Mit Pistolen auf Drohnen schiessen

Politblog

Wer von einer Drohne gefilmt wird, kann oft nicht viel dagegen unternehmen. Foto: Manfred Löffler (Keystone)

Ich verabscheue Gewalt. Vermutlich entwickelt aber jeder Mensch hin und wieder Gewaltfantasien. Meine geht so: Ich sitze völlig entspannt auf meiner Terrasse und trinke ein kaltes Bier. Auf meinem Schoss liegt die alte, aber tadellos gepflegte Ordonnanzwaffe, eine Pistole SIG P220. Ich warte, bis das verdammte Ding wieder über meinem Kopf schwirrt, ziele – und drücke ab.

Es ist ein schöner Zufall, dass Quadrocopter gleich den männlichen Wespen als Drohnen bezeichnet werden. Beide nerven. Kaum haben wir die Wohnquartiere dank Tempo-30-Zonen wieder lebenswert gemacht, droht uns mit den unbemannten Flugobjekten neues Ungemach. Was den kommerziellen Einsatz von Drohnen angeht, herrscht wieder einmal Goldgräberstimmung. Bereits ist die Rede von 150’000 neuen Jobs und Milliardenumsätzen in Europa. Die Post plant, künftig Drohnen für leichte Güter zwischen Unternehmen einzusetzen – zurzeit werden versuchsweise Laborproben zwischen zwei Luganer Spitälern hin- und hergeflogen. Seit längerem testen die Logistikkonzerne DHL, DPD sowie Amazon den kommerziellen Einsatz von Drohnen. Der Gedanke, dass Zalando künftig seine Kartonschachteln per Luftweg meiner Nachbarin zukommen lässt, treibt schon heute meinen Blutdruck auf Rekordwerte.

Freier Flug für freie Bürger

Alles bloss Zukunftsmusik, werden Sie sagen – dabei sind die Drohnen schon längst unter uns. In der Schweiz fliegen bereits 100’000 ferngesteuerte Objekte herum. Bei den meisten Drohnen handelt es sich um private Geräte, die im Elektronikladen erhältlich sind. Alleine beim Schweizer Online-Marktführer Digitec finden sich 200 verschiedene Geräte im Angebot: Den günstigsten Quadrocopter mit Kamera gibt es bereits für 65 Franken.

Laut dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) benötigen ferngesteuerte Drohnen keine Bewilligung, «wenn sie unter 30 Kilogramm wiegen und der Pilot sein Modell jederzeit auf Sicht steuert». Damit darf jeder zu Hobbyzwecken eine Drohne im Quartier steigen lassen. Bewilligungspflichtig sind nur Flüge in der Nähe von Flugplätzen und über grösseren Menschenansammlungen wie bei einer Sportveranstaltung. Überall sonst heisst es de facto: Freier Flug für freie Bürger. Denn die Vorschrift des Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten, dass das Fliegen über einem Garten oder entlang von Fenstern nur in Kenntnis und mit Einwilligung des Eigentümers respektive des Mieters erfolgen darf, ist schöne Theorie, da ein Vollzugsproblem besteht. Bis die Polizei eintrifft, ist der Drohnenpilot längst über alle Berge, und die Bilder sind ins Internet gestellt.

Das Bazl gab letztes Jahr bekannt, dass früher oder später alle Drohnen mit einem Chip registriert werden sollen, um fehlbare Drohnenpiloten erwischen zu können. Man strebe aber keinesfalls eine schweizerische Eigenlösung an, sondern arbeite an einer europäischen Lösung mit. Kurz: Das wird noch jahrelang dauern. Ausserdem stellt sich die Frage, ob die bereits gekauften Drohnen nachgerüstet werden müssen.

Besser wäre ein sofortiges Flugverbot über bewohntem Gebiet. Ansonsten werden genervte Bürger das Gesetz selbst in die Hand nehmen.

60 Kommentare zu «Mit Pistolen auf Drohnen schiessen»

  • Andreas Meier sagt:

    Bravo Michael Soukup. Sie habe vielen Leuten aus der Seele gesprochen.

    • Max sagt:

      „Freier Flug für freie Bürger.“
      Jezt gilt’s ein Dronen-Down Instrument zu entwickeln. Diese Dinger haben in meiner Nähe nicht’s zu suchen.

      • Dani sagt:

        Das Instrument gibt’s schon, werter Max. Nennt sich Schrotflinte 🙂 Besser geeignet als die im Titel erwähnte Pistole, da die Schrotkugeln nur eine begrenzte Reichweite haben, im Gegensatz zu Pistolenprojektilen. Stichwort Drittgefährdung. Kipplaufflinten gibt es für schmales Geld zu kaufen – für Drohnen absolut ausreichend.

        • Schadegger sagt:

          Früher gab es einen Sport, der hiess Tontauben-schiessen. Heute könnte der Update Drohnen-schiessen lauten…

          • Serge Roth sagt:

            In die Luft schiessen mit Geschossen, die garantiert töten oder verletzen, wenn jemand beim wieder runterkommen im Weg steht, ist also problemlos?
            Macht die Drohnenhysterie realitätsblind, oder was??
            JEDER, inklusive der Autor, der ein in die Luft schiessen befürwortet, sollte besser seine Waffen abgeben, bevor die Polizei sie ihm abnimmt, wegen Gefährdung der Öffentlichkeit.

  • Martin Frey sagt:

    Es ist wie immer. Die Schweiz toleriert blauäugig einen völligen Wildwuchs und reagiert erst, wenn es zu spät ist. Denn das eine sind die Belästungen im Privatbereich. Was jedoch viel mehr Sorgen machen sollte, ist die Zivilluftfahrt. Der erste Absturz eines Linienflugzeuges wegen „Drohnenschlags“ dürfte absehbar sein.
    Wer sich selber helfen will, muss ja nicht grad zu seiner SIG greifen, die ja sowieso zuwenig Reichweite hätte. Das gibt es glücklicherweise viel elegantere Methoden….
    http://likemag.com/de/fuenf-wege-wie-man-drohnen-vom-himmel-holt/192941

  • Serge Roth sagt:

    Wer ist der grössere „Verbrecher“, derjenige, den die Privatsphäre nicht kümmert, oder jemand, der mit einem Schuss in die Luft Tote oder Verletzte in Kauf nimmt?

  • Toni Müller sagt:

    Die Chance dass Sie mit ihrer Pistole die Drohne treffen ist ca. 1:1000.
    Die Chance dass Sie sich oder jemand anders verletzen schätze ich auf 1:10.

  • Mia sagt:

    Ein Verbot dieser unsäglich nervigen Flugobjekte befürworte ich sofort. Was hat so ein Ding überhaupt über meinem Grundstück verloren?

  • Jürg Meuli sagt:

    Richtig so. Herr Soukup spricht mir aus dem Herzen.

  • thomas schneeberger sagt:

    Bravo. Genau solche „Gewaltphantasien“ habe ich auch. So sehr ich von diesem Mannenspielzeug (ich meine die Drohne, nicht die Feuerwaffe) fasziniert bin.
    Problem ist, dass man als „Täter“ dann schon dabei gefilmt worden wäre, wie man zielt und abdrückt – das Bild geht ja live zum Drohnenpiloten und wird nicht mit dem Abschuss der Drohne zerstört.
    Deshalb muss man andere Strategien haben – und die habe ich, gebe sie aber hier nicht preis.
    Es ist unglaublich, dass der Staat wieder 10 Jahre hintendrein ist, und das BAZL zwar irrige Vorschriften für die Nähe zu Flugplätzen erlässt, diese aber meist irrelevant sind, und Verstösse genausowenig geahndet werden können wie wenn die Privatsphäre verletzt wird. Und was soll die 30kg-Grenze? Für ein Attentat genügt auch eine 3kg-Drohne!

    • Franz Hablützel sagt:

      Die Drohnen werden unter dem Reglement für Modellflugzeuge betrieben. Dieses genügt seit Jahrzehnten, wurde aber kürzlich verschärft – „dank“ der Multicopter. Daher kommt z.B. die 30kg Grenze.

      • thomas schneeberger sagt:

        kompleter Blödsinn. Die Bundesämter machen sich regelmässig das Leben SEHR leicht. Ein Drohne ist eben KEIN Modellflugzeug.
        Das gehört fast ins gleiche Kapitel wie die Diskussion um Dual-use-Güter: Zivile Flugzeuge, die bewaffnet werden können. Drohnen sind mindestens mit Kameras bewaffnet und kommen im Gegensatz zu „Modellflugzeugen“ ÜBERALL hin.

        • Nick sagt:

          Hallo liebe Leser
          Ich hasse Gewalt. Verletzung der Privatsphäre verurteile ich. Der Überflug allein ist ja nicht problematisch, sonst müsste man jeden Sportflieger abschiessen ! Es ist Fakt, das alle Sichtungen, die den Luftverkehr beeinträchtigt haben, ferngesteuerte Grosssegler und Motorflugzeuge waren (Quelle BAZL) Leider sind die Leute zum Teil schlecht oder einseitig informiert. Die 30 kg Grenze hat gar nichts mit Drohnen zu tun und ein Abschuss einer Drohne wäre ein „gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr“ da eine Drohne ein offizielles Luftfahrzeug einer besonderen Kategorie ist (VLK). Die Strafen hierfür sind empfindlich. Ganz zu Schweigen von der Gefährdung am Boden ! Tja leider wie im Fussball: Der beste Trainer sitzt vor dem Fernseher..

  • Albert Muri sagt:

    Eine Steinschleuder genügt auch.
    Das Problem liegt in der Politik, die müssen diesen Unfug endlich als das einstufen was er wirklich ist: Hausfriedensbruch.

    • Willi Stein sagt:

      Präzisionssteinschleudern sind im Gegensatz zu Drohnen verboten! 🙂

    • Nick sagt:

      Blödsinn ! Sie kaufen ein Grundstück, nicht aber den Luftraum. Eine Drohne die ein Einfamilienhaus in einer Höhe von 50 Metern überfliegt, ist keine Minderung Ihrer Lebensqualität, da die Meisten die Drohne erst hören, wenn sie sie sehen. Bei einem behördlichen Einsatz waren Spaziergänger in der Nähe. Die Drohne haben sie wahrgenommen in einem Abstand von ca. 50 Metern, auf einer Höhe von 30 Metern. Die Drohne war 1.8 Meter gross ! Hört auf mit der Hysterie.Wenn Sie 100 Personen Fragen, wieviele schon eine Drohne in der Luft gesehen haben, kommen Sie auf keine 20 Personen. Und 5 davon fliegen selber….

  • Daniel Lehmann sagt:

    Danke für den Artikel, Herr Soukup!
    Anstatt einer Pistole möchte ich Ihnen doch eher eine Schrotflinte empfehlen. Da brauchen Sie keine grosse Treffsicherheit, die kleinen Schrotkügelchen reichen in der Regel, um das nervige Ding ‚runterzuholen.
    Daniel Lehmann

  • Peter sagt:

    Es ist immer die selbe Leier. Jamand sitz friedlich auf dem Balkon und wird belästigt.Es ist schon interessant, wie viel gewisse Leute von sich halten.Jeder Terrassenlieger meint, dass er ein Mini Celebrity ist und dann gleich ins Internet gestellt wird? Hallo?Der Bierbauch interessiert echt niemanden.
    Es gibt bei weitem nicht so viele Celebrities, wie einige es von sich halten.
    Der Gebrauch von Waffen ist in meinen Augen ein viel ernsthafteres Problem, aber eben Pseudosicherheit rechtfertigt alles. Wenn einer meint er müsse wild mit seiner Kanone auf eine Drohne schiessen, der riskiert grad mal mehrere Sachen.Erstens Querschläger und zweitens, dass die Drohne dann tatsächlich unkontrolliert auf jemanden runterfällt.Im Übrigen sieht man mit einem Teleobjektiv einiges besser

  • Werner Bauer sagt:

    Einer Petition gegen Drohnen würde ich sofort meine volle Unterstützung
    geben.

  • Alexander Müller sagt:

    Irgendwann schiessen dann auch die privaten Drohnen zurück. Gesetze hin oder her. Gesunder Menschenverstand und weniger Schweizer Bünzlitum, wie man es schon im Strassenverkehr sieht, würde auch helfen.

  • Walter Boshalter sagt:

    Wie schon oft gesagt: Keinerlei Regulierung bei Drohnen, dafür Drohnendiebstahl legalisieren. Ich freu mich schon auf freies Skeet-Training…

    • Nick sagt:

      Information würde sicher helfen. Wir haben Regulierung in der Schweiz. Sind Sie schon mal zu schnell gefahren ? und gebüsst worden ? Warum ? haben Sie sich nicht an Regulierungen gehalten ?
      Machen Sie sich da mal Gedanken.
      Schönen Abend !

  • Pascal sagt:

    Weshalb denkt denn gleich jeder, er sei genug interessant um von einer Drohne fotografiert zu werden – geschweige denn, dass jemand diese Fotos mit Ihnen als Motiv online stellt?

  • Eduard J. Belser sagt:

    Also die Pistole ist ziemlich ungeeignet um Drohnen abzuschiessen, eine Schrottflinte wäre da deutlich besser. Allerdings braucht es für beides einen Waffenschein und der Einsatz kann recht teure und unangenehme Folgen haben. Gescheiter und billiger ist ein Gartenschlauch mit einer guten, verstellbaren Düse, die einen scharfen Wasserstrahl mit grosser Reichweite bringt. Das macht auch keinen unnötigen Lärm. Typisch ist, dass der bürgerlich dominierte Bundesrat und das ebenfalls mehrheitlich bbürgerliche Parlament die Entwiclung bei den Drohnen und den gesetzgeberischen Handlungsbedarf verschlafen.

    • Nick sagt:

      Die teuren und unangenehmen Folgen haben Sie auch mit einem Wasserschlauch. Wenn Sie eine behördliche Operation stören oder eine 30000 Franken Drohne runterholen. Viel Spass. Ihre Versicherung wird wenig Verständnis aufbringen. Zum Glück reicht Ihr Wasserschlauch nicht so weit…

  • Pedro Riengger sagt:

    Die Drohen nerven mich auch, selbst wenn eine Begegnung mit einer Drohne im Moment noch so selten ist wie die mit einer Burka. Kaufen Sie sich einen Störsender. Gibt es ebenfalls bereits im Internet. Drohne wird unsteuerbar und kommt runter. Dann reicht ein Fusstritt, um dem Ärger ein Ende zu bereiten.

  • Alex sagt:

    Es ist unglaublich. Ich bin erst knapp vierzig Jahre alt und erlebe nun zum wiederholten Male, wie mal wieder eine neue Technologie von den ewig gleichen Bünzlis mit irgendwelchen an den Haaren herbeigezogenen Argumenten versucht wird zu verteufeln. Nach Heimvideos in den Achtzigern, Videospielen in den Neunzigern und dem Internet im neuen Jahrtausend sind es also nun Drohnen, welche die üblichen Verdächtigen zur Weissglut treiben. Das dabei weniger die Technologie das Problem ist sondern viel mehr die Benutzer. Doch das ist dabei völlig unwichtig. Die Leute, welche in einem Wohngebiet mit der Drohne fliegen, knattern sonst mit ihrem Töff durch die Siedlung oder beglücken die gesamte Nachbarschaft mit dem Bass aus ihrer Autostereoanlage. Aber es ist einfacher das Neue dafür zu verteufeln.

    • Alexander Müller sagt:

      Hallo Namensvetter, so sehe ich es auch und ich bin 41. Die gleichen Bünzlis sind für Tempo 30 Zonen im Strassenverkehr und schleichen wie die Schneggli auf der Strasse herum.

    • Peter sagt:

      Lieber Alex, was schlagen Sie denn vor? Ganz im Gegensatz zum Statement „…der Pilot sein Modell jederzeit auf Sicht steuert“ fliegen viele Drohnenpiloten per Kamera und überhaupt nicht auf Sicht. Man sieht also den Idioten, welcher sich nicht an die Vorschriften hält nicht, wird aber belästigt durch sein Spielzeug. Wie bei allem geht es wieder einmal um den gesunden Menschenverstand. Diejenigen, welche ihre Drohne auf Sicht fliegen, werden auch kaum andere heimsuchen mit ihrem Spielzeug. Die Idioten kümmern sich um überhaupt nichts und machen was sie wollen, ob es eine Drohne oder ein lauter Töff ist.

  • Paul Nesselreb sagt:

    Ich wohne in einer Großstadt und habe bisher lediglich einen einzigen Quadrocopter dort gesehen. Und das auch noch in einem Industrieviertel auf dem Parkplatz. Und im Übrigen kann man ab einer Höhe von 20m keine Gesichter mehr erkennen. Sie spielen sich hier als Wilhelm Tell auf .

  • magerius sagt:

    Schwarz Weiss – Verbot oder Abschuss Freigabe!

  • Dominik Jenzer sagt:

    Mit jedem Handy und Selfistick bekomme ich besser Aufnahmen vom Bier trinkenden Michael Soukup als mit der Drohne. Zudem von oben gefilmt wird man ihn gar nicht erkennen können. Schön im Profil mit dem Handy schon. Hier mache ich mir viel mehr sorgen. Zudem höre ich den Selfistick nicht – auch nicht wenn in der Stadt jemand damit rumläuft und so tut als würde er telefonieren und dabei alle Leute filmt und ebenfalls ins Netz stellt. Aber das ist dann ok?
    Eine Drohne kann nicht spionieren, weil viel zu laut. Und das wir (zum Glück) auch so bleiben.
    Letztendlich: Hand aufs Herz. Wer hat wie oft eine Drohne über seinem Garten gehabt, die dort wirklich auch verblieb? Ich bin speziell aufmerksam, es kam bisher aber nur 1x ein Überflug in 50m Höhe vor.
    Der Hype geht bald vorbei…

  • Jakob Schiesser sagt:

    Pfeil und Bogen oder ein Wurfnetz – eine Fischerrute wäre auch geeignet..

    • Serge Roth sagt:

      Der Pfeil kommt irgendwann irgendwo wieder runter. Und wenn eine Person im Weg steht, wer ist dann im Gefängnis, der Drohnenpilot oder der Bogenschütze?

      Jeder hier, der ein in die Luft schiessen oder ähnliches befürwortet ist eigentlich als gemeingefährlich anzusehen…

  • Nubi vo Bärn sagt:

    Es wird wegen ein paar Spielzeuge vielzuviel Lärm gemacht. Stattdessen verkauft man Gewaltspiele und -spielzeuge, die schon den Kindern Blutrünstigkeit schmackhaft macht.

  • Armleuchter sagt:

    Ganz meine Meinung, der Wildwuchs von sozialverträglichen Hobbys ist auch mit schon lange ein Dorn im Auge!
    Alleine schon die Zahlen der in Privathaushalten befindlichen Waffen lässt meinen Blutdruck in unermessliche Höhen steigen!
    Wird Zeit, dass man da mal aktiv tätig wird, so einem gehört eigentlich ja ordentlich eins auf die Nase…

  • Lizenzierter Drohnenpilot sagt:

    Diese Ignoranz ist ja kaum zu glauben. Natürlich stört es mich auch, wenn jedermann, der keine Erfahrung hat, damit umher schwirrt und schon gar keine Rücksicht auf Privatsphäre nimmt.
    Doch ich als professioneller, lizenzierter Drohnenpilot mit mehr als 10 Jahren Erfahrung, einer registrierten und versicherten Drohne, leide unter solchen blindwütigen Artikeln. Dies ist ein Teil meines Berufs, mit dem ich Geld verdiene… oder eben keins, wenn immer nur solche Hassartikel zu lesen sind.
    Schreibt doch mal über die Vorzüge solcher fliegender Objekte, denn diese gibt es auch!

    Und in Wohnquartieren mit Pistolen wild um sich zu schiessen stellt im übrigen ganz klar eine Straftat dar… einfach mal so als Anmerkung!!!

    • toni sagt:

      „Schreibt doch mal über die Vorzüge solcher fliegender Objekte, denn diese gibt es auch!“ – und warum benennen Sie die nicht? Welchen wirklich relevanten „Vorzug“ hat so ein Ding? Wenn Sie das wissen, warum fordern Sie andere auf, das zu schreiben?

      • Anh Toàn sagt:

        Heute kam der Lieferant der Apotheke mit dem Auto, um der alten Nachbarin Pillen zu bringen.

        Eine Drohne wäre geschätzt 100 mal ökologischer und etwa ein zehntel so teuer (Einerseits Kosten der Drohne im Vergleich zum Auto, aber das ist eher nicht relevant, relevant ist die Arbeitszeit: Der „Pilot“ des Autos oder der Drohne sind etwa gleich teuer, aber die Drohne steht an keiner Ampel etc, fliegt direkte Luftlinie).

      • Lizenzierter Drohnenpilot sagt:

        Das scheint nichts zu nützen. Wenn Sie es noch immer nicht erkannt haben, in Ihrem Tunnelblick, dann nützt es nichts, wenn ich mir die Mühe mache diese nun aufzuzählen. Informieren sie sich mal über Quadrokopter, deren Sicherheitssysteme, den Funktionen und Daten.
        Evtl. lässt es sich dann auf einer normalen Ebene komminizieren und nicht mit Anschuldigungen und blinder Ignoranz 🙂

        • Nick sagt:

          Den Vorteil kann ich Ihnen liefern: Am Donnerstag bin ich einen Einsatz für die Polizei geflogen, als man eine Person vermisst hat. Den kleinen Jungen damals am Fluss, haben wir mit Drohnen gesucht. Stellt die Profis bitte nicht immer auf das gleiche Niveau, wie die Profis. Wir müssen die Technik gezielt einsetzen, um uns die Vorteile zu eigen zu machen, aber die Piloten werden nur verteufelt.

  • Ernesto sagt:

    Von den angeblich 100’000 Flugobjekten habe ich noch nie eines in der Luft gesehen. Wo ist das Problem?

  • Ernst Bucher sagt:

    Schon wieder eine neue Geissel der Menschheit, die mit High tech Entwicklungen nicht verantwortungsvoll umzugehen weiss. Muss zuerst eine Katastrophe eines Absturzes einer Drohne mit Schwerverletzten oder gar Toten geschehen, bis hier die Schrauben angezogen werden durch eine scharfe Regelung.?

    • Serge Roth sagt:

      Autos verursachen bei uns jeden Tag Verletzte und Tote, schreien Sie da auch nach angezogenen Schrauben und schärferen Regeln? Wenn ja, bitte ich um einen Link zur Kontrolle.

      • Ernst Bucher sagt:

        Tut mir leid, der Vergleich hinkt total. Das Auto ist für viele lebenswichtig um zur Arbeit zu fahren,, um Einkommen zu generieren sowie Dienstleistung zu erbringen Die Drohne ist ein unnützes Spielzeug und entbehrlich.

        • Serge Roth sagt:

          Also sind Tote und Verletzte absolut ok, solange es der Allgemeinheit dient? Wirklich?

        • Nick sagt:

          Es gibt Berufspiloten die in Ihrer Freizeit ihre teuren Instrumente zum Wohle der Allgemeinheit einsetzen. Ohne Bezahlung oder Amortisation. Da werden auch Dienstleistungen erbracht und Einkommen generiert. Gerade die Medien, die sehr viel Drohnen nutzen, verteufeln die immer wieder. Ist das glaubhaft ? Oder darf in einem BLOG alles geschrieben werden. Aktionen die einen Straftatbestand erfüllen, beschrieben werden. Der Schritt zum Snuff Video ist ein ganz kleiner…

  • Markus Hägi sagt:

    Ich fliege seit drei Jahren mit Quadrocoptern. Ich halte mich immer an die Vorschriften, fliege nie mitten in der Nacht oder frühmorgens, starte immer auf Grünflächen, überfliege so wenige Häuser und Strassen wie nur irgendwie möglich und erkläre und zeige den Leuten immer, was ich mache. Aber ich erlebe in letzter Zeit eine beispiellose Hysterie, werde täglich als Stalker, Perverser, … bezeichnet. Auf meinen Fotos, die auf ca. 75-120m Höhe gemacht werden sind nie Einzelpersonen erkennbar. Aufgrund der extremen Weitwinkeloptik ist in der Regel das ganze Dorf samt Sonne, See etc. drauf, durch Fenster ist aus dieser Distanz nichts sichtbar. Quadrocopter sind eine unglaublich faszinierende Erweiterung für die Fotografie. Zur Beruhigung: Die strengen Vorschriften kommen bald.

  • Lori Ott sagt:

    Bliebe nur noch der Begriff „bewohntes Gebiet“ genau zu definieren. Das dürfte schwieriger sein als mal geschwind ein paar Zeilen in den Politblog zu kleckern.

  • Lorenz sagt:

    Bei solchen Artikeln frage ich mich immer wieder: Was zum Teufel macht ihr zu Hause, dass ihr Angst habt, jemand könnte euch beobachten?…
    Wenn ich zu Hause auf der Terrasse ein Bier trinke, kann das von mir aus Live auf SF2 übertragen werden…würde wohl keiner zuschauen wollen , aber so geht’s auch dem Drohnenpiloten.

  • Ernst Habegger sagt:

    Wo liegt den das Problem? Der Lärm – naja jeder Rasenmäher ist schlimmer. Die Privatsphäre? Haben sie was zu verbergen? Es ist nicht verboten aufnahmen zu machen, denn das kann heute ja jeder auch mit seinem Handy. Es ist lediglich verboten das ganze auch zu veröffentlichen. Finde Leben und leben lassen. Evtl. ist ja jemand auch nicht einverstanden mit dem was sie tun….. Es gilt den vernünftigen Umgang mit solchen Geräten zu vermitteln und nicht wieder mit verboten um sich zu schlagen – denn wer kontrolliert es denn? Jeder ist dann plötzlich wieder Polizist der den Nachbarn verpfeift? Viel Spass, in dieser Nachbarschaft wird sicher eine super Stimmung entstehen

  • Röschu sagt:

    Wir haben doch schon längst Gesetze gegen das genannte Problem:
    -> Schutz der Privatsphäre: Art. 13 BV
    -> Die Ruhestörung ist mMn im ZGB geregelt

    Es ist für mich unverständlich weshalb immer gleich nach neuen Gesetzen und Verboten geschrien wird. Lasst uns doch erstmal jene umsetzen und anwenden, die wir schon haben. Es sind ja wahrlich mehr als genug.

    Ausserdem bin ich der festen Überzeugung, dass der Autor, der nach ein paar genossenen Bier mit seiner Pistole auf eine Drohne schiessen will, die wesentlich grössere Gefahr darstellt, als die Drohne selbst.

  • Christian sagt:

    Hallo

    Wer war wirklich schon mal direkt und negativ betroffen durch eine Drohne bzw. einen Multikopter? Vermutlich 99% obiger Schreiber, haben keinerlei Erfahrungen gemacht.

    Was hier zum grösstenteil geschrieben wird zeigt sehr deutlich auf, dass viel Unwissen vorhanden ist. Das eigentliche Problem sind doch die Leute welche unnötigerweise in Hysterie verfallen. Da werden Fake Filme gezeigt in welchen eine Drohne ein Winglet von einem Flugzeug trifft – der ahnungslose nimmt dies natürlich für bare Münze. Oder Schreiber wie in diesem Blog neigen gar zu Gewalt und gefährden andere. Dazu gehört auch Michael Soukup welcher die Situation durch ungenügende Recherche, gleich noch anheizt.

    Schade, dass viele so intolerant und den Teufel an die Wand malen…

  • Robert sagt:

    Drohnen sind vergleichbar mit Messer. Ein Messer kann man zum Brot schneiden brauchen, aber auch um jemanden umzubringen, es hängt von der verantwortungsvollen Anwendung ab. Die nützlichen Anwendunge der Drohnen sind zahllos, bei mir zum Beispiel Thermographien von Solaranlagen. Wer weiss schon, ob die Drohne im Quartier nicht eine sinnvolle Aufgabe erledigt? Eine Pistole ist die falsche Antwort darauf, und zudem illegal. Wer meine Drohne abschiesst kriegt eine Strafanzeige! Lassen wir der Schweiz den gesunden menschenverstand vor neuen Vorschriften.

  • Corno Carlo sagt:

    eben deshalb die Drohnen ja nicht verbieten. Die sind doch nützlich, diese fliegenden Zielscheiben und Übungsobjekte.

Kommentar

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