Realität statt Träumerei!

«Energie-Sackgasse 2050 Nein»: SVP-Referendum zum Energiegesetz (19. Januar 2017). (Bild: Keystone)

Wenn man jung ist, darf man noch Träume haben. Man soll sogar Visionen haben dürfen, die sich nicht gleich verwirklichen lassen können. Mit solchen Worten wurde einem stets Mut gemacht, wenn man etwas in Angriff genommen hat, das wohl zum Scheitern verurteilt worden war. Mit dem Energiegesetz lebt es sich ähnlich: Man träumt, hofft und hat Visionen – und schreibt alles in einem Gesetz nieder, das so für die Zukunft nichts taugt.

Vor allem für Träumer und Visionäre lohnt es sich, ihre Pläne einem Realitätscheck zu unterziehen. Denn nur mit ein wenig mehr Sonne und Wind lässt sich nicht ein Drittel der Schweizer Energieproduktion ersetzen. Das Energiegesetz baut auf dem technologischen Stand von heute auf und orientiert sich an diesem über die nächsten 30 Jahre bis ins Jahr 2050. Eine solche Planwirtschaft verhindert Chancen für uns Junge und hinterlässt uns womöglich massive Mehrkosten, Verbote und Regulierungen.

Vorschriften und Subventionen hemmen die Innovation

Wir sind uns wohl alle einig, dass die Schweizer Kernkraftwerke ein Ablaufdatum haben und ein Neubau eines solchen ohne grossen technologischen Fortschritt nicht realisierbar ist. Dennoch, oder gerade deswegen, braucht es eine Strategie, die nicht einfach bestehende Stromerzeuger wie Sonne und Wind massiv subventioniert, sondern anpassungsfähig ist und dem Markt Platz lässt. Subventionen haben ihren Preis, und diesen werden viele Mieter in der Schweiz schnell zu spüren bekommen. Das sind Kosten, die gerade wir Jungen zu spüren bekommen, die in einer Mietwohnung leben. Diese Subventionsstrategie ist somit völlig kostenintransparent und bringt keine echte Wertschöpfung. Innovation entsteht durch Forschung und Entwicklung, nicht durch Vorschriften und Subventionen.

Mehr Markt in der Energielandschaft würde auch die Zukunftsaussichten von uns Jungen verbessern. Es würde in die Technologien investiert werden, welche in Zukunft am nachhaltigsten und günstigsten Energie produzieren würden. Wirtschaftliche Grundsätze wären dann die Grundlage für unsere energetische Zukunft und nicht politische Träumerei. Das heutige Energiegesetz schenkt der technologischen Entwicklung kein Vertrauen. Es würde zu einer Importstrategie verkommen, wenn im Winter das Wetter schlecht ist. Ist das sinnvoll?

Zurück in die 60er-Jahre!

«Nein zum Energiegesetz» (Bild: Keystone)

Was uns Jungen noch mehr Sorgen bereiten sollte, ist, dass der Staat uns vorschreiben will, wofür wir wie viel Energie zu verbrauchen haben. Selbstverständlich können auch wir bewusst Energie brauchen, und zwar ohne Zwang. Es ist aber ein Armutszeugnis für die liberale Schweiz, wenn die Politik den Bürgern vorschreibt, wie viel Energie sie verbrauchen dürfen. In Zukunft heisst es wohl: zurück in die 60er-Jahre! Das neue Gesetz gibt dem Bund über 80 neue Aufgaben, die letztlich den Konsumenten einschränken können. Es ist der falsche Weg, wenn die Generation, die in Freiheit und Verantwortung aufwachsen und leben durfte, meiner Generation nun vorschreibt, wie wir unser Leben zu gestalten haben.

Ein Energiegesetz, welches weder eine Lösung zur Reduktion des Gebrauchs von fossilen Energien noch Versorgungssicherheit mit sich bringt, aber mehr Kosten und Verbote für alle, kann getrost abgelehnt werden. Ein Nein gibt uns allen die Chance, ohne Zeitdruck und mit Einbezug der Wissenschaft ein neues Gesetz zu erarbeiten, das sich auf ökonomische Grundsätze stützt und so mehr Chancen als Kosten bietet.

174 Kommentare zu «Realität statt Träumerei!»

  • Martin sagt:

    Sehr geehrter Herr Silberschmidt. Leider ist jetzt die Generation der Alt-68-er am Ruder. Das waren Hippies in ihrer Jugend, die gegen Vietnam demonstrierten und den ganzen Tag nur Drogen konsumierten und ihre Spiritualität und Horizonterweiterung im Sinn hatten. Das zeigt sich nun in der Politik. Profitierte diese Generation vom Sieg über den Kommunismus und gehört heute zu den reichsten der reichen, brilliert sie heute mit „Nächstenliebe“ in Form von Massenimporten von Menschen aus Übersee und von „Natur Geschwafel“, Nacktwanderungen usw.. Kurz: Eine Generation zum Wegwerfen. Das neue Energiegesetz ist somit ein Auswuchs dieser Generation, wie der Vietnamkrieg ein Auswuchs des kalten Krieges war. Aber vielleicht hat es doch noch ein paar schlaue dabei.

    • Paul sagt:

      Lieber Martin, jeder, der 1968 älter war als 16, ist heute pensioniert. Einfach mal rechnen, bevor man irgend einen Schwachsinn rauslässt. Und ja, auch ich weiss, dass es ein paar Politiker über 65 gibt, aber 1) sind das nur wenige und 2) vor allem Bürgerliche…

      • Martin sagt:

        @Paul: Aber den Schaden haben diese Leute schon angerichtet! Massiv hohe KK-Prämien, massive Zuwanderung, aufgeblähter Sozialstaat usw. Wir kriegen jetzt die Quittung und müssen nicht so weiter machen! Wir sollten endlich einmal anfangen, über die wirklich wichtigen Dinge nachzudenken! Die Weichen für die Zukunft richtig zu stellen und nicht mit so was altbachenem wie Windräder kommen! Die Zukunft gehört Thorium oder Tritiumreaktoren. Aber das wissen unsere Politiker eben nicht, weil sie sich nicht informieren, bevor sie irgendwas beschliessen! Wenn Du mich jetzt an einer falschen Berechnung einer Generation aufhängen willst, bitte, aber immerhin weiss ich, wie ein Stromnetz funktioniert. Das wissen Linke und Grüne nicht!

    • Daniel Slamanig sagt:

      Haben Sie auch wirklich nichts vergessen, um eine Generation zu beschreiben? Wie kommen Sie nur durch’s Leben mit solch pauschalen Rumdumschlägen?

      • werner boss sagt:

        Es ist zu befürchten ,dass es leider noch viele dieser Martins gibt. Das ist nun das Resultat aus der Verhätschlung der Jugend, welche sich dank den “ alt 68 ern“ alles leisten kann.

        • Martin sagt:

          @boss: Sagt einer, der wahrscheinlich nie einen Finger krumm gemacht hat und sich jetzt wahnsinnig toll vorkommt, weil er einen Haufen Geld hat. Alles leisten, dank den alt 68-igern? Die haben bloss alles verteuert, uns Masseneinwanderungen gebracht, das gesamte Rechtssystem auf den Kopf gestellt und sich in ihrer Selbstzufriedenheit gebadet. Gehören wohl auch dazu Herr boss?

      • Martin sagt:

        @Slamanig: Es gibt auch die Bezeichnung Generation x, y, z. Keine Ahnung was es bedeutet, aber es gibt für viele Generationen Bezeichnungen. Generation „Babyboomer“ usw. Diese „Rundumschläge“ gibt es überall! Es gab die Hippies, die Pop-Kultur, Hip hop, Elektro usw. In der Kunst gibt es diese Bezeichnungen auch, genau so, wie in der Literatur, Architektur, Mode usw.. Einfach mal informieren.

    • Kurt Leutenegger sagt:

      Lieber Martin, du hast dich verrechnet, es sind nicht die 68er sondern die Generation danach die durch den wirtschaftlichen Aufschwung von 1970-1990 die Härte des Lebens nicht mehr kennenlernten und alles in den Hintern geschobt bekamen. Diese Generation veränderte auch die politische Landschaft. Grüne und SP Wähler sind nicht mehr die Arbeiter sondern es wechselte in die Gutverdienenden der Lehrerschaft, Gesundheitswesen, staatsgeschützten Berufen und der etablierte Journalismus.
      Also Wähler und dadurch auch Politiker die wohl einseitig gut gebildete und wortgewandt sind, aber von der Realität der Technik und Mathematik keine Ahnung haben.
      Die Enkel/Urenkel dieser Generation wird wieder aus Blechtöpfen essen lernen.

      • Martin sagt:

        @Leutenegger: Vielleicht haben Sie recht. Aber das Gedankengut schwirrt immer noch umher! Ich hatte Lehrer in Basel in der Schule, die keinen Hehl aus ihrer Anti-Militärhaltung gemacht haben usw. Das wird wohl von Generation zu Generation weitergegeben. Das Problem ist, dass wir Politiker haben, die keine Ahnung haben. Wie sonst ist es möglich, dass Bitcoin in einigen Orten akzeptiert wird, obwohl es gegen das Gesetz verstösst? Windenergie: Diese Energie ist wohl seit 1900 bekannt. Wenn sie so gut wäre, wieso wurde sie bis heute kaum gefördert? Wieso fragen die Politiker nicht an der ETH oder sonstigen Spezialisten nach? Nicht alles, was aus Deutschland kommt, ist auch super.

    • Christoph Bögli sagt:

      @Martin: Aha, Albert Rösti (SVP, Jahrgang 67) und Petra Gössi (FDP, Jahrgang 76) sind also Alt-68er-Hippies? Denn das sind die Parteipräsidenten der bürgerlichen Mehrheitsfraktion, die momentan „am Ruder“ ist. Oder meinten Sie eher die Exekutive, also UVEK-Chefin Doris Leuthard (CVP, Jahrgang 63) oder Wirtschafts-BR Johann Schneider-Ammann (FDP, Jahrgang 52)? Ja das waren alles bestimmt ganz wilde Hippies, das haben Sie völlig richtig erkannt..

    • A. Müller sagt:

      Es sind wohl eher jene, die bei den 1980er Unruhen dabei waren. Sie sitzen jetzt in den Redaktionsstuben oder auf Richterstühlen und machen einen auf Gesinnungspresse bzw. Gesinnungspolitik.

  • Manfred sagt:

    Eine Strategie gesetzlich festzulegen bringt Probleme mit sich. Ihr Artikel liest sich aber wie ein Ultrakondensat freisinnigen Denkens, und dieses ist der Lösung der real anstehenden Probleme eher hinderlich. Der Markt wird’s nicht regeln, weil Innovation in diesem Gebiet profitorientiert ist: gemacht wird’s nur, wenn man ordentlich verdienen kann. In diese Strukturen habe ich mein Vertrauen längst verloren.
    Öffnen Sie Ihre Augen und schauen Sie sich um. Die globale Erwärmung entzieht vielen Menschen die Lebensgrundlage (bei unicef.ch nachschauen kann helfen).
    Auch die Energiestrategie 2050 kann diese Probleme nicht lösen. Das einzige, was wir im Moment wirklich tun können ist darüber nachzudenken, wie wir unseren Konsum bremsen können. Der Markt wird uns dabei nicht helfen.

    • A Luethi sagt:

      Ich stimme mit Ihnen überein, dass wir in einer freien Gesellschaft nur über unser Verhalten etwas ändern können. Wenn Sie und viele andere Menschen ihr Verhalten ändern, dann wird das aber gerade dank dem Markt etwas bewirken. Wenn weniger Energie nachgefragt wird, wird auch weniger Energie produziert. Niemand kann auf die Länge etwas produzieren, das keiner braucht oder will. Dann macht er nämlich Verlust und geht bankrott und das Gut wird nicht mehr produziert. Sie stimmen also täglich mit ihrem Konsumverhalten darüber ab, was produziert wird und was nicht. Je mehr Menschen sich dessen voll bewusst sind, umso besser. Der freie Markt ist so schlecht nicht…

      • Christoph Bögli sagt:

        Das Problem ist nur, dass unser Verhalten genau so wirtschaftlichen Zwängen unterliegt, die auch auf individueller Ebene zu einer Nutzen-Optimierung führen. Was halt bedeutet, dass wenn Energie billig ist, mehr davon genutzt wird. Das eigene Verhalten kann daran wie am regulatorischen Gesamtumfeld des Marktes höchstens sehr marginal etwas ändern. Das „tragedy of the commons“-Prinzip bzw. die spieltheoretischen Erklärungen dazu sollten jedem mit etwas Wirtschaftskompetenz eigentlich bekannt sein, weshalb dieser Verweis auf Freiwilligkeit nur ein billiges Propaganda-Feigenblatt der Wirtschaft ist. Das funktioniert halt schlicht nicht, insbesondere da zahlreiche Externalitäten nicht von den Verursachern bezahlt und der Markt deshalb eh dysfunktional ist.

      • Annik Grossenbacher sagt:

        Leider ist auch das eine Träumerei. Denn wenn ich so in mein Umfeld horche, dass eher grün ist, dann wird wahnsinnig viel geredet was man alles machen muss für den Klimaschutz. Machen tut es dann aber schlussendlich keiner. In der Theorie also würde das Einschränken des Konsums den Markt steuern – korrekt. Aber ohne Gesetze und Verbote wird leider niemand den Finger raus nehmen und tatsächlich seinen Konsum nachhaltig einschränken. Mit eine bisschen Bike to Work, Bio einkaufen und ähnlichen Aktionen ist es leider bei Weitem nicht getan!!!

        • Christoph Bögli sagt:

          Das ist so. Aber genau deshalb spinnen die Wirtschaftslobbyisten auch so vehement das Märchen vom mündigen Verbraucher, der alles ganz alleine in der Hand hat. Klingt natürlich gut weil sich da jede Menge Freiheitsgeschwafel einweben lässt und schmeichelt auch dem ach so selbst bestimmten Individuum, bedeutet aber in der Realität eben, dass genau nichts passiert weil der Konsument weder fähig noch gewillt ist, von sich aus wirkliche Veränderung zu bewirken.

          • Röschu sagt:

            @Christoph Bögli
            Doch, doch, der Verbraucher entscheidet schon durch sein Verhalten. Im Grunde genommen ist seine Entscheidung dann halt oftmals einfach die, dass er nichts ändert.

    • Martin sagt:

      @Manfred: Wenn die globale Erwärmung wirklich auf den CO2 Ausstoss zurück zu führen ist, dann sollte man primär einmal daran interessiert sein, die Kohlekraftwerke abzubauen und nicht die AKWs. Wir haben aber keine Kohlekraftwerke in der Schweiz. Wir sollen für teures Geld etwas bauen, das rein gar nichts bringt, während China, Deutschland, die USA und viele andere Länder munter tonnenweise Kohle verbrennen, um Strom zu erzeugen? Wir, die 8 Mio. Schweiz, sollen die globale Erwärmung aufhalten? Das ist doch wohl ein Witz! Wir haben in der gesamten Schweiz so viele Autos, wie die USA in einer Stadt!

  • Peter Hirsch sagt:

    In der Tat enthält das neue Energiegesetz fast 80 Artikel. Sie sind voller Vorschriften, Verbote und Regulierungen. Und in der Tat darf man sich fragen: Ist ein solches Werk zukunftstauglich? Ist ein solches Werk liberal? Fördert es die richtigen Innovationen, wenn es einfach die heute bekannten Technologien entweder subventioniert oder dann verbietet? Ein offenes, liberales Land wie die Schweiz hat wahrlich ein besseres Energiegesetz verdient. Nicht eine Planwirtschaft, ausgelegt auf die nächsten 33 Jahre. Es liegt in der Natur der Sache, dass Zwang keine guten Resultate zu Tage fördert. Eine Strategie, basierend auf Wünschen, über den Zeithorizont einer Generation, ist keine Strategie, sondern eine Vision. Darauf sollte die Gesellschaft nicht verpflichtet werden. NEIN zum Energiegesetz!

    • Sandro Beer sagt:

      Herr Hirsch, könne sie mir ausser dem Neubauverbot von AKW noch ein einziges anderes Verbot nennen? Die Energiestrategie setzt vor allem Richtwerte fest und legt den Grundstein für eine fortschrittliche und innovative Energiezukunft der Schweiz. Wenn für sie schon einige Richtwerte und zeitlich-begrenzte Subventionen (genau dafür sollten sie eigentlich da sein, um Marktverzerrungen wie z.B. übersubventionierte AKW und fossile Brennstoffe zu auszugleichen) Planwirtschaft ist, dann gute Nacht… Also ich werde auf alle Fälle JA stimmen, denn ein Nein hilft niemandem weiter, erhöht die Unsicherheiten am Enerigemarkt zusätzlich und sorgt dafür, dass wir beim Wegfall der anfälligen AKW noch viel mehr Dreckstrom importieren müssen!

      • Peter Hirsch sagt:

        Die Richtwerte führen auf direktem Weg zu den Verboten und Vorschriften. Oder wie sollen 43% Energie eingespart werden, ohne Verbrauchsvorschriften? Das revidierte EnG umfasst 77 Artikel in 14 Kapiteln gegenüber heute 30 Artikel. In der Vernehmlassung befinden sich
        9 Verordnungsentwürfe. Dabei behandeln 4 Verordnungen auf 114 Seiten
        das Energiegesetz. Sorry: Das ist eine veritable Flut. Dann: Innovation geht anders. Mit den Subventionen wird nur da investiert wo eine staatliche Rendite winkt. Zeitlich-begrenzte Subventionen, das lehrt die Geschichte, gibt es nicht. Ich werde auf alle Fälle NEIN stimmen. Denn ein Ja füllt nur die Taschen einiger auf Kosten aller, ohne dass die Versorgung gesichert ist und alles teurer wird.

        • Dani Heusser sagt:

          Grüezi Herr Hirsch
          Kühlschrank -62,5%, Geschirrspüler -50%, Waschmaschine -45,7%, Tumbler – 60%, Umwälzpumpe – 76,7%, Lampen -90%. Das sind die Energieeinsparungen seit 1990 bei diesen Geräten. Das heisst Energieeffizienz und ist das Gegenteil von eiskalter Dusche. Das grosse Potential liegt bei der Sonnenergie und beim Stromsparen. Unklar für mich was die SVP in den letzten Jahre für ein nachhaltige Energieversorgung geleistet hat. Ausser zu Träumen, dass es mit den AKW’s schon noch irgendwie gut kommt.

          • Peter Hirsch sagt:

            Ich bin kein SVPler. Sondern überzeugter Liberaler. Und mir geht es auf den Geist, wenn links-grüne Ideologen diktieren möchten, wie ich zu leben habe. Ihre Aufzählung ist beeindruckend. In unserem Haushalt sind dazugekommen: drei iPhones (ein iPhone benötigt mit der Serverleistung im Hintergrund mehr Strom als ein Kühlschrank!!), zwei Notebooks, zwei Tablets, ein zweiter Kühlschrank, ein Kindle, ein Rasenmähroboter, zwei Zug-GA, ein Tesla, ein Laubbläser, eine Alarmanlage, usw. (nicht abschliessend!!). Digitalisierung, Automatisierung und höherer Lebensstandard benötigen Energie. Ihr seid ideologisch so verblendet, dass ihr nicht einmal merkt, das Dekarbonisierung und gleichzeitiges Stromsparen ein Zielkonflikt darstellt.

          • Matthias sagt:

            @Hirsch: Wenn Ihr iPhone mehr als ein Kühlschrank braucht, dann würde ich es dringend in Reparatur geben. Und die Serverleistung einfach so dazu zu zählen ist wohl nicht gerechtfertigt. Zitat Apple: „100 percent of the electricity we use to power our data centers, and 96 percent used by our facilities worldwide, comes from energy sources like solar, hydro, and wind power. So every time you send an iMessage, it’s powered by renewable energy.“ Bei anderen grossen Internet-Firmen (Google, Amazon etc.) sieht es übrigens ähnlich aus. Warum immer so pessimistisch? Es passiert etwas und es funktioniert. Wir Schweizer sollten einfach unseren Beitrag dazu leisten und uns technologisch nicht abhängen lassen. Willkommen in der modernen Welt von heute! 😉

          • Kurt Leutenegger sagt:

            Herr Heusser, das von Ihnen Aufgezählte hat die Industrie hervorgebracht ohne Links/Grünes zutun, sondern um gegen der Konkurrenz im Vorteil zu sein und damit Arbeitsplätze zu erhalten und Geld zu verdienen. Also braucht es kein Gesetz dazu.
            Solarzellen habe 1 mal an Euch geglaubt.
            – Winter wenn man warm duschen möchte Leistung 0-30 Grad
            – Sommer wenn kalt duschen = 85 Grad. 15’000 Fr. Fehlinvestition.
            Das Gleiche mit der Fotovoltarik. Im Sommer zu viel / im Winter bei grösstem Energiebedarf praktisch Null.
            Also wenn dieses Problem inelligente Menschen nicht erfassen/begreifen können, dann stimmt doch bei diesen Typen etwas nicht.
            Das gleiche gilt für die Windkraftwerke, in D, DK, N werden nur noch Offshore Windkrafzwerke gebaut. Grund: Nur diese rentieren.

          • Emil Eugster sagt:

            Wenn Herr Hirsch seinen Diesel mit einem Tesla ausgewechselt hat, hat er all seine elektronischen Gadgets mehr als wettgemacht. Anzunehmen aus seiner Beschreibung, dass er ebenfalls in einem Energie sparsamen Haus lebt + moderne + sparsame Heizmethoden benutzt, nicht zum Fenster hinaus heizt + da GA Besitzer seine Wege (energie-)bewusst plant.
            Was ihm + Herrn Silberschmidt nicht bewusst zu sein scheint ist, dass im Gesetz „… eine Senkung um 43 Prozent bis zum Jahr 2035 anzustreben.“ also das weiche Ziel „eine Sen- kung um 43 Prozent bis zum Jahr 2035 anzustreben „anstreben“ steht. Ausserdem ist das Energiegesetz nicht neu sondern ersetzt das von 1998 (das eine Strategie bis 2030 enthält). In 15-20 Jahren stimmen wir dann wieder über ein neues EnG, einen angepasste Strat. ab.

          • Martin Maletinsky sagt:

            Es ist ein beliebtes Totschlag-Argument der Befürworter, dass das Referendum ein SVP Anliegen und deshalb abzulehnen sei. Einerseits ist es fraglich, ein politisches Vorhaben aufgrund des Absenders zu beurteilen statt aufgrund des Inhaltes, andererseits ist es hier aber nicht einmal zutreffend:
            – Der Autor dieses Artikels ist Präsident der JFDP.
            – Die JFDP sowie mehrere FDP Kantonalparteien haben die NEIN-Parole gefasst.
            – Zahlreiche FDP-Parlamentarier engagieren sich an vorderster Front gegen das EnG.
            – der ehemalige FDP-Bundesrat Couchepin ebenso wie die ehemalige FDP-Ständerätin Spoerry sprechen sich gegen das EnG aus.
            – mehrere CVP Politiker sind gegen das EnG.
            – Im Umweltkomitee engagieren sich zahlreiche Naturschützer (und selbst ein Grüner) gegen das EnG!

          • Emil Eugster sagt:

            „Es ist ein beliebtes Totschlag-Argument der Befürworter, dass das Referendum ein SVP Anliegen und deshalb abzulehnen sei.“
            Das ist schlicht und einfach eine Lüge.
            Viele Argumente für das neue Energiegesetz wurden vorgebracht und begründet.
            Zuerst haben sie mit Gefühlen zu überzeugen versucht und nun mit Lügen.
            Ganz klar! Sie und die Gegner haben kein einziges rationales Argument gegen die Energiestrategie Herr Maletinsky. also wirklich nichts. Wirklich Null. Nada!

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Peter Hirsch:
            Zitat: „das Dekarbonisierung und gleichzeitiges Stromsparen ein Zielkonflikt darstellt“
            Also wenn ich Strom spare, dann verbrauche ich weniger Strom, was gleichzeitig bedeutet, dass weniger CO2 ausgestossen wird!

        • Thomas Jobs sagt:

          @ A Luethi:
          was ist Planwirtschaft, wenn etwas 1:1 ersetzt wird?

        • Max Oppliger sagt:

          Wie geht denn Innovation Herr Hirsch? Ich dachte, neue PV mit doppelter Effizienz, dünnschicht PV, Vernetzung und neue Steuerungen sowie neue Speicher seien die interessanten Gebiete für Innovationen. A. Rösti hat eben gerade mehr Subventionen für die Wasserkraft beantragt.

      • A Luethi sagt:

        Planwirtschaft und Bürokratie sind das Gegenteil von innovativ und fortschrittlich. Man zementiert die Verhältnisse einfach aufgrund der heutigen Erkenntnisse – echte Innovation, das heisst Wissen welches heute noch nicht vorhanden ist, wird behindert.

        • Heini Lüthi sagt:

          Blödsinn, in dem neuen Energiegesetz steht nichts von Planwirtschaft – es geht (u.a.) um Direktvermarktung und Eigenverbrauch. Bürokratie wird noch von Elektrizitätswerken eingebracht, die Ihr Monopol so schnell nicht aufgeben wollen…

    • Vinzenz Bieri sagt:

      Die Schweiz kopiert lieber die Politik aus Deutschland und deren Windräder anstatt in der Zeitung „Frankfurter Allgemeine Wirtschaft“ zu lesen wie heute in Venezuela deren Wirtschaft mit planwirtschaftlichen Rezepten heruntergewirtschaftet dasteht. Mit der gleichen Staatsideologie und Heilsversprechen ging auch die kommunistische DDR bankrott. Darum NEIN zum Energiegesetz 2050, welches uns für die nächsten 33 Jahre von Staates wegen ein Wirtschaftsprogramm vorschreibt, von welchem wir nicht einmal die Kosten kennen dürfen.

      • Dani Heusser sagt:

        Ihre Aussage Herr Bieri ist leider zu sehr vereinfacht und hat mir der Realität wirklich wenig zu tun. Die Sonne scheint gratis und der Wind bläst auch gratis! In Chile wird Sonnenenergie für ca. 3 Rp/KWh produziert! Was meinen Sie wie teuer die Entsorgung der AKW’s sowie des radioaktiven Mülls wird? Der dann noch tausende von Jahren weiterstrahlt und somit laufend überwacht werden muss. Somit JA!

        • Vinzenz Bieri sagt:

          @Heusser: Nein, Gratisgeschenke bekommen Sie weder von der Sonne noch vom Wind, auch wenn Sie diese gerade mal haben möchten. Die Jungfreisinnige Schweiz überzeugt mich im Beitrag, weil sie auf unsere soziale Marktwirtschaft setzt, auf Entwicklungen und nicht auf Subventionen, denn in der Schweiz haben wir heute einen Strommix, welcher unsere Versorgung bezahlbar sicherstellt. Der Staat kann die Energieversorgung gar nicht 33 Jahre voraussehen, denn was heute modern erscheint, veraltet in wenigen Jahren, das wird Ihnen jeder Experte bestätigen.

          • Max Oppliger sagt:

            Also bleiben wir bei unserem heutigen Strommix, denn gerade die AKW’s veralten ja bekanntlich nicht. Gut überlegt, wirklich.

      • Robert Zarzis sagt:

        Herr Bieri

        Werden Sie nicht rot, wenn sie als Argument gegen die EST2050 Venezuela Zitiren müssen?
        Der Fehler dort ist der gleiche wie im jetzigen Kapitalismus. Nur auf eine Ideologie zu setzten!
        Das geht beim Komunismus, Sozialismus und Kapitalismus nicht gut!! Das sollten wir langsam aus der Wirtschaftsgeschichte gelernt haben.
        Nur ein Mix aller, bekannt unter den namen Soziale marktwirtschaft Funktioniert.
        Aber genau dass wollen Sie ja auch nicht, sonder nur Mono rauptier Kapitalismus und der ist schon 5-6 mal Gescheitert.
        USA Bankrott, England Bankrott und Japan nahezu auch! Nur wollen es diese Nationen nicht zugeben!

      • Thomas Jobs sagt:

        @ Vinzenz Bieri:
        genau das Beispiel Venezuela zeigt uns, wie schlecht das Öl ist!

      • Heinz sagt:

        Peinlich, gerade Venezuela ins Spiel zu bringen. Venezuela schwimmt im Öl. Von der Kohle ist aber nix da, weil korrupte Regierung. Das hat nix mit Kommunismus, Sozialismus oder Kapitalismus zu tun. Korruption ist Korruption.

  • Rico Hauser sagt:

    Danke für diesen tollen Artikel, der es genau auf den Punkt bringt ! Viele Idealisten haben sehr verschwommene Vorstellungen, zu was sie da ja sagen. Die Vorlage wird zu massiver Verteuerung der Energie führen. Die Krankenkassenprämien lassen grüssen ! Und trotzdem sind Rationierungen und Stromunterbrüche fast vorprogrammiert, denn eine Halbierung des Energiekonsums ist nur unter schmerzhaftem Verzicht auf Mobilität zu schaffen. Waschen, Bügeln, TV, Duschen nur noch stark eingeschränkt, Kühlschränke und Staubsauger verboten ? Bitte zuerst kritisch überdenken !

    • Emil Eugster sagt:

      Sie lassen sich wohl gerne belügen.

      • Röschu sagt:

        Das Problem ist halt, dass für viele Menschen, mich eingeschlossen, nicht klar ist, welche Seite mich denn mehr belügt.

        Das Risiko einer Vorlage zuzustimmen, die aus einem Aktionismus (Fukushima) heraus geboren wurde und deren Folgen für niemanden klar abzuschätzen sind, will ich schlicht nicht eingehen. Und genau deshalb werde ich mit NEIN stimmen.

  • Peter Hirsch sagt:

    Hier noch ein kurze Horizonterweiterung, für all jene, die davon ausgehen, dass es der Staat am besten weiss:
    http://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/kommentar-venezuela-und-seine-freunde-14983462.html

  • Thomas Jobs sagt:

    Andri Silberschmidt ist leider noch zu jung um sich an den Ölschock zu erinnern oder das Raunen durch die Autofahrer, als der Benzinpreis das erste mal an der Frankenmarke kratzte!
    Schön zu sehen, dass für ihren eigenen Wohlstand zu sichern, die Jungfreisinnigen lieber ihre eigene Umwelt weiter in Mitleidenschaft ziehen, als sich ein wenig einzuschränken! YOLO lieber Andri Silberschmidt auf Kosten ihrer Nachkommen…!

    • Kurt Gsell sagt:

      Nennen Sie eine Reduktion um 43 % „etwas einzuschränken“?

      • Paul sagt:

        Der Schweizer Energieverbrauch pro Kopf ist bereits seit 1996 rückläufig – und das ganz ohne dass wir uns einschränken mussten.

      • Robert Zarzis sagt:

        Herr Gsell
        Ich habe mir einen neuen Wagen gekauft.
        Vorher Benzinverbrauch 11lt./100km
        Neu 4.7lt/100km
        Nicht mal eine Einschränkung, nur etwas Vernuft! Wenn man aber sieht was sich viele für Auto’s Kaufen, ist Vernuft leider nicht gegeben! Oder warum brauch irgendwer in der Stadt ein SUV?
        Aber Verbieten ist der komplett falsche weg, nur wer sich so was Leisten will soll halt dafür Bezahlen. Ist wie Ferien, ich kann nach Rimini oder auf die Malediven. Muss dafür nur bereit sein mehr zu Bezahlen.

      • Thomas Jobs sagt:

        @ Kurt Gsell:
        bei gleicher Haus- und Familienkonstellation brauche ich ca. die Hälfte der Heizenergie und ca. die Hälfte des Stroms meines Nachbarn. Ich muss mich nicht verbiegen und dusche jeden Tag warm!
        Fragen?

    • Martin Maletinsky sagt:

      Andri Silberschmidt ist „zu jung“, und wenn man ehemaliger Spitzenpolitiker (Pascal Couchepin, Vreni Spoerry) oder ehemalige leitende Mitglieder von Naturschutzverbänden (wie Philippe Roch, ehem. Direktor WWF /Antoinette de Weck, ehem Geschäftsführerin Pro Natura) erwähnt die sich gegen das Gesetz einsetzen, sind diese „zu alt und in ewiggestriger Weltsicht verfangen“.
      Nur Herr Jobs hat genau das richtige Alter (und die notwendige Expertise) um ein solch komplexes Thema umfassend beurteilen zu können

      • Thomas Jobs sagt:

        @ Martin Maletinsky:
        im Vergleich zu ihnen habe ich keine WKW-Phobie und lasse mich auch nicht von schönen Parolen einseifen, welche mir Vorgesetzt werden! Ich lebe nicht den YOLO-Geist wie sie und Herr Silberschmidt sondern führe mir vor Augen, was die 75%-Abhängigkeit für uns bedeutet und reflektiere dazu die dazugehörigen Geschehnisse!
        Mögen sie sich noch erinnern, wie die EU-Politiker bei Putin gekrochen sind, weil dieser den Gashahn zugedreht hat? Was ist, wenn die OPEC das Selbe tun? Schippern wir dann das Öl von den Amis in die Schweiz?
        Gerade in der Schweiz haben wir einen Vorsprung, was die EE anbelangt. Wir müssen nur das vorhandene Wissen umsetzen und nicht immer jammern und mit den Fingern auf die Anderen zeigen!

  • Daniel Slamanig sagt:

    Kligt eher nach dem Herunterbeten freisinniger Träumereien als nach Innovation, Herr Silberschmidt, wenn Sie den Markt als alleinseligmachendes Steuerinstrument beweihräuchern. Ökologie, Ethik, Nachhaltigkeit? Wen interessiert das schon. Gerade der Markt beweist permanent, dass er sich nicht um die Belange zukünftiger Generationen schert, sondern in erster Linie um die Befriedigung kurzfristiger monetärer Interessen. Und wissen Sie was? Gesetze sind nicht in Stein gemeisselt, wenn sich die Bedingungen ändern, kann man darauf reagieren.

  • stef sagt:

    Recht hat er. Aber seine Worte werden nicht viel bewirken. Träumer könnte man wecken, aber hier geht es nicht um Träumereien, sondern um eine Ideologie. Und für viele auch um einen Religionsersatz.
    Wenn schon physikalische und ökonomische Gesetzmässigkeiten ausgeblendet werden, wie sollen da Herr Silberschmidt’s wohlmeinende Worte etwas bewegen?

    • Martin Maletinsky sagt:

      Hier geht es um Ideologien einerseits, anderseits aber auch um Subventionsjäger mit ganz handfesten Eigeninteressen.

      Meine Hoffnung setze ich aber auf die Mehrheit der Stimmbevölkerung, die sich bisher noch nicht eingehend mit der Vorlage befasst hat. Und da können wohldurchdachte Argumente wie jene von Herrn Silberschmidt und anderen durchaus etwas bewirken.

  • Rico Hauser sagt:

    Frau Leuthard weiss schon, warum sie die Umstellung auf 35 Jahre verteilt: Unpopuläre einschneidende Einschränkungen werden leichter geschluckt, wenn sie salamischeibchenweise verordnet werden. Halbierung des Energiekonsums und Verschandelung der Landschaft sind nur durchsetzbar, wenn sich das Volk langsam daran gewöhnen muss. Etwas so wie bei den SBB-Tarifen und Krankenkassenprämien. Während wir uns zunehmend einschränken müssen, boomen in Asien Industrialisierung, Mobilität, Konsum und CO2-Ausstoss mit 2-stelligen Wachstumsraten. Das Klima wird sich also keinen Deut ändern !

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Rico Hauser:
      schon komisch: Indien baut EE aus, Japan baut EE aus und China steckt den Rest der Welt in den Sack, weil sie die letzten 2 Jahre mehr als doppelt so viel PV verbaut haben, als der Rest der Welt zusammengezählt!
      Sogar die Ölscheiche suchen sich allmählich Auswege aus dem Öl, wie z.B. Wärmespeicher in der Wüste, etc.!

  • Sandro Berchtold sagt:

    Wir brauchen eben genau mehr Visionäre in der Schweiz, nicht weniger! Und vor allem brauchen wir eine visionäre und fortschrittliche Strategie für die Energiezukunft der Schweiz, so wie es die Energiestrategie 2050 ist. Die Energiewende ist bereits im vollen Gang und lässt sich nicht aufhalten, Erneuerbare haben sich vielerorts bereits durchgesetzt, ich weiss also nicht was man hier noch zuwarzen soll… zudem spielt der Markt bei Energiefragen überhaupt nicht (Stichwort „Liberalisierung“) und hat es auch noch nie (Stichwort „Subventionen“) und dann hätten wir ja auch nicht mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen. Also ich Frage mich immer noch genau was die Strategie resp. Alternative zur ES2050 der SVP und der Jungfreisinnigen genau ist. Darum JA zur ES2050!

  • Dani Keller sagt:

    Ich werde NEIN zum „Energiegesetz der Verbote“ stimmen. Meine ES2050 würde eher so aussehen:
    – PV im bisherigen Rahmen fördern, jedoch nur Einmalzahlungen. Evtl. Fokussierung auf (Heim-) Stromspeicher bei bereits bestehenden Solaranlagen.
    – keine Windkraft, da nicht realisierbar (Landschaft)
    – Gebäudeprogramm: nur noch Förderung für technische Ausrüstung (Heizsystem, Wärmepumpenboiler). Fenster/Isolation ist Sache des Eigentümers
    – Fokus auf E-Auto. Habe Hyundai Ionic electric mit Benziner verglichen/berechnet: 4.5x (-77%!) weniger Energieverbrauch, 54.6x (-98%!) weniger CO2 Ausstoss bei CH Strommix (60% Wasser, 40% Atom). Mit reinem Gasstrom (worst case) immer noch -55% CO2!
    -> ES2050/CO2 Ziele wird mit E-Auto fast von alleine umgesetzt werden, ohne Zwang, Verbote u. Steuern!

    • Sandro Beer sagt:

      Herr Keller, wo genau stehen denn die Verbote im Energiegesetz? ES2050 sieht so aus:
      -KEV wird zeitlich auf 5 Jahre begrenzt (so kann die Warteliste abgebaut werden, neue Anlagen werden es wohl auch sonst nicht mehr drauf schaffen), die Einmalverütugn bleibt bestehen
      -das Potenzial der Windkraft in der Schweiz ist sowieso klein und Landschaftverschandelung kommt von Zersiedelung und Verkehr, aber sich nicht ein paar Windräder (aber hier möchten sie doch ein Verbot?)
      -wieso jetzt plötzlich so spezifisch und nicht einfach technologie-neutral (inkl. Insolation)?
      -bzgl. E-Autos stimme ich ihnen zu, aber die neuen CO2-Grenzwerte werden im Endeffekt genau auch das bewirken, und zwar eben technologie-neutral
      -> sie möchten also ein E-Auto-Strategie? Wieso nicht, aber trotzdem JA zur ES2050!

      • Dani Keller sagt:

        Massiv höhere Steuern oder Lenkungsabgaben auf die Energie (2. Teil der ES2050) sind mit einem Verbot gleichzusetzen.
        – die zeitlich Begrenzung von KEV/Einmalzahlung kann das (bürgerliche?) Parlament auch so beschliessen
        – Windräder Kosten/Nutzen in der CH einfach schlecht. Kapital des Tourismus vernichtet. Ein Windrad wie im SG Rheintal (Nähe Buchs) neben Autobahn, Bahnlinie und Steinbruch stört mich nicht. Aber als Standbein der ES2050 in der CH untauglich.
        – Gebäude Isolation: wird so oder so gemacht. Die 10% Zuschuss halten nur Preise hoch. Gebäudeisolierung verspricht viel Einsparung, hält aber wenig. Bei einem Heizsystem/Technik ist Sparpotential vorab bekannt und messbar.
        – Statt 450 Mio. Gebäudeprogramm E-Auto Strategie. Jeder Fr würde dort um Faktoren(!)mehr Energie einsparen

        • Emil Eugster sagt:

          Es ist traurig wie viele, die überhaupt keinen Ahnung davon haben, was in neuen Energiegesetz steht umso mehr Zeit haben ihr Unwissen als Fakten zu verbreiten.
          Unbedingt lesen:
          https://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/2016/7683.pdf

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Emil Eugster:
            kapieren müsste er es aber auch noch…!

          • Dani Keller sagt:

            @Eugster:
            wieso soll ich zum 1. Teil der ES2050 JA stimmen (also das Energiegesetz über das wir abstimmen), wenn ich den 2. Teil (künftigen) nicht will, und der 2. Teil aber nur mit dem 1. Teil funktioniert? Ist das so unverständlich?
            @Jobs: Persönliche Beleidigungen disqualifizieren Sie. Geht es Ihnen nicht um die Sache? Keine Argumente?

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Dani Keller:
            aus ihren Postings sieht man ganz klar, dass sie die Strategiepapier entweder nicht komplett gelesen oder nicht verstanden haben, ganz einfach!
            Oder für sie anders formuliert: lehnen wir sie ab, dass kommen die Kosten später, dafür massivst und ohne Alternativen!

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Dani Keller:
      ihre 40% Atomstrom waren Gestern! Beznau 1 steht seit Monaten still und Leibstadt darf nur noch mit 90% gefahren werden!
      AKW stossen über alles gerechnet 60g CO2/kWh aus und dieser Wert erreicht je nach den beiden Berechnusarten der IAEA in 45-70 Jahren den Level von Gaskraftwerken!
      Auch wenn PV und WKW im Ausland produziert werden, wird der Strom ohne erneute Zuführung von Brennstoffen aus dem Ausland Strom in der Schweiz generiert!

      • Thomas Maeder sagt:

        @Jobs : Etwas „real science“, vom IPCC (AR5, Table A.III.2, CO2eq/kWh, Medianwerte): Kohle 820, Gas 490, Wind 11/12, PV 41/48, AKW 12.

        • Thomas Jobs sagt:

          @ Thomas Maeder:
          es gibt mehrere Berechnungen, aber ich stütze mich auf den intl. gültigen Wert der OECD!

          • Thomas Maeder sagt:

            Wirklich?
            OECD, climate change mitigation: policies and progress, 2015, Ch4 / Fig 4.1, CO2/kWh für 2012:
            – Musterknabe Deutschland: 475
            – Bösewicht Frankreich: 69 (ca. 7x weniger)!
            (Auch IEA 2013, Daten für 2011: DE 461 vs FR 81)
            Emissionsfaktoren für Frankreich (Quelle ADEME 2013, g CO2 / kWh): AKW 10, Gas 406, Kohle 1038, Öl 704

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Thomas Maeder:
            schöne Zahlen, welche mit den 60g/kWh nichts zu tun habdn!

          • Thomas Maeder sagt:

            OECD-Quellen:
            1) Nuclear Energy Outlook 2008, Environmental Impacts of Energy Use and Power Production, Tab 4.1: Hydro 5, AKW 8, Wind 11-14, PV 60, Gas 400 g CO2/kWh

            2) The Role of Nuclear Energy
            in a Low-carbon Energy Future, OECD-NEA #6887, 2012 (die von Ihnen erwähnte Rössing-Mine in Namibien!): 5 g CO2/kWh für U-Gehalt 0.028%, 4-16 g für 0.01%, also fast 3x schlimmer als jetzt.

            @Th. Jobs: Woher genau stammen Ihre Angaben?

      • Dani Keller sagt:

        Genau: ich hab die CO2 Werte vom IPCC, also den Klimaschützern!
        Bzgl. AKW&Gaskombikraftwerken bin ich mit Ihnen grösstenteils einig. Ohne AKW braucht es Gaskraftwerke. Oder zeitlich etwas mehr in der Zukunft AKW der 4. Gen. Einen kleinen Teil der Lücke kann auch PV mit Stromspeicher ausfüllen, sehe ich aber eher nur im Homebereich (PV, Powerwall, E-Auto).

        • Max Oppliger sagt:

          Wie schätzen Sie den Zeithorizont für neue AKW’s in der Schweiz?

          • Thomas Maeder sagt:

            Nehmen, was bereits in kommerziellem Betrieb läuft. Bauzeiten nach IAEA PRIS:
            – VVER-1200 (Novovoronej II-1): 8 Jahre
            – APR-1400 (Shin-Kori 3): 8 Jahre
            – BN-800 (Belojarsk 4, schneller Brüter): 10 Jahre
            Weitere 5 VVER-1200 und 7 APR-1400 in Bau.

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Thomas Maeder:
            achso, die Schweiz, das neue Russland?!
            Die ersten 2 sind Nullserienmodelle und letzteres ein Prototyp!
            Alle 3 haben das selbe Problem: sie machen alle Atommüll!

          • Thomas Maeder sagt:

            @Th. Jobs: VVER-1200 werden u.a. in Finnland (Hanhikivi, 1x) und in Ungarn (Paks-II, 2x) gebaut, so in der EU.
            Alle Energiequellen haben ihre Vor- und Nachtteile. PV & Wind werden wegen mangels Investitionen in Speicher (meistens Staudämme) und Stromleitungen (um einen europaweiten Ausgleich zu ermöglichen) weitgehend mit Fossil-Backup betrieben… und das neue Gesetz bringt hier so gut wie nichts!
            Bzgl. Müll: Schnelle Brüter erlauben eine kurze Lebensdauer (ca. 300 J.), auch für die bereits vorhandenen Abfälle.

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Thomas Maeder:
            das alles ändert sich nicht am Nullserienmodell, sorry!
            Ja, strahlt nur 300 Jahre, dafür viel stärker!
            Das Grid in Europa ist schon länger am verlottern und ist zu 100% auf Grosskraftwerke ausgelegt! Das haben die Stromkonzerne anfangs der 2000er zur Lösung in Auftrag bekommen, um die gemachten Versäumnisse endlich zu eliminieren. Dass man dann gleich auf die nächste Generation setzt ist eine absolut logische Konsequenz!

          • Thomas Maeder sagt:

            @Th. Jobs. Nullseriemodellen sind i.d.R. schwierig zu bauen (siehe EPR). Hier waren die Bauzeiten schon vernünftig kurz: Kein Problem!
            Abfälle: Die Spaltprodukte strahlen ca. gleich in allen Varianten. Der Unterschied liegt bei den langlebigen Abfällen, die in „schnellen“ Reaktoren als Brennstoff recykelt werden, und gemäss ES2050 (Verbot von Wiederaufbereitung) im Eimer gehören… Sehr logisch 😉
            Grid: Bei schwankenden Erneuerbaren braucht man viel bessere Netze und Speicher: Beides wird aber massiv von „Naturschützern“ verhindert…

        • Thomas Jobs sagt:

          @ Dani Keller:
          die OECD hat sich dem Richtwert angenommen, da es sonst niemand tat zu der Zeit!
          Nur so zur Vervollständigung dieses Wertes: did neusten Uranmienen in Namibia machen schon 126g CO2/kWh und da die reichen Erze sich dem Ende neigen steigt der Wert stetig an!
          AKW in der Schweiz im Neubau? Sind das Keller’sche Träume? Schauen sie sich die Kosten der als nonplusultra titulierten EPR an und fragen sich dann noch zusätzlich, was Rückbau und Endlagerung dazu verschlingen!

  • Peter Meierhans sagt:

    Hut ab! Ein fundierter, gut begründeter Beitrag. Ich mag besonders, dass hier die grüne Zwängelihaltung abgelehnt wird und mit Vernunft und Ausgenmass eine zukunftsfähige Lösung vorgeschlagen wird.

    • Paul sagt:

      Können Sie die „grüne Zwängelihaltung“ bitte kurz benennen? Ich habe das Energiegesetz nämlich gelesen, Sie offenbar nicht. Andri Silberschmidt offenbar auch nicht, oder er lügt halt einfach ein bisschen: Im Energiergesetz steht (abgesehen davon, dass keine neuen AKW gebaut werden dürfen) nämlich kein einziges Verbot drin! Deshalb nimmt mich schon schwer wunder, wo denn die Verbote, der Zwang, das kalt Duschen und all das andere grüne Übel herkommen soll – im Gesetz steht davon nämlich kein Wort. Lesen Sie das Gesetz doch mal, anstatt nur das Propagandablättli vom kalt duschen. Wissen Sie, am Schluss stimmen Sie über das Gesetz ab und nicht über die Behauptungen der Gegner oder der Befürworter.

      • Dani Keller sagt:

        Sie wissen genau, dass das jetzige Energiegesetz der Startschuss für die eigentlich ES2050 Umsetzung ist. Das eigentliche teure „Rennen“ folgt ja erst.
        Wer A sagt, muss auch B sagen… mit neu geschaffenen Verboten wird Bundesbern immer darauf hinweisen, dass das Volk 2017 ja dem Energiegesetz (und den Zielen) zugestimmt habe, und deshalb jede Massnahme „berechtigt“ sei.
        Deshalb jetzt NEIN, um keinen Freipass für die Politik dem 2. Teil der ES2050 zu geben.

      • Emil Eugster sagt:

        Sind sie denn vom Argument „grüne Zwängelihaltung“ nicht überzeugt?
        Das ist doch so überzeugend, wie das Plakats auf dem Foto, das Herr Silberschmidt ausgewählt hat um seinen Artikel zu dekorieren.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Peter Meierhans:
      der Vorschlag für die Zukunft heisst also, abwarten was Passiert und den Dreck unseren Nachkommen überlassen? Sehr Weise!

  • Dani Keller sagt:

    Schön zu sehen, dass die Jungfreisinnigen ihren FDP-Mutterpartei-Subventionsjägern Paroli bieten. Vernunft, Realität, Innovation und Liberalismus wurden bei der FDP leider mit Bundesgeldern erstickt.
    Technologie (Speicher für PV, E-Auto, AKW 4. Gen/Fusionsreaktor) wird der Treiber für saubere und günstige Energie sein, nicht Verbote, Beschränkungen und Steuern.

    • Paul sagt:

      Auch an Sie die Frage, Herr Keller: Wo im Energiegesetz stehen die Verbote und Beschränkungen? Bitte zitieren Sie aus dem Gesetz, über das wir abstimmen.

      • Dani Keller sagt:

        Wieso soll ich dem jetzigen Energiegesetz, das ca. 20% der ES umsetzt, zustimmen, wenn ich den künftigen 2. Teil des Energiegesetzes, welches 80% der ES umsetzen wird mit teuren planwirtschaftlichen Massnahmen, nicht will?
        Für mich geht die ES2050 mit falschen Szenarien und Massnahmen in die falsche Richtung.
        Bei einem NEIN gibts keinen einzigen Schritt zurück (Solar weiterhin gefördert usw.). Das ist auch gut so. Aber wir gewinnen wertvolle Zeit für die richtigen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt. Mittendrin im energietechnischen Wandel sollte man sich nicht stur auf einen Weg (Verteuerung der Energie) festlegen. Wenn der Staat „early adopter“ spielt, ist das extrem teuer und NICHT nachhaltig.

      • Dani Keller sagt:

        Wohin die Reise geht, hat der Wasserkraftverband letzte Woche mit ihrer Forderung für eine neue Abgabe gezeigt.
        Nach Annahme des Energiegesetzes gehts dann erst so richtig los…

        • Thomas Jobs sagt:

          @ Dani Keller:
          die Zukunft verpasst, weil man sich auf den Lorbeeren ausgeruht hat, so sieht es aus Keller! Genau diese Strombarone drücken uns die Kosten für den Rückbau und die Endlagerung aufs Auge und garnieren sich immer noch fürstliche Gehälter!
          Übrigens: nicht einmal der Atomkonzern EdF wollte unsere Schrottmeiler geschenkt…!

          • Dani Keller sagt:

            Die Strombarone in der CH sind die Kantone, also der Staat…
            Wenn Sie meine Post lesen, werden Sie feststellen, dass ich sehr zukunftsorientiert bin, aber den Realismus nicht über Bord werfe.

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Dani Keller:
            haben wir Mitspracherecht? Nein! Dürfen wir über die fürstlichen Löhne der Teppichetagen befinden? Nein! Müssen wir mit unseren Strompreisen die Misswirtschaft im Ausland (Kohlekraftwerke, AKW) mitfinanzieren? Ja!
            Erkennen sie das Problem?
            Das zum Realismus…

  • Rico Hauser sagt:

    Die freie Marktwirtschaft, auch in Sachen Energie, war bisher das Erfolgsrezept der Schweiz. Sie war Grundpfeiler unseres Wohlstands und unseres wirtschaftlichen Ansehens in der Welt. Mit der ES-2050 verordnen wir uns künstlich Energieknappheit und hohe Strompreise. Die Wirtschaft ist nicht mehr konkurrenzfähig und wandert aus. Das Ausland jubelt und profitiert von unserer Schwäche. Die Schweiz verarmt nur wegen einer umweltistischen Fata Morgana. Denn ausser uns macht niemand diese Verzichtsübung mit !

    • Manfred sagt:

      ich staune! Was habt ihr denn alle für Vorstellungen? Ewiges Wachstum als Quelle immer währenden Wohlstands? Nachhaltigkeit ist nicht einfach ein grünes Schlagwort. Es beinhaltet, wie viel wir unseren Kindern lassen wollen. Ich habe den Eindruck, dass das euch allen einfach egal ist. Hauptsache, für euch wird’s nicht teurer…

    • Emil Eugster sagt:

      „Die freie Marktwirtschaft, auch in Sachen Energie, war bisher das Erfolgsrezept der Schweiz.“ Freie Marktwirtschaft, auch in Sachen Energie? In welcher Schweiz wohnen sie denn?

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Rico Hauser:
      Freie Marktwirtschaft bei der Energie? Echt jetzt Hauser? Wo genau?

  • Michael Fuhrer sagt:

    Ohne Visionäre würden wir immer noch in den Höhlen wohnen! Danke Musk, Piccard und wie sie alle heissen…
    Sie müssten auch wissen, dass Umweltgüter heute leider keinen Preis haben. Daher sind die Herstellkosten zu tief bei der Energie, welche die Umwelt stark belastet. Wenn der Markt spielen sollte, müssten Sie auch dafür sein, dass z.B. ein Zertifikaten-Handel für Umweltgüter eingeführt wird. Dann, nur dann spielt der Markt. Ansonsten bewegen wir uns leider im Umfeld eines klassischen Marktversagens.

  • Sabine Glaus sagt:

    In einer Zeit, in der E-Velos als ökologisch verkauft werden können, ist auch ein Hirngespinst wie diese Energie-„Strategie“ mehrheitsfähig. Die grüne Ideologie als Religionsersatz verdrängt das rationale Denken. Hinzu kommen all die Kreise, die mithilfe von Subventionen und Förderbeiträgen von Bund, Kantonen und Gemeinden gekauft werden. Die Rechnung bezahlen Mieter, Steuerzahler und KMU. Und mit der sicheren Stromversorgung, insbesondere im Winter, kann nicht mehr gerechnet werden. Aber was kümmert dies unsere Bundesrätin? Sie wird dann längst im Ruhestand sein und nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden können. Ein Ja zu diesem Gesetz ist ein Ja zu Gaskraftwerken – das erste Mal, dass Strom in der Schweiz fossil produziert wird. So viel Ehrlichkeit sollte doch noch sein.

  • Rico Hauser sagt:

    Das ungerechteste an der ES-2050: Ausgerechnet die grössten Stromverbraucher werden von den happigen Zusatzabgaben befreit: Um sie von der gegnerischen Front abzuspalten. Die exorbitanten Kosten müssen einmal mehr die Kleinen zahlen. Bitte erinnert Euch daran, was für Regenbogen-Versprechungen beim Krankenkassengesetz gemacht wurden („die Prämien werden dann billiger !“). Und jetzt werden wir abermals mit unzähligen leeren Versprechungen geködert. Die Realität danach wird garantiert ganz anders aussehen !

    • Robert zarzis sagt:

      Her Hauser
      Bei der Krankenkasse war ja auch das grosse Argument: Der Markt regelt das! Deshalb wird es ja billiger, nicht mit einer einzigen Kasse!
      Also Liberalisierung bring tiefe Kosten!
      Aber Kosten werden kommen und zwar für die Fehler der Vergangenheit! Das wir so Dumm waren auf AKW zu Vertrauen. Denn den Rückbau werden wir Steuerzahler Bezahlen! Die Entsorgung, das sind die Kosten unserer Kinder! Die werden uns noch Verfluchen! Und die Untätigkeit macher noch viel mehr.

    • Manfred sagt:

      Der Verweis auf das Gesundheitswesen ist ein fataler Fehler. Hier hat der Markt dazu geführt, dass jedes Spital Unterhalt und Investition aus dem Selbsterwirtschafteten begleichen muss. Was dazu geführt hat, dass die Geschäftsleitung in meinem Spital ein jährliches Wachstum von 3% anstrebt. Das ist euer gelobter Markt.

  • Sandro Beer sagt:

    Ich finde die Schweiz braucht mehr Visionäre, nicht weniger! Da haben wir einmal eine fortschrittliche und zukunftsfähige Lösung parat und schon werden wieder die Probleme gesucht… in unserem Schweizer Politksystem wird nie der grosse Wurf möglich sein, aber die ES2050 ist ein gutschweizerischer und pragmatischer Kompromiss. Die Realität ist heute schon so, dass die Energiewende im vollen Gang ist und eine dezentrale Erneuerbare Energieversorung wird sich auf kurz oder lang durchsetzen, man braucht sich nur die weltweiten Wachstumszahlen und sinken Kosten für Erneuerbare anzuschauen, da braucht man weiss Gott kein Prophet zu sein. Aber man könnte natürlich auch noch 30 Jahre zuwarten und denn Anschluss komplett verpassen… Als da ist mir die ES2050 viel lieber, darum stimme ich JA!

  • Rosmarie Quadranti sagt:

    Ich würde allen empfehlen, die Energiestrategie zu lesen und nicht einer Carte blanche oder einem 12-seitigen Paper welches in die Haushalte verteilt wurde zu vertrauen. Bei einem Nein hätten die Jungen ein Problem, doch das stellt man beim Lesen der Strategie fest. Mit der Energiestrategie sinkt die Auslandabhängigkeit, das Geld bleibt im Land, wird die Wirtschaft angetrieben und setzen wir auf Nachhaltigkeit. Ich meine, das ist das was den Jungen nützt.

    • Laurence Bodmer sagt:

      Das ist reine Politpropaganda, Frau BDP-Nationalrätin! Es stimmt eben gerade nicht, dass das „Geld im Land bleibt“. Die Solarpanels, Windturbinen und Batterien kommen aus China. Das Gas aus Russland (Ersatz für AKW). Der Strom aus DE und FR (im Winter). Wenn Mobilität und Heizung elektrifiziert werden, braucht es umso mehr Grundlastproduktion, und diese kann nun mal nicht durch Sonne und Wind bereitgestellt werden. Es ist bedauerlich, wenn Politikern/-innen elementare Kenntnisse der Energie- bzw. Stromproduktion fehlen. Ihre „Strategie“ ist ein gefährliches und unbezahlbares Experiment für Bürger und Wirtschaft. Deshalb klar Nein!

      • Emil Eugster sagt:

        „Das ist reine Politpropaganda, Frau BDP-Nationalrätin!“
        Die Empfehlung das Gesetz über das wir abstimmen zu lesen soll also in ihren Augen Propaganda sein?
        Sie wollen also, dass der Stimmbürger über Gesetze abstimmt, diese aber vorher auf keinen Fall liest?

      • Thomas Jobs sagt:

        @ Laurence Bodmer:
        ganz einfach für sie erklärt:
        PV, WKW, Heizungen, AKW, GKKW – alles kommt zu einem gewichtigen Teil aus dem Ausland. Der Brennstoff für Fossilverbraucher (z.B. Heizung) und AKW müssen immer nachgekauft werden, während die EE nach dem Kauf ohne Brennstoffzukauf produzieren!

        • Marco B sagt:

          Die für den Betrieb der Kernkraft benötigte Menge hat aber in einer einzelligen Garage Platz, Jobs. Kein Vergleich mit dem Import von Solarzellen oder Windparks.
          Dass die EE nach dem Kauf ohne Brennstoffzukauf produziert ist auch so eine Halbwahrheit, denn Sie klammern aus, dass deren Betrieb nicht unbegrenzt möglich ist, sondern Wartung und Ersatz erfordert. Es ist nicht einfach mit einem einmaligen Kauf erledigt.
          Da kaufe ich lieber 2-3 Kubikmeter Urandioxid auf einem sicheren Markt, als Berge von EE-Anlagen aus Diktaturen.

          • Thomas Jobs sagt:

            @ Marco B:
            ja, und die Abfälle können wie alle auf einer Würfel mit Kantenlänge 3x3m zusammenpressen – diese Märchen wurden von ihren Kollegen schon erzählt und als unwahr eliminiert!
            Das habe ich nie behauptet, denn das haben wie bei AKW & Co auch, aber selbstverständlich dürfen sie gerne die Kosten für den Unterhalt bei PV und bei AKW z.B. auf 10 Jahre vergleichen…
            Russland ist keine Diktatur? Das wüsstenich aber!

  • Regina Bischof sagt:

    Sehr geehrter Herr Silberschmidt
    Ihr Beitrag ist das Beste, was ich seit langem von einem Mitglied der FDP gelesen habe. – Kompliment ! – Sie sollten unbedingt zur SVP wechseln.
    Liebe Grüsse R.B.

  • Urs Hubacher sagt:

    Zauberwort „Markt“ als Strategie?
    Herr Silberschmidt geht davon aus, dass wir genügend Zeit haben, nach der absehbaren aber zeitlich völlig unbestimmten Abschaltung unserer sehr betagten KKW’s auf dem Angebotsmarkt umzusehen und dann unter den verschiedensten, im weltweiten Technologie-Angebot die passenden Lösungen auszuwählen.
    Das ist unrealistisch: eine landesweite Infrastruktur muss an neue Produktions- Technologien inklusive Digitaliserung der Verbrauchssteuerung angepasst werden zur Erhaltung der Versorgungssicherheit. Ohne Planung (Zeitachse, Leistungen, Investitionen) würde dies kein Unternehmen tun. Es geht auch um Investitionssicherheit für Private.
    Was geschieht, wenn die KKW’s Konkurs gehen? Sind Subventionen oder eher ein europ. Stromabkommen die Lösung?

    • Dani Keller sagt:

      Diesen Plan vermisse ich vom Bund. Allen Beteiligten in Bern ist klar, dass man einen Teil der AKW nicht mit EE abdecken kann. Man wird mittelfristig Gaskombikraftwerke bauen müssen (Hauptsache für Winterstrom und Bandstrom) und langfristig AKW der 4. Generation zumindest im Auge behalten müssen.
      Frau Leuthard täte gut daran, wenn sie dem Volk vor der Abstimmung diesbezüglich reinen Wein einschenken würde.

      • Thomas Jobs sagt:

        @ Dani Keller:
        natürlich können sie das, wären da nicht die Bremsklötze, wie Rösti, Silberschmidt, Wasserfallen, Blocher & Co!

  • Rico Hauser sagt:

    Die ES-2050 ist eigentlich nichts anderes als eine für die ganze Schweiz erzwungene Picard-Weltumfliegung: Ein Flugzeug von den Ausmassen eines Jumbo-Jets kann gerade mal zwei Personen plus Proviant und Kaffeekanne tragen und bracht für die Weltumrundung mehr als ein Jahr (!). Und gewisse Leute feiern das sogar als durchschlagenden Erfolg und Innovation. Die Energieministerin verkauft diesen Rückschritt um 100 Jahre mit einem Lächeln. Und das Volk stimmt vertrauensvoll autoritätsgläubig zu. Oder doch nicht ?

  • Andi sagt:

    Als Alter kann ich Herr Silberschmidt ruhigen Gewissens sagen, dass die Energiewende bereits voll am Laufen ist und die Wirtschaft längst auf dem Zug sitzt. Wir müssen mit den Innovationen gehen und nicht dagegenhalten. Dieser Grundsatz gilt bei fossilen Energieträgern ebenso wie bei Atomkraftwerken.

  • David Weibel sagt:

    Sehr geehrter Herr Silberschmidt
    Ausführlich kritisieren Sie die Energiestrategie und erklären AKW, Wind, Sonne, Verbote, etc. als untaugliche Lösungen für eine zukunftsorientierte Energieversorgung. Leider verpassen Sie die Chance, alternative Lösungsansätze aufzuzeigen und damit einen konstruktiven Beitrag zur Diskussion zu leisten. Mit Ihrer Einschätzung „Ein Nein gibt uns allen die Chance, ohne Zeitdruck und mit Einbezug der Wissenschaft ein neues Gesetz zu erarbeiten, (…)“ verkennen Sie zudem, dass der Zeitdruck nicht durch den politischen Prozess sondern durch die gesetzten Klimaziele verursacht wird. Insofern würde ein Nein den Zeitdruck gewiss nicht mindern.

    • Florian Müller sagt:

      Die Wissenschaft ist längst einbezogen und sagt etwa seit den frühen 70er Jahren (Club o Rome, Al Gore): Energiestrategie 2050 JA. Die Welt beginnt leider nicht mit den Jungfreisinnigen, Rome wasn’t built i a day!

  • Urban Zuercher sagt:

    Man muss als „Freisinniger“ (also eigentlich Libertärer, die eigentlichen freisinnigen Patrons sind ja eine aussterbende Rasse) ganz schön unverschämt sein, wenn man die Energiestrategie ablehnt, weil sie keine „Lösung zur Reduktion des Gebrauchs von fossilen Energien“ aufzeigt…
    Im Ernst, Herr Silberschmidt? DIe FDP lobbyiert jahrzehntelang für fossile Energien. Und wenn man eine politisch tragfähige Lösung zimmert, die diesbezüglich Ihnen und Ihresgleichen entgegenkommt, wird dies von Ihnen als Grund für eine Ablehnung bezeichnet?
    Das ist nicht nur unlauter, sondern schlicht frech und eklig!

  • Reto sagt:

    Der Realitätscheck für die Vorstellungen von Herrn Silberschmidt fällt leider wesentlich schlechter aus wie derjenige der Energiestrategie. Wer auf neue Technologien hofft, ohne irgend etwas Konkretes nennen zu können, handelt verantwortungslos.
    Eine sichere Energieversorgung ist zentral für unseren Wohlstand. Es kann daher kaum falsch sein, den Ersatz des Atomstroms mit Technologien zu bewerkstelligen, welche heute verfügbar sind und sich bewährt haben.
    Die Erforschung neuer Technologien bleibt trotzdem richtig. Die Energiestrategie hemmt dies aber in keiner Art und Weise.

  • Dani Heusser sagt:

    Mindestens eine Mehrheit der FDP bekennt sich zur Energiewende. Bei Herrn Silberschmidt scheint dies aber nicht der Fall zu sein. Er möchte ein besseres Gesetz und kritisiert das vorliegende ohne auch nur einen einzigen Verbesserungsvorschlag darzulegen. Nun das macht die SVP nicht anders und somit muss man davon ausgehen, dass es eher darum geht den Uran- und Erdöldindustrie ihre Pfründe zu sichern als wirklich einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Schweiz zu leisten. Wo bleibt die eisige Duschen Herr Silberschmidt, die regt zum Denken an!

  • Anna Schober sagt:

    Das Energiegesetz fördert Innovationen und Investionen in neue Energie-Technologien, was uns erlauben wird, den Energieverbrauch zu senken. So bauen wir eine zukunftsfähige Gesellschaft auf. Damit wir dies schaffen, braucht es Anreize und Finanzierung, also auch Subventionen. Damit wird der Innovationsstandort Schweiz gefördert und die Unabhängigkeit der Schweiz von Energieimporten längefristig gesichert. Die Entscheidung ist klar: für eine Zukunft, in der auch unsere Kinder saubere Luft atmen können, braucht es ein JA zum Energiegesetz.

  • Jan Schlink sagt:

    Träume und Albträume

    Niemand kann genau sagen, was uns die Zukunft bringt. Aber der Klimawandel schickt bereits seine Vorboten (in bspw. Bangladesh oder Kolumbien mehr als das) und dass die Erneuerbaren unaufhaltsam im Vormarsch sind schreiben inzwischen sogar Bloomberg oder Mc Kinsey eifrig in jedes Strategiepapier. Was uns Jungen also wirklich im Wege steht sind die Fossilen – im Geiste wie im Tank. Wir müssen auf Energieeffizienz, Erneuerbare und einheimische Innovationen setzen, unausweichlich. Die Sonne schickt keine Rechnung, die Offerte vom Heizungsbauer ist mir lieber als die von Trump und ein sparsamer Kühlschrank ist jetzt auch keine Raketenwissenschaft. Niemand behauptet, dass es einfach wird. Aber ein Nein wäre fatal, denn die (Um-)Welt wartet nicht auf uns.

  • Sacha Maier sagt:

    Herr Silberschmidt irrt sich. Wir leben nicht mehr in der Wohlfühloase der Sozialen Marktwirtschaft (1947-1992) mit seiner innovativ-produzierenden KMU-Landschaft, sondern in einer modernen, postindustriellen Konzern-Konsumwirtschaft. Da besteht die Aufgabe der Politik darin, für unsere steueroptimierten Konzerne optimale Rahmenbedingungen zu setzen und deren Pfründen zu sichern, damit die Bürger maximale Steuererträge generieren. Daraus resultiert eine Fürsorgepflicht des Staates. Mit Geboten und Verboten eben. In der ES-2050 sind nun einmal Energieeinsparungen von 43% vorgesehen. Um nur schon die Einnahmenausfälle aus der Mineralölsteuer und MwSt auszugleichen, werden neue Abgaben in gleicher Höhe kommen müssen. Kohle reicht für ca. 400 Jahre. Erst dann werden neue Technologien kommen.

  • Rico Hauser sagt:

    Wer nur das Abstimmungsbüchlein liest und auf das Zahnpasta-Lächeln der Energieministerin vertraut, für den ist das böse Erwachen vorprogrammiert: Es warten nicht nur immense Kosten, auch die Versorgungssicherheit wird Vergangenheit sein. Speichermöglichkeiten für die Flatterenergien Solar und Wind sind völlig unzureichend. Eine Fast-Halbierung des Energieverbrauchs wird sich nur mit drastischen Massnahmen durchsetzen lassen: Strom- und Benzinrationierung, harte Einschränkungen beim Waschen, Bügeln, Duschen, TV, Mobilität usw. werden früher oder später Realität werden. Und dann wird es heissen: Die Bürger haben dem an der Urne zugestimmt !

    • Sacha Maier sagt:

      Sie sehen das viel zu pessimistisch, Herr Hauser. Die ES-2050 ist eben eine Subventionsgeldmaschine. DE, PL, IT und CZ liefern uns noch so gerne Kohlestrom. Den machen wir dann hier grün, indem wir ihn durch die Marketingabteilungen unserer Elektrizitätswerke leiten, unsere E-Mobile damit betanken und unsere Trams, Trolleybusse und Eisenbahnen betreiben. Die wenigsten Bürger sind sich bewusst, dass sie im Winter schon heute rund 70% ihres Pendel-Fahrtweges im ÖV mit Kohlestrom zurücklegen. Moderne, leistungsfähige, sichere und saubere aneutronische DEC-Energietechnologien liegen derzeit in den Giftschränken der IAEA-Vertragsstaaten. Erst sobald uns die Kohle in ca. 400 Jahren ausgegangen sein wird, werden diese Technologien freigegeben. Selbst ITER wird laufend das Budget gekürzt.

  • Jonas Hostettler sagt:

    Schön wie Herr Silberschmid sich die Mühe macht, erwiesenermassen untaugliche Rezepte noch einmal aufzulisten, um ein Nein zur Energiestrategie zu begründen. Die meisten Menschen haben längst erkannt, dass der Markt eben nicht alles regelt, dass die Gesellschaft und nicht nur ein paar reiche Aktionäre in den Fokus rücken müssen! Die Energiestrategie ermöglicht einen verträglichen, kostengünstigen und innovativen Schritt in die richtige Richtung. Zu mehr einheimischer Produktion, Entwicklung und Forschung sowie dem Schutz der Umwelt. Deshalb stimme ich mit voller Überzeugung Ja zur Energiestrategie!

  • Robert Zarzis sagt:

    Ich Verfolge seit 40 Jahren die Energiepolitik und genau seit 40 Jahren sagen Leute wie Silberschmidt und Rösti. Nicht jetzt, ist noch zu früh. Besser Warten! Wartet bis was besseres kommt!
    Errinert mich an eine 80 Jährige Jungfrau die auch immer auf einen besseren Mann gewartet hat, bis es nur noch zu Spät ist!
    Es werde immer gründe gesucht warum da jetzt noch nicht gut genug ist.
    Dabei ist es eine Strategiewahl. SVP- teile FDP wollen eine Zentrale Energieversorgung mit wenigen grossen Anbietern mit gut bezahlten Verwaltungsrats Jobs. Die EST2050 will aber eine Dezentrale Versorgung mit vielen kleinen Anbietern!
    Nur genau dieser Punkt wollen die Gegner ungesagt lassen!

    • Florian Müller sagt:

      Bei der anstehenden Wahl von Liliane Uchtenhagen zur ersten Frau in den Bundesrat sagte der Bürgerblock: „Eine Frau ja, aber nicht diese!“ Einige Jahre später, bei der anstehenden Wahl von Christiane Brunner wiederholte der Bürgerblock: „Eine Frau ja, aber nicht diese!“

  • Reto Meyer sagt:

    Energiesteuern sind nun mal der falsche Ansatz – völlig richtig. Vor allem sind sie sehr unsozial. Ich wundere mich das hier die Linken so fanatisch mitmachen.
    Für den Normalo mit normalem Einkommen wird nur alles teurer, auch da wo er nicht ausweichen kann (Als Mieter profitiert er nicht von Gebäudesanierung, da Energie in Nebenkosten, bezahlt höchstens noch mehr vom Vermieter wegen Wertsteigerung, Pendeln wird er müssen wegen Arbeitsplatz – das Wohnmärchen mit Arbeit gleich Wohnen).
    Dem Ferrari Fahrer ist 5 Franken Benzin völlig egal, nicht dem Pendler. Auch das Heizöl für die Villa ist Peanuts. Also nur die obere Schicht profitiert von den Nebenwirkungen.
    Zudem nur schon Wortlaut der Abstimmung: Regulieren, Zwingen, Erziehen, Lenken etc. – alles reine Bevormundungen. Wo sind wir nur?

  • Robert Zarzis sagt:

    Ich glaube das die meisten hier die Energiewende als Team Work verstehen.
    T = Toll
    E = ein
    A = anderer
    M = machts
    Nur genau so wird sich nichts ändern, die Berge werden wegen der Erwärmung noch mehr anbrechen, die Meere Steigen mit 100Millionen unerwünschter Wirtschaftsflüchtlinge. Und genau die die Heute Blockieren werden dann den Links/Grünen sagen: Eure Schuld, ihr hättet mehr für den Wandel Kämpfen müssen!

  • Christoph Rytz sagt:

    Die Gegner der Energiestrategie, das zeigt sich auch deutlich im Beitrag von Herrn Silberschmidt, haben keinen Plan B! Und trotzdem wehren sie sich mit allen Mitteln gegen einen zukunftsträchtigen Weg mit mehr Effizienz und mehr erneuerbarer, sauberer, einheimischer Energie. Die Energiestrategie ist ein gutschweizerischer Kompromiss, der breit abgestützt ist und von der Merheit der Parteien, der Wirtschaft und den grossen Umweltverbänden unterstützt wird. Daher Ja am 21. Mai zur Energiestrategie 2050.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Christoph Rytz:
      noch schlimmer: die Gegner haben nicht einmal einen Plan A!

    • Marco B sagt:

      „Die Energiestrategie ist….“
      Abgeschriebene Propagandasprüche zu dreschen zeugt nicht gerade davon, dass jemand weiss, wovon er spricht.
      Wie wärs denn mit http://www.denkdochmalselbst.ch, sowie parolensindkeineargumente.com?

      Der gutschweizerische Kompromiss ist allenfalls ein Euphemismus dafür, dass man die Mehrheit der genannten Parteien mit Auftrags- und Subventionsversprechen ins Boot geholt hat. Die stromintensivsten Unternehmen hat man auch noch von den Abgaben befreit. Ihr Superkompromiss fand zwischen den Grossunternehmen, den Subventionsjägern, Baufirmen und Umweltverbänden statt. Die Bevölkerung hat von diesem Kompromiss nichts ausser der gesalzenen Rechnung.

  • Rico Hauser sagt:

    Das ewige Schüren von Klimaängsten ist völlig daneben: Wir sollen uns wegen ES-2050 energiemässig zu Tode sparen, während rund um uns herum, vor allem in Asien und Lateinamerika, Wirtschaft und Energiekonsum ungebremst explodieren und sich dort kein Mensch ein Gewissen daraus macht. Dort erstreben die Menschen bloss möglichst viel Wohlstand und Mobilität. Umweltaspekte sind nur dazu da, um mit dem Moralzeigefinger auf die Europäer zu zeigen und Ablasszahlungen einzufordern. Die ES-2050 wird uns nur verarmen lassen, aufs globale Klima hat sie keinerlei Auswirkungen.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Rico Hauser:
      „Wer auf andere mit dem ausgestreckten Zeigefinger zeigt, der deutet mit drei Fingern seiner Hand auf sich selbst.“
      Gustav Heinemann
      .Schauen sie doch zuerst einmal nach, wi ihr ökologischer Fussabdruck ist und reden dann weiter!
      Was sie aber offensichtlich gar nicht gemerkt haben: wir sind bei weitem nicht die Einzigen, welche die EW machen!

  • Florian Müller sagt:

    „Realität statt Träumerei!“ Was sind denn die Träume eines Jungfreisinnigen für die Zukunft? Hat er überhaupt Träume oder sagt sein Lebensentwurf aufs Komma genau, wann er sein Eigenheim beziehen wird? Aber das sind doch auch Träume, denn nichts lässt sich so schlecht voraussagen wie die Zukunft und man kann auch jedes Parteiprogramm darauf projizieren. Die Energiestrategie 2050 sei schlecht für die Zukunft, nichts machen ist ebenso schlecht und mit einem besseren Vorschlag ist leider noch niemand gekommen. Von mir kommt ein überzeugtes „JA“ am 21. Mai. Und übrigens: Der Markt wird es schon richten. Der Markt macht nichts Unrealistisches.

  • Rico Hauser sagt:

    Die enormen Prämiensteigerungen bei den Krankenkassenprämien gibt es v.a. weil alles staatlich reglementiert ist: Jeder kann nach Belieben Leistungen konsumieren (auch nutzlose) und die Kassen verteilen das zwangsweise auf alle. Bei der ES-2050 wäre es verblüffend ähnlich: Die enormen Installationen von Riesenrotoren und Solarflächen plus Netzausbau generieren riesige Fixkosten, die ohne Rücksicht auf Effizienz oder Ineffizienz einfach auf alle verteilt werden. Alle ? Nein, die Grossverbraucher wurden von den Lenkungsabgaben befreit, damit wir, die Kleinen, umso mehr zahlen sollen. Milliardenabriss am Mittelstand unter dem Vorwand des Umweltschutzes !

    • Florian Müller sagt:

      Auch bei den Krankenkassenprämien gilt, das eine Lüge nicht wahr wird, wenn sie endlos wiederholt wird. Das Gesundheitswesen hat zu wenig Regulierungen und zu viele Kostentreiber, die da sind: Ärzte, Spitäler, Medizinalfirmen, Pharma, Investoren (Krankheit bringt Profit), gesellschaftlich geförderter Jugendwahn. Der Patient und oft auch die KK stehen dieser geballten Macht des „Freien Marktes“ ziemlich hilflos gegenüber. Aber wie in anderen Themenbereichen wird auch hier von der herrschenden Politik die Verantwortung den Schwächsten auferlegt. Machen Sie den Test am eigenen Körper: Soll sich der Arthrosepatient gegen ein neues Knie wehren, wenn er lebenslänglich steigende Prämien bezahlt hat?

    • Vera Huber sagt:

      Also so wie ich das verstehe scheint die Sonne gratis und fossile Energie kostet immer. Installation von Infrastruktur und Wartung gibt/gab es für beide Energieformen. Langfristig scheint mir die Quelle „gratis“ aber günstiger zu sein, als die Quelle „kostet immer“. Und warum keine Rücksicht auf Effizienz? Energieeffizienz ist doch gerade ein grosses Thema der ES2050.

  • Hansli sagt:

    Herr Silberschmidt will keine staatlichen Vorschriften und die Energieproduktion dem Markt überlassen. Markt heisst in unserem Fall den Import von günstigem Kohlestrom. Kohlestrom ist unschlagbar günstig. Diese Profitgier als politisches Ideal, ist der Grund warum für mich liberale Politik nicht funktioniert. Zu einer liberalen Politik gehört eigentlich auch Eigenverantwortung und die hört nicht beim eigenen Portemonnaie auf. Das umfasst auch Verantwortung für die Gesellschaft, für unsere Nachkommen und unsere Umwelt.

  • Niklaus Vogler sagt:

    Die Wirtschaft, Grosskonzerne, liberale Kräfte, und sonstige Profiteure haben doch über Jahrzehnte verhindert alternative Energien zu entwickeln. Die Öl-Lobby hat jeweils solche Errungenschaften aufgekauft. So wurde z.B. der Wasserstoff als Treibstoff für den Autoverkehr verhindert. Ein gutes bzw. ein schlechtes Beispiel ist doch die Verschandelung des Flachlandes. Die Raumplanung wurde genau von solchen liberalen Kräften niedergerungen. Diese Bauten wurden möglichst billig erstellt. Ohne die notwendigen Isolationen. Diese sind doch alles Energiefresser und mit unermesslichen Kosten verbunden. Die Wissenschaft hat es verschlafen, mit alternativen Entwicklungen diesen Kräften entgegen zu wirken. So gesehen ist dieses Gesetz nicht nur gut sondern eine Notwendigkeit.

  • Marco B sagt:

    Endlich mal ein Jungpolitiker, dem klargeworden ist, dass eine verheerende „Strategie“, bzw. ein Ermächtigungsgesetz die Zukunft ZEMENTIERT und damit gerade den Jungen verhindert, ihre Zukunft selbst zu gestalten, wie das bisher alle Generationen vor ihnen tun konnten/mussten.
    Die heutige Generation, die am Ruder sitzt, ist eine verwöhnte, arrogante Mistclique aus Besserwissern, die ihre Vorstellungen für derart generös-genial hält, dass sie sie gleich in einem Gesetz für alle Zeiten festhalten wollen.
    Ein Gesetz ist schnell geschrieben, aber man wird es erfahrungsgemäss nie mehr los.
    Lehnt diese Vorlage AB!

    • Florian Müller sagt:

      Ich interpretiere Ihre Aussage so, dass dieser „Jungpolitiker“ nicht heute die Zukunft gestalten soll, sondern zuwarten und die Zukunft dann gestalten, wenn diese in der Gegenwart angekommen ist. Oder soll er dann zurücktreten und die Jungen gestalten lassen?
      Natürlich ZEMENTIEREN wir mit unseren Entscheiden die Zukunft, aber irgendwann muss man das Wasser abstellen, wenn es zu überlaufen droht. Gerade darum gibt es Jungpolitiker und sie sollen sie sich auch einbringen. Am Liebsten mit neuen Ideen und nicht mit dem Parteiprogramm von Gross- und Urgrossvätern.

      • Marco B sagt:

        Sie können meine Aussage interpretieren, wie Sie wollen.
        Kein vernünftiger Mensch plant eine Energiepolitik auf ein halbes Jahrhundert.
        Daran ändern auch lautmalerische Ausreden vom „Wasser abstellen, wenn es überläuft“ und arrogante Jungspund-Besserwissersprüche nichts.
        Meinetwegen können Sie gerne in Ihrem Luftschloss weiterleben, solange Sie nicht von mir verlangen, Ihre Miete dafür zu zahlen.

  • Monique Schweizer sagt:

    Zum Glück müssten Herr Silberschmid (Jahrgang 1994) und seine Kinder dann den Schlamassel selber ausbaden, den er uns hier mit seiner verfehlten Energiepolitik unterjubeln will, falls das schweizer Volk so dumm wäre, ihm in seinen Träumereien zu folgen, was ich nicht hoffe!
    So kann nur ein Junger aus der Wohlstandsgeneration reden, der keine Oelkrisen miterlebt hat und meint die fossilen Brennstoffe werden noch für ewig reichen und wir könnten auf ewig so weitersauen mit unseren Energiequellen und der Markt würde dann alles von alleine regeln!
    Aber er ist noch blutjung der Präsident Jung-FDP, darum darf er noch so Flausen im Kopf haben. In 20 Jahren wird er beim nochmaligen Durchlesen seiner Karte Blanche nur noch den Kopf schütteln, was für ein verträumter junger Mann er war

  • Kathrin Schlup sagt:

    Die Energiestrategie 2050 ist keine Revolution, sondern ein Lösungsansatz. Eine vernünftige Alternative wird auch hier wieder einmal nicht präsentiert – lieber wird der Kopf in den Sand gesteckt – aber sich jeder Lösung zu verweigern ist verantwortungslos. Die Energiewende bringt der Schweiz zusätzliches Wachstum, setzt Investitionsvolumen frei und schafft zahlreiche Arbeitsplätze. Und genau hier setzt die Energiestrategie 2050 an. Jeder Franken, der nicht für Energieimporte ausgegeben wird, bleibt im Inland. Darum stimme ich JA zur Energiestrategie 2050!

  • Marco B sagt:

    „setzt Investitionsvolumen frei und schafft zahlreiche Arbeitsplätze“

    Das Investitionsvolumen steckt im Moment halt noch in unseren Portemonnaies und soll per Gesetz „freigesetzt“ werden. Das wäre die richtige Ausdrucksweise für Ihr abgeschriebenes Propagandageleier.
    Zahlreiche Arbeitsplätze schafft die ES höchstens in China. Hier wird sie Arbeitsplätze vernichten. Das ist die logische Konsequenz jeder Planwirtschaft.
    Und zu guter letzt erhöht die ES auch noch die Stromimporte, statt sie zu senken.
    Ihr Kommentar endet nach „verantwortungslos“. Was nachher kommt, sind copy/paste-Sätze aus dem cleantech-Werbeprospekt. Wenigstens erkennt man sofort, ob sich jemand Gedanken gemacht oder nur abgeschrieben hat.

    • Hansli sagt:

      @Marco B Naja, wer Nein sagt, der will den AKW-Anteil zu 100% mit Importen decken.

      • Marco B sagt:

        Welchen AKW-Anteil denn? Unsere Kernkraftwerke werden weiterbetrieben, solange dies machbar ist. Bis dahin sieht die Welt wieder ganz anders aus und die Akzeptanz für neue Kernkraft-Technologien wird wieder steigen, wenn das Desaster der deutschen „Wende“ endlich offen zu Tage tritt.
        Im allerschlimmsten Fall können wir immer noch die Gaskraftwerke bauen, die mit der ES-2050 ebenfalls nötig werden, um die Lücken zu füllen.
        Falls sich bis dahin nicht die Erkenntnis durchgesetzt haben sollte, dass Kernkraft die zuverlässigste, sauberste und CO2-ärmste Stromproduktion ist und man lieber Stinkmorcheln in die Landschaft bauen will. Spaltmaterial müssen wir auch nicht in Diktaturen einkaufen.
        Die ES hingegen führt hingegen zu einem Mix aus Import von Kohlestrom und allenfalls Gaskraft.

        • Hansli sagt:

          In 20 Jahren läuft kein CH-AKW mehr. Und selbst bei Akzeptanz in der Bevölkerung wird kein neues gebaut, da teurer der Strom nicht produziert werden kann.

        • Thomas Jobs sagt:

          @ Marco B:
          äh, haben sie Halluzinationen? Das älteste AKW der Welt Beznau 1 steht seit Juli 2015 still und das modernste AKW der Schweiz Leibstadt darf nur noch mit 90% betrieben werden!
          Unsere AKW lösen sich langsam aber sicher in ihre Bestandteile auf und sie setzen auch noch drauf? Wow!

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Marco B:
      warten sie einmal ab, wie tief sie in ihr Portemonnaie greifen müssen, wenn sie die Rechnung für Rückbau und Endlagerung vorgelegt bekommen!
      Aber das macht ihnen ja nichts aus, denn sie halten ja an Dinosauriertechnologien fest…!

      • Marco B sagt:

        Dinosauriertechnologien möchten Sie einführen, Jobs. Silizium-Solarzellen sind nun ebenso wenig modern wie Windmühlen, auch wenn Sie einen Dynamo daran schrauben, der einen exorbitanten Bedarf an – in der Schweiz nicht zu findendem – Neodym hat. Weder das eine, noch das andere lässt sich im Inland produzieren, aber Sie haben wohl den Müll auch lieber in China.
        Das Argument mit den Rückbaukosten ist mindestens so lächerlich und unüberlegt. Erstens fallen diese Kosten so oder so an und zweitens werden sie umso höher, je früher Sie das Kraftwerk ausser Betrieb setzen.
        Setzen Sie Ihr Adenosintriphosphat statt für Polemik doch mal fürs Denken ein und zwar fürs Selber-Denken. Entfernen Sie aber vorher die Blockaden aufgrund Ihrer ideologischen Prägung. Oder ist das zuviel verlangt?

        • Thomas Jobs sagt:

          @ Marco B:
          Neodym braucht es nicht zwingend, aber ohne seltene Erden läuft KEIN einziges AKW auf dieser Welt! Pech für sie, ein Totschlagargument, welches sich soeben in Luft aufgelöst hat!
          Neuronalmasse ist bei gewissen reine Zierde…

  • werner boss sagt:

    Mehr Markt würde mit Sicherheit nur eines heissen; Kohlekraftwerke bis zu abwinken! Zumindest dieser Satz ist grundfalsch. Das kann und darf nicht die Lösung sein ,Herr Silberschmied! Speicherstauseen müssen nicht unbedingt im Hochgebirge gebaut werden, im Gegenteil es hätte grosse Vorteile, wenn sich diese in tieferen Lagen befinden würden, wo mehr Wasser zur Verfügung steht! Wo sind da die Innovationen Herr Silberschmied?

  • Daniel Heusser sagt:

    Und wenn man alt ist, darf man stehen bleiben und auf das Recht pochen, sich weiterhin unvernünftig und umweltschädlich zu verhalten – denn das Problem baden ja die Jüngeren aus.

    • werner boss sagt:

      Merkwürdig! Von den “ Jungen “ hört man eigentlich ausser frecher Vorwürfe nichts konstruktives ! Windrädli sind sicher in der Schweiz nicht die Lösung sonst ist mit dem Atomzeitalter, dann auch gleich die Zeit der letzten ansehnlichen Gegenden in der Schweiz abgelaufen!

  • Lori Ott sagt:

    So wie die Solarpanels auf der Zeichnung des Plakats plaziert sind, geht es sicher nicht: in Richtung nordwest bei der Kapellbrücke, und in der Nordwand und Ostflanke des Matterhorns.

    • Thomas Jobs sagt:

      @ Lori Ott:
      passt zu den schamlosen Übertreibungen der SVP, wie kalt duschen oder keine Bananen mehr importieren…!

      • Marco B sagt:

        Bananen sind gut fürs Hirn, Jobs. Auf diesen Import sollten wir schon Euch zuliebe nicht verzichten.
        Dass die SVP Ihnen auch noch das Warmduschen madig machen will, geht natürlich schon zu weit.
        Die richtig kalte Dusche erfahren die Stimmbürger noch früh genug, falls sie Euch auf den Leim gehen und die Vorlage nicht ablehnen.
        Die angestrebten Ziele sind ohne einschneidende Massnahmen auf der Kosten- und der Verbraucherseite nicht machbar.
        Verlust von Lebensqualität durch Verschandelung der Umwelt, riesige Abfallberge neuer Arten, höhere Stromimportabhängigkeit, Ressourcenimportabhängigkeit (Silizium, Neodym), Stromabkommen, welches an das Rahmenabkommen gekoppelt ist und als Gegenleistung nur noch der halbe Energieumsatz (im Schnitt!) für massiv höhere Preise auf allen Produkten.

        • Thomas Jobs sagt:

          @ Marco B
          Dann wird es Zeit, dass sie sich din paar Kilogramm kaufen gehen, bevor die SVP es uns noch verbietet, denn nötig wärs!
          Ich dusche warm und verbrauche dennoch ca. die Hälfte der Heizenergie und ca. die Hälfte des Stroms im Vergleich zu meinem Nachbarn und das bei gleicher Familien- und Hauskonstellation! Ich verzichte auf nichts und spare dennoch! Und sie Marco B, wo sparen sie?
          Die einschneidenden Massnahmen kommen beim Nein dann schon, dann aber unwiederbringlich und unwiderruflich: wenn Öl und Uran sich dem Ende zuneigen oder die Förderer plötzlich am Hahn drehen!
          Silizium gibt es keines in der Schweiz? Selten so ein Mumpitz gelesen! Neodym? Braucht es nicht zwingend, aber KEIN einziges AKW kommt ohne seltenen Erden aus!
          Machen sie die Vollkostenrechnung beim Atomstrom!

  • Heini Lüthi sagt:

    (Alp)träumereien vermitteln die Nein-Plakate mit kaltem Duschen und einer Solar- und Windkraftwerk-Flut, die so völlig realitätsfern ist. Die Realität ist, dass die erneuerbare Energieproduktion mit immer tieferen Fördertarifen aufgebaut wird – erste Eigenverbrauchs-Projekte finanzieren wir ohne irgendwelche Subventionen. Das neue Energiegesetz verbessert die Eigenverbrauchs-Konditionen für Mehrfamilienhäuser. Die zurückgeschnittene Energiestrategie 2050 ist kein Schlüssel zu sorglos unbegrenzter Solarstromproduktion, aber ein politisch tragfähiger Kompromiss.

  • Peter Beutler sagt:

    Voll daneben, Herr Silberschmid. Haben Sie etwa auch das „Kalt-Duschen“-Heftli mitgestaltet? Deren Verfasser haben nicht zu kalt geduscht, aber wohl zu heiss. „Wir Jungen“ schreiben Sie? Glauben Sie, die Mehrheit der Jungen lehne die Energiestrategie ab? Die Statistiken sagen da etwas ganz anderes. Sie geisseln Subventionen. Wissen Sie, welche Energieträger bislang extrem subventioniert wurden? Die Kernkraftwerke. Dabei ist nicht einmal Entsorgung ihrer radioaktiven Abfälle mit einbezogen. Und das Erdöl? Die Industrienationen subventionieren es sich selbst – auf Kosten der Hungernden in den Abbauländern. Die Klimaänderung wird uns bald die Rechnung dafür präsentieren: Das Ansteigen des Meeresspiegels wird hunderte von Millionen Menschen nach Europa und Nordamerika treiben.

  • Daniel Heusser sagt:

    Der Slogan „Zurück in die 60er Jahre“ zeigt, dass Sie den gewaltigen Schritt nach vorn der ES 2050 nicht begreifen wollen. 2001 verbrauchte ein grosser Kühlschrank 175 kWh/Jahr (A+), 2012 waren es noch 128 (A+++). Ein LCD-Bildschirm (80cm) brauchte 225 kWh/Jahr im Jahre 2007. Ein LCD-LED von 2012 keine 50 kWh/Jahr mehr. Das sind 75% weniger Energieverbrauch! Verstehen Sie jetzt? Weniger verbrauchen ist ein Schritt nach vorn, nicht zurück! Sparpotential ist noch enorm: -60% bei der Beleuchtung, -40% beim Waschen/Trocknen, -30% in der Küche usw. Wir können über 10 Milliarden kWh/Jahr weniger verbrauchen. Und nein, das passiert eben nicht einfach so, sondern nur dank Zielvorgaben, die nun erneuert werden müssen – mit der ES 2050!

  • Niklaus sagt:

    Die Gegner des Gesetzes vertrauen ja gar nicht auf die Innovation. Die technologische Entwicklung schreitet voran, ob dies die Gegner wollen oder nicht. Wer hat vor dreissig Jahren an die Erdwärme, Solarzellen, Windräder, usw. gedacht. Ich glaube, dass in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren uns noch ganz andere technische Möglichkeiten eröffnet werden um wesentlich mehr Energie zu sparen als dies im Gesetz vorgesehen ist.

    • Max Blatter sagt:

      „Wer hat vor dreissig Jahren an die Erdwärme, Solarzellen, Windräder, usw. gedacht“? Moment – das war 1987? Von 1980 bis 1982 habe ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der ETHZ Zürich an einem der ersten Schweizerischen Forschungsprojekte zur „Einspeisung elektrischer Energie aus Solarzellen ins Netz“ gearbeitet. Also – es haben damals doch schon einige daran gedacht! Das Problem war, dass die erneuerbaren Ressourcen damals zwar schon Gegenstand der Forschung waren, es aber viel zu lange dauerte, bis sie von der Energiewirtschaft wirklich ernst genommen wurden. Das ist heute nach meiner Wahrnehmung zum Glück anders – dieser Tendenz sollte sich die Politik jetzt nicht entgegenstellen. Da sind wir uns JA einig!

  • Jan Holler sagt:

    Das ist einer dieser Kommentare, die vorgeben zu kommentieren, aber gar nichts aussagen, ausser, dass diejenigen, die eine andere Meinung haben, Träumer sind. Es ist eine typische FDP-Verlautbarung: Freier Markt, weniger oder am besten gar keine Vorschriften. Es fehlt der Gestaltungswille und die Vision. Solche (Jung)-Politiker haben gerade noch gefehlt: Während die Älteren wenigstens noch ein Bisschen verstehen, was der Begriff ‚Liberal‘ bedeutet, hat der Nachwuchs, der nur noch ökonomisch denken kann, keine Ahnung mehr. davon. Aber das brauchen sie wohl auch nicht, denn diese Art von Politiker versteht sich nur noch als Interessensvertreter und Lobbyisten. Es sind keine Volksvertreter, sondern offenbar nur noch Marionetten.

  • Max Blatter sagt:

    „Es würde in die Technologien investiert werden, welche in Zukunft am nachhaltigsten und günstigsten Energie produzieren würden.“ Wie recht Sie doch haben, Herr Silberschmidt! Ein wunderbarer Slogan – FÜR die Energiestrategie 2050. Denn – die meisten Energieversorgungsunternehmen haben die Zeichen der Zeit erkannt und investieren in die Nutzung der erneuerbaren Ressourcen. Und in Verfahren, wie deren Volatilität in den Griff zu bekommen ist, z.B. ins „Power-to-Gas“-Verfahren (die Begriffe muss ich Ihnen als gebildetem und energie-interessiertem Jungfreisinnigen wohl nicht erklären). – Die Frage am 21. Mai ist: Gibt die Politik dieser Tendenz Rückendeckung oder arbeitet sie dagegen? Was ökonomisch sinnvoller ist, können Sie sich als Freisinniger wohl auch selbst ausmalen.

  • Wellingtonia sagt:

    Früher konnte Spitzenstrom zur Mittagszeit verkauft werden – heute wird gejammert über zu tiefe kWh-Preise zur MIttagszeit.
    Wärmepumpen werden als Lösung zum Erbringen der Heizwärme gepriesen – warum werden diese via Rundsteuergerät in der Nacht – zum Zeitpunkt des schlechteten Wirkungsgrades – zugeschaltet.
    Wenn Grosskunden am freien Strommarkt ihre Energieeinkäufe tätigen – was bleibt den Kleinkunden zum Ausgleich der laufenden Defizite einer veralteten Energiepolitik. Das Märchen von der Energielücke wurde vor Jahrzehnten schon benutzt – längst fällige Neuerungen im Stromsektor zu legitimieren und weiter aufzuschieben.
    Jede Wärmepumpe hat einen Elektroeinsatz – wann wird dieser zugeschaltet – aufgrund fehlender Leistung durch tiefe Aussentemperaturen.

  • Thomas Jobs sagt:

    Ich lese gerade sie neuste Werbung „Heizen mit Öl“. Da heisst es u.a.: „Erdöl bietet Unabhängigkeit“! Ja, genau so will es der Cheffe vom Herrliberg auch machen und die Schweiz mit AKW unabhängig vom Ausland machen! Aber es steht auch der Mumpitz, welcher uns immer wieder erzählt wird: Unabhängigkeit erreichen wir vom Ausland, wenn wir Öl und Uran von verschiedenen Quellen beziehen und diese Brennstoffe auf verschiedenen Wegen in die Schweiz kommen!
    Werden Fehler findet, darf ihn behalten…!!

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