Träumer und Warner – die zwei Extremszenarien zur AKW-Debatte

Die AKW-Debatte vom nächsten Mittwoch steht unter dem Eindruck zweier extremer Szenarien: Goldene Zukunft mit erneuerbaren Energien oder überteuerte Energie und als Folge davon wirtschaftlicher Absturz. Wir träumen mit den Ausstiegseuphorikern und schauen mit den Warnern über den Abgrund. Die Wahrheit wird dazwischen liegen.

Best Case

Das Parlament stimmt dem Plan des Bundesrates, mittelfristig aus der Atomenergie auszusteigen, bereits in der laufenden Sommersession zu. Beflügelt davon arbeitet Leuthards Uvek eine Vorlage aus. Eckpunkte: Eine Förderabgabe zugunsten des Ausbaus erneuerbarer Energien. Eine Lenkungsabgabe, welche den Umstieg forciert. Ein Verzicht, später wieder in die Atomenergie einzusteigen.

In der Vernehmlassung stösst die Vorlage auf Zuspruch. Economiesuisse gibt den Widerstand gegen den Ausstieg zähneknirschend auf und zieht fortan am gleichen Strick. Im Parlament wird die bundesrätliche Vorlage grossmehrheitlich gutgeheissen. Die FDP macht mit, man will ja nicht noch mehr Stimmen an die Grünliberalen verlieren. Die SVP verzichtet auf ein Referendum, sie will die Gewerbler und die Bauern nicht vergraulen, weil beide vom Umstieg profitieren. Bereits 2013 tritt das Gesetz in Kraft.

Nun holt Leuthard Verbände, Industrie und Investoren an den runden Tisch. Beim «Masterplan Energiezukunft» signalisieren Umwelt- und Naturschützer Entgegenkommen, die Banken sorgen für Investitionen und die Industrie verspricht die nötigen Kapazitäten.

«Freude herrscht», wenn Bastien Girod 2034 als erster grüner Bundesrat in Leibstadt das Schweizer Atomzeitalter beendet

Noch stammt viel Schweizer Strom aus Atomkraftwerken: AKW Leibstadt bei Nacht.

Noch stammt viel Schweizer Strom aus Atomkraftwerken: AKW Leibstadt bei Nacht.

Fortan kommen neue Projekte zügig voran. Scheunendächer in der ganzen Schweiz werden mit Photovoltaikanlagen bestückt, Windräder an exponierten Lagen erreichtet, Geothermische Kraftwerke aus dem Boden gebohrt und Staumauern erhöht. 2019 wird Beznau I vom Netz genommen. 365 Megawatt Leistung fehlen. Zu einer Stromlücke kommt es nicht. Auch mit Beznau II und Mühleberg im Jahr 2022 bricht die Stromwelt in der Schweiz nicht zusammen. Nochmals gehen je ca. 370 Megawatt vom Netz. Der Optimismus steigt, zumal Deutschland wie versprochen das letzte seiner 17 AKW abgestellt hat. Der Härtetest in der Schweiz erfolgt allerdings erst sieben Jahre später. 2029 ist Lichterlöschen in Gösgen. Fast 1000 Megawatt Strom müssen ersetzt werden. Zwei Gaskraftwerke helfen mit, den drohenden Ausfall zu ersetzen.

Das leistungsstärkste Kraftwerk der Schweiz ist als letztes dran: 2034 zieht Bastien Girod, der erste grüne Bundesrat – dannzumal 54 Jahre alt –, in Leibstadt den Stecker und beendet damit das Zeitalter der Atomenergie in der Schweiz. «Freude herrscht», eröffnet er seine Rede und erntet dafür beim älteren Publikum ein zufriedenes Lächeln. Die Schweiz fährt mit fast 100 Prozent erneuerbarem Strom in die Zukunft. 2035 erhält Doris Leuthard – inzwischen 72 Jahre alt – den alternativen Nobelpreis für ihr visionäres Schaffen und den unermüdlichen Einsatz für den Atomausstieg.

Worst Case

Im Parlament kommt es zu einem jahrelangen Hickhack um Ausstiegszeiten, Abgaben und Forschungsverbote. Die Vorlage zieht sich bis 2014 hin. Ein Referendum sorgt für eine weitere Verzögerung. Erst 2016 tritt die zahnlose Gesetzesänderung in Kraft. Der beschlossene Energierappen reicht nirgends hin, die Lenkungsabgabe hat ihren Namen nicht verdient. Zudem wurde gesetzlich verankert, dass die Schweiz bei guten Forschungsergebnissen auf die Atomenergie zurückkommen kann. Fortan wird der nötige rasche Ausbau der neuen erneuerbaren Energien durch Einsprachen und Gerichtsentscheide verzögert. Die Investoren zögern.

Bereits 2019 fehlen mit Beznau I 365 Megawatt Leistung. Dabei ist die Bevölkerung in dieser Zeit rasant weitergewachsen. Stromsparen entpuppt sich als Illusion, es kommt zur Stromlücke. Die Schweiz wird vom Ausland abhängig. Viel zu spät setzt man auf Gaskraftwerke als Ersatz für den fehlenden Atomstrom. 2022 spitzt sich mit dem Aus von Beznau II und Mühleberg die Lage zu. Der Bundesrat will Beznau II länger laufen lassen. Es kommt zu Massendemonstrationen. Nach einem weiteren Jahr ist dennoch Schluss.

Weil die Schweiz beim europäischen Stromabkommen umgangen wurde, wird nichts aus weiteren Grossimporten. Das Übertragungsnetz wird um die Schweiz herum gebaut. Die Stromversorger müssen ihr knappes Gut rationieren. Pro Haushalt gibt es nur noch eine gewisse Menge Strom, jede weitere Kilowattstunde kostet das Zehnfache. Die Industrie ächzt unter horrenden Preisen. Alu- und Papierproduzenten machen dicht und entlassen die Mitarbeiter. In aller Eile werden Gaskraftwerke aus dem Boden gestampft. Weil die CO2-Kompensation im Ausland geleistet werden muss, verteuert sich der Strom massiv. Ein Teil der Wirtschaft verliert seine Konkurrenzfähigkeit, die Schweizer gerät ins Hintertreffen. Tschechien und die Slowakei, welche voll auf Atomenergie setzten, überholen die Schweiz punkte Wirtschaftskraft.

Als 2029 auch Gösgen vom Netz soll, erhalten die beiden letzten Meiler Betriebsverlängerungen. Die drohende Stromlücke würde sonst zu gross. Das Volk, inzwischen desillusioniert, nimmt es zur Kenntnis. 2035 bringen die Franzosen einen risikofreien Atomreaktor auf den Markt. Die Schweiz greift zu – der Ausstieg war eine Fatamorgana. «Wir haben es ja gesagt, tönt es von einigen alten Herren.»

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101 Kommentare zu «Träumer und Warner – die zwei Extremszenarien zur AKW-Debatte»

  • Da wurde etwas vergessen. Die Bevölkerung in der CH ist seit 1960 von 5,4 Mio um 2,6 Mio auf 8 Mio angewachsen. Die Atomkraftwerke können problemlos abgeschaltet werden, wenn das Problem der Überbevölkerung endlich angegangen wird. D.h. es müssen mind. 2 Mio Ausländer repatriiert werden und es braucht einen sofortigen Einwanderungsstopp.

    • Beat Merkli sagt:

      Ziemlich einfache Sichtweise,um Ihre Idee auszuführen,müssten wir allerdings unsere Regierungsform von direkter Demokratie in direkte Diktatur umwandeln……

      • Jürg Wehrlin sagt:

        Beat Merkli: und was haben Sie besseres zu bieten? Je dichter die Bevölkerung, je anfälliger für Naturereignisse.

        • Beat Merkli sagt:

          Herr Wehrlin:Wir könnten schon mal beim Bauen anfangen,jeder neue Bau müsste sich energietechnisch selber tragen,oder zumindest 80%……Innovationen gibt es zu hauf.Der Lobbyismus müsste ausgerotten werden.Das ist das tatsächliche Problem in der Schweiz!

          • E. Hutter sagt:

            Eine Begrenzung der Einwanderung ist wegen der knapper werdenden Ressourcen ein Gebot der Stunde. Die zwangsweise Repatrierung widerspricht jedoch den Gepflogenheiten eines demokratischen Landes.
            Um ein hohes Mass an staatlicher Unabhängigkeit wahren zu können, muss die Politik die Weichen für eine nachhaltige Entwicklung in unserem Land stellen. Das Auffüllen von Defiziten durch kostenkünstige ausländische Arbeitskräfte kann nicht eine Dauerlösung bleiben, ansonsten insbesondere in Rezessionszeiten auch enorme soziale/ethnische Spannungen in der Schweiz entstehen.

    • MenschlichesWesen sagt:

      Und wieder einmal wird jedes Problem, welches in der Schweiz existiert, als ein von Ausländern verursachtes Problem bezeichnet. Seien es AKW, CO2-Ausstoss, teure Sozialwerke….
      Ich find es beschämend und gefärlich, dass die Xenophobie sich in der Schweiz in der letzten Zeit so weit verbreitet hat. Das eigentliche Problem hinter all dem ist der Neoliberalismus, die Idee alles zu privatisieren, ein wirtschaftlicher Kampf Jeder gegen Jeden mit dem einzigen Ziel möglichst nur sich selber zu bereichern…und der ganze unnötige Luxus….

      • Das Problem ist die durch die Politiker verursachte Überbevölkerung. Da müssen Sie schon ziemlich stark neben den Schuhen sein, um dies mit Xenophobie zu verbinden. Es gibt keine Verbindung.

        • Erika Diem sagt:

          Es ist peinlich, wie einige Leute versuchen, ihren Fremdenhass als „Ökologie“ zu tarnen. Dabei muss jedem vernünftigen Mensch sofort klar sein: Egal ob eine Person nun in der Schweiz oder im Ausland ist, braucht sie ungefähr gleich viel Strom.

          • Gene Amdahl sagt:

            In der Schweiz herrscht kein Fremdenhass wie dies immer unterstellt wird. Es ist ganz normal, dass keiner hier eine Überbevölkerung erdulden will. Zuwanderer sind nun mal Ausländer und die haben die gleichen Bedürfnisse für Energie etc. wie wir alle hier. Der Energiebedarf wird dementsprechend weiter massiv ansteigen.

    • Kurt Stierli sagt:

      Was Sie propagieren sind wohl die Thesen der SVP, alle Ausländer raus und wir haben keine Probleme mehr. Unsere Energieprobleme inkl. Atomaustieg können wir sehr gut schaffen ohne die Ausländer nach Hause zu schicken. Dafür haben wir genug geistiges Potential in der Schweiz, unsere Wissenschafter, Ingenieure und Techniker sind Weltspitze. Man muss sie nur machen lassen, darunter sind übrigens auch tausende helle Köpfe aus dem Ausland.

      • Karlmax Schmid sagt:

        Die Frage ist nur ob wir nicht mit Solar- und Windstrom in 1-2 Generationen allle seltenen Erden und Edelmetalle verbrauchen.Der vielbeschumpfene Atomabfall aber noch Energie für Generationen liefert. Aber oh. ersteres gehts dann wesentlich schlechter.

        • F. Bringer sagt:

          Tatsächlich haben die meisten Windturbinen keine Permanentmagnete und benötigen somit keine seltenen Erden.

          90% der Photovoltaik-Module basieren auf Si und das ist das häufigste zweit-häufigste Element in der Erdkruste. Und die CdTe-Zellen verwenden ein Abfallmetall, welches bei der Gewinnung von anderen Metallen ohnehin anfällt (insbes. Zn).

          Die Uranminen decken dagegen lediglich 70% des Uranbedarfs und das obwohl Atomenergie weniger als 3% des Weltenergiebedarfs deckt und kommerzielle Brüter gibt es auch nach 60 Jahren Milliardensubventionen immer noch keine: http://bit.ly/1376L

          • Karlmax Schmid sagt:

            Die CIGS Kollektoren brauchen Kupfer, Indium,Gallium, Diselenid. Kupfer gibts zwar schon aber für die Verteilung von alle Scheunendächern, Windrädern zu weiteren Verbrauchern und den Speicherwerken brauchts noch zusätzlich jede Menge. Was die andern 3 betrifft sind die eher nicht in jedem Abfall zu finden. Beim Uran ist es so, dass das was heute als Abfall bezeichnet wird in Zukunft noch viel Energie liefern kann und die Vergraberei eher nicht aktuell wird.

        • F. Bringer sagt:

          Mit einem Gramm Silizium von einem Schweizer Photovoltaik Dünnschichtmodul kann wesentlich mehr Strom produziert werden als mit einem Gramm importiertem Uran:
          Die Si-Schichtdicke beträgt 200 bis 300 nm: http://bit.ly/jbtBwM Das sind 0.6 Gramm Silizium pro m2 (ca. 100 W – Modul) Das heisst mit nur 1000 Sonnenstunden und 30 Jahren Lebensdauer erreicht man bereits 5000 kWh pro Gramm Si.

          Silizium hat einen Erdkrusten Anteil von 28% und Uran hat 0.0000013%: http://bit.ly/jd50qx

          PV ist schnell verbaut, braucht kein Kühlwasser, kein teurer Rückbau, kein Endlager und hat keine Restrisiken.

          • F. Bringer sagt:

            Als Vergleich: Atomenergie produziert weltweit 2558 Mia kWh bei einem Verbrauch von 66’500 Tonnen Uran.

            2558 Mia kWh / 66.5 Mia Gramm Uran = 38.5 kWh / Gramm Uran (ohne Schweizer Arbeitsplätze)
            Gegenüber:
            5000 kWh / Gramm Silizium (mit Schweizer Arbeitsplätzen)

            Lieber Arbeitsplätze mit Schweizer Wertschöpfung als mehr Abhängigkeit mit mehr Restrisiken.

      • Sugi sagt:

        Kurt Stierli: Ich habe tatsächlich in meinen 68 Jahren (Ing ETH)
        schon einigen „Blödsinn“ gelesen, Ihren Beitrag hingegen
        übertrifft alles. Sie haben eine hochstehende Kernkompetenz!

    • Schuchig, Egolf sagt:

      Wenn man sich allein schon die ‚Bereitschaft‘ der Regionen ansieht, den atomaren Restmüll endzulagern, dann erkennt man sehr schnell welche Leichen die ’saubere‘ Atomkraft schon im Keller hat. Abgesehen von den immensen Risiken, die nicht einmal die Wirtschaft bereit ist zu versichern, wird klar auf welcher Seite die Träumer schlummern: auf der Seite der bisher gängigen Praxis von erst-mal-machen-dann-schauen-wohin-mit-dem-Dreck…Zeit aufzuwachen und den nachfolgenden Generationen nicht noch weitere Kuckuckseier ins Nest zu legen.

    • MasOMeno sagt:

      Wow, und sowas schreibt ein Schweizer, ein Demokrat. Ausschaffen die Leute? Bist Du von allen guten Geistern verlassen? Das wäre eine krasse Verletzung des Völkerrechts, das muss Dir klar sein. Und zwar eine so krasse, das käme einem Holocaust ganz ähnlich.

    • F. Bringer sagt:

      Mal abgesehen davon, dass die Atomenergie lediglich 9% des Schweizer Energiebedarfs deckt und Uran zu 100% importiert wird:
      Was ist Ausländern, welche aus den Uran-, Öl- und Gasförderländern stammen, ohne welche wir gar keine Energieversorgung hätten? Und was mit Ausländern die grosse Mengen an Fahrzeugen, Konsumgütern und Nahrungsmittel mit viel grauer Energie in die Schweiz exportieren?
      Dürfen z.B. die Italiener bleiben, weil wir Italienische Fahrzeuge und Lebensmittel mit viel grauer Energie importieren, obwohl wir viel Strom aus D, A, F nach Italien exportieren?

  • Hansjörg Ballmer sagt:

    Einseitige Stimmungsmache und Hetze: Warum ist die Beibehaltung der AKWs der „worst case“? Schon diese Wertung zeigt, wes Geistes Kind der Autor dieser Schreibe ist. Fakt bleibt, dass es keine valablen Alternativen zum Atomstrom gibt, weder technisch noch wirtschaftlich. Spätestens in der Volksabstimmung wird der Ausstieg grandios scheitern, denn die Stimmbürger sind nicht bereit, 250 Millarden dafür aus dem Fenster zu werfen.! Deutschland steht mit seinem Ausstiegsentscheid alleine da, die grossen Wirtschaftsnationen sichern sich ihren Energiebedarf weiterhin durch Atomstrom.

    • Lea Jacot sagt:

      Ich denke da täuschen sie sich. 80% der Schweizer sind schliesslich für einen Atomausstieg…

      • Beat Zahnd sagt:

        Sie glauben wohl die Schweiz besteht nur aus den Städten. In eher ländlichen Regionen ist es genau umgekehrt, da ist 80% für Atomstrom.

        • Mark Müller sagt:

          @Beat Zahnd
          Und bei den Atomstrombefürwortern sind es sogar 100%. 80% der Bevölkerung will weg vom Atomstrom, d.h. 80% von der Gesamtbevölkerung. Und da zählen nunmal alle.

    • Realist sagt:

      Gestern waren es noch 100 Milliarden. Heute sind es 250 Mrd. Und am Tag der Session wohl eine Billion. So schnell verbreitet sich nicht einmal EHEC. Hört auf mit dieser dummen Stimmungsmache.

      • Ernst Gisler sagt:

        @Lea Jacot & @Realist: Sie verstehen unter Realismus das, was der real existierende Sozialismus damals repräsentierte. Die Zustimmung von 80% Akzeptanz zu 15% höheren Strompreisen oder der 100 Milliarden ist das Resultat einer Tagi-Leserumfrage. Diese ist weder signifikant noch repräsentative. Die kommunizierten 100 Milliarden Aussteigskosten sind eine erste vorsichtige politische Schätzung, und die Realität zeigte immer wieder, dass die Politiker aus Opportunismus immer nur einen Bruchteil der tatsächlichen Kosten bekanntgeben. 250 Milliarden sind wahrscheinlich immer noch zu wenig.

        • Realist sagt:

          @Gisler: Sie sollten das Problem sachlich und nicht durch eine Parteibrille betrachten. Rechnen Sie die 100 Milliarden mal vor! 15 Fr. p. Haushalt/Monat mach 180 im Jahr. Bei 3 Mio. Haushalten 5.4 Mio im Jahr und 24 Jahre ab heute bis 2035 gibt 129.6 Mio. Die AKW haben aus den laufenden Einnahmen schon Rückstellungen für die Kosten der Stilllegung gemacht. Also bitte nicht nochmals rechnen!

          • Sonnensegler sagt:

            @Realist: Ihre 100 Milliarden sind eine Annahme und keine Realität. Ihre Rechnungen sind so abstrus wie Ihre Rechtschreibung und Ihre Gedankengänge. Was soll das Argumnent der Parteibrille? Sie selber sind Partei und glauben an Gesundbeterei. Tatsache bleibt, dass keine der führenden Wirtschaftsnationen ausser Deutschland auf Atomstrom verzichten wird und dadurch einen gewaltigen Wettbewerbsvorteil gegenüber den fundamentalischen Ewiggestrigen gewinnt, den sie nicht wieder preisgeben werden. Keiner ist bereit, substantielle Abstriche am Labensstandard zu machen, ausser grossmäulig hier.

          • Realist sagt:

            Leider können Sie die Annahme nicht glaubhaft begründen. Deshalb nehmen Sie zu persönlichen Angriffen Zuflucht. Und wenn Sie schon meine Rechtsschreibung kritisieren wollen: Es heisst Lebensstandard und nicht Labensstandard.

          • Realist sagt:

            Offensichtlich können Sie die Annahme der 100 Mrd. nicht glaubhaft begründen. Deshalb nehmen Sie zu persönlichen Angriffen Zuflucht. Und wenn Sie schon meine Rechtsschreibung kritisieren wollen: Es heisst Lebensstandard und nicht Labensstandard.

          • Jakob Müller sagt:

            Ich schätze die kosten auf unter 50Mrd.
            Seit kurzem gibt es in Deutschland Schlüsselfertige PV (Solar) Anlagen für 2000€/kWp =>ca. 1MWh/a. Um die 26’000’000 MWh/a Atomstrom zu ersetzen wären demnach heute 52Mrd. € nötig (ohne Steuern und Pachtzinsen für Dächer). Da Sparen, Wind, Wasser und Biomassenergie heute günstiger ist als PV und weil die PV-Kosten in den nächsten Jahren weiter sinken (haben sich von 2006-2011 halbiert) werden, ist mit tieferen Kosten zu rechnen. (Pump-)Speicherseen und ein Stromnetz mit genügend Leistung für die CH (aber nicht für ganz Europa) haben wir bereits.

          • Jakob Müller sagt:

            Mit Kraftwerkskosten rechne ich, weil ich nicht nachvollziehen kann, was in den 15Fr. Monatlichen Mehrkosten enthalten ist. Ich halte es für möglich, dass in der Studie, die auf 15Fr. kam, mit Endlager-, Stilllegungs- oder Entschädigungskosten an AKW Betreiber gerechnet wird.
            Obwohl ich davon ausgehe, dass der Stilllegungs- und Entsorgungsfond von 15,5Mrd. (wovon erst ein Teil eingezahlt wurde) nicht reicht, rechen ich nicht mit diesen Kosten, da sowieso (auch mit neuen AKWs) die Allgemeinheit dafür aufkommen muss.

          • F. Bringer sagt:

            Inzwischen werden komplette Photovoltaik-Anlagen für €2 /W angeboten:
            http://bit.ly/kvVbnQ (Und das bei kleinem Bestellvolumen).

            Mit 100 Milliarden Franken lassen sich demnach bereits heute Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von 41.3 GW finanzieren. Bei nur 1000 Sonnenstunden im Jahr (Ausnutzungsgrad von nur 11.4%) sind das bereits 41.3 TWh.

            41.3 TWh sind 65% mehr Strom als alle 5 Reaktoren zusammen und das ausschliesslich mit der momentan teuersten Option (ohne Wind, ohne Biomasse, ohne Kleinwasserkraft etc.).

        • Daniel Bucher sagt:

          …ob signifikant oder repraesentativ – kein wirtschaftliches Ziel ist es wert, das Wohl der Menschen zu gefaehrden. Die Angst, dass das Zeitalter der regenartiven Energien mit Wohlstandsverlusten einhergehen muss scheint mir auch unbegruendet, wie es Norbert Roettgen, Deutscher Bundesminister fuer Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in einem ‚Spiegel-Interview‘ am 23.4.2011 ausdrueckt…

    • Die radioaktiven Abfälle strahlen noch mehrere Millionen Jahre in einer tödlichen Stärke. Und das soll kein Grund sein, auf AKWs zu verzichten?

    • Realist sagt:

      Der Autor beschreibt ganz sachlich zwei Extremszenarien. Sie hingegen haben eine vorgefasste Meinung. Was nicht hineinpasst ist Stimmungsmache und Hetze.

      • Grösserer Realist sagt:

        Hahaha, jetzt lesen sie bitte nochmals diesen Blog und sagen mir mit gutem Gewissen, dass diese beiden Szenarios neutral verfasst worden sind.
        Ich glaube seit dem ich den Tagi ab und zu im Internet lese, habe ich noch nie einen Politblog gesehen, der nicht von einer Linksdenkenden Person geschrieben wurde. Eigentlich schade, ich finde man müsste da auch ein bisschen abwechseln.

        • Realist sagt:

          Ich sage mit gutem Gewissen dass es zwei Extremszenarien sind. Ich stimme aber auch keinem von beiden zu. Nur scheint Ihnen die eine Variante in den falschen Hals geraten zu sein. Vielleicht weil die AKW-Variante die Taktik der Bremser zu offensichtlich werden lässt.

    • Nein, Deutschland steht nicht alleine da. Auch Österreich und Italien haben keine AKWs. Italien hat AKWs gerade eben mit >95% abgelehnt! Und, Herr Ballmer, wenn wir dann die Kosten für Endlagerung und Versicherungsschutz endlich kennen, geht ihre Rechnung nicht mehr auf. Die massivste Erhöhung des Strompreises kommt übrigens vom unbedingten Netzausbau. In diesem Zusammenhang frage ich mich, wo die Milliarden, die wir dazu bezahlt haben, hingegangen sind. Auch auf diese Rechnung bin ich gespannt.

  • Martin Frey sagt:

    In meinem Bekanntenkreis sind viele für den Atomausstieg. Es darf aber a) nichts kosten, b) keinen Verzicht bedeuten , c) auf das eigene Haus kommt keine teure Photovoltaikanlage (sie sei denn sehr stark subventioniert), d) die Preise für die Produkte des täglichen Gebrauchs dürfen auch nicht steigen. PS: Ich habe Vakuumröhren-Kollektoren auf dem Dach.

    • Hans-Georg Kessler sagt:

      Die Debatte läuft falsch. Es mag sein, dass die Atomenergie zu hohe Risiken birgt, aber wir müssen ja auch von den begrenzten und ebenfalls mit Umweltrisiken behafteten fossilen Energieträgern loskommen – Ölkatastrophe lässt grüssen.
      Wir müssen uns mit grösster Priorität darum kümmern, den Energieverbrauch zu senken, was realistischerweise nicht ohne schmerzliche Massnahmen wie Rationierung und Verbote von Energieverschwendung geht. Und wir müssen – Atomausstieg hin oder her – die Nutzung erneuerbaren Energien massiv vorantreiben.
      Velo fahren, statt SUV!

  • Beda Mahler sagt:

    Laut Autor wird 2019 „die Schweiz vom Ausland abhängig“. Man mag für oder gegen Atomkraftwerke sein, das Argument der Versorgungssicherheit ist aber lächerlich: bezüglich Nahrung hat die Schweiz einen Eigenversorgungsgrad von ca. 60% und muss daher grosse Mengen an Lebensmitteln importieren. Fossile Energie (Gas, Heizöl, Benzin) kommt praktisch zu 100% aus dem Ausland. Ob wir in der Stromwirtschaft auch noch ein bisschen vom Ausland abhängig werden oder nicht kommt im Vergleich zu diesen gigantischen Abhängigkeiten nun auch nicht mehr draufan!

    • Herr Mahler, im Zussammenhang mit der Auslandabhängigkeit darf man den Winter 2009-2010 nicht vergessen als halb Europa von der Gasversorgung abgehängt wurde! Ich bin für einen vorsichtigen aber konsequenten Ausstieg,es darf auch etwas mehr kosten, die Mehrbelastung muss aber auch für kleinere Einkommen tragbar sein.Ohne Einwanderungsstopp ist das Ganze eine Illusion auch in Bezug auf die Treibhausgase. Das hat mit Schuldzuweisungen rein gar nichts zu tun,viel mehr mit dem Einmaleins. Deutschland ist als Vergleich untauglich, das Land ist reich an Kohle/ Wind und hat bereits entspr. Kraftwerke

  • Peter von Blass sagt:

    Mehrbelastung von 10 Franken pro Monat

    Da kann ja etwas nicht stimmen, 100 Mia. geteilt durch 8 Mio. Einwohner inkl Säuglinge etc. gibt 12500.- pro Einwohner

    12500.- : 10.-/Monat gibt 1250 Monate = 104 Jahre

    Ich denke dass Prof. Guzella mit 100 bis 150.- pro Kopf und Monat = 7200.- /Jahr
    für eine 4köpfige Familie deutlich realistischere Angaben macht

    • F. Bringer sagt:

      Die 100 Milliarden werden in 25 Jahren investiert. Das sind 4 Milliarden im Jahr wovon die Haushalte wiederum 31.2% tragen – bleiben noch 13 Franken pro Person und Monat – welche jede Person wieder mit effizienten Leuchten, Geräten, Licht abschalten einsparen kann. (Die Haushalte zahlen nicht die hohe Stromrechnung der UBS-Rechenzentren, welche ausländische Gelder verwalten.)

      Allerdings ist selbst 40% Photovoltaik mit Schweizer Arbeitsplätzen wesentlich günstiger zu haben und selbstverständlich kosten auch neue, teure, ausländische AKWs, Uranimport und deren Rückbau etc. dutzende Milliarden.

      • F. Bringer sagt:

        Alleine mit dem Stromhandel hat die Schweiz im letzten Jahr 1.328 Milliarden verdient: http://bit.ly/e2KAiZ

        Alleine mit dem Stromhandelsprofit kann die Schweiz demnach jedes Jahr über 500 MW Photovoltaik mit Schweizer Arbeitsplätzen installieren (das AKW Mühleberg hat 355 MW).

        Das sind bereits 5000 MW Stromdachleistung mit Schweizer Arbeitsplätzen bis der erste Reaktor vom Netz geht.

  • Zurbrügg sagt:

    Deutschland muss jetzt schon in Spitzenzeiten Strom von Frankreich beziehen. Mit der Abschaltung der Atomkraftwerke blüht der Schweiz dasselbe, nur noch in viel grösserem Ausmass. Die Franzosen sind im Gegensatz zu den Schweizern und Deutschen, Realisten. Kernenergie wird in Zukunft noch eine grössere Rolle als bisher spielen, weil es keine vernünftigeren Alternativen gibt. Wer darauf verzichtet, wird Wirtschaftlich nicht mehr mithalten können. Frankreich hats begriffen, wird die Schweiz noch rechtzeitig erwachen?

    • F. Bringer sagt:

      Tatsächlich hat Deutschland wesentlich mehr flexible Kraftwerkskapazität als Frankreich und exportiert deshalb zu Spitzenzeiten häufig Strom, während F mit wenig Flexibilität sogar teuren Strom importieren muss.

      Atomenergie hat in letzten 10 Jahren trotz grosszügigen Subventionen weltweit gegen 30% Marktanteile verloren während erneuerbare Energien ausgebaut wurden: http://bit.ly/ivO7c7
      Während D erneuerbare Energien mit Profit exportiert, exportiert F neue AKWs mit Verlust. Profitmachende Arbeitsplätze sind besser als verlustmachende Arbeitsplätze mit Restrisiken und Uranabhängigkeit

  • Fred Käser sagt:

    Der Best Case sähe anders aus: Das Energie-Szenario tritt wie geschildert ein, Grüne und SP werden in ihrer heutigen Dagegen-Formation überflüssig und gehen in einer gemässigt-konstruktiven, linksliberalen Bewegung auf.

  • urs m. widmer sagt:

    Bislang wurde überall auf Wachstum und Umsatz gesetzt – in der Welt, so auch die Energiefirmen! – Da bei AKW die „Endlager und Abwrackkosten“ wohl nicht ehrlich kalkuliert worden sind – sind auch die Energiepreise nicht wahr. Finde es müssig über die nötigen Preiserhöhungen zu diskutieren. Wir Steuerzahler werden eh noch auf die Welt kommen. Es gibt zuviel Wirtschaft, die rein egozentrisch handelt – zuviel Politik, die den Staat (d.h.Gesellschaft) untergräbt und der Wirtschaft Tür & Tor grenzenlos auf hält. Es wird nur mit Schmerz eine Abkehr von diesem Weg geben. Es wird ALLE angehen!

    • Pius Lischer sagt:

      Weil auch alle Krankenkassenprämien zahlen müssen können wir doch diese durch Lenkungsabgaben für Atomstrom finanzieren.
      Das ist ein Nullsummenspiel und nützt allen.
      40 Rp. mehr pro KWH strom reicht für die grundversicherung für alle zu finanzieren.
      Wer hat eine gute Begründung dagegen?

  • Peter Zweig sagt:

    Nicht einverstanden mit Herrn Chapman. Best Case ist der sofortige Ausstieg. Mindestens Mühleberg und Beznau sofort abschalten. Warum? Weil Atomkraftwerke bereits im Normalbetrieb gentoxische Strahlung emitieren. Siehe die Arbeit von Cornelia Honegger-Hesse. Im weiteren sind leiden Zeitarbeiter an der Radioaktivität: http://www.hintergrund.de/201106011570/globales/umwelt/japans-nuklearsklaven.html Die Tatsachen sprechen für einen sofortigen Ausstieg. Der Total-Ausstieg wird eher vor 2021 erfolgen, denn gemäss Wahrscheinlichkeitsrechnung haben wir dann mindestens einen neuen Supergau.

    • Maria Halder sagt:

      Ja, aber den Supergau haben sie nicht in der Schweiz. Daher ist es voellig egal, ob wir aussteigen oder nicht. Ich glaube sowieso das worst case scenario ist naeher and der Wahrheit. Schweizer sind im Moment in einer Massenhysterie. Koennen nicht mehr klar denken. Es braucht wirklich viel, damit sich ein Land selbst konkurrenunfaehiger macht. Ausserdem wird im Moment erbarmungslos umgeschichtet. Aermere Leute haben in der Schweiz keine Chance mehr zu einem erschwinglichen Leben.

  • Daniel Lenzin sagt:

    Was macht Österreich?? Nichts! Die beziehen ja ihren Strom aus der Steckdose! Was ich damit sagen will ist, dass wir den endgültigen Atomausstieg nicht annehmen, bzw verschieben sollten, um die erneuerbaren Energiequellen zuverlässig und der Bevölkerungszahl/Zustrom der Ausländer „realistsch“ anpassen müssen. Ansonsten wird „der beste Fall“ zu einem Fiasko!

    • Franz sagt:

      wie lange wollen sie denn noch verschieben? ist 2034 denn nicht lange genug? Vor dem Jahr 2000 wurden in D gerade mal 20 TWh EE-Strom erzeugt, für dieses Jahr sind es schon über 110 TWh.

      Und die Schweiz soll das nicht leisten können? So wenig Vertrauen in die Schweiz??

    • Pius Lischer sagt:

      mit Lenkungsabgaben den Atomstrom verteuern und die krankenkassen damit finanzieren ist doch die einfachste Lösung.
      Energieverbrauch ist freiwillig und Krankenkassenprämien zahlen ist Zwang.

      • Hans P. Grimm sagt:

        Und Geld Umverteilen stärkt den Staat, weil er dazu wieder ein Beamtenheer einstellen mus dazu ein neues Bundesamt eröffnen, frisst mit Sicherheit 30% der Lenkungsabgaben. Tolle Idee!

  • Paco Lopez sagt:

    Sie haben etwas vergessen, was alle Befürworter der Atomenergie gerne vergessen; Ihr worst case ist ein Witz verglichen mit dem wirklichen Worst Case….

  • Physiker sagt:

    Träumer sind diejenigen, die uns weismachen wollen, Atomkraftwerke seien sicher, Atomstrom billiger als erneuerbare Energien (weil man einfach einen Grossteil der Kosten auf die Allgemeinheit abwälzt), das Problem mit dem Atommüll sei lösbar und irgendwann bald könne man richtig sichere Atomkraftwerje bauen. Hört doch endlich auf mit dieser Volksverdummung! Es lohnt sich schon gar nicht mehr, dagegen zu argumentieren, weil die Lächerlichkeit mittlerweile offensichtlich wurde. Zwei Super-GAUs und ein Gau in 32 Jahren zeigen deutlich, wie realistisch das so genannte Restrisiko berechnet wird…

  • Franz sagt:

    Deutschland hatte früher einen Atomstromanteil von fast 40%, für 2011 ist mit 15% zu rechnen.
    Wurde D deshalb Deindustrialisiert? Nach Berechnungen des Fraunhofer Instituts sanken durch den Ausbau von EE die Strompreise gerade für Großverbraucher in der Industrie.

    Und der wirkliche worst case ist immer noch der GAU

    • F. Bringer sagt:

      Interessant ist hierbei auch, dass Deutschland mehr exportiert als Japan und die USA.

      Frankreich exportiert dagegen gerade mal gut einen Drittel von dem was Deutschland exportiert.
      Frankreichs massive Subventionierung der Atomenergie hat sich nicht als wirtschaftlicher Erfolg entpuppt und die ungedeckten Rückbaukosten der bestehenden AKWs werden Frankreichs Steuerzahler zukünftig noch gehörig zusetzen.

  • Urs Dietschi sagt:

    Der Ausstieg ist der einzig gangbare Weg in eine ökologischere Zukunft. Das von der Atomlobby kleingeredete Restrisiko ist nicht tragbar und bezahlbar schon gar nicht! Egal wie teuer der Ausstieg kommt, er muss jetzt kommen. Seit 20 Jahren hat das Parlament in der jetzigen politischen Zusammensetzung die Verbreitung und Entwicklung von Alternativen verhindert und ausgebremst. Die Atomlobby und ihre Vertreter im Parlament und Bundesrat wollten gar noch weitere, mit grossen Risiken behaftete Atomkraftwerke bauen. Mit Atom sind wir immer vom Ausland abhängig, da bei uns keine Uranvorkommen hat!!

  • sandro gasser sagt:

    dieser blogs sind ebenso inhaltsleer wie das geschwätz: stellen wir die akw’s sofort ab, der strom kommt ja aus der steckdose.
    die aufgabe seriöser journalisten wie politiker wäre nicht hysterisch auf den vorfall in japan zu reagieren sondern einen gangbaren weg in die stromzukunft. wir brauchen immer mehr davon, elektrovelo’s, elektrotöff, elektroautos, haushalt, industrie.
    im übrigen den auslandteil ansehen mit dem artikel: fukushima, vieles übertrieben. besonnenheit, keine ideologischen saltos und kein mehrgeldgenerieren (steuern) durch alternativenergien wie z.b. förderungsabgabe etc..

  • Martin Cesna sagt:

    Ad Industrie: Die Papierindustrie verduftet gerade ins Ausland, wohl aufgrund der Umweltschutzgesetze und die Alu-Produktion ist sehr stromintensiv und war im Wallis aufgrund der Fluor-Emissionen auch stets zweischneidig gesehen worden.
    Bei beiden kann ich nicht richtig traurig werden.
    Ad AKWs: Bei einem optimistischen Wirkungsgrad von 50% verdampft der Kühlturm etwa die Menge Energie, die dann auch als Strom herauskommt. Vorsätzlich sollte nicht so etwas Verschwenderisches gebaut werden!
    Zukunft sollte etwas intelligenter aussehen.

    • Carnot sagt:

      Lieber Herr Cesna, die Physik hat der Umwandlung von Wärme in Strom Grenzen gesetzt. Der maximale Wirkungsgrad eines thermischen Kraftwerks hängt von der Betriebs- und Umgebungstemperatur ab, und kann eine gewisse Grenze (Carnot-Wirkungsgrad) nicht überschreiten. Selbstverständlich geht bei AKWs daher viel Energie in den Kühlturm – doch dies ist auch bei anderen Wärmekraftwerken (Gas, Kohle) der Fall. Sie können für oder gegen AKW sein, aber die Physik dieser Kraftwerke können Sie auch mit bestem Willen nicht verändern!

  • Jack Hugentobler sagt:

    Technologie-Vorhersagen haben eine Trefferquote von max. 50%, d.h. ein Fehler-/Restrisiko von 50%. So um 1960 war es ausgerechnet die Atomenergie, welche der Industrie goldene Zeiten und der Bevölkerung Energie im Ueberfluss versprach. Dazwischen sollte die Umwelt einmal mit Kafirahmdeckeli-Sammeln gerettet werden. Vorsicht ist die Mutter der Weisheit. Natürlich nicht für Leute, die kurzfristig ohne irgend eine Verantwortung zum eigenen Vorteil agitieren können.

  • Ich verstehe nicht, wie es AKW-Betreiber und -Befürworter geben kann, die sagen „Wir haben die Atomenergie im Griff“. Ich finde das eine Anmassung. Die Halbwertszeiten der tödlichen Strahlen dieser Materialien beträgt x-tausend Jahre. Die Endlagerung dieser Materialien für die nächsten tausende von Jahren ist noch unklar. Die Kosten für diese Endlagerung zahlen die zukünftigen Generationen. Wenn diese Kosten in den Strompreis einfliessen würden, wäre der Atomstrom nie konkurrenzfähig gewesen.
    Bei einem Reaktorunfall wäre ein grosser Teil der Schweiz für hunderte von Jahren unbewohnbar.

    • abuela sagt:

      Wie teuer wird der Atomstrom in Zukunft? Erhöhte Sicherheitsbestimmungen (mit Restrisiko) beim Weiterlaufen der bestehenden und beim Bau neuer Kraftwerke sind bestimmt nicht gratis. Werden wir alle (angenommenen) Fakten erhalten um auch einen Preisvergleich anzustellen? Wie viel wird für das Restrisiko, das wir, unsere Nachkommen und die ganze Erde tragen müssen berechnet?
      Wie weit wären wir doch heute schon, hätte man vor 30Jahren, als auch ich auf die Strasse ging um gegen diese Energie mit so vielen Fragezeichen zu demonstrieren, reagiert?

      • Stuker B. sagt:

        Auch ich demonstrierte vor 30 J.gegen die Atomenergie, nach dem Atomunfall in Tschernobyl. Meine Tochter war noch klein, und ich kann mich noch so gut daran erinnern, wie wir gewarnt wurden, ja keine Pilze wegen der zu hohen Strahlenbelastung zu sammeln. Leider wurde dort der Atomausstieg in der Abstmmung von den Schweizern abgelehnt. Ja, wie weit wären wir heute, wenn wir die Forschung schon damals für EE forciert hätten. Jetzt packen wir die Chance zum Ausstieg. Eine emotionale wie auch vernunftsmässige Entscheidung. Wer würde schon in ein Flugzeug steigen, das einen Riss hat. SieheMühleberg

  • Kurt Stierli sagt:

    Finde den Titel des Blogs gut: Träumer und Warner. Als Träumer betrachte ich momentan noch die Grünen, „die Fundis“ träumen wohl davon das wir wieder Verhältnisse wie vor der Industrialisierung haben, die Warner wollen weiter machen wie bisher, Geld machen ohne Rücksicht auf Verluste. Als Gebäudetechniker sehe ich mich eher als Realist. Ich behaupte bei einem geordneten stufenweisen Austieg aus der Atomindustrie kann man alleine mit Gebäudesanierungen und energetischen Massnahmen in der Industrie alle AKW in der Schweiz spielend ersetzen.

  • markus mitterberger sagt:

    ja liebe kernkraftfreunde es geht ganz genau um die wirtschaftliche zukunft.
    wiese investieren wohl die exportweltmeister china/deutschland in alternative energie.
    und das ist nicht nur wind und sonne. da gaebe es noch viel mehr zu forschen und foerdern.
    hayek senior selig laesst gruessen.
    und entschuldigung, wieso wird denn so stark gegen alles lobiiert?
    weil jeder einzelne in zukunft seine energie selber produzieren koennte.
    stimmvieh=stromvieh, etc. die gedanken sind frei!

  • Thomas Stäubli sagt:

    Warum wird hier das Ausschalten eines AKW als positives Ereignis dargestellt? Schliesslich gibt es keinen Strom annähernd gute umwelt- und kostenvorteile mit sich bringt. Mein Traumszenario: 2025: Bundespräsident Christoph Blocher eröffnet Mühleberg 2, ein AKW der neuesten Generation mit 2000 MW Leistung, der Mühleberg, Beznau 1 und 2 ersetzt.

    • F. Bringer sagt:

      Ein neues, ausländisches AKW kostet inzwischen über 10 Milliarden Franken (vor Fukushima-Angebot): http://bit.ly/JvyQ1
      Mit 10 Milliarden Franken lassen sich Schweizer Photovoltaik Module mit Schweizer Arbeitsplätzen und einer Leistung von über 16 GW finanzieren (Mühleberg hat weniger als 0.4 GW). http://bit.ly/9AJKIh
      Weil neuer Atomstrom zu teuer ist, wurde 2009 in einem einzigen Jahr 80 GW (200 mal AKW Mühleberg) erneuerbare Leistung installiert, während die weltweit installierte AKW-Leistung sogar abgenommen hat: http://bit.ly/cF5ezk

    • F. Bringer sagt:

      Die Schweiz baut übrigens keine Reaktoren, betreibt keine Anreicherungsanlagen, keine Wiederaufbereitungsanlagen und besitzt keine Uranminen.

      Es gibt keinen Grund weshalb ausgerechnet die Schweiz die dahinserbelnde, ausländische Atomindustrie, welche seit Jahren trotz grosszügigen Subventionen Marktanteile verliert noch vermehrt subventionieren sollte.
      Es reicht, dass die Rückbaukosten für die bestehenden Reaktoren bei weitem nicht gedeckt sind.

      Lieber Schweizer Arbeitsplätze als mehr Abhängigkeit mit mehr Restrisiken.

  • Albert Baer sagt:

    Mit rein technischen Lösungen werden wir es nie zu einem nachhaltigen Lebensstil schaffen. Es braucht ebensfalls Veränderungen im Zusammenleben und im Wirtschaften. Unsere bisherige Wohlfahrt gründet sich neben dem technologischen Fortschritt vor allem auch auf einem ausbeuterischen (Natur, Menschen, die Zukunft) Wirtschaftssystem. Dieses Traumgebilde ist nicht überlebensfähig. Wir müssten uns also in Teilbereichen zurückentwickeln z.B in eine High-Tech-Subsistenzgesellschaft. Ich befürchte aber, das wir einander eher die Köpfe einschlagen werden, als uns gesellschaftlich weiterzuentwickeln.

    • sepp z. sagt:

      die meisten gesellschaftlichen und politischen Fortschritte im 20 Jh. wurden nach den beiden Weltkriegen erzielt: Es herrschte Konsens darüber, dass diese dunkle Zeit keine Option mehr sein kann. Aber es brauchte immenses Leiden, bis die Einsicht darüber herrschte.

      Analog glaube ich, dass ohne einen ordentlichen Schock oder eine ordentliche Katastrophe die Menschheit nicht lernfähig ist. Klappt der Ausstieg nach dieser AKW-Katastrophe nicht, klappt er nach der nächsten. Oder in Ihren Worten gesagt, Herr Baer: Wir werden uns schon weiterentwickeln. Aber erst nach dem Köpfe-Einschlagen.

  • Peter sagt:

    Ich muss demnächst meine Oelheizung ersetzen und habe mich, trotz hoher Anschaffungskosten, schon halb entschlossen eine Wärmepumpe zu installieren. Nach dem Theater, dass nun unsere Regierung und Parlament startet werde ich wohl auf die Wärmepumpe verzichten (1/4 bis 1/3 der Energie muss durch demnächst sehr teuren Strom aufgewendet werden) und wieder eine Oelheizung einbauen. Und übrigens, hört der heute bestehende radioaktive Abfall dann per Gesetz auf zu strahlen? Und was passiert, wenn in Frankreich ein Gau geschieht, bleiben wir dann völlig unbehelligt?

    • Realist sagt:

      Wie wärs mit Sonnenkollektoren auf dem Dach? Die sind bestimmt effizienter. Rechnen Sie doch nach.
      Bei mir rentierts.

      • Realist??? Wenn ich obigen Beitrag richtig verstanden habe, geht es um den Ersatz einer Heizung in einem herkömmlichen Bau.Lieber Realist erklären Sie uns wie Sie mit Sonnenkollektoren alleine auch einen langen und kalten Winter durchheizen wollen?Ich glaube das jetzt genug Märchen im Umlauf sind! Jetzt müssen belegbare Fakten auf den TischÄber vieleicht leben Sie ja auch in Kalifornien!!

        • F. Bringer sagt:

          Mal abgesehen davon, dass Öl zukünftig kaum günstiger wird und selbst der teuerste, erneuerbare Strom (Photovoltaik) inzwischen nur noch 30 Rappen /kWh kostet.

          Dieses Schweizer Haus, welches dank Schweizer Arbeitsplätzen entstanden ist, heizt auch im Winter mit dem Dach:
          http://bit.ly/dLSrzK

          Mit dem Geld was die Schweizer zu viel für ihren Neuwagen zahlen, weil sie ihn nicht direkt importieren, kann man sich inzwischen eine komplette Europäische PV-Anlage kaufen: http://bit.ly/liBlMe

          • Ich würde zu gerne all den schönen Bildchen und Beteuerungen Glauben schenken. Im letzten sehr kurzen Winter habe ich mehrmals einen schon älteren Optimisten beobachten können, wie er ca. 6m über Boden auf einem steilen Dach den angefroreren Schnee ab seinen Kollektoren kratzte.Wenn das unsere Zukunft sein soll,dann brauchen wir uns nicht so lange warmzuhalten. Auch eine Art uns selber zu regulieren.

          • F. Bringer sagt:

            Hier bitte sind die Temperaturen im Speicher mit CH-Arbeitsplätzen: http://bit.ly/jd14Tf
            Selbst im Januar und Februar war die Temperatur noch bei über 50 C.

            Im Gegensatz zu einer Windschutzscheibe muss man nicht zwingend kratzen, man kann auch warten bis der Schnee geschmolzen ist. Solarenergie soll ja auch gar nicht jedes Haus 100% autark machen, sondern es soll unsere Region mit zukunftsfesten Arbeitsplätzen etwas weniger abhängig machen.

            Im Gegensatz zu Walter Bossert, finden es nicht alle nur toll, dass die CH 100% Öl, 100% Gas, 100% Uran und über 40% der Nahrung importieren muss.

  • Katharina sagt:

    Schaut hierher nach Kalifornien. Wir sind praktisch ausgestiegen. Strompreise bewegen sich im üblichen Rahmen. Unser Pro-Kopf verbrauch ist inzwischen tiefer als in der Schweiz. Dies bei höherem Lebensstandart und bedeutend grösserer Mobilität. Es ist also machbar. Ich denke aber, dass der in der Schweiz diskutierte Zeitrahmen zu kurz ist. Auch finde ich, ist zu berücksichtigen, dass in etwa 2030 -2040 Fusionsreaktoren verfügbar sind – eine wesentlich sicherere Technologie. Als Konzept, alternative Quellen zu erschliessen und die Innovation staatlich zu fördern, ist der Plan zu befürworten.

    • sepp z. sagt:

      in der Schweiz fördern falsche Anreize (Strom wird billiger, je mehr konsumiert wird) den Stromverbrauch.
      der Mark (=die Stromfirmen) hat nur ein Interesse an hohen Profiten durch hohe Produktion, deshalb ist für den Markt die Reduktion des Stromverbrauchs ein Desaster.
      hier muss klar die Gesellschaft andere Regeln und andere Modelle diktieren.

      hinsichtlich zukünftigen ’sicheren Fusionsreaktoren‘ bin ich sehr skeptisch. Man hat in den 50er Jahren auch geglaubt, in damals 20-30 Jahren würde in jedem Haushalt und jedem Auto ein kleiner Atom-Reaktor laufen…

  • Walter Guidon sagt:

    Eines der besten Bücher zum Thema Energiekonsensgespräch heisst; FAKTOR VIER, Doppelter Wohlstand – halbierter Natur-verbrauch von Ernst Ulrich von Weizsäcker und Koautoren, Verlag Droemer Knaur. Dieser umfassende Bericht wurde 1995 veröffentlicht, hat aber gerade in unserer Zeit seine Aktualität.

  • 3. Juni 2011: Dr. Emmanuel Egger, Nuklearfachmann vom ACS-Labor Spiez, schätzt die Folgen der Reaktorunfälle von Fukushima aus heutiger Sicht deutlich weniger gross ein, als vorerst angenommen (Siehe auch im Tagesanzeiger, in der BZ oder im Bund vom 3. Juni 2011).
    Das Risiko in den nächsten fünfzig Jahren an Krebs zu erkranken, ist bei den 30 am stärksten bestrahlten Tepco-Mitarbeitern nur um etwa ein Prozent erhöht. Viel weniger zum Beispiel als bei einem Menschen, der während zwanzig Jahren täglich ein Päckchen Zigaretten raucht.

    • F. Bringer sagt:

      Apropos: Mit einem Evakuierungs-Radius von 30 km wie in Fukushima lässt sich mit Schweizer Wetterverhältnissen und Photovoltaik-Modulen mit lediglich 15% Wirkungsgrad rund 7mal mehr Strom produzieren, als was die ganze Schweiz im Jahr verbraucht.

      Im Gegensatz zu Lebewesen sind Photovoltaik-Module gegenüber radioaktiver Strahlung ziemlich unempfindlich – die Frage ist allerdings, ob die Schweiz überhaupt noch viel Strom benötigt, wenn eine Fläche mit 30 km Radius evakuiert werden muss.

  • Marco Binder sagt:

    Es bleibt zu hoffen, dass die Schweizer Entscheidungsträger jeweils genug früh erkennen, wenn es zu grösseren Stromlücken kommt. Dass unsere Industrie nämlich die Maschinen abstellen muss, weil der CH-Strom zu teuer wird, wäre ein schlechtes Szenario. Gas als Überbrückung scheint unumgänglich.

  • Urs Dietschi sagt:

    Es scheint offensichtliche, dass viele der Blogscheiber der SVP-Propaganda erlegen sind und simpel die ablenkende primitive Ausländerfeindlichkeit der Parteioberen übernehmen. Es ist an der Zeit dass der weisse Teil der Schafherde wieder versucht sich eine eigene Meinung zu bilden und nicht blind die Meinung der Schafhirten übernimmt. Nach Bedarf der Hirten werden neue schwarze Schafe definiert um die weissen ruhig zu stellen. Das eigentliche Problem ist die 20-jährigen Verhinderung durch die heutige politische Zusammensetzung des Parlaments. Leute macht die Augen auf und wählt im Herbst…

    • Falls es da jetzt plötzlich um Wahlen geht Herr Dietschi, muss ich Ihnen sagen , dass ich zuletzt diejenigen wählen würde welche mir weit im Voraus schon eine eigene Urteilsfähigkeit absprechen.Damit beweisen Sie nur, dass Sie nach Opfern suchen welche Sie leicht anlügen können.

  • Marco sagt:

    Katharina, 4.6.2011, 0202 Uhr
    Kalifornien ist pleite, kein Geld und hängt an der Spritze von Washington. Das Märchen vom grünen Kalifornien kann man vergessen. Habe selber Jahre dort gewohnt, übelster Dreck wo man nur hinschaut. Der pro Kopf verbrauch ist immer noch massiv höher als in der Schweiz.

    • Werner Gattler sagt:

      In Kalifornien hat man das wohl zu wenig konsequent durchgezogen. Wenn man nach Deutschland schaut, scheint das mit den erenuerbaren zu funktionieren. Bei bereits 6 Prozent Windenergie sind wir. Und dabei haben wir erst begonnen.

      • Das sehe ich jetzt wirklich anders: Während bereits unsere Grossväter erkannten, dass die Wasserkraft ein grosses Potential zur Stromerzeugung hat, bemerken die Deutschen erst seit einigen Jahren, dass vor allem im Norden die Windkraft effizient genutzt werden kann. Deutschland besitzt dafür mit seinen Braunkohle-Kraftwerken die grössten CO2-Schleudern Europas. Im Gegensatz zu uns haben sie kein CO2-Problem zu lösen, wenn sie ihre AKW durch Gaskombikraftwerke ersetzen. Denn sie können ihren vereinbarten CO2-Ausstoss problemlos einhalten, wenn sie dafür weniger Braunkohle einsetzen.

        • F. Bringer sagt:

          Tatsächlich wurde die erste kommerzielle Wasserturbine vom Französischen Ingenieur Fourneyron bereits 1834 im Deutschen Schwarzwald installiert. (Diese Turbine hat einen Durchmesser von lediglich 0.46 m und produzierte bei einem Gewicht von nur 18.2 kg und einem Wirkungsgrad von über 80% bereits 40 kW).

          Deutschland hat im Gegensatz zur Schweiz wenig Wasserkraft, weil es nicht in gleichem Masse mit Gebirgen gesegnet ist.

        • F. Bringer sagt:

          Und selbstverständlich verbrennt die Schweiz immer noch über 40% mehr fossile Brennstoffenergie und 40% mehr fossile Treibstoffenergie als sie elektrische Energie verbraucht.

          Das CO2- und Brennstoffreduktionspotential der Schweiz ist im Heiz- und Transportbereich immer noch hoch.

          Und im Gegensatz zu Deutschland verfügt die Schweiz über keine eigenen fossilen Energieträger.
          Es gibt also keinen vernünftigen Grund, weshalb ausgerechnet die Schweiz die Förderung von erneuerbaren Energien und Effizienzmassnahmen mit Schweizer Arbeitsplätzen weiterhin verhindern soll.

  • F. Bringer sagt:

    Windturbinen sind übrigens günstiger als neue AKWs.
    China hat in den letzten 2 Jahren knapp 33 GW Wind installiert und nur 1.6 GW Atom: bit.ly/huwZRu , bit.ly/ivO7c7

    Windturbinen kosten €0.98 /W : bit.ly/i343Ll
    Neue, teure AKWs kosten dagegen $8 /W:
    ti.me/flRvb1 bit.ly/afZoPe (ohne Uran, ohne Rückbau, ohne Endlager)

    Wenn die Stromlobby CO2-arme Stromproduktion tatsächlich interessieren würde, würde sie keine Kohlekraftwerke an den windigen Europäischen Küsten finanzieren – sondern Windfarmen: bit.ly/gNcJ6W bit.ly/98u67L

  • F. Bringer sagt:

    Abgesehen davon, dass die Schweiz bereits heute mehr Strom mit der EU handelt als sie selbst verbraucht und 30% seines eigenen Strombedarfs nach Italien netto-exportiert:

    Während die Schweiz in den letzten Dekaden im Stromsektor kaum in erneuerbare Kraftwerke investiert hat, hat die EU hat in den letzten 10 Jahren 109 GW erneuerbare und 118 GW Gas-Kraftwerksleistung NEU installiert: http://bit.ly/m1Ff6D

    Was die Europäischen Grosshandelsstrompreise betrifft, ist es völlig irrelevant, inwiefern Beznau und Mühleberg (mit zusammen gut 1 GW) in 10 Jahren in dieses Europäische Netz hüsteln.

  • Andrea Zanetti sagt:

    En lisant cet article on comprend une fois de plus comment un soit-disant „journaliste“, qui affirme sûrement être objectif et neutre travaille pour la propagation des idées réactionnaires. On voit aussi comme les pro-nucléaires trouvent leur fondement dans une vision passéiste et anti-étrangères. Ce sont les mêmes qui sont pour que les femmes ne travaillent pas, qui pensent que la drogue a été importée par des étrangers et qui aiment des réponses simples à des questions complexes. Pour eux il n’y a pas de solidarité, de respect ni d’égalité mais que l’exploitation de la terre et des gens.

  • Gianin May sagt:

    Ich denke, es wird wahrscheinlich nicht gänzlich ohne AKW’s gehen, vor allem was die Industrie betrifft, jedoch sollte es möglich sein, den individuellen Strombedarf im privaten Umfeld zu einem Grossteil alternativ zu „beschaffen“ – auch sollte die Entwicklung/Forschung dahin gehen, dass dieser Bedarf „selbst“ beschafft werden kann (Photovoltarik, Solar, Wind etc.) statt dies auch den Grossen Abzockern zu überlassen.

  • Heinz Göd sagt:

    Eine Gefahr von AtomEnergie ist auch,
    dass Bakterien und Viren bei erhöhter Radioaktivität verstärkt mutieren.
    Auch bei störungsfreiem Betrieb gibt es durch AtomEnergie
    Bereiche mit erhöhter Radioaktivität: Abbaugebiet, BrennelementeHerstellung, Kraftwerk, Wederaufbereitung, …
    Was da an mutierten Bakterien und Viren entsteht, entzieht sich jeder Kontrolle.
    Möglicherweise züchten wir uns dadurch selbst gefährliche Krankheiten.
    Genaueres auf
    http://members.aon.at/goedheinz/GOD_Deutsch/Zukunft/2069FaqD/2069FaqD_Energ.html#Atomenergie-Risiko

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