Zeitbombe Altersarbeitslosigkeit

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Es gibt Phänomene in der Gesellschaft, die von der offiziellen Statistik nicht erfasst werden. Dazu gehört die Altersarbeitslosigkeit. So wird in den Arbeitslosenzahlen des Bundes die Zunahme von älteren Ausgesteuerten, Sozialhilfebezügern und unfreiwillig Unterbeschäftigten nicht abgebildet. Das weiss auch das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), aber etwas dagegen unternehmen will es nicht. Denn nach wie vor behandeln das Seco und der verantwortliche Bundesrat Johann Schneider-Ammann die Altersarbeitslosigkeit stiefmütterlich.

Beschäftigungsprogramme müssen endlich auch auf ältere, gut qualifizierte Fachkräfte ausgerichtet werden.

Politblog

Im besten Alter – und doch in einem Wiedereingliederungsprojekt für Arbeitslose: Ein Mann repariert in Lugano kaputtes Spielzeug. Foto: Karl Mathis (Keystone)

Dabei kennt mittlerweile jeder von uns einen Verwandten, eine Bekannte oder hat zumindest von jemandem gehört, der mit 45, 50 oder 55 Jahren seine Stelle verloren hat. Und seitdem verzweifelt auf Jobsuche ist. Neu ist, dass nicht wie früher überwiegend Niedrigqualifizierte oder Junge, sondern Menschen im besten Alter und oft mit sehr guter Ausbildung entlassen werden oder keine Anstellung finden.

Dafür gibt es verschiedene Gründe. Vor zehn Jahren begann der Arbeitgeberverband, den drohenden Arbeitskräftemangel aufgrund der demografischen Entwicklung zu thematisieren. 2007 wurde jedoch die Personenfreizügigkeit eingeführt, die Einwanderung explodierte, und junge wie billigere Fachkräfte aus dem Ausland lösten das Problem elegant.

Der Strukturwandel in vielen Branchen führte dazu, dass selbst das Können von Hochqualifizierten praktisch über Nacht nicht mehr gefragt war. Hier haben es viele Unternehmen versäumt, ihre Mitarbeiter mit konsequenter Weiterbildung davor zu schützen. Nicht vergessen darf man die nach wie vor weit verbreitete Altersdiskriminierung. Immerhin hat sich der Arbeitgeberverband zur Empfehlung an seine Mitglieder durchgerungen, in Stelleninseraten künftig keine Alterslimiten mehr zu nennen.

Letztes Jahr kam es mit der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative zum grossen Knall. Zwar kocht die SVP wie immer ihr ausländerfeindliches Süppchen, aber mit ihrer Forderung nach einem Inländervorrang stösst sie auf Akzeptanz weit über die Parteigrenzen hinaus. Mit dem Dauervorwurf der «Sozialschmarotzerei» hat sie jedoch die vielen schuldlos arbeitslos gewordenen Menschen zusätzlich stigmatisiert und intelligente Reformen erschwert. Intelligent heisst, die Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit kostenneutral zu modernisieren. So sollten sich beispielsweise ältere Fachkräfte – währenddem sie Arbeitslosengeld beziehen – individuell weiterbilden oder umschulen können.

Das Seco und die kantonalen Arbeitsämter sind darauf fixiert, möglichst schnell viele Arbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt einzugliedern. Es interessiert sie nicht, ob ein Programmierer in einem Callcenter landet. Hauptsache, die Arbeitslosenzahl bleibt schön tief.

Und noch etwas: Einige Mitarbeiter der Regionalen Arbeitsvermittlungszentren scheinen manchmal zu vergessen, dass es sich bei Arbeitslosen um Versicherungskunden handelt. Arbeitslose haben meist jahrelang Tausende von Franken in Form von Lohnprozenten in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt und erwarten zu Recht Dienst am Kunden.

163 commentaires sur «Zeitbombe Altersarbeitslosigkeit»

  • Stefan W. dit :

    Ja, dem ist nichts hinzuzufügen. Ich hoffe nur, der Tages-Anzeiger erinnert sich an diesen Blogeintrag, wenn er mal wieder ein Interview mit einem economiesuisse-Boss führt, der das Lied vom « Fachkräftemangel » singt. Und traut sich dann auch, entsprechende unbequeme Fragen zu stellen.

  • Naomi Iles dit :

    Bis jetzt war ich SVP Wählerin. Aber die Untätigkeit dieses Bundesrates und des Secos treibt mich in die Arme der SP. Nur so ändert sich etwas.

    • Georg Merkl dit :

      Ich gratulieren Ihnen. Die bürgerlichen Parteien haben im Nationalrat, im Ständerat und im Bundesrat die Mehrheit und haben bei der letzten Änderung des Arbeitslosenversicherungsgesetzes für eine Kürzung der Leistungen gestimmt. Die SP und die GP haben gegen diese Leistungskürzungen gestimmt. Ein FDP-Bundesrat und dessen SECO hat die Oberaufsicht. In den meisten Kantonen ernennt eine bürgerliche Mehrheit die Leiter der Regionalen Arbeitsvermittlungszentren und die Mehrheit der Richter an den kantonalen Sozialversicherungsgerichten welche die Art wie das Gesetz angewandt wird beeinflussen.

    • Willi dit :

      Der erwähnte Bundesrat gehört der FDP an! Mitte-Links ist mehrheitsfähig und könnte Abhilfe schaffen! Aber das passt nicht in das ideologische Bild der ‘offenen Schweiz’. Deshalb bin ich mir nicht so sicher, ob Ihr Gesinnungswandel etwas bringen wird. Ich selber hatte Glück und ‘durfte’ bis 65 arbeiten, meine ‘teure’ Erfahrung wurde geschätzt. Ich habe meine ‘Schuld’ getan und wünsche den jungen und jüngeren Menschen in diesem Land nur das Beste. Der Krug geht bekanntlich zum Brunnen, bis er bricht. Wie erwähnt, Mitte-Links hat es in der Hand …

      • Bertoni dit :

        Entschuldigung, aber das soll wohl ein Witz sein:
        – Der Bundesrat ist ja gerade NICHT SVP-bestimmt (z. B. betreffend Bestimmung der SECO-Leitung).
        – Sehr viele ältere Leute verlieren ihren Arbeitsplatz nicht wegen gekürzten AL-Leistungen oder dergleichen, sondern wegen immer stärkerer Konkurrenz durch „jüngere und bessere“ ausländische (v.a. EU-)Arbeitkräfte. Wenn Sie „bitte-noch-viel-mehr-Ausländer-hereinlassen“-SP wählen, dann wird dieser Faktor nur noch stärker.

  • Kaegi dit :

    Altersarbeitslosigkeit von Hochqualifizierten, ein ungelöstes Problem der Schweizer Gewerkschaften. Die Gewerkschaften kümmern sich um ungelernte ausländische Arbeiter in der Schweiz und sind vernetzt mit linken globalen Organisationen. Die Politik und die Gewerkschaften finden es nicht für nötig, den Schweizer, der hier geschult und ausgebildet wurde, als Lebensarbeitskraft zu erhalten, da greift man lieber auf biligere Arbeitskräfte und Gewerkschaftsmitglieder aus dem Ausland zu.

    • hans dit :

      ach was für eine Logik. haben sie das Wort hochqualifiziert falsch verstanden. 90% dieser Personen gehören gar keiner Gewerkschaft an werden nicht von GAV erfasst weil es wie gesagt hochqualifizierte dementsprechend in den Meisten Fällen Kader mitarbeiter sind. Wenn überhaupt sind es die Unternehmensverbände die Gesellschaft und gesetzliche Regelungen welche es denen die nicht auf unterster Stufe sind gar nicht erlaubt einer Gewerkschaft anzugehören.

    • Peter Kellerhans dit :

      Herr Kägi, es sind vor allem die Arbeitgeber welche hier auf billige Arbeitskräfte ausweichen. Die älteren AN werden ganz einfach ausgemustert. Frei nach dem Motto, Profit für uns und Verlust der Allgemeinheit. Ich kann nicht wirklich nachvollziehen wie Sie diese Verantwortung den Gewerkschaften zuweisen können. In einem Punkt gebe ich Ihnen absolut Recht, die Politik findet es nicht nötig hier etwas zu tun. Und die Mehrheit der Politiker in der Schweiz sind immer noch bürgerlich und wirtschaftsfreundlich orientiert, also liegt die Verantwortung vor allem dort und wohl nicht bei den Gewerkschaften. Aber das „Linksbashing“ ist natürlich praktisch um von der eigenen Verantwortung abzulenken.

  • Vogel dit :

    Um eine Weiterbildung in Angriff zu nehmen muss man, nach gründlicher Eigenevaluierung, drei Dinge haben: Eigeninititative, Geld und Zeit. Zweiteres ist knapp mit Familie und steigendes Lebenshaltungskosten sowie den durchschnitt. Lohnerhöhungen der letzten 15Jahre. Bei letzterem benötige ich vom Arbeitgeber ein entgegenkommen da oft nicht nur am Abend diese angeboten werden. Und hier ist oftmals der Knackpunkt. Der AN denkt langfristig, er will seine Arbeitskraft erhalten/verbessern. Der AG kurzfristig, er will oft nur die AK des AN nutzen. Hier muss angesetzt und der AN unterstützt werden.

  • Hans Gerrert dit :

    Früher gab es in der Schweiz so etwas wie ein Gleichgewicht zwischen freien Stellen und Stellensuchenden. War jemand für eine Stelle nicht perfekt geschaffen, so wurde dieser von den Firmen in die neue Stelle eingearbeitet. Mit der Einführung der PFZ ist dieses frühere Gleichgewicht komplett auf den Kopf gestellt werden. Die Firmen können aus einem schier endlosen Pool an perfekt zugeschnittenen Arbeitnehmern wählen. Irgendwelche staatlichen Programme bringen hier fast überhaupt nichts – das Problem kann naturgemäss nur an der Wurzel gepackt werden: an der PFZ:

    • Christof Strasser dit :

      Gratuliere, präzis auf den Punkt gebracht. Ebenfalls sehr guter Artikel von Michael Soukup

    • Philipp M. Rittermann dit :

      der trend heute ist, dass man leute einstellt um kosten zu sparen, und nicht, um (qualitativ) gute leistungen zu erbringen. meines erachtens müssen die unternehmen dazu verpflichtet werden, den inländervorrang auch wirklich einzuhalten. daneben haben ältere ma bereits bei rekrutierungen ein problem, wenn sie einer 25-jährigen personalassistentin mit dem üblichen 08/15-fragebogen gegenüber gestellt werden.

    • Pierre Klostermann dit :

      Genau so ist es, ich habe das gestern schon erwähnt in einem Kommentar. Es ist für international tätige Konzerne auch ganz einfach den CH-Stellenmarkt auszuhebeln. Selbst wenn es eine Auflage für einen Inländervorrang gäbe, kann aus dem konzerninternen MA-pool jede Stelle besetzt werden, ohne jemals im Stellenmarkt zu erscheinen. Es gibt in Europa wohl kein anderes Land welches seine einheimischen Arbeitnehmer dermassen verraten und verkauft hat. Wirtschaftsminister JSA und das SECO spielen hier einfach blinde Kuh und stecken den Kopf in den Sand. Von JSA, ehemals Swissmem und Economiesuisse tätig ist wohl auch nichts anderes zu erwarten. Für diese Verbände und die damit verbandelten Politiker existiert diese Situation ja auch nicht.

      • Georg Merkl dit :

        Es ist auch in den EU- und EWR-Mitgliedstaaten verboten Mitarbeiter aus anderen EU- und EWR-Mitgliedstaaten mit einem Inländervorrang zu diskriminieren. Dort sind viele Wähler anscheinend nicht so fremdenfeindlich wie in der Schweiz. Im Gegenzug für die Nichtdiskriminierung von EU-/EWR-Arbeitnehmern werden übrigens nicht nur Schweizer Arbeitnehmer, sondern auch Schweizer Waren und Unternehmen in den EU- und EWR-Mitgliedstaaten nicht diskriminiert, sondern wie eigene Waren oder Unternehmen behandelt. EU- und EWR-Arbeitnehmer zu diskriminieren wird negative Folgen für die Schweiz haben.

      • Henri dit :

        Nix CH schlimmst. Leider ist z.B. mit der UK noch viel schlimmer.
        Da gibt’s, oder gabe es, den ‘Expat’ Regelung wo Ausländer bis 3 Jahre ohne einen Rappen Steuer irgendwo zu bezahlen arbeiten konnten. Der angestellte Ingenieur braucht nicht mal in London zu Arbeiten dafür, er konnte auch in die Schweiz entsandet werden. Das alte Auto konnte dabei gratis mitgenommen werden, Zollfrei gefahren, und wurde nach Ablauf im Zürich ganz einfach zum gratis Entsorgung hinterlassen.
        Zum Glück durch -langlebe- die EU und die Schweizer Regierung grossenteils Teil abgestellt, aber noch immer nicht ganz.

    • Georg Schweizer dit :

      Genau. Und noch was: Das Problem ist nicht, dass Firmen Leute entlassen. Das gehört zur unternehmerischen Freiheit. Das Problem ist, dass die Leute Mühe haben, wieder eine Stelle zu finden. Und auch wenn jeder Arbeitslose noch so gute Bewerbungen schreibt, es gibt deswegen nicht mehr Stellen.

    • hans dit :

      naja früher gab es auch keine Waren Freizügigkeit. Viel Spass in einer globalisierten Welt AN einzustellen welche sie noch 1 Jahr einarbeiten müssen wo ja anscheinend ein Euro Kursverfall von 8 Prozent fast Unternehmen aus dem Markt vertreibt.
      PFZ hat doch keinen Einfluss darauf ob es gewisse Jobs überhaupt nicht mehr gibt oder doch. und in einem Land wo immer noch auch Jugendarbeitslosigkeit herrscht wird auch beim Inländervorrang jeder AG eher einen nicht ausgebildeten Jungen nehmen und ausbilden als den teureren 50 Jährigen.

  • diva dit :

    in was für einer verdrehten gesellschaft leben wir? rassendiskriminierung ist verboten, aber altersdiskriminierung ist an der tagesordnung und gilt als kavaliersdelikt…! dabei gehörte genau das angeprangert und schwer bestraft, wo immer es bekann wird. es ist ein frechheit sondergleichen, menschen die immer hier gelebt und gearbeitet haben, wegen etwas, was jeden treffen wird, zu diskriminieren. sie in die sozialhilfe zu zwingen und sie auszugrenzen.

  • Peter dit :

    Ich verstehe die ganze Aufregung nicht, 50i sein und nicht arbeiten gehen Müssen…eh mal denken: alle bücher lesen wozu ich früher nicht kam, reisen, neue sprache lernen, zeit in die natur verbringen, ja nun you get the picture. Sehe es als segen nicht als fluch, entdecke die welt neu weil berufsleben ect stumpft ab. ich vor mein teil habe beschlossen kein einziger tag meinem restlichen lebens mehrn arbeiten zu gehen, keine zeit zu viele interesse und neue dinger zu entdecken

    • Reisender dit :

      Tönt recht gut, lieber Peter. Das habe ich auch gemacht, mit 57. Aber ich bin Single, ohne Kinder, habe mein Haus verkauft, hatte es geplant. Aber wie viele können sich das finanziell nich leisten? Nur von der Arbeitslosenunterstützung geht das nicht. Geben Sie uns doch ein paar Tipps die allgemein umsetzbar sind. Danke.

    • Walter Schmid dit :

      Peter, die Arbeitslosen haben nur beschränkt mehr Zeit. Arbeitslose müssen auch an Programmen teilnehmen und sich bewerben.

      • Chris Berner dit :

        Herr Schmid, ich hoffe, was sie da schreiben, ist in höchstem Masse sarkastisch gemeint. Als durchschnittlicher Arbeitsloser hat man sehr viel Zeit – mehr als einem lieb ist, denn die bekannte Formel « Zeit ist Geld » behält halt auch für Arbeitslose ihre Gültigkeit. Man hätte zwar genügend Zeit, geügend für eine ganze Weltreise, zum Beispiel. Aber halt, geht ja nicht, kein Geld weil Arbeitslos! Sehr sehr viel Zeit also, eine ausgeprägte Depression zu entwicklen (RAV und später Sozi unterstützen ihre Klienten üblicherweise nach Kräften dabei), denn: Ohne Moos nix los, und: von nix kommt nix!

  • Philipp M. Rittermann dit :

    ich danke, ihnen, herr soukup für diesen (leider) richtigen artikel. einerseits beklagt sich die wirtschaft über den sog. « fachkräftemangel », andererseits, und das kann ich aus der praxis beurteilen, werden im rahmen der pfz leute eingestellt, die sich « gut » verkaufen, mit allerlei « qualifikationen » aus der eu-administration ausgestattet werden und dann leider vielfach in der praxis schlichtweg nicht zu gebrauchen sind. diese vermeintlichen « schnäppchen werden dann einfach dem staat, bzw. den sozialwerken übergeben. der arbeitgeberverband betreibt zudem seit jahren systematisches lohndumping.

    • Georg Merkl dit :

      Viele Schweizer Mitarbeiter mit Lehrabschlüssen teils sogar mit Weiterbildungen und angeblicher Praxis liefern auch lausige Arbeit und sollten eigentlich gekündigt werden. Vorurteile gegen Menschen, welcher ein Universitäts-, ETH- oder Fachhochschulstudium absolviert haben oder EU- oder EWR-Bürger sind zu schüren, ist natürlich einfacher. Mir persönlich ist es egal, ob jemand studiert hat, sich das nötige Wissen über Weiterbildung aneignet oder genug Eigeninitiative zeigt um sich das Wissen während der Arbeit oder Freizeit anzueignen. Was stört sind Mitarbeiter, die nichts dazu lernen wollen.

      • Philipp M. Rittermann dit :

        da gebe ich ihnen absolut recht herr merkl. nur bedingt die « billigschiene » einschlägiger unternehmen halt leider die pfz-schiene.

      • Hugo Knüsel dit :

        @Merkl: Vorurteile gegen Schweizer zu schüren ist natürlich einfacher als sich der Tatsache zu stellen, dass halt auch viele vermeintliche PFZ-Talente nicht viel wert sind. Glashaus und so. Was sich da alles aus der EU und v.a. aus D auf Teufel komm raus in der Schweiz bewirbt, man fragt sich oft schon, ob die Stellenausschreibung überhaupt gelesen, geschweige denn verstanden wurde.

  • Philipp M. Rittermann dit :

    teil 2) und die gut qualifizierten arbeitswilligen älternen inländer, welche bez. lohn durchaus meist kompromissbereit sind, landen beim rav, wo man, wie man weiss gem. gängiger praxis von anno 1970 behandelt wird, als wäre man « der hinterletzte ». wie im artikel erwähnt, zählen da quoten, und nicht massnahmen, welche dem veränderten arbeitsmarkt rechnung tragen würden. wir haben also die situation, dass wirtschaft und staat nicht miteinander, sondern de facto gegeneinander arbeiten. leidtragend sind hier logischerweise die arbeitslosen.

  • In der Politik weiss wohl sowieso jeder, dass die MEI nichts bewirken wird. Die SVP hat es geschafft, ihren symbolischen, nutzlosen Rohrkrepierer unter gütiger Mithilfe der Gegner zu einem übergrossen Gespenst aufzublasen. Man will Kontingente und Inländervorrang und dazu verhandeln, aber nichts kündigen (Ecopop, welche «nötigenfalls kündigen» wollte, wurde abgelehnt). Die EU will nicht, nun will die SVP den Vertragsbruch. Den wird es aber nicht geben, die Verfassung verbietet das. Dazu braucht es keine Wutartikel in der FAZ. Es steht alles in der Verfassung. Nur will man nicht darüber reden.

  • Philipp M. Rittermann dit :

    teil 3). für mich persönlich stossend an der sache ist, dass etliche unternehmen an den personalkosten nur aus dem grunde sparen, damit man in den teppichetagen überproportional « schütten » kann. diese entwicklung, wenn sie so weitergeht, wird mittel- bis länger-fristig zu einer 2-klassen-gesellschaft führen, sowie zu einem lohnniveau, welches sich der eu angleicht. der haken ist leider nur, dass unsere lebenshaltungskosten eher steigen als sinken werden. der ch-arbeitnehmer wird so immer weniger geld im portemonnaie haben, was letzten endes auch dem staat schadet. es gibt viel zu tun, hier.

  • Luckas Meyer dit :

    Das Innovations-Potential der « Gesellschaft » wird gerade geopfert. (P.S, ich wusste gar nicht, dass Herr Schneider Amman Bundesrat ist. Seit wann denn?)

  • Peter Meier dit :

    dafür hat jeder Arbeitslose heute die Möglichkeit im EU Raum eine stellend suchen. Wie wärs in Portugal für 650€ ? Und die Nachwuchskräfte mit ihren masterabschlüssen und ohne Berufserfahrung strömen nach wie vor in die Schweiz !

    • Petra Meyer dit :

      Ich liebe diese typisch Schweizerische Einstellung: Ein Job in Portugal? Für 650 Euro? Für einen Schweizer doch nicht! Unzumutbar! Das sollen doch lieber mal die Portugiesen machen! Aber ich doch nicht. Ich bin doch Schweizer. Ich bin doch von Gott auserwählt und von Geburt an etwas besseres…. Gibt es noch irgendein anderes Argument, warum so etwas unzumutbar sein soll?

      • Hugo Knüsel dit :

        @Petra Meyer: Tja, allein die Tatsache, dass die Portugiesen in Scharen in die Schweiz resp. ins Ausland strömen, könnte ein Indiz sein, dass auch die Portugiesen nicht unbedingt Ihre Meinung teilen, dass 650 EUR so toll sind… Wo arbeiten Sie denn? Eher auch nicht in Portugal, oder?

  • Peter dit :

    Dieser Artikel bringt die ganze Angelegenheit 45+ auf den Punkt. Es ist eine « Schande », dass die sich über Jahrzehnte ausgewiesene leistungsorientiere Altersgruppe durch junge Berufsleute aus dem Ausland ausgewechselt werden. Diese Vorgehensweise deckt sich langfristig nicht mit der Absicht, unser Sozialwerk durch ein späteres Pensionierungsalter zu sanieren.
    Kurzfristige Denkweise und fehlende Integration einer stets grösser werdenden Gruppierung von Schweizer Bürgern die klar ausgegrenzt werden. Die Politik hat hier einen klaren Auftrag der erfüllt werden muss.

  • Ralf Schrader dit :

    In Kompromisskulturen meint man, mit einer Massnahme mehr als ein Problem lösen zu können. Das möchte ich stark bezweifeln, am Ende zählt immer nur ein Ziel. Entweder die Stelle bestmöglich besetzen, oder ältere Bewerber noch einmal in Lohn und Brot zu bringen. Letzteres bleibt im Regelfall auf der Strecke und das ist gut so. Es ist an der Zeit, die Kopplung zwischen Arbeit und Lebenserwerb, also das Konzept Erwerbstätigkeit, aufzugeben.

  • Anton Schneider dit :

    Der Bog beschreibt die Problematik vortrefflich. Fragwürdig ist, warum das Seco die Problematik schlicht ignoriert – ebenso wie fast alle Politiker? Was darf der CHer nicht erfahren was viele bereits in entwürdigender Weise erfahren?
    Auch die Arbeitgeber verfahrne danke dem unendlichen Angebot an Arbeitssuchende nach dem Plug-in-Verfahren für offene Stellen. Wie Micro-Chips werden Mitarbeiter ersetzt – « alter, defekter raus », neuer rein! Das « perfekte » Profil ist leicht und billiger im Mark erhältlich. Politiker und Arbeitgeber schaffen mit der Gleichgültigkeit für die CH ein grosses Problem.

  • Ernst Hagen dit :

    Es gibt in der Schweiz keinen « Markt » für Arbeit. Es gibt nur ein paar wenige Stellen für junge, uni-absolvierte Experten. Der Bund tut rein gar nichts, um Bedingungen zu erstellen für einen sogenannten « Arbeitsmarkt », wo sich Angebot und Nachfrage in etwa ausgeglichen begegnen. Übrigens, Menschen über 40 Jahre ohne Stelle landen zuerst auf dem RAV, dann in der Ausgesteuertheit, dann werden sie komplett enteignet und erst dann haben sie Anspruch auf Sozialhilfe. Das nennt man « Staatliche Enteignung » deshalb, weil der « Staat » (Wirtschaft) rein gar nichts tut, um das wirklich zu verhindern.

    • Auch ein Ü50 dit :

      Irgendwann wird der/die Ü50 seelisch krank und « belastet » unverschuldet unser Gesundheitswesen. Die Folgekosten dafür bezahlen alle Alters- und Vermögensgruppen – zu recht. Auch diejenigen, welche Üxx aus der Arbeitswelt verbannen.

    • Josef Marti dit :

      Die CH Bünzlis sind selbst schuld, sie haben der schrankenlosen Globalisierung zugestimmt und die entsprechenden Parteien gewählt und denen zugestimmt. Dafür ernten sie jetzt den totalen Raubzug der internationalen Boden- und Kapitalbesitzer auf die Menschheit. Das ist die Quittung wenn man die leistungslosen Besitzeinkünfte, sprich Zins, Bodenrente, Profit permanent gegenüber Arbeit und Konsum privilegiert und darauf hofft vom trickle down genug Almosen zu bekommen.

  • Hati dit :

    Es wäre schon viel getan, wenn die Arbeitslosen nicht noch durch den Staat (RAV) schikaniert würden. Wiedereingliederungsprojekte, die nichts bringen usw., sollten für den Betreffenden frei wählbar sein. Endlose Bewerbungsschreiben, die ebenfalls nichts bringen. Eine zusätzliche Belastung, nichts weiter. Die meisten Arbeitslosen arbeiten gerne und suchen freiwillig.

    • Georg Merkl dit :

      Die bürgerlichen Parteien haben im Nationalrat, im Ständerat und im Bundesrat eine Mehrheit und haben bei der Änderung des Arbeitslosenversicherungsgesetzes für eine Kürzung der Leistungen gestimmt. Die Oberaufsicht über die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) hat ein FDP-Bundesrat. In den meisten Kantonen haben die bürgerlichen Parteien die Mehrheit und die Kontrolle über die RAV und die Mehrheit der Richter an den kantonalen Sozialversicherungsgerichten und damit Einflussmöglichkeiten wie die RAV das Gesetz vollziehen. Welche Parteien haben also die Verantwortung dafür?

      • Blanche Wu dit :

        Jedoch ein mehr Freundlichkeit und Menschlichkeit der RAV Mitarbeiter darf man verlangen. Dies muss nicht von Oben diktiert werden, so etwas kann man als RAV Mitarbeiter freiwillig umsetzen. Man geht in der Bank auch nicht für alle Entscheide zum CEO, sondern regelt das im Team. Ich hätte nur schon gerne, wenn diese RAV Mitarbeiter anständig mit einem umspringen würden.

  • Pius Tschirky dit :

    Wenn ich diesen Mann oben betrachte, so kommen in mir sofort folgende Fragen auf: Was hat er wohl vorher gearbeitet? Das wäre doch mal interessant. Hat er nun wirklich seine Stelle einfach so, weil er eben alt zu sein scheint, verloren? Man muss sich auch die Frage stellen: Wer hat Ihn nun entlassen? Was waren die wirklichen Hintergründe. Ich kenne hier zum Bespiel viele Handwerker, die schon aufgrund Ihrer Beruferfahrung zumindest für mich « unersetztbar » sind. Auch wenn sie halt ein wenig teuerer sind, so müsste ich mich schon fragen, wer dahintersteckt und so einen Menschen einfach ersetzt

    • W Grämer dit :

      Habe 35 Jahre auf dem Bau gearbeitet Herr Tschirky mussten dann wechseln in ein anderen Beruf in folge eines bleibenden Bandscheibenschadens.Auch Handwerker wie ich hatten es schwer vor circa 25 Jahren.Musste regelmässig im Winter vom Land nach Zürich zur Arbeit fahren da für mich keine Arbeit  » Konkurrenzdruck »Baugewerbe war.Damals konnte man noch nicht auf das Sozialamt gehen man musste Arbeit suchen.Zudem sind Bauarbeiter die ein Leben lang auf dem Bau gekrampft haben meistens Ruinen.

  • Im Rahmen eines speziellen Programms für hochqualifizierte Arbeitslose (FAU) arbeite ich als Unternehmerischer Coach, um Arbeitslose auf die Selbständigkeit vorzubereiten. 80% meiner Teilnehmer sind älter als 45 Jahre, sie haben ausgezeichnete berufliche Erfahrungen und wären perfekt qualifiziert, um ihr Wissen an jüngere Arbeitnehmer weiterzugeben. Wissen, das in den Unternehmen nun fehlt. Denn sie sind aus Arbeitgeber-Sicht zu teuer.
    Dieses Phänomen grundsätzlich politisch zu analysieren und zu ändern ist DRINGEND! Danke, dass Sie das thematisieren.

    • Markus Rytz dit :

      Mit Verlaub, nicht jeder Hochqualifizierte möchte sich selbständig machen und nicht jeder ist überhaupt dazu in der Lage. Das Selbständigmachen wird oftmals als Allerheilmittel verkauft, was es definitiv NICHT ist. Auch ein Selbständiger ist immer noch zu teuer für die Firmen. Um konkurrenzfähig zu sein, ist er dann gezwungen, seine Dienstleistung zu einem Dumpingpreis zu verkaufen, zudem trägt er das volle unternehmerische Risiko. Dies führt bloss zu einer Verlagerung der Risiken der Unternehmen auf die Selbständigen.

    • Stefan Pöllendorfer dit :

      @A. Stubenrauch: Ich bin zwar nicht Ihr Klient, aber vielleicht ergibt sich zukünftig aus unternehmerischer Sicht eine Möglichkeit zum Austausch. FG Stefan Pöllendorfer

    • Henri dit :

      Als Dipl.Ing.TU Msc.El. 59, habe 2 Monaten beim FAU mitmachen können.und lebe jetzt von den Reserven, froh nicht von RAV und Sozialamt abhängig zu sein. RAV zwangseingeteilt aber ich war ganz und ich war gar nicht unglücklich darüber, obschon bei meinem Sonderfall leider etwas am Ziel vorbei.
      Hauptproblem: Nicht dem Gehalt.
      Spezialistenfeindliche HR Formularausortierung und Prozeduren, Pensionskassezwang (teuer, mit Einzahlungszwang in möglich maroden Kassen ohne Kapitalauszahlungsoption), und in meinem Fall vor Allem der Unlust jüngerer Projektführer störende ‘Besserwisser’ im Team zu holen.

  • Peter Kellerhans dit :

    Man muss nur noch den gestrigen Artikel „Lachverbot und Morgenappell im Beschäftigungsprogramm“ lesen, da kommt einem fast die Galle hoch. Zustände wie in einem Arbeitslager und das im 21. Jahrhundert in der Schweiz. Und die Politik tut NICHTS. Man glaubt wohl in Bern mit abwarten würde sich das Problem schon irgendwie lösen. Es ist eine Schande was in diesem Land mit Langzeitarbeitslosen und Ausgesteuerten passiert. Abgesehen davon verursacht nur schon die psychische Belastung und Angst der älteren Arbeitnehmer in diese Sozialfalle zu geraten einen wirtschaftlichen Schaden. Das die Politik hier nicht aktiv wird ist verantwortungslos und zeugt von Egoismus und Gleichgültigkeit sondergleichen. Es wäre gut wenn sich alle Langzeitarbeitslosen und Ausgesteuerten auf einem gemeinsamen Protestmarsch nach Bern begeben würden. Vielleicht würden doch noch ein paar Politiker aus ihrem Glashaus-Dornröschenschlaf erwachen.

    • Hansli dit :

      Die Politik wurde auf die Probleme aufmerksam und hat dieses Arbeitslosenbestrafungssystem absichtlich eingerichtet. Nur die Sozilisten waren dagegen und haben das Referendum ergriffen. Aber wie bei jeder Verschärfung wurde das vom Volk angenommen. Ich persönlich habe die Verschärfungen nicht unterstützt. Und in 2 Tagen werden wir vermutlich sehen, wie das Volk den Sozialabbauern einen Wahlsieg beschert.

      • Georg Merkl dit :

        Viele SVP-Wähler plappern einfach nach die SVP-Propaganda nach, dass die Ausländer an allem Schuld sind und eine Diskriminierung von EU- und EWR-Ausländern auf dem Schweizer Arbeitsmarkt (Inländervorrang, Kontingente) für Schweizer Arbeitnehmer die Probleme löst. Dass die SVP und die FDP bei der Änderung des Arbeitslosenversicherungsgesetzes und bei der Änderung des Invalidenversicherungsgesetzes für eine Kürzung der Leistungen gestimmt haben und die SP und die GP die Leistungskürzungen abgelehnt haben, wissen anscheinend viele SVP-Wähler nicht.

  • W Grämer dit :

    Mit 20 zu jung keine Erfahrung mit 50 zu alt zu teuer und Politiker wollen das man bis 70 arbeitet.Für mich schon ein bisschen paradox.Ist ja klar das dazu die PFZ für die ich nie war auch vieles dazubeiträgt ,das der Arbeitsmarkt dadurch von Arbeitnehmern übervoll ist.Jetzt frage ich doch noch ?wer gibt den vielen Wirtschaftsflüchtlingen noch Arbeit ihr Politiker.

    • Thomas dit :

      Dann muss der halt der Staat wieder korrigierend eingreifen, wenn die Firmen nicht mitspielen. Bedeutet, dass eine Firma auf Grund ihrer Grösse pro Alterssegment Quoten zu erfüllen hat, ansonsten werden sie mit höheren Beiträgen in die AHV (oder eine neue Versicherung Jugend und Alters Versicherung JAV) bestraft. Irgendwie sollte es sich für Firmen nicht mehr lohnen, Junge auf der Strasse zu lassen und die Ü50 rauszustellen.

  • schnurrenberger willy dit :

    Die Gesellschaft scheint mir einen kapitalen Fehler zu machen. Die kaufmännische Beurteilung von « älteren » Mitarbeiter ist seit der offiziellen Einführung der BVG im Jahre 1984 ein Grundsatzfehler. Zudem wird das Wissen bzw. de Erfahrung von solchen Mitarbeitern sträflich missachtet. Es gilt hier Kompromisse zu finden z.B. Angebot des Arbeitgeber Teilizeitstellen zu schaffen welche die kapitale Erfahrung von Älteren auf diese Weise ausschöpft. Beispiel: Ich selbst musste vor kurzer Zeit Computer , Telefon etc kaufen Schlimm wie wenig Wissen hier sehr Junge Verkäufer hatten.

  • Josef Marti dit :

    Die vorgeschlagenen Massnahmen kann man vergessen, es gibt nur eine Lösung: Zwangskontingente für Ü50,Ü60 usw. für alle Betriebe. Dann könnte man auch die Pensionierung abschaffen. Freiwillig besteht keine Bereitschaft ältere Leute anzustellen, die Wirtschaft will nur Rosinen picken, dh. bitte keine U25 und keine Ü50.

    • Albert Hausheer dit :

      wir haben einen Rassendiskriminierungsartikel im Gesetz, aber KEINEN Altersdiskriminierungsartikel zum Schutze des EIGENEN Volkes – WARUM gibt es dazu keine Initiative ? Warum ergreift eine Gruppe von Arbeitslosen diese grosse Chance, sich zu verewigen?

      • Walter Schmid dit :

        Bundesverfassung: Art.8 2 Niemand darf diskriminiert werden, namentlich nicht wegen der Herkunft, der Rasse, des Geschlechts, des Alters, der Sprache, der sozialen Stellung, der Lebensform, der religiösen, weltanschaulichen oder politischen Überzeugung oder wegen einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung.

    • Walter Schmid dit :

      Josef Marti: Die Lösung heisst bedingungsloses Grundeinkommen. Dann kann sich jeder selber Arbeit schaffen und Arbeit muss nicht um jeden Preis von Parteien und Institution zu horrenden Kosten erhalten werden.

  • Georg Schweizer dit :

    Es braucht keine sinnlosen Beschäftigungsprogramme, sondern ganz einfach weniger Einwanderung. Dann ist der inländische Arbeitnehmer wieder mehr wert, auch wenn er schon älter ist. Angebot und Nachfrage gibt es eben auch auf dem Arbeitsmarkt.

    • Georg Merkl dit :

      Wer den bürokratischen Aufwand, den der Inländervorrang früher für die Unternehmen verursacht hat kennt, wünscht sich wohl kaum den Inländervorrang zurück. Abgesehen davon beruhen die bilateralen Verträge mit den EU- und EWR-Mitgliedstaaten darauf, dass Schweizer Waren, Schweizer Unternehmen und Schweizer Arbeitnehmern von diesen in den EU- und EWR-Mitgliedstaaten nicht gegenüber Waren und Unternehmen aus EU- und EWR-Mitgliedstaaten diskriminiert werden und im Gegenzug die Schweiz dafür deren Waren, Unternehmen und Arbeitnehmer nicht diskriminiert.

      • Stadelman Reto dit :

        Wer « händeringend » nach Frachkräften sucht, scheut auch den bürokratischen Mehraufwand nicht. Wer aber einfach schnell und billig neues Humankapital zum verheizen braucht, der wird dadurch abgeschreckt. Ich sehe das Problem also nicht.

    • Walter Meier dit :

      Ganz genau Herr Schweizer. Warum sollte ich denn als Arbeitgeber einen 56 Jährigen Schweizer einstellen, der zuviel weiss und kann und darum vielleicht unbequem wird, wenn ich stattdessen 30 junge « hochqualifizierte » Deutsche Bewerber habe, die für weniger Lohn und ohne unbequeme Fragen Vollgas arbeiten ??

      • Häfliger Kurt dit :

        Offenbar haben Sie noch nichts von sozialer Verantwortung und Ethik gehört…Bedenklich!

  • Hansli dit :

    Die PFZ wurde 2002 eingeführt.

    Und NEIN nicht jeder kennt jemand oder hat davon gehört, dass jemand in diesem Alter Arbeitslos ist. Ich kenne niemand und auch meine Freunde kennen niemand. Dafür kenne ich einige die nach Erreichen des AHV-Alters gearbeitet haben. Und einer der hochqualifiziert ist, dessen Fähigkeiten werden nicht über Nacht wertlos. Ein Hochqualifizierter erkennt früh genug die Entwicklung und richtet sich neu aus solange noch Zeit ist.

    • Brunoli dit :

      Manchmal frage ich mich, ob ich in einer anderen Welt lebe. Kriege im Alter von über 80 noch heute Anrufe von « Headhuntern » aus D und Ch die mich abwerben wollen…. Auf meine Frage, an einen hochqualifizierte Headhunter (bekannter Name) ob er mein Alter kenne, die Antwort: « Nein »! Nach dem ich mein Alter nenne, wird etwas von Sorry gemurmelt und Tschüss.
      Wieso kennen Headhunter die angeblich so vielen höchstqualifizierten Arbeitslosen im mittleren Alter bis 55 nicht? Oder wollen sie nicht kennen weil vielleicht doch etwas fehlt?

    • Max Bader dit :

      Falsch. Die PFZ wurde im Jahre 2007 eingeführt, wie korrekt im Artikel geschrieben. Sie meinen die Bilateralen I. Diese wurden im Jahre 2002 eingeführt.

      • Hansli dit :

        Ab 2007 wurde die volle PFZ eingeführt, mit einigen Staaten später. Aber 2002 wurde mit Einschränkungen die PFZ für die alten EU Staaten eingeführt. Für Fachkräfte ist das Jahr 2002 entscheidend.

        • Stadelman Reto dit :

          Das wäre dann aber eher noch entlarvender. Die Zuwanderungsraten sind nämlich laut Statistik erst ab 2008 so richtig gestiegen. Also können wir wohl davon ausgehen, dass zwischen 2002 und 2007 tatsäch Fachkräfte eingewandert sind, während jetzt einfach jeder kommt?

          • Mark Carrier dit :

            Es braucht aber auch fast jeden bzw. jede. Unser Gesundheitssystem sowie die Altenpflege würden ohne osteuropäische Zuwanderer bald zusammenbrechen. Ebenso will kaum ein Schweizer im Service oder in der Reinigung arbeiten, ähnlich sieht es auf dem Bau aus.
            Genau hier liegt das Problem der MEI, man spricht nur über Fachkräfte und vergisst andere.

    • Michael Höchli dit :

      Mangelhafte Sachkenntnis, banalste parteipolitische Polemik und letztlich die feige Tarnung mittels Pseudonym sprechen doch eine unmissverständliche Sprache. Erste Richtigstellung: Die volle PFZ trat erst 2007 in Kraft! Es bleibt noch der ehrliche Wunsch, dass Sie im selbsterklärten Status eines weitsichtigen Hochqualifizierten niemals vom Schicksal der Alterslangzeitarbeitslosigkeit ereilt werden!

      • Hansli dit :

        Wir hatten gerade jemand mit Projektleitungserfahrung gesucht. Da haben sich 50+ beworben, aber keiner davon war Arbeitslos. Angestellt wurde schliesslich einer mit 49 der ebenfalls nicht arbeitslos war. Nach den Kommentarspalten zu urteilen, müssten da hunderte Arbeitslose vorhanden sein.

        • Marco lienhardt dit :

          wenn sie in einem Grossunternehmen Arbeiten,dann bekommen sie dass schon mit,wenn eine Abteilung schliesst oder (Umstrukturiert) wird,wie viele ü50 auf dem RAV landen.Dann nach 3 Jahren werden sie wieder bei uns eingestellt,aber nur Temporär,um kurzfristig zu Helfen.und diese sind meist über jahre hinweg Arbeitslos,sonst wären sie ja nicht ständig Abrufbereit.

    • Patrick Tanner dit :

      Bis 1.6.2007 war die Zuwanderung aus der EU strikte kontingentiert und der Wanderungssaldo war netto von 2002 bis 2006 durchschnittlich pro Jahr 39000 Zuzüger. Von 1991 bis 2001 war der durchschnittliche Wanderungssaldo gemäss Statistik BFM nur gerade 24000 pro Jahr. Seit 2008 ist der durchschnittliche Wanderungssaldo 85000 pro Jahr. Die neoliberale PFZ führt zu einer Verdrängung älterer, teurer und junger Arbeitnehmer durch PFZ-Zuzüger und zu einem immensen Lohndumping. Die Arbeitgeber, Unternehmen, Kapitalbesitzer und Vermieter profitieren auf Kosten der Arbeitnehmer, Mieter und Armen.

      • Hansli dit :

        Die Einwanderung wird seit ca. 2010 auch stark demographisch angetrieben. Irgendwer muss die all die Pensionierten ersetzen.

        Und ein ist klar, in den 90’er hatten wir eine Rezession. Aber grundsätzlich haben sie anscheinend etwas gegen 600’000 neue Jobs.

        • Stefan dit :

          Informieren Sie sich mal, wo die neuen Jobs entstanden sind…nein…nicht im Privatbereich…sondern beim Bund etc..also nicht gerade nachhaltig…

  • Brändle dit :

    Mir reisst der Geduldsfaden. Bin Vater von einem 8 jährigen Jungen und 54, hatte halt nur die Arbeit vor Augen, deshalb so spät Vater geworden . War vor 3 Jahren in die Arbeitslosigkeit geschlittert und konnte nach 2 Jahren (2 Wochen vor Ablauf der Arbeitslosigkeit) endlich wieder im Export Fuss fassen. Nun wegen dem EURO Mindestkurs und dem China Dilemma kann ich ab Ende Monat wieder Zuhause bleiben. Sozial wird das bei mir Zuhause eine Katastrophe werden, Geld ist kaum mehr vorhanden und eine Wut im Bauch, die mich zur tickende Zeitbombe macht ist das etwa nicht normal, F… ?!

    • Jolina dit :

      Irgendwas stimmt bei Ihrem Beitrag nicht. Wenn Sie 54 sind und immer gearbeitet haben, wo ist dann ihr Erspartes?
      Andere Leute lassen sich mit 54 pensionieren! Und die haben normal verdient. Ich verstehe dieses Gejammere älterer Semester leider nicht, es gibt etwas das heisst Selbstverantwortung. Wenn ich 30 Jahre lang arbeite und ca. 20k pro Jahr spare, dann habe ich 600k mit 54. Sorry, mein Mitleid hält sich in Grenzen. Und die die mit 62 noch eine Stelle suchen und rumjammern sind einfach nur noch peinlich!

      • aloice weiss dit :

        20’000 pro jahr sparen??? ja wie denn? in einem normalen job verdienen Sie mit glück grad genug, um eine horrende miete sowie eine ebenso horrende KK-prämie zu bezahlen! hinzu kommen noch die steuern, die schnell mit 10’000 pro jahr zu buche stehen (zumal in einer stadt). ich habe einen normalen job, verdiene nach meinem dafürhalten gut, bin 53, habe immer gespart – aber mit glück höchstens die hälfte pro jahr hingekriegt. in jungen jahren weniger, weil logischerweise weniger salär da war. AUFWACHEN, jolina!!!

      • Blanche Wu dit :

        Wer sagt jetzt, dass dieser Herr genügend Einkommen hatte um Ersparnisse auf die Seite zu legen? Sie kennen seinen Background nicht. Nicht jeder kann einfach so mal 20000k im Jahr sparen. Absolut nicht…es gibt auch Leute die haben zwei Jobs damit sie ihre Familie über die Runden bringen. Da kann man nicht mehr gross sparen.

      • Häfliger Kurt dit :

        Bei Ihnen stimmt etwas nicht. Sie kennen offenbar die Lohnstruktur in der CH nicht. Wie sollen Menschen mit 70k/p.a. 20k sparen? Haben Sie schon einmal ein Haushaltsbudget gemacht ohne sich selbst zu belügen und x-Posten zu « vergessen »? Sie kommen auf die Welt…mind. 16 Posten müssen ausgefüllt sein! Miete, KK, Selbstbehalt, Steuern, Essen, Haushalt, Versicherungen, Tel.,TV, Kleider, Auto, Taschengeld, Zahnarzt, Ferien, PK a, Weiterbildung, Unvorhergesehenes. So nun rechnen Sie mal…!

      • Max Bruellhardt dit :

        Ziemlich Überheblichkeit Kommentar der aber zeigt wie die jüngere Generation denkt, oder eben gerade nicht!

  • Pascal Sutter dit :

    Nicht die Einwanderung ist das Hauptproblem sondern der mangelnde Wille der Arbeitgeber ältere Arbeitssuchende einzustellen. Zudem wird zuwenig Wert auf Kompetenzen gelegt; die Schweiz hat nicht etwa zuwenig Fachkräfte, die Kriterien der HR-Leute sind zuwenig Kompetenzorientiert.

    • Stefan Baumgartner dit :

      Ich sehe das genau gleich wie Herr Sutter. Das HR ist doch der Anwalt der Kompetenzen in der Firma. Das HR muss dem Linienvorgesetzter die Kompetenzunterschiede der Kandidaten erklären können. In meiner beruflichen Erfahrung habe ich feststellen müssen, dass vorallem die Linienvorgesetzten rekrutieren, sagen welche Dossier sie prüfen wollen. Gut sind HR MA die dann sagen dürfen « wenn dir unser Topkandidat nicht gefällt dann müssen wir wohl zurück zum Stellenbildungsprozess ». Bedenklich wie viele Absagen Kandidaten mit einem Stellenprofil das zu 80-90% passt erhalten.

    • Walter Meier dit :

      Genau da steckt das Problem : Der Irrglaube an Diplome und Hochschulabschlüsse! Die ganze westliche industrielle Erfolgsgeschichte wurde nicht von Hochschulabsolventen aufgebaut, sondern von hart arbeitenden Menschen mit Weitsicht und Idealen. Solche Leute sind in der Wirtschaft seit Jahrzehnten nicht mehr gefragt und seitdem geht es bergab. Alles was unsere Vorfahren aufgebaut haben wird durch diesen Irrglauben und durch das kurzsichtige Gewinndenken der Aktionäre vernichtet.

  • Roland A dit :

    Der Druck auf die älteren Arbeitnehmer nimmt ständig zu, da die Firmen wissen, dass diese Mitarbeiter keine neue Stelle mehr finden. Die soziale Verantwortung der Unternehmen hat auch stark abgenommen, da sie immer mehr Gewinn erzielen wollen. Zudem steigen auch die Gesundheitsprobleme, da die älteren Mitarbeiter immer mehr ausgepresst werden. Auch fehlt es in den Unternehmen an Wertschätzung und Respekt gegenüber älteren MA, da man diese nur noch Kostenfaktor sieht! Was macht die Politik? Sie kümmern sich zuerst – um ihre eigene Interessen – möglichst viele Stimmen zu sammeln!

  • Marc Müller dit :

    Die Ü50 ist etwas, aber für die Jugendlichen wird es auch nicht besser gehen, wenn sie keine solide Ausbildung haben. Der Arbeitsmarkt ist sehr kompetitiv geworden, viele Eltern begreifen es noch nicht. Frauen in diesem Land sind nicht besser bedient. Es sind Themen, die für Politiker nicht interessant sind. Das einzige Thema in der Schweiz ist Steuern zu senken. Die SVP redet über die Zuwanderung, schön. Aber ausser das Dualbildungssystem haben sie wirklich keine Vorschläge und bleiben eher traditionell. Für die SVP sind die Akademiker sowieso Feinde oder so.

  • Arbeitnehmer werden wie Fahrzeuge behandelt. Irgendwann kommt der Moment wo der Besitzer sich dieser entledigt um sich ein noch Leistungsfähigeres zu kaufen, das alte wird ausgemustert, wenn nicht gleich auf den Schrottplatz versetzt, obwohl es eigentlich noch voll funktionstüchtig wäre. Da ich selber persönlich von dieser Situation betroffen bin, habe ich mir vorgenommen aktiv zu werden und das Problem beim Schopf zu packen, in dem ich versuche Selbstständig zu werden. Ich komme aus dem Gastgewerbe wo die Scheinheiligkeit der Arbeitgeber gegenüber Arbeitenehmenden oft nicht zu übertreffen ist

    • Flo dit :

      ausgemustert autos kommen auch nicht direkt in die Schrottpresse, sie dürfen noch eine Weile auf dem Schrotthändlerplatz vereilen. Uebersetzt auf Menschen; ausgemustert – in der IV zwischen geparkt und erst nach einer gewissen Zeit zu dem Ausgesteuerten transferiert!

  • W. Müller dit :

    Wer genau jetzt zwingt nochmal die Firmen – auch genau die der SVP Patrons – die ganzen Ausländer anzustellen?
    Wer genau zwingt diese Firmen, die 50+ Schweizer aussen vor zu lassen?
    Wer genau verbietet jedem Chef die Anstellung von 50+ Schweizern?
    Für mich ist das den Schweizer predigen aber den Ausländer in Massen einstellen von gewissen Politkern.
    Aber dann ausrufen die PFZ sei Schuld.
    Das kommt mir vor, wie jemand, der ständig ausländisches Mineralwasser in Massen trinkt, das anprangert und die Politik dafür verantwortlich macht und ein Verbot von ausländ. Mineralwasser fordert.

    • Blanche Wu dit :

      Es ist zu billig nur der SVP diesen Vorwurf zu machen. Die Wirtschaft und GL Mitglieder, CEO’s etc. HR Angestellte, bestehen nicht nur aus SVP Anhänger. Nein man kann auch in einer hippen Webagentur mit 45+ entlassen werden, welche garantiert keine SVP Wähler sind. Sie müssen das Wirtschaftssystem und Wachstumszwang hinterfragen und nicht die SVP an sich. Ach ja und garantiert gibt es auch SPler Unternehmer, welche aus Kostengründen Mitarbeiter entlassen.Diese Thematik kann man nicht auf die Parteienlandschaft abbilden, denn die Wirtschaft richtet sich nicht nach der Parteipolitik.

  • Chris Meier dit :

    Es wird geschrieben, dass die älteren Arbeitslosen (bis 64 resp. 65) nicht in der Statistik erscheinen würden. Dies stimmt mit Bezug auf die Arbeitslosenzahlen. Zumindest teilweise. Jedoch werden diese älteren beschäftigungslosen Personen (bis 64 resp. 65) in der Statistik betreffend Erwerbslosen sehr wohl erfasst. Diese Quote wird vom Bund mehrmals jährlich veröffentlicht. Auch dort zeigt sich: die Erwerbslosigkeit bei den Älteren (bis 64 resp. 65) ist kein Problem. Sie ist international und mit Blick auf die Jungen sogar klar unterdurchschnittlich. Hier wird ein Problem herbeigeschrieben.

    • Walter Meier dit :

      Zum herbeigeschrienen Problem muss ich als betroffener folgendes sagen: Nach einem Burnout mit schweren Depressionen habe ich mich selbst geheilt durch einen Auslandaufenthalt auf eigene Kosten, da es in der Medizin keine Heilung von Depressionen gibt. Seither habe ich alles versucht wieder Arbeit zu finden und ich hätte jede !! Arbeit angenommen. Das ist nun 9 Jahre her. Nun bin ich 64 und immer noch ohne Chance auf Arbeit. Ich bin garantiert nicht der einzige Schweizer der zu stolz ist, sich beim Sozialamt zu melden. Das wird alles verschwiegen!

      • Chris Meier dit :

        Es gibt leider bedauerliche Einzelfälle, in welchen des dem Arbeitnehmer aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist, bis 65 einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Aber es bleiben Einzelfälle, es ist kein Systemproblem in der Schweiz.

        • Walter Schmid dit :

          Das sind eben keine Einzelfälle, Herr Meier, viele werden in den Statistiken nicht erfasst, weil viele noch dabei sind ihr Vermögen aufzubrauchen. In einem Artikel gestern zum Thema wurde durch Ämter bestätigt, dass 50+Menschen meist arbeitslos bleiben. Wenn sich diese Leute in einem Arbeitsprogramm befinden werden sie auch nicht zu den Arbeitslosen gezählt. Es ist im Artikel bestimmt nichts einfach so herbeigeschrieben.

    • Martin meier dit :

      Lieber Herr Meier

      Es ist eine Tatsache, dass viele Firmen systemmässig ältere Mitarbeiter diskriminieren. Sie werden nicht mehr eingestellt bzw. sie werden als erste entlassen und durch jüngere ausländische Mitarbeiter ersetzt. Ich darf dies selber erfahren. Seit zwei Jahren suche ich erfolglos einen Job. Ich würde als 55-jähriger im Ausland entlassen und dies ohne Sozialversicherungen. Irgendwann werde ich beim Sozialamt landen. Der Wirtschaft ist dies egal. Die Wirschaft hat kein ethisches Verständnis mehr; und die Politik schaut in der Tat nur zu!

    • Beat Haueter dit :

      Ich glaube Sie haben nicht verstanden. Die Ausgesteuerten werden NICHT in der Arbeitslosenstatistik erfasst! Sowie die die in einem Beschäftigungsprogramm, Kurse oder Krank sind, werden auch von der Statistik ausgenommen. Es wird geschummelt und betrogen mit dieser Statistik das sich die Balken nur so biegen.

  • Ruth dit :

    Die Altersarbeitslosen haben nicht nur keine Lobby, sondern werden im Parlament schlicht nicht vertreten. Ich habe die Listen für die Nationalratswahlen genau durchgesehen, keiner hatte die Berufsbezeichnung « arbeitslos ». So lange diese Bezeichnung ein Stigma ist und sich solche Leute, die häufig viele Kompetenzen erworben haben, weder in den Parteien noch bei den Wählern getrauen zu outen, so lange wird sich nichts ändern!

    • Marc Müller dit :

      @ Ruth: Reformen der Bildung, Arbeit der Frauen sind in den Programmen auch kaum zu finden. Um die Renten zu zahlen brauchen wir Jugendlichen, die eine gute Ausbildung bekommen. Wenn Firmen Zuwanderer mit Masterabschluss einstellen ist es ein klares Zeichen, dass gewisse Ausbildungen in der Schweiz keine Perspektiven mehr anbieten.

    • Flo dit :

      und dann verlangen die PolitikerInnen noch das die Altersgrenze heraufgestzt werden muss -wozu; damit man/frau noch ein paar Jahre länger Arbeitslos, Sozialhilfebzüger oder Ausgesteuert sein darf?
      Sehr motivierend auch für die Jugendlichen – vor allem wenn man bedenkt das die AHV auf eher tönernen füssen staht.
      Da wären, von der Politik, inovative Lösungen gefragt. aber die liefern sich lieber gegenseitige Scheingefechte!

    • Joe Schweizer dit :

      « Arbeitslos » ist ja üblicherweise auch kein Beruf oder ein Zustand, den man langfristig im Auge behalten will. Arbeitslos ist man normalerweise nur vorübergehend, bis man was neues gefunden hat. Leider gibt es diejenigen, bei denen das länger anhält. Zum Teil aufgrund eines Schicksalschlages. Zum Teil aber auch, weil sie schlicht nicht Wettbewerbstauglich, sprich unfähig sind. Und von solchen Leuten möche ich nicht noch mehr im Parlament!!

      • Ruth dit :

        Joe: in diesem Artikel geht es nicht um Arbeitslosigkeit an sich, sondern nur um Altersarbeitslosigkeit. Dies ist eine klar definierte Gruppe, die via Arbeitslosenversicherung entsorgt wurde. Bei dieser Gruppe davon zu sprechen, dass sie wieder einen Job finden ist eine Verhöhnung der Opfer!

      • Chris Berner dit :

        Ich stimme Ruth zu und warne: Nimm Dich in Acht, Joe Schweizer und pass gut auf! Mit höchster Wahrscheinlichkeit zählst auch Du selbst, in ein paar wenigen Jahrzehntchen schon, zu der boomenden « Zielgruppe » der altershalber Entsorgten in dieser globalisierten Welt. Weil Dein Job nun von einem Computer erledigt wird, oder weil ihn jetzt irgendeiner in irgendwo für weniger als e Stutz pro Stund macht. Ist das dann ein Schicksalsschlag, oder spricht es doch eher für einen « Unfähigen »? 😉 Wir rücken zusammen, und Armut ist für alle da!

    • Esther Sterchi dit :

      Wie sollen sich Arbeitslose, IV- und SozialbezügerInnen auch in der Politik engagieren, wenn ihnen das vom RAV und Co. als Freiwilligenarbeit angelastet und untersagt wird? Wagt es doch jemand, wird die Person als Sozialschmarozer defamiert. Dies kann sich erst lösen, wenn wir so etwas wie ein bedingungsloses Grundeinkommen schaffen und jeder und jede die Freiheit bekommt, sich dort zu engagieren, ohne in seiner Existenz bedroht zu werden. Genau davon fürchten sich die BundespolitikerInnen und deshalb fiel die Nationalratsdebatte auch so aus, wie sie ausgefallen ist.

  • Barbara Sägesser dit :

    Betr. Ü50er wird wohl kaum die MEI was ausrichten. Die Wirtschaft kriegt immer jene, die sie wirklich braucht und welche Partei setzt sich denn schon für das in die Pflicht nehmen der Unternehmen ein. In der MEI wurde zudem nicht der Inländer-, sondern Schweizervorrang im Text aufgeführt. Binationale Paare, CH-Pass-Verweigerte etc. werden da Konsequenzen spüren/haben. Die Wirtschafts- und Finanzkrise trieb auch Menschen in andere Länder. Aber wer nimmt schon jene Verursacher korrekt in die Verantwortung, wenn man dem gelebten Kapitalismus frönt samt Auswirkungen.

  • Markus Sennheiser dit :

    Das Problem sehe ich bei den 50+ ganz wo anders. Es geht nicht mal um hochqualifiziertem Fachwissen und Erfahrung, sondern um die Arbeitsweise und Werkzeuge die im Wandeln sind. Die Digitalisierung und Automation treibt diese Entwicklung rasant voran. Die Welt wo jüngere Generationen zuhause sind und ältere sich damit schwer tuhn.Ich 50+ arbeite bei einem Grossunternehmen dass diesen Wandel eben nicht macht. Was für mich gut ist. Aber es entgeht mir nicht dass dadurch das Unternehmen sich immer mehr schwer tuht konkurrenzfähig zu bleiben. Alleine mit weiterbilden der Belegschaft reicht nicht.

    • Reto Meyer dit :

      Nicht nur gute Ausbildung ist wichtig, sondern die Akzeptanz neben fortlaufender Wissensbildung auch neue Arbeitsmethodik oder Abläufe zu akzeptieren und proaktiv anzuwenden.
      Wenn mir ein Aussendienstverkäufer 45jährig sagt, er interessiere sich nicht für die neuste Powerpoint Version, weils eh alle Jahre eine neue Version gibt, dann ist er bei mir unten durch. Ist schlussendlich auch so etwas wie dem Schmied sein Hammer ein notwendiges Berufswerkzeug.
      Gerade auch IT Know How (nur schon Anwendung Office) ist bei vielen 30J teilweise lausig, obwohl damit über 50% pro Tag gearbeitet wird !

      • Hansli dit :

        Office? Was ist das? Kollege hat gerade einen neuen Job angetreten. Sein Vorgänger wurde gerade pensioniert. Entsprechend den Kommentatoren hat vorher ein absoluter Topmann mit viel Erfahrung den Job gemacht, der den Jungen (naja der ist auch 40) absolut überlegen ist. Mein Kollege hat dann die Arbeit in der Hälfte der Zeit erledigt. Der Grund für diese Halbierung der Arbeit waren simpelste Automatisierungen per Excel.

  • Reto Meyer dit :

    Der beste Satz: Arbeitslose sind RAV Kunden !
    Das stimmt zu 120% !
    Nur wird man dort gleich als Schmarotzer hingestellt, obwohl man denen über die Versicherungsleistung vorher jahrelang den Lohn bezahlt hat. ALV ist eine Versicherung und nicht eine RAV Strafanstallt. Selber schon erlebt.

  • Diana Meier dit :

    Die notwendigen Massnahmen wären ganz einfach:
    1.) Lohnnebenkosten und Pensionskassenbeiträge dürfen mit dem Alter nicht steigen. Einheitliche Durchschnittsbeiträge sind über alle Altersklassen notwendig.
    2.) Die Politik muss finanzielle Anreize für Arbeitgeber bieten, (arbeitslose) Ü50 anzustellen zB in Form von Salärzuschüssen anstatt sinnloser Beschäftigungsprogramme, welche nur die Sozialindustrie fördern.
    3.) Wenn eine Person (und davon gibt es jetzt schon viele) über die Rentengrenze hinaus arbeitet und Sozialabgaben leistet, dann ist dieses Einkommen steuerfrei zu gewähren.

    • Ben dit :

      …man könnte auch Menschen in zentralen Verantwortlichkeiten beschäftigen die ein humaneres Weltbild in sich tragen und vermitteln den dort manifestiert sich das Aussehen der Gesellschaft und unser gegenseitiger Umgang…

    • S. Menzi dit :

      Einfacher, aber sehr guter Ansatz. In diese Richtung müssen wir gehen.

  • Hannes Müller dit :

    Alter wird diskriminiert wie Farbe, wie das Forschungsprojekt implicit.harvard.edu aufzeigt.

  • Sacha Meier dit :

    Die Zeiten, der Meritokratie, in denen die besten, fleissigsten und erfahrensten Menschen eine Arbeit fanden, sind heute definitiv vorbei. Wichtig sind nur noch Anfrorderungsprofile, Alter, Vitamin-B – und der Preis. Darum gibt es weder für die Alters-, noch die Jugendarbeitslosikeit eine einfache Lösung. Einzig die Gesetze der Ökonomie versprechen eine Besserung: Und zwar die Einrichtung eines staatlich subventionierten Billiglohnmarktes nach dem Vorbild von Hartz-IV, der alle Menschen aufnimmt, die keinen existenzsichernden Lohn erwirtschaften können. Wäre für alle eine Win-Win-Situation.

    • Häfliger Kurt dit :

      Sie propagieren etwas was es schon seit Jahren gibt – es funktioniert aber  » nur bei 20% der Betroffenen ». Oder was sind Beschäftigungs-/Integrationsprogramme denn anders als staatlich subventioniert? Wenn sie mit diesen einen Marktwert schaffen ( viele im Food-, Reinigungs-/Dienstleistungsbereich), so ist es sinnstiftend aber leider nicht zwingend Arbeitsmarkt integrierend. Warum nicht? Weil die Löhne des Leitungs-/Betreuungspersonals (Overhead-Kosten) niemals am freien Markt generiert werden können! (Konkurrenzverbot, paritätische Kommission) Alles klar? Ein Insider.

    • Anja Müller dit :

      Was um alles in der Welt soll daran Win-Win sein, mit Subventionen künstlich « Beschäftigung » für Menschen zu schaffen, denn der Markt keine existenzsichernden Jobs bietet? Nur damit sie « beschäftigt » werden und die ach so wichtige fremdbestimmte « Tagesstruktur » haben? Den betroffenen Menschen sollte lieber einfach ein (wenn auch bescheidenes) Leben ohne Arbeit ermöglicht werden, das sie für sich selber frei gestalten dürfen. Ohne Sozialindustrie und ohne Geschenke an Arbeitgeber, die ihre Kosten auf die Steuerzahler abwälzen, statt selber richtige Löhne zu zahlen.

  • Armin dit :

    Knapp 50, bestens qualifiziert, über 100 Bewerbungen geschrieben und immer nur die Antwort; ein anderer Kandidat hatte noch ein passenderes Profil. Kaum einmal wird das Dossier richtig studiert und die Erfahrung mit dem Stellenprofil verglichen, nach dem Feststellen des Jahrganges ist fertig. Nicht die PFZ ist das Problem sondern die Personaler welche den Lohn und die PK höher Gewichten als die Berufs+ Lebenserfahrung. Stellen gibt es genug, es braucht halt auch den Mut mal jemandem etwas Zeit für die Einarbeitung zu geben od. sich z.Bsp. für einen hochmotivierten Quereinsteiger zu entscheiden

    • Hans Meier dit :

      Als Chef mache ich die Erfahrung, dass viele Ü50 leider deutlich überrissene Lohnforderungen stellen. Ü50 sind zwar erfahrener, aber gleichzeitig körperlich und auch geistig weniger fit. Zudem sind die PK-Beiträge sehr hoch. Diesen Nachteil könnten die Ü50 so wettmachen, dass sie ihre Lohnforderungen hinunterschrauben würden. Zumal die Ü50 in aller Regel tiefere Fixkosten als jüngere Arbeitnehmer mit Familie haben. So würden die Ü50 auch Jobs kriegen.

      • Martin dit :

        Was empfehlen Sie – in der Bewerbung gleich einen Lohnvorschlag zu machen, damit der potenzielle Arbeitgeber sieht dass der neue MA nicht zuviel verlangt?

      • Hans-Peter Pfister dit :

        So eine allgemein Platitüde von wegen ü50 sind zwar erfahrener aber körperlich und geistig weniger fit – kann jederzeit widerlegt werden und zeugt nicht von differenzierter und breiter Menschenkenntnis.
        In meinem Umfeld kenne ich einige ü50 die speziell bezüglich geistiger Fitness manchem u50 – u30er hoch überlegen sind. Ein zentrales Problem ist hier vielmehr die weitverbreitete Arroganz der Selbstüberschätzung jüngerer Führungskräfte und die beschränkte Weit- und Umsicht von Personalern bei der Auswahl von Gesprächskandidaten für eine Vakanz.

      • Kurt dit :

        Tja. Ich habe den Lohn (verzweiflungsgedrungen) soweit runtergeschraubt nach der Aussteuerung, Kündigung der Wohnung und allen anderen Katastrophen, dass ich jetzt 50 Fränkli über dem Sozialstandard-Mindesteinkommen liege. Wie weit runtergehen soll ich denn noch? Die Zeche zahlt in einigen Jahren nicht nur das Sozialamt des Wjohnortes. Vor allem zahlen es alle Steuerzahler, da ich in die Altersarmut rutsche.

      • Hugo Knüsel dit :

        @Hans Meier: Dann wagen Sie doch folgenden einfachen Selbstversuch (funktioniert auch schon für Ü40): bewerben Sie sich für z.B. 70% Ihres Salärs bei einer Firma. Da sitzen Sie dann genau solchen Leuten wie Ihnen gegenüber, die Ihnen mehr oder minder unverhohlen zu verstehen geben, dass a) ja etwas nicht mit Ihnen stimmen kann, bei einer solchen Lohnforderung b) Sie offensichtlich überqualifiziert sind für den Lohn c) Sie sofort die Stelle wechseln werden, wenn Sie irgendwo mehr kriegen können d) Sie zu unflexibel sind, v.a. was den Lohn angeht…

    • Marco dit :

      Ich wär ja mal zu den Details bezüglich « bestens qualifiziert » gespannt…..

  • Peter Ralon dit :

    Für die Umsetzung der MEI, bzw. gegen RASA ist diese Erkenntnis, die übrigen seit über 5 Jahren von den Medien totgeschwiegen wurden, eine politische Bombe. Die Politik spricht von der dringenden AHV Revision und fehlenden Fachkräften und späteren Renteneintrittsalter 67 oder gar 70. Gleichzeitig verleugnen alle dieses Thema aus Angst die Bilateralen I kappen zu müssen. Es sei erwähnt, dass etwas 50% der Betroffenen Geschieden mit Kindern sind, die das Thema weitertragen und ein Ehegattensplitting mittragen, wie auch Hypothekenlasten … was auf uns (politisch) zukommt ist desaströs!

  • Frank Zuffnik dit :

    Ich moecht jetzt mal endlich den Aelteren hoeren der bekennt, dass es seine eigene Generation war, die in den letzten 30 Jahren immer fuer genau die Wettbewerbssituation gestimmt hat, unter der sie jetzt leidet. Aber weit gefehlt, nix mit Erkenntnis. Das waren irgendwie immer die anderen, da wurde wohl eine ganze Generation vom Waehlen und Nachdenken abgehalten. Da kommt kein « Sorry, WIR haben uns verkalkuliert », ganz im Gegenteil, « wen koennt man jetzt fuer unseren Lapsus zahlen lassen », das ist doch die Frage. Auslaender? Die boesen Arbeitgeber? Junge? Einfach jene ohne Mehrheit und Macht.

    • Boss Werner dit :

      Ja da hatt man es als Linker schon viel einfacher , das stimmt! Man braucht weiter nichts zu tun, als immer zu fordern, egal was .

  • Stefan Effenmann dit :

    Möglicherweise liegt es ja daran, dass jüngere Arbeitskräfte « billiger » sind und das Alter im Hinblick auf die Berufserfahrung keinen entscheidenden Vorteil mehr darstellt. So müsste dann das Lohnniveau nicht automatisch immer weiter nach oben geschraubt werden, sondern auch die Möglichkeit bestehen, eine Reduktion vorzunehmen, wenn die besten Jahre, in denen man in « Saft und Kraft » steht vorüber sind.
    Eine bewusste Irreführung über den Vorwurf eines schlechten journalistischen Stils hinausreichend, ist die Einlassung, dass ausländische Arbeitskräfte billiger seien. Das ist ganz übel.

    • P. Graf dit :

      Meine neue Deutsche Abteilungsleiterin bei einem « CHer »-Grossunternehmen hatte mir beim Beisein meines (Deutschen) Vorgesetzten ins Gesicht gesagt dass ich zu viel verdiene (nach fünf Jahren ohne Beschwerden der Vorgänger). Trotzdem hat sie dann kurz darauf mit Erstaunen meine Kündigung zur Kenntnis genommen* und es wurde mir angeboten, weiter 50% zu arbeiten, was ich dankend abgelehnt habe. Unterdessen bin ich bei einem CHer KMU, verdiene gleich viel und werde für meine Fach- und Sozialkompetenz geschätzt und die Arbeit macht wieder Sinn und Freude. Aber ich hatte mit 40ig auch schon Mühe mit der Bewerbungskultur bei Firmen…
      * mehr Hierachieunterwürfigkeits- statt Sozialkompetenz

  • Peter Lusci dit :

    Mich verwundert, dass gerade die betroffenen mE mehrheitlich « Rechts » wählen und damit die gegen Sie getroffenen Massnahmen (Reduktion ALV, angeordnete « Zwangsarbeit » durch RAV etc.) legitimieren. Ich gehöre zur 50+ Generation und war auch schon einmal nach 25 Jahren bei dem gleichen Unternehmen arbeitslos. Was ich dort erlebt habe, hat mich dazu gebracht jetzt eher « Links » zu wählen. Ich bin gespannt, ob die linke Seite im Parlament etwas bewegt. Sonst werde ich ab der nächsten NR Wahl Nichtwähler.

    • Peter Lusci dit :

      KOrrigenda: Was ich beim RAV erlebt habe …

    • Patrick Le Cloarec dit :

      Am Sonntag 18. Oktober 2015 werden Nobodys gewählt, die einerseits die Forderungen der Wirtschaft umsetzen, anderseits die Arbeitslosigkeit und Zwangsausteuerung als systemnotwendig erklärt, bzw. gleichgültig konstatiert. Mit dem Stigmatisieren, können die +50 sehr gut umgehen, so niedrig gesinnt der Angriff ankommt! Ebenso die Schuldzuweisung an Diejenigen die während +35 Jahren die Wirtschaft mit tadellosen Leistungen gedient haben! …Und wenn wir schon beim Thema sind, eine Bundesgesetz u. Verordnung über die Sozialhilfe, um den Willkür der Kantonen eine Ende zu setzen, muss her!

  • dominik reinhard dit :

    Ich bezweifle, dass alle ü 45 nicht so leistungsfähig sind wie die jüngeren. Ich habe in den letzten Jahren viele Bachelor-Absolventen erlebt, die dann bei uns im der Firma schnell überfordert, desinteressiert, minimalistisch und teilweise nicht mal den Computer beherrschen konnten. Nach einem Jahr gehen sie weg weil sie mehr Lohn wollen und das Gefühl haben nicht gefordert zu sein. Und dies höre ich von vielen Arbeitgebern auch. Junge Leute mit guter Ausbildung sind noch keine Garantie für einen guten Mitarbeite. Ältere Mitarbeiter die sich über Jahre bewährt haben, hingegen schon.

    • Carmen Heidelberger dit :

      Und was genau will uns da nun Herr Reinhard hiermit sagen? Dass wer nun keinen Grund zu jammern hat, oder eben grad darum, die Aelteren nicht, aber die Juengeren auch, weil deren Anteil bei den Arbeitlosen ja keine Rolle spielt, oder wie jetzt?

  • blume dit :

    Menschen im besten Alter und oft mit sehr guter Ausbildung entlassen werden oder keine Anstellung finden.
    Dafür gibt es verschiedene Gründe. Der Arbeitgeberverband, wusste vom drohenden Arbeitskräftemangel . DARUM wurde 2007 die Personenfreizügigkeit eingeführt, die Einwanderung explodierte, und junge wie billigere Fachkräfte aus dem Ausland lösten das Problem
    a) das ist eine schande, jedoch was erwarten wir von den gewinngierigen arbeitgebern
    b) die SP, grünen und gewerkscherkschaften unterstützten die MEI-gegner
    c) die gewerkschaften schliesen sklaven-stillhalteabkommen mit den arbeitgebern

    • Boss Werner dit :

      blume,ganz so wie Sie die Sache schildern, ist das denn nicht abgelaufen! Die Industrie hat lange Zeit Fachleute ausgebildet, was ausgerechnet den Linken immer ein Dorn im Auge war! Da war in den Zeitungen die Rede von Beeinflussung, wessen Brot man ist,etc ,was ja noch heute gelegentlich zu hören ist. Selbst die Gewerkschafter waren der Ausbildung nicht gerade freundlich gesinnt!! Aber eben wenn man sich blume nennen darf, ist vieles anders!

  • Mary dit :

    Schon vor 10 Jahre hatte der Otto Ineichen in seinem Buch: Was läuft schief? Wege zu einer erfolgreichen Schweiz, gewarnt! und seit dem dreht das Rad immer schneller…Demografie rückt näher, wir werden immer älter, die Personenfreizügigkeit wird immer mehr erweitert und alles wird schön geredet…wir haben ja nur ca. 3% Arbeitslosen, aber auch nur weil die ausgesteuerten nicht mehr erfasst werden seit 2006…die richtige Zahl wäre eher ca. 6%! und es interessiert auch keiner, dass all diese über 45+ Fachkräfte, wo ausgesteuert sind,kein Geld in die 2.Säule einzahlen! die Folge?Armut im alter!

    • Patrick Le Cloarec dit :

      @Mary: …Denken Sie Weiter. …Mit der schützender Wirkung eines Bundesgesetzes/Verordnung über die Sozialhilfe, hätte der – von den Medien sehr oft dokumentierten – verbreitetem Rentenklau Ausgesteuerten (Subsidiaritätsprinzip) nie gegeben (Wucher, § 157 StGB), da AHVG/V, BVG sowie FZG massgebend sind!

  • blume dit :

    so lange die unternehmen mit staatlicher erlaubnis gewinne als nicht versteuerbare rücklagen verbuchen können
    und diese wie schneider-ammann legal in den briefkasten von luxemburg o.dgl. verschieben können
    solange wird sich nichts ändern
    und
    das bestehende personal bedarfsgerecht zu qualifizieren würde die gewinne schmälern
    die zum teil steuerbefreit als kapitalgewinne deklariert in die eigenen taschen oder in die der aktionäre fliessen
    … darum besteht kein interesse stellen für die ü 50-iger zu schaffen
    … lieber die UstR III anstelle von staatlichen bildungsprogrammen für ältere

    • Frank Zuffnik dit :

      Au ja, der boese Staat, in dem der Buerger ueberhaupt nichts mit Steuerreformen und dergleichen zu tun hat, das Wahlvolk sich immer von jeder Verantwortung selbst freispricht, um dann mit der bloeden Ausrede « der Staat » mit Anlauf aus dem selbst angerichteten Scheibenhaufen zu springen, nur damit es den naechsten, noch tieferen nicht verpasst. Aber hoechstqualifiziert und wahlberechtigt natuerlich.

  • Patrick Le Cloarec dit :

    Rund 300‘000 Grenzgänger machen sich «unbegründet» an die Jobs Schweizer Bürger heran. …Arbeitslos gewordene +50, +45 sowie jungerwachsene Schweizer Bürger fehlen plötzlich an Alles und werden in Beschäftigungsprogramme «zwangstherapiert». …Wenn man die Äusserungen der Wirtschaft und Arbeitgeberverbände zuhört, ist die Schweizer Gesellschaft (ausgenommen Frauen und Rentner) nur Schrott! …Die «Lobbys-Mitläufer aus der Politik» macht noch mit. …Und da haben wir in der Tat ein Problem!

  • Markus Kipfer dit :

    Endlich spricht mal jemand über das Tabu-Thema Altersarbeitslosigkeit! Ich habe es satt, Politiker nach « Pensionierung mit 67 oder mit 70 » schreien zu hören, während Arbeiter ab 50 fürchten müssen, gefeuert zu werden!

  • blume dit :

    darum braucht es das staatlich garanierte grundeinkommen
    obs.
    für zugewanderte fühstens nach 10 jahren

    so könnten die CH-arbeitnehmer wieder billiger werden
    …. billiger wie die lohndumper aus dem ausland
    .
    oh nein ich bin kein ausländerfeind
    ich habe nur etwas gegen die geldgierigen neoliberalen arbeitgeber
    .
    das garantierte grundeinkommen wäre wirtschaftsfördernd
    dieses geld würde in den konsum / wirtschft zurückflissen
    .
    und besser wie die UstR III
    die nur einseitig den finanzkräftigen zu gute kommt
    und die das geld unversteuert nach zb. luxemburg transferieren
    wie zb schneider-ammann

    • John Meier dit :

      @blume: ich bin ganz Ihrer Meinung.

    • arnold gasser dit :

      Das mit dem Grundeinkommen, können Sie für die nächsten 120 Jahre vergessen. Es werden Sachen auf uns zukommen, da werden wir noch an die schöne Zeit denken, in der wir von Grundeinkommen und anderen Utopien träumten.
      Und 10 Jahre Wartezeit? Das ist nichts! Mal abgesehen davon, dass es das Grundeinkommen faktisch heute schon gibt – bei überdimensionierter Verwaltung im Hintergrund.

      • Walter Schmid dit :

        Eben, sie sagen es ja – überdimensionierte Verwaltung – damit möglichst viele ein Erwerbseinkommen haben können auf Kosten ausgesteuerter, arbetisloser und kranker Personen. Das wird sehr teuer werden in Zukunft.

        • arnold gasser dit :

          Das faktische Grundeinkommen bekommt man nicht ohne Weiteres, es ist nicht ganz bequem. Man muss zuerst ein paar Steine aus dem Weg räumen, die einem die Verwaltung, die Ämter in den Weg legen (Nachweise erbringen, Bewerbungen schreiben, etc.). Beim bedingungslosen Grundeinkommen wäre der Sog in die Schweiz noch grösser, da die diese Hürden wegfallen würden. Die Schweiz kann ihre Interessen nicht durchsetzen; sie würde schlussendlich sofort jedem ein bedingungsloses Grundeinkommen zahlen, der seinen Fuss hierher setzt – noch unkomplizierter als heute schon.

          • Walter Schmid dit :

            Trotz ihrer Einwände, werde ich persönlich mit 100%iger Sicherheit ein Ja bei dieser Abstimmung in die Urne legen. Zuvieles läuft in der Schweiz schief.

    • Walter Schmid dit :

      @blume: Ich auch.

  • Gabor Horvath dit :

    Darf ich hier mal Adrian Amstutz aus dem Jahr 2010 zitieren? « Wer arbeiten will findet auch irgendeine Stell!e » …

    • Silvia Müller dit :

      Nach ein paar hundert Absagen, Null Vorstellungsgesprächen und mehreren Jahren erfolgloser Arbeitssuche holt die Realität solch altertümliche Sprüche brutal ein.
      Aber wer (noch) nicht betroffen ist, hat gut Lachen (noch).

    • Gertrud U. dit :

      Ihr Kommentar ist sehr zynisch. Mit 50 Jahren bekam ich noch einen 50 % Job im Tiefstlohnbereich.
      Da die Arbeit erst noch berufsfremd ist, galt ich als ungelernt. Alle Diplome und Abschlüsse sind nur noch Makulatur.

      Wie gut Sie da noch leben können, möchte ich gern sehen. Freu di Härz und gump.

    • John Meier dit :

      Im 2010 sprach Adrian Amstutz noch so – heute tönt es ganz anders. Nein, wir müssen den Inländer, denjenigen die hier Geboren sind zuerst eine Arbeitsstelle anbieten. Deshalb haben sie ja auch in die Masseneinwanderung diesen Passus einbauen lassen. Das ist richtig und wichtig. Denn mittlerweile merkt auch Europa, dass die Menschen primär auf wirtschaftlichen Gründen ihre Länder verlassen, weil sie noch ein besseres Leben, ja das Paradies suchen. Dieser Verdrängungskampf muss ein Ende haben.

      • Rolf Zach dit :

        Lieber tritt Amstutz, Köppel und die ganze SVP der EU bei, als daß sie das Arbeitsrecht zugunsten von den über 50jährigen verändern würde. Ebenfalls macht sie alles, um die flankierenden Maßnahmen wegen der EU-Einwanderung in den Kantonen zu einem Papiertiger zu verwandeln, zahnlos und ohne Kompetenzen für die betreffenden Beamten. Die Einführung von Kontingenten von Nicht-EU-Arbeitnehmer ist ihr Traum, deren Löhne so groß sein müssen wie in den Herkunftsländern dieser Leute. Das sind dann der albanische Hilfsarbeiter, der türkische Maurer, der serbische Handwerker+der indische Akademiker.

  • Boss Werner dit :

    Was sich eine Firma heute mit einer billigeren Arbeitskraft einspart, bezahlt letztlich der Kunde! Wo früher ein erfahrener Mitarbeiter, einen jüngeren in die Fachbereiche einweihte. muss sich ein junger, bloss theoretisch ausgebildeter Mitarbeiter oft alleine durchschlagen, mit entsprechenden Fehlern und unnötigen Arbeitsstunden ! Das ganze nennt sich dann auch noch Schweizer Qualitätsarbeit…..

  • Pius Tschirky dit :

    Es ist zwar schon über 22 Jahre her, als ich nach einer Zweitausblildung (KV) mal arbeitslos war. Musste auch an Kurse und ich haben noch nie so einen Leerlauf erlebt. Zuerst mussten ich einen Kurs machen, wie man sich offenbar erfolgreich bewerben sollte! Im nächsten Kurs ging es dann um Lagerbuchhaltung, die man eigentlich auch mit einer Exel-Datei gut hätte kreiren können. Nun, ich musste dann halt eben mit einem Job als Magaziner vorlieb nehmen, um der Arbeitslosigkeit zu entfliehen. Die Firmen jedoch, die solche Kurse anbieten, verdienen sich eine golde Nase! Money for nothing!

    • Hanspeter Niederer dit :

      Das RAV ist eine Institution, die dazu dient, Arbeitslose zu schikanieren und bei dieser heeren Tätigkeit für die dortigen Däumchendreher gut bezahlte Leerlauf-Jobs zu kreieren. Sollte umgehend in den Boden gestampft werden und das freiwerdende Geld den Arbeitslosen für Weiterbildungen zur Verfügung gestellt werden.

  • Peter Bolliger dit :

    Eine sehr guter Blog. « Fachkräftemangel » ist meines Erachtens das Unwort des Jahrzehnts. Als 55 jähriger habe ich bereits die Hoffnung aufgegeben, dass sich in diesem Land, wo nur das Geld regiert noch etwas zugunsten der CH Arbeitsnehmer ändert.

  • Peter Hürzeler dit :

    Stellenangebote sollten endlich ohne Alters und Geschlechtsangabe erfasst werden. Denn für eine vakante Stelle braucht es doch nur die richtige Person. 50 + Leute sind meistens ohne Kinder da bereits ausser Haus, zuverlässiger da nicht jeden Abend im Ausgang, loyaler da sie ihren Arbeitgeber achten, u.s.w. und können daher auch mit weniger Lohn über die Runde kommen. Aber solange Bundesbern nichts im Bereich Sozialabgaben ändert wird es schwierig bleiben einen Job zu finden. Ich hoffe dass heute endlich etwas dazu getan wird!

  • Der schweizweit agierende Dachverband SAVE 50Plus Schweiz setzt sich genau für diese Thematik ein. Wir bieten konkrete und sofort umsetzbare Lösungen. Wir bauen längst nicht mehr auf Politik und Wirtschaft. Wir verlieren nur Zeit. Wir müssen endlich begreifen, dass wir die Dinge selbst in die Hand nehmen müssen. Weder der Kontakt mit Bundesrat Schneider-Ammannn noch der Kontakt mit Arbeitgeberverbänden hat etwas gebracht. Die Ämter für Wirtschaft und Arbeit (Aargau) betreiben Alibiübungen wie andere auch. Wir müssen unsere Kräfte- und Kompetenzen bündeln! Nur so können wir gewinnen. Danke !!!!

  • Andy Kaufmann dit :

    Hurra …. Endlich wieder mal einen guten Beitrag von der Front wie es im wirklichen Leben zu und her geht. Als Langzeitarbeitsloser über 50 mit einem großen “?“ wie geht es weiter, danke ich besonders dem Verein 50plus outIn work Schweiz, der vielen Arbeitslosen über 50 wieder Hoffnung und Zuversicht bringt.

  • Simon Wyss dit :

    Fachkräftemangel, keine Anstellung für Über-50jährige ‒ das Problem liegt tiefer als nur bei der zweiten Säule. Daß diese verfassungswidrig ist, sollte allen klar sein. Nein, wir sind Verbraucher geworden. Bernina fertigt Haushaltnähmaschinen, die mechanisch hinter den soliden alten Apparaten der Belle Epoque zurückstehen, 80 Prozent der Werke in Fernost. Wir haben zu wenige Industrieunternehmen, die Anlagegüter herstellen. Es werden zu wenige haltbare Dinge nachgefragt. Für die Wegwerfartikel, die wir herstellen, braucht mich keine Firma. Ich bin zu gut. ETH und Berufslehre? Hilfe!

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