    Vorgehen, Energieeffizienz und dann Gaswerke aufstellen!!!

    • F. Bringer sagt:

      Ein neues, ausländisches AKW kostet inzwischen über 12 Mia Franken: bit.ly/JvyQ1
      Mit 12 Mia Franken lassen sich Schweizer Photovoltaik Module mit Schweizer Arbeitsplätzen und einer Leistung von knapp 19 GW finanzieren (Mühleberg hat weniger als 0.4 GW). bit.ly/9AJKIh

      PV entlastet zudem Speicherkraftwerke und die lokalen Netze und muss während der Nacht nicht mit Verlust die Berge hinauf gepumpt werden und benötigt kein ausländisches Uran und keine teuren Endlager und kein Kühlwasser und birgt keine Restrisiken und weist keine hohen Rückbaukosten auf: http://bit.ly/evqo5n

      • Beat sagt:

        Hr. Bringer Sie tischen wieder ihre unrealistischen Luftschlösser auf und beschädigen so die Glaubwürdigkeit der PV – Befürworter. Auch mit den modernsten Anlagen die noch nicht in genügender Menge hergestellt wurden können PV – Module zu DEN Traumpreisen nicht in der Menge hergestellt werden die wir (incl. Installation) benötigen, Bayern als starker Markt hat eine zu hohe Nachfrage. Die saugen den Markt leer. Dazu suggerieren Sie mit 19/0.4 GW ein Verhältnis von dem Sie genau wissen dass es nciht stimmt. Die Produktion rund ums Jahr zählt. Dazu passen die 12 Mia nicht zu AKW’s von 0.4 GW.

        • F. Bringer sagt:

          Tatsächlich können die Photovoltaik Fabriken bei weitem nicht ausgelastet werden, weil die Nachfrage trotz Fukushima nicht genügend hoch ist.
          Die maximale PV-Produktionskapazität beträgt bereits in diesem Jahr 67 GW – mehr als doppelt so viel wie in diesem Jahr überhaupt abgesetzt werden kann: http://bit.ly/e90ryU
          Bayern wird von den 67 GW gerade mal 2 GW installieren!

          Oerlikon Solar könnte zudem wesentlich mehr PV-Fabriken aufbauen und hat erst eine komplette Fabrik verkauft:
          http://bit.ly/khCQZK
          Wegen der momentan hohen Produktionskapazität haben es PV-Fabrik-Anbieter momentan schwierig.

        • F. Bringer sagt:

          Übrigens das AKW Mühleberg produziert auch im Jahr nur 3 TWh. Während mit 19 GW Photovoltaik rund 19 TWh pro Jahr produziert werden!

    • Verbraucher sagt:

      mit 8300 lüt ufe de warteliste.. merci

      http://www.swissolar.ch/de/strom-von-der-sonne/foerderung/

  • M. Bättiger sagt:

    Der Plan wird kolossal scheitern, genauso wie alle anderen Einschätzungen des Bundesrates, die sich ins Gegenteil verkehrten (Einwanderung, Schengen, Kosten NEAT, Cassis-de-Dijon-Prinzip). 40% unseres Strommixes besteht aus Atomstrom. Doch wir müssen nicht nur 40% des Stromes ersetzen, sondern wohl 60%. Alleine unsere Bevölkerung wird nach bundesrätlicher Erwartung um 25% auf ca. 10 Mio steigen. Man stelle sich vor, was dies für den Stromverbrauch des Landes bedeutet. Man will Öl durch Elektroautos, Wärmepumpen ersetzen. Die Gesellschaft kanz allgemein braucht immer mehr Strom.

    • F. Bringer sagt:

      Wenn die jetzigen fossilen Heizungen durch Blockheizkraftwerke und effiziente Wärmepumpen ersetzt werden, kann fast doppelt so viel Strom produziert werden, wie die 3 alten AKWs liefern und gleichzeitig der fossile Brennstoffverbrauch trotzdem noch um 20% reduziert werden:
      (Wir verbrennen gemäss BFE 143% soviel Brennstoffe wie wir elektrische Energie verbrauchen.
      80%*50%*143%*(48.7%*420%+42%) =141% Wärmeenergie.
      80%*50%*143%*48.7% = 27.8% elektrische Energie.
      Die 3 alten liefern lediglich 14% elektrische Energie.)

      Schweizer Arbeitsplätze statt eine Erhöhung der Abhängigkeit mit Restrisiken.

      • M. Bättiger sagt:

        Ich habe meine Ölheizung durch eine Wärmepumpe ersetzt! Der Kostenaufwand war immens (und ich werde in Zukunft wohl auch gestraft durch massive Strommehrkosten). Was Sie hier fordern tönt nett, ist aber schlicht und einfach nicht finanzierbar (Ihr Vorschlag kostet nähmlich!). Durch das Bevölkerungswachstum und den damit einhergehenden Strommehrverbrauch können wir diese 3 „eingesparten AKWs“ dann gleich wieder ans Netz lassen.

        • F. Bringer sagt:

          Tatsächlich sind Blockheizkraftwerke mit Schweizer Arbeitsplätzen wesentlich günstiger als neue, teure, ausländische AKWs, welche unsere Abhängigkeit von 100% importierten Uran unnötig erhöhen.

          Deshalb hat die Welt alleine 2008 die Kraftwärmekopplungs-Leistung von über 200 AKW Mühlebergs in einem einzigen Jahr ans Netz geschlossen, während gleichzeitig trotz gewaltigen Subventionen kein einziges neues AKW ans Netz geschlossen worden ist: http://bit.ly/mumBM3

          Im übrigen können zukünftig nicht alle von der Fürsorge oder der Tiefsteuerverwaltung leben – ein paar müssen auch noch arbeiten.

          • Beat sagt:

            Ich habe jetzt schon vermehrt den Vergleich der Abhängigkeit vom Ausland von Strom und/oder Erdöl und/oder Uran und/oder AKW-Technologie gelesen. Diese Aussagen sind nciht hilfreich weil es sich um eine ganz andere Situation handelt. Während Uran vergleichsweise gut gelagert werden kann, ist die Abhängigkeit beim Erdöl eine des täglichen Bedarfs. Die Energiedichte ist zu gering für grössere Vorräte. Die Bedeutung wurde z.B. in der Ukraine mit Gas gezeigt. Wir haben zum Glück gute Beziehungen mit Nachbarn, vernachlässigen würde ich das aber nciht.

          • F. Bringer sagt:

            Nochmals:
            Durch den Ersatz der bestehenden fossilen Heizungen durch Blockheizkraftwerke und Wärmepumpen mit Schweizer Arbeitsplätzen, REDUZIERT sich der fossile Brennstoffverbrauch um über 50%.

            Das heisst wir müssen WENIGER Öl und Gas importieren.

            Und mal abgesehen davon, dass die Schweiz über grosse Tanklager verfügt: Selbstverständlich lassen sich Flugzeuge, Lastwagen und Autos kaum mit Uran betreiben.

  • M. Bättiger sagt:

    Dass der Ausstieg planlos erfolgte, zeigt auch die Kostenerwartung. Man spricht dann von 4 Milliarden, dann wieder von 6 Milliarden nur schon fürs Netz, dann von 15% dann von 150%. Dann einmal von 5Fr. pro Haushalt und Jahr, dann von 150 Franken Mehrkosten pro Monat und Person. Und sollte man das Ziel des Atomausstieges tatsächlich erreichen, dann gibt es noch 150 weitere AKWs in Europa – u.a. dicht an unserer Landesgrenze. Ob wohl bei einem Unfall die Strahlung einfach an der Grenze halt macht. Der Ausstieg ist illusorisch. Schweden hat ihn schon 1980 beschlossen – Erfolglos.

    • Helveticus sagt:

      Gähn, Herr Bättiger. Ihre Erbsenzählerei ist so langweilig wie irrelevant. Dass das rasch durchgerechnete Ausstiegszenario, das erst in Jahrzehnten umgesetzt wird, Unwägbarkeiten enthält, ist wohl klar. Ebenso klar ist, dass die Schrottreaktoren der Schweiz nicht unendlich lange laufen können, obwohl sie die Bewilligung dazu haben. Auch klar ist, dass neue potentielle Auslöser einer Weltendämmerung à la Fukushima hierzulande keine Chance haben, so sehr Sie sich das wünschen mögen. Und schliesslich ist klar, dass die Kernfusion als Alternative auf absehbare Zeit nicht zur Verfügung steht.

  • Holger Ohnmacht sagt:

    Die Stossrichtung begrüsse ich sehr, leider ist es aber nicht mehr als eine Absichtserklärung, die noch viel politisches Hick-Hack nach sich ziehen wird. Ich frage mich, ob die diametralen Interessen der Parteien überhaupt einen Konsens zulassen werden. Die Vorsteherin des UVEK hat das ganze in der Sonntagspresse ja schon wieder relativiert. Am schnellsten kommen wir vorwärts, wenn das Volk an der Urne die Marschrichtung bestimmen kann. So etwas wichtiges darf man nicht einem Milizparlament überlassen, denn die Politiker haben mehrfach bewiesen, dass sie nicht die Meinung des Volks vertreten.

  • Warum gibts nirgends eine Kostenwahrheit? Egal welchen Weg wir gehen, teuer wird es sowieso! Entweder wir investieren in den neue Technologien oder wir zahlen für immer mehr für Rückbau/Endlagerung der Atomabfälle. Das gesparte Geld der AKW Betreiber reicht bei weitem nicht aus, denn der Rückbau verschlingt Milliarden.

    Am Schluss zahlt es der Steuerzahler (wie in Deutschland) oder die Strompreise steigen dann später, damit der Rückbau gemacht werden kann. Je früher wie ausseigen, desto billiger wird’s. Das Ganze ist typisch für unserer „Buy now, pay later“ Mentalität!

  • PlainCitizen sagt:

    Wenn ich das Wort Lenkung lese, dann denke ich Hybris – Hochmut der hochmoralischen Besserwisser, die besser wissen als der Bürger, was für ihn gut ist. So wie es bisher der Papst wusste, oder Ayatollah Khomeini.

  • Jack Hugentobler sagt:

    Grüne und Cleantech, lässt einmal Eure Wirtschaftsvertreter ind Ingenieure sprechen! Sofern Ihr solche habt, die nicht nur ihr Image ein wenig mit Oeko aufpolieren möchten.Ihr habt viel mit Anlageberatern gemeinsam, die gerne heisse Tips abgeben, selbst aber nicht investieren. Momentan scheint es, dass Theologen die besten Voraussetzungen für die Atom-Diskussion haben.

  • Berchtold Moser sagt:

    Nach den Statements der letzten Tage (Alpiq-Chef: ‚Jetzt braucht es 8 Gaskraftwerke.‘) ist klar: Die Stromindustrie muss von der Politik umgebaut werden, sonst ändert nichts und der Strom wird vor lauter Moratorien wirklich knapp. Sämtliche EWs sind zu 100% zu privatisieren und wie die Bahn mit Versorgungsverpflichtungen zu konzessionieren. Swissgrid gehört in die Hände des Staats und soll gemäss den politischen Zielen aus- und umgebaut werden. Der Atomstrom ist endlich mit realistischeren Versicherungssummen und Entsorgungsrückstellungen zu belasten.

  • Kritiki sagt:

    Bevor die Kosten nicht auf Heller und Pfennig ausgerechnet sind und von allen Seiten als seriös befunden wurden will ich von der Grünen und Linken Zwängerei nichts wissen. Ich lasse mich nicht wieder melken. Am Schluss erklären uns dann die Grünen „Da müssen wir halt eben durch“ ! Einen Ausstieg der echt berechenbar ist darf sicher ins Auge gefasst werden aber so sicher nicht!

  • Urs Wälchli sagt:

    Strom aus Fossilen Brennstoffen, wie sie in Kohle oder Gaskraftwerken verwendet werden sind wegen dem Co2 Ausstoss und der damit vebundenen Klimaerwärmung viel gefährlicher als AKW’s. Schauen wir in ein paar Jahren wieviele zig Tausend oder Millionen von Menschen sterben werden, wegen der durch AKW Gegner verusachten Klimaerwärmung. Fossile Brennstoffe sind keine Alternative, sondern Selbstmord!

  • Bosshart B sagt:

    LenkungsSteuer heisst ZwangsAbgabe (diskrete Enteignung) und Delegation der Selbstverantwortung an Hoheitlichkeitl. Planwirtschaft (erinner: DDR). Und was läuft seit dem Wochenende? Erneut ‚Geothermie-Bohrungen, Geld bitte, bitte“. Nach den Debackel Basel (Erdbeben 51 Wochen lang) und Zürich (in den Sand gebohrt) sind die Interessen-Lobbisten / Geld an sich reissenden erneut dran, weiter zu ‚bohren‘. Neue Erdbeben? können auch Risse in Staumauern erzeugen! Diese brechen, alles tsunamiartig überfluten, wegschwemmen. Aber wieso verbietet man mir & andern Solarzellen, Wärmepumpen? GeldLenkKratie?

  • Walter Kuhn sagt:

    Die Preiselastizität von Energie ist langfristig circa -0,6. Das bedeutet, dass der Ersatz der Mehrwertsteuer durch eine CO2-Steuer mengenmässig gut wirken würde. Ausserdem entfiele die beschäftigungspolitisch grundfalsche Bestrafung des Konsums von Waren und Dienstleistungen durch die MwSt., der als solcher nicht schädlich ist.
    Wenn man von der Hysterie, die der Tsunami ausgelöst hat, herunterkommt, dann ist unser Energiemix mit hohem Anteil Atomstrom eher eine Chance als ein Fluch.
    Worin kaum ein Politiker ehrlich ist: Energie muss und wird massiv teurer werden, und Verschwendung ist out.

  • Meine Meinung sagt:

    Co2 ist das dringendere Problem als AKWs abzuschalten!! Jedes MW das wir aufwenden um abgeschaltete AKWs zu kompensieren ist ein MW welches wir nicht in die Co2 reduktion investieren!!

    • F. Bringer sagt:

      1. Werden die AKWs überhaupt nicht sofort abgeschaltet.

      2. Gibt es wesentlich schnellere und günstigere CO2 Reduktionsoptionen als neue, teure, ausländische AKWs.
      http://bit.ly/lIgwYL , http://bit.ly/j8HaIB

      3. Liefert Atomenergie lediglich 9% des Schweizer Energiebedarfs und es gibt noch viel CO2-Reduktionspotential im restlichen Energiekonsum.

      4. Die gleichen Parlamentarier welche nach neuen AKWs schreien sind ironischerweise auch die Gleichen, welche jegliche CO2-Abgaben blockieren.

  • F. Bringer sagt:

    Die CH baut keine Reaktoren, betreibt keine Anreicherungsanlagen, keine Wiederaufbereitungsanlagen und keine Uranminen.

    Trotz gewaltigen Subventionen hat Atomenergie (welche weniger als 3% des Weltenergiebedarfs deckt) in den letzten 10 Jahren gegen 30% Marktanteile verloren.
    Weil neuer Atomstrom zu teuer ist, wurde 2009 in einem einzigen Jahr 80 GW (200mal AKW Mühleberg) erneuerbare Leistung installiert, während die weltweit installierte AKW-Leistung sogar abgenommen hat: http://bit.ly/cF5ezk

    Effizienz und erneuerbare Energien mit CH-Arbeitsplätzen ohne Restrisiken sind schneller verbaut.

    • Rolf Bombach sagt:

      Diese 80 GW Neuinstallation ist leider eine Fantasiezahl. Richtig gerechnet ist viel mehr als die Hälfte davon auf die Inbetriebnahme des Chinesischen Monster-Wasserkraftwerks zurückzuführen. Der Rest bezieht sich auf die berüchtigten GW_peak, welche man für die effektive Leistung durch rund 10 dividieren muss. Da der Stromverbrauch schneller zunimmt als die Produktion von PV etwa, sind dessen eindrücklichen prozentualen Steigerungen nicht wirklich nützlich.

      • F. Bringer sagt:

        Falsch.

        1. Sind in den 80 GW lediglich 31 GW Wasserkraft.

        2. Hat China 2009 zudem noch 29 GW Solarthermie-Anlagen (die sind nicht in den 80 GW enthalten) und 2010 bereits knapp 19 GW Windleistung installiert: http://bit.ly/eX1QUj (Es ist günstiger Brauchwasser auf dem Dach zu erwärmen als mit neuem, teurem Atomstrom im Keller).

        3. Wurde der Drei-Schluchtendamm schon 2008 in Betrieb genommen und ist in den 80 GW nicht enthalten.

        4. Von wegen 10% Ausnutzungsgrad: Biomasse, Kleinwasserkraft und Geothermie haben einen sehr hohen Ausnutzungsgrad und Wind liegt zwischen 20-40%.

        • Gigawatt-Leistungen verschiedener Stromerzeuger miteinander vergleichen, ist so ziemlich das Dümmste, was man in der Energie-Debatte tun kann. Die geleisteten Kilowatt-Stunden je Jahr sind von Bedeutung. Zudem haben wir im Sommer einen Stromüberschuss. Die Stromlücke ist durch die Unterversorgung im Winterhalbjahr bestimmt. Seit vielen Jahren können wir im Winterhalbjahr unseren Strombedarf nicht mehr durch einheimische Produktion abdecken. Strom im Winter ist für uns wesentlich wertvoller als im Sommer. Leider hilft da die Photovoltaik schlecht.

          • F. Bringer sagt:

            Deshalb habe ich auch den Ausnutzungsgrad angegeben.

            Dieses Autark-Gejammere kann man leider wenig ernst nehmen, solange wir eine 100% Uranlücke, eine 100% Öllücke, eine 100% Gasllücke, eine 43% Nahrungslücke, eine 100% Autolücke, eine 100% Mikroelektroniklücke etc. haben.

            Aber stimmt schon: Relevant sind die kWh pro Jahr und aufgrund diesen liefert die Atomenergie weniger als 3% des Weltenergiebedarfs (2600 TWh Atomstrom vs. 107’000 TWh Weltenergiebedarf) das obwohl die ausländischen Uranminen nur gerade 70% des Uranbedarfs produzieren: http://arxiv.org/abs/0908.0627

          • F. Bringer sagt:

            Photovoltaik schafft übrigens nicht nur Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Schweiz (im Gegensatz zu neuen, ausl. Reaktoren). Sie braucht auch kein ausländisches Uran und kein Kühlwasser und reduziert die Übertragungsverluste und muss während der Nacht nicht unnötig verpumpt werden.

            Und mal abgesehen davon, dass Photovoltaik auch im Winter Strom produziert und die Schweiz eine gewaltige max. Speicherkapazität von 8765 GWh hat: Die Speicherseen sind momentan nur zu 17% gefüllt: http://bit.ly/jrqDao
            Da käme Photvoltaikstrom von Schweizer Dächern im Frühling und Sommer gerade richtig.

          • Beat sagt:

            @ Bringer: Sehr inkonsequent. Andernorts behaupten Sie dass der Solarstrom nciht „unnötig verpumpt“ werden müsse, wie Sie das dem nächtlichen Atomstrom unterstellen. Dabei sorgt dieser für den Tag / Nacht Ausgleich, während Sie jetzt plötzlich einen saisonalen Ausgleich für Solarstrom propagieren. Die Energie der Speicherseen reicht nirgends hin für diese Aufgabe da der weitaus grösste Teil davon sich nciht als Pumpspeicher oder saisonalen Speicher eignet. Die Unterwasser – Speicherbecken sind zu klein und der grösste Teil der Speicher wird für die Wasserkraft- Stromproduktion gebraucht

          • F. Bringer sagt:

            Bitte nicht lügen.
            Wenn CH Photovoltaik-Anlagen im Schnitt gleich viel liefern sollen, wie die 3 alten AKWs (8.8 TWh), dann sind dazu rund 9 GW PV-Leistung notwendig, welche im Schnitt 1 GW produzieren und so diese 8.8 TWh in einem Jahr erreichen.

            Die einzige Möglichkeit, dass diese 9 GW PV-Leistung am Tag 0 GW ins Netz speisen, ist während einer höchst seltenen 100% Sonnenfinsternis. Eine PV-Anlage produziert tatsächlich jeden Tag Strom – auch im Winter.

            Die Schweiz hat eine maximale Speicherkapazität von 8765 GWh. Das reicht um im Schnitt 1 GW während einem ganzen Jahr zu generieren!

        • F. Bringer sagt:

          Er hat im wesentlichen festgestellt, dass die Uranproduktion den Bedarf nicht deckt, obwohl die Atomenergie weniger als 3% des Weltenergiebedarfs deckt.
          An dieser Tatsache hat sich überhaupt nichts geändert, auch wenn die Uranproduktion von 2009 auf 2010 um ein paar Prozentpunkte gestiegen ist.

  • Betschart Peter sagt:

    Da predigen unsere Eliteschulen sein Jahren das vernetzte Denken und dann diese Stellungsnahmen unserer Energieeliten. Aktuelles Beispiel: Solaranlage für Warmwasser an Stelle Elektroboiler=-3500 KW/h Strom ohne Komforteinbusse. Wenn Gas an Stelle von Gasheizungen in Kombikraftwerken zu Wärme und Strom genutzt wird, haben wir nicht mehr, sondern weniger Verbrauch. Ganz zu schweigen, dass anscheinend niehmand interessiert etwas aus dem Gas der Gülle unserer Bauern zu machen. Gäbe aber ein riesiges Potential an ökologischen Gas und für die Bauern ein Zusatzeinkommen. Beispiele gäbe es noch xfach..

  • Kunz Walter sagt:

    Allerdings erst wenn auch einmal entsprechend gehandelt wird.

  • Chappuis Jean-François sagt:

    Cete nouvelle politique énergétique du Conseil Fédéral n’est pas crédible dans le temps.
    Il vient de céder aux clichés de l’émotionnel, afin de faire des „courbettes“ à tous ceux qui s’opposent à l’énergie nucléaire depuis des lustres et ne proposent pourtant rien en contre-partie!
    Assurez l’approvisionnement énergétique de notre pays est le devoir du Conseil Fédéral.
    Asssez parlé… Au boulot…

  • Thomas Allmendinger sagt:

    Die vier Ziele: 1. Ausstieg aus der Kernenergie 2. Reduktion oder wenigstens Konstanthaltung des Stromverbrauchs 3. Reduktion des Verbrauchs an fossilen Energien 4. Wirtschaftswachstum im bisherigen Stil
    sind nicht miteinander vereinbar, jedenfalls aus heutiger Sicht nicht und nicht ohne Weiteres. Jedenfalls sind die bisherigen Zielsetzungen innerhalb der letzten zehn Jahre – nämlich Konstanthaltung des Stromverbrauchs und Reduktion des Verbrauchs an fossilen Energien – weit verfehlt worden: Der erstere ist angestiegen, der letztere gleich geblieben – wenn man den Statistiken glauben darf.

    • F. Bringer sagt:

      Mein Haushalt verbraucht über 80% weniger Strom pro Person wie der Durchschnitt.
      Die meisten sind sich schlicht nicht bewusst, was man mit effizienten Geräten, Beleuchtungen, Steckerleisten etc. alles erreichen kann.

      Wenn die Energie stärker besteuert würde, würden sich auch mehr Leute ausnahmsweise Gedanken bezüglich Energieeinsparungen machen – wie sie das jetzt bezüglich den Einkommenssteuereinsparungen jedes Jahr auch tun.

      • Beat sagt:

        80% des Stromverbrauchs meines Haushalts verbraucht vermutlich der Boiler. Leider habe ich als Mieter darauf wohl keinen sehr grossen Einfluss.

        • F. Bringer sagt:

          Mit Sparbrause und effizientem Wassereinsatz schon. Ausserdem muss man ja nicht wie Beat jeden Tag ein warmes Bad nehmen – manchmal reicht auch eine Dusche.

          Und als Wähler haben auch Mieter Einfluss in dem sie beispielsweise Parlamentarier wählen, welche sich für Rahmenbedingungen einsetzen, welche Anreize für Gebäudesanierungen mit Schweizer Arbeitsplätzen schaffen.

  • oscar biedermann sagt:

    träumt weiter.der plötzlich schnelle ausstieg aus der atomkraft war eine emotionale entscheidung.schlecht durchdacht und finanziell schlecht gerechnet.wie immer beim bundesrat kostet es nachher das 5-fache.ich bin für den ausstieg.ein KKW schliessen ,wenn der dort erzeugte strom durch zb.ein gas-oder kohlekraftwerk,oder durch windkraftwerke oder durch solarstrom ersetz bar ist.das heist zuerst die neue energiequelle aufbauen und ans netz anschliwessen ,dann ein KKW vom netz nehmen.

    • Franz sagt:

      Ach, wie soll das funktionieren? In 1-2 Jahren soviele PV installieren u. erst nach dieser Zeit einschalten?
      Nee, das muß fließend funktionieren. Deshalb muß EE richtig gefördert werden anstatt aus emotionalen Gründen an der alten risikoreichen Atomkraft festzuhalten.

    • Andy Dreyer sagt:

      Bin der selben Meinung. Wenn die Leistung der alten AKW’s durch andere Energiequellen ersetzt werden kann, sollen sie vom Netz. Aber nur dann. Es darf auch etwas mehr kosten, aber nicht zuviel. Wir sollten uns bewusst sein, dass der Energieverbrauch stetig steigen wird. Zu glauben, dass wir alle jetzt anfangen Strom zu sparen, nur um die AKW’s abschalten zu können, ist ziemlich naiv. Es muss eine Politik verfolgt werden die uns langfristig mehr saubere Energie zu akzeptablen Kosten verschafft. Wenn neue und sichere AKW Technologien dazu beitragen können, umso besser. AKW option offenhalten!

      • Helveticus sagt:

        AKW-Option offen lassen hiesse de facto Mühleberg und Beznau laufen so lange bis sie uns um die Ohren fliegen (…trittst im Stahlenmeer daher). Ich habe Kinder, deswegen sage ich AKW nein danke. Einfach eine Parallelinfrastruktur aufzubauen und den Hebel erst umzulegen, wenn alles steht und schon wieder zu rosten anfängt, ist m. E. ein schlechte Idee, weil wir durch einen kontinuierlichen Umbau Lerneffekte in Produktion, Montage und Verteilung erzielen könnten und alternative Energie so günstiger würde. Am wichtigesten für uns ist diesbezüglich aber, was in Deutschland passiert.

  • K. Kunz sagt:

    Gerüchteweise hört man, dass unsere Energiministerin, die Anschaffung neuer Flugzeuge verbieten will und die bestehende Flotte soll, innert 10 Jahren, am Boden bleiben. Reisen könne man mit Bahn oder Schiff, selbst nach USA. Betrieben würden diese Beförderungsmittel mit Strom, erzeugt aus „erneuerbarer Energie.. Dies sei etwas umständlicher, doch würde damit gleichzeitig der heutigen Hektik entgegengetreten.
    Begründet abet sie diesen Schritt so Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Flugzeug gekappert und auf Zürich abstürze, sei viel grösser, als der GAU eines AKW. Ihr Entschluss konsequent

  • Beat Stöckli sagt:

    Vielen Dank für Ihre klaren Worte, Frau Diener!
    Ihr Vorhaben, eine zukünftige Energiesteuer gegen die bereits bestehende Mehrwertsteuer auszuspielen, zeugt jedoch von wenig fiskalischem Sachverstand und wird Ihre noch junge Partei mit Sicherheit in die Sackgasse führen.

    Damit ein Unternehmen Mehrwert erwirtschaften kann, ist es auf eine Vielzahl von infrastrukturellen Angeboten wie Strassen- Strom- und Kommunikationsnetze, in Hoch- und Fachschulen geschultes Personal etc. angewiesen. Diese werden vom Staat zur Verfügung gestellt und müssen in Form der MWSt. abgegolten werden.

  • Karl Linder sagt:

    Vielleicht ist die Schweiz nicht das Idealste Land für Photovoltaik und Windenergie. Man muss – ganz im Sinne der Effizienz – die alternativen Energieformen dort lancieren, wo es am Meisten herbringt. Windenergie in der Nord- und Ostsee, Sonnenenergie in Spanien/Italien. Bei intelligenter Politik werden die Investitionen in diese Formen automatisch dorthin fliessen, wo die Gewinn aussichten am Grössten sind. Logischerweise benötigt diese Technologie noch eine Anschubfinanzierung. Aber mal ehrlich: Wieviel Anschubfinanzierung (inkl. Entsorung) haben die AKWs vom Staat über Jahrzehnte erhalten?

    • Beat sagt:

      Ich bin der Meinung dass die externalisierung von PV – Stromerzeugung nur Sinn machen würde, wenn der Vorteil der Sonnenscheindauer die Übertragungsverluste und – Kosten wettmachen würde. Daran glaube ich nicht. Der grösste Vorteil der PV ist dessen Fähigkeit lokal zu produzieren, d.h. da wo der Verbraucher ist. Wir müssen nur bereit sein die Verwendung / Überschussverwaltung sauber zu vernetzen. Und realistische Grenzen dieser Energieform akzeptieren lernen. Die Schweiz eigent sich schon für PV, für Wind weniger, da haben Sie wohl recht.

    • F. Bringer sagt:

      Bayern mit weniger Sonne als die CH produziert bereits heute mehr als doppelt so viel Strom mit Photovoltaik als das AKW Mühleberg liefert. (Das ergibt sich aus der Ende 2010 installierten PV-Leistung in Bayern: bit.ly/gLarad , bit.ly/gp0x1x )

      Das Hauptproblem ist, dass die CH im Gegensatz zu D erneuerbare Kraftwerke dank den Strommonopol-Vertretern im Parlament kaum fördert: http://bit.ly/gi2lCd
      Womit die erneuerbaren Energien in der CH auch nicht ausgebaut werden können: bit.ly/hyr1YJ

      Die CH investiert 40 Mia in Ramschpapiere und 0.02 Mia in Stromdächer mit Schweizer-Arbeitsplätzen…

      • Hans Hasler sagt:

        Die installierte Leistung in Bayern hat nun überhaubt nichts damit zu tun wieviel Sonne in Bayern scheint (oder halt auch nicht scheint) und hat auch sehr wenig mit der tatsächlich produzierten Strommenge zu tun.
        Nichts desto trotz ist die Zahl von 2 X Leistung AKW Mühleberg wohl nicht so falsch: gemäss von F.Bringer angegebenem Link sind in Bayern 2009 2400 GWh Energie aus Photovoltaik ins Netz eingespiesen worden. Referenz AKW Mühleber 2009: 3000 GWh. Für 2010 habe ich keine Angaben zur effektiven Leistung gefunden. Die installierte Leistung (Watt-peak) hat sich aber fast verdoppelt.

        • F. Bringer sagt:

          Tatsächlich hat vor allem die installierte Photovoltaik Leistung damit zu tun, wie viel Dachstrom im Jahr produziert wird.
          Die Sonnenscheindauer ist nämlich jedes Jahr etwa gleich.

          Gemäss den obigen Referenzen hat Bayern Ende 2010 6270 MW Photvoltaik-Leistung installiert.
          Wenn man mit 950 kWh/kW pro Jahr rechnet, dann ergibt das knapp 6 TWh Stromproduktion und das ohne die PV-Anlagen, welche in diesem Jahr installiert werden und ebenfalls Strom produzieren!
          (Und 950 kWh/kW sind vorsichtig gerechnet: Es gibt Bayerische PV-Anlagen welche über 1150 kWh/kW produziert haben: http://bit.ly/h0tYbv)

  • Natürlich widersprechen sich Ökologie und Ökonomie nicht. Es kommt aber drauf an, was man unter Ökonomie versteht. Ökonomie ist das Gütermanagement einer Gesellschaft. Ohne Ökologie kann dieses Gütermanagment bald mal einpacken, weil es schlicht nicht nachhaltig ist. Das droht uns dann, wenn wir unter Ökonomie nur Profitmaximierung, Kapitalrendite und BIP-Wachstum verstehen. Und genau das ist zurzeit leider der Fall. Solange widersprechen sich die beiden Ökos halt eben doch…

  • Peter Sommer sagt:

    Also ich staune schon ab den Kommentaren hier. Das gute am Plan des Bundesrats ist, dass er langfristig ist. Wenn dann halt der Strom etwas teurer wird. Henusode. Wenn man zum Überbrücken ein Gaskombi braucht. Henusode. Hauptsache weg vom Atom. Das muss das Ziel sein und das ist zu schaffen. Wenn man dann halt ein wenig Strom importiert. Henusode.
    Aber die Argumente der Wirtschaft von wg zu teuer hier, wir gehen ins Ausland. Das kann ich nun echt nicht mehr hören. Für einmal zeigt der Bundesrat ein wenig Mut. und das ist gut.

  • Sehr guter Artikel Frau Diener,so könnte man schon fast wieder Freude an der Politik bekommen!! Könnte deshalb,weil es offensichtlich vielen Menschen einfach unmöglich ist die ins Hirn eingebrannte links-rechts Denkweise endlich fallen zu lassen und gemeinsam am gleichen Strick zu ziehen.Dabei gilt es die Argumente aller zu beachten, auch wenn sie im Moment nicht dem entsprechen, was uns seit unserer Kindheit eingeredet wurde.

  • Schuchig, Egolf sagt:

    Es ist richtig, dass die Politik einmal den Rahmen steckt und nicht die Wirtschaft. Dies muss bei Entscheidungen von Reichweite für Generationen auch so sein. Nur ein ernster Atom-Gau auf Schweizer Boden könnte auf Jahrhunderte einen Grossteil der Bevölkerung ins Exil – in die EU zwingen – Jetzt möchten mir all die Patrioten einmal erklären, wie sie damit ruhig schlafen können.
    Zudem ist es aberwitzig die komplizierteste, potentiell gefährlichste, über Jahrhunderte aktiv-riskanteste Technologie dazu einzusetzen, um Wasser zum kochen zu bringen.
    Jetzt können innovative Betriebe Zeichen setzen!

  • Helveticus sagt:

    Eine Energiesteuer taugt als Denkanstoss, um einen Paradigmenwechsel schmackhaft zu machen. Zur Verwirklichung ist sie ungeeignet – zu sektiererisch. Ganze Industriezweige würden verschwinden. Von nicht konsumiertem Strom kann man nicht leben, von Arbeit aber schon. Ich bin für eine Konsumsteuer, mit der das Grundeinkommen finanziert wird.

  • Ursi sagt:

    Ist es nicht vielmehr so das sich der Mensch mit der Oekonomie ein Paralleluniversum zur Oekologie aufgebaut hat in deren Gesammtheit sich die beiden Systeme niemals näher kommen können da diese diametrale Anforderungen zu erfüllen haben…? Solange der Mensch sein ganzes Tun und Lassen darauf beschränkt konstant zu fragen, fragen zu müssen wer den das bezahlt solange bleibt die Oekologie auf der Strecke um schliesslich ganz tot umzufallen… Bilanzen und Geld lassen sich so quasi unendlich vermehren, die Natur bzw. das was der Mensch mit seinen Fähigkeiten sehen kann wohl eher nicht…

    • Hermine Kleefeld sagt:

      Anscheinend verstehen Sie die Basis der Oekonomie nicht. Oekonomie und Oekologie sind keine Gegensätze, wer das behauptet, betreibt Gesundbetereil und ist wahrscheinlich bestens bei ein paar Bachblütentropfen und Mike Shiva aufgehoben. Geld und Bilanzen sind nur Mittel zum Zweck und zeigen auf, ob man sich etwas leisten kann oder nicht. Oekonomie befasst sich genau damit und schaut nicht nur auf Gewinnmaximierung des einzelnen, sondern auf die Gewinnmaximierung aller innerhalb der gegebenen Rahmenbedingungen. Und dazu gehören auch Oekologie. Aber wahrscheinlich können Sie gut kochen.

  • Mägge sagt:

    Strompreise rauf und Pasta…. Denn nur so lernen wir Schweizer/Innen sparsam mit dieser Energie umzugehen. Eine andere Sprache, vernünftiger Umgang mit dieser Energie, verstehen viele Schweizer/Innen sowieso nicht.

  • Stuker B. sagt:

    Warum nicht an den Autobahnen entlang Solar – Photovoltaikzellen oder Windräder. Darin liegt ein riesiges Potenzial an Energie und es hat seinen gebührenden Platz, denn Autobahnlärm und Windräder, die auch gewisse Lärmemmissionen haben, lassen sich ja vorerst nicht vermeiden. Zudem sammelt sich in Asphalt und Beton extrem Wärme, in verschwenderischer Art. Sie zu gewinnen, ist eine Herausforderung. Also neue Wege gehen, was für unsere Wirtschaft und zuküftigen Generationen dienlich ist. Wichtige Voraussetzungen sind, dass die Menschen für neue Lösungen offen und darauf neugierig sind.

    • M. Bättiger sagt:

      Warum nicht? Weils nichts bringt. Das sind Peanuts! Würden wir auf jedes Hausdach eine Solaranlage stellen, hätten wir lediglich (bei enormen Kosten) 10% des heutigen Energiebedarfs im Sommer gedeckt (und die Schweiz wird in Zukunft dank Einwanderung um 25% wachsen). Deutschland hat in 14 Jahren lediglich 12% erneuerbare Energie hinbekommen – und Deutschland braucht weniger Atomstrom als die CH und ist im Gegensatz zur Schweiz eine schrumpfende Gesellschaft.

      • F. Bringer sagt:

        Alleine die Fläche die in der Schweiz JEDES Jahr neu verbaut wird, reicht für die Abdeckung von 7% des Schweizer Strombedarfs mit Schweizer Photovoltaik mit Schweizer Arbeitsplätzen: http://bit.ly/8ESq7Z
        Das sind 98% in 14 Jahren – die CH benötigt allerdings ohnehin nicht mehr als 30% Photovoltaik-Anteil.

        Österreich ist ebenfalls ein Alpenland und im Gegensatz zur CH hat bereits heute 1011 MW Windkraft installiert: igwindkraft.at/

        Abgesehen davon, wenn selbst 15% Peanuts sein soll, dann kann ja das AKW Mühleberg, welches nicht einmal 5% des CH-Strombedarfes deckt, sofort vom Netz.

      • Stuker B. sagt:

        Nun las ich heute Abend, dass Japan die Absicht hat auf jedem Hausdach Solaranlagen zu installieren,das ist ein Anfang und ich glaube, sie wissen warum!

      • Stuker B. sagt:

        Unsere Bauwirtschaft floriert. Herr Bättiger, die Neubauten sind Wohnblöcke mit Flachdächern. Ideal zum Sonnenkollektoren oder Photovoltaik zu installieren. Anstatt Ölabhängig zu bleiben. Dies wäre gut, wenn es schon im Projektieren einbezogen würde. Evtl. als Bedingung, wenn schon Land „verbraucht“ wird.

    • Beat sagt:

      @ Stuker: Das Potenzial für Windenergie in der Schweiz wurde intensiv untersucht. Es wehen in der CH zu wenig zuverlässige WInde für diese Technologie. PV steht da schon besser da, v.a. weil in letzter Zeit grosse Fortschritte der Technologie angekündigt wurden. „jedes Hausdach“ macht jedoch keinen Sinn, da viele Dächer nicht günstig zur Sonne stehen. Aber das ist auch nicht nötig. Es liegt nicht an fehlender Fläche sondern an den Kosten. Sobald der Erdölpreis steigt, was ab 2020 in grossem Stil erwartet wird wäre es konkurrenzfähiger. Bis dahin muss es gefördert werden, sonst kommt es zu spät

      • Stuker B. sagt:

        Wäre es möglich kleinere und leichtere Windräder zu konstruieren und sie an den Autobahnen entlang auf zu stellen? Ein hohes Verkehrsaufkommen gäbe auch zusätzlich etwas schub. Wieviel Energie liegt doch in einem schnell fahrenden Auto und die Fahrtrichtung ist dieselbe. Diese Idee klingt vielleicht etwas seltsam irreal, aber sie ist mir heute Nachmittag während dem arbeiten in den Sinn gekommen.
        Ja, und wenn die Windräder kleiner und leichter sind kann die Produktivität mit der Vielzahl wett gemacht werden.

  • Stuker B. sagt:

    Noch was, die Investitionen in erneuerbare Energieen kosten uns Geld, sowie auch der Atomstrom. Doch… der Atomstrom kann uns unsere Lebensgrundlage kosten und dies ist unbezahlbar, darum ist die Atomstromproduktion auch nicht versicherbar.

    • zamm sagt:

      Atomstrom ist bezahlbar und CO2-arm. Zu behaupten, man kann ihn schnell, billig und ökologisch ersetzen, ist reiner Betrug.
      Hören Sie bitte mit diesem „nicht versicherbar“ Blödsinn auf – versicherbar sind Staudämme ebenso nicht!
      Aus Fukuschima schliessen, dass man vom Atomstrom weg muss, ist lächerlich. Man könnte dann auch :
      – EHEC : Sofort vom BIo aussteigen (hat in DE schon mehr Leute als Kernkraft getötet)
      – Malapasset : Sofort weg von der Wasserkraft (vielleicht wurde FR dadurch zu KKW-Land)
      (Sogar: Fukushima : Dammbruch nach Erdbeben hat ca. 10 getötet… mehr als Atom-Unfall)

      • F. Bringer sagt:

        Tatsächlich sind neue AKWs nicht rentabel:
        Ein neues, ausländisches AKW kostet gemäss Areva inzwischen über 10 Milliarden Franken (vor Fukushima-Angebot): bit.ly/JvyQ1
        Mit 10 Milliarden Franken lassen sich Schweizer Photovoltaik Module mit Schweizer Arbeitsplätzen und einer Leistung von über 16 GW finanzieren (Mühleberg hat weniger als 0.4 GW). bit.ly/9AJKIh
        Weil neuer Atomstrom zu teuer ist, wurde 2009 in einem einzigen Jahr 80 GW (200 mal AKW Mühleberg) erneuerbare Leistung installiert, während die weltweit installierte AKW-Leistung sogar abgenommen hat: http://bit.ly/cF5ezk

  • Daniel Blanc sagt:

    Et l’énergie hydroélectrique ? Dans le débat sur le futur approvisionnement du pays en énergie électrique, il m’apparaît que l’énergie hydroélectrique est sous évaluée.
    Il n’est jamais fait mention du potentiel hydroélectrique du canton des Grisons qui avec les conditions générales d’aujourd’hui ne peut pas exploiter les potentiels reconnus. On oublie le projet Hydro-Rhône de mise en valeur de la chute complète, non utilisée, du Rhône entre Chippis et le lac Léman. L’aménagement de l’Aar entre Soleure et son embouchure sur le Rhin pour revoir la production électrique de cette rivière.

  • Joachim Ziemssen sagt:

    Der Ausstieg aus der Atomenergie wird nicht erfolgen und stösst auf breites Unverständnis. Frau Dieners Blog ist allein wahlkampftaktisch bedingt. Der Rest der Welt bleibt beim Atomstrom, und Frankreich als führende Atomtechnologie-Nation hält klar am Atomstrom fest und deckt damit 75% des eigenen Bedarfs ab. Der Export in die Schweiz und nach Deutschland sowie die Preise werden markant zunehmen. Das Verständnis für den proklamierten deutschen Atomausstieg ist klein, denn Alternativen sind weder machbar noch finanzierbar. Frau Diener betreibt Wahlkampf und Gesundbeterei; ernst ist das nicht.

    • Schuchig, Egolf sagt:

      Natürlich – und nur natürlich ist es ‚machbar‘. Auch in Hinblick auf die Entwicklungsländer und deren Möglichkeiten, ist eine Abkehr von der Atomenergie und einer zentralisierten Stromversorgung absolut wünschenswert. Bekanntlich wächst der Mensch mit der Aufgabe. Kapitulieren hingegen muss er in verstrahlten Verhältnissen. Etwas mehr Enthusiasmus und weniger Hasenherzigkeit, das ist der Geist mit dem man sich vom reduzierten Geist der Atomenergie mittelfristig verabschieden kann. Was bisher durch die Fixierung auf diese Technologie verhindert wurde, könnte nun wachsen.

      • Beat sagt:

        Es wurde nichts verhindert. Es blieb jedem Unternehmer oder Forscher unbenommen eine alternative Technologie zu entwickeln die konkurrenzfähig und zuverlässig Strom produziert.

        • F. Bringer sagt:

          Forscher entwickeln wofür sie bezahlt werden.

          Tatsache ist, dass über die Hälfte der Energieforschungsgelder während Jahrzehnten an die Atomindustrie geflossen ist und PV, Wind, Wasser, Wellen, Biomasse, Gezeiten, Geothermie etc. und Effizienz zusammen, weniger als 10% erhalten haben: http://bit.ly/eRwJhy

          Apropos: Österreich ohne AKWs zahlt wegen seiner Mitgliedschaft bei der Euratom jährlich €40 Millionen für die Europäische Atomindustrie, während es gleichzeitig seine eigene Windkraft mit lediglich €24 Millionen fördert: http://bit.ly/b4pN2G

    • F. Bringer sagt:

      Mal abgesehen davon, dass Atomenergie trotz massiven Subventionen in den letzten 10 Jahren gegen 30% Marktanteile verloren hat, während Alternativen enorm zugelegt haben: http://bit.ly/ivO7c7
      Tatsächlich deckt die Atomenergie gerade mal knapp 20% des Französischen Energiebedarfs. (Französische Flugzeuge, Lastwagen, Autos, Gasheizungen etc. hängen nicht an Stromkabeln).

      Zudem ist Frankreich zu 100% Uranimportabhängig und sitzt auf gewaltigen ungedeckten Rückbaukosten – vom fehlenden Endlager ganz zu schweigen.

      • zamm sagt:

        @ F.Bringer. In CO2-Tonnen/Einwohner sehen trotz Windrädern und PV Ihre „Musterschüler“ eher schlecht aus (Deutschland 9.6, Dänemark 92, Österreich 8.3, gegen Frankreich 6.0 & CH 5.1). Können Sie ehrlich behaupten, Kernkraftwerke dabei keine Rolle spielen?

        • Beat sagt:

          Ich fürchte dass die Schweiz in DER Hinsicht v.a. deshalb gut da steht weil sie seit jeher 60% des Strombedarfs aus erneuerbarer Quelle (primär Wasserkraft) decken kann. Dass wir diese Möglichkeit haben konnten wir uns nicht ganz erarbeiten, die andern können auch nichts dafür dass sie viel mehr Flachland haben. Kein hilfreicher Vergleich also.

          • zamm sagt:

            Sie haben recht – es gibt mehr oder ‚bevorzugte‘ Länder, und man soll entsprechend ‚gerecht‘ vergleichen, i.e. Österreich vs. CH und DE & DK vs. FR, was aber nicht viel am Ergebnis ändert. Noch aussagekräftiger ist es bei der Stromerzeugung (g CO2 / kWh): Österreich 155 vs. CH 24 (beide ca. 60% Wasserkraft) ; Deutschland 469 & Dänemark 708 (!!!) vs. Frankreich 46. Bei DK kann man sich fast fragen, ob die Windräder durch das Rauchgas der Kohlekraftwerke angetrieben sind…

          • F. Bringer sagt:

            Mal abgesehen davon, dass Effizienzmassnahmen und erneuerbare Energien mit Schweizer Arbeitsplätzen wesentlich effektiver und schneller sind als neue, teure, ausländische AKWs: http://bit.ly/lmDAGa

            Relevant ist letztlich der CO2-Ausstoss pro Kopf und diesbezüglich schneidet beispielsweise Tschechien und Belgien mit einem hohen Atomstromanteil wesentlich schlechter ab als Dänemark und das obwohl diese beiden ‚Atom-Länder‘ ein tieferes Bruttosozialprodukt pro Person ausweisen als Dänemark.

        • F. Bringer sagt:

          Blockheizkraftwerke in Kombination mit effizienten Wärmepumpen sind tatsächlich eine wesentlich schnellere und günstigere CO2-Reduktions-Methode als neue, teure, ausländische AKWs.
          Darauf weist auch dieser BFE-Bericht hin: http://bit.ly/cfwsGk
          Auch sind erneuerbare Energien und Effizienzmassnahmen mit Schweizer Arbeitsplätzen wesentlich schneller verbaut und günstiger als neue, teure, ausländische AKWs.

          Bayern mit weniger Sonne als die Schweiz produziert bereits heute mehr als doppelt so viel Strom mit seinen Dächern als das AKW Mühleberg liefert.

          • zamm sagt:

            Besten Dank für den sehr interessanten Bericht! Allerdings ist dies nur eine Lösung für Winter, sonst fällt die CO2-Bilanz mangels Wärmeausnützung eher schlecht.
            Ich habe nichts gegen Wind + PV. Die Rechnung muss aber ehrlich sein, d.h. inklusiv sehr starker Netzausbau und viele zusätzliche Pumpspeicherwerke (und die entsprechenden Risiken, wenn Sie davon reden möchten… Man kann nicht verlangen, dass KKWs einen Dammbruch sicher überleben müssen, und gleichzeitig behaupten, dass ein solcher Bruch absolut unmöglich ist!)

          • F. Bringer sagt:

            Im Sommer haben wir ja um so mehr PV und die flexiblen Blockheizkraftwerke mit CH Arbeitsplätzen können (im Gegensatz zu neuen, teuren, ausländischen AKWs) ihre Leistung entsprechend reduzieren oder ganz abstellen.

            Es werden momentan sowieso 4 Pumpspeicher gebaut und die hatten nie die Absicht erneuerbaren Strom zu pumpen sondern überschüssigen (neuen) Atomstrom während der Nacht.
            PV hat diesbezüglich noch den Vorteil, dass es die lokalen Netz entlastet und während der Nacht bei geringem Strombedarf nicht verpumpt werden muss.

            Die CH hat bereits eine hohe Speicherkapazität von 8765 GWh.

          • F. Bringer sagt:

            Apropos angeblich nichts gegen Wind haben und Atomlobby.

            Der Landschaftschutz bekämpft jede Installation einer Windturbine in der Schweiz.
            Die Präsidentin des Landschaftschutzes (Erika Forster) ist übrigens nicht nur FDP-Ständerätin sondern Mitglied des Energieforums und der Aves. Organisationen welche sich vehement für den Ausbau der Uranabhängigkeit mit neuen, teuren, ausländischen AKWs in der Schweiz einsetzen: http://bit.ly/gi2lCd , http://sl-fp.ch/

    • Mirjam Berin ger sagt:

      Frankreich deckt tatsächlich über 75% des eigenen Strombedarfs aus Atomstrom. Ein Ausstieg der Schweiz kostet weit über 100 Milliarden Franken! Ich glaube nicht, dass es – ausser den fundamentalistischen Gutmenschen – die Stimmbürger und Konsumenten bereit sind, für hysterische politsch bedingte Fehlentscheide die Zeche zu zahlen. Auch wenn die Medien weiter hyperventilieren: Deutschland steht mit seinem Entscheid allein, und die Schweizer werden ihnen nicht in die Stromwüste und Steuerhölle folgen. Heute gibt es zu Atomstrom keine Alternative. Frau Diener betreibt einfach Wahlkampf.

      • Tobias Welti sagt:

        Besten Dank für Ihre genau Berechnung (100 Millidarden Franken). Versuchen Sie doch mal Ihren 10-Jahres-Horizont ein wenig zu erweitern und auf die Ebene der Generationengerechtigkeit vorzustossen: Denken Sie ernsthaft, dass unser kurzfristig motivierter Energiebedarf es rechtfertigt, tonnenweise Abfälle zu produzieren, die noch in 1000 Jahren Zivilisationen auslöschen können? Atomstrom ist generationenegoistischer Verhältnisblödsinn.

      • Schuchig, Egolf sagt:

        Allein der Gau von Fukushima kostet Japan einige 100 Mrd. Franken. Da wird der Steuerzahler nicht mehr gefragt…Soviel nur zur Hysterie. Schon die Tatsache, dass ein einziger Super-Gau, ob durch natürliche Bedingungen, Terrorismus, oder – was auch immer – ausgelösst einen Grossteil des Schweizer Territoriums für Generationen unbewohnbar machen könnte, sollte zu denken geben. Dass hier der Unsinn vom Gutmenschen wieder runtergeleiert wird, ist bezeichnend für die Argumentationslosigkeit ihrers Beitrages. Gut, dass es Menschen gibt die weiter denken, wenn sie diese als Gutmenschen bezeichnen:OK

        • Roger, Mühler sagt:

          Atomkraft ist zu gefährlich, tausenden von Menschen konnten durch ein einziger Super-Gau getötet werden(Tschernobyl?).Hydroenergie ist auch zu gefährlich und eine einzige Naturkatastrophe konnte tausenden von Menschen töten(Malpasset?). Und eigentlich ist die Chemie in der Schweiz auch zu gefährlich. Tausenden von Menschen konnten durch eine einzige Explosion getötet werden und einen Grossteil des Schweizer Territoriums für Generationen unbewohnbar(Bhopal?).Unsere Zukunft liegt in Streichhölzer und Kerzen, Rinds als arbeitkraft und Pferdewagen.Gut, dass es Menschen gibt die weiter denken…

          • Tobias Welti sagt:

            @Mühler: Sie haben recht, sowohl die Wasserkraft als auch die Chemie birgen Risiken, die im schlimmsten Fall zu einer Vielzahl von Todesfällen führen können. Und unser Leben ist gespickt mit unzähligen Risiken, die wir grösstenteils bewusst eingehen (müssen, um unseren Lebensstandart zu erhalten). Nach dieser Erkenntnis bereits zum Sarkasmus zu verkommen ist aber noch nicht weitergedacht, denn: Das Risiko der Atomenergie unterscheidet sich wesentlich von ihren Beispielen, es hat nämlich eine zeitliche Dimension die unser Vorstellungsvermögen sprengt. Deshalb ist es untragbar.

      • F. Bringer sagt:

        Tatsächlich deckt Atomenergie trotz massiver Subvention nicht einmal 3% des Weltenergiebedarfs.

        Tatsächlich wurde 2009 in einem einzigen Jahr 80 GW erneuerbare Leistung installiert, während die weltweit installierte AKW-Leistung sogar abgenommen hat: http://bit.ly/cF5ezk

        Tatsächlich exportiert D erneuerbare Energien mit Profit und F Atomenergie mit Verlust.

        Tatsächlich wird F bzw. deren Steuerzahler nur schon für den Rückbau der Französischen Atommeiler wesentlich mehr bezahlen müssen, als der Ausbau der Effizienz und der erneuerbaren Energien mit CH Arbeitsplätzen jemals kosten wird.

        • zamm sagt:

          Tatsächlich bauen die am meisten von Tschernobyl betroffenen Länder (Ukraine, Litauen, Polen, Finnland, Russland) kräftig AKWs – Ukraine (Tschernobyl-Land) hat NACH Tschernobyl 9 Reaktoren in Betrieb gesetzt, und baut 2 weiter.

          Tatsächlich baut man keine Windräder ohne massiven Subventionen (siehe Danemark).

          Tatsächlich müssen Danemark und Deutschland wegen Windkraft manchmal zu NEGATIVPREISEN exportieren und dann zu sündhaft teuren Preisen wieder importieren (wie man damit Profit machen kann, weiss ich ehrlich nicht…).

          Tatsächlich bezahlt diesen Wahnsinn… der Kunde!

          • F. Bringer sagt:

            Tatsächlich produzieren Atompläne keinen Strom und deshalb hat Atomenergie in den letzten 10 Jahren trotz grosszügigen Subventionen weltweit gegen 30% Marktanteile eingebüsst.

            Tatsächlich hat China mit dem weltweit aggressivsten Atomenergiesubventionsprogramm in den letzten 2 Jahren gemäss IAEA nur 1.6 GW neue AKW-leistung ans Netz gehängt.
            Während China im gleichen Zeitraum knapp 33 GW Wind- und gegen 60 GW Solarthermieleistung installiert hat: http://bit.ly/huwZRu , http://bit.ly/ivO7c7

            Tatsächlich ist weltweit kein einziges AKW von privaten Investoren finanziert worden: bit.ly/iWOdFY

          • F. Bringer sagt:

            Tatsächlich zahlt Österreich ohne AKWs wegen seiner Mitgliedschaft bei der Euratom jährlich €40 Millionen für die Atomindustrie, während es gleichzeitig seine eigene Windkraft mit lediglich €24 Millionen fördert: http://bit.ly/b4pN2G

            Tatsächlich werden in den USA kaum neue AKWs gebaut, obwohl die Steuerzahler und Stromkonsumenten gezwungen werden, neue AKWs im voraus zu bezahlen: http://bit.ly/9H16Ok , bit.ly/de4a0v

            Tatsächlich exportieren WKA-Hersteller in D und DK nicht nur über 80% der WKAs mit Profit, sondern Windenergie macht den Strom tatsächlich billiger: http://bit.ly/eHAXt5

          • F. Bringer sagt:

            Im Gegensatz zur Atomenergie welche z.B. in Deutschland bereits €204 Milliarden vom Steuerzahler erhalten hat, zahlt die erneuerbare Industrie Steuern, schafft Arbeitsplätze und reduziert die Abhängigkeit von importierten Energieträgern: http://bit.ly/cXhfSa

            Die Deutsche erneuerbare Industrie schaffte nicht nur hundertausende zukunftsfeste Arbeitsplätze, sondern zahlt tatsächlich wesentlich mehr Steuern, als sie indirekt über die Einspeisevergütungen einnehmen: http://bit.ly/e6zMeL

          • zamm sagt:

            Windenergie macht den Strom billiger… wann niemand ihn will! Davon erhält der Kunde fast nichts.
            Und wenn der Wind nicht weht, und die Nachfrage hochgeht, bezahlt er saftig: Insgesamt ein Verliererspiel.
            Neben ‚offizieller‘ Vergütung gibt es Einspeisevorrang, was eine in Praxis viel höhere ‚inofizielle‘ Vergütung ist.

            Deshalb gibt es oberhalb von ca. 15-20% Anteil ein Sättigungseffekt – neue installierte Windleistung hat zum 1. Mal 2010 sogar weltweit abgenommen, dies ist noch stärker in Europa zu spüren.

          • zamm sagt:

            Initiierte AKW-Neubauten (Leistung in GW, nach IAEA PRIS):
            2004 : 1
            2005 : 3
            2006 : 3
            2007 : 7
            2008 : 10
            2009 : 14
            2010 : 17

          • F. Bringer sagt:

            Abgesehen davon, dass gemäss IAEA 2011 noch keine neue AKW-Bauten initiiert wurden.
            Relevant ist die AKW Nettoleistung welche jedes Jahr ans Netz geht (Pläne und Bauten können tatsächlich keinen Strom produzieren).

            AKW-Nettoleistung neu ans Netz (IAEA):
            2005: 3.4 GW
            2006: -0.7 GW
            2007: 2.9 GW
            2008: -0.4 GW
            2009: -1.4 GW
            2010: 3.6 GW
            2011: -1.22 GW

            Als Vergleich Wind und PV (ohne Biomasse, Wasserkraft, Geothermie, CSP etc.) haben alleine 2010 zusammen 55.8 GW zugebaut. bit.ly/huwZRu bit.ly/dVonm3

          • F. Bringer sagt:

            Tatsächlich wird immer mehr Windenergie im Winter produziert, wenn der Strombedarf höher ist.

            Der Ausbau der erneuerbaren Kraftwerke senkt im Wesentlichen den fossilen Brennstoffverbrauch in den flexiblen Kraftwerken und entlastet die Speicherkraftwerke. Dank Wind schont Spanien seine Wasserreserven bereits seit Jahren: http://reut.rs/aeoAwH

            Im März haben die Spanischen Windfarmen 21% des Spanischen Strombedarfes gedeckt und das obwohl Spanien im Gegensatz zur Schweiz über relativ wenig Pumpspeicherleistung verfügt und wenig Strom mit seinen Nachbarn austauscht: http://bit.ly/hKPCHh

  • Cocote sagt:

    Je ne comprend pas. faire des barrages plus haut? mais il y a aussi des tremblements de terre en Suisse, et ils peuvent etre endommages, et meme se fissurer, alors combien de litres s’ecouleraient dans les plaines?
    et qui sait ce qui arrivera quand tous les glaciers seront fondus?
    En ce qui concerne les centrales nucleaires il faut les entretenir,

    • zamm sagt:

      @Cocote. Les risques du renouvelable (des barrages) sont un aspect dont les écologistes n’aiment pas discuter. Comme nos centrales nucléaires, nos barrages sont très sûrs – tout en sachant qu’il n’est jamais possible de garantir une absence de risque à 100% (tremblement de terre de force imprévue, glissement de terrain, …).
      Par contre, même entretenues, nos centrales vieillissent (corrosion, radiations). En plus, elles n’ont pas été pensées contre une chute d’avion, donc il faudra bien les remplacer…

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