Die Zukunftsaussichten ohne Unternehmenssteuerreform

Müssen den Grossteil der Konsequenzen tragen: Jugendliche am Tag der Zukunft an der Expo. (Bild: Keystone/Sigi Tischler)

Die Sozialdemokraten rufen nach der Wahl von Donald Trump zum Klassenkampf auf und versuchen damit, mit alten Rezepten neue Anhänger zu gewinnen. Dass sie den einzigen Ausweg aus ihrer Krise in einer ideologischen Schlammschlacht suchen, spricht für ihre Verzweiflung.

Das Getue der SP weckt die Lust, das ideologische Gefecht aufzunehmen und den Sozialdemokraten erneut und abermals zu erläutern, wieso der Sonderfall Schweiz so erfolgreich ist. Sozialistische Anliegen wurden in der Vergangenheit stets links liegen gelassen – freiheitliche Werte dagegen unterstützt. Heute geht es allerdings nicht darum. Während sich Levrat und seine Genossen im Klassenkampf austoben und darüber debattieren, wie sie den erarbeiteten Wohlstand ihrer Klientel besser umverteilen können, will ich über die politische Realität der ersten Abstimmung im neuen Jahr sprechen.

Konkret möchte ich die Folgen der Ablehnung der Steuerreform in den Vordergrund rücken. Wie müssen wir uns eine Schweiz ohne diese Reform vorstellen? Was sind die Folgen für uns – die junge Generation, welche die Auswirkungen dieser Abstimmung tragen muss?

Mangelndes Vertrauen in die Zukunft

Was brauchen wir Jungen, um optimistisch in die Zukunft zu blicken? Genau diese Investitionen in den Werkplatz Schweiz. Sie bilden die Basis für viele Lehrstellen, für erfolgreiche Studienabgänger und letztlich für einen funktionierenden Arbeitsmarkt. Denn Investitionen, die heute getätigt werden, zahlen sich in den Folgejahren aus. Mangelnde Investitionstätigkeit bedeutet ein Mangel an Vertrauen in die Zukunft.

Die Geschichte des Erfolgsmodells Schweiz kann nur dann weitergeschrieben werden, wenn es seine Attraktivität nicht einbüsst. Dass die grössten Kritiker der bisherigen Steuerpraxis nun die grössten Gegner der Reform sind, lässt tief blicken.

Was ist das für ein Zeichen an alle Unternehmer, wenn der Stimmbürger die dringend nötige Steuerreform ablehnt? Nach Unsicherheiten infolge der Aufhebung des Euromindestkurses sowie der Umsetzung der Einwanderungsinitiative würde eine weitere, grosse Unsicherheit hinzukommen. Diese Unsicherheit schadet der Zukunft – genau jener Zukunft, auf die wir Jungen bauen müssen.

Wir brauchen die stabilen Rahmenbedingungen dieser Reform. Alle Leute in der Schweiz, die Arbeitsplätze schaffen und Wohlstand erarbeiten, sollen seitens der Politik Vertrauen erfahren. Sie stehen im täglichen Wettbewerb mit ausländischen Mitbewerbern, und es muss uns gelingen, ihnen die besten Voraussetzungen für diesen Wettbewerb zu ermöglichen. Ohne Steuerreform verunsichern wir sie und erschweren die Jobaussichten der Jungen in der Zukunft.

Wegzug internationaler Unternehmen

Ich kann mir gut vorstellen, dass solche Aussagen meist mit einem Raunen quittiert werden. Doch sind wir uns bewusst: Unternehmen, die nicht auf den Standort Schweiz angewiesen sind, werden nicht lange zögern und ihren Sitz in ein anderes, steuertechnisch attraktiveres Land verlegen. Nicht umsonst tragen diese Unternehmen die Bezeichnung «mobile Gesellschaften». Was hätte ein Wegzug für einen Einfluss auf uns, auf die junge Generation?

Die Schweiz würde ohne die Steuerreform an internationaler Ausstrahlung verlieren. Genau diese Ausstrahlung ist für uns Junge aber entscheidend. Viele beginnen ihre erste Arbeit nach der Berufslehre oder dem Studium in einem Unternehmen, das international aufgestellt ist. Dies erweitert unseren Horizont und ermöglicht, auch einmal im Ausland arbeitstätig zu sein. Eine Erfahrung, die in einer globalisierten Welt nicht unterschätzt werden sollte.

Es muss uns gelingen, auch zukünftig gut qualifizierte Leute in der Schweiz zu halten. Internationalität und eine Vielfalt an Unternehmern garantieren uns die besten Voraussetzungen hierzu. Unser Wohlstand darf nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden!

Der Schweizer Schlüssel zum Erfolg

Falls die Steuerreform verworfen wird, kann dies zur Folge haben, dass die Kantone ihre Unternehmenssteuer massiv senken müssen, um für die mobilen Unternehmen attraktiv zu bleiben. Kurzfristig hätte dies grosse Folgen auf die Schatzkisten der Kantone.

Unsere Spitzenplätze in Bildung und Forschung würden dadurch gefährdet. Weniger Geld für Bildung und Forschung hat zur Folge, dass unsere Hochschulen nicht mehr in der Champions League mitspielen können. Unser duales Bildungssystem würde leiden. Das können wir auf keinen Fall wollen! Investitionen in Bildung und Forschung mit Steuergeldern, aber natürlich auch mit privaten Mitteln, sind unser Schweizer Schlüssel zum Erfolg!

Die Unsicherheit wird zunehmen, und Investitionen werden nach hinten verschoben. Die Unternehmen, welche nicht auf den Standort Schweiz angewiesen sind, ziehen weg. Investitionen in Bildung und Forschung sind gefährdet. Es ist ein Spiel mit dem Feuer, welches die Klassenkämpfer der Sozialdemokraten mit der Bevölkerung spielen wollen.

Die Jungfreisinnigen spielen dieses Spiel nicht mit. Wir wollen künftig gesicherte Arbeitsplätze, einen florierenden Werkplatz, der uns allen Wohlstand garantiert und eine lebenswerte Zukunft. Wir sagen Ja zur Steuerreform am 12. Februar 2017.

143 Kommentare zu «Die Zukunftsaussichten ohne Unternehmenssteuerreform»

  • ThinkAdvantage sagt:

    Mit der Steuerreform hat der Staat weniger Geld, da die Politik aktuell nur bis zur nächsten abstimmung denkt wird das knappe Geld dann für Bauern und Militär ausgegeben anstatt Bildung und Forschung! Ausserdem, sind die Firmen ja schon da und so ein Umzug ist doch nicht ohne, die Umgebungsvariabeln scheinen jetzt schon sehr gut zu sein und benötigen keine weiteren Verbesserungen! Auch die angeprangerte unsicherheit ist ein Produkt der reisserischen bürgerlichen Politik, hört auf nur an euren Wahlerfolg zu denken dann hört die Unsicherheit auch wieder auf! Ich finde es das letzte: zuerst produziert ihr mit selbstprofilierung die Unsicherheit, nur um Sie gleich darauf an zu prangern! Schämt euch!!!!

    • Johannes Meinert sagt:

      Sie glauben doch nicht, dass die zusätzlichen Einnahmen plötzlich für Bildung ausgegeben werden würden. Wenn der Schweizer Regierung mehr Geld zur Verfügung steht wird es auch wieder nur den Bauern und dem Militär zugebuttert.

      Wie im Artikel ausgeführt: Das Modell Schweiz funktioniert nur aufgrund seiner steuerlichen Attraktivität. Eine Erhöhung der Steuern wird zweifellos zum Weggang vieler internationaler Unternehmen führen. Diese würden sich dann beispielsweise in Liechtenstein, Irland etc. ansiedeln. Sie haben Recht, es handelt sich nicht um Unsicherheit, sondern eher um eine Sicherheit…

      • Hanspeter Müller sagt:

        „Sie haben Recht, es handelt sich nicht um Unsicherheit, sondern eher um eine Sicherheit“ Dann können Sie diese Behauptung auch beweisen? Seit Jahren droht man immer wider mit dem Wegzug von Firmen. Nur habe ich das noch nie gesehen.

        • glatz sagt:

          Sie sehen das kaum, aber in der Schweiz haben sich bereits seit Eurokriese 1 und 2 viele Unternehmen verabschiedet. Das geschieht sang und klanglos. Und wir merken es vorerst kaum, da ja noch zu viel Geld für Unnützes da ist. Aber es geht nicht mehr lange und es fehlen Lehrstellen, Jobs und last but not least Steuereinnahmen, die dann zu weiteren Zwangssparmassnahmen führen müssen.

          • Ulrich Konrad Schweizer sagt:

            Es stimmt ja, dass noch zu viel Geld da ist für unützes, wie Entwicklungshilfe und Asylwesen. Auch in der Bildung wurde viel zu viel Geld versenkt mit dem Resultat, dass die Bildung schlechter geworden ist. Viele würden in der Matur hochkant durchrasseln, wenn man sie die Prüfungen von z.B. 1966 machen liesse.

      • Josef Marti sagt:

        Wer redet von Erhöhung der Steuern wenn der status quo mit den kantonalen Privilegien erhalten bleibt?

    • r.meier sagt:

      lieber den Bauern zustecken,als in linke dubiose Känäle,denn,schön wäre es,wenn die gleich viel verdienen würden,wie die Plauschjob und-ämtliversager,z.B.bei KESB etc

    • john friend sagt:

      wenn dem so wäre würden sich unternehmen ja jetzt schon stetig auf der wanderschaft in die nächste steueroase befinden. und unternehmen deren einziges ziel es ist steuern und den shareholdervalue zu optimieren scheren sich doch einen dreck um die ausbildung ihrer leute. mit weiteren steuersenkungen werden aber auch verantwortungsvoll operierende firmen die schweiz verlassen weil wir uns hier unter anderem auf kosten der bildung todsparen und das geeignete personal nicht mehr rekrutiert werden kann. und das gerade ein fdp’ler sich hier derart auslässt lässt tief blicken – hat heute das fähnchen wieder in den wind von rechts gehängt der gute.

    • Gasser sagt:

      Ganz meine Meinung. Das Referendum gegen die Unternehmenssteuerreform hat, ganz im Gegensatz zur Darstellung von Herrn Silberschmidt, gar nichts mit Klassenkampf und Ideologie zu tun. Hier geht es um die Abwehr einer bürgerlichen Kahlschlagpolitik. Bleibt die Frage, ob der TA jetzt zum Sprachrohr der Jungfreisinnigen avanciert ist.

      • Jordi sagt:

        Zum glück ist der text so einseitig, dass das steuerloch bei einem nein entsteht und er somit leicht als propaganda erkennt werden kann. Müsste jedoch trotzdem als solche deklariert sein.

    • René von Euw sagt:

      Seit ich weiss, dass unsere Gemeinde mit der UST 3 rund 700000 Franken weniger Steuern einnehmen wird, ist für mich das Nein schon in Stein gemeisselt.

    • Ulrich Konrad Schweizer sagt:

      Sie haben ja keine Ahnung und betreiben nur Polemik für Leute, welche darauf hereinfallen, weil sie nicht informiert sind. Ausgerechnet für Militär und Bauern wird kaum mehr ausgegeben. Im gleichen Zeitraum sind die Ausgaben für Bildung um 50% erhöht worden. Trotzdem ist die Bildung für diese verschlechtert worden, welche wirtschaftlich in Zukunft bestimmend sein werden. Auch Ausgaben für Sozialhilfe, Entwicklungshilfe und Asylwesen sind explodiert.

    • Marti sagt:

      etwas unreif

  • René Sami sagt:

    Schoen waere, wenn er auch die negativen Seiten dieser Unternehmenssteuerreform aufzeigen wuerde. Waer kommt fuer die Steuerausfaelle auf? Diese Zeche werden auch die Jungen und die Mittelschicht bezahlen muessen, oder muessen die Gemeinden, Kantone und der Staat mit weniger Steuereinahmen auskommen? Wo wird dann gespart? An der Ausbildung und der Vorschung? Wem kommt diese Unternehmenssteuerreform zu gute? Was haben die KMU’s davon? Nichts, aber die KMU’s sind fuer ca. 80% der Arbeitsstellen verantwortlich. Wann macht die Politik endlich was fuer die KMU’s? Ueberlegt euch also genau, was ihr wollt? Uebrigens ich bin weder Fan von der SP noch von der SVP.

    • Sabine Glaus sagt:

      Jeder Kanton kann seine Steuern selbst festlegen. In meinem Kanton (ZG) werden die Steuern nach Annahme der Vorlage für Holdings erhöht und für KMU gesenkt werden, sodass für alle Unternehmen dieselben Steuersätze gelten, was ja das Ziel der Reform ist. Einzig bei Forschung und Entwicklung sowie Patenten profitieren die ausländischen Holdings. Das kann jeder Kanton so machen. Es wird hier aus Unkenntnis leider viel Polemik von links verbreitet. Die direkte Bundessteuer ist übrigens für alle Unternehmen gleich hoch. Paradox ist die Opposition der Linken sowieso, denn diese Reform wurde der Schweiz vom Ausland (OECD) aufgezwungen. Für Links-Grün ist es ja sonst immer gut, wenn die Schweiz vom Ausland unter Druck gesetzt wird.

      • Kurt Leutenegger sagt:

        Sabine Glaus, ich wähle rechts bürgerlich aber werde auch gegen diese Steuerreform stimmen und dies hat 2 Gründe.
        1. Die Schweiz braucht nicht mehr Industrie und Grossbüros der Int. Konzerne, denn sie ist schon längst Übervölkert, und weniger Industrie setzt die MEI automatisch um. Zudem hat das arbeitende Volk in den letzten 10 Jahren mit keinen 5 Rappen von der Industrialisierung profitiert im Gegenteil.
        2. Der Bundesrat, vorallem Dep. Leuthard, brummt dem Volk jährlich immer mehr Gebühren als versteckte Steuern auf, ich will nicht das dem Volk durch die fehlenden Steuern der Steuerreform noch mehr Gebühren aufgehalst werden.
        Das Gefäss der Steuern- und Gebührenbelastung ist am überlaufen.

        • Nicolas Richard sagt:

          Herr Leutenegger, auch ich wähle rechtsbürgerlich, weil wir die falsche Einwanderung haben. Die Hälfte kommt gar nicht in den Arbeitsmarkt, und von der andern Hälfte ist nur ein kleiner Teil hochqualifiziert. Das grösste Beschäftigungswachstum haben staatsnahe Unternehmen, wie das Gesundheits-, Asyl- und Sozialwesen, das wir via KK-Prämien und Steuern finanzieren. Es findet also keine echte Wertschöpfung statt. Ein grosser Teil dieser Beschäftigungszunahme ist zudem einwanderungsbedingt, das gilt auch für Infrastruktur- und Wohnungsbau. Die Industrie hat Arbeitsplätze verloren, dieser Prozess geht weiter. Es ist also nicht die Industrie, die die hohe Einwanderung verursacht(e). Was wir brauchen, sind Arbeitsplätze mit hoher Wertschöpfung, ergo hochqualifizierte Arbeitnehmer.

          • Josef Marti sagt:

            Es ist aber genau diese Industrie die unbedingt die PFZ wollte. Und mit den jetzigen kantonalen Privilegien haben wir 24000 Briefkastenfirmen mit durchschnittlich 6 Arbeitsplätzen (va. für Expats) pro Firma, und trotzdem haben wir gemäss Ihnen Arbeitsplätze verloren, komisch. Diese Privilegien sollen abgeschafft werden und durch neue EU konforme ersetzt werden (Patent-, Lizenzboxen). KMU können aber in den seltensten Fällen solche Boxen machen, das ist typisch für Multinationale Konzerne.
            Es ändert sich mit der Reform unter dem Strich somit nichts, ausser dass wegen der Ausfälle bei den Gemeinden die Steuerfüsse massiv angehoben werden.

        • Georg sagt:

          Gratuliere.Endlich einer der klar sieht. Ich sehe nicht ein, dass man die bereits überindustrialisierte Schweiz(höchste der Welt), mit immer noch mehr fremden Unternehmen noch mehr industrialisieren will und das alles Zu unseren Lasten.

      • Rudolf Elmer sagt:

        Liebe Frau Glaus, genau so beginnt der sogenannte „Race to the bottom“ steuerlich gesehen. Das Resultat sehen Sie dann in Ihrem Nachbarkanton Luzern, der mit der Senkung der Steuern in die roten Zahlen gekommen ist ……. Lesen einmal die Berichte von den Finanzdirektoren der Stadt Biel, Winterthur, Zürich etc. und die gezeigten Auswirkungen im Falle einer Annahme für diese Städte! Sie argumentieren sehr, sehr kurzfristig meines Erachtens.

      • Josef Marti sagt:

        Noch paradoxer ist die SVP welche in vorauseilendem Gehorsam fremdes EU Recht umsetzen will und sich den fremden Richtern unterordnet, das muss man sich ja auf der Zunge zergehen lassen.

  • F.Vogel sagt:

    Um wieviel Millionen wird man sich diesmal verschätzt haben? Ich erinnere an die USTII. Item. Ich stimme ja aus anderer Überlegung weil weniger Geld und steigende Asylkosten werden den Souverän dazu zwingen eine Gesamtbetrachtung zu machen um bei letzterem endlich eine 180C Kehrtwende zu vollziehen. Erst wenn es im Portmonee aller weh tut wird es eine Bewegung geben, die Mehrheitsfähig ist, das Steuer herumzureissen. Wenn uns etwas in die Tiefe ziehen wird dann sind es die Asylkosten und ihre Folgen.

    • Leon Stoeckli sagt:

      Durch Zustimmung zu dieser Reform wollen Sie die Asylkosten senken!? Ziemlich abstruse Logik. Genau so gut könnte man als Schwarzfahrer bei den SBB die Militärausgaben senken wollen.

  • Maier Tom sagt:

    alles richtig, nur vergisst Herr Silberschmidt zu erwähnen dass die Steuergeschenke genau von diesen Jungen mit erhöten Steuern und Abbau in anderen Bereichen (ausser Landwirtschaft, klar) zu bezahlen sind. Sie hatten es in der Hand eine ausgleichende Vorlage zu präsentieren, nun kommt ein reines Steuernabbauprojekt auf uns zu.

    • Christian Bernhart sagt:

      Genau, die vom Bundesrat relativ vernünftige Vorlage haben die von den Lobbisten der Hochfinanz eingeseiften Parlamentarier überladen. Und jetzt kommen die Jungsporn-Freisinnigen und malen Horrorstimmung wegen potenziellem Wegzug der globalisierten Unternehmen an die Wand.

  • Schorsch Baschi sagt:

    Wir brauchen solche überrissene Geschenke an die Firmen wahrlich nicht mehr. USR II hat gezeigt, wie Firmen solche Geschenke annehmen, man denke nur an Herrn Glasenberg mit seinen geschenkten 600 Millionen. Immer wieder wird behauptet, Firmen würden die Schweiz verlassen. Warum lassen wir es nicht mal darauf ankommen, um zu sehen, ob dieses Szenario auch wirklich eintritt. Weshalb will man den Stimmbürger immer mit der gleichen Angstkeule dazu zwingen, so abzustimmen, wie es die „unfehlbaren Politiker“ wollen. Der Staat muss seine Aufgaben erfüllen können und dazu müssen auch die Unternehmen ihr Schärflein beitragen und nicht nur immer Absahnen. Deshalb ein fettes NEIN zu dieser unseligen USR II.

  • Yuri Zainfeld sagt:

    Die alte Mär vom Wegzug der Firmen aus steuerlichen Gründen gehört zum Mantra der FDP. Firmen, die nur wegen den tiefen Steuern kommen, bringen meistens weder dem Fiskus noch den Lehrnenden etwas. Solche Firmen zahlen kaum Steuern und stellen kaum Einheimische Leute an. Und oft ziehen sie schnell wieder weiter. Nachhaltige Unternehmen sind hier wegen der guten Infrastruktur, den Hochschulen und der Stabilität. Etwas mehr Realitätssinn statt ideologisches Gefecht, täte auch der FDP gut.

  • R.H. Mayer sagt:

    Reine Panikmache der Bürgerlichen! Dass die Zeche das gemeine Volk mit erhöhten Steuern berappen muss, wird ausser Acht gelassen. Die Kantone, die die Unternehmenssteuern in der Vergangenheit bereits gesenkt hatten, in der Hoffnung auf Zulauf vieler Unternehmen, sind in die roten Zahlen gerutscht und wo wird nun gespart, an Bildung, Soziales und Gesundheit! (Siehe Kanton BL, LU, SZ, NW, OW und mehr).

  • Martin Thalmann sagt:

    Um den Werkplatz Schweiz zu fördern, wäre es sinnvoller eine Ausbildungsoffensive (Bezahlte Weiterbildung) zu finanzieren. Die UST III schafft weitere Steuerprivilegien für das Grosskapital. Unten kommt nichts an. Zudem ist es stossend, dass bei der letzten UST II Einnahmeeinbussen von 120 bis 200 Mio kolportiert wurden – in der Realität waren es 1.2 Milliarden schon im ersten Jahr. Noch einmal lasse ich mich persönlich nicht übertölpeln.

  • Hansli sagt:

    Ich werde Nein stimmen. Denn die Steuerausfälle die in jedem Fall (ja oder nein) eintreten, werden vermutlich in mir wichtigen Bereichen (Sozialbereich, Natur- und Umweltschutz, Bildung) eingespart. Die Profiteure sind rein Bürgerliche und Rechtsnationale, die als Finanzverwalter in Steuervermeidungsunternehmen ihren Job haben und die bürgerlich-rechtsnationale Klientel wurde und werden von jeder Sparmassnahme ausgenommen. Ohne das Bekenntnis auch bei der eignen Klientel wie Landwirtschaft, Militär oder dem Finanzausgleich zu sparen, kann ich nicht zustimmen. Bei einem Nein verlieren halt einige Finanzverwalter ihren Job. Ein Nein ermöglicht aber auch eine bessere Vorlage, die auch vieles zusätzliche Ausfälle enthält, vorzulegen.

    • sinenomine sagt:

      Genau, die brauchen nicht einmal auf Feld 1 zurückzukehren. Es reicht, auf das vorletzte Feld zurückzukehren, nämlich bis dahin, wo die Linken die Vorlage noch unterstützt haben.

  • Robert Zarzis sagt:

    Wer Glaubt, dass von der Bevölkerung Subventionierte Steuersenkungen, Investitionen in Firmen erhöhen, glaubt auch, Sorry, an den Storch!
    Was machen die Firmen seit fast 30 jahren mit den Steuererrsparnisen? Konkurenten Aufkaufen um die zu Zerschlagen, in der Schweiz sehr einfach, da ja jede Regelung als des Teufels propagiert, nicht gibt! Beispiel, FUST hat Rediffusion gekauft und innert 4mt 90% der Angestellten Entlassen!
    Dann die so gern Angeführten KMU’s was sollen die mit den 5 000 – 10 000 Fr. Steuersenkungen grosse Investitionen Tätigen?
    Zusätzlich ist es doch heute viel ertragreicher dieses Geld an der Börse für ca. 12 -20% Rendite zu Investieren als in der Firma, die ca. 5 bis 8% Renditen bringt und Arbeit kostet. Also Steuersenkungen für Steuerbefreite Börsengewinne! Irrsinn!

  • Robert Zarzis sagt:

    Ja, sicher! Steuersenkungen bringen mehr Einnahmen! Hat sich als Falsch erwiessen. Denn wenn nicht würden dsie Kt. Zug, Schwyz und Luzern nicht immer mehr zu Klein Griechenland Verkommen!
    Nicht da diese Kt. über die Verhältnisse Lebten, sondern überr die Verhältnisse Steuersenkten. Aber bei diesem Punkt ist die JFDP genau so Verblendet wie mir teilweise die Juso Vorkommt. Die Realitäten nicht sehen wollen!
    Und für Firmen die nur Fordern aber nicht Beitragen wollen, die Bevölkerung dafür Zahlen zu lassen, ist wirklich keine gute Politik!
    Die Firman kommen mir immer mehr wie der Verwöhnte Schnösel zu Hause vor, der mir Täglich den Kühlschrank leer frist, mit der PS4 den ganzen Tag den TV Blockiert, über alles Motzt, Nervt und Droht, macht was ich will oder ich ziehe Aus!

    • Sabine Glaus sagt:

      SZ und ZG sind allein wegen des NFA in den roten Zahlen! LU ist immer noch NFA-Empfänger. Bringen Sie also nicht alles durcheinander. ZG zahlt pro Einwohner über 3000 Fr. in die Eidgenossenschaft ein, das sind mittlerweile über 300 Mio. im Jahr. Hinzu kommen nochmals 300 Mio. Überschuss aus dem AHV-Ausgleichsfonds (Zuger zahlen also viel mehr ein, als sie beziehen). BE hingegen bezieht weit über 1 Mrd. aus dem NFA! Dafür leistet sich dieser Kanton beispielsweise im Umkreis von 20 km gleich mehrere Spitäler. Es gibt übrigens nur wenige NFA-Zahler: ZG, SZ, ZH, BS, NW, GE. Alle andern sind NFA-Empfänger.

      • Thomas Andermatt sagt:

        Sie realisieren aber dass gerade Kantone wie ZG der Eidgenossenschaft schaden? Dadurch dass diese Kantone Unternehmen und Gutbetuchte absaugen verlieren andere Kantone wichtige Steuerzahler.

        Im Endeffekt verliert die gesamte Schweiz beim Umzug von, sagen wir, einem guten Steuerzahler von LU nach SZ Steuereinnahmen da SZ den Verlust von LU im NFA wieder ausgleichen darf.

        Erhöhte NFA Zahlungen haben ZG, SZ usw. sich selbst zu verantworten.

    • Robert Zarzis sagt:

      Frau Glaus
      Schön dass Sie Zeigen das Sie den NFA nicht Verstehen!
      Die Idee des NFA ist das nicht einige Kantone mit Dumping-Steuern den restlichen Kantonen das Wasser abgräbt. Genau was Kt. Zug und Schwyz, betreiben! Der NFA berechnet die mit den Durchschnittssteuereinnehmen und wer diese massive und Freiwillig nicht Abschöpft, soll doch nicht noch belohnt werden. Vorallem Kantone die sonst keine Zentrumslasten tragen müssen und sich wie der Kt. Zug auch nicht am Verkehrshaus beteiligen will. Also nur den eigenen Egoismus fröhnen.
      Sollte Zug und Schwyz die NFA Zahlung nicht mehr bezahlen, was dann? Natürlich müssen die Steuern noch weiter runter, das diese Kt. Überschüsse und Langfristiges Denken, dem Egoismus geopfert haben. Auf kosten des Normalos!

      • Sabine Glaus sagt:

        Herr Zarzis, LU hat schweizweit die tiefsten Unternehmenssteuern, und dies als NFA-Bezüger. Wer gräbt also wem das Wasser ab? Sie müssen mir den NFA nicht erklären, es ist mir schon bewusst, dass es hier darum geht, das Potenzial (willkürlich!) abzuschöpfen. Tatsache bleibt, dass ZG/SZ ohne NFA (der ja erst seit 10 J. besteht) tiefschwarze Zahlen schreiben würden. Weshalb sollten sie also die Steuern erhöhen, auf Vorrat, für Luxus, noch höhere Lehrerlöhne? ZG/SZ liegen nun mal geografisch günstiger für Firmen als das Entlebuch. AG liegt auch günstig, hat keine Zentrumslasten und ist trotzdem NFA-Empfänger! Aber ZG/SZ waren nie gegen den NFA, es geht bloss darum, dass dieser nicht Jahr für Jahr steigt. Die andern sollten ihre Ausgaben den Einnahmen anpassen, Stichwort Eigenverantwortung.

        • Robert Zarzis sagt:

          Frau Glaus
          Ja, warum passt dann der Kt. Zug, Schwyz und Zug die Ausgaben so weit runter, dass alles kein problem ist?
          Bei Ihnen klingt das wie, mach mal die Dose auf.
          Warum erhöht der Kt. Zug und Schwyz nicht etwas die Steujern, haben dann mehr einnahmen und weniger in den NFA einzuzahlen. Wäre doch auch ein Weg!
          Nur so, alle Politiker in einem KT. Parlament haben sich Verpflichtet, nur das beste für den kt. zu machen. Seit wann ist es dass beste Hemmungslose Schulden zu machen um selber weniger Steuern zu Zahlen?
          Böse gesagt, gehören alle die das Beführworten, und selber profitiren, wegen Interessenkonflikt, in den abgesetzt.

        • Robert Zarzis sagt:

          Steuererhöhungen auf Vorrat für Luxus? Das was sie so versuchen Lächerlich zu machen, nennt man Vorrausschauend Agieren! Reserven für die Not!
          Wissen Sie das jedes Tier in Zeiten des Überflusses, sich ein Polster anfrisst, den es weiss, es kommen wieder magere Zeiten.
          Nur wir Menschen sind ja so viel schlauer, wir Hungern schon in den Zeiten des Überflusses um dann in der Not schnell zu Verelenden!
          Genau das machen wir mit unseren Kantonen und Staat. Aushungern und bei der ersten Krise kolabiert er!
          Für mich ist das wirklich keine Vorraussachauende Politik!

          • Sabine Glaus sagt:

            Das stimmt im Fall von ZG nicht. Der Kanton hat immer noch fast 1 Mrd. Reserve. Man spart, um diese nicht ganz aufzubrauchen. Wer gegen das Sparen ist, muss Steuererhöhungen in Kauf nehmen, das hat die Regierung klar gesagt. Herr Zarzis, erkundigen Sie sich, bevor Sie polemisieren. Ende der Diskussion für mich.

          • Robert Zarzis sagt:

            Frau Glaus
            Stimmt im Budget 2017 Sind es 1’096’500!
            Da haben Sie recht! Bin also Informiert.
            Aber ich würde nicht so mit schluss Punkt und Ende Diskusion sprechen.
            2015 waren es: 3’751’889.98!
            2016 waren es noch: 1’683’000!
            Denn Budget 2018 sagt dann noch 586’500 und für 2019 sollen es noch: 34.8mio sein!
            Echt Zahlte Zug 2015 fast 2 Mia in den NFA?
            Kann nicht sein
            Also doch keine Polemik sondern Tatsache, Strategie gescheitert

  • Lucien Schmidlin sagt:

    Ein klares Ja zu dieser Steuerreform sollte für jeden im Beruf stehenden Schweizer klar sein. Schon die USR II hat gezeigt, dass diese Mindereinnahmen unerem Staatshaushalt überhaupt nicht geschadet haben. Viel wichtiger ist es, internationale Konzerne in der Schweiz zu haben, die Innovationen und gute Jobs bieten. Dies ist wohlstandsfördernd.

    • Beat Bühler sagt:

      Viel wichtiger wäre es in diesem Land ein Klima zu schaffen, welches auch den KMU erlaubt innovativ zu bleiben, neue Produkte zu lancieren und damit Arbeitsplätze zu schaffen. Innovation kommt von unten und nicht von vollgefressenen Grosskonzernen.

      • Guido Biland sagt:

        Korrekt. Die neoliberale Politik dient vor allem den vollgefressenen Grosskonzernen, die genug Kohle und Marktmacht haben, um sich die Innovationen der KMU und Start-ups einzuverleiben. Die Neoliberalen schaden mit ihrer Steuerpolitik nicht nur dem heimischen Mittelstand, sondern auch dem Innovationsstandort Schweiz. USR nützt am Ende nur dem Grosskapital.

        • Anton Müller sagt:

          Damit die Reichen noch mehr haben und die unten noch weniger? Mit mir nicht! Wohlstandsfördernd? Igitt. Solche Lügen haben wir nun genug gehört.

      • Markus Ackermann sagt:

        @Bühler
        … und präzis die Lobbies dieser Konzerne kaufen sich die PolitikerINNEN aller Parteien.
        Wer sind die stärksten Lobbies im Parlament?
        1. Pharma
        => überrissende Medikamentenpreise
        => Nicht-Umsetzung der MEI
        => USR
        … statt die Gewinne aus der Lohnarbitrage per Steuern abzuschöpfen, um die zusätzliche Infrastruktur (~1 Stadt pro Jahr) zu finanzieren
        2. Versicherungen + Banken
        => Nicht-Umsetzung der MEI
        => Kürzung Umwandlungssatz = Rentenkürzung
        => Ausbau des Obligatoriums, Enteignung der Versicherten
        … statt Kosten + Gebühren der unproduktiven Papierli-Wender durch intensiveren Wettbewerb zu drücken (z.B. indem jeder PK-Versicherte SEIN Geld selber anlegen kann: börsenkotierte Wertpapiere, Selbständigkeit, Hauskauf etc.)
        3. Sozialindustrie (inkl. Behörden, Juristen)

  • Martin Hugentobler sagt:

    1. Sie sagen, die internationalen Unternehmen werden nicht zögern, in steuertechnisch günstigere Länder umzuziehen. Nennen Sie mir bitte konkret diese Länder.
    2. Die Multiunternehmen steigerten in den letzten Jahren stetig ihre Gewinne und profitierten enorm von gesteigerter Produktivität. Gerade wieder in Deutschland eine Steigerung von 24%! . Leider profitieren nur die Inhaber nicht aber die für diese Gewinne verantwortlichen Arbeiter. Die Teppichetage klopft sich auf die Schultern und verteilt sich selber 10-15%ige höhere Bezüge. Die Arbeitnehmer speist man mit 0.5-1% ab. Der Rest fliesst in ausländische Investorenhände. Jetzt sollen diese Ausschüttungen nochmals erhöht werden? Das ist krank.
    3. Wie Steuerdumping Firmen anzieht, ist zur Zeit anschaulich im Kanton Luzern zu bestaunen.

  • Guido Biland sagt:

    Nichts als neoliberale Plattitüden und Angstmacherei. Man muss kein Sozialist sein, um die wahren Absichten der Bürgerlichen zu durchschauen: Reiche und Privilegierte sollen auf Kosten der übrigen Bevölkerung noch reicher und privilegierter werden. Ich hoffe, dass der Mittelstand dieses Mal klug genug ist, sich nicht schon wieder in den eigenen Fuss zu schiessen.

  • Rudolf Elmer sagt:

    Das Gesagte kann man nicht Ernst nehmen! Das ist reine Parteipoltik und keine Sachpolitik. Gut,dass so viele Kommentare dies erkannt haben. Die Holdinggesellschaften haben hauptsächlich ausländische Angestellte d.h. bis auf die Sekretärin und Putzfrau! Holdinggsellschaften produzieren nichts in der Schweiz bzw. generieren kaum Arbeitsplätze! Sie sind landesschädigten wie dies mittlerweile festgestellt wurde d.h. Rosien-Picking, Schwarze Liste etc.; Ueberabschreibung der Forschungskosten bis zu 150 % ist betriebswirtschaftlicher Quatsch, d.h. das sollte die FDP als Wirschaftspartei auch erkennen können; das gleiche gilt für einen kalkulatorischen Zinssatz auf überschüssigem Eigenkapital usw. USR III wird uns wieder auf eine Schwarze Liste bringen! Ein bisschen Weitblick wäre angesagt FDP!

  • Stefan sagt:

    Und jetzt kommt so ein Steigbügelhalter der SVP und singt ein Loblied auf die Internationalität. Die Einen ködern ihre Wähler mit „Ausländer raus“, die Andern mit „Ausländer rein“, und beiden geht es nur um Steuersenkungen für ihre Klientel.

    • Guido Biland sagt:

      Schöne Zusammenfassung 🙂

    • Gruber sagt:

      wobei übersehen wird, dass ein beachtlicher Teil des Steueraufkommens der Selbstverwirklichung der Beamten, die sich heute anders nennen, auf Teilzeitbasis dient, all die sog. Kommunikationsabteilungen (= für Agitation und Propaganda), die vielen unnützen Stabsstellen, wozu Velobeauftragte, Energiebeauftragte, sog. Gleichstellungsbüros, und was des Unsinns mehr sind? Ein Drittel aller Büromitarbeiter im öffentlichen Dienst liesse sich locker streichen, locker, und dann wären auch die Finanzen der Städte im Lot.

    • Hans Knecht sagt:

      Ein guter Punkt. Die SVP macht sich mMn so selbst nur unglaubwürdig.
      Gibt es in der Schweiz überhaupt noch eine Partei die sich wirklich für die Einheimischen einsetzt?

  • Alan Miller sagt:

    Ich mag es echt nicht mehr hören, dieses ewiggleiche Mantra der Wirtschaft. Egal, worum es bei einer Abstimmung geht, immer wird mit dem Wegzug von Firmen und mit dem Arbeitsplatzverlust gedroht. Nichts von alledem ist jemals geschehen. Steuererleichterungen kommen NIE den Mitarbeitenden zugute, sondern IMMER den Shareholdern. Ist das denn wirklich so schwierig zu verstehen?

  • Hans Hegetschweiler sagt:

    Der Beitrag ist sehr allgemein gehalten. Es wird nicht gezeigt, welches Steuerniveau denn die Schweiz unattraktiv machen würde. Mit so allgemeinen Behauptungen kann man auch die völlige Steuerbefreiung der juristischenPersonen begründen. Was mich einfach stört, ist, dass man mit der Doppelbesteuerung natürlöiche/juristische in einer der letzten Reformen die reduzierte Dividendenbesteuerung begründet hat, und nun die Besteuerung der juristischen Personen reduziert. Das führt im Endergebnis dazu, dass Einkommen aus Beteiligungen wesentlich weniger besteuert wird, als Arbeitseinkommen. Wir man das mit dem Grundsatz der Besteuerung nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit vereinbaren kann, ist mir schleierhaft.

  • Beat Bühler sagt:

    Die Automatisierung und Digitalisierung wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen, viele Arbeitsplätze werden verloren gehen bzw. viele Steuerzahler aus der Mittelklasse. Vom Produktivitätszuwachs werden ausschliesslich die Grosskonzerne profitieren. Statt dafür zu sorgen, dass auch die Mehrheit der Bevölkerung von der Automatisierung und Digitalisierung profitieren kann, will die FDP die Situation offenbar noch zusätzlich verschärfen. Man muss nicht weit in die Zukunft blicken um zu sehen, dass die USR III schlicht falsch ist. Dazu kommt, dass Firmen die nur der Steuern wegen in der Schweiz sind, keine Arbeitsplätze für den Mittelstand schaffen, nicht für die Infrastruktur bezahlen die sie nutzen und auch nicht diejenigen sind, welche innovative Produkte entwickeln.

    • Nicolas Richard sagt:

      Bezahlen die Firmen nun Steuern in der Schweiz oder nicht? Lesen Sie Ihren letzten Satz nochmals durch. Auch wenn die Kantonssteuern z.T. tief sind, die Bundessteuer ist für alle gleich hoch. Und darf ich Sie fragen: Bezahlen die öffentliche Verwaltung und die SBB auch Steuern für die Infrastruktur? Es ist einfach so: Ziehen die Holdings weg, gibts weniger Steuereinnahmen, aber die Ausgaben bleiben genau gleich hoch. Und wer das Manko bezahlen wird, ist auch klar. Der Steuerwettbewerb ist international, auch in Europa gibt es Länder mit tieferen Unternehmenssteuern (Irland, Belgien, Zypern etc.).

      • Beat Bühler sagt:

        Wachstum der nur auf dem Zuzug von Holdings und der Einwanderung basiert, kann mir gestohlen bleiben. Es handelt sich dabei um eine Pervertierung des Systems. Nur qualitativ hochwertige und innovative Produkte von unten führen zu nachhaltigem Wachstum, genau dies hat die Schweiz in der Vergangenheit erfolgreich gemacht. Aber Leuten wie Ihnen ist dies egal, nur die Quantität und die kurzfristige Gewinnmaximierung zählt. Ein Land ist keine Firma und kann auch nicht so geführt werden aber genau daran glaubt ihr Neoliberalen.

  • Rico Hauser sagt:

    Zitat : „Falls die Steuerreform verworfen wird, kann dies zur Folge haben, dass die Kantone ihre Unternehmenssteuer massiv senken müssen, um für die mobilen Unternehmen attraktiv zu bleiben.“ Ich habe immer geglaubt, die Reform beinhalte ohnehin eine Steuersenkung für die Unternehmen. Können sie mir das näher erklären ?

  • Victor Brunner sagt:

    Die Platidüden von AS sind bekannt, werden gebetsmühlenartig wiederholt.. Sie gehen an den Fakten vorbei! Die Schweiz ist nicht begehrt weil sie billig ist, sondern weil sie Sicherheit bietet, hervorragende Bildung, gute Infrastrukturen und politisch berechenbar ist. Dies wird finanziert mit moderaten Steuern. Gute Firmen sind bereit für diese Vorteile zu zahlen die kein anderes Land in Europa bietet. Junk-Firmen werden die Schweiz meiden! Würde die USR III angenommen würde das in erster Linie Abbau an Bildung, Infrastruktur und Sicherheit bedeuten, damit an Attraktivität! Bürgerliche Politik ist die totale Crash-Politik und verantwortungslos. Parteikollege von AS, Noser, fordert in den nächsten 10 Jahren 2 Mia für das digitale Wettrüsten, woher das Geld kommen soll verrät er nicht!

  • Hans-Beat Keller sagt:

    Schade um die Zukunft Schweiz, wenn auch die Jungen nicht mehr selber denken, sondern einfach das weiterplappern, was ihnen die Lobbyisten einflüstern. Ich habe mich noch nicht entschieden, wie ich bei der Unternehmenssteuerreform III abstimme, aber dieses stereotype Plädoyer der Jungfreisinnigen kann (mich) nicht überzeugen!

  • Andrea Füchsin sagt:

    Die SP fordert die NACHBESSERUNG der Vorlage. Dafür muss die jetzt vorliegende Variante abgelehnt werden. Dass es eine Reform der Unternehmensbesteuerung braucht ist unbestritten – übrigens deshalb, weil unsere heutigen Vorschriften internationalen Standards widersprechen. Die Bürgerlichen haben die Vorlage aber schamlos zu ihren Gunsten ausgeschmückt. Deshalb NEIN am 12. Februar!

  • Peter sagt:

    Mal was grundsätzliches, ist überhaupt sinnvol das mit steuermodelen immer mehr ausländische firmen angezogen werden.wo wir doch schon eine zu grosse zuwanderung haben.oder würde jemand in der wüste eine mineralwasser fabrik aufmachen,nur weil da platz hat?

  • MARC FISCHER sagt:

    Als die FDP noch liberale Politik machte, war die Schweiz noch in Ordnung. Irgendwann liessen sie sich kaufen und seither fehlt eine wirklich liberale Partei. Leider.

  • Anton Müller sagt:

    Hundertprozentig Nein zu einer Vorlage, die mir nichts bringt.

  • Markus Ackermann sagt:

    Was interessiert die Meinung eines Mitglieds einer verfassungsfeindlichen Partei?
    Die Feinde der Demokratie Partei (FDP)
    – brechen in einem Lobby-verseuchten Parlament unsere Verfassung,
    – greifen unsere Demokratie und den Mittelstand an und
    – haben ihre eigene Tradition und ihre Orientierung vollständig verloren.
    Es ist diesen Verfassungsbrechern zu empfehlen, unsere Verfassung ernst zu nehmen und sich in ihrer Politik am Zweck der Eidgenossenschaft zu orientieren:
    „Art. 2 Zweck
    1 Die Schweizerische Eidgenossenschaft schützt die Freiheit und die Rechte des Volkes und wahrt die Unabhängigkeit und die Sicherheit des Landes.
    2 Sie fördert die gemeinsame Wohlfahrt, (…).
    3 (…)“
    Der CH-Souverän weiss besser als käufliche PolitikerINNEN, was für die Wohlfahrt richtig ist.

    • Linus Huber sagt:

      Ja Markus; meine Überlegung, dass sich wohl quasi jedes Gesellschaftssystem ueber Zeit korrumpiert, scheint sich immer stärker zu erhärten. Die Furcht vor Unannehmlichkeiten scheint noch immer derart zu dominieren, dass grundlegende Prinzipien einer kurzfristig orientierten Sichtweise weichen. Selbst im Bewusstsein, dass es sich in vielen Bereichen um eine Form von Ponzi-Scheme handelt, wird weiterhin verkrampft daran festgehalten. In der daraus folgenden Krise werden die IYI (Intellectuel Yet Idiot – Nassim Taleb) an Politikern und Bürokraten dann wieder wie in 2008 erläutern, dass es sich um eine unvorhersehbare Angelegenheit handelte und weiter die Freiheit der Bevölkerung mit undemokratischen Massnahmen reduzieren.

  • Lukas Meier sagt:

    Mit keinem Wort ist der Autor auf sachliche Argumente eingegangen. Es wird Angst geschürt ohne auch nur am Rande auf den Inhalt einzugehen. Was will die Unternehmenssteuerreform? Wieso ist das gut? Ein solcher inhaltsloser, parteiischer Kommentar ist dieser Zeitung unwürdig.

  • Hanspeter Müller sagt:

    „Sozialistische Anliegen wurden in der Vergangenheit stets links liegen gelassen“ Offenbar hatte Herr Silberschmidt in Geschichte einen Fensterplatz. Das ist schlecht für einen angehenden Politiker. Der SP verdanken wir die AHV, die geregelten Arbeitszeiten mit Höchstarbeitszeiten, die Chancengleichheit dass nicht nur die Elite-Kinder studieren können und das Frauenstimmrecht. Dass all die Errungenschaften die er so hoch lobt – die Hochschulen, das duale Bildungssytem – ohne Geld von den Kantonen nicht funktionieren und dass deshalb Raubbau an den Finanzen der Kantone zum Abbau genau davon führt hat er wohl noch nicht gemerkt. Brav vertitt er mit auswendig gelernten Schlagworten die Meinung seines Arbeitgebers und merkt nicht, dass er damit am eigenen Ast und am Ast seiner Kinder sägt.

    • Moser sagt:

      Völlig richtig Herr Müller! Es ist so wie immer: Die SP spricht vom Klassenkampf und die Bürgerlichen führen ihn.
      Die USR III- Befürworterinnen und Befürworter arbeiten mit blossen Spekulationen für die Zukunft. . Und dabei bieten sie sich noch als Retter der Schweiz an. Das Kapital versteckt sich hinter dem Nationalismus, nicht zum ersten Mal.

  • Gruber sagt:

    Auch aus bürgerlicher Sicht wäre die Ablehnung nicht aller Tage Abend. Die USA haben es vorgemacht. Der Bund verzichtet auf die Steuerkompetenzen auf kantonaler Ebene für die juristischen Personen bzw. das Unternehmenssteuerrecht. Die USA Lösung ist OECD konform. Damit würden die Kantone in ihrer Souveränität gestärkt. Sie könnten dann oecd-konform ihr kantonales Steuerrecht frei gestalten. Lehnen wir daher die USTR III ab, und machen den Weg frei für eine bessere Lösung. Gäbe man der EU im freisinnigen Stil wieder untertänigst nach, wie dies Herr Burkhalter so gerne tut, so kommt die nächste EU- Forderung mit jeder Garantie.

  • Martin sagt:

    Die USR III werde ich aus einem einzigen Grund ablehnen: Weil die FDP die MEI mit Hilfe der SP, der eigentlich euer Gegner ist, nicht umgesetzt hat. Strafe muss sein.

  • Alex Vorburger sagt:

    USR3, ein Erfolg?
    2008 prognostizierte der Bundesrat durch die USR2 Steuerausfälle von rund 80 Mio. Fr.
    3 Jahre später zeichnen sich für 2011 mind. 1,2 Mrd. Fr. Verlust ab und in den folgenden 10 Jahren ist mit mind. 7 Mrd. Fr. zu rechnen (NZZ, Dez. 2011).
    2012 halbierte der Kt. Luzern die Unternehmenssteuer und wurde zum steuerlich attraktivsten Firmenstandort der Schweiz. Höhere Steuereinnahmen blieben aus. Das entstandene Loch hatten v.a. die Privatpersonen zu stopfen (zentralplus, 9.12.2013).
    Dazu wird die Steuerprogression ab Einkommen von über 500’000 Fr. in der Schweiz wieder degressiv, d.h., die Belastung nimmt für Reiche eher ab (Tagi, Mai 2014).
    Wer die Sparpolitik der vergangenen Jahre anschaut, weiss, wer solche Verluste am Ende zu bezahlen hat.

  • E. Prander sagt:

    Wer das Fuder so überlädt wie die Freisinnigen und Rechtspopulisten, sollte sich nicht wundern, glauben die Menschen solchen Schaumschlägern wie dem jungfreisinnigen Dampfplauderi Silberschmidt eh nicht mehr, gerade auch deswegen, weil er so auf Heulsuse macht und sich als ‚Scheinjugendlicher‘ für die Zukunft der Jugend einsetzt! Heuchler par excellence… typisch FDP halt! Lügenbarone, die noch immer nicht gemerkt haben, wo der Bartli den Moscht holt!

  • maettu sagt:

    Eigentlich habe ich Inhalt erwartet und dann kommt eine Aneinanderreihung von Plattitüden, sehr schwacher Text, bin ich sehr enttäuscht. Von der Jugend erwarte ich mehr Spontanität und auch Kreativität – und bitte auch ein bisschen mehr Soziales (müsst ja nicht gleich der SP beitreten) und Idealismus. Ja, und eigentlich mit einer kontroversen Auseinandersetzung mit der UR III, nicht mit dem Abschreiben von PR Texten!

  • Leon Stoeckli sagt:

    All die aufgeführten Argumente nützen nichts! Das Fuder wurde überladen. Private, v.a. der Mittelstand, wird dann mehr Steuern zu berappen haben. Wenn man die Vorlage ablehnt, ist nichts verloren. Das Parlament kann dann eine neue und vernünftige Steuerreform ausarbeiten. Wir wurden schon einmal angelogen. Es drängt sich ein NEIN auf.

  • Markus Schmid sagt:

    Mangelndes Vertrauen in die Zukunft? Ja, genau darum geht es.
    Die Lobbysten von USR haben das letzte Mal ihr Vertrauen total verspielt. Die Ausfälle sind um ein MEHRFACHES!!! höher als kommuniziert. Ist deshalb etwas passiert? Auch weil das Bundesgericht die Vorgehensweise als illegal erklärt hat? Nein, unglaublicherweise nicht! USR2 hätte rückgängig gemacht werden müssen.
    Wer kann sich sonst sowas leisten? Im Privat- und Berufsleben sicher nicht, denn wer einen Preis angibt, der dann um ein mehrfaches abweicht, kommt so sicher nicht durch. Wieso sollten wir jetzt der USR3-Propaganda vertrauen? Steuern sind nur ein Faktor unter vielen, ob eine Unternehmung in der Schweiz bleibt oder nicht. Zudem sind Steuergesetze derart komplex, dass nur Insider da (vielleicht?) den Durchblick haben.

  • Willib Schneider sagt:

    Das sind für junge Leute ziemlich altbackene Erwägungen. Sie lassen unerörtert, warum man die auf Druck des Auslandesa abgeschafften Privilegien bestimmter Gesellschaften flugs durch neue Privilegien überkompensiert und bei hoher Eigenkapitalisierung fiktive Abzüge erfindet, die kein Mensch erklären kann.

  • Dorothée sagt:

    Der Schweiz kann es nur gut tun, wenn sie mal weniger Steuergelder und weniger Arbeitsplätze zur Verfügung hat. Wenn unsere Politiker endlich handlen müssen, und die Staatskosten, vornehmlich für Sozialhilfe für Ausländer und sog. Flüchltinge und deren Sozialindustrie inkl. den ausuferenden und wohlfühlr med. Behandlungen, einen Riegel schieben müssen. Weniger ist mehr. Auch hier.

  • Heinz sagt:

    Das ist ja alles schön und gut was Sie da schreiben.

    Aber erklären Sie mir, wie ich die Haltung der Bürgerlichen verstehen soll: Man landet so Pflaumen wie die MEI, welche die ungeliebten Ausländer vertreiben soll.

    Gleichzeitig kreiert man eine Unternehmenssteuerreform die zum Ziel hat die Zuwanderung noch stärker anzukurbeln.

    Irgendwas geht hier nicht auf. Wollt Ihr bürgerlichen nun Wachstum oder nicht? Wachstum geht nicht ohne Zuwanderung.

    Der Sozialabbau durch die USTR3 wird das Leben der ü50 Arbeitnehmer noch schwerer machen. Diese Schweizer Arbeitnehmer scheinen den Bürgerlichen egal zu sein. Irgendwann werden sich diese Leute an der Urne für den Neoliberalismus rächen und Ihre Stimme den noch extremeren Rechtsnationalen vergeben.

  • Anton Schneider sagt:

    Liebe JFDP – wer kommt denn für die Steuerausfälle auf? Zahlt danach der Gutverdienende in der Stadt Zürich 90K Steuern und der Bestverdienende in Kt. ZG oder SZ 30K? Wird über die Einkommensteuer noch mehr nach oben umverteilt? Ist der FDP und der JFDP aufgefallen, dass die „internationalen“ (zB Zürich, CS, UBS, Swiss RE…) schon lange nach Polen, Tschechien auslagern…. und dass „Google“ die besten der Welt (wenige CHer) in Zürich arbeiten lässt? Junge „Liberale“ Küken – öffnet endlich die Augen und prüft die „Geschichten“ und „Reden“ der Präsidentin einmal auf den Wahrheitsgehalt! SP und FDP verrharren beide in ihren Ideologien – das blinde Predigen des Liberalismus von Frau Gössi steht dem Steinzeitkommunismus der Juso in nichts – gar nichts nach.

  • Bernhard Piller sagt:

    Wo hat sich Herr Silberschmid die Berechtigung eingeholt, im Namen der Jungen zu sprechen?

  • 1-800-CallGary sagt:

    Ob Firmen abwandern oder hierbleiben sind reine Spekulationen.
    Genau so, wie die die Behauptung, die Schweiz könne durch Steuersenkungen nur gewinnen. Oder andernfalls verlieren.
    Die Schweiz verkauft hier ein Produkt, dessen Wert offensichtlich niemand. Es würde eventuell helfen, ein Jahr in der Privatwirtschaft Marketing zu betreiben.
    Begriffe wie Korrelation, Grenz-Zusatz-Grundnutzen, Kybernetik, Sprung-fix, sollte man nicht nur kennen, sondern anwenden können, dann würde verm. feststellen, dass eine Steuersenkung eine Reduktion des Sozialproduktes bedeutet, dh. die Zeche bezahlten die Kleinen.
    Die, die den Preis hier nicht bezahlen können – oder wollen – sollen weiterziehen.
    Jedenfalls, Leute die nichts zum (B)SP beitragen, sollten sich aus solchen Angelegenheiten fernhalten.

  • Christian Eggimann sagt:

    Mit der UST II wurden wir über den Tisch gezogen, wieso sollte es diesmal anders sein?

    • Karl Pharyngula sagt:

      Weil KomplizierteBetriebswirtschaftdieihrnichtversteht! Aber ich bin mir absolut sicher, dass wir diesmal mit einem geringeren Steuersatz mehr Steuern rausholen können und alle davon profitieren werden, dass nur wenige profitieren. Ganz sicher!

  • Martin Weber sagt:

    Das Konzept der Rechtsbürgerlichen zusammengefasst:

    Schweiz abschaffen und Grosskonzerne beglücken!

    Und daneben rumerzählen, die Flüchtlinge seien das Problem…

    Erklärt mir doch mal, warum dieser Hass gegen das eigene Land?

  • Peter Müller sagt:

    Schon der erste Satz seines Ergusses verrät, dass der Schreiberling nichts, aber auch gar nichts vom SP-Papier verstanden hat. Er sollte mal den Artikel „Das Problem der Ideologen mit der SP“ in der „Tages Woche“ zu sich nehmen!
    http://www.tageswoche.ch/de/2016_52/schweiz/738076/Das-Problem-der-Ideologen-mit-der-SP.htm
    Ich kann keiner UStRIII zustimmen, solange die negativen Auswirkungen der UStRII auf die AHV nicht kompensiert werden. Bezahlen müssen werden die Steuerausfälle der einfache, wertschöpfend arbeitende Bürger mit erhöhter Einkommensteuer und Sozialabbau.

  • Herbert Anneler sagt:

    Ja, eine UStR ist absolut unumgänglich – darin bin ich mit Herrn Silberschmid einig. Aber solange die Vorlage einen Zinsabzug für sogenanntes überschüssiges Eigenkapital beinhaltet, ist sie nichts anderes als ein weiterer Schritt in Richtung amtl. bew. Kleptokratie Swiss made. Daher: Keine weiteren Millionengeschenke an die Blochers, Ebners, Freys, Matters, Martullos und Co.! Zurück mit der heutigen UStR III an den Absender – wir haben etwas Besseres verdient! PS. Die Kleptokratie ist übrigens gerade daran, sich mit der Abschaffung der Stempelsteuer weitere 2.7 Mia. CHF zuzuschanzen – zumindest die Gier ist auch ganz Rechts grenzenlos…

  • Patrick Tanner sagt:

    Ein klares NEIN zu diesem neoliberalen Blödsinn, der zu noch mehr Steuerausfällen, höheren Steuern und Gebühren für natürliche Personen sowie zu noch viel mehr Massenzuwanderung führen wird. Es ist ein Glücksfall für die Gegner, dass die „Verfassungsbrecherpartei“ FDP den Pro-Lead bei dieser Abstimmung hat.

    • Herbert Anneler sagt:

      Die FDP ist genau so sehr oder genau so wenig eine Verfassungsbrecherpartei wie die SVP und die andern Parteien. Bin nicht FDP, habe aber von diesem Verfassungsbrecher-Mist die Nase gestrichen voll.

      • Markus Ackermann sagt:

        @Anneler
        Von 1933 bis 1945 blieb die Weimarer Verfassung formal in Kraft … halt einfach „nicht vollständig umgesetzt“.
        … und was-e-li-was war das Ermächtigungsgesetz vom März 1933?
        Richtig: ein Gesetz, das vorsah, dass man die Weimarer Verfassung „nicht vollständig umsetzen“ solle

        • Herbert Anneler sagt:

          Ermächtigungsgesetz: Soweit mir bekannt ist, wurde es nicht von den Liberalen, vom Zentrum oder Links erlassen, sondern – ja, von wem wohl? – von Rechts…

          • Markus Ackermann sagt:

            Falsch, Herr Anneler. Es geht nicht um „links“ vs. „rechts“, sondern um „verfassungskonform“ oder „Verfassungsbruch“.
            -> Die Verfassung ist der Wille des ganzen CH-Souveräns, also von links UND rechts und noch vielen anderen.
            .
            Am 24. März 1933 haben ALLE im Parlament anwesenden ParlamentarierINNEN, mit Ausnahme der SPD, dem Ermächtigungsgesetz zugestimmt.
            -> 647 Parlamentssitze, davon haben 444 (=69%) zugestimmt, 94 abgelehnt (=15%).
            Quelle: Wikipedia
            .
            Bei der MEI haben bei der Schlussabstimmung FAST ALLE im Parlament anwesenden ParlamentarierINNEN, mit Ausnahme der SVP, der NICHT-Umsetzung der MEI zugestimmt oder sich der Stimme enthalten. Hätte die CVP mit Nein gestimmt und sich nicht enthalten, wäre rechnerisch mit Nein gestimmt worden.

  • janett andri sagt:

    Was der Werkplatz Schweiz braucht ist ein besserer Wechselkurs, und nicht Steuergeschenke für Briefkästen, Finanzjongleure und ausländische Steuerflüchtlinge.
    Steuersenkungen sind nicht die Antwort auf alle Probleme, vor allem da sie irgendwann nicht mehr gesenkt werden können…

    • Josef Marti sagt:

      Doch, dann kann man von Bürger und Staat verlangen dass sie noch mehr Steuern zahlen resp. den Firmen schenken damit diese nicht alle nach China und Bulgarien wegziehen.

  • Christoph Bögli sagt:

    Wenn man nicht in der Lage ist, in einem Text dieser Länge auch nur einen einzigen Satz darüber unterzubringen, was die Steuerreform denn angeblich bewirken soll und welcher Nutzen diese bringt, dann dürfte klar sein, dass es kein plausibles Argument für deren Annahme gibt. Interessant wäre es z.B. gewesen, zu erfahren, wieso die Unternehmen plötzlich mehr investieren sollten anstatt die Steuergeschenke wie bisher in Dividenden und Aktienrückkäufen verpuffen zu lassen. Aber zu solchen Punkten kommt natürlich nichts und um davon abzulenken wird die übliche plumpe Angstmacherei breit getreten. Wenn man wie ich noch unsicher war, dann dürfte die Überzeugung, mit Nein zu stimmen, nach diesem Text stark gewachsen sein..

  • P. Ralons sagt:

    Die Schweizer Elite kuscht aus Angst vor EU Repressionen bei der Umsetzung der MEI, bei der Beschneidung der PFZ, hat aber keine Angst vor EU Repressionen bei einer erneuten Reform zu Steuerdumping für Firmen?

    • Markus Ackermann sagt:

      @Ralons
      1. Lobbies „motivieren“ PolitikerINNEN, damit letztere für Konzerne Zusatzmargen generieren, die letztlich von den WählerINNEN zu bezahlen sind. In der Ökonomie heisst dies „principal-agent problem“ (siehe zB wikipedia).
      -> Man kann es auch ungetreue Geschäftsführung (hier: in einem Lobby-verseuchten Parlament) nennen
      2. Je weniger der principal zu sagen hat (also in der CH: Volk und Stände, die WählerINNEN, der CH-Souverän), desto höher sind die Zusatzmargen (m.a.W.: die Ausbeutung).
      DARUM ist der Angriff auf unsere direkte Demokratie und den Mittelstand das Ziel (die FDP nennt dies sogar: „strategisch“)
      3. Die €U dient hierbei einem „Spiel über die Bande“ zur Abschaffung unserer Demokratie zwecks Ausbeutung durch Lobbies.
      -> DIES ist ja auch der logische Kern der €U

  • hans_flick sagt:

    Der junge Mann sollte es mal mit denken versuchen, statt die Textvorlagen seiner Mutterpartei blind zu übernehmen. Alles neoliberale Plattitüden.

  • Gruiber sagt:

    Die Steuern-Vermeider Firmen sollen abhauen. Sie sind eine Ursache der ungebremsten Einwanderung und Hongkongisierung der Schweiz.

    • Lukas Mattmann sagt:

      Die Gründe der ungebremsten Einwanderung liegen bei der Baubranche und beim Gesundheits-, Asyl- und Sozialwesen. Nur dort werden neue Arbeitsplätze geschaffen – einwanderungsbedingter Teufelskreis.

  • Rene Wetter sagt:

    Und wieder droht uns ein rechtbürgerlicher Politiker mit dem Arbeitsplatzverlust wenn wir nicht kuschen und die Ustr III annehmen. Ich habe schon die Ustr ll abgrlehnt und werde auch die Ustr III ablehnen. Ich lasse micht nicht von den Lakaien der oberen 10000 hinters Licht führen. Bringt eine ausgewogene Vorlage ohne all die Goodies für die finanzkräftigen Gesellschaften.. Vermutlich werden jetzt wieder alle Medienkanäle mit Propoganda und Falschinformation geflutet damit das Volk der Vorlage zustimmt.

  • Marcello Märki sagt:

    Sogar die Jungfreisinnigen sind keine Liberalen mehr. Nur noch firmenhörige Kopfnicker. Konsequenzen bei einer Annahme:
    1. Firmen zahlen weniger Steuern
    2. das eingesparte Geld wir in Form von Dividenden und Boni ausbezahlt
    3. Kein Rappen mehr wird in Investitionen gesteckt
    4. Sparübungen wie es Luzern erlebt werden für die ganze Schweiz Tatsache
    5. Und in 5 Jahren werden die Steuern erhöht und der Mittelstand wird wieder mal bluten müssen.
    6. Die, die uns das eingebrockt haben, geben dann den Ausländern schuld und werden wieder gewählt
    7. die nächste Steuerreform kommt und mach die Firmen noch reicher

    • Hans Knecht sagt:

      Das ist scheinbar so in etwas das Programm.
      (Es tröstet mich dass ich nicht der einzige in der Schweiz bin der das so sieht).

  • Thomas Hoffmann sagt:

    Frau Herzog hat federführend für die Kantone ein sehr gutes und umsetzbares USR III-Paket ausgearbeitet. Es egalisiert die Steuerlast unter den Gesellschaften, belastet die Steuerzahler dank Lastenausgleich nicht zusätzlich und bietet den Statusgesellschaften (zahlen in BS am meisten und danach gleichviel!) trotz OECD-Vorgaben weiter attraktive Bedingungen. Das Ganze ist fundiert und sichert nachhaltig Arbeitsplätze und Steuereinnahmen in der Schweiz. Tut man nichts, ist das ein va-banque Spiel mit äusserst ungewissem Ausgang! Deshalb sind alle politisch engagierten Wähler in der Pflicht, sich ihre eigene fundierte Meinung ohne die veraltete Klassenkampf-Polemik der SP-Oberen zu bilden. Es steht sehr viel auf dem Spiel für die Schweiz; verspielen Sie diese Chance nicht!

    • sinenomine sagt:

      Die Kantone haben auch ohne die UStRIII die Möglichkeit, die Steuern der inländischen und der ausländischen Unternehmen anzugleichen. Der Kanton Neuenburg hat das auch geschafft. Die NE von den Unternehmen bezahlten Steuern sind im 2016 nur deshalb zurückgegangen, weil die Unternehmen weniger Gewinn gemacht haben.

  • Thomas Andermatt sagt:

    Dieser Beitrag ist die beste Demonstration wieso es den Klassenkampf benötigt. Wir gliedern uns dem reinen Kapitalismus ein. Wir haben aufgegeben für das Allgemeinwohl zu kämpfen. Anstatt an alle zu denken sollen wir den Unternehmen dienen damit diese nicht fliehen. Wenn Steuern das einzige sind was ein Unternehmen hier hält dann haben wir massive andere Probleme.

    Das Gedankengut des Freisinns ist töricht, es missachtet das wichtigste Gut der Wirtschaft, den Arbeiter. Wäre hier eine Reform gefordert welche endlich die Probleme der vorherigen zwei korrigiert würde die Diskussion anders aussehen. Doch leider geht es hier nicht darum sondern es wird erneut den Unternehmen goutiert.

    Die SP hat recht, der Klassenkampf ist das einzige was endlich die Lügen der Wirtschaft brechen kann.

    • Robert Zarzis sagt:

      Leider Wahr
      und wer hat den Ausdruck Klassenkampf in den letzten jahren als Erster gebraucht? Ja, der „Ober Juso“ Warren Buffet als er ca. 2010 in einem Interview sagte: Ja es ist Klassenkampf, und meine Klasse der Reichen hat diesen Klassenkampf angefangen und wie es aussieht, werden wir in auch Gewinnen!
      Wieso kann 1/10000 der Weltbevölkerung die anderen 9999/10000 Über den Tisch ziehen?
      Ganz einfach, Teile und Herrsche, sag den Ärmer werden Mittelstand und Unterschichten, dass sie wegen der ganz armen, ärmer werden.
      Aber sicher nicht das die da Oben sich hemmungslose an Ihnen Bereichern!
      Verlangen die Angestellten 2% mehr Lohn sind sie Gierig und Nimmersatt!
      Bekommt der CEO aber nicht min. 15% mehr, fühlt er in seinen Leistungen nicht Gewürdigt, Schmollt, geht zur Konkurenz

  • Pawel Silberring sagt:

    So inhaltsleer wie die ganze Werbung für diese Steuerreform („Schweiz stärken“…) kommt dieser Blog daher. Herr Silberschmidt hat es versäumt, irgendein Argument zu vertiefen. Keine Zahlen, keine Hinweise, wie etwa die Stadt Zürich 300 Mio. Einnahmeausfälle kompensieren soll. Einzig ein paar Seitenhiebe an den politischen Gegner und ein paar Gemeinplätze sind ihm eingefallen. Reicht das bei einer Milliardenvorlage?
    Eine Reform der international verpönten Privilegien ist möglich, ohne dass die Kantone und Gemeinden in Finanzdefizite gestürzt werden. Die ursprüngliche Vorlage des Bundesrates wäre wohl für viele akzeptabel gewesen. Aber dann haben die Rechten die Gelegenheit gesehen, viel für ihre Klientel zu tun und haben draufgepackt. Jetzt bleibt nur ein überzeugtes Nein.

    • Hefti sagt:

      Ganz einfach einen Drittel der unnützen Bürokraten, die sich in der Regel im Teilzeitmodus selber verwirklichen nach Hause schicken. Jede private Bürokratie wird gelegentlich durchforstet, ernsthaft. Die Stadt schafft ständig neue Stellen zur Selbstverwirklichung der Genossen.

  • Tobler sagt:

    Vielleicht sollten die Jungfreisinnigen einmal mit der FDP Finanzdirektorin von Biel diskutieren die ihnen, und all denen die diese Steuerreform wollen, erklären kann welche Auswirkungen diese Reform praktisch haben würden. Man kann nicht sparen und sparen und dann erwarten, dass die gute Infrastruktur, die gute Ausbildung der Leute usw. erhalten bleibt. Wenn das Umfeld nicht mehr stimmt, dann helfen auch tiefe Steuern nichts mehr und Unternehmen ziehen weg.

  • Frank Zuffnik sagt:

    Das Erfolgsmodell Schweiz, aber fuer wen ist das denn ein Erfolgsmodell? Fuer die Rentner etwa? Oder fuer den Bueezer? Also mir kommen da so ganz spontan einige Gesellschaftsteile in den Sinn, an denen das Erfolgsmodell ohne Wimpernzucken bisher noch immer vorbeigegangen ist. Gut, daran sind die in der Regel auch selber schuld, warum stimmen denn die auch immer fuer die Reichen und Konzerne. So eine Steuerreform fuer den Mittelstand, das waer doch mal was. Aber sowas hat ja keiner im Sinn. Die Volksvertreter schon gar nicht.

    • Chris sagt:

      Natürlich nicht, der Mittelstand kann es sich ja nicht leisten einfach in ein steuergünstiges Land wegzuziehen, also ist er der FDP auch herzlich egal 😉

  • Josef Marti sagt:

    Bis jetzt hat noch niemand erklären können weshalb Unternehmen wegziehen sollten wenn die kantonalen Privilegien erhalten bleiben. Nachdem wir schon 100 Jahre wegen dem Bankgeheimnis auf einer schwarzen Liste waren ist das erst recht nicht nachzuvollziehen.
    Fakt ist, dass die Gemeinden die Steuerfüsse massiv anheben werden; das zahlt der Otto Normalverbrauer und die KMU, welche ihre Steuersatzreduktion gleich wieder abliefern können.

  • Monique Schweizer sagt:

    Tja Herr Silberschmidt: Wenn Ihr Parteikollege und damaliger BR Merz bei der USTII nicht so dermassen grobfahrlässig geschlampt hätte und die Zahlen seines Chefbeamten Ursprung nochmals besser plausibilisiert hätte (zumindest grob hätte man das in wenigen Stunden geschafft), dann hätte er merken müssen, dass da einiges mit den Grössenverhältnissen nicht stimmen kann und die Steuerausfälle doch einiges höher werden als dem Parlament vorgegaukelt.
    Oder war das etwa gar absichtlich??
    .
    Sie können sich bei Herrn BR Merz bedanken, dass Sie jetzt so zittern müssen, denn wenn eine unheilige Wählerallianz aus SP/Grüne und SVP dagegen ist, dann könnte es sehr knapp werden mit der USTIII!

  • Sacha Maier sagt:

    Das Ziel besteht darin, dass sich unser gnädige, herrschende Sysrtemgeldadel seine Vermögen jedes Jahr verdoppeln kann – statt wie bis jetzt nur alle zehn Jahre. Die USR-III wird dieses Ziel in greifbare Nähe rücken. Und ich bin überzeugt, das CH-Volk wird die Vorlage wieder mit überwältigender Mehrheit annehmen. Sollte es das im unwahrscheinlichen, aber gleichwohl möglichen Fall nicht machen – weil etwa die Arbeitsplatzkeule zu wenig lang herumgezeigt wurde, dann ist noch nichts verloren. Dann setzen die Politiker die Vorlage auf Anweisung unserer Lobbykativen auch ohne Volkes Segen in Kraft. So läuft das eben mit der direkten Demokratie in moderner, neofeudalistischer Semantik: Der Lobbysist sagt seinem Politiker auf direktem Wege, was dieser zu tun hat. Das Volk hat leider keine Lobby.

  • Markus Schneider sagt:

    Das ist schön, dass die Jungfreisinnige Schweiz mit ihren drei Nationalräten „Ja zur Steuerreform am 12. Februar“ sagt. Das hätte ich von denen ja nie erwartet. Überraschender wäre für mich gewesen, wenn diese Jungfreisinnigen Nein zu einer Verwässerung des Abstimmungsergebnisses vom 9. Februar 2014 gesagt hätten, nur habe ich davon nichts vernommen. Der Ansicht dieser jungen Herrschaften nach hat das wohl mit „gesicherten Arbeitsplätzen“ und einem „florierenden Werkplatz“ nichts zu tun. Solche Gedankengänge sind mir leider zu jung oder zu frei oder zu eigensinnig, weswegen ich von einer Beachtung solcher Empfehlungen doch lieber absehen werde. Schon 1992 hat man behauptet, man müsse „wegen der Jungen“ in den EWR / die EU. Grösserer Käse ist selten erzählt worden.

  • Werner Graf sagt:

    Es ist erscheckend und leider so stereotyp, wenn junge wirtschaftsliberal gehingewaschene Menschen nur eine Zukunft sehen wollen. Nämlich die der fortgesetzten Begünstigung von Steuerhinterziehungskonstrukten. Um genau dies handelt es sich bei der USR3. Wenn die USR3 angenommen wird, beginnt der der Countdown für den Weg auf graue und schwarze Listen erneut zu ticken und wie üblich werden die Bewohner dieses Landes den Schaden tragen müssen, wie dies bei Überweisungen schon heute zunehmend der Fall ist, wenn die Bank Angst vor den USA oder der OECD hat.

  • Daniel Jung sagt:

    Für Start-ups und KMU würd ich sofort stimmen. Wenn denn klar wäre, dass diese Steuerreform diesen wirklich zugute kommt. An den „mobilen“ Grosskonzernen sollten wir uns nicht orientieren. Wer nur über den Preis verkauft, hat verloren. Es gilt, Werte zu verkaufen, das sollten Sie wissen als Wirtschaftsmann, Herr Silberschmidt.
    Ergo sollten Mittel verfügbar sein für Bildung erstens mal. Für Infrastruktur, für Lebensqualität auch. Da trägt der Staat ein wesentliches bei. Wenn er kann. Kann er das noch, mit der neuerlichen Reform?

  • Hans Knecht sagt:

    „Alle Leute in der Schweiz, die Arbeitsplätze schaffen und Wohlstand erarbeiten, sollen seitens der Politik Vertrauen erfahren.“
    Arbeitsplätze für wen? Und Wohlstand für wen? Wir haben mMn mittlerweile mancherorts die paradoxe Situation wie in der USA dass Arbeitsplätze und Wohlstand für internationale Manager geschaffen wurden und die einheimischen Indianer von diesem in der eigenen Heimat zu einem Hungerlohn fremdbesimmt werden. Das ist soziologisch eine äussert gefährliche Situation.
    .
    Des weiteren ist der tiefe Steuersatz mMn eine Beleidigugn für jeden einfacher Buezer der mit seinem Einkommen Gemeinde-, Staats- und Bundessteuern und dann beim wieder ausgeben nochmals die MWSt zahlt. Da gründet man besser eine Ich-AG und lebt auf deren Kosten. Das käme günstiger.

  • Thomas Rettenmund (67-jährig) sagt:

    Lieber junger Freisinniger. Freisinn und Jugend ist noch kein Garant für Richtigkeit. Es gibt „mobile Unternehmen“ keine Frage. Aber sooo mobil sind die nie. Denn speziell in der Dienstleistung sind die nur von Menschen abhängig. Und die verlassen die CH nicht so einfach und massenweise. Die Industrieunternehmen sind äusserst wettbewerbsfähig, ebenso die Pharma. Also brauchen wir ein stakres Innovationsklima und nicht primär ein noch besseres Steuerklima, denn dieses ist immer noch längsten sehr vorteilhaft. Liebe Jugend: arbeitet, lernt, denkt positiv und übernehmt auch mal Risiken usw. Dann habe ich für den Standort Schweiz keine Sorgen.

  • Frei sagt:

    Seid der Unternehmenssteuerreform 2werden einkünfte aus Dividenden nur noch stark reduziert besteuert. Dies mit der Begeründunmg der Doppelbesteuerung. Wenn nun die Unternehmenssteuern stark reduziert werden mindert sicch diese Doppelbesteuerung. Somit müssten Dividenden der Logik nach wieder höher besteuert serden. Dies wutde von den Räten abgelehnt, desshalb lehne ich aus die Ust 3 wegen der fehlenden Steuergerechtigkeit ab. Steuergerechtigkeit ist sehr wichtig!

    • Josef Marti sagt:

      Dieses Argument der Doppelbesteuerung ist ohnehin nicht stichhaltig. Man hat ganz klar den selbständigerwerbenden Unternehmer, der persönlich mit seinem ganzen privaten Vermögen haftet diskriminiert. Die Wohltat dass der Grossaktionär nicht persönlich mit seinem ganzen Privatvermögen haftet wenn die Bude pleite geht wurde ja genau deshalb mit der Doppelbesteuerung von Gewinnen und Dividenden zweier zivilrechtlicher Rechtssubjekte erkauft.
      Das Ziel der Bürgerlichen ist übrigens ganz klar: Steuerbefreiung aller leistungslosen Besitzeinkünfte (Zins, Bodenrente, Dividenden) und Belastung nur noch von Lohn und Konsum. Von realisierten Umbewertungsgewinnen rede ich dabei schon gar nicht.

    • Josef Marti sagt:

      Dabei darf auch nicht vergessen werden dass mit der USt II resp. der privilegierten Dividendenbesteuerung eine massive Schädigung der AHV beschlossen wurde, weil der Unternehmer sich logischerweise anstatt Lohn lieber AHV freie Dividende auszahlt.

  • Maier Tom sagt:

    100% Angstmache, 0% Facts. Und jetzt sollen wir Eurem Steuergeschenk auch noch zustimmen? Als Kleinunternehmer: NEIN.

  • Wolfgang Erschwil sagt:

    Wenn es nach Herrn Silberschmidt geht,ist er erst zufrieden, wenn wir 80 Millionen Einwohner haben und jede Firma, dank seinen Gedanken maximal 0,01 % Steuern bezahlt. Den Normalbürger und Mittelstand wird es nicht mehr geben, denn für die hat es hier dann keinen Platz mehr.

    Darum NEIN

  • Pius Emmenegger sagt:

    Der Beitrag ist etwas dürftig recherchiert… von einem TA hätte ich mehr Tiefgang erwartet. Wieso müssen wir überhaupt über eine Reform sprechen? In den letzten Jahren sind die Steuereinnahmen von Unternehmen wesentlich stärker gewachsen als diejenigen der nat.Personen. Indirekt hat also die letzte Reform gefruchtet. Ihr seht, ich habe mir noch keine Objektive Meinung bilden können, auch nach diesem Artikel nicht!

  • Marius Hindelbank sagt:

    Dass ich nicht lache! Herr Silberschmidt wirft anderen Ideologiekampf vor…. aber was ist das, was er hier ausformuliert? Das ist Ideologie in Reinform. Und erst noch schlecht mit irgendwelchen Zahlen und Fakten belegt. Tja, so geht das mit der Ideologie, hm? 🙂

  • Alex Vorburger sagt:

    Nicht ganz nebenbei:
    Warum findet man Herrn Silberschmidts faktenarmes Parteipropaganda-Echo, genannt Politblog-Beitrag zur USR3, nicht auf der Tablet-Version des Tages-Anzeigers unter der Rubrik „Blogs“?
    Und warum verschwand er so überdurchschnittlich schnell von dessen Front? Und das nach nur 17 – allerdings deutlich anlehnenden – Kommentaren…

  • Alex Vorburger sagt:

    Nicht ganz nebenbei:
    Warum findet man Herrn Silberschmidts faktenarmes Parteipropaganda-Echo, genannt Politblog-Beitrag zur USR3, nicht auf der Tablet-Version des Tages-Anzeigers unter der Rubrik „Blogs“?
    Und warum verschwand er so überdurchschnittlich schnell von dessen Front? Und das nach nur 17 – allerdings deutlich ablehnenden – Kommentaren…

  • mario sagt:

    Keine U III = weniger Landverbrauch, weniger Einwanderung.
    Weniger Steuern pro normal Verbraucher, weniger FDP!
    U III = Sparen auf dem Buckel des Mittelstandes.

  • Georg sagt:

    Die Schweiz exportiert per capita mehr als jedes andere Land inkl. Deutschland.Die Industrialisierung der Schweiz ist die höchste der Welt.Theresa May sagte sie werde die Steuern in England konkurrenzfähig tief ansetzen also tiefer als Irland, Holland, Luxbg.Schweiz.Den Unternehmern hier und den neuen, die man auch noch anziehen will, dürfen wir keine weiteren Privilegien zu kommen lassen.Wir haben zuviele Unternehmen hier und eine Million Ausländer auch.Weniger ist mehr.Der ganze Stress muss abgebaut werden, weniger Verkehr ist mehr für uns Schweizer.Wir sind das Traumland der europ. Arbeitslosen und derjenigen aus 190 Ländern.

  • chlöägfe auf sagt:

    Eine Streuerentlastung der Unternehmen darf es nur geben wenn GLEICHZEITIG Steuern und Abgaben für den unselbständig Beschäftigten gesenkt werden.Ab sofort, 25-40% weniger KV Prämie, ab sofort 50% Senkung der SRG Gebühren, ab sofort Reduktion auf Null. der Zuschläge auf Energie für die sog. neuen Energien, 20-30% Reduktion der direkten Steuern (Bundes-), Reduktion um 20-40% der Beamtenschaft, Ausschaffung allerAusländer aus den Gefängnissen mit Einreiseverbot auf Ewig, Ausweisung, Rückschaffung aller Asylanten, die über ein sicheres Drittland eingeschlichen sind., also 99%.Ueber die Grenze, über die sie hereingekommen sind, also It. Fr.D,Liechtrenstein, Oesaterreich.

  • Jens Fischer sagt:

    Ja, es braucht eine UST-Reform. Aber SO NICHT!
    Erstmal müssen die Fehler der UST II (Bundesgerichtlich anerkannt, aber trotzdem nicht korrigiert), behoben werden.
    Und dann muss eine AUSGEWOGENE UST III gemacht werden – nicht eine von rechtsbürgerlichen Seite einseitig Vorlage (die sowieso nur die Grosskonzerne und die Milliardäre bevorzugt).
    Sondern eine UST III Vorlage, die nach altem gutschweizerischem Kompromiss (so aus den 80er Jahren), die ALLE Bedürfnisse berücksichtigt – auch die der Armen, der Normalos, des Mittelstandes, der KMU, nicht nur der Millardäre und der Grosskonzerne. Und dann reden wir wieder über eine UST III – vorher nicht.

  • Jan Holler sagt:

    BR Hans-Rudolf Merz hat die Bevölkerung nachweislich angelogen im Zusammenhang mit der UStR II. Sogar das Bundesgericht hat den Schwindel bestätigt, die Bevölkerung sei vor der Abstimmung getäuscht worden. Statt, wie Merz behauptet, die KMUs würden profitieren, haben die Grosskonzerne und reichen Investoren profitiert. Auch da hatten die Bürgerlichen sozusagen in letzter Minute eine Rückwirkungsklausel in die Vorlage eingebaut, die es erlaubt hat, etliche Hundert Milliarden steuerfrei zu beziehen (bis 2012 900 Mrd).
    Und heute? Heute wird wieder gelogen, denn in letzter Minute haben die Bürgerlichen aus einer eher ausgewogenen Vorlage eine Steuersenkungsvorlage zugunsten der Reichen gemacht.
    Aber das verschweigt der adrette Junfreisinnige. Sein Text ist nur Propaganda.

  • koch ra sagt:

    Die SP hat lange schon nichts mit Arbeiterschaft am Hut. Letzterer Nachkommen sehnen sich eher nach Identitärem. Heutiger SP-Nachwuchs stammt zu einem hohen Prozentsatz aus gebildeten Schichten. Von Mangel keine Spur. Auch sind diese Sphären am wenigsten von Arbeitslosigkeit betroffen. Eher wenn, dann werden bürgerliche Rückstände ersetzt. Genau hier liegt die Schere, die zukünftige Politik scheitern lässt. Gute Bildung, das wollen alle. Auch der Letzte im Weisstannental. Leider sieht er den Express allerhöchstens noch im Tal durchfahren. Käme das Lohnniveau aber auf einen europäischen Schnitt gesenkt, wären massig Gelder frei, die nicht nurmehr Randregionen puschen täten; sogar ältere auch Ü50er hätten Möglichkeiten im Bereich notwendiger Neuqualifizierungen. Die Stimme macht den Markt…

    • Josef Marti sagt:

      Auch wenn ich Ihren allgemeinen Anfall von leichter Verwirrung nur ungern unterbreche; das Lohnniveau lässt sich nicht dauerhaft vom Preisniveau entkoppeln.

  • koch ra sagt:

    Weshalb soll man adretten Krawattenkitteln mehr Respekt zollen, als dem eh schon geknechteten Geschundenen, für den sich kaum etwas ändern wird? Bedingt nicht viel eher, dass der Markt sich dem Menschen anpasst, als umgekehrt? An sich bestimmt der Wähler vollziehend das Zünglein an der Waage. Doch scheints, bleibt er leider zu businessgläubig (so lässt er sich ausnutzen)!

  • R. Todd sagt:

    Nein Danke zur Erhöhung der Dividendenbesteuerung auf grossen Beteiligungen, durch die USR III werden die Gewerbeinhaber wieder stärker steuerlich belastet.
    Banken, Versicherungen und Konzerne mit hohem überschüssigem Kapital werden von dieser USR III die grossen Profiteure sein, da diese durch die zinsbereinigten Gewinnsteuer viel weniger Steuern bezahlen.
    Die Grossunternehem -mit ihren Einflüsterern- werden die Kant. Parlamentarier entsprechen bearbeiten damit die zinsbereinigte Gewinnsteuer in dem entsprechenden Kanton einführt wird und dadurch eine mindest Besteuerung von 60 % bezüg. Dividenden von gr. Beteiligungen zuerfolgen hat.

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