Den Atomausstieg auf irgendwann verschoben

Dreieinhalb Jahre nach dem von Doris Leuthard verkündeten Atomausstieg hat der Nationalrat über dessen Umsetzung debattiert. Er hätte dabei die Möglichkeit gehabt, Worte in Taten umzusetzen. Das wäre an der Zeit, denn die Schweiz produziert weiterhin strahlenden Müll. Wir betreiben den ältesten AKW-Park der Welt und meinen, er sei sicher. Wir wissen, dass für die Stilllegung der Schweizer AKW und die Entsorgung des Atommülls viel zu wenig Geld vorhanden ist. Noch 2011 haben wir die Ereignisse in Fukushima mit Schrecken und Anteilnahme mitverfolgt – und jetzt sollen wir in Kauf nehmen, dass der Atomausstieg auf die lange Bank geschoben wird?

Geht es nach dem Nationalrat, sollen die Meiler 60 Jahre und mehr laufen gelassen werden – viel zu lange. Nicht einmal das Grundprinzip einer bis zum letzten Betriebstag ausreichend hohen Sicherheitsreserve sollen die Atomkraftwerke dabei einhalten müssen. Das bei Reaktoren, die ursprünglich für eine Laufzeit von 30 bis 40 Jahren gebaut wurden und deren Gefährlichkeit mit zunehmendem Alter immer weiter zunimmt. Ob nun das vom Nationalrat abgeschwächte Langzeitbetriebskonzept die nötige Sicherheit gewährleistet, erfahren wir möglicherweise erst, wenn es schon zu spät ist. Und dann? Die Bevölkerung müsste nebst der radioaktiven Strahlung Milliardenkosten tragen, das Schweizer Mittelland würde entvölkert, die Verbindung zwischen Zürich und Bern für Jahrzehnte brach liegen und die parlamentarischen Beratungen würden wer-weiss-wo abgehalten. Handelt so ein verantwortungsvolles Parlament?

Wir betreiben den ältesten AKW-Park der Welt und meinen, er sei sicher.

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Statt sauberem Strom gibts Pillen zur Beruhigung: Vom Bund verteiltes Kalimuiodid. Foto: Keystone

Immerhin: Mit der Erhöhung der kostendeckenden Einspeisevergütung und dem Anreiz zum Stromsparen für Netzbetreiber, hat der Nationalrat endlich den Trend erkannt und wichtige Entscheidungen für die Energiewende gefällt. Mit diesen Massnahmen kann der Engpass bei den 33’000 erneuerbaren Projekten auf der Warteliste beseitigt und brachliegendes Effizienzpotenzial genutzt werden. Bereits heute ersetzt ein Mix aus neuen Erneuerbaren (wie Photovoltaik, Biomasse und Windenergie) das AKW Mühleberg. Steht der Ständerat dieser Entwicklung nicht im Weg, kann es hier zügig weiter gehen.

Schon nur wenn – konservativ gerechnet – jedes vierte Schweizer Dach mit Solarzellen ausgerüstet ist, werden die drei ältesten AKW mit Solarstrom ersetzt sein. Sonne und Wasser sind das ideale Paar für eine sichere und erneuerbare Stromversorgung in der Schweiz: Die Speicherseen dienen als Batterie für sonnenschwache Tage, und wenn es sonnig ist, wird der überschüssige Strom hochgepumpt. Die Schweizer Bergregionen haben eine mit Spanien vergleichbare Sonneneinstrahlung. Unflexible Atomkraftwerke können diesen Sonne-Wasser-Mix nur stören, ihr dreckig produzierter Strom sollte fortan keine Leitung mehr belasten und keinen Markt mehr verzerren.

Dass der Nationalrat trotz dieser Aussichten unsere altersschwachen AKW erst mit 60 vom Netz nimmt, das damit verbundene Sicherheitsrisiko eingeht und den Ausstieg weiter auf unbestimmte Zeit vor sich herschiebt, entbehrt jeglicher Logik. Wenn der Bund dazu noch Jodtabletten verteilt und diese mit unvollständigen und irreführenden Informationen versieht, sodass Greenpeace die Bevölkerung aufklären muss, dann befällt mich schon ein ungutes Gefühl. Die Tabletten sind nicht viel mehr als Beruhigungspillen: Sie helfen im Notfall wenig und es besteht nicht einmal ein solider Evakuierungsplan. Ich bin überzeugt, dass die 77 Prozent der Schweizer Bevölkerung, die gemäss einer aktuellen Umfrage der Hochschule St. Gallen den Atomausstieg bis 2034 möchten, sich lautstark zu Wort melden und ihren Volksvertreterinnen und -vertretern endlich Beine machen werden. Spätestens wenn der Ständerat nicht nachkorrigiert, ist Zeit dafür.

123 Kommentare zu «Den Atomausstieg auf irgendwann verschoben»

  • Veglia Rizzi sagt:

    Aber Herr Allemann ! Die ewigen Angstmacherszenarien ziehen schon längst nicht mehr. Hier gibt es keine Tsunamis. Die Schweizer Bevölkerung weniger Angst vor radioaktiver Verstrahlung als vielmehr vor Arbeitslosigkeit, weil wegen viel zu hoher Stromkosten und absurder Verbrauchsvorschriften unsere Industrie wegzieht. Nein, wir wollen nicht verarmen nur wegen dieser Alternativenergie-Manie der Grünen. Wir brauchen eine prosperierende Wirtschaft, damit es uns allen gut geht, und keine grünen Träume, die uns ins Abseits führen.

    • Peter Muller sagt:

      @Veglia Rizzi Informieren Sie sich zuerst, was genau bei Fukushima passiert ist. Damit sie nicht nachfragen müssen, es war ein gewöhnlicher STROMAUSFALL (durch was ein solcher ausgelöst wird ist tatsächlich nebensächlich) Aber eben, Japan ist ein Entwicklungsland, die wissen nicht wie man mit solcher Technik umgeht. Wir schon!!! Wo verlochen wir eigentlich schon wieder den Nuklearen Abfall….Hoffentlich fragen Ihre Kinder nicht mal, wie Ihre Einstellung zu einer Technologie war, welche tausende von Tonnen hochradioaktiver Abfall für die Zukunft produzierte

      • Markus sagt:

        Das war kein normaler Stromausfall. Das AKW in Fukushima hatte min. 7 unabhängige Stromquellen, die alle durch die extreme Flutwelle (Tsunami) unter Wasser standen. Klar war es blöd die Notstromaggregate nur wenig Meter über dem Meeresspiegel zu bauen. Bei uns sind sie min. 400m über Meer aufgestellt. Im übrigen sind 20000 Menschen an der Flutwelle gestorben und kein einziger am Super GAU. Bitte bleiben sie objektiv und werden sie nicht hysterisch. Der Abfall kann man in Gesteinsschichten Lagern die schon seit Millionen von Jahren stabil sind, das Problem der Entsorgung sind Menschen wie sie.

        • Peter Muller sagt:

          @ Markus ich werde nicht hysterisch, aber bin ob der Sachkenntnis einiger Blog Teilnehmer doch wirklich überrascht. Ihre 400 m sind dann doch der Abschuss…. Eine Energiewende kommt, ob sie das wollen oder nicht. Je früher desto weniger strahlender Abfall. Uran ist ziemlich endlich. Und wenn die Lagerung so problemlos ist wie sie behaupten, wieso gibt es denn noch kein Endlager weltweit. Übrigens muss es kurzfristig bei einem GAU nicht zwingend Tote geben (Das ist offensichtlich Ihr Messstab) Sperrgebiete und langfristige Erkrankungen sind uns aber sicher.

        • David Stoop sagt:

          Die Stromquellen wurden durch den Tsunami unterbochen, aber die Kontrolle über den Reaktor haben sie verloren, weil sie die Wartung und Sicherheitssysteme vernachlässigten. Wenn jetzt ein Erdbeben, Hochwasser, Anschlag, Industriebrand ect. bei uns das selbe bewerkstelligt, wissen wir nicht, ob die Sicherheitssysteme funktionieren. Warum wissen wir das nicht? Weil wir das selbe System wie in Japan verwenden: der Betreiber (=Staat) ist auch die Kontrollbehörde (=Staat). Weder Transparenz noch Unabhängigkeit der Kontrollen ist gegeben. Wir können eigentlich nur noch beten und hoffen.

    • Aschi sagt:

      Frau R. sie verwechseln ein Sicherheitsproblem mit kurzfristiger „Geldmacherei“. AKW-Strom ist übrigens nicht wirtschaftlich. Die kleinen Stromverbraucher bezahlen die Zeche mit 7-10 Rp/kWh, die Grossverbraucher bezahlen weniger als 5 Rp./kWh. Duie BKW beziffern die Produktionskosten des Mühlebergstrom auf über 7 Rp./kWh und haben die Folgeaufwendungen (Rückbau, Endlagerung, fehlende Versicherung usw.) erst noch zu wenig berücksichtigt im Preis. Wie schlecht die Finanzen der AKW’s sind zeigt, dass sie nicht einmal die Jodtabletten schäbige 30 Mio Fr. bezahlen wollen.

      • R. Merten sagt:

        Schauen Sie doch die Kostenexplosion der Strompreise in Deutschland an wegen dem Ausstieg an, Aschi – aschgrau ! Vergessen Sie nicht, genügend Kerzen zu kaufen, damit die 2000 Watt-Gesellschaft nicht im Dunkeln leben muss !

        • Peter Fust sagt:

          @Merten: Würden die AKW’s die Versicherungs-, Rückbau- und Entsorgungskosten korrekt im Preis einrechnen wäre dieser mindestens vier mal so hoch. Sie sind einer dieser unsachlichen Sprücheklopfer.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Verena Ritzi:
      Lucense, Three Miles Island und Tscherobyl hatten kein Tsunamiproblem und gingen trotzdem hops! Eines davon liegt in der Schweiz und dessen Atommüll dümpelt seit über 40 Jahren im Zwilag in Wührenlingen!

      • Markus sagt:

        Herr Jobs, ausser Tschernobyl das eine Waffenfabrik war, die neben bei auch noch Strom erzeugte, kam kein Mensch durch die von ihnen beschriebenen Atomunfälle ums Leben, Jede andere Stromerzeugung kann also nur gefährlicher sein. Oder glauben sie ein Gaskraftwerk oder Gaspipeline können nicht explodieren? Das Problem der Atomabfälle sind Menschen wie sie, die eine Entsorgung verhindern. Technisch gesehen ist eine Entsorgung sehr einfach und sicher, man entsorgt sie in einer Gesteinsschicht in der sich schon seit Jahrmillionen nichts bewegt hat und auch kein Wasser führt.

        • Thomas Jobs sagt:

          Nur dass ein Strahlenwrack nicht reparierbar ist, aber scheint sie aber nicht zu stören!

        • Thomas Jobs sagt:

          übrigens: das mit dem Endlager sollten sie als AKW-Befürworter trotzdem wissen: weltweit gibt es keins! Nicht einmal die Atomsupermacht USA hat es nach >30 Jahren Forschung zu einem Endlager gebracht! SO einfach, gell! Dank der Strahlung wird nämlich alles mürbe und darum ist ein Endlager eben NICHT entgültig! Sie denken ich erzähle Mist? Nein, das lässt sich alles nachgooglen!

          • Hannes Müller sagt:

            Wozu Endlager, wenn der Abfall von heute der Brennstoff von morgen ist?

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Hanner Müller:
            weil das trotz Forschung seit 1954 noch mindestens 40 Jahre auf sich warten lässt!
            Nichts desto trotz hinterlassen auch diese AKW atomarer Abfall; weniger aber immer noch 300 Jahre strahlend!
            Nach ihnen die Sintflut.

  • Horst Grüning sagt:

    Energiewende = Atomausstieg — bei euch sind es immer nochdie gleichen fixen Ideen.
    Aber die Wende kommt, so können wir mehr und mehr hoffen.
    Auch da ist uns Deutschland einen Schritt voraus.
    Lesen Sie nur: Maxenergy. Tausende Kunden setzen auf 100 Prozent Atomstrom.
    Uebrigens eingekauft bei den Kraftwerken Gösgen und Leibstadt.
    Und auch die Kommentare und ihre Bewertungen zu dieser Meldung sprechen Bände:
    Scheints merken die Leute, was mit CO2 wirklich ist — ganz so wie vor Jahren schon „euer“ Stewart_Brand.

  • Thomas Jobs sagt:

    Bevor die Atomkraft Befürworter ihre Argumente in diesem Blog kundtun möchte ich diese ersuchen, folgenden Artikel in der Zeit (Online) zu lesen:
    Atommüll Weg! Weg!! Weg!!! von Manfred Kriener
    Danach sollten sie sich und ihre Meinung reflektieren und dann hier posten!

    Vielen Dank

    • thomas Wermelinger sagt:

      Hallo Herr Jobs.

      Warum dürfen sich KKW-Befürworter nicht melden? Wie wäre es, wenn Sie sich mal bei einem Betreiber vor Ort informieren würden? Könnte vielleicht auch helfen.
      Zudem ist das ungefähr die 5 carte-blanche im Tagi für KKW-Gegner. Ich kann mich höchstens an 1 von Befürwortern erinnern. Wär schön vom Tagi, wenn da auch bisschen mehr Ausgewogenheit herrschen würde.

  • Roland K. Moser sagt:

    Den Atomausstieg und die Entsorgungskosten via Initiative durchsetzen. Wie tönt das für Greenpeace?

    • Dimitri Papadopoulos sagt:

      Greenpeace ist wahrscheinlich professionell genug um zu realisieren, dass ein Atomausstieg an der Urne keine Chance hätte, so wie es eine Mehrheit unserer Politiker ist, die ihre durch die Atomausstiegs- und EE-Förderungspolitik vor allem die Brownie-Punkte in der Links-Presse und die Subventionen für ihre Klientel und Hauslobbyisten sichern wollen, nicht aber Wohlstand und Energiesicherheit der Bürger.

      • Roland K. Moser sagt:

        Wieso also Atomausstieg, wenn er an der Urne keine Chance hat?

        • Dimitri Papadopoulos sagt:

          Greenpeace profitiert natürlich von der Diskussion und vom Prozess des Ausstiegs viel mehr als vom Abschluss: Sobald die Konsequenzen des Vollzugs des Ausstiegs spürbar werden (s. Deutschland), nimmt die Sympathie für Greenpeace und die Anti-Atom-Lobby ab; das kann schon vor Abschluss sein. Ein Limbo, wo diese Pressure Groups sich über Inaktivität der Politik, Verantwortunglose Firmen, etc. beklagen können, schafft Aufmerksamkeit – und Geld in Form von Spenden und Subventionen.

          • Peter Fust sagt:

            Sie meinen, Greenpeace betreibe die gleiche Politik wie die SVP. Fordern, und wenn es erfüllt wird, dumm gelaufen. Das Geschäft geht nicht weiter.

      • David Stoop sagt:

        Da würde ich dagegenhalten. Eine Initiative zum Atomausstieg hat gute Chancen. Man sollte nicht vergessen, dass eine solche Abstimmung vor ein paar Jahren in Italien erfolgreich war.

  • Daniel Graber sagt:

    Diese Tabletten habe ich postwendend weggeschmissen – die nützen nämlich gar nichts! Ich lasse mir keine staatlich verordnete Lebensverlängerungsmassnahmen aufzwingen!

  • Hans sagt:

    Warum sollte ich dem Lobbyisten eines internationalen Grosskonzerns, der Kulturdenkmäler aus reiner Profitgier (Peru) zerstört, glauben?

  • Walter Bossert sagt:

    Ja liebe Greenpeacler, so ist das halt wenn man nicht konsequent ist und eine glaubwürdige Strategie aufweisen kann. Zu dem wurde zu viel allerlei, letztlich unnützes in die gleiche Suppe hinein gerührt, was der falsche Seite hilft! Aber klärt erst mal ab, wie manchen Jura es braucht um Beznau 1 und 2 durch Windernergie zu ersetzen, aber bitte für jedes Jahr 100 000 zusätzliche Verbraucher dazu potenzieren!

  • Die bis heute geflossenen Subventionen für die neuen Erneuerbaren brachten fast nichts. Etwa die Photovoltaik konnte im Winterhalbjahr 2013/14 nicht einmal ganz einen Tausendstel unseres Stromverbrauchs abdecken. Im Sommerhalbjahr haben wir viel Strom aus Wasserkraft. Unseren dann grossen Stromüberfluss können wir nur zu nicht kostendeckenden Preisen ins Ausland verkaufen. Die Windausbeute in der Schweiz ist zwar möglich, doch ein windreiches Land ist die Schweiz nicht. Doppelte Windstärke bringt gemäss den physikalischen Gesetzen die achtfache Stromproduktion. Ohne Kernenergie geht es nicht.

    • Aschi sagt:

      Die CH-Politik (Leuthard und Co.) sperrt tausende Projekte für erneuerbare Energie seit Jahren in die Schublade. Sie und die Urheber dieser Taktik jammern dann, diese nachhaltige Energieform liefere in der Schweiz zu wenig und in Deutschland zuviel Strom?

      • In Deutschland ist der Beitrag der Erneuerbaren an die Stromversorgung sehr bescheiden. Den Stand in der Schweiz und in Österreich erreicht man bei weitem nicht. Zudem sollten nicht die prod. kWh betrachtet werden. Nützlich ist einzig der leider schwierig zu quantifiz. Beitrag an die konstante Spannung im Stromnetz übers ganze Jahr. In Deutschland müssen im Sommer zeitweise Eisenbahnweichen geheizt werden, damit die Spannung auf den gewünschten Wert sinkt. Offenheit für kommende Entwicklungen sowohl bei den erneuerbaren Energien wie bei der Kernenergie ist die nahe liegendende Energiestrategie

        • Felix Rothenbühler sagt:

          @Jorns: Wenn (und falls) heute in DE Weichen mit Überschussstrom beheizt werden, dann bedeutet das nur, dass sich die Markteilnehmer noch nicht angepasst haben. Wird Strom zu solchen Spitzenzeiten günstiger Verkauft und werden unkritische Verbraucher wie Boiler, Kälteanlagen und Industrieprozesse bei Spitzen zu- und bei Flauten abgeschaltet, pendeln sich Produktion und Verbrauch schon ein. Das braucht halt noch etwas Zeit. Atomstrom wird heute nachts ja auch günstiger unter die Leute gebracht, was so „dumme“ Dinge wie Elektrospeicherheizungen zur Folge hatte.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Bsnedikt Jorns:
      dann rechnen sie doch bitte einmal nach, was die Subventionen bei den AKW bis heute gekostet haben und addieren dann noch den Rückbau ubd die Endlagerung! OK?

      • Die Kostenrechnung von Ihnen berücksichtigt die aus Sicht der Experten genügenden Rückstellungen nicht. Bei Forschung und Entwicklung sowohl der Erneuerbaren wie der Kernenergie denke ich sehr grossszügig. Für die Ablösung der Fossilen müssen beide mithelfen. Leider nimmt zurzeit der weltweite Anteil der Fossilen sogar noch zu und erreicht bereits 85%. Erneuerbare und Kernenergie haben noch eine lange Entwicklungszeit vor sich. Beide stehen zum Glück zeitlich unbeschränkt zur Verfügung (Kernenergie aus Uran-235, später Uran-238 und Thorium-232 sowie aus den unbegrenzten Wasserstoff-Isotopen.)

        • Thomas Jobs sagt:

          @ Benedikt Jorns
          wie ich ihnen an gleicher Stelle schon x-Mal gesagt habe: bis die G4-Reaktoren mit kleineren Atomabfallmengen bei kürzerer Halbwertszeit (aber immer noch Strahlenabfall für 300Jahre!) kommen, vergehen laut den int. Wissenschaftlern noch 40 Jahre!
          CO2 lässt sich binden; Aromstrahlung nicht!
          Haben sie sich den von mir angesprochenen Report aus der Zeit einmal durchgelesen?
          Ja? Und sie sind immer noch für Atomenergie?

          • Horst Grüning sagt:

            @Thomas Jobs: „CO2 lässt sich binden, Radioaktivität nicht!“
            So, so! dann erklären Sie mir doch bitte mal genau, wie Sie das Binden bewerkstelligen wollen.
            Wo steht die Prototypanlage?
            Womit wird das CO2 gebunden? Wie geschieht das?
            Wohin wird das „Bindungsprodukt“ verbracht?
            Wie wird sichergestellt, dass das CO2 nicht wieder frei kommt?
            Wieviel Energie ist für den ganzen Vorgang pro kg CO2 nötig?
            … und schliesslich: Wie wollen Sie das CO2 einfangen, dass unsere Autos und Heizungen in die Luft entlassen?

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Horst Grüning:
            kennen sie den Begriff „Wiederaufforstung“? Anstatt die verlogenen „CO2-Aktien“ zu kaufen, könnte man z.B. Wüste wieder aufforsten! Resultat: CO2 wird gebunden, Wasser wird gebunden (Meeresspiegel) und weiterer Verwüstung eine Riegel geschoben!
            Dass dies keine Utopie ist, zeigen die kreisrunden Pflanzungen in gewissen Wüsten!
            DAS ist Nachhaltig!

          • Horst Grüning sagt:

            So, dann lassen Sie doch mal wissen, wieviel CO2 durch Wiederaufforstung in 1 Jahr pro Quadratkilometer gebunden wird.
            Und vergleichen Sie das bitte mit dem CO2 Ausstoss eines durchschnittlich gefahrenen Autos mit 20.000km/Jahr.
            Ich bin gespannt auf Ihr Resultat.

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Horst Grüning:
            selber rechnen macht schlau – hier ihre Grundlage:
            Jeder Kubikmeter Holz, reduziert die CO2-Emissionen an die Atmosphäre durchschnittlich um 1,1 Tonnen CO2.
            Hinzu kommt, dass 0,9 Tonnen CO2 im Holz enthalten sind, dann werden bei jedem Kubikmeter Holz insgesamt 2 Tonnen CO2 vermieden.

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Horst Grüning:
            nachtrag von wald.de:
            In deutschen Wäldern sind derzeit 1,2 Milliarden Tonnen Kohlenstoff gespeichert.
            Das entspricht in etwa 4,4 Milliarden Tonnen CO2.
            Oder genauer: Ein Hektar Wald speichert pro Jahr über alle Altersklassen hinweg ca. 13 Tonnen CO2.

            Das sollte doch als Info reichen! Multiplizieren sie das nun auf eine Hektare NEU angepflanzten Waldes und dann haben wie eine immense CO2-Reduktion!

        • Horst Grüning sagt:

          @Thomas Jobs: Kohlenstoff entsprechend 4,4 Milliarden Tonnen CO2 ist also derzeit in Deutschen Wäldern gespeichert. Das sieht nach sehr viel aus.
          Aber haben Sie mal nachgeschaut, wieviel jedes Jahr emmitiert wird? Es sind gut 800 Millionen Tonnen.
          In gerade mal 5 1/2 Jahren emmitiert Deutschland also so viel CO2, wie in all den Jahren in seinen Wäldern gespeichert wurde.
          Alle 5 1/2 Jahre müssten wir also noch mal die gleiche Waldfläche dazubringen, um das CO2 zu binden, wenn diese Bäume mal gross sind.
          Mit Aufforstung ist also wohl doch nicht so viel auszurichten – meinen Sie nicht auch?

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Horst Grüning:
            die Rechnung ist noch nicht fertig, Herr Grüning! Deutschland ist bekanntlich nicht das einige Land auf Erden. Jetzt rechnen sie doch die besagte Fläche auf die gleiche Fläche Wald, welcher von Grund auf WIEDERAUFGEFORSTET wird!
            Alleine die weltweiten Gebiete, welche in den letzten 30 versteppt oder verwüstet sind wären ideale CO2-Speicher!. Jeder Jahr kommen 12 Millionen Hektaren an desertifizierten, ursprünglich fruchtbarem Boden dazu.
            CO2 ist wie die atomare Verseuchung ein globale Problem und darum muss die Lösung ebenso global angegangen werden!
            Das Binden von CO2 dauert aber weniger lange, wie das Abklingen radioaktiver Verseuchung! Und ausserdem gibt es auch noch technische Versuche, das CO2-Problem zu lösen. Die Atomstrahlung zu lösen ist auch machbar? Bleianzüge für alle? Ach nein, das Essen ist ja auch versaut!

          • Horst Grüning sagt:

            Lieber Herr Jobs,
            offensichtlich haben Sie da Ihre Sichtweise. Und die lässt sich kaum beeinflussen.
            CO2 ist ein weltweites Problem, bekennen Sie. Dem kann ich nur beiflichten.
            CO2 lasse sich binden. Na ja – was mit der Aufforstung ist, haben wir ja ein wenig besprochen. Da hätte es noch manchen Pferdefuss dran.
            Strahlung macht Ihnen unheimlich Angst. OK. Ich sehe.
            Aber Strahlung ist weit weniger global als CO2. Und sie muss ja nicht freikommen.
            Dass nämlich in Fukushima komplette Idioten am Werke waren gleich wie in Tschenobyl, werden Sie mir wohl kaum glauben.
            Doch das ist vielfach belegbar.

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Horst Grüning:
            wie schon erwähnt: ein Puzzlestück der Ganzen gib die Energiewende – aber wenn sie nicht wollen, wie viele andere leider auch, dann wird es schwierig!
            Zitat:
            Dass nämlich in Fukushima komplette Idioten am Werke waren gleich wie in Tschenobyl…
            und in Lucens (SCHWEIZ!!!), Three Miles Island, Sellafield, Los Alamos, Chalk River, Kyschtym, Saint-Laurent, etc.!
            Gemäss ihren Angaben gibt es in der Atomindustrie NUR IDIOTEN und genau das ist der Beweis, dass man diese Anlagen sofort abschalten muss!
            Das Atom ist NICHT beherrschbar Herr Grüning, richtig erkannt!

  • bettina ramseier sagt:

    Es ist unverständlich, dass einer professionellen Nötigungsorganisation wie Greenpeace hier redaktioneller Raum für ihre missionarische Hetze gegeben wird und die Möglichkeit, mit Angst- und Schreckensszenarien die Spenden-Maschinerie anzuwerfen!. Greenpeace stellt sich über das Gesetz, missachtet sämtliche Regeln und schreckt nicht vor Zerstörung von Weltkulturerbe (Peru) zurück. Wo Greenpeace draufsteht, ist Müll drin! Die Organsiation ist seit Jahren unglaubwürdig, selbstsüchtig und auf Abzocke aus. Widerliche Leute!

    • Aschi sagt:

      Wer hetzt und beschmutzt da?

      • Jakob Tanner sagt:

        Greenpeace publizierte 1995 in der Brent Spar-Sache vorsätzlich und absichtlich falsche Zahlen und weitere falsche Informationen, um einen höchstmöglichen Werbe-Effekt in eigener Sache zu erzielen. In Deutschland wurden aufgrund von Greenpeace-Meldungen von einer aufgehetzten Meute mehrere Shell-Tankstelen abgefackelt und Leben gefährdet. Wochen später gab Greenpeace zu, Daten gefälscht zu haben. Ein solch verlogenes Vorgehen seitens dieser professionellen Nötigungsorganisation ist nicht nur Hetze, sondern auch kriminell. So viel zu den Facts.

  • Stefan Meier sagt:

    Nur weil unsere AKWs alt sind, sind sie nicht unsicher. Das ist wie beim Auto: Man kann ein altes Auto super warten und ein Leben lang sicher betreiben. Das ist eine Frage der Kultur. Andere Kulturen zum Beispiel würden einen Neuwagen noch auf der Probefahrt zerstören. Was also ist sicherer? Es ist die Kultur und die stimmt in der CH.

    • Aschi sagt:

      Ich empfehle Ihnen http://www.energisch.ch zu lesen. Ing. Meier der höchste deutsche AKW-Überwacher hat eine Expertise und Mängelliste der CH-Alt-AKW erstellt. Fazit: sofort vom Netz. Sicher ist nur, das die AKW-Überwachung in der Schweiz (ENSI, UVEK usw) versagt, weil es die politischen Vorgesetzten und die Stromkonzerne so wollen. Deutschland zeigt wer zuverlässiger und verantwortungsvoller arbeitet.Greenpeaace hat weltweit einen bedeutenden Leistungsausweis. Wer würde sich sonst gegen die Zerstörung der Umwelt engagieren?

    • Die Sicherheit unserer AKW wurde immer wieder erhöht. Trotzdem erreichen sie den Standard der heutigen Kernkraftwerke nie. Das Ensi schätzt diese mehr als 10-mal sicherer als unsere alten AKW ein. Die Kühlung funktioniert bei den neuen Reaktoren auch nach einem Stromausfall (= passive Sicherheit). Es ist deshalb sinnvoll, politisch eine maximale Lebensdauer für unsere AKW festzulegen. Für Beznau 1 + 2 ist dies jetzt vom Nationalrat in sinnvollem Rahmen vorgeschlagen worden. Offenheit für kommende Entwicklungen sowohl bei den Erneuerbaren wie bei der Kernenergie wäre die beste Energiestrategie.

    • D. Kurmann sagt:

      Eine Frage der Kultur … soso. Schon mal vom Reaktor Lucens gehört. Das trifft Ihre Definition vom Neuwagen auf der Probefahrt zu zerstören doch ziemlich genau, oder? Lustigerweise hatte man damals das Gefühl, dass unsere „Kultur“ von schweizer Qualität doch genau für die Entwicklung eines Reaktors passt. Dabei hatte man dann auf völlig veraltete Technologie gesetzt, logische Konsequenz: Super-Gau. Kommt Ihnen das irgendwie bekannt vor? Die Atomruine leckt übrigens die letzten Jahre immer mehr radioaktives Wassser….

    • Ihr Kommentar überzeugt auf der ganzen Linie. Wir haben ihn darum auf unserer Seite „weitergedacht!“ aufgenommen, natürlich mit Quellenverweis.

  • Jürg Kuhn sagt:

    Greenpeace, und die sogenannt Grünen, machen es sich ein bisschen zu einfach. Ihre Strategie des sofortigen Ausstiegs aus der Atomkraft führt ganz klar zu mehr CO2, wenn man die Situation realistisch beurteilt, und nicht von Wunschträumen getrieben ist. Und die Klimaerwärmung ist das wirklich brennende und weltbedrohliche Thema, nicht die friedliche Nutzung der Kernenergie! Diese Technologie, trotz der neuen Entwicklungen, einfach zu verbieten ist schlicht dumm. Erneuerbare Energien ja soweit sinnvoll, zusammen mit AKWs der neuesten Technologie.

    • Thomas Jobs sagt:

      @Jürg Kuhn:
      CO2 lässt sich binden, Radioaktivität nicht!

      • U.Goetz sagt:

        Falsch: Radioaktivität klingt mit der Zeit ab, aber Kohlendioxid bleibt Kohlendioxid. Eine nur schon plausible Technik zu dessen Lagerung existiert – im Gegensatz zum Atommüll – nicht.

        • Thomas Jobs sagt:

          @ U. Goetz:
          super, wir waren schnell einmal 100’000 Jahre, dann ist die Radioktivitä abgeklungen – Illusion pur!
          CO2 lässt sich durch Wiederaufforstung binden und die beste Lösung aufzuzählen!

  • Dimitri Papadopoulos sagt:

    Wie wir alle wissen, ist Greenpeace für die Umwelt, das was Johann Tetzel im 15. Jahrhundert für den christlichen Glauben war: Eine Art Ablass-Eintreiber, die mit geschickter Agitprop das schlechte Gewissen der Menschen in Geld verwandelt. Dass dabei auch dem propagierten Zweck des Schutzes der Natur entgegenwirkende Dinge gefördert und gefordert (zum Beispiel der Ersatz der umweltfreundlichen Atomkraft durch Wind- und Sonnenergie oder der Anbau von Biodiesel) wird billigend in Kauf genommen. Es ist schlimm genug, dass unsere Politik hier nur teilweise folgt. Umdenken ist angesagt.

  • Aschi sagt:

    NR Nordmann: auf 150 AKW-Ausserbetriebnahmen gab es 5 Kernschmelzen => 3%. Bei 5 AKW in der Schweiz ist die Wahrscheinlichkeit 15% = 1:7. Das ist der obere Grenzwert des Risikos. Die andere Rechnung: auf weltweit 500 AKW gab es 5 Kernschmelzen = 1%. Bei 5 AKW in CH ist die Wahrscheinlichkeit 5% = 1:20. Das ist der untere Grenzwert des Risikos. Welcher vernünftige Mensch argumentiert da noch mit Stromnachfrage oder Kosten? Glaube macht selig. Wer glaubt den Zufall und die Wahrscheinlichkeit überlisten zu können dem fehlt Verantwortungswissen. Auch wirtschaftlich lohnen sich AKW nicht.

    • Jürg Kuhn sagt:

      Wissen Sie, wie weit der Sicherheitsaufwand in den Schweizer AKW geht? Vermutlich nicht, der betriebene Aufwand ist enorm (zB für einen Pikettingenieur mit ETH Masters Abschluss 6 Jahre zusätzliche Ausbildung, werksspezifisch!!). Fukushima und der Weltdurchschnitt kann nicht einfach auf die Schweiz übertragen werden!

      • Arne Tvedt sagt:

        Die Ausbildung der Betriebsingenieure in Schweizer AKWs is adequat aber keineswegs einzigartig. ETH Absolventen sind eher selten und wenn, dann sitzen sie eher in Stabs- oder Führungsfunktionen als im Schichtdienst … das ist ganz einfach nicht attraktiv oder familienfreundlich. Unsere Operateure sind wie die in den USA oder Japan hinreichend ausgebildet, wenn nach 10, 20 oder mehr Jahren im Normalbetrieb der Notfall eintritt und die Hölle los ist ist der Mensch oftmals überfordert, egal welchen Abschluss er hat. Risikovermeidung, z.B. die Beachtung der max. Lebensdauer schafft Sicherheit.

      • Thomas Jobs sagt:

        @ Jürg Kuhn:
        dumm nur, dass Lucense auch in der Schweiz liegt, gell?!?!

  • Werner Zumbrunn sagt:

    Ich (seit 40 Jahren AKW-Gegner) übernehme hiermit die „Argumentationslogik“ der Grünen und von Frau BR Sommaruga aus der Ecopop-Diskussion („Es spielt keine Rolle, ob ein Mensch hier oder im Ausland Energie verbraucht“): Welche Rolle spielt es, wo ein Atommeiler steht oder in die Luft geht? Frankreich wird niemals auf Atomenergie verzichten. Es wird die Schweiz, angewachsen auf 10 Millionen oder mehr Menschen, in Zukunft mit Freuden – und auch den „ausgestiegenen“ Deutschen – Atomstrom liefern, ergänzt durch dreckigen Kohlestrom. Wirklich genial, diese Energiestrategie 2050!

  • Patricia Galli sagt:

    Jedes KKW ist für die lokale Umgebung eine Gefahr. Aber die ganz grosse globale Gefahr ist die menschliche Überbevölkerung. Z.B. die Bevölkerung in Indien wächst mit 3% pro Jahr, zur Energiegewinnung setzt Indien auf Kohleverbrennung und neue Kernkraftwerke. Das ist die umweltpolitische Realität des ausufernden Bevölkerungswachstums.
    Je länger die Grüne-Partei und Greenpeace den Kopf in den Sand stecken beim Thema Bevölkerungswachstum, umso weniger grüne Landschaft gibt es noch zu verteidigen…

  • Dieter Reichert sagt:

    Herr Allemann; Ihre Geschichte hat einen grossen Haken. Auch wenn in den Bergen gleich viel Sonne scheint wie in Spanien – unsere Häuser stehen im Mittelland. Und dort, wie zuletzt, 2 Wochen ohne Sonne. Jetzt berechnen Sie doch mal wie gross ein Speichersee sein muss um die Schweiz 2 Wochen mit Strom zu versorgen. Dann multiplizieren sie das mit 2 – das abgeflossene Wasser muss ja gespeichert werden um es wieder hochzupumpen. Und wieviel m2 Solarpanels muss man nun extra installieren damit nach den 2 Wochen der See wieder gefüllt werden kann. Bin auf die Zahlen gespannt.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Dieter Reichert:
      wenn JEDER Energie sparen würde, und das OHNE Einbussen, dann würde es gehen! Aber mit dem finger auf Andere zeigen ist dich viiiiel einfacher!

  • Martin Maletinsky sagt:

    Was jetzt geschieht war schon 2011 absehbar, als der Bundesrat überstürzt und wenig durchdacht den Ausstieg aus der Kernenergie beschloss. Das Parlament befindet sich in einer Pattsituation. Einerseits verbieten ideologische Scheuklappen, über den schnellen Ersatz der heutigen Anlagen durch neue, sichererer Kernkraftwerke auch nur nachzudenken, anderseits verunmöglichen es die Sachzwänge, die alten Anlagen abzuschalten. So werden die bestehenden Anlagen über ihre vorgesehene Laufzeit hinaus weiterbetrieben und ich würde nicht allzu viel darauf wetten, dass Beznau I 2029 wirklich vom Netz geht.

    • Felix Rothenbühler sagt:

      Das Problem haben die Strombranche zusammen mit der Politik bei Beginn des Moratoriums 1990 geschaffen: Niemand hat diese Jahre genutzt, um Alternativen zu entwickeln. Alle zusammen haben sie die Hände in den Schoss gelegt und die Tage gezählt. Doch wäre genau dieses Moratorium dazu gedacht gewesen, neue Lösungen zu suchen – und zu finden.

      • Martin Maletinsky sagt:

        Das 1990 beschlossene Kernkraft-Moratorium lief im Jahre 2000 aus. 2007 entschied der Bundesrat, die bestehenden Kernkraftwerke zu ersetzen und 2011 haben sich die Stimmberechtigten des Kantons Bern in einer Konsultativ-Abstimmung für einen Ersatzneubau des Kernkraftwerkes Mühleberg ausgesprochen.
        Seit dem überstürzten „Ausstiegs-Entscheid“ des Bundesrates (ebenfalls 2011) wurden nunmehr bald 4 Jahre verplempert, in welchen die Planung neuerer, sichererer Ersatzanlagen hätte vorangetrieben werden können. Der Sicherheit der Bevölkerung ist damit bestimmt nicht gedient!

        • Felix Rothenbühler sagt:

          Sie bestätigen lediglich meine Aussage: 10 Jahre Nichtstun, um dann neue AKWs vorzuschlagen mit der Behauptung, es gäbe definitiv nichts anderes. Dann noch die NAGRA gründen mit dem Ziel, nicht ein Endlager zu realisieren, sondern lediglich den Nachweis der Machbarkeit erbringen zu müssen.

          • Martin Maletinsky sagt:

            Wenige Leute werden sagen, es gäbe definitiv nichts anderes als Kernkraft (und ich gehöre bestimmt nicht zu diesen). Welche Option schliesslich gewählt wird, ist aber eine Güterabwägung, und letztlich eine Frage davon, welche Kriterien man wie stark gewichtet (Landschaftsschutz, CO2 Ausstoss, Versorgungssicherheit, Vermeidung jedes Restrisikos eines Nuklearunfalls, Strompreis, …).
            Ich bin einverstanden, dass man die Zeit des Moratoriums und die seit dessen Ende verstrichenen 14 Jahre hätte nutzen sollen, um über die möglichen Optionen und deren jeweilige Konsequenzen Klarheit zu gewinnen.

  • Arne Tvedt sagt:

    Nicht der Atomausstieg per se sondern die exzessiven Laufzeiten sowie das Fehlen einer glaubwürdigen Aufsicht sind das Problem. Der Atomausstieg mag dereinst kommen oder auch nicht, das alleine entscheidet nicht über die Gefährdung oder das Entsorgungsproblem. Was allerdings unterschätzt wird ist das kummulative Risiko des Reaktoreinsatzes über die ursprünglich genannte Lebenszeit hinaus. Nein, wir dürfen nicht 180 anstatt der erlaubten 120 km fahren und konsequenterweise sollte auch kein auf 40 Lebensjahre ausgelegter Reaktor 60 und mehr Jahre im Betrieb bleiben.

    • Martin Maletinsky sagt:

      Gemäss Bastien Girod sind neue Kernkraftwerke 100-mal sicherer als gegenwärtig in der Schweiz betriebene Kraftwerke wie Mühleberg und Beznau (Interview im TA vom 27.09.2013).
      Ginge es tatsächlich um Sicherheit und nicht um Ideologie, so müssten die Anstrengungen des Parlamentes darauf abzielen, die heutigen Kernkraftwerke möglichst schnell durch neue zu ersetzen und nicht, die heutigen Kraftwerke über die vorgesehene Lebensdauer hinaus zu betreiben und gleichzeitig den Bau neuer, sicherer Kernkraftwerke zu verhindern (wie es diese Woche beschlossen wurde).

  • Hans Grob sagt:

    Was kümmert sich Greenpeace Schweiz um die Form der Sromerzeugung? Was wir sicher wissen, ist, dass Kohle sehr schädlich ist. Ueber alle anderen Formen, inkl. Nuklear, lässt sich streiten. S. Tindale, ehem. Direktor von Greenpeace UK: „I believe that abandoning nuclear new-build in the UK … would be a serious environmental mistake. The letter holds up Germany and Japan as models to be emulated, but the truth is that both countries are increasing their use of fossil fuels to cover their nuclear shortfall. Nuclear remains the only viable large-scale source of low-carbon base load power in UK.“

  • Tomi sagt:

    Wir werden wohl eher noch ein paar AKW’s bauen müssen, da wir ja nun auf eine 12 Millionen Gesellschaft zugehen.
    Der utopische Gedanke wir werden in Zukunft unseren Energieverbrauch runterdrosseln, ist ein Witz. Und Sparlampen und sparsamere Autos beruhigen das Gewissen.

    Und egal wie sicher die derzeitigen AKW’s sein sollen, statistisch gesehen kann man sagen, dass es all 10 Jahre eine Katastrophe gibt (INES >=5) und dauernd Zwischenfälle mit (INES >=3).
    Wikipedia -> Liste von Unfällen in kerntechnischen Anlagen -> erschreckend

    Strahlende Zeiten erwarten uns…

    • Felix Rothenbühler sagt:

      Dank der Zuwanderung haben ausländische Kraftwerke mehr Strom für den Export übrig. Es ist etwas seltsam, wenn wir bei Öl/Benzin/Gas und Uran eine Abhängigkeit von 100% vom Ausland haben und beim Strom glauben, 100% Eigenabdeckung realisieren zu müssen. Energie ist ein internationales Thema. Die Zu-/Abwanderung auch. Stichworte: Standortattraktivität, Steuermodelle für Firmen, Ausbeutung von anderen Ländern, Auslagerung von (schmutziger) Produktion etc.

      • Tomi sagt:

        Natürlich wäre eine internationale Lösung besser. Man sollte alles international lösen, oder es als Vorwand nehmen, nichts zu tun, weil man es ja international lösen sollte.

        à la „Ich mach erst, wenn der andere auch“

        Nein! Es braucht Länder, welche die Nachhaltigkeitsfragen jetzt angehen und versuchen zu lösen.

        • Felix Rothenbühler sagt:

          Ganz Ihrer Meinung. Mit dem Zusatz: Durch Isolation àla Ecopop wird nichts gelöst.

          • Tomi sagt:

            Ja schon, aber jedes Land hat eigene schützenswerte Tierarten und Naturzonen (Naturschutzgebiete, so auch Wiesen in der Vorstadt).
            Und ist selbst darüber verantwortlich.

            Ecopop hätte eine schlechte temporäre Lösung sein können, bis man europaweit ein gute Lösung gefunden hätte.

          • Walter Bossert sagt:

            Rothenbühler, Ihre Theorie, wonach der Ressourcenverbrauch mit den Menschen von einem Land in das Andere verschoben werde ist falsch!! Sie selber beklagen zu recht ja immer den höchsten Verbrauch in der Schweiz! Also ist es logisch, das diese Leute, einmal zu etwas gekommen, wie wir Schweizer,oder noch mehr Ressourcen verbrauchen!Dazu kommen Landschaftliche Aspekte, die Kleinräumigkeit etc (Pendelverkehr) Bitte überdenken Sie ihre Haltung grundlegend!

      • Walter Bossert sagt:

        Kleines Beispiel Mister Rothenbühler; gegenwärtig mühen sich alle Betreiber von Skigebieten damit ab, mittels Stromfressenden Schneekanonen etwas wie Pisten für unsere Städter hin zu zaubern, mit wenig Erfolg. Gleichzeitig geht es ja auch darum künstlich Arbeitsplätze, nicht nur von Schweizern zu erhalten, alles auf Kosten der Umwelt und mit AKW- Strom! Ihre Ansicht Ist falsch! die Schweiz beherbergt mehr Leute als sie erträgt!

  • bleuler sagt:

    der AKW-austieg ist nicht auf unbestimmte zeit verschoben
    – es kommt noch zu einer volksabstimmung, danach ist alles klar
    .
    solardächer
    würde jeder landwirt verpflichtet für seine subventionen die stall- und scheunendächer für solaranlagen zur verfügung zu stellen
    …… wir hätten mehr als genug strom um die AKW’s zu ersetzen
    die landwirte müssten die solaranlagen nicht selber finanzieren, nur die dächer vermieten
    .
    was es noch braucht sind lobbyisten, die den stromkonzernen die nuzung dieser brachliegenden energie schmackhaft machen
    und toni brunner der als gutes beispiel vorangeht
    .

  • Pierre Bonmot sagt:

    „Die Schweizer Bergregionen haben eine mit Spanien vergleichbare Sonneneinstrahlung.“ Das mag sein, aber ist es die offizielle Meinung von Greenpeace, die Schweizer Bergregionen mit Solarzellen zuzupflastern und so sämtliche Bemühungen um Landschafts- und Alpenschutz ad absurdum zu führen?

    • Felix Rothenbühler sagt:

      Die Fläche aller CH-Stauseen zusammen beträgt über den Daumen etwas zwischen 60 und 80 km2. Da wäre einiges an PV zu realisieren…

      • Pierre Bonmot sagt:

        Stauseen befinden sich typischerweise auf dem Talboden (viel Schatten, später Sonnenaufgang, früher Sonnenuntergang) und wohl eher nur zufällig (d.h. eher nicht) an Orten und in Ausrichtung welche für Solarzellen interessant ist.

      • Walter Bossert sagt:

        Rothenbühler, ist Ihnen das ernst? Sie stellen sich sicher freiwillig zur Verfügung für den Unterhalt „Ihrer“ Solaranlagen auf den Stauseen, auch im Winter, versteht sich!
        Anmerkung: da möchte ich nun gerne eine akzeptable Antwort von Ihnen!

  • widmer m sagt:

    Die AKW stehen über dem Gesetz. Da werden Sicherheitsbestimmungen übergangen um Millionen Fr. Teure Wartungsarbeiten nicht zu machen, Wartungsprotokolle werden gefälscht und niemand wird bestraft. Da gehört jeder Betrüger ein paar Jahre ins Gefängnis. Ja ich schreibe über die Schweiz, war alles vor wenigen Jahren zu lesen. Das Wartungsprotokolle gefälscht werden weltweit in AKW ist sehr kriminell. Man denke an das AKW in Frankreich nähe Genf als eine Notpumpe fürs Kühlwasser nicht funktionierte weil 4 Jahre keine Wartung gemacht wurde und fast zu einer Kernschmelze kam.

  • Martin Maletinsky sagt:

    Dass jedes vierte Dach mit Solarzellen zugepflastert wird, wie es Herr Allemanns konservatives Szenario vorsieht, mag in einem Industriegebiet sinnvoll sein. Wie das Zürcher Niederdorf, die Altstadt von Stein am Rhein oder die Engadiner Bergdörfer dann aussehen, mag ich mir hingegen lieber nicht vorstellen.
    Von einer Organisation, welche sich nicht scheut, UNESCO-Welterbe zu verschandeln um ihre ‚Botschaft‘ zu übermitteln ist aber vermutlich nicht allzu viel ästhetische Sensibilität zu erwarten.

    • Felix Rothenbühler sagt:

      Es gibt Leute, die immer exotische Beispiele suchen, um etwas zu beweisen. Niemand verlangt in erhaltenswerten Kernzonen einen Zubau mit PV. Doch sehen Sie sich all die Neubauquartiere in weiten Teilen der Schweiz an: PV/Solarthermie ist noch immer ein Nischenprodukt. Ebenso werden Industriebauten noch viel zu oft ohne PV/Solarthermie realisiert. Es gibt unzähliges Potential, ohne auch nur ein einziges Dach verschandeln zu müssen, das es wert ist unberührt erhalten zu bleiben. Ihr Argument ist keines, sondern nur eine (billige) Ausrede.

      • Martin Maletinsky sagt:

        @Hr. Rothenbühler, 11:25: Ihre Aussage („Niemand verlangt in erhaltenswerten Kernzonen einen Zubau mit PV“) ist schlicht falsch! Hier einige Zitate vom Luzerner Kantonsrat, ehem. Grosstadtrat und Juso-Präsidenten David Roth:
        „Solaranlagen auf dem Dach des Bundeshauses wären ein tolles Symbol dafür, dass es uns mit den erneuerbaren Technologien ernst ist.“
        „Der Ortsbildschutz soll ganz klar zweite Priorität haben…“
        „Warum nicht Solaranlagen auf die Kapellbrücke montieren – als Zeichen für den energetischen Aufbruch der Stadt Luzern?“

        • Felix Rothenbühler sagt:

          Danke für Ihre Bestätigung meiner Aussage: PV auf dem Bundeshaus ist ein weiteres, kaum überbietbares exotisches Beispiel (wir haben ja so viele Bundeshäuser). Und ja: Falls der Luzerner das fordert, würde er besser bei der Kapellbrücke beginnen als in Bern. Zu PV noch soviel: Diese Module können jederzeit wieder entfernt werden, ohne Spuren zu hinterlassen. In diesem Sinne wäre auch eine temporäre Installation von PV-Modulen auf symbolträchtigen Bauten (und um Symbolik geht es hier ja) durchaus prüfenswert.

          • Martin Maletinsky sagt:

            Ihr Kommentar bestätigt, was ich den Apologeten der erneuerbaren Energien insgesamt vorwerfe. Man versucht bewusst zu verschleiern, welche Auswirkungen die sogenannte Energiewende landesweit auf die Ortsbilder und die landschaftliche Schönheit haben wird.
            In Ihrem initialen Kommentar sprachen Sie noch davon, dass niemand PV in erhaltenswerten Kernzonen verlange, jetzt wollen sie schon temporäre Installation von PV-Modulen auf symbolträchtigen Bauten „prüfen“, und auch das wird noch nicht genügen, um die Kernkraft zu ersetzen (es folgen riesige Windturbinen, flächendeckende Solaranlagen, …).

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Martin Maletinsky:
            eine kleine Rechenaufgabe für sie als Antwort zu ihrem grundsätzlich berechtigten Einwand:
            addieren sie die Industriedächer in der Stadt Basel (ca. 90% Flachdächer, also bestens geeignet). Rechnen sie dazu die geeigneten Schrägdächer von Wohnhäuser, welche nicht geschützt sind. Multiplizieren sie diese Summe auf die Schweiz und schon ist 1/3 der Wende verstromt!
            Dann addieren sie die einsparungen aus folgende Gegebenheiten: Ersatz der Elektrospeicherheizungen durch Wärmepumpen; Minimalanforderung für Neubau und Gebäudesanierung ist Minergie; sämtliche öffentliche Toilettenanlagen werden auf „nur Kaltwasser“ und die Pissoirs auf wasserlos umrüsten (graue Energie); Haushalte dürfen alle Glühbirnen und ESL mittels symbolischen Betrag von chf5.–/Stk. gegen die noch effektiveren LED umtauschen; alle Wasserhahnensiebe und Duschköpfe werden mit einem symbolischen Betrag von chf5.–/Stk. gegen Energielabel A getauscht (graue Energie). Und aus dieser Einsparungssumme haben sie schon 1/3 mehr gespart!
            Das letzte Drittel wird durch Biomassekradtwerke, Wind- und Wasserkraft abgedeckt und schon ist die Wende vollstreckt!
            Klar, das kostet viel Geld auf eine Schlag, bringt aber auch vielen Arbeitnehmer eine Lohn!

  • peter meier sagt:

    Warum bemühen sie sich nicht endlich das Problem mit dem Atommüll zu lösen, das auch mit einem Abschalten immer noch da ist. Wir haben die ältesten AKW’s weil wir sie nicht ersetzen können, ist ja logisch. Ich bin für ein schnelles Abschalten und ersetzen. Sollten wir irgendwann einen Unfall haben, so liegt mindestens die Hälfte der Verantwortung bei Leuten wie Ihnen, die den wirtschaftlichen Zwang schaffen auf unserer Uralttechnologie weiterzumachen.

  • Patrick Fuhrer sagt:

    Die Greenpeace,heuchlerischer gehts kaum:Ihre „Chefs“ jeten quer durch die Welt,bauen Prunkpaläste mit Spendengeldern und können nur noch durch Extremismus auffallen,da ziemlich viele Leute weltweit diese „Orgsnisation“ schon lange nicht mehr für voll nehmen!Ich hab noch nie eine wirkliche gute,bis zum Schluss durchdachte Lösung dieser Fantasten gehört,lieber träumt die in Ihrer eigen Welt und verurteilen andere!Es gibt def. bessere Umweltschutzorganisationen zum unterstützen!!!!

  • Ulrich Schweizer sagt:

    Ueberall die Entsorgung verhindern und dann sagen, die Entsorgung sei nicht gelöst. Den Bau moderner AKW’s verhindern und dann sagen, dass wir den ältesten Kraftwerkpark haben. Die Betriebsdauer der AKW’s verkürzen wollen und dann sagen, es sei zuwenig Geld für den Rückbau vorhanden. usw. Das ist Greenpeace in Verbund mit hunderten anderen linken/grünen Organisationen. Glücklicherweise hat der NR das schlimmste vorerst verhindert. Es bleibt den Organisationen überlassen, jetzt eine Intiative zum Atomausstieg zu lancieren, damit endlich das Volk seine Meinung zum Ausstieg kundtun kann.

    • Felix Rothenbühler sagt:

      Die Entsorgung verhindert nicht Greenpeace. Es sind an vorderster Front die Menschen der betroffenen Regionen zusammen mit allen anderen, die glaubhaft aufzeigen, dass eine Entsorgung gar nicht machbar ist. Kennen Sie die bisherigen Debakel im Zusammenhang mit der Endlagerung aus DE, GB, RU und so weiter?
      Die Betriebsdauer wurde nicht verkürzt, sondern verlängert. Erst bei und mit der Verlängerung wurde die Unterdotierung der beiden Fonds geschaffen.
      Die modernen AKWs sind zur Zeit ebenfalls noch ein Debakel: Olkiluoto III kostet unterdessen das Dreifache bei verdreifachter Bauzeit.

  • Christoph sagt:

    Wer im Jahr 2014 noch Argumente für Atomkraft findet, der ist wirklich nicht mehr ernst zu nehmen. Mehr noch: Das ist widerliche Verantwortungslosigkeit und pure Menschenverachtung gegenüber Tausenden von nachfolgenden Generationen. Es schaudert einem, wenn man bedenkt, mit welchen Zeitgenossen man so Tag für Tag zu tun hat.

    • peter meier sagt:

      Lieber Herr Christoph, beschäftigen Sie sich doch mit den Fakten und nicht mit sehr verständlichen, aber irrationalen Aengsten. Wenn sie mal nachlesen, wieviele Personen in Westeuropa an den Folgen der Kernkraft gestorben sind und wieviele an z.b. durch Wasserkraft, werden sie erstaunt feststellen: viele mehr durch das zweite. Wenn sie dann dann vergleichen, welche Zerfallszeiten langlebige Atomare Teilchen haben im Vergleich zu CO2 werden sie feststellen. CO2 baut sich gar NIE von selbst ab. Wenn sie nun noch logisch denken, sehen sie dass vor allem der CO2 Ausstoss vermieden werden muss.

      • Christoph sagt:

        Das ist die Menschenverachtung, die ich meine – von „irrationale Ängsten“ reden, wo längst Fakten vorliegen. Wo wollen wir beginnen? Bei den geschätzt 50.000 Toten von den 600.000-800.000 „Liquidatoren“, die 1986 auf den Reaktor in Tschernobyl steigen und das hochradioaktive Graphit vom Dach schaufeln mussten? Davon abgesehen zeigt Ihre Argumentation, dass sie die Problematik nicht einmal im Ansatz erfasst haben. Aber gehen Sie sicher davon aus, das ist auch egal. Eine große Mehrheit hat die Lügen der Atomlobbyisten inzwischen bis zum Erbrechen satt. Atomkraft ist am Ende. Endlich.

      • Felix Rothenbühler sagt:

        CO2 baut sich nie von selbst ab? Definieren Sie „Abbau“ und „von selbst“. Ihre Aussage ist bei normalem Verständnis der Vorgänge alles andere als korrekt.
        Zu den Spaltprodukten: Die müssten sich gar nie abbauen, wenn sie nicht zuvor von Menschenhand verändert worden wären.
        Zu den Todesfällen: Haben Sie die Unfälle des Uranabbaus mitgezählt? Der Nuklearforschung auch? Oder zählen Sie umgekehrt bei der Wasserkraft nur jene Tote, die beim Betrieb (nach Konstruktion/Bau) anfallen? Zählen Sie Ertrunkene dazu, so wie Sie die Langzeitschäden-Tote durch Verstrahlung dazu zählen?

        • U.Goetz sagt:

          Ja, und zählen Sie die15 000 Arbeiter hinzu, die weltweit jährlich in den Kohlenminen sterben? Und die Millionen Menschen, die an den Folgen der Luftverschmutzung durch Kohlekraft erkranken? Wussten Sie übrigens, dass es Kohlekraftwerke gibt, die derart viel radioaktive Strahlung (Uran in der Kohle) absondern, dass sie abgeschaltet werden müssten – wenn sie ein AKW wären?

        • Christian Gasser sagt:

          So unrecht hat er ja nicht. Die fossilen Brennstoffe die wir zur Zeit verbrennen sind ja alle mehr als 100 Mio Jahre alt. Man nennt das Zeitalter in der Geologie ja sogar Karbon. Die Halbwertszeiten der Atomabfälle (U-233 ist der schlimmste Teil) sind im Vergleich mit 160’000 Jahren ein Klacks.

          Wir verbrennen zur Zeit etwa 10 Mia Tonnen fossile Brennstoffe pro Jahr, das ist das Äquivalent von 500’000 km2 nacktem Boden die wir zu Wald aufforsten müssten um das CO2 wieder abzubauen. Das wird niemals passieren, da ist das organisieren eines echten Endlagers für Atomabfälle realistischer.

          • Christoph sagt:

            @ Götz & Gasser:
            1) Sehr interessant, dass Ihnen als Alternative zur Atomkraft Kohle einfällt. Besten Dank für den Nachweis, dass die Energiewende hin zu sauberen Energieformen dringend nötig ist.
            2) Sie scheinen keinen prinzipiellen Unterschied zwischen nuklear verseuchtem Atommüll und CO2-Rückständen zu sehen. Auch das sagt eigentlich alles.

          • Christian Gasser sagt:

            1. Energieproduktion ist ein Summenspiel. Jede Eröffnung eines Solarkraftwerks bedeutet dass man entweder ein AKW oder ein Kohlekraftwerk abstellen kann. Solange noch ein einziges Kohle-KW existiert muss man akzeptieren dass man dieses bereitwillig weiterlaufen lässt obwohl man auch anders könnte.
            2. Das tönt auf den ersten Blick überraschend, aber unterschätzen sie nicht den Schaden den CO2 auslöst. Die 1000km2 die bei Fukushima unbewohnbar wurden sind ja schlimm, aber nichts gegen die Millionen km2 die durch den Klimawandel schon verwüstet wurden oder bald werden.

  • Peter Schwarz sagt:

    Die Welt wird nicht besser durch Menschen die glauben die Wahrheit zu kennen, im Gegenteil.
    Alles steht im Wettbewerb und es setzt sich immer das durch was eben funktioniert.
    Ist grüne Technik besser als andere, setzt sie sich sowieso durch, aber eben erst dann.
    Wer den Bau von neuen Kernkraftwerken aus ideologischen Gründen verhindert, verbessert wohl kaum die Sicherheit,
    er blockiert sie.Sichere Kernkraftwerke sind möglich und der Abfall ist kein Problem wenn man will.
    Sehen sie die Welt doch einmal in Grautönen, als nur in Schwarz und Weiss.Versuchen sie, sich auch mal zu irren.

  • Matthias Meier sagt:

    Zum Glück hat der Nationalrat richtig und vorsichtig entschieden: kein überstürzter Atomausstieg wie in Deutschland, wo jetzt Kohle- und Gaskraftwerke gebaut werden, um den stark schwankenden Beitrag der „neuen“ Erneuerbaren zu kompensieren. Ich möchte jetzt zuerst einmal sehen, wie ein Viertel der Schweizer Dächer mit Solarzellen bedeckt wird… Die grösste Aufgabe, die die Schweiz in Sachen Energie zu meistern hat, sind nicht die 0.25 kW/Kopf Atomstrom: es sind die 5.55 kW/Kopf an fossilen Energieträgern!!! Diese Aufgabe ist ungleich schwerer und dringender als der Atomausstieg.

  • Max Meier sagt:

    Wir haben leider nach Fukushima verpasst, keine vorschnelle, nicht durchdachte politische Lösung zu suchen. Nein wir haben uns der völlig übertriebenen weltweiten Hysterie um den Hals geworfen. Wie so oft, nachdem einige Liter Wasser den Rhein heruntergeflossen waren, setzte der Verstand wieder ein. Die Situation, die wir jetzt habe ist pragmatisch und wohl sogar machbar. Alles andere hätte uns wohl wieder in die Höhlen zurückgetrieben oder wir hätten auf Saubermann gemacht und den Dreckstrom vom Ausland bezogen. Es ist gut so wie es jetzt gemacht wird.

  • Kevin Boss sagt:

    Sehr geehrter Herr Allemann,

    Ich gebe Ihnen Recht, die alten Meiler müssen vom Netz. Sie haben veraltete Technik und können nicht für die Ewigkeit betreiben werden.

    Doch hier hört mein Verständnis für Sie auf. Denn die Kernkraft als dreckige Energie zu betiteln ist einer Person welche eigentlich etwas von Umweltschutz versteht nicht würdig. Erstens sind Szenarien wie Tschernobyl nicht vergleichbar da dort Reaktoren im Einsatz waren welche unseren technisch nicht nachkommen, zudem ist auch Fukushima nicht das selbe wie bei uns. Eine Umweltkatastrophe solchen Ausmass ist für die Schweiz sehr unrealistisch.

    Ich bin jedoch gerne auf der selben Seite mit ihnen wenn es darum gaht Unsere altern Kernkraftwerke vom Netz zu nehmen. Diese sind in tragischen Zuständen uns sollten nicht mehr all zu lange betrieben werden.

    Nun aber zu Ihrer hier als andere Energie propagierten Lösung. Die Solarenergie ist keine ernsthafte Lösung solange sie weiter unter den Bedingungen produziert wird wie bisher. Wenn sie saubere Energie wollen bleibt Ihnen lediglich Wind, Geothermie und Biomasse als saubere Energieträger.
    Der nächste fatale Fehler ist es darüber nachzudenken wie wir den Energieverbrauch von Heute mittels erneuerbaren Energien decken können. Der Mensch weil nicht verzichten und das ist ne gute uns fair wenn es um die Energiefrage geht. Der einzige Weg den wir nehmen können ist es, die Effizienz unserer Geräte zu erhöhen oder gerate zu kaufen welche massgeschneidert sind für unserer Bedürfnisse. Der springende Punkt jedoch hier ist jedoch dass der Energieverbrauch weiter steigern wird, möglicherweise drastisch.
    Ausgebe davon müssen wir uns also überlegen wie wir dosen Verbrauch versorgen können und am besten wie dies ohne schädliche Photovoltaik möglich ist.
    Die Antwort dafür gibt es eigentlich schon lange und sie löst nebst der Frage woher die Energie den kommen soll auch noch die Frage wo die Endlager stehen sollten. Nirgends.
    Der EBR-II hat eindrucksvoll demonstriert dass es Generation IV Reaktoren gibt welche einerseits sehr sicher (passive Sicherheit) betrieben werden können und zudem die Möglichkeit bieten das Material, welches wir Heute als Müll ansehen, wieder zu verwerten. Falls Sie einen kurzen Einblick zum EBR-II nehmen möchten (welcher erfolgreich 2 beabsichtigte Kernschmelzen verweigerte): http://www.eurekalert.org/features/doe/2002-02/dnl-psr060302.php
    Das Gesamtbild ergibt uns also keine Zukunft in der wir nur von erneurbaren Energien leben müssen. Es ergibt uns eine Zukunft ohne „strahlenden“ Müll, es ergibt eine Zukunft mit nahezu unlimitierten Uranvorkommen. Es ergibt eine Zukunft ohne Kohlenkraftwerke. Eine Zukunft mit sicheren Kernkraftwerken. Kernkraftwerke welche in naher oder ferner Zukunft durch Fusionsreaktoren abgelöst werden können.

  • Rudolf Graf sagt:

    Alle reden von Atomausstieg und jetzt war alles wieder bla, bla, bla, wie schon oft. Als Alternative wird immer in erster Linie Solarenergie erwähnt, wohl um auch gleich ein Argument gegen den Ausstieg zu liefern: Solarenergie ist teuer und v.a. im Sommer und am Tag lieferbar, während z.B. Wasserenergie immer verfügbar ist. Ausserdem gibt es noch den absoluten Renner, nämlich Energieeffizienz, aber damit können Stromlieferanten nichts verdienen. Es gibt Studien, die nachweisen, dass der Ersatz aller Heizungspumpen in ganz Europa mehrere AKWs unnötig macht. Solche Beispiele gibt es viele.

    • Walter Bossert sagt:

      Energieeffizienz! Auch dieses Wort ist halt mittlerweile ziemlich abgegriffen, Herr Graf. Für mich zählen da längst nur noch umgesetzte Tatsachen und die sind oft eher… besorgnisserregend..aber eines haben sie alle Gemeinsam, sie sind teuer und unzuverlässig. Und nun kommen noch die mehr als bedenklichen Ideen eines Herrn Grunders zu Gesetze und dann ist das Chaos perfekt!

  • Ich stimme dem Bericht von Greenpeace voll und ganz zu. Ich wohne in der Nähe von zwei AKW’s und wäre somit sehr direkt betroffen. Ich würde mich wesentlich wohler fühlen, wenn diese endlich ausser Betrieb gesetzt würden. Dann könnten wenigstens die extrem aufwändigen Rückbauarbeiten aufgenommen werden. Die nach wie vor ungelöste Endlagerung bereitet mir ebenfalls Kopfzerbrechen. Leider wird sich dieses Problem der Entsorgung nie wirklich lösen lassen. Es lässt sich lediglich verdrängen, so wie es bereits seit bald 50 Jahren gemacht wird!

  • Walter Bossert sagt:

    Lustig, während wir hier um den evt, Gewinn von ein paar Watt diskutiren, werden in den Skigebieten die Schnee und Kilowattschleudern gestartet um auf dem ungefrorenen Boden bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt so etwas wie Skipisten zu erstellen! Denn das braucht es ja, damit sich das Volk aus den komprimierten Zonen der Schweiz wieder für eine kurze Zeit expandieren kann, damit der Kessel nicht platzt.

  • Schneeberger sagt:

    Keine Sorge, Leute! Sobald uns Mühleberg um die Ohren fliegt (gleicher Reaktortyp und gleicher Hersteller wie Fukushima…), dann wird VERANTWORTUNG WAHRGENOMMEN: Der ENSI-Chef wird zurücktreten und beim Evakuieren, Aufräumen, Entseuchen und Endlagern helfen. Im Ernst: Heutige Reaktoren sollten per definiertem Datum abgeschaltet werden. Die Erneuerbaren sind bereit, und kosten langfristig VIEL weniger als der Rückbau der Atomruinen und die Endlagerung. Notfalls bauen wir noch Gaskraftwerke, und sollte wirklich mal eine saubere Atomtechnik kommen, kann man die Gaskraft wieder abstellen.

  • Beat Müller sagt:

    Eigentlich könnte man jetzt abstellen, und erstmal auf Import setzen, bis man mehr alternatives aufgebaut hat. OK, der Staat müsste den AKW Betreibern wohl ein paar Milliarden zahlen, aber das können wir uns leisten.
    Vor Versorgungssicherheit habe ich keine Angst bei Abhängigkeit von Import. Wir können für die Lücke ja billigste Kohlekraftwerke bauen, und Kohle für mehrere Jahre einlagern. Sollte man versuchen, mit Kürzung des Imports oder starken Preiserhöhungen Druck auf die Schweiz von aussen zu üben, werden diese Dreckschleudern angestellt und die CO2 Ziele temporär ausgesetzt.

  • Wer die Kritiker der heutigen Kernenergietechnologie als Angstmacher verunglimpft, hat entweder nichts begriffen oder unterstützt etwas Brandgefährliches wider besseres Wissen. Das Letztere ist unverzeihlich. Die meisten Kommentatoren hier, die sich für die AKWs stark machen, dürften indes zur ersten Gruppe gehören. Da besteht immerhin noch die Chance, dass sie sich umbesinnen.
    Als Physikochemiker ist mir bewusst, dass rein theoretisch ein riesiges Energiepotential in der Kernspaltung steckt. Auch nach 50 Jahren – Fukushima lehrt uns das – hat man diese Technologie immer noch nicht im Griff.

  • Louis Odermatt sagt:

    Dieser Artikel ist sowas von falsch. Herr Allemann dreht alle Fakten in die falsche Richtung. Jeder, der die Komplexität dieser Materie gerade in der letzten Woche nach der langen Debatte im Nationalrat mitverfolgte, versteht wie wenig plausibel seine absurde Extrem-Argumentation in diesem Blog ist. Herr Allemann tritt hier aus ideologisch-verzerrter Sichtweise nicht nur als „Grand simplificateur“ sondern als effektiver Demagoge zur Energiewende auf. Greenpeace wird dadurch immer unglaubwürdiger.

  • Seit dem Jahr 1990 reduzierte sich der CO2-Ausstoss mit den Minergie-Baustandards und dem Gebäudeprogramm um lediglich ca. 10 %. Deshalb müssen die Weichen dringend auf wirksamere Massnamen gestellt werden. Ohne massive Einsetzung von CO2-Lenkungsabgaben für die fossilenfreie Energieproduktion-, Gewinnung- und Speicherung, bleiben die angekündigten CO2- Sparquoten-Ziele reine Illusion. Das eingesetzte Kapital, ist durch die externen Klimaentlastungskosten gut angelegt.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Werner Aebischer:
      die Energiewende besteht ja zum Glück nicht nur aus dem Minergiestandart! Es ist lediglich ein Puzzleteil des Ganzen!
      Aber würde Minergie zum Minimalstandart per Gesetz vorgeschrieben – Neubau UND Renovation – liesen sich noch viel mehr einsparen!
      Leider war auch der Bundesrat zu feige und hat die Elektrospeicherheizungen nicht verboten! Ein riesiges Sparpotential!
      Schauen sie weiter oben 12.12.14 um 20:28, da habe ich noch mehr aufgelistet und das ist nur das, was mir gerade in den Sinn kam!
      Energiesparen fängt bei jedem zuerst im Kopf an – wie sieht das in ihrem Kopf aus?

    • Walter Bossert sagt:

      CO- 2 Steuern.. Und für was wird dieses Geld eingesetzt, damit es den Ressourcenverbrauch nicht noch mehr fördert! Das Grundprinzip jeder Wirtschaft ist der Geldfluss, beziehungsweise dessen Umlaufgeschwindigkeit, welche mit Steuern sicher gefördert wird. Zudem werden unter Umständen die Faulen und Raffgierigen belohnt und die fleissigen bestraft!

      • Thomas Jobs sagt:

        @ Walter Bossert:
        das widerspiegelt das Leben Herr Bossert und geht über alle Bereiche des Lebens! Die Einen ackern sich zu Tode und die Anderen leben von Sozialhilfe, obwohl sie arbeiten könnten, aber nicht wollen (ich weiss, krasses Beispiel…)!
        Mit den Massnahmen welche ich aufgelistet habe, kommt ein noch grösserer Geldfluss zu Stande und dieser generiert erst noch langfristige Arbeitsplätze, welcher die reine CO2-Verbrauchsminimierung eben nicht generiert!

        • Walter Bossert sagt:

          Thomas Jobs, ich wundere mich auch schon lange warum die von Ihnen erwähnten E- Speicherheizungen nicht verboten werden, dazu aber auch gleich noch die leider überhandnehmenden Klimaanlagen wenn nicht zwingende Gründe (Spitäler) vorliegen) Wenn ich all die Kommentare lese, kann ich nur ahnen wie sorglos mit den Ressourcen umgegangen wird.

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Walter Bossert:
            darum eben auch Minergie als Minimumstandart, dann ist die Sache erledigt! Da hat es zwar ein Lüftsystem, das bringt aber wesentlich mehr als x-faches Stosslüften.

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